Fredelsloher Fundstücke und Fragmente Folge 3 -  - E-Book

Fredelsloher Fundstücke und Fragmente Folge 3 E-Book

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Beschreibung

Dr. Wolfgang Kramer aus Göttingen erforschte in jahrelanger Kleinarbeit die Flurnamen Fredelslohs. Mit Hilfe historischer Karten und Aufzeichnungen listete er alphabetisch die Gemarkungsbezeichnungen des Töpfer- und Klosterdorfes am Solling auf. Zum Ortsnamen Fredelslohs hatte er bereits die Urkunden des Stiftes gesichtet und darüber publiziert. Seine Doktorarbeit behandelte "Die Flurnamen des Amtes Moringen". Nun liegt in Druckform das Fragment seiner Forschungen zu Fredelslohs Flurnamen vor.

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Seitenzahl: 54

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Danksagung:

Ich danke Dr. Wolfgang Kramer für die Druckgenehmigung.

Das Titelbild zeigt den Lorke-Brink in Fredelsloh.

Außerdem Ausschnitte der Willich-Karte Fredelslohs,fotografiert im Arbeitszimmer von Dr. Kramer in Göttingen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1.) Die historische Schreibweise der Flurnamen Fredelslohs nach den Forschungen von Dr. Wolfgang Kramer

"Datei Fredelsloh". Ein Fragment.

2.) Die Schreibweise des Ortsnamens Fredelslohs in den Urkunden des Stiftes

Dr. Wolfgang Kramer, Neumünster 1979

3.) "Fredelsloh, ein Nest in den USA"

Der Ort Dellslow wurde vom Auswanderer Ludwig Hagedorn gegründet - Eine Lage wie im Solling.

(Aus: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine HNA / Northeimer Neueste Nachrichten vom 03.07.2007)

4.) "Archivarbeit ist gar nicht langweilig"

Arno Schelle auf Entdeckungsreise zur Ortsgeschichte, (aus: Hallo Mittwoch. Die lokale Wochenzeitung, 13.11.2013)

5.) Schriftwechsel von Dr. Horst Gramatzki zur Stiftsgeschichte Fredelslohs

War in Fredelsloh ein Kreuzgang vorhanden ?

(Schriftwechsel mit der Klosterkammer Hannover vom 25.07.1974 und 11.09.1974)

Gefundene Gründungsurkunde durch Alfred Bruns

(Schriftwechsel vom 05.08.1966 und 31.08.1966)

Prof. Dr. Fritz Arens (07.04.1973)

Einer der ältesten Lettner

(Schriftwechsel mit Dr. Erika Kirchner-Doberer vom 05.08.1973 und 26.08.1973)

Prof. Dr.-Ing. Friedrich Mielke zur verdeckten doppelten

Wendeltreppe

islamischer Bauart (Schriftwechsel mit dem "derzeit besten Kenner der Fredelsloher Kirche" vom 29.08.1978, 03.10.1978 und 13.10.1978)

Horst Gramatzki als "

Entdecker der Gewölbeansätze"

(Schriftwechsel mit Hans-Werner Wolf vom 13.04.1970, 21.04.1970 und 24.04.1970)

Barockaltar

(Niedersächsisches Landesverwaltungsamt-Landeskonservator, Brief vom 06.10.1972)

6.) Der „Fredelshof“ in Edesheim

Fotos und Urkunden-Auszüge

7.) Wertvoller Fund im Garten

Gestein mit Schachbrettmuster könnte aus früherem Kloster stammen und 800 Jahre alt sein (aus: HNA vom 26.02.2016)

8.) Literaturverzeichnis

Bitte schauen Sie auch im Internet bei Facebook auf die „Mitmach-Seite Fredelsloher Fundstücke und Fragmente“.

Vorwort

Dr. Wolfgang Kramer aus Göttingen besuchte gern Fredelsloh. Oft von Hardegsen über die Weper wandernd, hielt er sich mit Vorliebe im Töpfer- und Klosterdorf am Solling auf. Als Forscher veröffentlichte er 1963 seine Doktorarbeit zum Thema „Die Flurnamen des Amtes Moringen“ (Diss.-Phil. Göttingen 1963). Die Schreibweise des Ortsnamens Fredelslohs untersuchte und veröffentlichte er 1979 (in: Gedenkschrift für Heinrich Wesche, Neumünster 1979). Am Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen war er an der Arbeitsstelle Niedersächsisches Wörterbuch tätig.

Am 15.08.2011 besuchte ich ihn in Göttingen. Er hatte Folgeband 1 der „Fredelsloher Fundstücke und Fragmente“ gelesen und erzählte mir von seinen Flurnamen-Forschungen zu Fredelsloh. Seine Datei sei noch ein Fragment, aber altersbedingt könne er nicht mehr intensiv daran weiterarbeiten. Ich möge seine Ausarbeitung zu Fredelsloh „gern veröffentlichen“ und „was draus machen“, „damit das Material anderen Forschern zur Verfügung steht“. Wir telefonierten erst wieder im Sommer 2013 miteinander (16.07. und 17.08.2013) und er betonte, dass es ein „echtes Fragment“ sei. Bruchstückhaft, dennoch wichtige, veröffentlichungswürdige Forschungsergebnisse.

Auf insgesamt 31 Seiten dokumentiert er alphabetisch die Gemarkungsbezeichnungen Fredelslohs. Abkürzungen, Quellenangaben und Literatur nennt er ab Seite → der „Datei Fredelsloh“. Die Flur- und Forstkarten sowie die ungedruckten Quellen werden aufgelistet. Ich danke Herrn Kramer für diesen Text und seine Forschungen.

