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Eben noch Student am Schreibtisch und jetzt ohne Praxis-Erfahrung am Behandlungstisch?
Starten Sie selbstbewusst! Initiiert vom bvvd beantworten Experten die 100 drängendsten Fragen von Studierenden und frisch approbierten Veterinären.
Keine Panik vor dem ersten (und nächsten) Patienten.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 534
Veröffentlichungsjahr: 2016
FAQ - Berufseinstieg Kleintierpraxis
Herausgegeben vom Bundesverband der Veterinärmedizinstudierenden Deutschland e.V.,
Unter Mitarbeit von
Jürgen Althaus, Andrea Bathen-Nöthen, Anne Becher, Christoph Bode, Andreas Brühschwein, Katrin Busch-Kschiewan, Carolin Deiner, René Dörfelt, Sandra Drews, Ilka Ute Emmerich, Carolin Engelen, Corinna Eule, Thomas Flegel, Irene Flickinger, Julia Gerstenberger, Andrea Gollwitzer, Katarina Hazuchova, Robert Hertzsch, Marina Hoffmann, Emanuel Holle, Doris Kampner, Joachim Lübbo Kleen, Matthias Kornmayer, Saskia Köstlinger, Claudia Kreil-Ouschan, Norbert Kummerfeld, Anna Layer, Shenja Loderstedt, Anita Manz, Karina Mathes, Ulrike Michal, Mirja Nolff, Christiane Otzdorff, Anna Parotat, Rebecca Pfündl, Korbinian Pieper, Hanna Dorothee Plickert, Claudia Rade, Sina Rudolf, Stephanie Steimann, Milena Thöle, Beate Walter, Birgitt Wolfesberger
27 Abbildungen
„Und was mache ich jetzt? Der Chef und die erfahrenen Kollegen sind weg – dennoch muss schnell eine Lösung her.“
Dieses Problem ist sicherlich vielen Berufseinsteigern bekannt. So war es auch der Anlass, ein Buch zu schaffen, das sich mit den häufigsten Fragen von Anfangsassistenten beschäftigt und Lösungsansätze bietet.
Die 100 häufigsten Fragen, die von Berufsanfängern gestellt werden und jetzt die einzelnen Kapitel eröffnen, wurden von dem Bundesverband der Veterinärmedizinstudierenden in Deutschland – bvvd e.V. – in Form einer Umfrage erfasst. Anschließend wurden die Fragen zur Beantwortung an Experten und Tierärzte mit langjähriger Erfahrung, meist mit Bezug zu den tiermedizinischen Ausbildungsstätten, herangetragen.
Dieses Buch soll Ihnen über die Hürden und Tücken der ersten Wochen im Berufsleben helfen, Sie an die Hand nehmen und die ersten Meter des Weges begleiten. Es ist insbesondere für tiermedizinische Assistenten gedacht, die am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen. Natürlich richtet es sich auch an Studierende im Praktikum und interessierte Tierärzte.
Ganz gleich, ob Sie noch studieren, das Tiermedizinstudium gerade erfolgreich abgeschlossen haben oder Wiedereinsteiger sind: Wir wünschen Ihnen viel Freude sowie Erkenntnis- und Wissenszuwachs beim Lesen des vorliegenden Buches und stets Erfolg beim Behandeln Ihrer Patienten!
Wir danken allen Beteiligten für die Hilfe an der Umsetzung unserer Idee.
Vielen Dank den zahlreichen Teilnehmern unserer Umfrage, die den Inhalt des Buches bestimmt haben.
Für das Beantworten der Fragen gilt ein außerordentlicher Dank den Autoren sowie dem wissenschaftlichen Beirat.
Insbesondere danken wir dem Enke Verlag, ohne dessen herausragende Unterstützung dieses Buchprojekt nicht möglich gewesen wäre. Für die Initiative und Inspiration, für die kreative und kompetente Projektleitung und das andauernde Engagement von der Idee bis hin zur Fertigstellung des Buches war es uns eine Freude, mit Frau Gesina Abraham, Frau Dr. Maren Warhonowicz, Frau Antje Pigorsch und Frau Carolin Frotscher zusammengearbeitet haben zu dürfen.
Weiterhin bedanken wir uns bei den Sponsoren Royal Canin und Mars Petcare, vertreten durch Frau Dr. Franziska Conrad und Frau Dr. Cornelia Ewering, die das Buchprojekt von Beginn an gefördert und kontinuierlich substanziellen Beitrag geleistet haben.
Bundesverband der Veterinärmedizinstudierenden in Deutschland (bvvd e.V.)
im März 2016
Christin Kleinsorgen
Frederic Lohr
Mareike Stellfeld
Katharina Wadepohl
Fragen begleiten unser Leben, die richtige Antwort ist jedoch nicht immer leicht zu finden. Diese Erfahrung macht insbesondere auch der tiermedizinische Berufsanfänger, wenn er den erkrankten Patienten untersucht hat und mit besorgten Tierbesitzern kommunizieren muss. Eine gute Antwort basiert dabei auf Fachkenntnissen, Erfahrung, eigenen Ideen und der persönlichen, rhetorischen Kompetenz. Wenn das Wissen fehlt oder aktuell nicht präsent ist, kann der kollegiale Rat eingeholt werden. Wenn dies nicht möglich ist, bleibt häufig nur der rasche Griff zum Buch und/oder die Nutzung digitaler Medien.
Das vorliegende Buch hat zum Ziel, eine dem aktuellen Kenntnisstand entsprechende Antwort auf die 100 häufigsten, dem Berufsanfänger sich in der tierärztlichen Praxis ergebenden Fragen zu geben. Die Fragen betreffen internistische wie chirurgische Erkrankungen, neben dem klassischen Kleintier Hund oder Katze auch Kleinsäuger, Reptilien oder Vögel. Der Verlag hat dazu die jeweils im Fachgebiet führenden klinisch tätigen Tiermediziner des deutschsprachigen Raums mit der Beantwortung beauftragt. Das Ergebnis liegt nun vor. Damit kann der fragestellende Berufsanfänger effizient und rasch die richtige Antwort finden oder zumindest Hinweise zu möglichen Ursachen und zur weiteren Vorgehensweise erhalten.
Dieses Buch ist von der Konzeption her einzigartig, sehr zu empfehlen, es ist ansprechend gegliedert, verständlich formuliert, lehrreich und informativ. Es eignet sich als Nachschlagewerk für die Zielgruppe, dient aber auch einem „alten Hasen“ zur Überprüfung der eigenen Vorgehensweise. Ich wünsche dem Leser viel Spaß beim Studium!
Hannover, Juni 2016
Prof. Dr. Michael Fehr
Vorwort
Geleitwort
Teil I Praxisalltag
1 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Problemen mit den Analdrüsen?
1.1 Anatomie und Physiologie
1.2 Klinisches Bild und Symptome
1.3 Erkrankungen
1.3.1 Obstruktion der Ausführungsgänge
1.3.2 Infektionen und Abszesse
1.3.3 Tumore
1.3.4 Perianalfisteln
1.4 Wie führe ich eine Erstversorgung durch?
1.4.1 Manuelle Entleerung
1.4.2 Therapie von Entzündungen
1.4.3 Tumorverdacht
2 Wie führe ich die Erstversorgung eines Durchfallpatienten durch?
3 Wie führe ich die Erstversorgung eines Patienten mit Erbrechen durch?
3.1 Allgemeines
3.2 Anamnese zur Eingrenzung der Herkunft
3.3 Wichtige Parameter der klinischen Untersuchung
3.3.1 Untersuchung der Maulhöhle
3.3.2 Kardiovaskulärer Status und Hydratationsstatus
3.3.3 Innere Körpertemperatur
3.3.4 Abdomenpalpation
3.3.5 Rektale Untersuchung
3.3.6 Neurologische Untersuchung
3.4 Akutes oder chronisches Erbrechen?
3.5 Schockanzeichen?
3.6 Akutes Erbrechen?
3.7 Verdacht auf Fremdkörper?
3.8 Verdacht auf ein metabolisches Problem?
3.9 Verdacht auf ein infektiöses/entzündliches Problem?
3.10 Aszites?
3.11 Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
3.12 Weiterführende Literatur
4 Wie führe ich die Erstversorgung eines Patienten mit Atemwegsproblemen durch?
4.1 Weiterführende Literatur
5 Wie führe ich die Erstversorgung bei Patienten mit neurologischen Problemen durch?
5.1 Telefonischer Erstkontakt
5.1.1 Was ist zu fragen?
5.2 Lebensrettende Sofortmaßnahmen
5.3 Allgemeinuntersuchung
5.4 Neurologische Untersuchung
5.5 Differenzialdiagnosen und Diagnosestellung
5.6 Therapie
5.7 Weiterführende Literatur
6 Wie führe ich die Erstversorgung bei Patienten mit Juckreiz durch?
6.1 Anamnese
6.2 Dermatologische Untersuchung
6.2.1 Ektoparasiten
6.2.2 Infektion
6.2.3 Allergie
6.2.4 Andere Ursachen für Juckreiz
7 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Patienten mit Hautproblemen?
7.1 Leitsymptome beim Hund
7.2 Leitsymptome bei der Katze
7.3 Häufigste Hauterkrankungen bei Hund und Katze
7.3.1 Ohrerkrankungen – Otitis externa
7.3.2 Analbeutelerkrankungen
7.3.3 Juckreiz
8 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Auge und wie führe ich einen allgemeinen Untersuchungsgang durch?
8.1 Weiterführende Literatur
9 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Ohr, und wie führe ich einen allgemeinen Untersuchungsgang durch?
9.1 Allgemeines
9.2 Otitis externa – ein häufiges und sehr schmerzhaftes Leiden
9.3 Ursachen
9.4 Untersuchungsgang – wie gehe ich vor?
9.5 Therapie
10 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Herz und wie sieht der allgemeine Untersuchungsgang aus?
10.1 Einleitung
10.2 Untersuchungsgang
10.2.1 Anamnese
10.2.2 Klinische Untersuchung
10.3 Klinische Anzeichen einer Herzerkrankung
11 Wie führe ich eine Euthanasie bei Hunden und Katzen durch?
11.1 Vorbereitende Maßnahmen
11.2 Praktische Durchführung
11.3 Was macht man, wenn die Euthanasie fehlschlägt oder die intravenöse Euthanasie nicht möglich ist?
11.4 Nach der Euthanasie
12 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Nagern und Kaninchen?
12.1 Allgemeines
12.2 Anorexie
12.2.1 Anorexie oder Pseudoanorexie?
12.3 Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (GIT)
12.4 Erkrankungen des Urogenitaltrakts
12.5 Erkrankungen des weiblichen Geschlechtstrakts
12.6 Enzephalitozoonose
12.7 Zahnerkrankungen
12.8 Dyspnoe
12.9 Weiterführende Literatur
13 Welche Besonderheiten muss ich beim Handling von Nagern und Kaninchen beachten?
13.1 Allgemeines
13.2 Tierartliche Besonderheiten
13.3 Weiterführende Literatur
14 Was muss ich bei der Verabreichung von Medikamenten bei Nagern und Kaninchen beachten?
14.1 Allgemeines
14.2 Applikationsarten
14.2.1 Oral
14.2.2 Subkutan
14.2.3 Intramuskulär
14.2.4 Intravenös
14.2.5 Intraperitoneal
14.2.6 Intraossär
14.3 Inadäquate Medikamente und Dosierungen
14.4 Weiterführende Literatur
15 Wie führe ich eine Zahnuntersuchung bei herbivoren Nagern und Kaninchen durch?
15.1 Untersuchung am wachen Tier
15.2 Untersuchung am narkotisierten Tier
15.2.1 Narkose
15.2.2 Maulhöhlenuntersuchung
15.2.3 Röntgenuntersuchung
15.3 Weiterführende Literatur
16 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe beim Frettchen und wie handle ich die Tiere?
