Geistige Mitgift - Helga Unger - E-Book

Geistige Mitgift E-Book

Helga Unger

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Beschreibung

Habe ich als Elternteil meine weiblichen Qualitäten und männlichen Fähigkeiten entwickelt? Habe ich meinem Kind vorgelebt welche Lebenseinstellung zu einem entspannten und glücklichen Leben führt, in dem es auch seine eigene Natur seinem Wesen gemäß entfalten kann, um sich mit der Volljährigkeit zuversichtlich und voller Vertrauen abzunabeln? Bei Problemen gilt es herauszufinden, welche Qualitäten und Fähigkeiten unterentwickelt sind und einseitig gelebt werden, um wieder in Harmonie zu gelangen. Der Inhalt dieses Buches dient den Eltern und erwachsenen Kindern gleichermaßen und kann auf die Chef/Mitarbeiter-Ebene übertragen werden, da ein positiver Energie-Kreislauf bei verantwortlichen und eigenständigen Partnern entsteht, der automatisch auf alle Beteiligten motivierend wirkt.

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Seitenzahl: 208

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Helga Unger

Geistige Mitgift

Anlage, Verwirklichung und Weitergabe unserer geistigen Fähigkeiten

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

WIDMUNG

VORWORT

EINLEITUNG

DIE NATUR

DIE POLARITÄT

I. WEIBLICHE QUALITÄTEN, MUTTERSCHAFT

II. MÄNNLICHE FÄHIGKEITEN, VATERSCHAFT

III. EINHEIT – Eins-Sein, Verschmelzung von Männlich und Weiblich

IV. DER WEG

V. DIE ABNABELUNG – das Kind verlässt das Elternhaus

NACHWORT

Impressum neobooks

WIDMUNG

Dieses Buch widme ich meinem Sohn zur Volljährigkeit und allen jungen Menschen, die ihr Elternhaus verlassen und ihren eigenen Weg gehen.

Den Eltern wünsche ich, die Kraft des Loslassens, die Liebe und das Verständnis für die Erfahrungen ihrer Kinder, die sie stärken und innerlich wachsen lassen.

Geistige Mitgift wurde als Taschenbuch im Jahr 2000 herausgegeben. Da es den Verlag nicht mehr gibt, kann das Buch bei der Autorin über das Postfach bei neobooks bestellt werden – solange der Vorrat reicht.

GEISTIGE MITGIFT – Anlage, Verwirklichung und Weitergabe unserer geistigen Fähigkeiten von Helga Unger

Was haben Sie auf geistiger Ebene von Ihrem Elternhaus mitbekommen?

Was haben Sie entwickelt?

Was geben Sie ihren Kindern mit?

Was hinterlassen Sie dieser Erde?

VORWORT

Vor allem in den letzten zehn Jahren, die ich mit meinem 18jährigen Sohn verbrachte, beobachtete ich unsere gemeinsame Entwicklung mit viel Freude. Jedes Mal, wenn ich meine Grenzen erweiterte und einen wesentlichen Schritt zur Bewusstwerdung und Freiheit machte, bekam auch er diese Energie zu spüren und verhielt sich dementsprechend. Das unsichtbare Band, das uns verbindet, leitete lautlos die geistigen Inhalte, Reichtümer, universellen Energien und Einsichten an ihn weiter, die ich während dieser Zeit erwarb. Achtsam ließ ich die vielen Floskeln über das Leben, die ich selbst als Jungendliche hörte, weg, um ihn nicht auf daraus resultierende Resultate zu fixieren.

