Flammenzungen - Sandra Henke - E-Book
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Beschreibung

Als Amy den geheimnisvollen Lorcan zum ersten Mal sieht, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Obwohl sie kaum etwas von ihm weiß, lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit ihm ein – und verfällt ihm bald mit Haut und Haar. Amy entdeckt eine Leidenschaft und Sinnlichkeit, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Doch dann erfährt sie, dass Lorcan verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben. Ist es wirklich nur ein Zufall, dass sie ihm begegnet ist – oder wird Amy ihre neuerwachte Lust zum Verhängnis? „Ein gelungener erotischer Krimi voller Spannung, ungeahnten Wendungen, liebenswerten Helden und erotischen Szenen, die Lust auf mehr machen!“ www.auszeit-magazin.de Jetzt als eBook: „Flammenzungen“ von Sandra Henke. dotbooks – der eBook-Verlag.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:401


Über dieses Buch:

Als Amy den geheimnisvollen Lorcan zum ersten Mal sieht, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Obwohl sie kaum etwas von ihm weiß, lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit ihm ein – und verfällt ihm bald mit Haut und Haar. Amy entdeckt eine Leidenschaft und Sinnlichkeit, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Doch dann erfährt sie, dass Lorcan verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben. Ist es wirklich nur ein Zufall, dass sie ihm begegnet ist – oder wird Amy ihre neuerwachte Lust zum Verhängnis?

»Ein gelungener erotischer Krimi voller Spannung, ungeahnten Wendungen, liebenswerten Helden und erotischen Szenen, die Lust auf mehr machen.« www.auszeit-magazin.de

Über die Autorin:

Sandra Henke, geboren 1973, gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen erotischer Literatur in Deutschland. Ihre Romane erklimmen regelmäßig Bestsellerpositionen im Ranking der großen Onlinebuchhändler. Sandra Henke lebt glücklich verheiratet in der Nähe von Düsseldorf.

Ebenfalls bei dotbooks erschien Sandra Henkes Roman Jenseits aller Tabus.

Die Autorin im Internet: www.sandrahenke.de

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eBook-Ausgabe Dezember 2012

Copyright © der Originalausgabe 2012 by MIRA Taschenbuch in der Harlequin Enterprises GmbH

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nicola Bernhart Feines Grafikdesign, München

Titelbildabbildung: © konradbak | Fotolia.com

ISBN 978-3-95520-066-4

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Sandra HenkeFlammenzungen

Erotischer Roman

dotbooks.

PROLOG

Bei jeder Bewegung rasselten die Ketten, mit denen sie an die Wand gefesselt war. Mit jedem Tag hasste sie dieses Geräusch mehr. Es jagte ihr eine Gänsehaut über den Leib. Sie würde sich nie daran gewöhnen. Nicht an die Stahlmanschetten, die ihre Haut an den Hand- und Fußgelenken abschürften, auch nicht an das ängstliche Warten darauf, dass sich die Tür am Ende der Treppe öffnete und er auftauchte.

Mit jedem Sonnenuntergang, den sie durch das winzige Kellerfenster sah, das zu hoch war, um es zu erreichen, schwand ihre Hoffnung auf Rettung ein kleines Stück mehr. War der Jahrhundertsommer, von dem alle in Louisiana vor ihrer Entführung gesprochen hatten, schon vorbei? Sie konnte nicht sagen, wie viel Zeit sie in diesem Verlies bereits verbracht hatte.

Obwohl sie allein hier unten war, meinte sie das Knarzen seiner Ledersohlen zu hören, wenn er die Treppe herabstieg, sichtbar erregt auf sie zukam und den kreisrunden blutroten Knebel hochwarf und auffing wie einen Ball, den sein Hund apportieren sollte. Sie winselte jedes Mal furchtsam, wenn es Zeit zum Spielen war.