16.1 Handling
16.2 Häufige Vorstellungsgründe
16.2.1 Impfung
16.2.2 Kastration und Dauerranz
16.2.3 Hyperadrenokortizismus
16.2.4 Insulinom
16.2.5 Lymphom
16.2.6 Magen-Darm-Erkrankungen
16.2.7 Herzerkrankungen
16.3 Weiterführende Literatur
17 Was sind die häufigsten Ursachen für Erbrechen („Futterwürgen“) beim Ziervogel und wie diagnostiziere und therapiere ich diese?
17.1 Anamnese
17.2 Differenzialdiagnosen
17.3 Diagnostische Untersuchungen
17.4 Therapie bei nicht infektiösen Ursachen
17.5 Therapie bei Infektionen
17.6 Weiterführende Literatur
18 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Schildkröten?
18.1 Allgemeines
18.2 Diagnostik
18.3 Häufige Vorstellungsgründe von Land- und Wasserschildkröten in der Praxis
18.4 Weiterführende Literatur
19 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Erbrechen/Regurgitieren vorgehen?
19.1 Allgemeines
19.2 Mögliche Ursachen
19.3 Diagnostik
19.4 Therapie
19.5 Weiterführende Literatur
20 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Dyspnoe vorgehen?
20.1 Allgemeines
20.2 Symptome
20.3 Weiterführende Diagnostik und mögliche Ursachen
20.3.1 Weiterführende Diagnostik
20.3.2 Mögliche Ursachen
20.4 Therapie
20.4.1 Sofortmaßnahmen
20.4.2 Längerfristige Therapie und Prognose
20.5 Weiterführende Literatur
21 Wie führe ich die Erstuntersuchung von Fundtieren durch?
21.1 Schutz des Untersuchenden
21.2 Wildbahntauglichkeit
21.3 Anamnese
21.4 Allgemeinuntersuchung
21.5 Untersuchung in Narkose
21.6 Jungtiere
21.7 Weiterführende Literatur
22 Wie führe ich eine Blutentnahme durch und was sollte ich dabei beachten?
22.1 Zwangsmaßnahmen bei Hund und Katze
22.1.1 Allgemeine Zwangsmaßnahmen beim Hund
22.1.2 Allgemeine Zwangsmaßnahmen bei der Katze
22.2 Fixierung und Durchführung einer Blutentnahme
22.2.1 Vena cephalica antebrachii
22.2.2 Vena saphena
22.2.3 Vena femoralis / V. saphena medialis
22.2.4 Vena jugularis
22.3 Wie viel Blut kann ich abnehmen?
22.4 Weiterführende Literatur
23 Was ist die geeignete Braunülen-/Kanülengröße?
23.1 Allgemeines
23.2 Medikamentenapplikation und Besonderheiten
24 Wie gewinne ich Harn und welche Erkenntnisse kann ich aus den Laboruntersuchungen der Probe gewinnen?
24.1 Wann sollte eine Urinuntersuchung durchgeführt werden?
24.2 Wie kann Urin gewonnen werden?
24.3 Aus welchen Schritten besteht eine Urinanalyse?
24.3.1 Bestimmung von Farbe und Transparenz
24.3.2 Bestimmung des urinspezifischen Gewichts
24.3.3 Chemische Analyse mittels Teststreifen
24.3.4 Mikroskopische Untersuchung des Urinsediments
24.4 Weiterführende Literatur
25 Worauf muss bei dem Versand diagnostischer Proben geachtet werden?
25.1 Rechtsvorschriften
25.2 Was bedeutet ordnungsgemäße Klassifizierung?
25.3 Freigestellte veterinärmedizinische Proben
25.4 Beschriftung der Probe
25.5 Was ist weiterhin zu beachten?
25.6 Weiterführende Literatur
26 Wann macht eine Röntgenuntersuchung Sinn und wie führe ich diese durch?
26.1 Allgemeines
26.2 Wann ist eine Narkose sinnvoll?
26.3 Lagerungstechnik
26.4 Röntgenaufnahmen
26.4.1 Thorax
26.4.2 Abdomen
26.4.3 Gliedmaßen, Kopf und Wirbelsäule
26.5 Welche Röntgeneinstellungen verändern auf welche Weise die Bildqualität?
26.6 Weiterführende Literatur
27 Wie führe ich ein EKG durch und wie werte ich die Ergebnisse aus?
27.1 Durchführung
27.2 Auswertung
27.2.1 Sinusrhythmus
27.2.2 Supraventrikuläre Extrasystolen
27.2.3 Vorhofflimmern
27.2.4 Ventrikuläre Extrasystolen
27.2.5 Ventrikuläre Tachykardie
27.2.6 AV-Block 1. Grades
27.2.7 AV-Block 2. Grades
27.2.8 AV-Block 3. Grades
27.2.9 Hypovoltage und elektrischer Alternans
28 Wie lege ich einen Verband an und was sollte ich beachten?
28.1 Was brauche ich für meinen Verband?
28.2 Gliedmaßenverband
28.2.1 Besonderheiten bei der Sekundärschicht
28.2.2 Besonderheiten bei der Tertiärschicht
28.2.3 Besondere Gliedmaßenverbände
28.3 Kopfverband
28.4 Hals- und Thoraxverband
29 Wie führe ich eine Wundversorgung durch?
29.1 Generelle Überlegungen
29.2 „Erste Wund-Hilfe“
29.3 Wundversorgung
29.3.1 Konservative Wundversorgung
29.3.2 Chirurgische Wundversorgung
29.4 Antibiotische Therapie
29.5 Besonderheiten bei der Versorgung von Bissverletzungen
29.5.1 Verletzungsmechanismus
29.5.2 Versorgung
29.6 Fazit
30 Welchen Faden in welcher Stärke sollte ich für welche Nähte nutzen?
30.1 Fadeneigenschaften
30.1.1 Armierung
30.1.2 Fadenmaterial
30.1.3 Fadenstärke
30.1.4 Resorptionsverhalten
30.1.5 Fadenstruktur
30.2 Welcher Faden für welche Indikation?
31 Was muss ich bei der Kastration eines Hundes beachten?
31.1 Definition
31.2 Rechtliche Aspekte
31.3 Beratungsgespräch
31.3.1 Harninkontinenz
31.3.2 Adipositas
31.3.3 Tumorerkrankungen
31.3.4 Verhalten
31.3.5 Körperliche Entwicklung
31.3.6 Fellveränderung
32 Wie führe ich eine Sedierung durch?
32.1 Allgemeines
32.2 Auswahl eines geeigneten Sedierungsprotokolls
33 Wie führe ich eine Narkose durch und was muss ich beachten?
34 Wie soll ich den Besitzer zur Läufigkeit der Hündin beraten?
34.1 Allgemeines zum Zyklus der Hündin
34.2 Deckzeitpunktbestimmung
34.2.1 Erhebung der Anamnese
34.2.2 Duldungsprüfung
34.2.3 Adspektion und Palpation des äußeren Genitales
34.2.4 Vaginalzytologie
34.2.5 Progesteronbestimmung
34.3 Methoden zur Unterdrückung des Zyklus
35 Welche Besonderheiten bei der Behandlung trächtiger Tiere sollte ich beachten?
35.1 Allgemeines
35.2 Fütterung in der Trächtigkeit
35.3 Physiologische Veränderungen während der Trächtigkeit
35.4 Spezielle Behandlungen
35.5 Weiterführende Literatur
36 Welche Impfungen sollten wann, wie, wo und wem empfohlen werden?
36.1 Allgemeines
36.2 1 × 1 der Impfungen
36.3 Wogegen kann bzw. muss geimpft werden?
36.4 Wie gehe ich bei den Impfungen vor?
36.5 Impfschemata bei Hund und Katze für die Core-Komponenten
37 Welche Entwurmungen sollten wann, wie, wo und wem empfohlen werden?
37.1 Nicht nur impfen – auch entwurmen!
37.2 Wie entwurme ich richtig?
37.2.1 Tiere mit geringem Risiko (kein freier Auslauf, kein Kontakt zu anderen Tieren)
37.2.2 Tiere mit durchschnittlichem Risiko (Auslauf unter Aufsicht, Kontakt zu anderen Tieren)
37.2.3 Tiere mit hohem, anhaltendem Risiko (freier Auslauf ohne Aufsicht, Tierheime, Zuchten, Haushalte mit mehreren Tieren, Jagdhunde)
37.3 Zoonosegefahr
37.4 Reisen und Wurmbefall
37.5 Welche Präparate sind zur Therapie geeignet?
38 Wie gehe ich mit aggressiven Patienten um?
38.1 Vorbeugen ist entscheidend!
38.1.1 Schaffen Sie eine „beruhigende Atmosphäre“ in der Praxis
38.1.2 Beugen Sie Problemen vor, bevor diese entstehen!
38.2 Einschätzung der Situation, insbesondere auch der Besitzerrolle
38.3 Besitzeraufklärung
38.4 Immer zu bedenken ist ...
38.5 Mögliche Zwangsmaßnahmen beim Hund
38.6 Mögliche Zwangsmaßnahmen bei der Katze
38.7 Sedierung/Narkose
39 Wie definiere ich die Körperkondition von Hunden und Katzen?
40 Welche Fragen zum Thema Hundefütterung werden am häufigsten gestellt?
40.1 Welche Fütterungsmethoden gibt es?
40.2 Woher weiß ich, dass mein Tier alles bekommt, was es braucht?
40.3 Wie ernähre ich meinen großwüchsigen Welpen richtig?
40.4 Was ist BARF und ist das besser/gesünder für mein Tier?
40.5 Was muss ich bei einer vom Tierarzt verordneten Diät für mein Tier beachten?
40.6 Ist es nicht am besten für unsere Hunde und Katzen, wenn wir sie wie ihre wilden Vorfahren ernähren?
40.7 Weiterführende Literatur
Teil II Notfälle
41 Wie entscheide ich, ob der Patient ein Notfall ist?
42 Gibt es rechtliche Unterschiede zwischen Notfällen in der Praxis und bei Hausbesuchen?
43 Welche Notfallmedikamente sollte ich in welchen Mengen und Dosierungen immer griffbereit haben?
44 Wie kann ich den Kreislauf eines Patienten stabilisieren?
45 Welche Parameter enthält ein Notfalllabor?
46 Worauf muss ich bei Unfällen von Hund und Katze mein besonderes Augenmerk legen?
47 Wie erkenne ich einen Schockpatienten?
48 Wie kann ich einen Status epilepticus lösen?
49 Was unternehme ich bei einem Hund mit Fremdkörperverdacht?
49.1 Anamnese
49.2 Diagnostik
49.3 Therapie
49.3.1 Tracheale Fremdkörper
49.3.2 Fremdkörper im Bereich der Maulhöhle
49.3.3 Ösophageale Fremdkörper
49.3.4 Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt
50 Wie führe ich eine Tracheotomie durch, wenn ein Fremdkörper in der Trachea liegt?
50.1 Wissenswertes
50.2 Symptome
50.3 Diagnostisches Vorgehen
50.4 Tracheotomie/Tracheostomie
50.4.1 Benötigtes Material
50.4.2 Lagerung des Patienten
50.4.3 Vorgehensweise
50.5 Weiterführende Literatur
51 Was unternehme ich bei einem Hund mit Verdacht auf Vergiftung? Welches Gift ruft welche Symptome hervor?
51.1 Wie behandle ich eine akute Intoxikation?
51.1.1 Telefonischer Erstkontakt
51.1.2 Lebensrettende Sofortmaßnahmen
51.1.3 Allgemeinuntersuchung
51.1.4 Identifikation des Giftes
51.1.5 Gezielte Entgiftung
51.2 Welches Gift ruft welche Symptome hervor?
51.3 Weiterführende Literatur
52 Wie erkenne ich den Unterschied zwischen häufigen nervalen Erkrankungen mit ähnlichem Erscheinungsbild auf den ersten Blick?
