Gärtnern für intelligente Faule von A bis Z - Karl Ploberger - E-Book

Gärtnern für intelligente Faule von A bis Z E-Book

Karl Ploberger

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Beschreibung

Karl Ploberger ist der Biogärtner Österreichs und seit 2006 auch Moderator der Fernsehsendung "Natur im Garten". Mit seinem Bestseller "Der Garten für intelligente Faule" wurde er über die Grenze hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Gartenreisen nach England, Vorträge, Radiosendungen, die Moderation von "Willkommen Österreich" und sein stetes Engagement, alle Menschen vom "Garteln" zu überzeugen, haben ihn zum grünen Liebling der Nation werden lassen. In hunderten Vorträgen beantwortet der Autor seit Jahren die vielen Fragen der Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen. Kurz und prägnant ist dabei die Devise, gilt es doch, möglichst nichts unbeantwortet zu lassen – manchmal wird ihm nur mehr ein Stichwort zugerufen. In seinem neuen Werk reiht er seine Antworten von A bis Z, von der "Aussaat" bis zum "Zurücklehnen", und wählt dabei genau jene Begriffe aus, nach denen er am häufigsten gefragt wurde. Er widmet sich besonders ausführlich den Themen Schädlinge und Krankheiten sowie dem Nutzgarten mit Kräutern, Gemüse und Obst und gibt neben vielen praktischen Ratschlägen auch zahlreiche aktuelle Sortenempfehlungen. Auflockernd streut er dabei die Naschtipps seiner Frau Ulli ein, die als Geheimtipps gewertet werden können. Der Garten endet bei Plobergers eben nicht vor der Küchentüre.

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Beliebtheit




Karl Ploberger

 

 

Gärtnern für intelligente Faule

von A bis Z

Vorwort

Kurz und bündig das Wichtigste!

 

…von A bis Z! Klingt fast ein wenig wie in der Schule. Ist es aber ganz und gar nicht. Das Gartenbuch für intelligente Faule „von A bis Z“, also von „Aussaat“ bis „Zurücklehnen“, ist die logische Ergänzung zu meinen bisherigen Büchern. Eigentlich wurde es ja von den vielen Gärtnerinnen und Gärtnern geschrieben, die mir Tag für Tag E-Mails mit Fragen zu ihren Gartenproblemen schicken. Beim Beantworten ist Kürze gefragt – genauso wie bei den hunderten Fragestunden nach meinen Vorträgen – oft sind es nur noch Stichworte, die mir zugerufen werden, mit der Bitte um Antwort.

Dieses Buch enthält – freilich ganz und gar nicht vollständig – die wichtigsten Begriffe, Schädlinge, Krankheiten, Pflanzen und Problemstellungen im Garten und auf dem Balkon. Kurz und bündig ist das Wichtigste beschrieben.

Bei manchen Begriffen könnte man ganze Bücher füllen – ich denke da nur an die Rosen, Kräuter oder Obstbäume. Dennoch habe ich versucht, auch bei komplexeren Fragestellungen in Kürze das Wesentliche zu beschreiben, sodass nicht viel Zeit beim Lesen verloren geht und mehr Zeit für den Garten bleibt. Oder – für den richtig intelligenten Faulen – mehr Zeit zum Erholen im Garten.

 

Ergänzt wurden Ratschläge und Erläuterungen mit Naschtipps, die mir meine Frau Ulli „zugerufen“ hat – damit die Lust am Garteln nicht an der Küchentür endet.

 

In diesem Sinne hoffe ich, dass alle Ihre Gartenprobleme gelöst werden können und wünsche Ihnen viel Spaß beim Garteln!

 

Karl Ploberger

 

Fragen beantworte ich gerne auf meiner Homepage www.biogaertner.at. Allerdings entschuldige ich mich schon jetzt – manchmal ist der Ansturm so groß, dass ich nicht alle Fragen zeitgerecht bearbeiten kann. Daher noch ein Tipp: www.naturimgarten.at.

 

A

In einem flachen Anzuchtkasten aussäen und mit einer Glasplatte abdecken.

