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Gesammelte Lyrik, Aphorismen und Kurzprosa aus den Jahren 2014 bis 2016, abgerundet durch 13 Illustrationen von Ruud van Weerdenburg.
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Seitenzahl: 41
Veröffentlichungsjahr: 2016
Für meine Frau Heidemarie
Vorspann
Wegweisende Sprachmelodien
Der Wald erzählt
Friedensbilder
Bahnhöfe
Impressionen aus Fribourg
Was Wilhelm Tell uns heute zu sagen hat
Aktuelle Textbilder
Von Kindesbeinen an
sah ich
in viele
farbige Gesichter.
Hörte
den Klang
fremder Sprachen.
Freute mich
an der Vielfalt
unserer
kleinen Stadt –
An den
jugendlichen Studenten
aus allen Kontinenten.
In meiner Erinnerung
ein Vietnamese,
der ein Lied
aus seiner Heimat
sang.
Die Melodie
mit seiner Gitarre
begleitend,
tränenbedeckt.
Die schwarze Puppe,
die mir
ein Schwarzafrikaner
als Kleinkind
schenkte.
Ein Freund
meiner Eltern.
„Es darf
nie wieder geschehen“,
sagten alle –
als der Krieg
1945 zu Ende war.
Und auf dem Balkan
wiederholte sich
die Geschichte,
die allen
ein Gräuel war.
Als Alois Mock
den Stacheldraht
des eisernen Vorhangs
zerschnitt –
und sich
neue Welten
auftaten.
Als die Mauer
in Berlin
niedergerissen wurde
und man
die Freiheit
wie eine Braut
begrüßte.
Lauter Ruinen
in Aleppo
und
anderen Städten
und Tälern
einer
fernen – nahen Welt.
„Verrückte
gibt es überall“,
dachte ich mir
und schrieb
es nicht
in mein Tagebuch.
Nun kommen
die Flüchtlinge
zu uns –
und ich
fürchte mich nicht,
denn –
ich bin
ein „Fremdsein-Romantiker“.
Wenn
ein Pärchen
auf einer Bank
am Meer
von der Zukunft
träumt,
träume ich
von einem
friedlichen Miteinander
verschiedener Kulturen,
trotz
meinem Stolz
ein Eidgenosse
und
ein Habsburger
zu sein,
denn –
ich bin
ein Fremdsein-Romantiker!
Wenn Buchstaben
aneinandergefügt
und Sätze aneinander
gereiht werden,
soll eine Melodie
erklingen.
Es ist die Melodie des Details,
welche die Wegstrecke ausmacht.
Im Schoss
der Mutter
geborgen.
Die Welt
mit ihrem Licht.
Die Sprache
der Kinder
und Blumen.
Von Wörtern
umgeben.
Von Hand
zu Hand.
Aus
dem Nest
entrissen.
Ein
eigenes Nest
bauen.
Nahrung
für Leib
und
Seele sorgen.
Verantwortung
durch
Globalisierung.
Erkenntnis
der Sichtweisen.
Verantwortungsvoll
Geschichte
überlassen.
Wenn
die Wegweiser
fehlen,
ist das Herz
gefragt.
Vor
und nach
naturwissenschaftlicher
Erkenntnis
an einem Schöpfer
festhalten.
Ein gangbarer Weg.
Die Theorie
des Urknalls
ist heute
unumstritten.
Der Weg davor?
Von
Innen
nach Außen
kleidet sich
der Weg
eines Menschen.
In Etappen.
In Wegstrecken.
Hörst Du
die Musik?
einer
unvollendeten
Symphonie.
Und
immer wieder
stehen wir
vor Weggabelungen.
Wer wandert,
erzählt
von
der Welt.
Manchmal
lohnt
es sich
von
asphaltierten Straßen
abzuweichen.
So hört man.
durch
den Wald.
Die Amsel
singt.
suchen.
Gehen.
Orientierung
mit
Herz und Verstand.
am Weg
erleichtern
das Leben.
am Weg
lassen
Menschen
reifen.
singen
von
Durststrecken
eines Weges.
Auf kurzen
und
langen Strecken
ertönen
Wegmelodien.
Als ich
eine junge Frau
zuerst
in die Straßenbahn
einstiegen ließ,
schaute
sie mich
irritiert an.
Eine Erfahrung
in meinem
langen Leben.
Der Weg
eines Landes
als Mahnung
für
kommende Generationen.
„Jeder Mensch
ist ein politisches Wesen.“
Darum dürfen wir
es nicht nur
jenen überlassen,
die dafür
Geld bekommen.
Vom Weg
abgekommen.
Das kann
jedem passieren.
Ein
tolles Gefühl,
wieder
auf dem Weg
zu sein.
schenken,
damit andere
auf dem Weg
bleiben können.
Sich
in die Gemeinschaft
einbringen.
Für den eigenen Weg –
und den der Anderen.
und
ein Weg
kann gelingen.
die
die Haut
berühren –
um
zu neuem Leben
zu erwachen.
Nicht
zur Wahlurne
zu schreiten
heißt,
den demokratischen
Boden (Weg)
zu verlassen.
Ein-
und
ausatmen.
Am Weg.
trägt
es lange.
Dann
ein Schrei –
und Schwupps
ist das Kind
auf seinem
ersten Weg.
Das Leid
in
der Welt.
Ein Kreuzweg
ohne Ende.
Ist einem
der Weg,
wie man
im Volksmund
sagt,
wirklich
in die Wiege
gelegt?
Eigene Wege
zu gehen,
hat nichts
mit Narzissmus
zu tun.
So heißt es
im dritten Vers,
des dritten Kapitels:
„Bereitet
den Weg
des Herrn.“
der Weg
in
das nicht
Erfassbare
mündet ...
Auf dem
letzten Weg
möchte ich
mit den Amseln
singen.
den Wolken
erzählt
der Wald.
Der Mensch
braucht
sein Nest.
Der Vogel
auch.
Der Mensch
sucht
Orientierung.
Es bieten sich
Waldeinkehrtage an.
Wenn
Kinder
Schätze
in der Erde
vergraben,
wird der Wald
zur Schatzinsel.
huscht
noch einmal
über
die Baumwipfeln.
Und der Wald
singt
sein Abendlied.
sieht man
hier selten.
Doch
der Wald
kennt
keine Ausländerfeindlichkeit.
können einem
auf die Nerven
gehen.
An manchen
Tagen
freut man sich
an ihnen.
So wie
der Wald
Schatten
und
Sonnenseiten
kennt.
Vom
jungen Raben
der sich
ein Füßchen
verletzt hat
bis
zum angefahrenen
Rehkitzchen.
Werden
von Jugendlichen
betreut.
Sie schätzen
den Reichtum
am Leben
im Wald.
Den Kopf
damit
einreiben.
Den Waldspinat
im Teller.
