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Mal ganz ehrlich: Wann und wo hat man heutzutage noch Zeit für sich, ohne abgelenkt zu sein? Lediglich ein Ort hat es geschafft, von Smartphone und Fernseher befreit zu bleiben: die Dusche. Und was an philosophischen, skurrilen und lustigen Gedanken herauskommt, wenn das warme Wasser auf uns plätschert, versammelt dieses Buch: Wenn die Welt aus Duplikaten meiner selbst bestünde, wäre sie dann für mich perfekt? Man merkt erst, wie viele Menschen man nicht leiden kann, wenn man einen Namen für sein Kind sucht. «Sie hören von meinem Anwalt» ist das Erwachsene «Das sag ich meiner Mama». Wenn Partnervermittlungen langfristig Erfolg hätten, gingen sie pleite. Theoretisch erhöht ein Tattoo dein Gewicht.
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Seitenzahl: 52
Veröffentlichungsjahr: 2015
Thomas Raab (Hg.)
Verrückte Ideen, geniale Einfälle und philosophische Einsichten
Mal ganz ehrlich: Wann und wo hat man heutzutage noch Zeit für sich, ohne abgelenkt zu sein? Lediglich ein Ort hat es geschafft, von Smartphone und Fernseher befreit zu bleiben: die Dusche. Und was an philosophischen, skurrilen und lustigen Gedanken herauskommt, wenn das warme Wasser auf uns plätschert, versammelt dieses Buch: <br/>
Wenn die Welt aus Duplikaten meiner selbst bestünde, wäre sie dann für mich perfekt? <br/> Man merkt erst, wie viele Menschen man nicht leiden kann, wenn man einen Namen für sein Kind sucht. <br/> «Sie hören von meinem Anwalt» ist das Erwachsene «Das sag ich meiner Mama». <br/> Wenn Partnervermittlungen langfristig Erfolg hätten, gingen sie pleite. <br/> Theoretisch erhöht ein Tattoo dein Gewicht.
Veröffentlicht im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, November 2015
Copyright © 2015 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg
Umschlaggestaltung ZERO Werbeagentur, München, unter der Verwendung einer Illustration von Thomas Raab
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ISBN 978-3-644-54891-6
Schrift Droid Serif Copyright © 2007 by Google Corporation
Schrift Open Sans Copyright © by Steve Matteson, Ascender Corp
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www.rowohlt.de
Vorwort
Kalt und ernüchternd
Angenehm und erfrischend
Warmduscher
Heiß und fesselnd
Zu heiß geduscht
Dank
Mal ganz ehrlich: Wann und wo hat man denn heutzutage mal zehn Minuten für sich, ohne von anderen Menschen oder Technik abgelenkt zu sein? Dauerberieselung mit Werbung, Informationsüberflutung am Arbeitsplatz, und selbst abends im Bett läuft noch der Fernseher.
Nur ein Ort hat es bisher geschafft, alldem standzuhalten und uns unsere täglichen zehn Minuten Privatsphäre und Zeit für uns zu schenken: Die Dusche ist einer der wenigen Orte, an dem wir allein sind und unseren Gedanken freien Lauf lassen können. Und während das warme Wasser so auf einen herunterprasselt, tauchen dann plötzlich philosophische Fragen auf, und wir gelangen zu den überraschendsten Einsichten.
Stellen Sie mit der Wahl des Kapitels Ihre gewünschte Temperatur ein – und genießen Sie die genialsten Geistesblitze dieser alltagsphilosophischen Wundertüte.
Wer mag schon eine kalte Dusche? Aber über die ernsteren Dinge im Leben nachzudenken kann manchmal ganz guttun. Stärken Sie mit diesem Kapitel Ihre Abwehrkräfte gegen ernüchternde Gedanken.
Vielleicht wurde das Foto, das auf meiner Beerdigung genutzt wird, bereits geschossen.