52.1 Telefonischer Erstkontakt
52.2 Lebensrettende Sofortmaßnahmen
52.3 Allgemeinuntersuchung
52.4 Neurologische Untersuchung
52.5 Diagnosestellung und Therapie
52.6 Allgemeine Notfalltherapie
52.7 Ergänzende Langzeittherapie
53 Was muss ich bei einer Magendrehung beim Hund beachten?
53.1 Wissenswertes
53.2 Entstehung und Verlauf
53.3 Kleine Pathophysiologie
53.4 Symptome und Untersuchungsbefunde
53.5 Sofortmaßnahmen
53.6 Perkutane Gastrozentese
53.6.1 Material
53.6.2 Vorbereitung
53.6.3 Eingriff
53.7 Anästhesie bei Magentorsion
53.8 Postoperative Überwachung
53.9 Postoperative Schmerztherapie
53.10 Weiterführende Literatur
54 Wie helfe ich einem Tier mit Dyspnoe? Welche Maßnahmen und Medikamente sind wann sinnvoll?
54.1 Allgemeines
54.2 Therapie
54.2.1 Erkrankungen der oberen Atemwege
54.2.2 Pleuralspalterkrankungen
54.2.3 Lungenparenchymerkrankungen
55 Wie intubiere ich einen Hund/eine Katze?
55.1 Vorbereitung
55.2 Vorgehen
55.2.1 Lagerung des Tieres
55.2.2 Intubation
56 Wie lege ich einen Venenverweilkatheter?
56.1 Allgemeines
56.2 Vorgehen
56.2.1 Vorbereitung
56.2.2 Fixation des Tieres
56.2.3 Vorbereitung der Vene
56.2.4 Schieben des Venenverweilkatheters
56.2.5 Probleme und Lösungen
57 Wann greife ich bei Hunden/Katzen geburtshelfend ein?
57.1 Trächtigkeitsdauer
57.2 Anzeichen der Geburt
57.3 Anzeichen einer Dystokie
57.4 Konservative Geburtshilfe
58 Wie sieht die Erstversorgung von Neonaten aus?
58.1 Allgemeines
58.2 Versorgung von Welpen nach Geburt via naturalis
58.3 Versorgung von Welpen nach Sectio caesarea
58.4 Problemmanagement
58.5 Nachsorge
58.6 Checkliste zur Versorgung von Welpen
58.6.1 Materialien
58.6.2 Medikamente
59 Wie gehe ich bei einer akuten Pyometra vor?
59.1 Allgemeines
59.2 Diagnostik
59.3 Therapie
59.3.1 Chirurgische Therapie
59.3.2 Konservative Therapie
59.4 Weiterführende Literatur
60 Wie diagnostiziere ich einen Schlaganfallpatienten und wie behandle ich ihn?
60.1 Definition und telefonischer Erstkontakt
60.2 Lebensrettende Sofortmaßnahmen
60.3 Allgemeinuntersuchung
60.4 Neurologische Untersuchung
60.5 Differenzialdiagnose
60.6 Therapiemaßnahmen
60.6.1 Notfallmaßnahmen beim kollabierten Patienten
60.6.2 Kurzfristige und längerfristige Therapie
60.7 Mögliche Ursachen eines Hirnschlags
61 Wie gehe ich beim Abziehen eines Thoraxergusses vor?
61.1 Indikationen
61.2 Vorbereitung
61.3 Durchführung
61.4 Ausblick
61.5 Weiterführende Literatur
62 Wie schiebe ich eine Thoraxdrainage bei einem Pneumothorax?
62.1 Indikationen
62.2 Vorbereitung
62.3 Durchführung
62.4 Ausblick
62.5 Weiterführende Literatur
63 Was kann ich tun, wenn ich ein subkutan zu verabreichendes Medikament versehentlich intravenös gespritzt habe?
64 Wie diagnostiziere ich eine Tympanie bei einem Kaninchen und was sollte ich therapeutisch unternehmen?
64.1 Allgemeines
64.2 Palpation
64.3 Allgemeinuntersuchung
64.4 Notfallmaßnahmen
64.4.1 Temperaturkorrektur
64.4.2 Infusionstherapie
64.4.3 Analgesie
64.5 Weiterführende Diagnostik
64.5.1 Röntgen
64.5.2 Blutuntersuchung
64.5.3 Kontrastmittelpassage
64.6 Behandlung
64.6.1 Medikamentöse Therapie
64.6.2 Chirurgische Therapie
64.6.3 Postoperative Therapie
64.7 Weiterführende Literatur
65 Was muss ich bei der Blutabnahme bei Kaninchen und Nagern beachten?
65.1 Maximale Probenmenge
65.2 Benötigte Materialien
65.3 Blutentnahme beim Kaninchen
65.3.1 Arteria auricularis
65.3.2 Vena auricularis
65.3.3 Vena saphena lateralis
65.3.4 Vena cephalica antebrachii
65.4 Blutentnahme beim Meerschweinchen, Chinchilla und Degu
65.4.1 Vena saphena lateralis
65.4.2 Vena cephalica antebrachii
65.5 Blutentnahme bei anderen Kleinsäugern
65.6 Weiterführende Literatur
66 Wie helfe ich einem Vogel mit Dyspnoe? Welche Medikamente sollte ich in welcher Dosierung in Griffweite haben? Wann sollte ich sie verabreichen?
66.1 Notfall?
66.2 Anamnese
66.3 Diagnostik bei chronischem Verlauf
66.4 Therapie
66.5 Weiterführende Literatur
67 Wie helfe ich einem Kaninchen oder Nager mit Dyspnoe? Welche Medikamente sollte ich in welcher Dosierung in Griffweite haben?
67.1 Allgemeines
67.2 Erstmaßnahmen
67.2.1 Obere Atemwege
67.2.2 Sauerstoffzufuhr und Kreislauf
67.2.3 Weitere Maßnahmen
67.3 Ursachen
67.3.1 Adspektion
67.3.2 Palpation
67.3.3 Auskultation
67.4 Diagnostik
67.5 Therapie
67.6 Weiterführende Literatur
68 Wie soll ich bei einem Vogel mit Legenot vorgehen?
68.1 Liegt eine Legenot-Notfallsituation vor?
68.1.1 Sofortige Notfallmaßnahmen
68.2 Legenot ohne Notfallsituation
68.2.1 Strategie der Behandlung
68.3 Weiterführende Literatur
69 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Legenot vorgehen?
69.1 Telefonischer Kontakt und Beratung des Besitzers zum weiteren Vorgehen
69.1.1 Beratung des Besitzers über sofort zu treffende Maßnahmen
69.2 Behandlung des Reptils mit Legenot in der Praxis oder Klinik
69.2.1 Komplizierte Legeverhaltung (Sonder-/Notfallsituationen)
69.2.2 Legeverhaltung ohne Notfallsituation
69.3 Weiterführende Literatur
70 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Kloakenprolaps vorgehen?
70.1 Einleitung
70.2 Telefonischer Kontakt und Beratung des Besitzers zum weiteren Vorgehen
70.3 Behandlung des Reptils mit Prolaps in der Praxis oder Klinik
70.3.1 Zu treffende Sofortmaßnahmen
70.4 Weiterführende Maßnahmen und Therapie des Prolapses
70.4.1 Therapie des einfachen Kloakalprolapses
70.4.2 Therapie des komplizierten Kloakalprolapses
70.5 Weiterführende Literatur
Teil III Hausapotheke
71 Welche starken Analgetika mit geringer atemdepressiver Wirkung stehen mir für die perioperative Schmerzlinderung zur Verfügung?
