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Viele Menschen starten das neue Jahr traditionell mit guten Vorsätzen: mehr Schlaf, gesünder essen, Digital Detox, öfter ins Fitnessstudio. Ich habe mir solche Ziele zum Jahreswechsel ehrlich gesagt noch nie gesetzt – wohl wissend, dass ich derartige Vorhaben ohnehin nicht lange durchhalte. Dieses Jahr war das anders, und der Grund dafür war der Titelartikel dieser Ausgabe. Als ich kurz vor Weihnachten begann, den Text über die Wirkung von Muskelbotenstoffen auf das Gehirn zu redigieren, war mir schnell klar: Ich brauche mehr Bewegung, und zwar solche, die den Puls hochtreibt. Dass Sport glücklich macht (zumindest im Nachhinein), ist allgemein bekannt, und auch ich habe das oft genug gespürt. Fachleute wissen zudem, dass körperliche Betätigung gegen allerlei Leiden hilft und uns geistig fit hält. Aber was steckt wirklich hinter der Heilkraft der Bewegung? Wie unser Autor Frank Luerweg für uns herausgefunden hat, setzen Muskeln beim Sport große Mengen an Botenstoffen frei, sogenannte Myokine, die sich positiv auf viele Organe auswirken. Einige gelangen sogar durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn und übernehmen dort die Rolle einer Schutzarmee: Sie können Depressionen entgegenwirken und im Alter die Schrumpfung der Gedächtniszentrale umkehren. Wer in der Lebensmitte zwei- bis dreimal wöchentlich Sport treibt, senkt sein Demenzrisiko später um mehr als die Hälfte – so das Ergebnis einer schwedischen Studie. Die genauen Mechanismen zu verstehen, motiviert mich viel mehr als die schlichte Aussage »Sport ist gesund«. Geht Ihnen das genauso? Falls Sie noch unsicher sind, welche Bewegungsform zu Ihnen passt, empfehle ich Ihnen den zweiten Artikel unseres Titelthemas von meiner Kollegin Daniela Mocker. Darin erfahren Sie, wie Sie die ideale Sportart für sich finden und ob es sich lohnt, unliebsamen Aktivitäten eine zweite Chance zu geben. Ich wünsche Ihnen jedenfalls inspirierende Einblicke beim Lesen – und wer weiß, vielleicht bekommen Sie ja auch Lust, Ihre Joggingschuhe oder die Yogamatte wieder herauszuholen. Herzlichst Ihre Anna von Hopffgarten, Spektrum der Wissenschaft
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Veröffentlichungsjahr: 2026