„Nun beginnt der Ernst des Lebens“, „Du musst hart arbeiten, um es zu etwas zu bringen“, „Solange du an meinem Tisch sitzt, geschieht, was ich sage“ oder „Du musst es so ... machen“ als kleines Beispiel der uns wohl vertrauten Ansagen und Programme, die sich von Familie zu Familie gemäß ihrer Struktur und Vergangenheit auf die Kinder und Kindeskinder übertragen, ohne hinterfragt oder im Wesentlichen verwandelt zu werden. Das Ergebnis ist ein sich wiederholender Kreislauf, in dem oft nur die Äußerlichkeiten dem Zeitgeist entsprechend ausgetauscht werden, ohne an die Wurzeln der Ursachen innerhalb der Familie zu gelangen und damit Heilung und Reform zu bewirken. Außerdem beziehen sich viele Voraussagen (Du bist ... so und so und du wirst ...) auf Leistungen und die Materie, während die geistigen Inhalte und energetischen Prozesse weitgehend unbeachtet bleiben. Es wird dann von Vererbung und neuerlich auch von den uns beeinflussenden Genen gesprochen, die scheinbar all die negativen Auswirkungen (Krankheit, Leid, ...) in der Gesellschaft verursachen. Damit liefern wir uns selbst dem vermeintlichen Schicksal aus und geben die Eigenverantwortung für unser Leben ab. Außerdem negieren wir dabei oft unsere wahre Natur, unsere mitgebrachten Anlagen und dienen fremden Autoritäten.

Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir alle Erfüllung, Liebe, Geborgenheit, Freude an unserem Schaffen und die Erweiterung unserer Grenzen auf unterschiedlichste Art suchen, die unseren Alltag erhellen und qualitativ lebenswert machen.

Da sich mein eigenes Erleben der Wirklichkeit entscheidend entspannter, gelassener und freudiger gestaltete, nachdem ich den Müll der Programmierungen aus der Vergangenheit entsorgte und durch neue Erkenntnisse und eigene Inhalte ersetzte, meine seelischen Verletzungen und chronischen Krankheiten heilte und mich selbst verwirklichte, bin ich in der Lage, meinem Sohn eine geistige Mitgift mitzugeben, mit der er eine gute Basis hat, sein eigenes Leben zu gestalten und seine Inhalte, seinem Tempo nach und in seiner Art umzusetzen. Auch in seinem Dasein wird es Herausforderungen, viele Tiefs und Hochs geben, doch mit dem mitgegebenen Rüstzeug kann ich beruhigt darauf vertrauen, dass er aus den Fehlern das Fehlende anzieht, geistig wächst und seine Gaben zur Erfüllung bringt. Bald ist es Zeit, ihn aus meinem Schutz zu entlassen, abzunabeln, loszulassen und ihn weiterhin zu lieben, wie er ist.

Mein Kind ist wundervoll, fähig, reich an Anlagen, verantwortungsbewusst, überlegt und diplomatisch. Da er bereits seit einigen Jahren sein Leben managt und frei entscheidet, hat er auch gelernt, wie man mit Krisen umgeht, Fehler korrigiert und sich Wünsche erfüllt. Anstelle von Strafen und Sanktionen standen in unserem gemeinsamen Wachstumsprozess die Prinzipien von Ursache und Wirkung, in der wir jeweils die Konsequenzen unseres Denkens, Handelns und Fühlens selbst trugen. War etwas misslungen, kaputt gemacht, falsch verstanden oder bekam er schlechte Noten in der Schule, war die natürliche Folge, einen Weg zu finden, dies wieder zu bereinigen und besser zu machen. Wahrscheinlich meisterte er die Schwierigkeiten so toll – letztes Jahr hatten wir große familiäre Probleme – weil ich keinen Druck machte, bereit war, ihm Zeit zu geben, damit er etwas in aller Ruhe und mit meinem vollsten Vertrauen ausbessern konnte. Die schulischen Bewertungen sind für mich eher unwesentlich, weil sie antrainiert sind und das Selbst des Menschen eher unbeachtet lassen, entgegen der individuellen und persönlichen geistigen Entwicklung hin zur Liebe und zur freien Entfaltung des eigenen Wesens.

Wenn wir so sein dürfen, wie wir sind, und tun können, was wir in unserem eigens gesteckten Rahmen umsetzen wollen und einfach fühlen, was da ist, ohne ständig zu kontrollieren, zensurieren und uns zu verleugnen, dann sind wir wesentlich entspannter, liebevoller und glücklicher. Dabei lassen wir nicht zu, manipuliert zu werden und dienen unseren eigenen Zielen, Sehnsüchten und Träumen.

