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Eine Familie will ständig gestärkt werden, um Dank zu ernten. Rückblicke auf die erlebte Erziehung richten den Blick auf die eigene Familie. Gedanken von Schülern, Jugendlichen, Lehrern und Eltern regen zum Diskutieren an. Zum Sprechen, Handeln und Selbststärken gibt es vielfältige psychologische Themen, Aufgaben, Tests, Fragen und Spiele. Das Buch ist eine Fundgrube zum Sprechen über das familiäre, schulische, berufliche und politische Leben. Damit können Sie sich selbst entdeckend und in der Familie unterhaltend den Dank erarbeiten.
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Seitenzahl: 146
Veröffentlichungsjahr: 2020
Vorwort
Eltern verstehen
Kinderwünsche, Elternängste und Elternerwartungen
Lieben lernen
Großeltern sind Lebensberater
Sisyphos sprießt nicht nur vor der Türe
Störungen prüfen und nutzen
Sich entdecken und verbessern
Erlebte Führung betrachten und sich führen lassen
Sich und andere führen
Manipulationen durchschauen und Nein sagen
Liebesobjekte her – Familie lieben
Kinder verstehen
Aufgabenverzeichnis
Gewiss haben Sie schon erlebt, dass Sie sich in der Familie und an der Arbeit viel Mühe gegeben haben und Undank ernteten. Empfangener Dank von der Familie, den Kindern, den Eltern, Kollegen und Vorgesetzten spornt Sie an, weiter an sich zu arbeiten und Nächstenliebe gedeihen zu lassen.
Wer hat Ihnen schon gesagt: „Du hast mein Herz erfreut.“ „Der Dank ist Dir gewiss.“ „Danke, dass Du jetzt da bist.“ „Herzlichen Dank für Ihren Beistand.“ „Das war knochenhart und gut.“ „Gott sei Dank!“ Lassen Sie sich gerne was sagen? Eigentlich doch nicht… oder? Jedoch Sie können ein Thema, eine Aufgabe oder ein Problem mit den Nächsten besprechen, sich Meinungen anhören und dann selbst entscheiden, was für Sie und die Familie gut ist.
Hierfür werden Sie mit Gedanken von Kindern, Jugendlichen, Lehrern, Eltern und anderen konfrontiert. Rückblicke auf die selbst erlebte Erziehung helfen, sich selbst besser zu verstehen und Gespräche zu führen. Für diese Familienstunden werden Methoden des Moderierens mit Beispielen veranschaulicht, die auch Sie zum Stärken der Nächsten ermutigen und befähigen.
Somit ist dieses Buch eine Fundgrube zum Miteinandersprechen über das familiäre, schulische, berufliche und politische Leben.
Beim Lesen werden Sie jetzt mit dem Du angesprochen.
Es gibt Situationen, in denen dir das Verstehen der Eltern leichtfällt, jedoch auch solche, die dich mehr oder weniger vor Rätsel stellen. Was dir leicht fällt, wird schnell vergessen sein, wird rasch als ganz normal und selbstverständlich betrachtet. Dazu gehörten, dass du täglich von ihnen ernährt wurdest, hin und wieder neue Kleidung bekommen hast, ein eigenes Bett und ein warmes Zimmer hattest. Im Zimmer häuften sich Dinge, die Mama und Papa erarbeitet haben. Und wenn dies einmal nicht so war, fragtest du dich: „Was ist denn los?“ „Was soll denn das?“
Das Verstehen kann bröckeln, in Unverständnis ausarten, Konflikte schüren und deine Beziehung zu den Eltern vergiften. Gelingen dir jedoch vernünftige Gespräche, gewinnst du Erkenntnisse, die das Verstehen zwischen dir und den Eltern gedeihen lassen.