71.1 Allgemeines
71.2 Wirkstoffe
71.3 Therapiehinweise
71.4 Behandlungsempfehlung
71.4.1 Operationen an Wirbelsäule oder Gelenken
71.4.2 Thorakotomie
71.5 Weiterführende Literatur
72 Welche Medikamente zur Entwurmung von Hund und Katze kann ich verwenden?
72.1 Allgemeines
72.2 Entwurmungsplan
72.3 Weiterführende Literatur
73 Bei welchen Indikationen ist eine Glukokortikoidgabe sinnvoll? Welche Form der Applikation soll dabei genutzt werden?
73.1 Wirkstoffe und Indikationen
73.2 Anwendungshinweise
73.2.1 Initialbehandlung
73.2.2 Alternierende Langzeittherapie
73.2.3 Therapie mit Depotpräparaten
73.3 Darreichungsformen
74 Welche Antibiotika sollte ich kennen?
74.1 Grundsätze der Antibiotikatherapie in der Kleintierpraxis
74.2 Auflistung der Antibiotika in der Kleintiermedizin
74.3 Weiterführende Literatur
75 Kleines 1 × 1 der Hausapotheke – Welche Dinge muss ich unbedingt beachten?
75.1 Hinweise zum Betrieb einer tierärztlichen Apotheke
75.2 Was muss ich bei der Anwendung und Abgabe von Arzneimitteln bei Kleintieren beachten?
75.2.1 Kennzeichnung selbst abgepackter Arzneimittel
75.3 Lagerung und Haltbarkeit von Tierarzneimitteln in der Praxis
75.3.1 Lagerung selbsthergestellter Arzneimittel
75.3.2 Haltbarkeit von Arzneimitteln
75.4 Was muss ich beim Umgang mit Betäubungsmitteln beachten (z.B. Lagerung, Dokumentation)?
75.4.1 Aufbewahrung von Betäubungsmitteln
76 Welche Infusion gebe ich in welcher Situation? Wie berechne ich Infusionen?
76.1 Allgemeines
76.2 Dehydratation
76.2.1 Formel 1 – Berechnung der benötigten Infusionsmenge
76.2.2 Beispiel: Hund mit 20kg Körpermasse und 5% Dehydratation
76.3 Hypovolämie
76.4 Störungen im Kaliumhaushalt
76.5 Hypokaliämie
76.5.1 Beispiel: Hund mit 5kg Körpermasse, 10% Dehydratation, 2mmol/l K+/l Serum
76.6 Hyperkaliämie
76.7 Mischungskreuz
76.8 Weiterführende Literatur
77 Wie sehen die üblichen Desinfektionspläne aus?
77.1 Allgemeines
77.2 Grundstruktur eines Hygieneplans
77.3 Vom Hygieneplan abzudeckende Bereiche
77.4 Eigenkontrolle
77.5 Weiterführende Literatur
78 Wie berechne ich die notwendige Menge, die ich dem Besitzer von einem Medikament mitgeben muss?
78.1 Allgemeines
78.2 Dosierungsangabe
78.3 Berechnungsbeispiel: Tablette (abgeteilte Form)
78.4 Berechnungsbeispiel: Lösung
78.5 Kennzeichnung der abzugebenden Arzneimittel
78.5.1 Sonderfall Anbruch
78.6 Preisberechnung für die Abgabe einer umgefüllten und abgepackten Teilmenge von Arzneimitteln durch Tierärzte
Teil IV Kommunikation und BWL
79 Wie stelle ich eine korrekte Einarbeitung sicher?
79.1 Voraussetzungen
79.2 Während des Praktikums
79.3 Auf der Stellensuche
79.4 Während des ersten Mitarbeitergesprächs
79.5 Während der Einarbeitungszeit
80 Wie schätze ich mich am besten selbst ein und wie komme ich am besten mit eigenen Unsicherheiten und Ängsten zurecht?
80.1 Allgemeines
80.2 Klären Sie die Erwartungen an sich und die Rahmenbedingungen
80.3 Klären Sie Ihre eigenen Erwartungen und machen Sie sich Ihre Kompetenzen bewusst
80.4 Nutzen Sie sich bietende Gelegenheiten
80.5 Packen Sie es an und freuen Sie sich an Geschafftem
80.6 Machen Sie sich Ihrer selbst und Ihres Zusammenspiels mit anderen bewusst
80.7 Weiterführende Literatur
81 Wie spreche ich am besten fehlenden Arbeitsschutz an?
81.1 Situation in der Branche
81.2 Bei der Stellensuche
81.3 Die konkrete Situation
82 Wie spreche ich Unsicherheiten im Team an?
82.1 Allgemeines
82.2 Kategorisieren Sie Ihre Unsicherheiten
82.3 Gehen Sie Ihrem Problem auf den Grund
82.4 Bereiten Sie sich auf Gespräche vor
82.5 Allgemeine Tipps für einen guten Start
82.6 Weiterführende Literatur
83 Wie verhandle ich ein adäquates Gehalt?
83.1 Recherche des Lohnniveaus
83.2 Vorbereitung der Verhandlung
83.3 Im Verhandlungsgespräch
84 Wie leite ich das „perfekte“ Patientenbesitzergespräch?
84.1 Weiterführende Literatur
85 Wie begleite ich Patientenbesitzer am besten durch eine Euthanasie?
85.1 Weiterführende Literatur
86 Wie verhalte ich mich, wenn Patientenbesitzer das Tier aus Geldmangel euthanasieren lassen möchten?
86.1 Weiterführende Literatur
87 Kann ich ein Tier auch ohne Zustimmung seines Besitzers aus Tierschutzgründen euthanasieren?
87.1 Weiterführende Literatur
88 Was kommt nach der Euthanasie?
88.1 Wie spreche ich am besten an, was für die Zeit nach der Euthanasie zu bedenken ist?
88.2 Was passiert mit dem Tierkörper, wenn das Tier in der Praxis bleibt?
88.3 Welche rechtlichen Bestimmungen gibt es zu bedenken? Darf der Besitzer das Tier einfach im Garten begraben?
88.4 Welche anderen Möglichkeiten hat der Besitzer?
88.5 Welche Möglichkeiten der Trauerbewältigung gibt es für den Besitzer?
89 Wie verhalte ich mich am besten gegenüber „vorinformierten“ oder unhöflichen Patientenbesitzern?
90 Was muss ich bei einer Auslandsreiseberatung beachten?
91 Wie kommuniziere ich für Patientenbesitzer unangenehme Krankheitsbilder?
92 Wie kommuniziere ich am besten den Tod eines Tieres in meiner Obhut und wie gehe ich selbst damit um?
92.1 Allgemeines
92.2 SPIKES-Modell
92.2.1 S: Vorbereitung, Umgebung
92.2.2 P: Wahrnehmung des Klienten
92.2.3 I: Aufforderung des Klienten, die Mitteilung zu machen
92.2.4 K: Informationen zum Sachverhalt
92.2.5 E: Emotionen
92.2.6 S: Strategie
92.3 Weiterführende Literatur
93 Wie verhalte ich mich am besten bei Reklamationen?
93.1 In der Einarbeitungszeit
93.2 In der konkreten Situation
94 Was muss ich bei einer Überweisung an einen Kollegen beachten?
94.1 Weiterführende Literatur
95 Welche Versicherungen sollte ich als Praxisassistent haben, um abgesichert zu sein?
96 Welche Tierversicherungen gibt es und was sind die Vor- und Nachteile?
96.1 Allgemeines
96.2 Lebensversicherung
96.3 Haftpflichtversicherung
96.4 Operationskostenversicherung
96.5 Krankenversicherung
97 Was sollte ich bei Bestellungen und beim Management des Lagers für Medikamente und Verbrauchsartikel beachten?
98 Was muss ich auf einer Rechnung ausweisen?
99 Was wiegt schwerer bei einer Behandlung – die „Wirtschaftlichkeit“ oder die „Machbarkeit“?
99.1 Machbarkeit
99.2 Wirtschaftlichkeit
100 Wo muss ich mich als approbierter Tierarzt anmelden?
Teil V Anhang
101 Hilfreiche Videos
102 Abkürzungen
103 Mythen und Märchen über die Ernährung von Hunden und Katzen
103.1 „Hund und Katze sind Fleischfresser.“
103.2 „Das beste Futter ist das mit dem höchsten Fleischanteil. Der Fleischanteil ist das wichtigste Qualitätskriterium.“
103.3 „Rohfütterung ist viel gesünder als Fertignahrung, weil die Zutaten natürlicher und weniger stark verarbeitet sind.“
103.4 „Mein Tier mit Juckreiz und empfindlicher Haut braucht getreidefreies Futter.“
103.5 „Im Trockenfutter sind Futtermilben, die Allergien auslösen.“
103.6 „Weizen macht Hunde und Katzen krank. Eine weizenfreie Ernährung ist viel gesünder.“
103.7 „Nur tierische Proteine sind hochwertig. Die Futtermittelindustrie setzt pflanzliche Proteine als billige Füllstoffe ein.“
104 Umgang mit verschiedenen Tierhaltertypen in der Praxis
Anschriften
Impressum
1 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Problemen mit den Analdrüsen?
2 Wie führe ich die Erstversorgung eines Durchfallpatienten durch?
3 Wie führe ich die Erstversorgung eines Patienten mit Erbrechen durch?
4 Wie führe ich die Erstversorgung eines Patienten mit Atemwegsproblemen durch?
5 Wie führe ich die Erstversorgung bei Patienten mit neurologischen Problemen durch?
6 Wie führe ich die Erstversorgung bei Patienten mit Juckreiz durch?
7 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Patienten mit Hautproblemen?
8 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Auge und wie führe ich einen allgemeinen Untersuchungsgang durch?
9 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Ohr, und wie führe ich einen allgemeinen Untersuchungsgang durch?
10 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe rund ums Herz und wie sieht der allgemeine Untersuchungsgang aus?
11 Wie führe ich eine Euthanasie bei Hunden und Katzen durch?
12 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Nagern und Kaninchen?
13 Welche Besonderheiten muss ich beim Handling von Nagern und Kaninchen beachten?
14 Was muss ich bei der Verabreichung von Medikamenten bei Nagern und Kaninchen beachten?
15 Wie führe ich eine Zahnuntersuchung bei herbivoren Nagern und Kaninchen durch?
16 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe beim Frettchen und wie handle ich die Tiere?
17 Was sind die häufigsten Ursachen für Erbrechen („Futterwürgen“) beim Ziervogel und wie diagnostiziere und therapiere ich diese?
18 Was sind die häufigsten Vorstellungsgründe bei Schildkröten?
19 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Erbrechen/Regurgitieren vorgehen?
20 Wie sollte ich bei einem Reptil mit Dyspnoe vorgehen?
21 Wie führe ich die Erstuntersuchung von Fundtieren durch?
22 Wie führe ich eine Blutentnahme durch und was sollte ich dabei beachten?
23 Was ist die geeignete Braunülen-/Kanülengröße?
24 Wie gewinne ich Harn und welche Erkenntnisse kann ich aus den Laboruntersuchungen der Probe gewinnen?
25 Worauf muss bei dem Versand diagnostischer Proben geachtet werden?
26 Wann macht eine Röntgenuntersuchung Sinn und wie führe ich diese durch?
27 Wie führe ich ein EKG durch und wie werte ich die Ergebnisse aus?
28 Wie lege ich einen Verband an und was sollte ich beachten?
29 Wie führe ich eine Wundversorgung durch?
30 Welchen Faden in welcher Stärke sollte ich für welche Nähte nutzen?
31 Was muss ich bei der Kastration eines Hundes beachten?
32 Wie führe ich eine Sedierung durch?
33 Wie führe ich eine Narkose durch und was muss ich beachten?
34 Wie soll ich den Besitzer zur Läufigkeit der Hündin beraten?
35 Welche Besonderheiten bei der Behandlung trächtiger Tiere sollte ich beachten?
36 Welche Impfungen sollten wann, wie, wo und wem empfohlen werden?
37 Welche Entwurmungen sollten wann, wie, wo und wem empfohlen werden?
38 Wie gehe ich mit aggressiven Patienten um?
39 Wie definiere ich die Körperkondition von Hunden und Katzen?
40 Welche Fragen zum Thema Hundefütterung werden am häufigsten gestellt?
Irene Flickinger
Symmetrisch und lateral des Afters befinden sich die haselnussförmigen Analbeutel als Einstülpungen zwischen innerem und äußerem Analbeutelsphinkter auf 8 Uhr bzw. 4 Uhr bei Hund und Katze. Sie sind mit einem schmalen Ausführungsgang, der seitlich am mukokutanen Übergang mündet, mit der Hautoberfläche verbunden. Apokrine Drüsen und Talgdrüsen bilden das Analbeutelsekret.
Erkrankungen der Analbeutel kommen beim Hund häufig, bei der Katze selten vor.
Juckreiz
Schmerz
Erythem
Papeln, Pusteln, Krusten
Ulzera
Fisteln
Umfangsvermehrungen (UV)
Ansammlung von überschüssigem Sekret bei mechanischer Entleerungsstörung (eingetrocknetes Sekret, Eiter), prädisponierende Faktoren sind: übergewichtige kleine Rassen, Durchfall, idiopathisch
meist bakterielle Entzündungen, hervorgerufen von Bakterien, die sich im Sekret befinden (Kommensalen)
treten als Sekundärinfektionen im Rahmen von Allergien oder Endokrinopathien auf oder als Folge von Obstruktion der Ausführungsgänge
selten mit Fieber und Apathie
Karzinome, Adenome, selten Fibrome und Sarkome, auch bilateral
Vorstellungsgrund meist Dyschezie oder sichtbare UV, auch Polyurie (PU)/Polydipsie (PD), Inappetenz und Vomitus durch paraneoplastische Hyperkalzämie
vor allem beim Schäferhund/Schäferhund-Mischling, auch als perianale oder anale Furunkulose bekannt
Pathogenese ungeklärt, aber immunmediierte Genese vermutet
Bildung von Mikroabszessen, Fortschreiten zu Fistelgängen, oft schmerzhaft
Der mit Gleitgel benetzte behandschuhte Zeigefinger wird in den Anus eingeführt. Sanfter Druck auf den Analbeutel zwischen Zeigefinger und Daumen führt zur Entleerung des Inhalts ( ▶ Abb. 1.1). Eine zytologische Untersuchung des Sekrets hilft bei der Diagnose von Infektionen und Entzündungen.
Abb. 1.1 Manuelle Entleerung der Analbeutel.
Unterstützend zur Entleerung sollte eine systemische antibiotische Behandlung in Erwägung gezogen werden. Sowohl grampositive wie gramnegative Aerobier und Anaerobier können eine Infektion auslösen, weshalb eine bakteriologische Untersuchung (BU) einschließlich Antibiogramm hilfreich ist. Empirisch ist der Einsatz von Amoxicillin/Clavulansäure, Metronidazol oder Clindamycin vertretbar. Zusätzlich können lokale Spülungen mit Kochsalzlösung durchgeführt werden, wobei auf die Instillation von pastösen oder cremigen Formulierungen zur lokalen Therapie verzichtet werden sollte. Nicht steroidale Antiphlogistika können bei manchen Fällen für wenige Tage ergänzt werden.