Doch um unsere Phantasien, Wünsche und Vorstellungen zu manifestieren, brauchen wir viele Fähigkeiten, Erfahrungen und Wissen, wie diese Welt, dieses Universum und wir als kleines, menschliches Universum in unserem Naturell funktionieren. Wir müssen uns selbst kennen lernen, herausfinden, wer wir sind, was uns gut tut, wie wir leben möchten, was uns wichtig ist, und, was wir zu all dem brauchen, um es zu erhalten. Alles in und um uns herum ist geformte und verdichtete Energie, die wir gemäß unserer geistigen Verfassung und unseres Bewusstseins verändern, lenken und gestalten können. Alles steht in energetischer Verbindung und kommuniziert miteinander. Indem wir diese unsichtbaren Welten und Energiezentren kennen und wahrnehmen lernen, können wir sie durch die rechten Informationen formen und wandeln.

Jeder Weg steht uns offen, wenn wir unser niederes Selbst mit unserem höheren Selbst verbinden und aus der eigenen Mitte leben. Ich nenne es „vertikal leben“, da wir vertikal mit dem Himmel und der Erde verbunden und im Einklang mit dem Ganzen sind. Anders und schwieriger ist eine horizontale Lebensweise, die sich stark an der Materie, den Leistungen und dem Haben orientiert.

Wir sind alle von Geburt an gesegnet, reich an Gaben und wir entscheiden selbst in jeder Minute, wie wir leben möchten. Diese Verantwortung aktiv zu übernehmen, bedeutet, Anlagen in Fähigkeiten zu wandeln, ganz zu werden, die freie Wahl zu haben, unser eigenes Paradies auf Erden zu erschaffen und den Zustand der Liebe in uns zu erwirken. Haben sich die Eltern bereits in diese Richtung entwickelt, ist die Last, die sie an die Kinder weiter geben nicht so groß. Eine materielle Mitgift kann schnell aufgebraucht werden. Die reiche geistige Mitgift bleibt hingegen bestehen und kann in materiellen Wohlstand umgewandelt werden.

Ich selbst brauchte fast 20 Jahre, in denen ich mich konsequent weiter entwickelte, mich energetisch reinigte und mich von den negativen Auswirkungen der Vergangenheit befreite, um meine wahren Aufgaben anzunehmen und die Liebe zu leben. Ich habe viele Fehler gemacht, dazu gelernt und bin geistig gewachsen. Und kein Ende ist abzusehen, denn jetzt ist der Wechsel in die Weisheit und Reife da und es gibt wieder Neues zu erforschen und zu sein. Das Abenteuer Leben ist schön und sehr interessant.

Unter diesem Gesichtspunkt bin ich über alles froh, was mir in meinem Leben passiert ist, denn es hat mich angespornt, auf die Suche zu gehen, mich zu heilen, selbst zu finden und ganz zu werden. Meine Rebellin in mir half mir, neue Wege auszuprobieren, mich von der Norm zu entfernen und den vielen Herausforderungen zu begegnen. So lernte ich auch – anfangs sehr mühevoll und schmerzlich – aus Stroh Gold zu spinnen und aus jeder Situation das Beste zu machen. Heute verfüge ich über einen reichen geistigen Schatz, viele Fähigkeiten, über einen hohen Energielevel und vor allem über die Verbindung zu Gott in mir. Diese Reichtümer können von niemandem angetastet oder genommen werden und machen mich frei, mein Leben immer wieder neu zu erwirken. Eine derartige Sicherheit kommt von meiner göttlichen Intelligenz, schützt und nährt mich in jeder Minute meines Seins, unabhängig davon was sich da draußen in der Welt abspielt, welche Regierung am Drücker ist oder was wer und wie von mir erwartet. Ich bin frei.

