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"Fips und seine Geschwister spielten immer Fangen im abschüssigen Feld, die Gänge zwischen den dicken Maisstangen waren wie gemacht dafür. Sie spielten auch manchmal Verstecken und rutschten auf Maisblättern den Abhang hinunter. Es war einfach ein Traum und das Leben war glücklich und unbeschwert." Jonah, S.57ff.
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Seitenzahl: 95
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Der Einzige, der weiß, wie der Hase läuft, ist er selbst
Die, die den Wald beschützten
Der kleine Bauernjunge
Eine magische Waldnacht
Mayas magischer Sommertag
Das komische Osterfest
Das Osterhasenland
Thalia
Der Traum
Fips, der beste große Bruder
Ferienabenteuer im Wald
Das verlassene Waldhaus
Das Geheimnis des Waldes
Der geheimnisvolle Tunnel
Die Osterhasenmanufaktur
Das Abenteuer im Wald
Ein Wunder
Der Campingausflug im Wald
Die Osternacht
Die vier Freunde
Luca verwirrt im Wald
Winter Wonderland
Als es schon langsam wärmer wurde - kurz vor Ostern - spielten das Lämmchen Lara und der Hase Ohs zusammen auf der Wiese fangen. „Haha, fang mich doch! Du kriegst mich sicher nicht!“, lachte das Lämmchen und lief vergnügt über die Wiese. „Warte mal! Ich merke, du bist viel zu schnell. Ich komme nicht hinterher“, keuchte Ohs. „Langsam bekomme ich das Gefühl, ich weiß besser wie der Hase läuft als du, der Hase“, witzelte Lara und lachte. „Kann gar nicht sein, du bist schließlich ein Lämmchen und läufst auch wie eins. Du kannst gar nicht laufen wie ein Hase“, fiel Ohs auf. „Ne, jedes Tier läuft gleich. Außerdem vergrößern wir das Spielfeld, der Wald zählt ab jetzt mit!“, beschloss das Lämmchen und rannte mutig in den Wald. Erschrocken rief Ohs: „Warte mal, wir haben ganz klar gesagt, dass der Wald nicht zählt.“ Doch Lara hörte ihn nicht und lief entspannt davon.
„Was soll denn schon passieren?“, dachte sie sich und lief immer tiefer und tiefer in den Wald hinein. Plötzlich hörte sie ein Tapsen hinter sich und drehte sich ganz langsam um. Sie sah… einen Wolf! Nein schlimmer noch, sie sah mehrere Wölfe. Alle hatten sie ein silbernes Fell und pechschwarze Augen.
„Jetzt bist du dran“, flüsterte der Wolf böse, der ganz vorne stand.
„HILFE! HILFE!“, rief Lara verzweifelt. Der Wolf mit dem silbernen Fell unterbrach sie: „Spar dir deine Hilferufe. Hier hört dich eh niemand.“ „Da hast du bestimmt Recht“, stimmte das arme Lämmchen zu.
Plötzlich ertönte eine Stimme neben ihr: „Vielleicht irrt er sich aber auch.“ „Ohs? Wo kommst du denn jetzt her?“, fragte Lara überrascht. „Keine Zeit für Fragen. Lauf! Ich gebe dir Rückendeckung!“, forderte Ohs sie auf und begann vor den Wölfen herumzuspringen. So tat Lara es auch gleich und rannte um ihr Leben, an den von Ohs Gehopse abgelenkten Wölfen vorbei, wieder zurück auf die Wiese. Als Lara nicht mehr zu sehen war, machte sich auch Ohs schnellstens wieder auf den Heimweg.
Als er auf der Wiese angekommen war, lief ihm Lara gleich entgegen. „Sag mal Ohs, ich dachte, du kannst nicht so schnell und flink hoppeln. Wie hast du dir denn diese Fähigkeit plötzlich aus dem Hut gezaubert?“, fragte das Lämmchen überrascht.
„Tja, der Einzige, der weiß, wie der Hase läuft, ist eben doch der Hase selbst“, antwortete Ohs stolz.