Selbstverständlich wird es oft immer Situationen und Dinge geben, die dir ein ständiges Rätsel bleiben. Und das ist auch gut. Jeder hat seine Geheimnisse, die er mehr oder weniger pflegt. Schreibe dir doch einmal einen Brief zu der Frage:
„Wie sehen mich meine Eltern?“
Sind dir schon einmal folgende Worte zu Ohren gekommen? „Ich kenne dich!“ „Von dir habe ich nichts anderes erwartet.“ „Du bist unerträglich!“ „So musste es ja kommen.“ „Wir tun doch alles für dich!“ „Ich habe doch schon hundertmal gesagt, dass du...“ „Wir meinen es doch nur gut.“ „Du bist unser Schatz.“
Machen Eltern immer alles richtig? Wollen sie dich ermutigen? Wollen sie dir Grenzen aufzeigen? Können sie dich immer genau kennen? Ist es nicht langweilig, wenn man einen anderen Menschen genau kennt oder zu kennen glaubt? Ist es nicht gerade interessant, an anderen Personen, auch an Eltern und Geschwistern, immer neue Seiten zu entdecken? Denn so, wie du dich oft veränderst, verändern sich andere auch. Das ist immer eine spannende Sache, die das Leben bereichert.
Erinnere dich an Beispiele von einst und heute, in denen du dich fragtest:
„In welchen Situationen habe ich mich so verhalten,
wie es die anderen von mir kennen?“
„In welchen Situationen habe ich mich so verhalten,
dass andere über mich verwundert waren?“
Wer hat dir schon einmal gesagt: „Über dich können wir uns freuen.“ „Du bist hilfsbereit.“ „Du hast dich grandios durchgesetzt.“ „Du bist unsicher.“ „Du passt dich immer an.“ „Du bist ein Ja-Sager.“ „Du fühlst dich als die/der Größte.“ „Du bist gemein.“ „Dein Verhalten ist einfach gottlos!“
Und wie bist du damit umgegangen? Hast du dir das nur angehört? Hast du gejubelt? Hast du widersprochen? Hast du angefangen, dich zu rechtfertigen oder zu verändern?
Entdecke dich selbst!
Nimm ein Stück Papier und zeichne dich vom Kopf bis zu den Füßen einmal in Frontal- und dann Seitenansicht. In die eine Zeichnung schreibst du:
„So bin ich!“ und in die andere: „So werde ich gesehen!“
Hierbei wirst du erleben, dass es nicht einfach ist, sich stets richtig zu verstehen und vor allem wirst du spüren und erkennen, wie schwer es ist, sich selbst zu kennen. Nun zum Verstehen von Mama und Papa einige Gesprächsthemen, die dich und deine Familie zum Sprechen und Nachdenken anregen sollen.
Eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von elf und fünfzehn Jahren arbeitet im Schichtbetrieb als Kassiererin im Supermarkt. Der Elfjährige besucht wie seine Schwester das Gymnasium. Beide lernen recht erfolgreich. Aber in den Ferien wollen sie nicht immer aufs Land zu Oma und Opa. Besonders die Große möchte wie ihre Freundinnen mal vereisen und andere Länder kennenlernen. Ebenso, wie sie es bei anderen Schülern sieht und hört.
Eine Mutter bekommt unerwartet von einer Kommilitonin Besuch. Die Kinder springen zum Gartentor. Nach der Umarmung sagt sie: „Der Große ist Karl- Friedrich, das ist Maria mit der Schwester Elisabeth und der 8-Jähtige schreit: „Ich bin Jonathan!“
Eine andere Mutter sagt: „Das sind meine Kinder.“ Somit stellt sich die Mutter vor! Sind Kinder Besitz?
Ein fast sechzehnjähriges Nesthäkchen mit drei erwachsenen Geschwistern ist seit neun Wochen schwanger. Und das nach einer Übernachtungsparty mit Alk und Drogen. Ihre Eltern haben die Karriereleiter mit Mühen erklommen und sehen sich für sehr viele Mitarbeiter verantwortlich. Eine Abtreibung will die Tochter nicht. Diese Ehrfurcht vor dem Leben schätzen die Eltern. Sie wissen aber nicht, wie es weitergehen soll.