Bei soliden Massen im Bereich des Analbeutels, die sich auf Druck nicht entleeren lassen, ist eine Feinnadelaspiration zur zytologischen Untersuchung indiziert. Dafür am geeignetsten ist das von außen mehrmalige Einbringen einer unarmierten 22G-Kanüle. Es sollte nicht aspiriert werden, außer es ist beim ersten Versuch kein Material zu gewinnen. Die Probe wird auf einen Objektträger aufgetragen und behutsam ausgestrichen.
Hanna Dorothee Plickert
Akute oder chronische Durchfallerkrankungen können in Abhängigkeit des damit verbundenen Flüssigkeitsverlusts oder einer zugrunde liegenden Erkrankung zu akut lebensbedrohlichen Situationen führen. In diesem Fall hat eine umgehende Stabilisierung des Patienten mit i.v. kristalloider und ggf. kolloidaler Flüssigkeitstherapie unbedingt Vorrang. Neben den klinischen Parametern (Hautturgor, Pulsfrequenz, -qualität, Schleimhautfarbe, KFZ, IKT) gibt die Bestimmung von Hämatokrit – siehe hierzu auch das Video „Hämatokrit“ in der ▶ Video-Liste – und Totalprotein (TP) weitere Hinweise auf den Dehydratationszustand und hilft damit bei der Bestimmung der erforderlichen Infusionsrate. Mindestens bis zur deutlichen Verbesserung der Kreislaufsituation ist eine intensive Überwachung des Patienten erforderlich.
Tu dies!
Im Notfall (verminderter Allgemeinzustand, Dehydratation, Schock, akutes Abdomen): umgehende Kreislaufstabilisierung mit i.v. Flüssigkeitstherapie – siehe hierzu auch unter ▶ Schockanzeichen und ▶ Kreislaufstabilisierung
Hypovolämischer Schock: Bolus kristalloide Lösung 10–20ml/kg (Hund) oder 5–10ml/kg (Katze) über 15 Minuten, dann Kreislaufsituation reevaluieren; ggf. erneuter Bolus und/oder Bolus synthetisches Kolloid mit initial 5ml/kg (max. 20ml/kg/d); erneute Reevaluierung nach 15 Minuten
Ausgleich Dehydratation in 12–24 Stunden + Erhaltungsbedarf + geschätzte weitere Verluste
Vorsicht bei ausgeprägter Hypoproteinämie/-albuminämie! → ggf. Einsatz von synthetischen Kolloiden und/oder Blutprodukten
engmaschige Kreislaufkontrolle, Gewichtskontrolle, Blutdruckkontrolle
Patient stabil: gründliche Anamnese
Bei einem (jetzt) stabilen Patienten ist es ratsam, sich Zeit für eine ausführliche Anamnese zu nehmen, da hiermit bereits wichtige Rückschlüsse auf mögliche Ursachen (z.B. alimentär, infektiös, Eingrenzung Dünn- oder Dickdarmdurchfall) gezogen werden können. Relevant sind insbesondere:
Impf- und Entwurmungsstatus, Auslandsaufenthalte
Partnertiere, Freigang bei Katzen
Futtermittel, Medikamente, Zugang zu Kompost, Abfall, Humanmedikamenten, Giftstoffen
Appetit, Trinkverhalten, Veränderungen im Allgemeinverhalten, Gewichtsverlust
Kotkonsistenz und -farbe, Kotabsatzfrequenz, Beimengungen (Schleim, Blut, unverdautes Futter), Tenesmus, Häufigkeit Durchfall
Tu dies!
Insbesondere dauerhaft zu weicher, aber noch geformter Kot wird vom Besitzer oft nicht als Durchfall angesehen, gezielt nachfragen!
Akute oder chronische Durchfallerkrankungen können eine Vielzahl gastrointestinaler oder extragastrointestinaler Ursachen haben. Die weitere Diagnostik und Therapie sollte an der Ausprägung und Dauer des Durchfalls, dem Allgemeinzustand des Patienten und den klinischen Befunden orientiert sein.
Bei einer milden, akuten Durchfallerkrankung eines Patienten mit gutem Allgemeinzustand kann die Diagnostik meist auf eine parasitologische Kotuntersuchung und ggf. die Erhebung einiger Laborparameter (Hämatokrit, TP, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte) beschränkt werden. Therapeutisch werden unterstützende Maßnahmen (kommerzielle leicht verdauliche Diäten oder vorübergehend Selbstgekochtes, z.B. Reis/Kartoffel mit Pute/Lachs) ergriffen.
Bei Tieren mit hochgradiger akuter Symptomatik, schlechtem Allgemeinzustand oder chronischem Durchfall sollte schrittweise eine weitere problemorientierte Diagnostik erfolgen (z.B. Blutbild [BB], Blutchemie [BCh], parasitologische Kotuntersuchung [Sammelkotprobe: 3 Kotproben über 3 Tage], spezifische Tests wie Parvovirus-Antigen, T4 [Thyroxin], TLI [Trypsin-like Immunoreactivity], PLI [spezifische Pankreaslipase], Cobalamin, Folsäure, Abdomensonografie, intestinale Biopsien). Gezielt eingesetzte Therapieversuche – z.B. Diät, Antiparasitikum, Antibiotikum (bei Hinweisen auf eine antibiotikaresponsive Diarrhoe) – können durchaus wichtige Bestandteile der weiteren Abklärung sein. Insbesondere bei chronischen Durchfallerkrankungen erstreckt sich die Diagnostik häufig über mehrere Wochen und eine gute Kommunikation mit den Besitzern über diesen oft langwierigen Prozess ist besonders wichtig.
Bei akuten Durchfallerkrankungen ist der Einsatz von Antibiotika häufig nicht erforderlich und sollte auf Patienten mit Gefahr einer Sepsis beschränkt werden. Abgesehen von der spezifischen Behandlung möglicher Grunderkrankungen sind gezielte diätetische Maßnahmen und eine adäquate Flüssigkeitstherapie die Eckpfeiler bei der (Erst-)Versorgung von Durchfallpatienten.
Bloß nicht!
Bei Hypovolämie und/oder gastrointestinalen Symptomen keine nicht steroidalen oder steroidalen Antiphlogistika (NSAID) verwenden, da hier das Risiko für gastrointestinale und renale Nebenwirkungen deutlich steigt.
Einsatz von Antibiotika nur nach strenger Indikation → akute bakterielle, nicht systemische Darminfektionen sind meist selbstlimitierend.
Anita Manz
Erbrechen ist ein sehr häufiges Symptom bei Kleintieren. Die Ursachen können durch gastrointestinale Probleme, aber auch durch extragastrointestinale, metabolische, neurologische und toxische Auslöser hervorgerufen werden.
Signalement
junges Tier (verdächtig für infektiöse Ursache, z.B. Parvovirose, oder parasitäre Ursache)
altes Tier (Neoplasien u.a.)
Kastriert? Nein: Wann war die letzte Läufigkeit?
Impf- und Entwurmungsstatus
Auslandsaufenthalte
Dauermedikamente oder Vortherapien (z.B. NSAID, Glukokortikoide)
Fremdkörper- (FK) oder Toxinaufnahme möglich?
Ist es wirklich Erbrechen? Differenzialdiagnose (DD) Regurgitieren, Dysphagie, Husten etc.
Zusätzliche Symptome? Beispielsweise PU/PD, Gewichtsverlust?
Welches Futter wird gefüttert, gab es eine Umstellung?
Seit wann erbricht der Patient (Stunden, Tage, Wochen)?
Wie oft erbricht der Patient und in welchem Abstand zur Futter- und Wasseraufnahme? Erbrechen des Futters Stunden nach Fütterung? (z.B. bei Pylorusobstruktion, Mukosahypertrophie, Tumoren oder Polypen, Motilitätsproblemen)
Was erbricht der Patient?
Volumen, Farbe, Konsistenz, Geruch, Beimengungen (z.B. Blut, Galle)
Unverdautes Futter? → Verdacht einer im Magen liegenden Ursache
Galle? → schließt Pylorusobstruktion eher aus
Blut im Erbrochenen (frisch oder verdaut)? → gastrointestinale Erosionen oder Ulzerationen
Schleimhäute: Ikterus → Lebererkrankungen oder Hämolyse (z.B. immunvermittelte Anämie)
urämischer Geruch → Nierenerkrankungen
FK → vor allem bei Katzen Zungengrund untersuchen (häufig findet man hier einen linearen FK, z.B. Fäden, dünne Bänder u.a.)
inklusive SH-Farbe (SH: Schleimhaut), kapillärer Füllungszeit (KFZ), Herz- und Pulsfrequenz, -rhythmus und -stärke
Bradykardie oder Arrhythmien bei einem erbrechenden Tier → mögliche Anzeichen einer metabolischen Ursache (z.B. Hypoadrenokortizismus)
Hydratationsstatus: Hautelastizität (vermindert, aufgehoben), Maulschleimhäute (trocken), Augen (eingesunkene Bulbi); Hämatokrit und Total-Protein-Bestimmung
Fieber → möglicher Indikator für infektiöse oder entzündliche Erkrankung (z.B. Peritonitis)
aufgeblähtes oder tympanisches Abdomen (z.B. Gastric Dilatation Volvulus [GDV], Magenüberladung)
Effusionen (z.B. Peritonitis, portale Hypertension, rupturierter Tumor)
Tumoren oder Organomegalie (z.B. Neoplasien, Invaginationen, FK)
Schmerz (z.B. Peritonitis, Pankreatitis oder intestinale Obstruktionen)
gas- oder flüssigkeitsgefüllter Darm (möglicher Hinweis auf FK)
Meläna: Verdacht auf Blutung des oberen Gastrointestinaltrakts (GIT)
Hämatochezie: Hinweis auf Blutung im Dickdarm/Rectum
bei Patienten mit Kopfschiefhaltung, Nystagmus, Ataxie u.a.
akut: < 5 Tage
chronisch: > 3 Wochen oder rezidivierend oder keine Besserung mit symptomatischer Therapie
Eine parasitologische Kotuntersuchung (Kotsammelprobe: 3 Proben über 3 Tage) sollte routinemäßig bei allen erbrechenden Patienten durchgeführt werden.
Hund: erhöhte Herz- und Pulsfrequenz (schwach, schlecht gefülltes Gefäß), verlängerte oder verkürzte KFZ, erniedrigte innere Körpertemperatur (IKT), pappige/trockene SH
Katze: erniedrigte Herz- und Pulsfrequenz, verlängerte KFZ, erniedrigte IKT, trockene Schleimhäute
Tu dies!
Welpen: Glukosemessung! Bei weniger als 60 mg/dl: 1ml/kg 50%ige Glukose, 1:4 verdünnt mit NaCL-Lösung über 5–10 Minuten langsam i.v.; alternativ initial auch Glukose Sirup oder 50%ige Glukose p.o. (auf die orale Schleimhaut auftragen)
Intravenöse Flüssigkeitstherapie
Hund
kristalloide (Ringer-Lösung, Ringer-Laktat): 10–20ml/kg in 15–20 Minuten (körperwarm)
kolloidale (Hydroxyethylstärke [HAES]): 5–10ml/kg in 15–20 Minuten
Reevaluierung (HF, KFZ, IKT, SH, Puls) nach 10–15 Minuten und ggf. wiederholen oder reduzieren auf 2–4ml/kg/h
nach Stabilisierung: Reevaluierung des Patienten stündlich (P, KFZ, SH, HF, Lungenauskultation); je nach Entwicklung können die Abstände verlängert und nachfolgende Untersuchungen angeschlossen werden (Ultraschall Abdomen, weiterführende Blutuntersuchungen etc.)