Schauspieler aus Arztserien erhalten mehr Geld dafür, so zu tun, als könnten sie Menschen heilen, als echte Ärzte an Gehalt bekommen.
Unsterblichkeit ist wie ein Ohrwurm. Erst findet man es schön und singt mit. Aber je länger man das Lied im Kopf hat, desto mehr geht das Musikalische verloren, es wird eintönig und nervig – bis man sich irgendwann wünscht, es wäre vorbei.
Irgendwann hat dich deine Mutter ein letztes Mal abgesetzt und nie wieder auf den Arm genommen.
Eine gewisse Anzahl an Menschen ist genauso alt wie du. Diese Zahl kann kleiner werden – aber niemals mehr größer.
In rund hundert Jahren werden sieben Milliarden Menschen tot sein.
Ich habe in meinem Leben mehr digitale Bäume gesehen als echte.
Im Prinzip erhöht ein Tattoo dein Gewicht.
«Ab dem Moment, in dem man sich das erste Mal wünscht, wieder ein Kind zu sein, ist man erwachsen.»
Heute bist du so alt wie noch nie und so jung wie nie wieder.»
Ich frage mich, an wie vielen Orten ich bereits zum letzten Mal war.»
Als der älteste Mensch der Welt geboren wurde, war ein komplett anderes Set an Menschen auf der Erde.»
Ich frage mich, ob ich näher an meiner Geburt oder an meinem Tod bin.»
Wenn man nicht gerade ein Promi ist, dann ist Twitter wie ein großer, voll besetzter Raum, in dem man mit sich selbst spricht.»
Jedes Jahr erleben wir unwissentlich unseren eigenen Todestag.»
Jedes Mal, wenn man einen Krankenwagen hört, könnte sich gerade das Leben eines Menschen drastisch geändert haben.»
100 % aller Menschen, die das hier lesen, werden sterben.»
Je mehr ich weiß, desto bewusster wird mir, dass ich kaum etwas weiß.»
Warum können Menschen, die nicht gerne leben, nicht einfach ein paar Jahre an Menschen abgeben, die das Leben lieben?»
Wir retten obdachlose Tiere und meiden obdachlose Menschen.»
Was, wenn Babys nur weinen, weil sie sich noch an ihr vorheriges Leben erinnern und traurig sind, alles zurückzulassen?»
Ich frage mich, ob ich bereits die Klamotten anhatte, in denen ich sterben werde.»
Wie oft wohl Leute über mich gelästert haben, ohne dass ich es mitbekommen habe?»
«Ich frage mich, wie oft ich schon in Lebensgefahr war, ohne es zu wissen.»
Kinder der nächsten Generation werden vermutlich keine einzige CD kaufen.»
Wer würde sich freuen, wenn ich sterbe?»
Ob sich meine Kinder später auch mal darüber streiten werden, wer mein Grab bepflanzen muss?»
Wenn Facebook-Profile nach dem Tod weiter bestehen, könnte es passieren, dass Facebook irgendwann mal mehr Nutzer hat, als es Menschen auf der Erde gibt.»
Was, wenn ich eines Tages aus einem Koma erwache und gesagt bekomme, dass mein ganzes bisheriges Leben nur ein Traum war und ich nichts und niemanden aus meinem echten Leben mehr kenne?»
Ich frage mich, wie viele Menschen mich bis heute hübsch fanden und mir Zeichen gegeben haben, ohne dass ich es realisiert habe.
«Der Löffel, mit dem ich im Restaurant esse, war vorher bereits im Mund Hunderter anderer Gäste.»
Wie viele potenzielle Pianisten haben nie ihre Berufung gefunden, weil sie keine Chance hatten, mal auf einem Klavier zu spielen?»
Unzählige Menschen haben es erlebt und wissen, was nach dem Tod passiert. Aber man kann sie nicht fragen …»
Bald ist mit «den 20ern» ein ganz anderes Jahrhundert gemeint.»