Eine Oma erzählte ihrem 33-jährigen Enkel, was sie und ihr Mann in der DDR alles erleben mussten. Unser Telefon wurde von der Abteilung 26 des MfS überwacht und unsere Post wurde gelesen. Geheime Wohnungsdurchsuchungen erfolgten und ‚Wanzen‘ wurden installiert. Worauf ihr Enkel erwiderte: „Heute werden von Staatstrojanern Laptops durchstöbert, Nachrichten mitgelesen, Gespräche mitgehört und Computerkameras werden aus der Ferne aktiviert. Und all das zur ‚Terrorismus-Abwehr‘. Wir sind alle gläsern!“
Eine Familie entdeckt im August nach einer langen Tageswanderung ein großes Waldameisennest. Sie setzen sich auf einen alten Baumstamm und die Mutter erzählt:
„Hier lebt eine Königin mit ihrem Männchen und bis zu 600 000 Arbeiterinnen. Sie trugen Blätter und Zweige zum Nestbau zusammen und sind jetzt fleißig auf Nahrungssuche. Nachts verschließen sie das Nest und halten Wache. Oh, Natur!“
Dann fragte sie sich: „Was kommt wohl politisch auf unsere Kinder zu? Da gibt es Politiker, die nur an ihre Macht denken, das Volk belügen, betrügen und verdummen, von Demokratie reden, die Freiheit loben und sich göttlich fühlen., Kinder, Kinder, was kommt auf euch zu… 2,8 Millionen Kinder sind in Deutschland von Armut betroffen und immer mehr landen auf der Straße.“ Worauf das neunzehnjährige Sandwichkind fragt: „Warum demonstriert ihr nicht?“
„Von den im Nov.2019 ca. 3.8 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfängern sind etwa 1,2 Millionen ohne Berufsausbildung. Die Anzahl der Deutschen sinkt, jedoch die der Ausländer steigt drastisch. Wo bleibt die Integration? Die Obrigkeit versagt, missachtet das Wohl des deutschen Volkes“, sagt ein Meister seinem Sohn. Er antwortet: „Ja, meine Freundin Alia spricht deutsch, ist eine beliebte Krankenpflegerin und will- wie ich- ein duales Studium aufnehmen.“
Ein wahrer Übervater muss erleben, wie sein Sohn nach dem Jurastudium in die Drogenszene abrutscht. Oft denkt er an Georg Trakl, der sich 27- jährig im Kriegsdienst mit einer Überdosis Kokain das Leben nahm. Und heute verdienen Drogendealer an Obdachlosen.
Eine Achtzehnjährige will Psychologie studieren. Nun fragt sie sich, wer sind wohl in diesem Tunnel die Obdachlosen mit erbärmlichen Habseligkeiten? 48 000 leben auf der Straße. 650 000 Menschen sind wohnungslos. Alles Schätzungen! Statische Erfassung ab 2022. Aber die Anzahlen steigen täglich! Was denken wohl die Migranten über die Obdachlosen? Und was meinen die Obdachlosen zu den Migranten?
Großeltern diskutierten mit ihren Kindern und Enkeln. DDR überlebt. Westkontakte gepflegt. Wiedervereinigung erlebt. Und was prasselt nun ständig auf uns ein? Sind es nicht auch die Themen: Migranten mit Kindern wollen in das „kapitalistische“ Deutschland. Warum? Um im demokratischen Sozialismus zu leben? „Die Linke“ träumt von einer blutigen Revolution, Erschießung der Reichen, FDJ- Demos gegen Kapitalismus und für Sozialismus…?
Ein IT-Experte achtet streng darauf, dass seine vier Kinder viel miteinander sprechen und nicht Opfer der Smartphone-Sucht werden. Denn er kennt die gesundheitlichen Gefahren der elektromagnetischen Felder (EMF.) Das Miteinandersprechen wird in der Familie täglich gepflegt. Und das Handwerkern hat goldenen Boden!
Zur Goldenen Hochzeit fragte sich ein Ehepaar, können unsere Kinder verstehen, welche Menschen uns in schwierigen Zeiten wichtig waren, Mut gaben und Sinn stifteten?