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Dass der Ortsname Fredelslohs auch in den USA in dem Auswanderer-Ort Dellslow (im Norden des US-Bundesstaates West-Virginia) vorkommt, wissen nur wenige. „Fredelsloh, ein Nest in den USA“ schrieb(en) die HNA/Northeimer Neueste Nachrichten am 03.07.2007 nachdem Rainer Müller über die Auswanderer aus dem Töpferdorf geforscht und veröffentlicht hatte.

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Aber man muss gar nicht so weit reisen. Noch wenig bekannt und noch weniger erforscht ist der Strassenname „Fredelshof“ in Edesheim bei Northeim. Barbara Schweikle und ihr Mann Reinald Wegner wiesen mich auf den Fredelshof hin und ich fotografierte vor Ort und recherchierte im Urkundenbuch des Stifts. Barbara hatte den Fredelshof bei einer ihrer Stadtführungen in Edesheim „entdeckt“.

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Dokumentiert werden in diesem dritten Band der „Fundstücke und Fragmente“ auch die verschiedenen Schriftwechsel Dr. Horst Gramatzkis zur Thematik der Stiftsgeschichte. Der Frage, ob es einen Kreuzgang im Kloster gab, wird nachgegangen. Der Regional- und Fredelsloh-Forschung werden auf diese Weise Texte zugänglich gemacht, die auf ihre Weise auch von historischem Wert sind und neue Querverweise und Literaturangaben ermöglichen. Dass auch dort zum Teil Lücken zu erkennen sind, zeigt das fragmentarische, bruchstückhafte Wissen. Horst Gramatzki und auch Wolfgang Kramer betonten: Es gilt weiterzuforschen.

Arno Schelle

Fredelsloh zu Silvester 2016

Nordwestlich von Fredelsloh:

Blick auf die Wüstung Wackenrode (Mitte, Schilf) mit der beeindruckenden Linde als Naturdenkmal und den Pfingstanger (rechts) sowie das Neue Land.

DATEI FREDELSLOH

Ahlsburg

TK.25:4224; Fo. im Moringer Stadtwald1

Flbz. in der Feldmark Frd.:

Vor der Ahlsburg

1869/71 Vor der Ahlsburg Fkt. (7); Fo.

1760 (Ex. 1763) [...] zwischen dem Moringer großen Wulffes Stiege, und der Fredelsloher Gemeinde Holtz vor der

Ahlsburg [...] Gbg. Frd.

1760 (K. 1764) Vor der Ahls Burg Fkt. (7); Fo. – Vor der Ahls Burg ebd. (32a); A. und Gr.

Bem.: Zuordnung zu den verschiedenen Flurorten unklar bei den Belegen

1625 (K.) Vor der Ahlsborch HSta. Han., Hannover 74 Northeim 1002; A.

1705 1 forl. Vor der ahlsborg HSta. Han., Hannover 74 Northeim E Fach 44 !Alte Signatur!

Lit. zu Ahlsburg: Förster, Forstorte II 151; Kramer, Moringen 7-10

Allerbreite

1869/71 Auf der Allerbreite Fkt. (23)

1760 (K. 1764) Auf der Aller Breiten Fkt.

Allerbusch

1869/71 Der Allerbusch Fkt. (25)

1760 (K. 1764) Aller Busch Fkt.

Allerwiese

1869/71 Allerwiese Fkt. (24)

1760 (K. 1764) Aller Wiese Fkt.

Alter Teich

Im alten Teiche

1869/71 Im alten Teiche Fkt. (104); Gr.

1760 (K. 1764) Im Alten Teiche Fkt.

Lit.: Kramer, Moringen 12

Alte Schmiede

Hinter der alten Schmiede

1869/71 Hinter der alten Schmiede Fkt. (106); Gr.

1760 (K. 1764) Hinter der Alten Schmiede Fkt.

Lit.: Kramer, Moringen 18

Bengerode s. im Abschnitt ‘Wüstungen’

Bocksbreite

1869/71 Die Bocksbreite Fkt. (119)

Bearb.: Ackerkomplex erst seit der Verkoppelung; zerfällt nach der Fkt. 1760 in die Flurorte Große Bock Wiese

(119b), Kleine Bock Wiese (119a), Erste Breite unter dem Wege (119d) und Im Winkel (119c) – Vgl. das Flurbild der KL.:142 (1783)

Lit.: Kramer, Moringen 58

Bockwiese s. auch Große Bockwiese, Kleine Bockwiese

Bollhofsgarten

* 1869/71 Bollhofsgarten Vka. (108b)

Dafür:

1760 (K. 1764) Boll Höfe Fkt.

1 Älteste Belege: 1404 vmme [...] die Aleborch Sa. Göttingen, Urk. Nr. 1222; [...] an der aleborch ebd. – 1465 [...] alse de Ersame Rad to moringen in vnwillen vnde kiff van der Aleborch wegen mit den van ffredelße vnde Oddenrode [...] gekomen sin Sa. Mor., D 3,19

Lit.: Kramer, Moringen 62

Bollweg s. im Abschnitt ‘Namen der Wege’

Brauhof

1673 Ein baumgartte hinter dem Closter der brauw2Hoff genandt Inv.

Briege

* 1869/71 In der Briege Vka.3 (97a)

1729 in der Wringen, an der Closter Grummet Wiesen bey dem Waßer Cb.4

1760 (K. 1764) In der Briegen Fkt.