Sobald die ersten Saatkörner keimen, muss öfter gelüftet werden.

Sind die Pflänzchen 1 cm groß, wird in größere Töpfe vereinzelt.

Aussaat

Bei der Aussaat im Zimmer, die meist Ende Februar, Anfang März erfolgt, wählen Sie als Erde entweder eine fertige Spezialaussaaterde aus dem Sack oder eine reife, gut abgelagerte Komposterde, die mit Sand und magerer Gartenerde gemischt wird. Letztere müssen Sie bei 80 °C im Backrohr (in einem alten Kochtopf mit Deckel) sterilisieren (etwa 30 Minuten – Vorsicht, die Erde wird sehr heiß, verwenden Sie nur einen Topf ohne Plastik oder mit Holzgriff!).

Vorgezogen werden sollten: Tomaten, Paprika, Sellerie aber auch Blumen wie Löwenmaul, Tagetes u. a.

 

Aufzucht unter Glas

In flachen Schalen wird ausgesät und mit einer Glasplatte abgedeckt. Gleichmäßig feucht halten. Bei Auflaufen der ersten Saatkörner öfters lüften und darauf achten, dass die Schale möglichst hell steht. Sind die Pflänzchen 1 cm groß, wird in größere Töpfe vereinzelt. Dazu kann nun schon normale Blumenerde verwendet werden. Ab Mitte April werden die Schalen an sonnigen Tagen bereits zum Abhärten ins Freie gestellt. Passen Sie aber auf, dass die Sonne die Saat nicht verbrennt! Je nach Pflanzenart wird dann direkt an den endgültigen Platz gesetzt.

 

Aussaat ins Freie

Direkt ins Freie erfolgt die Aussaat ab Ende März, Anfang April. Beachten Sie aber immer die genauen Hinweise für die jeweiligen Arten. Säen Sie immer erst dann, wenn sich das Erdreich erwärmt hat. Niemals zu tief säen. Damit die Erde nicht austrocknet und weiter erwärmt wird, legen Sie ein Vlies auf, das mit Steinen seitlich beschwert wird. Zwischen den Saatreihen später mulchen (z. B. mit Grasschnitt oder Brennnesselblättern).

Manche Samen sind Lichtkeimer – sie benötigen Licht, um mit dem Wachstum zu beginnen. Bekanntester Lichtkeimer ist das Basilikum; zu den Dunkelkeimern gehören die Alpenveilchen.

 

Schutz für Jungpflanzen

Beginnen die Pflanzen zu wachsen, kann das luft- und wasserdurchlässige Vlies als Schutz liegen bleiben. Achten Sie allerdings immer darauf, dass das Gewebe locker auf den Blättern liegt. Bewährt hat sich auch, in den ersten Tagen nasses Zeitungspapier aufzulegen, allerdings nicht einlagig, sondern gleich ganze Zeitungen. Vorsicht: Spätestens beim ersten Keimen von Saatgut müssen die Zeitungen entfernt werden.

 

Algen

Wer immer einen Teich (meist als Biotop bezeichnet) sein eigen nennt, wird irgendwann mit diesen Pflanzen in Kontakt kommen. Meist sind sie nicht willkommen, da sie doch das Badevergnügen im Schwimmteich stören oder den Blick auf Kaulquappen und Molche trüben.

Dabei sind von den 80.000 bekannten (und 400.000 geschätzten) Algenarten viele sogar als Nahrungsmittel in Verwendung oder könnten in Zukunft auch als Energielieferant dienen.

 

Gründe für (unerwünschte) Algenbildung

• zu starke Erwärmung des Wassers bei zu hohem Nährstoffgehalt

• Fische im Teich, wie Koi oder Goldfische, vor allem dann, wenn zugefüttert wird

• zu geringe Anzahl an Wasserpflanzen

• zu große Mengen an Oberflächenwasser, das Nährstoffe einspült, wenn bei einem Gewitterregen Humus von einer Rasenfläche oder von Beeten eingeschwemmt wird

• Wasserpumpen am Teichboden, die das nährstoffreiche Wasser über Wasserspiele oder Bachläufe nach oben transportieren und damit die Algen „düngen“

• Teich wurde abgelassen und „gereinigt“ – eine Todsünde, denn auf jedem Stein sitzen Millionen von Mikroorganismen, die das Wasser säubern.