Es pflegte persönliche Kontakte mit Künstlern, die sich nicht der Staatsideologie unterordneten. Genannt seien Gerhard Altenbourg, Roger Loewig, Rudolf Franke und Diether Schmidt, der Kunsthistoriker wurde von der Stasi verhaftet und der Freikauf erfolgte durch Helmut Schmidt.
Gerne zeigte Herr Franke in seiner kleinen Neubauwohnung Originalgrafiken von Georges Braque und Marc Chagall. Heute freut sich das Ehepaar, im Internet unter „boheme und diktatur in der ddr“ lesen zu dürfen, dass Franke den Jahreswechsel am liebsten mit Braque und einer gut temperierten Unstrut - Wein feierten.
Und von dem Gründungsmitglied der „Erfurter Ateliergemeinschaft“, Herrn Franke, erhielten sie für wenig Geld „Jahresgaben“ mit signierten Originalgrafiken von unangepassten Künstlern.
Dazu ein Blick in die Jahresgaben von 1966 und 1967: R. Franke, „Die Eisheiligen“, G. Altenbourg, „Versuch einer Beziehung (vielleicht an einem untauglichen Objekt?)“ und R. Loewig „In den Gittern des Frostes“
Das Angermuseum Erfurt erhielt 2004 die wertvolle Kunstsammlung von Rudolf und Ilse Franke mit Arbeiten von Erich Heckel, Lovis Corinth, Alfred Kubin, Max Pechstein, Max Beckmann, Josef Albers, Lyonel Feininger, Paul Klee, Pablo Picasso, Otto Dix, HAP Grieshaber und vielen anderen. Diese Schenkung umfasst rund 14 000 Grafiken.
Eine 40-Jährige kaufte sich in einer Buchhandlung von Emil Nolde ein Mädchenporträt. Sie fragte ihren Vater: „Was meinst denn du zu dem Bild?“ Und er schrieb ihr:
„Sie schaut ruhig nach unten. Ihre Lippen sind nicht zum Sprechen bereit. Was ist schon alles Irdische, alles ist Wind. Er zieht vorüber und lässt ihre Haare leicht wehen, ihre Gedanken beim Betrachten, Staunen und Besinnen bleiben beim Schauen nach unten ihr Geheimnis.
Das ist doch eine Zufriedenheit mit ihrem Leben. Denn oft blickt man bei allen Herausforderungen des Alltags nach vorn. Sei es beim Arbeiten, Fahren auf der Autobahn, dem Sehen des Gegenübers oder das Erfreuen an den kleinen und großen Wundern der Natur.
Diesen langen Weg mit auf und ab zeigt das Blau im Hintergrund bis zu ihrem Herzen.
Doch hinter ihrem Kopf ganz oben wird das Gelb durch Gedanken, Erlebnisse und Wünsche durch kräftiges Rot und Grün deutlich und Zufriedenheit mit sich selbst lässt Hoffnung und Dankbarkeit nicht missen. Das geschieht beim Anblick eines Babys oder einer Hornisse, deren Flugweg unbegreifbar bleibt. Ist ein Baby erwachsen, sollte man es meiden. (frei nach Arthur Schopenhauer) Oder… Zufriedenheit mit dem Leben vorleben.
Natürlich blickt man nicht nur nach unten oder nach vorn. Im Leben blickt man nicht selten, auch unbewusst nach oben. Sei es das Bewundern der Sterne in der Nacht oder am Tag das Bewegen der Wolken, die sich entfernen, nähern, zusammenfügen und auch mit etwas Fantasie Gesichter entdecken lassen. Angenehme, grauenhafte, fröhliche und rätselhaft.
Das Blicken nach unten mit Ehrfurcht öffnet, begleitet die Wege in den Alltag und die Ferne.