Katze
Schocktherapie erst bei einer IKT über 36°C, davor restriktive Infusionstherapie mit 1–4ml/kg/h; vorrangig Aufwärmen (Wärmematte, Bair hugger, mit warmem Wasser gefüllte Handschuhe), danach Start Schockbolus
kristalloide (Ringer-Lösung, Ringer-Laktat): 5–10ml/kg in 15–20 Minuten
kolloidale (HAES): 5ml/kg in 15–20 Minuten
Reevaluierung (HF, KFZ, IKT, SH, Puls) nach 10–15 Minuten und ggf. wiederholen oder reduzieren auf 2–4ml/kg/h
nach Stabilisierung: Reevaluierung des Patienten stündlich (P, KFZ, SH, HF, Lungenauskultation); je nach Entwicklung können die Abstände verlängert und nachfolgende Untersuchungen angeschlossen werden (Ultraschall Abdomen, weiterführende Blutuntersuchungen etc.)
Siehe hierzu auch das Kapitel ▶ Kreislaufstabilisierung.
Bloß nicht!
Keine Schockbolustherapie bei Herzpatienten, Hämoabdomen und Katzen mit Hypothermie < 36°C (Kreislaufbeteiligung).
Tu dies!
Bei milden klinischen Symptomen
Kotuntersuchung
selektive Diagnostik (Hämatokrit, TP, Röntgen mit/ohne Kontrastmittel: sollte ein endoskopischer Notfall im Raum stehen, wird ein jodhaltiges Kontrastmittel empfohlen) – siehe hierzu auch das Video „Hämatokrit“ in der ▶ Video-Liste
unspezifische Gastroenteritis: Diät (leichtverdaulich, hochwertiges Eiweiß: z.B. Hills i/d, Royal Canine Sensitivity Control; bei Futtermittelunverträglichkeit oder Allergieverdacht Versuch der Umstellung auf hypoallergene Diäten), Antiemetika, Gastroprotektiva, Antiparasitika je nach Kotuntersuchung
bei Nichtansprechen weitere diagnostische Schritte nötig (komplettes Blutbild, erweitertes Chemieprofil, parasitologische Kotuntersuchung, Harnuntersuchung, Abdomensonografie, Thoraxröntgen, Gastroduodenoskopie)
Bei ernsten klinischen Symptomen
komplettes Blutbild
Blutchemie
Harnanalyse
Kotuntersuchung
Röntgen (mit/ohne Kontrastmittel: sollte ein endoskopischer Notfall im Raum stehen, wird ein jodhaltiges Kontrastmittel empfohlen)
evtl. ACTH-Stimulationstest zum Ausschluss eines Hypoadrenokortizismus
Siehe hierzu auch das Kapitel ▶ Fremdkörperverdacht.
Tu dies!
Übersichtsröntgen Abdomen (mit/ohne Kontrastmittel: sollte ein endoskopischer Notfall im Raum stehen, wird ein jodhaltiges Kontrastmittel empfohlen): 2 Aufnahmen d/v, dex/sin – siehe hierzu auch das Kapitel ▶ Röntgenuntersuchung
Ultraschall (wenn vorhanden)
je nach Befund und Lokalisation endoskopische oder chirurgische FK-Entfernung
Bloß nicht!
Kein Metoclopramid und kein Ranitidin bei Verdacht eines FK (prokinetische Wirkung auf Magen und Pylorus)!
Tu dies!
Basischemie-Profil: Kreatinin, Harnstoff, ALT, ALP, Elektrolyte (Ka, Na, Cl); Bsp.: im Hinblick auf Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, endokrinologische Erkrankungen (z.B. Hypoadrenokortizismus)
Elektrolyte/Blutgase (wenn möglich)
EKG bei Bradykardie, Arrhythmie – siehe hierzu auch das Kapitel ▶ EKG
Tu dies!
Hämatologie oder Blutausstrichanalyse auf Leukopenie, Neutrophilie (Linksverschiebung): ggf. Antibiotikum (Breitband)
beim Jungtier Parvovirus-Antigennachweis (z.B. Idexx Snap Test), wenn vorhanden; pos. Testergebnis: je nach Zustand Intensivtherapie (i.v. Dauertropfinfusionen, Antibiose, Antiemetika, Gastroprotektiva, Prokinetika, Analgetika)
Tu dies!
Punktatanalyse (spezifisches Gewicht, TP, Laktat, Glukosemessung und Zellbild; mikroskopisch: Hinweise auf Exsudat, intrazelluläre Bakterien, septische Peritonitis?)
BCh (TP, Albumin)
Eine Auflistung möglicher Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen liefert ▶ Tab. 3.1.
Tab. 3.1
Mögliche Medikamente gegen Übelkeit, Magenprotektiva
▶ [1]
.
Handelsname
Wirkstoff
Tierart
Dosierung
Applikationsart
Cerenia
Maropitant
Hund/Katze
1mg/kg
i.v., i.m., s.c.
2mg/kg
p.o.
Paspertin, Emeprid
Metoclopramid
Hund/Katze
0,2–0,5mg/kg
i.m., s.c., p.o.
1–2mg/kg/Tag
i.v
Ondansetron
Ondansetron
Hund/Katze
0,5mg/kg
i.v.
Omeprazol, Esomeprazol
Omeprazol
Hund/Katze
1mg/kg/12–24h
i.v., p.o.
Sucralfat, Ulcogant
Sucralfat
Hund/Katze
20–40mg/kg
p.o.
[1] Plumb DC. Plumb’s Veterinary Drug Handbook. 7th ed. Hoboken, New Jersey: Wiley-Blackwell; 2011
Doris Kampner
Atemwegsprobleme können sich bei Hunden und Katzen in unterschiedlicher Weise manifestieren. Je nachdem, ob es sich um ein akutes oder chronisches Problem handelt, sind schnelles Handeln und eine gute Anamnese entscheidend für die Erstversorgung und Stabilisierung des Patienten – siehe hierzu auch das Kapitel ▶ Kreislaufstabilisierung.
Atemwegsprobleme können sich in Form von Dyspnoe/Tachypnoe, Husten, Maulatmung, Zyanose und Stridorgeräuschen äußern, im schlimmsten Falle durch Atemstillstand. Ein besonderes Augenmerk muss bei diesen Patienten auf einen möglichst schonenden und stressfreien Umgang gelegt werden.
Bei der Erhebung der Anamnese sollten vor allem folgende Punkte erfragt werden:
Handelt es sich um ein akutes oder chronisches Problem?
Freigänger? Kann ein Trauma vorliegen? (wenn keine offensichtlichen äußeren Verletzungen vorliegen, kann unter Umständen das Aussehen der Krallen einen Hinweis auf ein vorangegangenes Trauma geben, z.B. abgeschliffene oder ausgerissene Krallen als Hinweis auf einen Autounfall)
Hat das Tier zuvor erbrochen/regurgitiert? (eventueller Hinweis auf das Vorliegen einer Aspirationspneumonie)
Kann das Tier etwas aufgenommen oder zerbissen haben? (z.B. FK? Zerbissenes Elektrokabel? Rattengift?)
Vorerkrankungen? Medikamente?
Schon bei der Beobachtung des Atemmusters können Rückschlüsse auf die Lokalisation des Problems gezogen werden:
inspiratorische Dyspnoe (meist mit Stridorgeräusch, Schnarchen): Erkrankung der oberen Atemwege
exspiratorische Dyspnoe (meist bei Auskultation veränderte Atemgeräusche hörbar): Erkrankung der unteren Atemwege
gemischte Dyspnoe: Erkrankung des Lungenparenchyms
frequente und eher oberflächliche Atmung: Erkrankung des Pleuralspalts (Thoraxerguss, Pneumothorax, intrathorakale Neoplasien, Pneumomediastinum, Perikarderguss und Rippenfrakturen) oder Lungenparenchym
langsame Atmung, angestrengte abdominal betonte Atmung: neurologische bzw. neuromuskuläre Störung
Tu dies!
Sauerstoffgabe in möglichst stressfreier Form (z.B. Flow-by, Sauerstoffkäfig, evtl. Sauerstoffkragen)
immer griffbereit haben: Intubationsset, Beatmungsbeutel und, wenn möglich, Tracheotomieutensilien
Atemwege frei? Obstruktionen entfernen, bei Bedarf Absaugen
wenn möglich, Venenkatheter setzen, Butorphanol zur Sedierung verabreichen
fraktionierte Untersuchung! (Adspektion, Auskultation, Perkussion zählen zu den wichtigsten Untersuchungspunkten bei diesen Patienten)
bei Verdacht auf Liquidothorax oder Pneumothorax: Thorakozenthese (aseptische Kautelen, 7.–9. Intercostalraum [ICR]; Proben zu weiteren biochemischen, zytologischen, bakteriologischen Untersuchungen und zur PCR-Diagnostik asservieren)
weitere Diagnostik erst nach Stabilisierung des Patienten (Blutabnahme, -untersuchung, Röntgen, Ultraschall)
bei Rasselgeräuschen bzw. anderen Hinweisen auf ein kardiogenes Problem (Herzgeräusch, positiver Venenpuls, Pulsdefizit, Rhythmusstörungen oder bekannte Herzerkrankung): Furosemid-Bolus oder Furosemid-DTI (DTI: Dauertropfinfusion), Dosierung siehe ▶ Tab. 4.1
restriktive Infusionrate (Hund: 2–4ml/kg/h kristalloide Lösung; Katze: 1–2ml/kg/h kristalloide Lösung) bei Verdacht auf eine kardiale Insuffizienz
eher kühle Umgebung, cave: Überhitzung
Sobald der Patient stabil genug ist, sollte die weiterführende Diagnostik zielgerichtet nach der Anamnese und klinischen Untersuchung sowie den bisher erhobenen Befunden erfolgen. Zu den möglichen diagnostischen Methoden zählen u.a.:
Röntgen (obere Halsgegend, Thorax)
Echokardiografie
Blutuntersuchung (Hämatologie, C-reaktives Protein [CRP] [Hund], venöse/arterielle Blutgase, Gerinnungsstatus)
Bronchoskopie (Bronchoalveolarlavage oder endoskopische FK-Entfernung)
Punktatanalyse (zytologische Untersuchung und BU)
Kotuntersuchung (Baermann-Wetzel-Auswanderverfahren)
Bloß nicht!
Keine ventrodorsale Röntgenaufnahme bei Patienten mit Atemnot! Röntgen nur bei Bedarf und falls Patient stabil genug, dorsoventrale oder Röntgenaufnahme am stehenden Patienten durchführen.
Eine Fixation für den Venenzugang führt zu einer stressbedingten Symptomverschlimmerung, daher besser Medikamente i.m. oder s.c. verabreichen.
Keine Verwendung von Atemdepressiva!
Mögliche Medikamente bei respiratorischen Notfällen sind in ▶ Tab. 4.1 aufgeführt.
Tab. 4.1
Mögliche Medikamente bei respiratorischen Notfällen
▶ [2]
.
Handelsname
Wirkstoff
Tierart
Dosierung
Applikationsart
Butomidor, Alvegesic
Butorphanol
Hund/Katze
0,2–0,4mg/kg
i.v., i.m., s.c.
Lasix
Furosemid-Bolus
Hund
2–8mg/kg
i.v., i.m., s.c.
Katze
2–4mg/kg
i.v., i.m., s.c.
Lasix
Furosemid-DTI
Hund
0,5mg/kg/h
i.v.
Katze
0,25mg/kg/h
i.v.
Bricanyl
Terbutalin
Hund/Katze
0,01mg/kg
i.m., s.c.
Prednisolut, Solu-Dacortin
Prednisolon
Hund/Katze
1–2mg/kg
i.v.
[2] Plumb DC. Plumb’s Veterinary Drug Handbook. 7th ed. Hoboken, New Jersey: Wiley-Blackwell; 2011
Shenja Loderstedt
Ein Patientenbesitzer äußert den Verdacht einer neurologischen Störung bei seinem Tier. Was ist zu anhand des Telefonats zu entscheiden? Welche Entscheidung ist anhand des Telefonats zu treffen?