 

Wichtigste Maßnahmen zur Bekämpfung

• beim Anlegen – tief genug ausgraben

• keine nährstoffreiche Erde als Pflanzboden

• kein Standort in voller Sonne – teilweise Schatten durch Wasserpflanzen (Seerosenblätter) ist ideal

• mindestens 1/3 der Teichfläche sollten Pflanzen sein

• keinesfalls Fische – und wenn, auf keinen Fall füttern

• keine Panik bei Algenwuchs im Frühjahr – abfischen und Geduld, denn sind genug Pflanzen da, löst sich das Problem nach wenigen Tagen.

 

Ameise

Ameisen sind weder Schädlinge noch Nützlinge, Ameisen sind „Lästlinge“ – wenn wir Menschen schon so gerne in Gut und Böse unterteilen wollen. Im Prinzip stören sie im Garten nicht so sehr, es sei denn, sie beginnen ihre Blattlauskulturen auf den Bäumen zu verteilen. Daher werden Ameisen nur dann lästig, wenn sie in Unmengen auftreten. Meist genügt es, den ärgsten Befall zu stoppen, wenn man einen Ton Blumentopf (darunter wird es nicht so heiß) über einen Ameisenbau stülpt. Nach einigen Tagen ist das Nest darin errichtet und kann mit einer Schaufel abgesiedelt werden. Auf Wegen reicht es, sie mit kochend heißem Wasser zu übergießen – eine Maßnahme, die allerdings nur in den allerschlimmsten Situationen notwendig ist. Im Haus helfen übrigens – auf den Ameisenstraßen aufgelegt – Tomatenblätter, Backpulver und halbe Zitronen, die schon ein wenig angefault sind. Pyrethrumfallen haben sich ebenfalls bewährt.

 

Ameisen bauen meist sehr rasch unter dem Schutz eines Topfes ein Nest, das abgesiedelt werden kann.

 

Apfel

„Und wüsste ich, dass die Welt morgen untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

MARTIN LUTHER

 

Obstbäume zu pflanzen ist wieder „in“. Nicht zur Vollversorgung mit Vitaminen, sondern um zu sehen, wie sie wachsen. Und selbst wenn nur ein Apfel (Malus) geerntet werden kann, ist es schon ein Fest. Kleine Gärten verlangen freilich die passenden Sorten, daher sind die Ballerinas (>> Balkon) – die Säulenäpfel – bestens für Reihenhaus – oder sogar Terrassengärten geeignet. Auch bei den Sorten heißt es aufpassen – manche, die man aus der Obstabteilung des Supermarktes kennt, sind extrem empfindlich und nur mit viel Aufwand am Leben zu erhalten. Für den Hausgarten gelten jedoch andere Regeln.

Geschnitten werden Apfelbäume entweder im Spätwinter oder Sommer. Bei stark wachsenden Bäumen ist der Sommer zu bevorzugen. Niemals mehr als 1/3 der Äste herausschneiden. Waagrechte Äste belassen, stark aufwärts wachsende Triebe einkürzen oder nach unten binden – dann bilden sich Blüten und das Blattwachstum wird reduziert.

 

Reife Äpfel sind selbst roh leicht verdaulich und ihre Heilwirkung ist vielfältig – Apfelbäume werden schon lange als „Apotheke Gottes“ verehrt.

 

Plobergers Sortentipp

Frühäpfel – können im Sommer schon gegessen werden: Klarapfel – etwas anfällig für Obstbaumkrebs, Vista Bella und die neuere Sorte Retina

Herbstäpfel –zum Verspeisen ab etwa Oktober: Geheimrat Dr. Oldenburg, Spartan – zwar klein, aber besonders schmackhaft

Winteräpfel –können bei idealen Lagerbedingungen bis ins Frühjahr gegessen werden: Freiherr v. Berlepsch, Kronprinz Rudolf – beide sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und die neueren Sorten Florina (gut lagerfähig) und Rewena.