Dies ist auch eine Selbstfindung. Denn oft kennt man sich nicht und steht sich selbst im Wege.“
Und sie antwortete: „Deine Worte sind wunderbar. Ja, deshalb habe ich das Bild in mein Herz geschlossen.“
Ein einstiger Hauptschüler und nun bei den Schülern beliebter Hausmeister eines Gymnasiums sitzt in der Corona- Krise zu Hause und versteht die Welt nicht mehr. Er fragt sich: Warum wurden Rosenmontagszüge mit Tausenden Jecken erlaubt? Rasant stiegen Infektionen! Ist das eine politische Inszenierung? Was würden mir die Schüler sagen? „2017/2018 gab es in Deutschland 25 000 Grippetote ((RKI) und bis 19.Aug.2020 9 314 Corona-Todesfälle! (Wikipedia).“
Eine 79-jährige Reiseleiterin hat die Licht- und Schattenseiten der Welt erlebt. Gerne führt sie mit ihrer 38-jährigen Freundin geistreiche Gespräche über Kunst, Literatur, das Leben der Menschen in den unterschiedlichen Kulturen und Familientraditionen. Die kinderlose Freundin sagte: „Ja, der Sinn des Lebens besteht doch darin, Kinder zu kriegen und das Leben weiterzugeben und nicht nur zu arbeiten.“ Daraufhin zitierte die Reiseleiterin Rabbi Bunam:
„Die große Schuld des Menschen ist, dass er in jedem Augenblick
die Umkehr tun kann und nicht tut.“
Und sie fügte hinzu: „Nun ist es wohl für dich zu spät. Arbeiten um zu leben macht Sinn und nicht umgekehrt. Jedoch! Deutschland braucht eine familiengerechtere Politik, denn die Geburtenrate geht deutlich zurück, und keine Entmündigung durch staatliche Pläne und keine unkontrollierte Masseneinwanderung!“
Ein Handwerker fragt seinen Sohn: „Na, was druckst jetzt wieder aus?“ Der 18-Jährige sieht ihn an und sagt: „Mein Kunsterzieher zeigte in der JF 26/20 der Geschichtslehrerin das Kirchenfenster ‚Oligarchensozialismus‘ mit Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Bill Gates. Heftig diskutierten sie über ‚Oligarchensozialismus‘ sowie ‚Die Welt im Zwangsgriff der Milliardäre‘. Da musste ich jetzt im Internet nachsehen und mir zum stillen Lesen und Nachforschen einige Seiten ausdrucken.“ Papa lächelte und sagte sich: „Mein Sohn gehört zu den Menschen, die Antworten suchen.“
„Familie festigen. Dank ernten“ war bei einem abendlichen Sprechen das Thema. Die 17-Jährige fügte zwei Horror- Informationen zum Babyhandel und zur Organmafia hinzu. Sie sagte:
„In Nigeria werden für ‚Adoptiveltern‘ Kinder regelrecht produziert. Täglich zehn Kinder. Für 2 000 Dollar werden Mädchen und 2 500 Dollar werden Jungen verkauft.
Und die Organmafia gibt es weltweit, auch in Deutschland. In der Türkei wurden einst 17 000 Kinder vermisst und die ‚Welt‘ berichtete 2016, dass 5 000 Flüchtlingskinder vermisst wurden, einige tauchten wieder auf. Was sind das für Menschen, die das tun?“
Das waren einige Gesprächsthemen. Wenn du dich bei deinen Freundinnen/Freunden und anderen Familien umschaust, wirst du noch viele andere Probleme entdecken. Nutze doch einfach einmal dieses oder jenes Beispiel, um es mit deinen Eltern zu besprechen. Sie haben dazu auch ihre Meinung. Sie werden sich dann offenbaren, ihre Gedanken preisgeben und euer gegenseitiges Verstehen möge eine dankbare Aufgabe bleiben.
Dein Familienbild kann sich bestätigen, verändern oder neue Fragen aufwerfen. Und was hast auch du schon thematisiert?
Nun erhältst du zum Verstehen der Eltern einige Fragen und Aufgaben zu Kinderwünschen, Elternängsten und Elternerwartungen.
Deine Schultüte gehört schon lange Zeit zur Vergangenheit. Irgendwann hast du gewiss eine Puppe oder einen Teddy zum Zerlieben geschenkt bekommen. Viele Schuljahre, die Ausbildung oder das Studium hast du schon mit vielen Höhen und Tiefen hinter dir. Du hast bereits eine Familie oder willst eine gründen.