Am Anfang ihrer Tortur hatte sie versucht, ihm sein selbstgefälliges Grinsen aus dem Gesicht zu kratzen, doch das hatte sie bereut. »Es gibt Frauen, die stehen darauf, wenn man ihnen Nadeln unter die Fingernägel sticht«, hatte er gesagt und ihre Hand in einem Schraubstock fixiert. »Du wirst noch lernen, es zu genießen.«

Mit jedem seiner Besuche in diesem dunklen Loch steigerte er ihre Qual. Kaum hatte sie sich einigermaßen an die Peitsche gewöhnt, schlug er sie mit dem Rohrstock. Eine mit Leder überzogene Variante stand schon bereit; sie lehnte an der Wand gegenüber, um ihr Angst einzuflößen, selbst wenn dieses Monster gar nicht da war. Aber dazu brauchte sie kein Mahnmal, denn er verfolgte sie bis in ihre Träume. Der kalte Blick seiner kobaltblauen Augen, der Geschmack seiner Küsse, seines Schwanzes, seines Afters, der Geruch seines Duschgels, seiner Ausdünstungen und seiner Geilheit – das alles ließ er bei ihr zurück, wenn er ging.

Nachts wachte sie schweißgebadet auf. Sie konnte kaum noch etwas essen, sodass er die Stahlmanschetten durch kleinere hatte ersetzen müssen, weil ihre Handgelenke zu dünn geworden waren. Er brachte ihr fettige Speisen und zuckersüßen Nachtisch, manchmal auch Gewichtsaufbaupräparate und Energydrinks für Sportler, die er, so wie er aussah, sicher selbst auch zu sich nahm, aber sie bekam kaum etwas davon runter, denn ihr Lebenswille schwand. Seit einem Monat fielen ihr die blonden Haare büschelweise aus, und ein Backenzahn wackelte.

Trotz ihrer schlechten Verfassung setzte er seine Abrichtung, wie er es nannte, fort. »Ich habe schon viele Sklavinnen trainiert, aber du wirst mein Meisterstück werden. Du wirst die Erste sein, deren Willen ich breche.« Seine Worte hatten sich ebenso bei ihr eingebrannt wie der Leuchtstab in ihre Fußsohle. »Ich kann es kaum erwarten zu beobachten, wie der Wandel sich vollzieht. Wirst du eine leere Hülle sein und nutzlos für mich? Oder mechanisch meinen Anweisungen folgen? Oder wirst du mich anbetteln, dir wehzutun, weil du süchtig nach Schmerz geworden bist? Ich bin ein Forscher und du mein Forschungsobjekt, das verbindet uns auf ewig, Blondie, egal wie das Experiment enden wird.«

Erst wenn ihre Verzweiflung so überwältigend war, dass sie nicht länger jammerte, wütend tobte oder um Gnade bettelte, sondern nur noch heiser wimmerte, fickte er sie. Endlich, denn danach ließ er sie erst mal in Ruhe.

Bis zur nächsten Lektion.

Was sie jedoch wirklich beunruhigte, war nicht etwa ihre aufkeimende Todessehnsucht, sondern die Metallringe, die er am Vortag in die Wand zu ihrer Rechten geschlagen hatte. Pfeifend hatte er Ketten daran befestigt und gemeint: »Dir wird es mit ein bisschen Gesellschaft besser gehen. Eine Freundin wird dich motivieren, deinen Teller leer zu essen.«

Seitdem konnte sie an nichts anderes mehr denken. Er plante, eine weitere Frau zu entführen, um sie in diesem Verlies zu foltern und zu missbrauchen. Vor ihren Augen! Das würde sie nicht ertragen. Allein die Vorstellung ließ sie bittere Galle hochwürgen.

Einmal hatte er einen Ganzkörperspiegel vor sie gestellt und sie gezwungen, ihr Spiegelbild anzuschauen, während er Kanülen in die empfindliche Haut ihrer Brüste stach. Der Anblick ihres gefolterten Busens war entsetzlich gewesen« ebenfalls das Zittern ihres Körpers, seine Blöße und Schutzlosigkeit. Was sie aber weitaus mehr schockiert hatte, war ihr eigenes Gesicht – tränenüberströmt, sabbernd und leidend.