Eines Tages in einem Wald in einem Holzhäuschen lebte ein junger Mann. Ethan, hieß er. Er liebte das Putzen, das Kochen und das Backen. Ihm ging es gut. Er hatte als Freunde die Waldtiere. Aber auch Luber und Luce. Luber ist hälfte Waschbär und lebt unter einem Baum neben Ethans Haus. Sie hat einen flauschigen Schwanz und Ohren. Dann gibt es Luce, ein Elf mit Stolz. Wenn sie kämpft, dann mit Pfeil und Bogen. Luce redet nicht so viel wie Luber. Sie sind Freunde, obwohl sie totale Gegenteile sind. Als Ethan gerade nach dem Putzen einen Spaziergang machen will, sieht er Luber, die panisch hin und her rannte. „Ist alles okay?“, erschrak er und rannte zu ihr hin. „Nein!“, meinte sie und wollte sich beruhigen. „Aber was ist denn überhaupt passiert?“, versuchte Ethan sie zu beruhigen. Als dann plötzlich Luce auftaucht. „Der Wald ist in Gefahr!“, ruft sie ein bisschen lauter. „Vor wem? Wer auch immer das ist, den werde ich fertig machen!", versicherte Ethan selbstbewusst. „Nicht so schnell! Ist dir bewusst, wie gefährlich das sein kann!", unterbrach sie ihn, bevor er noch mehr solcher Sprüche benutzt. Es wurde still, denn sie hörten eine Stimme aus dem Busch. „Habt ihr das auch gehört?", flüsterte Luce mit leiser Stimme. Luber war still, weil sie verunsichert war, was eigentlich gerade los ist. Sie lauschten. „Unsere Arbeiter machen sich fertig für den Angriff!", meinte eine tiefe Stimme. „Das kann Ich nicht zulassen!", ertönte eine sehr leise, aber angenehme Stimme. „Aber der König befahl mir und den anderen, aus diesem Wald ein erweitertes Königreich zu machen", antwortete die tiefe Stimme. Ethan konnte nicht länger zuhören, wie sie den Untergang des Waldes planen und kam hinter dem Busch hervor. „Was ihr auch macht, ich werde euch aufhalten!", ertönte Ethan mit ernster Stimme. Luce war verzweifelt mit seinen selbstbewussten Sprüchen, damit er sich nicht überschätzt. Sie denkt sich aber im Kopf: „Er ist stark und kann vieles selbst erledigen, aber wir wollen ihn nicht verlieren." Die königlich bekleidete Person, die keine tiefe Stimme hat, fing an zu lachen. „Was ist jetzt lustig, königliche Person? Lasst den Wald in Ruhe!", äußerte Ethan sich deutlich. „Ich heiße Cassain, schmeichelnd, dass du so mit mir redest, junger Mann. Übrigens wenn schon so, dann Königliche Hoheit, nicht königliche Person!", ignorierte Cassain seine Frage. „Eure Hoheit! Es tut mir leid, aber ich kann nicht zulassen, dass etwas dem Wald passiert", entschuldigte Ethan sich. Die Person mit der tiefen Stimme ist anscheinend einer der vielen Arbeiter. „Eure königliche Hoheit, ich muss weitermachen, aber Sie kann ich nicht zurücklassen!", besorgte sich der Arbeiter. „Die Waldabholzung sollte heute noch beginnen!", meinte der Arbeiter sofort danach. Luce und Luber haben in der Zeit einen Plan geschmiedet, wie sie am besten den Wald beschützen können. Der Arbeiter ist gegangen, weil es ihm Cassain befohlen hatte. Cassain ist auch einfach gegangen, obwohl Ethan so viele Fragen hatte. Als er Luber und Luce gefunden hat, erzählten sie ihm den Plan. Ethan verstand sofort, was sie machen wollen, aber der Plan ist sehr riskant und muss auch sofort losgehen, weil die Maschinen schon angeschaltet werden. So lautet der Plan: Ethan lockt die Arbeiter aus den vielen Wagen. Luber greift die Wagen an und beschädigt sie. Luce greift die Arbeiter vom Baum mit Pfeil und Bogen an. Ethan soll dann in der Zeit Cassain finden und ihn ablenken und die Arbeiter abhalten, den König zu informieren. Also schleicht Ethan sich rein in das Schloss. Wie geplant lockt Ethan die Arbeiter aus ihren Wagen, indem er laute Geräusche macht. Luber fängt an, mit ihren Krallen die Wägen zu beschädigen, so dass sie nicht weiter fahren können. Luce klettert auf den Baum und schießt. Es sind nur Einschlaf-Pulver, aber es wirkt! So schlafen sie bis zum nächsten Jahr. Ethan hat Cassain zufällig am Eingang des Schlosses gefunden und fragt: „Hey Cassain! Ich bin froh dich zu treffen, könnte ich mit ins Schloss? Ich will dir etwas Privates sagen! Kann ich?" „Oh, ähm. Ok, aber nur, weil es du bist. Ich bitte um Ruhe drinnen", antwortet Cassain nervös. Ethan denkt sich: „Ich muss was für ihn bedeuten, dass er mich einfach so mit ins Schloss lässt. Ich