Sie können sich aus diesem Werk Anregungen holen, damit arbeiten, es immer wieder zur Hand nehmen und es zur Inspiration einfach aufschlagen. Es kann und soll nicht vollkommen sein und alle Aspekte abdecken, denn Sie mögen selbst nachsinnen, anerkennen, und Ihre eigenen Erkenntnisse daraus ziehen. Lesen Sie es möglichst langsam und mit beiden Gehirnhälften, während Ihr Herz die Liebe aufnimmt, mit der es geschrieben wurde. Öffnen Sie sich für Neues und lassen Sie es in aller Ruhe auf sich wirken. Beobachten Sie, was es mit Ihnen tut und welches Echo es nach sich zieht. Je mehr Sie sich über etwas aufregen, umso wesentlicher ist meist eine Heilung auf diesem Gebiet. Es ist nie zu spät und hilft uns allen, ein stressfreies und liebevolles Zusammenleben in Würde und in der Fülle dieser Erde zu erfahren.

Legen sie das Buch erst weg, wenn Sie die darin beschriebenen Fähigkeiten leben und Sie unabhängig und frei Ihrer eigenen inneren Autorität folgen. Wenn Sie es nur lesen und anschließend wieder auf die Seite legen, ohne die Inhalte zu reflektieren und für Ihr Selbst zu verwerten, haben Sie Ihre Energie (z.B. das dafür bezahlte Geld) nicht genützt. Weniger, dafür gründlich, ist meist mehr und mehr wird mehr. Sie sind die Macht und Sie entscheiden selbst.

Eigene Kinder sind für diese Lektüre nicht notwendig, denn auch das in Ihnen angelegte Kind möchte genährt und liebevoll aufgenommen werden. Alles, was Sie für sich sind und tun, ermöglichen Sie anderen Menschen um Sie herum. Wenn Sie Kinder haben, gilt das Gesagte für Sie und Ihre volljährigen Kinder, die ausziehen, um die Welt zu entdecken.

Ich wünsche Ihnen den Mut, Sie selbst zu sein, und sende Ihnen als Kanal all die universelle Kraft und göttliche Liebe, die Sie gerne annehmen möchten.

Viel Spaß! Herzlichst Sumana (mein spiritueller Name)

EINLEITUNG

Alles ist möglich!Wenn wir alles für möglich halten, darf dieses „Alles“ auch in unser Leben eintreten. Beschränken wir uns selbst, engen wir gleichzeitig unseren Aktionsradius ein und leben damit auf Sparflamme, die meist nicht sehr lustig ist.

So höre ich immer wieder von Klienten, „Bei mir ist das nicht möglich“, „Ich kann nicht“, oder „der oder die Sowieso ist schuld“. Niemand sonst außer Sie selbst haben diese Misere geschaffen und niemand außer Sie selbst kann etwas ändern und niemand anderer hat es besser. Dies alles sind Ausreden, um Ihrer Angst, Ihrem inneren Saboteur und Ihrer Engstirnigkeit nicht zu begegnen.

Sie sind die Macht und Sie haben von Geburt an das göttliche Grund-recht auf ein erfülltes Leben. Dies muss allerdings erst in Ihrem Inneren entdeckt, anerkannt und ausgedrückt werden. Es erfordert anfangs Mut und Konsequenz, Ihre schmerzlichen Wunden anzusehen und sie Schritt für Schritt zu heilen.

Manche Menschen machen ein Seminar und glauben, damit wäre schon alles getan. Ihre Erwartungen sind nicht nur viel zu hoch, sondern auch realitätsfremd. Sofort wollen sie Erfolge sehen und sind nicht bereit, ausdauernd an sich zu arbeiten und täglich einige Übungen zu praktizieren. Sie möchten gleich ankommen und stecken irgendwelche unrealistischen Ziele ohne die nötigen Vorbereitungen, Lernschritte und Einsätze ihrer Reise ins Glück leisten zu wollen. Das Leben selbst ist die Reise, die wir ernst, streng mit uns selbst, hartherzig oder auch liebevoll und mit viel Freude erleben können. Der Höhepunkt dabei ist der Tod, der uns kämpfend aufgezwungen wird oder den wir erleuchtet im Wissen unserer Ewigkeit gewählt haben.