 

Apfelgelee

Die entkernten und geviertelten Äpfel – ideal ist Fallobst – in wenig Wasser dünsten und über Nacht durch ein Leinentuch tropfen lassen. Den Saft mit Gelierzucker aufkochen, bis er geliert. Noch heiß in Gläser abfüllen und dunkel aufbewahren.

 

 

Aprikose >> Marillen

 

B

Bach

So klein kann ein Garten gar nicht sein, dass nicht irgendwo ein künstliches Bächlein Platz finden würde. Selbst in Reihenhausgärten gluckst es oft romantisch. Grundprinzip eines Baches ist es, einen Höhenunterschied zu überwinden – von wenigen Zentimetern bis zum Mini-Wasserfall.

Als Faustregel gilt: Je geringer das Gefälle, desto weniger Leistung (und damit Strom) benötigt die Pumpe – daher sind kleine „Wiesenbächlein“, die sich ganz flach durch einen Rasen schlängeln, am günstigsten. Sie eignen sich auch am besten für einen Solarantrieb, also eine Pumpe, die über eine Photovoltaik-Anlage betrieben wird.

Will man jedoch einen Bach mit einem Wasserfall, dann benötigt man große Pumpleistungen, die meist nur mit einem Netzstromanschluss erreicht werden. Ein solcher Wasserfall liefert freilich eine beruhigende Geräuschkulisse, verbraucht aber auch relativ viel Wasser, da durch wegspritzende Tropfen viel Flüssigkeit verloren geht.

So lässt sich ein Bach auch im Handumdrehen bauen: Oben, da ist die Quelle – ein hinter Steinen versteckter Schlauch. Dann kommt das Bachbett – ein mit Folie und Steinen ausgelegtes Gerinne. Und am Ende entweder ein kleiner Teich oder ein vergrabener Wasserbehälter – z. B. ein Plastikregenfass –, in den der Bach mündet. Versteckt unter einem Gitter, das dicht mit Steinen belegt wurde. In dem Fass befindet sich auch die Pumpe und die möglichst automatische Wassernachfüllung (wie beim Spülkasten einer Toilette), sodass es nicht zum Trockenlaufen der Pumpe kommt. Und dann heißt es: „Wasser, marsch!“ In den ersten Monaten sieht so ein Bach noch kahl und leer aus, doch schon bald wachsen Wildkräuter an den Rändern. Brunnenkresse, die als Same bei der „Quelle“ eingestreut wird, gedeiht in allen Ritzen und sorgt für frisches Grün.

 

Ein Bachlauf bereichert jeden Hanggarten und lässt sich ohne allzu große Mühe selbst bauen.

 

Bachlauf ist kein Saubermacher

Bachläufe können auch bei großen Teichanlagen eingeplant werden. Man sollte aber bedenken, dass ein künstliches Gerinne zwei große Nachteile hat. Erstens wird das Wasser im Sommer stark erwärmt und zweitens Kohlendioxid „herausgesprudelt“.

 

Balkon

Der Balkon ist der Garten des Städters, aber freilich nicht ausschließlich. Balkone und Terrassen sind Grünoasen für viele – oft auch für Gartenbesitzer. Gerade im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst sind Mußestunden auf dem Balkon besonders schön.

Solche Gärten in luftiger Höhe kennen eigentlich keine Beschränkungen: Ob Gemüse, Obst oder Blumen, der Traum des Südens oder ein kleiner Wassergarten. Alles ist möglich.

Achten Sie beim Planen und Errichten nur auf die statischen Gegebenheiten. Man würde oft nicht glauben, wie schnell große Gewichtsmengen zusammenkommen – vor allem die Schneebelastung im Winter ist nicht zu unterschätzen.

 

Ein sonniger Platz ist für Balkonblumen ideal. Es gibt aber auch viele, die im Schatten gedeihen.