Handelt es sich wirklich um ein neurologisches Problem?
Wie dringlich muss der Patient vorgestellt werden?
Bewusstseinslage: Reagiert das Tier bewusst auf seine Umwelt, z.B. auf das Ansprechen durch den Besitzer?
Lähmungserscheinungen: Zeigt das Tier Lähmungserscheinungen? Und wenn ja, in welchen Gliedmaßen und in welchem Grad?
Anfälle: Lassen Sie sich mögliche „Anfälle“ durch den Besitzer beschreiben.
Zeitlicher Verlauf der Symptome: Wie lange bestehen die Symptome bereits? Sind diese progressiv fortschreitend?
Wer hilft mir weiter?
Spezialisten für Veterinärneurologie in Ihrer Nähe finden Sie hier:
Homepages der Veterinärmedizinischen Fakultäten und Hochschulen
www.tier-neurologen.de
www.ecvn.org
Die neurologischen Symptome stehen meist augenscheinlich im Vordergrund. In den allermeisten Fällen muss der Patient jedoch zuerst systemisch stabilisiert werden! Beim neurologischen Notfallpatienten sind insbesondere folgende Parameter klinisch von Bedeutung:
Es gilt herauszufinden, ob es sich um ein neurologisches Problem handelt, und wenn ja, was sind die Defizite und wo ist die Läsion zu lokalisieren?
Neurologisch normal oder abnormal?
Epileptische Anfälle? – Großhirn-Dysfunktion
Kopf-Schiefhaltung? – vestibuläre Störung
Lähmung der Gliedmaßen (Parese/Plegie)? – Dysfunktion des Rückenmarks oder der neuromuskulären Strukturen
Koordinationsstörung (Ataxie)? – vestibulär, zerebellär, propriozeptiv
Defizite anhand der neurologischen Untersuchung?
Bewusstsein
Gang/Haltung
Kopfnerven
Haltungs- und Stellreaktionen
segmentale Reflexe
Schmerzhaftigkeit
neuroanatomische Lokalisation
Gehirn (Großhirn, Kleinhirn, Hirnstamm)
Rückenmarksegmente (C1–5, C6–T2, T3–L3, L4–S3)
neuromuskulär (Nerv, Muskel, neuromuskuläre Endplatte)
Siehe hierzu auch die Videos „Die neurologische Untersuchung beim Hund“ und „Die neurologische Untersuchung bei der Katze“ in der ▶ Video-Liste.
Die Ergebnisse der neurologischen Untersuchung führen zur neuroanatomischen Lokalisation der Läsion. Werden diese Ergebnisse mit anderen fallspezifischen Daten kombiniert, kann eine gut gewichtete Differenzialdiagnosenliste (DD-Liste) erstellt und so das weitere diagnostische Vorgehen abgestimmt werden ▶ [3], ( ▶ Tab. 5.1).
Tab. 5.1
Diagnostisches Vorgehen.
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Signalement
VETAMIN D
gewichtete DD-Liste
diagnostischer Plan
Beginn der Symptome
Fortschreiten der Symptome
Schmerzhaftigkeit
Asymmetrie
neuroanatomische Lokalisation
Die kausale Therapie ist entsprechend der wahrscheinlichsten DD oder gestellten Diagnose einzuleiten. Eine symptomatische Therapie sollte Folgendes berücksichtigen:
systemische Stabilisation: Sauerstoff, Infusion, Elektrolyte, Ernährung
Schmerztherapie: Opioide (Cave: bei ASHT kann die Beurteilung der Bewusstseinslage beeinträchtigt werden), NSAID (ggf. Magenschutz), Gabapentin (bei neuropathischem Schmerz)
Aufrechterhaltung des Kot- und Urinabsatzes
Ruhighaltung
weiche und trockene Bettung
Bloß nicht!
Vermeiden Sie die unbegründete Gabe von Kortikosteroiden!
Kortikosteroide führen zu einer Schwächung der Muskulatur und zu Wundheilungsstörungen, erhöhen das Infektionsrisiko und steigern so z.B. die Gefahren in Bezug auf Aspirationspneumonie und Blaseninfektion, führen zu einem erhöhten Risiko von gastrointestinalen Nebenwirkungen und behindern so den Einsatz von NSAID, erschweren eine weiterführende Diagnostik oder machen diese sinnfrei.
Bei ASHT sind Kortikosteroide kontraindiziert.
Bei akutem Rückenmarktrauma (schließt akute Bandscheibenvorfälle ein) werden Kortikosteroide nach neuerer Literatur nicht mehr empfohlen ▶ [4].
[3] Cardy TJA, De Decker S, Kenny PJ et al. Clinical reasoning in canine spinal disease: what combination of clinical information is useful? Veterinary Record 2015; 177(7): 171–171
[4] Platt S, Garosi L. Small Animal Neurological Emergencies. London: Manson Publishing; 2012
Claudia Kreil-Ouschan
Bei einer dermatologischen Visite zur Juckreizabklärung machen der Vorbericht und die dermatologische Untersuchung bis zu 70% der Diagnose aus. Bitte nehmen Sie sich daher die Zeit, um folgende Fragen zu besprechen:
Tu dies!
Denken Sie bei der Abklärung an Prädispositionen von Alter, Rasse und Geschlecht für einige dermatologische Erkrankungen.
Welpen: Demodikose, Dermatophytose, juvenile Zellulitis, Dermatomyositis
Jungtiere (1–3 Jahre): Atopie, FAD
ausgewachsene Tiere (4–7 Jahre): Hypothyreose, Autoimmunerkrankungen
ältere Tiere (> 8 Jahre): Hyperadrenokortizismus, epitheliotropes Lymphom
unkastrierter Kater/Rüde: Abzesse/Mykosen durch Kämpfe beim Kater, kastrationsreaktive Dermatose/Alopezie des Rüden, Feminisierungssyndrom beim Rüden
unkastrierte Kätzin/Hündin: nicht entzündliche Alopezie durch Ovarialzysten vs. -tumore, Mammatumore, teleogenes Effluvium post partum
Prädispositionen von Hauterkrankungen bei verschiedenen Rassen (z.B. Mops: Demodikose, Intertrigo, Atopie)
Zuerst untersuchen Sie bitte das Haarkleid (Farbe, Dichte, Glanz, Länge, Qualität) sowie die Haut (Farbe, Dicke, Geruch) auf seine Gesamtheit. Anschließend beschreiben Sie die hier bestehenden Effloreszenzen nach ihrer topografischen Verteilung sowie Unterteilung in primäre und sekundäre Hautblüten. Achten Sie dabei darauf, ob die Erkrankung lokalisiert oder generalisiert ist, symmetrisch oder asymmetrisch? Denken Sie dabei daran, dass die meisten Hauterkrankungen ein typisches Verteilungsmuster haben.
Anschließend gehen Sie weiter nach folgender Ausschlussdiagnostik vor:
Ein Befall mit Flöhen bzw. eine Flohspeichelallergie-Dermatitis (FAD) – siehe hierzu auch unter ▶ Flohspeichelallergie-Dermatitis –, mit Sarkoptesmilben, Cheyletiellen, Neotrombicula autumnalis, Otodectes cynotis (Otodectes-Räude), Läusen, Haarlingen oder sekundär auch Demodexmilben können im unterschiedlichem Ausmaß mit Juckreiz beim Hund verbunden sein.
Bei der Katze sollte man an folgende Parasiten denken: Flöhe, Notoedresmilbe, Otodectes cynotis (Otodectes-Räude), Cheyletiellen, Läuse, Insektenstiche, selten auch Demodexmilben.
Tu dies!
Ausschluss von Ektoparasiten mittels Flohkamm, Klebestreifennachweis bzw. (oberflächlichem und tiefem) Hautgeschabsel.
Bei Hunden mit Sarkoptes-Verdacht eignet sich auch ein serologischer Nachweis bzw. die Sarkoptes-PCR (PCR: Polymerase-Kettenreaktion). Es empfiehlt sich, in jedem Falle eine symptomatische Therapie durchzuführen, um eine Sarkoptes-Räude sicher ausschließen zu können (Selamectin Spot on® oder Moxidectin Spot on® 2 × im Abstand von 14 Tagen auftragen). Führen Sie bei Sarkoptes-Verdacht immer auch zusätzlich den Pinna-Pedal-Reflex (Ohr-Pfoten-Reflex) durch.
Die Therapie besteht aus einem geeigneten Antiparasitikum. Je nach Ektoparasitentyp sollten auch alle Kontakttiere mitbehandelt werden sowie eine Umgebungsbehandlung (Wohnung, Auto, Zwinger, Hundeboxen eingeschlossen: regelmäßiges Staubsaugen, Putzen, Kehren, Waschen, damit die Parasiten aus der Umgebung entfernt werden; Anwendung von Kontaktinsektiziden) durchgeführt werden.
Ein Befall mit Bakterien (Pyodermie), Hefepilzen (Malasseziendermatitis) oder eine Pilzerkrankung (Dermatophytose) kann zu Pruritus führen. Dieser kann primär oder auch sekundär bedingt sein.
Tu dies!
Folgende Schritte dienen dem Ausschluss bzw. der Bestätigung dieser Erkrankungen:
Zytologische Untersuchung mittels Abklatschpräparat: durchsichtiges Klebeband (Tesa®) mit der klebenden Seite nach unten oder Objektträger auf die Effloreszenz drücken und anschließend färben (z.B. Diff-Quik®-Färbelösung) und unter dem Mikroskop beurteilen.
Wenn intrazelluläre Bakterien in der Zytologie festgestellt werden, sollte immer eine bakteriologische Untersuchung inkl. Antibiogramm durchgeführt werden. Dazu wird ein Abstrich der Hautveränderung genommen und der Tupfer anschließend in das Transportmedium gegeben.
Betrachtung unter einer Wood-Lampe
Trichogramm
Pilzkultur bzw. Dermatophyten-PCR
Die Therapie besteht aus einer systemischen und topischen Medikation (antibiotisches bzw. antimykotisches Präparat).
Bloß nicht!
Glukokortikoide sind hier in jedem Fall kontraindiziert, da diese zu einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes und auch des Juckreizes führen würden!
Bei einer Dermatophytose muss man den Tierbesitzer über die Zoonose aufklären und dementsprechende Therapie-/Managementmaßnahmen (www.esccap.de) besprechen.
Typisch für eine Allergie ist zuerst der Pruritus sine materia. Erst im späteren Verlauf kommt es zu Hautveränderungen.
Typischweise ist eine Futtermittelunverträglichkeit eine nicht saisonale, juckende und/oder mit gastrointestinalen Symptomen einhergehende Erkrankung, die durch die Aufnahme von Futterbestandteilen ausgelöst wird. Die Hautveränderungen sind primär im Gesicht und der ventralen Körperhälfte vorhanden. Rezidivierende Ohr-, Analdrüsenerkrankungen sowie Pododermatitiden sind häufig bei caninen Patienten.
Bei der Katze ist das Hauptsymptom der Pruritus, seltener sind gastrointestinale Symptome zu beobachten. Infolge des Juckreizes kommt es zu selbstinduzierten Ulzerationen im Kopf- und Halsbereich sowie selbstverursachten symmetrischen Alopezien, zur miliaren Dermatitis oder Komponente des eosinophilen Granulomkomplexes; diese können für sich alleine oder in Kombination auftreten.
Die Diagnose wird aufgrund einer Ausschlussdiät mit anschließender Provokation gestellt.
Tu dies!