»Nein!«, krächzte sie, da ihre Stimme noch heiser war von den Schreien der letzten Nacht. »Ich kann nicht mehr.«

Mühsam erhob sie sich von dem Betonboden, den er genauso schwarz angestrichen hatte wie die Decke. Wie sie diese erdrückenden Backsteinwände hasste! Sie raubten ihr die Luft zum Atmen.

Sie musste ihre letzten Kraftreserven aufbringen, um auf den Metallring zu steigen, der einen halben Meter über dem Boden angebracht und an dem ihre Fußfessel fixiert war. Dann hielt sie sich an einem Haken weiter oben fest, an den er sie fesselte, wenn er sie ausgestreckt haben wollte.

Ein seltsamer Nebel legte sich über ihre Sinne. Er wirkte beruhigend. Alles wird gut werden, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf, gleich ist die Marter vorbei. Lächelnd formte sie eine Schlaufe aus der Kette, die ihre Hände verband, und zog sie durch den obersten Ring. Ohne zu zögern, stellte sie sich auf die Zehenspitzen und steckte den Kopf hindurch.

Gleich bin ich erlöst, war ihr letzter Gedanke. Dann sprang sie.

1. KAPITEL

August dieses Jahres New Orleans, Obdachlosenasyl

Eigentlich hatte Amy im Hauptflügel des alten Backsteingebäudes, das früher einmal eine Grundschule gewesen war, nichts zu suchen. Die Essensausgabe, ihr Arbeitsbereich, befand sich im ehemaligen Lehrerzimmer gleich neben dem Hinterausgang, der auf den Parkplatz führte. Doch das Geräusch der Dusche zog sie magisch an.

Sie blieb im Korridor stehen, sah sich um und krallte ihre Hände in den Saum ihres weißen Kittels, ihrer Arbeitsuniform. Der Gang führte nach rechts zu den Schlafsälen der Obdachlosen, links ging es zu den Waschräumen. Niemand war zu sehen. Sie hörte nur das Rauschen des Wassers, das eine magnetische Wirkung auf sie ausübte.

Langsam schlich sie näher, darauf bedacht, keinen Mucks von sich zu geben, damit der Mann, der gerade duschte, ja nicht mitbekam, dass sie versuchte, einen Blick auf seinen nackten Körper zu erhaschen. Lorcan, welch ein außergewöhnlicher Name. Welch ein seltsamer Kerl! Vor zwei Wochen war er das erste Mal hier aufgetaucht und hatte sie vom ersten Moment an fasziniert. Seine Frisur war herausgewachsen und erweckte den Anschein, als hätte er sein Gesicht eigenhändig mithilfe eines Messers freigeschnitten. Ein Bart verdeckte seine untere Gesichtshälfte, aber seine Augen wirkten so jung und lebendig, manchmal sogar feurig. Unter diesen zerzausten hellbraunen Haaren musste sich ein schönes Gesicht verbergen, da war sich Amy sicher. Seine kräftigen Arme und der breite Rücken ließen erahnen, dass unter der schmutzigen Kleidung ein paar ansehnliche Muskeln steckten. Den Beweis dafür würde sie gleich bekommen.

Ihr Herz pochte immer aufgeregter. Leise ging sie vorwärts. Schritt für Schritt kam sie näher. Das Plätschern klang immer lauter.

Plötzlich hörte es auf. Im nächsten Moment stand auch schon Lorcan vor ihr. Nackt. Und alles, was sie denken konnte, war: Sein Hintern ist ja genauso braun gebrannt wie seine Unterarme. Wie war das möglich?