 

Gemüse und Kräuter

Als Gemüse empfehle ich vor allem Tomaten – im Topf (Durchmesser mind. 40 cm) gezogen wachsen sie besonders gut. Man verwendet die im Handel erhältliche Bio-Fertigerde, die noch mit Hornspänen oder einem anderen organischen Dünger aufgedüngt wird. Balkon tauglich sind auch Gurken und Kletternde Zucchini, die besonders Platz sparend sind.

Kräuter sind ideal für die exponierte Lage auf dem Balkon. Hier sollten Sie die Fertigerde aber unbedingt mit Sand, Splitt und/oder Tongranulat mischen, damit ein möglichst durchlässiges Substrat entsteht. Meine Empfehlung: Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel, Rosmarin, Thymian und Oregano.

 

Obst

Am besten bewährt hat sich das so genannte Säulenobst: Ballerina. Hier gibt es mittlerweile einige Sorten, die zwar im Geschmack nicht an die herkömmlichen Gartensorten herankommen, aber recht gut im Topf gedeihen.

Ideal für den Topf sind auch Naschfrüchte wie Himbeeren (Herbstsorte 'Autumn Bliss') oder Brombeeren ('Navaho') und Heidelbeeren ('Blue Crop') – bei letzteren unbedingt ein kalkfreies Substrat verwenden, dann wachsen die Heidelbeeren fast von selbst.

 

Plobergers Sortentipp

Tomaten–Diplom (auch als Biosaatgut erhältlich), HarzfeuerGurke–Printo, Sudica, TanjaZucchini–Black Forest – kletternde Sorte, Gold Rush – mit gelben Früchten

 

Blumen

Die Auswahl an Balkonblumen ist enorm – einige halten sich seit vielen Jahr(zehnt)en. Dazu zählen die Favoriten für bequemes Gärtnern: die Pelargonien. Landläufig wird die Pelargonie als „Geranie“ bezeichnet. Wuchsformen und Blütenfarben sind schier endlos. Ob die typischen Hänge-Pelargonien oder die in den letzten Jahren so beliebt gewordenen Duft-Pelargonien – alle haben eine Vorliebe: Sie lieben vollsonnige Standorte und gut durchlässige Erde. Gar nicht anfreunden können sich die meisten Geranien mit einem Standort im Regen. Duftpelargonien sind wahre Multitalente. Sie wehren Mücken ab, lassen sich mit ihrem Rosen-, Zitronen-, Orangen- oder gar Kokosduft für Süßspeisen verwenden und sie sind echte Sammelobjekte. Es gibt mehrere tausend Sorten!

Besonders pflegeleichte und anspruchslose Blumen für den Balkon sind Kapuzinerkresse, Ziersalbei, Goldmarie und die Schwarzäugige Susanne.

 

Winterschutz

Besonders wichtig ist der Winterschutz für Töpfe im Freien. Hier haben sich Styroporplatten bewährt, auf die man die Töpfe stellt und Polsterfolien, in die sie verpackt werden. Aber aufpassen: Das Wasser muss gut ablaufen können und auch im Winter muss gegossen werden – vor allem die Immergrünen wie Buchs oder Nadelgehölze. Aber auch alle anderen Pflanzen müssen ab und zu an frostfreien Tagen gewässert werden. Die meisten Pflanzen erfrieren zu dieser Jahreszeit nicht, sondern vertrocknen.

 

Dünger für Balkonblumen

Nicht vergessen auf Dauerdünger – Hornspäne und/oder mineralische Langzeitdünger sowie Qualitätspflanzerde. In der Wachstumszeit benötigen fast alle Balkonblumen ausreichend Wasser und regelmäßig Dünger.

 

Bärlauch

Der „Wilde Knoblauch“ (Allium ursinum) ist das typische Frühjahrskraut. Normalerweise findet man dieses Wildkraut im Schatten unter Laubbäumen in Wäldern oder Parks. Besonders humusreich und feucht sollte die Erde sein, dann vermehrt sich der Bärlauch gewaltig. Nicht nur durch kleine Brutzwiebeln, sondern auch durch Samen. Nach dem Abblühen bilden sich in den Fruchtständen kleine schwarze Samenkörner, die im nächsten Frühjahr bereitwillig keimen.