dachte, das würde nie klappen." Sie gingen rein und Ethan erledigte seine Aufgabe mit einem schlechten Gewissen. Denn er mochte Cassain sehr, er traute sich aber nicht, ihn zu fragen, ob sie Freunde sein können. Er fühlt sich so wie im Kindergarten, dass er nicht zu fragen traut. Als Ethan spät das Schloss verlässt, rannte er so schnell wie möglich zu den anderen. Luber dreht sich und springt hoch, um sich in einen Waschbären zu verwandeln und sich die Schlüssel zu schnappen. Alle Tiere sind fliegend weggerannt vom Angriff, denn natürlich wehren sich die Arbeiter auch. Luber ist verletzt worden, aber ihr geht es gut. Voller Aufregung ging der Kampf bis Mitternacht. Es dauerte doch nicht lange, bis der König davon doch erfährt. Er blieb still, weil er wusste, dass da irgendwas ist, was stärker als seine Kämpfer ist. Cassain darf nicht raus, aber er hatte schon eine Ahnung, was da gerade passiert. Der König hat mit einer Niederlage gerechnet und blieb sturr. Cassain beschließt sich rauszuschleichen, um zu sehen, was los ist und ob es Ethan gut geht. Angekommen sah er all die Wachen, die Kämpfer und die Arbeiter am Boden. Er wusste nicht, was los war, außer die gescheiterte Waldabholzung. Er sah einen Waschbären, einen Elfen und Ethan. Ihm ging es nicht gut wegen der Beschädigungen. Den Kampf haben sie gewonnen, aber nicht ohne Kratzer. Er sah auch all die kaputten Wagen. Der eine Schlüssel des Königreiches ist auch weg. Das wichtigste für ihn war, dass es den anderen gut ging. Luber verwandelt sich wieder zurück und legt sich erschöpft hin. Luce stieg vom Baum, während Cassain panisch über die Wunden jammerte. „Ist alles okay bei euch? Ich habe Bandagen", stürmte sie zu Luber und Ethan. Bevor sie die Bandagen umlegte, sprach sie einen Zauber, damit die Wunden verschwinden. „Geh mit dem Wind. Tanz mit der Sonne. Leide nicht", sprach sie und nahm den ganzen Schmerz auf sich. Cassain wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Für die Jungs war das neu, aber Luber eine vertraute Freundin in den Augen von Luce weiß genau was sie gemacht hat und wieso. Es ist ein Geheimnis, das nur die Elfen und Luber aufbewahren. Das heißt Vertrauen und Liebe. Sie kehrten mit dem Sieg nach Hause und wussten, dass der Wald nicht mehr angegriffen wird. Als Cassain zum Schloss zurückkehrte, erwartete sein Vater (der König) ihn schon. „Hast du dich mit ihnen verbündet?“, sagt sein Vater mit ernstem Ton. Cassain hat den Plan belauscht und wollte den Wald schließlich auch retten. Ihm bleibt keine weitere Möglichkeit, denn er kann schlecht Lügen, also erzählt er die Wahrheit. Danach hat sein Vater überraschenderweise respektvoll reagiert. „Mein Sohn, danke für deine Ehrlichkeit. Wenn du willst, kannst du deine Freunde ab jetzt immer besuchen, aber pass bitte auf dich auf", beschloss Cassains Vater. Cassain fand keine weiteren Worte und umarmte seinen Vater. „Danke!“, bedankt sich Cassain mit Liebe und Freude. „Du bist der, der den Wald beschützt oder nicht?", fügt der König hinzu. „Wir!“, sagt Cassain noch bevor er schlafen geht. Am nächsten Tag am Nachmittag ging Cassain in den Wald zu Ethans Häuschen. Er hatte einen Korb als Geschenk mit frischen Früchten und Brot. Er klopft und Ethan öffnet die Tür. „Hallo! Es ist schönes Wetter und vielleicht willst du mit mir spazieren gehen?", begrüßte Cassain Ethan herzlich. Ethan konnte nur ja sagen und sie gehen für eine lange Runde raus. Als sie einen schönen Platz zum Sitzen finden, setzen sie sich hin und Cassain fragt, nachdem er Ethan das Geschenk gibt: „Sollen wir Freunde sein?" „Ja, sogar beste Freunde! Ich habe auch etwas für dich!", antwortet Ethan und übergibt eine wunderschöne bunte Blumenkrone. Cassain setzt sie auf und sagt froh: „Nenne mich Cassi, es ist ein Spitzname!" „Okay, Cassi, gefällt dir die Blumenkrone?", fragt Ethan neugierig. „Ja, sogar sehr", antwortet Cassain. Er schaute die Blumenkrone an und wurde leicht rot im Gesicht. Ethan bemerkte das und freute sich, dass es ihm gefällt. „Danke für den Korb!“, bedankt Ethan sich mit einem warmen Lächeln. Sie haben nicht bemerkt, dass Luber und Luce die beiden vom Baum her ausspioniert haben. Viele Jahre vergingen zusammen und alle lebten glücklich bis an ihr Lebensende.