Er versuchte erst gar nicht, seinen Schritt mit der Hand zu bedecken. Lässig verschränkte er die Arme, als wäre es völlig normal, entkleidet vor einer Fremden zu stehen. »Ich habe vergessen, mir ein Badetuch aus der Kleiderkammer zu holen.«

Amy befahl ihren Füßen, sie aus dieser peinlichen Situation zu retten, doch sie gehorchten ihr nicht. Verlegen wollte sie sich wegdrehen, schließlich war es unhöflich, so zu starren, doch sie konnte nicht anders, als seinen durchtrainierten Körper ausgiebig zu betrachten. Während sie seinen Schaft musterte, zuckte dieser. Amy schnappte nach Luft. Die unerwartete Reaktion riss sie aus ihrer Lähmung. »Einen Moment, ich hole dir eins.«

Abrupt wandte sie sich ab, hastete den Korridor zurück und lief in den Raum, in dem sie Hosen, Oberteile, Schuhe und Hygieneartikel, allesamt Spenden von Privatpersonen oder Firmen aus New Orleans, an Bedürftige ausgaben. Sie griff ein Frotteetuch aus einem der Regale, drehte sich um und wollte zu ihm zurückgehen. Doch da stand Lorcan schon direkt hinter ihr.

Stumm nahm er es ihr ab. Während er sich abtrocknete, schaute er Amy provozierend an. Fasziniert stellte sie fest, dass seine Brustmuskulatur bei jeder Bewegung hüpfte. Er stellte einen Fuß auf einen Hocker, wodurch die Sehnen an seinen Beinen hervortraten, und wischte durch seinen Schritt. Sollte sie ihn fragen, ob sie sein Glied hochhalten sollte, damit er seine Hoden trocken tupfen konnte? Bevor sie den Mut fand, bemerkte sie, dass ihre Hilfe nicht mehr notwendig war, denn sein Penis streckte sich ihr bereits stramm entgegen.

Nachdem Lorcan fertig war, schlang er das Badetuch um Amys Taille und zog sie zu sich heran. In seiner unmittelbaren Nähe wagte sie kaum zu atmen. Wasser tropfte von seiner Löwenmähne auf ihr Dekolleté, rann unter ihren Kittel und kitzelte ihren Busen. Sekundenlang verharrten sie regungslos.

Als Lorcan sie küsste, wehrte sie sich nicht. Sein Bart war so feucht wie seine Zunge, die sich sanft zwischen ihre Lippen schob. Er duftete nach Seife und köstlich nach Mann. Sein Kuss begann zärtlich, wurde aber bald leidenschaftlicher, bis sie sich stürmisch leckten und endlich ihrer Sehnsucht nachgaben. So oft hatte Amy ihn verstohlen angeschaut, so oft hatte er im Speisesaal gegessen und dabei seinen Blick nicht von ihr abwenden können, während sie hinter der Theke das Essen ausgab. Nun war der Damm zwischen ihnen gebrochen, und sie schlangen die Arme umeinander, öffneten ihre Münder, so weit sie konnten, und ließen ihre Zungen einen wilden Tanz vollführen, den niemand sah.

Nach einer Weile ließ er das Frotteetuch einfach fallen. Er hob Amy hoch, trug sie zur Waschmaschine, in der die gesammelte Kleidung vor der Ausgabe an mittellose Menschen gewaschen wurde, und setzte sie darauf Ihre Fingerspitzen prickelten, als sie die Hände über seinen Bauch gleiten ließ, der wundervoll hart und glatt war, so wie es ihr gefiel. Sie streichelte über seine Bizepsmuskeln und spürte ein Pochen in ihrer Mitte. Lorcan war so attraktiv, so verschlossen und geheimnisvoll. Das machte sie unglaublich an!

Er spreizte ihr die Beine. Aufreizend langsam schob er den Saum ihres Baumwollkleids bis zu ihren Hüften hinauf Dann legte er seine Hände rechts und links an ihren Slip und blinzelte. Amy verstand. Sie hob den Po an, damit er ihr das Höschen ausziehen konnte, worauf ihre Spalte zu pulsieren begann. Ihm ihren entblößten Schoß zu präsentieren erregte sie. Aufgrund ihrer Vollrasur blieben ihm ihre geschwollenen Schamlippen und die Feuchtigkeit an ihrer Öffnung bestimmt nicht verborgen.