Bärlauch enthält viele Vitamine und kann im Garten einfach angesiedelt werden: Entweder man besorgt sich Pflanzen in einer Kräutergärtnerei oder man gräbt – nach Rückfrage beim Waldbesitzer – einige Bärlauchpflanzen samt Zwiebeln aus.

 

Ein Frühlingsbote mit Würze: Bärlauch wächst dort, wo der Boden humusreich und feucht ist.

 

Achtung!

Setzen Sie den Bärlauch niemals in die Nähe von Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen. Die Blätter dieser beiden Pflanzen sind manchmal zum Verwechseln ähnlich und können tödlich sein. Also größte Vorsicht!

 

Bärlauch – für ein ganzes Jahr!

Bärlauch lässt sich im Dörrgerät oder im Backrohr bei geringer Hitze gut trocknen. So bleibt ein Teil des Aromas vorhanden. Die getrockneten Blätter können in einem Schraubglas aufbewahrt das ganze Jahr über als Würze für Suppen, Aufstriche oder Salate verwendet werden.

 

Basilikum

Es ist das Würzkraut der Italiener und gehört auch in unseren Breiten zu den Lieblingskräutern. Echtes Basilikum (Ocimum basilicum) wächst nur dann, wenn es warm und in voller Sonne steht. Am besten, man pflanzt es in Töpfe und stellt es vor Regen geschützt auf die Fensterbank. Es gibt unterschiedliche Sorten: Ob rotblättrig, kleinblättrig oder traditionell großblättrig – alle benötigen wöchentlich einen organischen Flüssigdünger.

 

Staunässe vermeiden

Bei längeren Regenperioden darauf achten, dass im Untersetzer kein Wasser stehen bleibt. Beim Gießen verhindern, dass die Blätter nass werden. Basilikum wächst bei mir immer in einem Tontopf. Damit ist die Gefahr von Staunässe geringer als im Plastiktopf. In die Erde mische ich viel Quarzsand und Tongranulat, um den Boden durchlässig zu machen.

 

Basilikum-Vielfalt

Basilikum gibt es in vielen Geschmacksrichtungen, vom Zimt-Basilikum bis zum Zitronen-Basilikum.

Etwas wirklich Besonderes ist das Strauch-Basilikum. Es ist robuster und kann auch im Zimmer überwintert werden. Außerdem sind die Blüten äußerst dekorativ.

 

Basilikum liebt Wärme. Selbst das kleinblättrige, robustere Basilikum sollte im Topf gezogen werden.

 

Obst mit Basilikum

Für Desserts bestens geeignet ist das Zitronenbasilikum: Im Obstsalat entfaltet es ein einzigartiges Aroma. Wichtig ist, dass man die Früchte zusammen mit den klein geschnittenen Basilikumblättern mit Zitronensaft mariniert und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lässt.

 

Bäume

Man sieht den Wald vor Bäumen nicht – so gewaltig ist die Auswahl, und doch werden immer nur einige wenige Bäume in unseren Gärten verwendet. Daher hier einige der Favoriten, die für Gärten von besonderem Interesse sind:

 

• Eschen-Ahorn(Acer negundo) – Sorte 'Flamingo', mit herrlicher Blattzeichnung

• Zimt-Ahorn(Acer grisseum) – mit interessanter Rinde

• Taschentuchbaum(Davidia involucrata) – mit Blüten, die wie Taschentücher auf dem Baum hängen

• Ginkgo(Ginkgo biloba) – der Laubbaum, den es auch in kleinen Wuchsformen gibt

• Lebkuchenbaum(Cercidiphyllumjaponicum) – der Baum, der im Herbst beim Blattfall nach Lebkuchen duftet

• Judasbaum(Cercis) – seine Blüten sitzen direkt am Stamm oder an den Ästen

• Tulpenbaum(Liriodendron)