Es ist wenig hilfreich, sich stets zu fragen, war ich gewünscht, ungewollt, angenommen oder vertauscht. Entscheidend bleibt die empfangene Liebe.
Kinderwünsche können Eltern zur Verzweiflung bringen oder wahrlich erbauen.
Bedenke einmal deine erfüllten und versagten Wünsche:
„Welche haben sich erfüllt?“
„Welche sind dir heute noch so richtig wichtig?“
„Welche blieben dir versagt?“
„Welchen trauerst du heute noch nach?“
„Welche unerfüllten Wünsche haben dich zu anderen
Erkenntnissen und Einsichten geführt?“
„Und was sagen dazu jetzt deine Eltern?“
„Welche Wünsche hast du dir ganz allein erfüllt?“
„Bei wem durftest du dich bedanken?“
„Und welche Wünsche hast du jetzt?“
Notiere dir doch einmal deine persönlichen Wünsche für das nächste Jahr .
Diesen Wunschzettel steckst du in einen Briefumschlag, darauf schreibst du ein „Passwort“ mit dem Datum und dann versteckst ihn an einer besonderen Stelle. Zu gewissen Zeiten und Anlässen nimmst du ihn in Hand und fragst dich: „Wie weit bin ich gekommen?“ Falls es nötig ist, fügst du Korrekturen durch.
Eltern wissen, wie sich Kinder und Jugendliche über erfüllte Wünsche freuen. Jedoch alle Wünsche können sie nicht erfüllen. Eltern sind kein Fass ohne Boden. Auch sie können nicht stets aus dem Vollen schöpfen. Besonders dann, wenn hierfür Geld nötig ist, jedoch vor allem, wenn die Kräfte der Eltern schwinden.
Eine von Mama selbst geformte und bekleidete Puppe oder vom Papa mit dir gebautes Spielzeug wird dir bestimmt mehr am Herzen liegen als die vielen gekauften Dinge, die du bereits vergessen hast. Nicht zu vergessen sind gemeinsame Erlebnisse. Erinnere dich an eine Wanderung, einen besinnlichen Familienabend, eine gemeinsame Fahrradtour oder anderes und male davon ein Bild. Zu gegebenem Anlass übergibst du es. Hierbei werden für dich und die Eltern Erinnerungen wach, die erbauliche Gespräche fördern.
Eltern haben, wie die Familiensituationen bereits zeigten, Ängste. Hinterfrage auch mal die Ängste deiner Eltern. Gewiss hatten sie Angst, wenn du dich als Säugling verschluckt hast, das erste Mal allein zur Schule gelaufen bist, Ärger mit Schülern und Lehrern gehabt hast, sehr spät nach Hause gekommen bist, mit dem Auto das erste Mal in ein Schneechaos geraten bist, Liebeskummer hattest...
Das solltest du erst einmal für dich fortsetzen!
„Welche Ängste haben deine Mama und dein Papa?“
Zeichne ein Porträt von der Mama und dem Papa. Schreibe dann zu den Augen, Ohren, zum Mund und auf die Stirn die Ängste, die sie sehen, hören, ansprechen und denken.
Formuliere anschließend für Mutter und Vater Fragen zum Interviewen. Zum Beispiel:
„Welche Ängste habt ihr zurzeit bei mir?“
„Was erwartet ihr von mir?“
„Was sollte ich mehr tun?“
„Womit erfreue ich euch?“
„Wie seht ihr meine Zukunft?“
„Welche Fragen habt ihr jetzt an mich?“
Achte beim Interviewen darauf, wer zuerst antwortet. Bedenke zum Schluss rasch dankende Worte und teile deine Meinung mit. Frage auch nach, was nochmals besprochen werden muss. Und vergiss hierbei nicht, für Eltern bleibst du ein Leben lang ihr Kind! Sie machen sich um dich noch Sorgen, auch wenn du über fünfzig bist.