Ihr Brustkorb wogte auf und ab, als Lorcan sich zwischen ihre Schenkel kniete. Sein Atem strich über ihre Scham. Auf ihren Oberschenkeln zeigte sich eine wohlige Gänsehaut. Zärtlich küsste er die Innenseiten, streifte mit dem Mund ihren Venushügel und hinterließ mit seiner Zunge eine heiße Spur auf beiden äußeren Schamlippen. Amy legte den Kopf in den Nacken und stützte sich hinter ihrem Rücken auf der Waschmaschine ab, während Lorcan ausgiebig ihre Möse leckte. Seufzend gab sie sich ihm hin. Als er zusätzlich mit zwei Fingern in sie eindrang, stöhnte sie laut auf Sie spannte den Hintern an, ihre Zehen bewegten sich unablässig, und sie rang nach Luft.

Viel zu früh erhob er sich. Doch sie kam nicht einmal dazu, ihre Enttäuschung kundzutun, denn er zog ihren Po mit einem Ruck bis zur Kante vor. Sogleich stieß er kraftvoll in sie hinein. Es überwältigte sie, von ihm ausgefüllt zu werden. Sein Phallus strahlte eine Hitze aus, die ihren Unterleib entflammte. Sie hielt sich an seinen imposanten Oberarmen fest, während er begann, sich in ihr zu bewegen. Seine Lenden schaukelten vor und zurück. Jeder Stoß brachte sie dem Wahnsinn näher. Sie biss in seine Schulter, saugte sich erregt an seiner Haut fest, denn sie spürte, wie ihre Mitte kontrahierte und ...

»Amy, hallo? Erde an Ms LaBauve.« Sachte wurde sie von ihrer Kollegin Wanda geknufft.

2. KAPITEL

Nervös lockerte Amy mit den Fingern ihren weizenblonden schulterlangen Schopf. Erst gestern hatte sie sich Stufen schneiden lassen. Schon heute bereute sie es, denn ihre Haare schienen am Kopf zu kleben. Null Volumen. Mit der neuen Frisur hatte sie genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie beabsichtigt hatte. Wie Wanda diese Spaghettihaare als kess bezeichnen konnte, blieb ihr ein Rätsel. Eigentlich sollte sie sich in diesem Obdachlosenasyl mit angegliederter Suppenküche keine Gedanken über ihr Aussehen machen. Aber seit Lorcan hierherkam, trug sie sogar während ihrer gemeinnützigen Arbeit Lippenstift, wenn auch in einem dezenten Pfirsichton.

Wanda neigte sich zu ihr und feixte leise: Du starrst ihn schon wieder an.

Wen?, fragte Amy mit unschuldiger Miene.

Ihre Freundin zwinkerte. Lorcan natürlich.

Da er in diesem Moment von seinem Platz am hintersten Esstisch aufschaute, und zwar geradewegs zu ihr, senkte sie verlegen den Blick. Unsinn! Ich war nur in Gedanken.

Er zählt noch nicht zu den hoffnungslosen Fällen, ließ Wanda beiläufig fallen und wischte mit einem Lappen die Soßenspritzer zwischen den Warmhalteplatten weg. Sein Atem stinkt noch nicht, und seine Pupillen sind klar.

Wie lange würde er es schaffen, sich gegen die Versuchung zu wehren, die Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit zu ertränken oder wegzukoksen? Amy bediente den nächsten Gast und vermied es tunlichst, Lorcan noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er sollte nicht merken, dass sie ihn attraktiv fand. Wie immer saß er abseits von den anderen. Schweigend aß er und verstrickte sich weder in Gespräche, noch geriet er in Kämpfe. Er nutzte regelmäßig das Angebot, in der Gemeindeeinrichtung zu duschen und seine Kleidung zu waschen, aber er blieb niemals über Nacht. Viele der Clochards schliefen auf der Straße, weil die Nächte im Sommer angenehm warm blieben und sie es nicht mehr gewohnt waren, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Wo mochte er sich hinlegen? Auf eine Parkbank, in einen Hauseingang oder in eine U-Bahn-Station? Bei der Vorstellung krampfte sich ihr Magen zusammen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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