Eliminationsdiät über mindestens 4 Wochen (Katze) bzw. 8 Wochen (Hund). Empfohlen wird entweder eine selbstgekochte Diät mit einer bis dahin noch nicht gefütterten Kohlenhydrat- und einer Eiweißquelle oder eine Diätnahrung mit hydrolysierter Eiweißquelle (Hypoallergenic bzw. Anallergenic von Royal Canin).
Ein Futtermittelallergietest (serologischer Nachweis) kann bei der Auswahl der geeigneten Nahrungsquellen behilflich sein, ist aber keine Diagnose.
Die Therapie besteht in erster Linie aus einer Vermeidung der auslösenden Futtermittelallergene.
Die atopische Dermatitis (AD) ist eine aufgrund einer genetischen Prädisposition entstehende entzündliche, juckende Hauterkrankung auf bestimmte, normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) mit charakteristischen Symptomen, die mit häufig gegen Umweltantigene gerichteten IgE-Antikörpern (IgE: Immunglobulin E) verbunden ist.
Die Diagnose beruht auf Signalement, Vorbericht, typischem klinischem Bild und dem Ausschluss von DD.
Tu dies!
Allergietest (Intrakutantest bzw. serologischer Nachweis von allergenspezifischen IgE)
Beachte dabei vor Durchführung des Allergietests die notwendigen Absetzfristen der Glukokortikoide!
Die Therapie besteht primär aus einer Vermeidung der auslösenden Allergene. Des Weiteren wird eine Modulation der Immunreaktion mittels allergenspezifischer Immuntherapie (ASIT) empfohlen. Bei dieser Therapie soll es durch die steigende Gabe von Allergenen zu einer Gewöhnung an das provozierende Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das auslösende Allergen zu verhindern. Die Allergene werden dem Patienten entweder subkutan oder sublingual nach Therapieplan verabreicht. Die ASIT ist eine lebenslange Therapie. Weitere Therapiemöglichkeiten: Wiederherstellung der Barrierefunktion mithilfe von essenziellen Fettsäuren topisch und/oder systemisch; Reduktion der Selbsttraumatisierung mittels diverser Anti-Juckreizpräparate (z.B. Antihistamine, Oclacitinib, Ciclosporin A, Glukokortikoide).
Die FAD ist eine juckende Hauterkrankung, die durch eine Überempfindlichkeit gegen den Biss von Flöhen hervorgerufen wird. Beim Hund ist primär die kaudale Körperhälfte, vor allem Kruppe, Schwanzansatz, betroffen. Im Gegensatz dazu gibt es bei der Katze 4 Hautreaktionsmuster: Juckreiz mit selbstinduzierten Ulzerationen im Kopf- und Halsbereich, bilaterale symmetrische Alopezie, feline miliare Dermatitis, feliner eosinophiler Granulomenkomplex – diese können für sich alleine oder auch in Kombination auftreten.
Tu dies!
Nachweis mittels bloßem Auge oder mittels Lupe, Ausbürsten des Fells und Nachweis des Flohkots.
Eine Überempfindlichkeit kann auch mittels Intrakutantest oder serologischem Nachweis von allergenspezifischen IgE nachgewiesen werden.
Achtung: Flöhe sind bei Katzen mit einer FAD schwierig nachzuweisen, da der Juckreiz ein intensives Belecken und somit eine Entfernung der Parasiten auslöst!
Die Therapie besteht aus einer adäquaten lebenslangen Ektoparasitenbehandlung. Alle Tiere eines Haushalts bzw. Kontakttiere sowie parallel auch die Umgebung müssen mitbehandelt werden.
Bei starkem Juckreiz sollte parallel eine systemische Behandlung des Pruritus über die ersten Tage erfolgen (z.B. Antihistamine, Oclacitinib, Glukokortikoide).
systemische oder hormonelle Erkrankungen (z.B. Niereninsuffizienz/Urämie, Diabetes mellitus, portosystemischer Shunt)
neoplastische Erkrankungen (z.B. epitheliotropes Lymphom, Mastozytom)
immunmedierte Erkrankungen (z.B. Pemphigus foliaceus)
virale Erkrankungen bei der Katze (Herpes-, Poxviren)
Tu dies!
Ausschluss der DD mittels folgender Untersuchungen:
allgemeine klinische Untersuchung
Blut- (hämatologische, chemische, serologische, endokrinologische Laboranalysen) und Harnuntersuchung
zytologische Untersuchung
Hautbiopsie
Die Therapie sollte entsprechend der Grunderkrankung gewählt werden.
Claudia Kreil-Ouschan
Juckreiz, siehe hierzu auch das Kapitel Erstversorgung bei ▶ Juckreiz
Geruchsveränderung
Ohrerkrankungen, siehe hierzu auch auch unter ▶ Otitis externa
Analbeutelerkrankungen, siehe hierzu auch unter ▶ Analdrüsen
Papeln, Pusteln, Krusten
Pfotenerkrankungen (Pododermatitiden) bzw. Erkrankungen der Ballen
Krallenerkrankungen
Hypotrichosen versus Alopezien
Seborrhoen, Exfoliationsstörungen
Pigmentstörungen (Pigmentverlust, Hyperpigmentierung)
Erkrankungen der mukokutanen Übergänge
Erkrankungen des Skrotums
Knötchen
Umfangsvermehrungen
Juckreiz, siehe hierzu auch das Kapitel Erstversorgung bei ▶ Juckreiz
Alopezie (fokal versus symmetrisch)
Papeln, Pusteln, Krusten
Seborrhoen, Exfoliationsstörungen
Erkrankungen der Ohrmuscheln, Ohren
Erkrankungen des Nasenspiegels
Erkrankungen der Krallen
Knötchen, Fisteln
Umfangsvemehrungen
Siehe hierzu auch das Kapitel Vorstellungsgründe rund ums ▶ Ohr.
Die Otitis externa ist ein entzündlicher Vorgang, der die Ohrmuschel sowie den äußeren Gehörgang betrifft. Primär Hunde, aber auch Katzen werden mit Kopfschütteln, Kratzen des betroffenen Ohres, Juckreiz und Schmerzhaftigkeit in der Praxis vorgestellt. Mögliche Ursachen für die Entstehung einer Otitis können sein: Parasiten, Allergie, FK, Bakterien, Hefen, obstruktive Ursachen wie Polypen, Neoplasien, übermäßige Cerumenproduktion, zu viele Haare im Gehörgang etc.
Tu dies!
Erhebung einer ausführlichen Anamnese
Adspektion und Palpation der Pinnae und des Gehörgangs
otoskopische Untersuchung (mit sorgfältiger Inspektion, ob das Trommelfell intakt ist)
mikroskopische Untersuchung des Cerumens auf Otodectes cynotis
zytologische Untersuchung des Cerumens
ggf. BU
Bloß nicht!
Bei nicht intaktem Trommelfell keinesfalls ototoxische Medikamente verwenden, da bei Hunden und Katzen die Ototoxizität meist erst entdeckt wird, wenn schon größere neurologische Schäden entweder an der Cochlea (Taubheit) oder an den Bogengängen (Vestibulärsyndrom) auftreten. Beispiele einiger potenziell ototoxischer Wirkstoffe: alle Aminoglykosid-Antibiotika, Chloramphenicol, Chlortetracyclin, Erythromycin, Oxytetracylin, Polymyxin B, Tetracyclin, Vancomycin.
Bei der parasitären Otitis externa sollte eine systemische und topische Therapie mit einem Antiparasitikum gewählt werden. Eine sorgfältige Ohrreinigung mit einem nicht ototoxischen Ohrreiniger (z.B. Squalen, Tris-EDTA, NaCl) sollte immer in der Praxis erfolgen, um das Trommelfell beurteilen zu können und so anschließend das geeignete topische Produkt auswählen zu können. Herkömmliche Ohrreiniger enthalten häufig Detergenzien und können so irritierend wirken bzw. auch ototoxisch. Bei Vorhandensein von stark zeruminösem Exsudat bei einem intakten Trommelfell sollte ein Ohrreiniger mit einer zeruminolytischen Wirkung verwendet werden.
Bakterielle Otitiden sollten topisch und systemisch antibiotisch behandelt werden. Die Therapie einer Hefepilzinfektion im Ohr besteht aus der Gabe eines Antimykotikums (topisch und/oder systemisch).
Hochgradige entzündliche Ohrerkrankungen sollten parallel mit einem antiinflammatorischen Wirkstoff behandelt werden.
Die Therapie einer Otitis externa beruht immer auf der Behandlung der prädisponierenden bzw. primären Faktoren.
Siehe hierzu auch unter ▶ Analdrüsen.
Analbeutelentzündungen bzw. -abzesse kommen hauptsächlich beim Hund vor, seltener bei der Katze. Typische Kennzeichen sind:
analer Juckreiz
stetiges Lecken im Afterbereich
Unruhe
Schmerzen beim Kotabsatz
Die Perianalregion ist dabei gerötet und geschwollen, bei rupturierten Abzessen tritt Exzudat aus dem Fisteltrakt nach außen. Bei rezidivierender Erkrankung sollte an eine darunterliegende Grunderkrankung gedacht werden und diese dementsprechend therapiert werden (z.B. Futtermittelallergie, AD).
Tu dies!
gründliche Anamnese
eingehende klinische, dermatologische Untersuchung
rektale Palpation
Untersuchung des Analsekrets (visuell, mikroskopisch, eventuell BU)
Kotuntersuchung
Ausschluss der DD (Neoplasien der Analbeutel, perianale Fisteln oder auch ein Bandwurmbefall)
Die Therapie besteht aus dem manuellen Ausmassieren sowie einer Spülung der Analbeutel. Zusätzlich empfiehlt sich eine systemische Therapie mit einem Antibiotikum nach Antibiogramm sowie einem NSAID (z.B. Meloxicam).
Allergie Siehe hierzu das Kapitel Erstversorgung bei ▶ Juckreiz.
Corinna Eule
Augenpatienten werden von ihren Besitzern nur selten mit einer differenzierten, anatomischen Diagnose, sondern meist aufgrund eines klinischen Bildes vorgestellt: z.B. das „rote Auge“, das „schmerzhafte Auge“, ein „tränendes Auge“, ein „trübes Auge“ oder ein „vorstehendes Auge“. Darüber hinaus kann die Verschlechterung des Sehvermögens Grund für Vorstellung eines Patienten sein.
Tu dies!
Die Untersuchung sollte in einer ruhigen Umgebung und in einem Raum stattfinden, der verdunkelt werden kann.
Der Grundablauf der Untersuchung ist stets gleich; außerdem stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung, die ergänzend angewandt werden können ( ▶ Tab. 8.1). Wichtig ist eine zusätzliche allgemeine Untersuchung, denn oftmals manifestieren sich systemische Erkrankungen am Auge.
Tab. 8.1
Ablauf und Struktur einer Augenuntersuchung.
Untersuchungsschritt
Inhalt
Signalement
Rasse
Alter
Geschlecht
Vorbericht
Dauer und Verlauf der Erkrankung
Vorbehandlung (lokal und systemisch)
systemische Erkrankung(en), ggf. Therapie(n)
Herkunft, Haltungsform
Adspektion
Beobachtung „Hands off“
Visustests
z.B. Hindernissparcours, Tisch-Schreit-Probe, Wattebauschtest, Drohantwort
Reflexe
Lidreflex
Blendreflex
Pupillarreflex
Inspektion
genaue Inspektion der Augenabschnitte „Hands on“
Tu dies!
Die optimale Position des Patienten ist die sog. Sphinxstellung in Richtung der kurzen Seite des Untersuchungstisches ( ▶ Abb. 8.1). Wenn das Tier Sie fronal anblickt, können Sie die Augen direkt untersuchen.
Abb. 8.1