Es braucht Zeit, die wir uns für unser geistiges Erwachen als Selbstverständnis reservieren müssen, um voranzuschreiten. Wenn Sie zu jenen Menschen gehören, die keine oder nicht genug Zeit haben, dann wische ich diese Aussage rigoros vom Tisch, denn nur Sie allein verfügen über 24 Stunden täglich, jetzt und in jedem Augenblick. Ja, aber, ich muss doch - heißt es dann und dabei laufen Sie direkt in die Falle Ihrer eigenen Glaubenssätze und Programmierungen, die Sie ohne Zensur in sich aufgesogen haben. Machen Sie sich bewusst, dass Sie ganz allein und ab jetzt über Ihre Zeit und über all das, was Sie scheinbar müssen, bestimmen. Ist dem nicht so, dann nehmen Sie sich gleich jetzt Zeit und schreiben Sie auf, wie Sie Ihr kostbares Leben vergeuden. Wie viele unnötige Ersatzhandlungen, Frustrationen und negative Gefühle Sie nähren, wird Ihnen erst bei wiederholter Betrachtung klar. Achten Sie auch darauf, wo Sie die Verantwortung abgeben und andere über sich und Ihre Zeit bestimmen lassen. Beginnen Sie zuerst eine halbe Stunde pro Tag, dann eine, dann zwei Stunden Zeit – ausschließlich für sich selbst zu beanspruchen.

Während manche Menschen ständig etwas tun, liegen andere faul herum und warten auf bessere Zeiten. Beides ist nicht hilfreich, sich selbst kennen zu lernen, weil die einen vor lauter Tun nicht zum Sein und „In-sich-hinein-horchen“ kommen, und die anderen der Lethargie verfallen und in der Vergangenheit oder in ihren zukünftigen Wünschen leben, die nicht eintreten wollen. Nützen Sie Ihre neu gewonnene Freizeit und lernen Sie mit viel Freude einen interessanten Menschen kennen, nämlich sich selbst.

Jammern und Destruktivität verbreiten, bringt nicht das gewünschte Resultat und belastet die Umwelt. Vielmehr gilt es, die eigenen Gefühle ganz und gar anzunehmen, sich ihrer Entstehung bewusst zu werden, damit sie wieder abziehen können.

Öffnen Sie sich für die Qualität der neuen Zeit. Lassen Sie den Quantensprung geschehen, der jetzt möglich ist.

Sie können Ihren Kindern mitgeben, was Sie für sich selbst erworben haben und Sie verbringen Ihr wunderbares Leben in Harmonie, Ausgeglichenheit und mit viel Freude. Qualitäten wie innere Ruhe und Gelassenheit, der Zustand der Liebe und Erfüllung, Zärtlichkeit, Klarheit, Sanftmut und Zufriedenheit, Herzenswärme, Großzügigkeit, Gesundheit, Entscheidungsfreiheit und Weisheit sind nur einige Schätze, für die es sich lohnt, sie zu erwirken und fortan auszustrahlen.

Was bedeutet das neue Jahrtausend für uns?

Ich denke, das neue Jahrtausend verlangt von uns allen eine Neuordnung, ein Umdenken und das daraus resultierende Verhalten für ein friedvolles Zusammensein aller Wesen unseres Universums.

Wir brauchen:

neue geistige Werte, die unsere wahre Natur zur Entfaltung bringen und gleichbedeutend die Natur der Erde heilt, schützt und respektvoll erhält, anstatt Selbstverleugnung, Druck, Ausbeutung, Dogmen, Normen, Schnelllebigkeit und Stress,

ein neues Gedankengut, das auf das Wesentliche abzielt und in uns Entspannung und Lebensqualität statt Quantität und eine Informationsflut hervorbringt,

ein neues Grundgefühl der Annahme und Liebe, das Kampf und Kriege ablöst,

neue Erfahrungen wie Erfüllung, Sinn und Geborgenheit, die durch das Ausdrücken all unserer Anlagen und Fähigkeiten entstehen,

Ausgeglichenheit von Körper, Seele und Geist, sowie die Verschmelzung unseres weiblichen und männlichen Anteils, das Eins-sein,

ein höheres Bewusstsein über die Gesetze des Universums, in und um uns herum, sowie die Verbindung von Unter- und Überbewusstsein mit der eigenen göttlichen Intelligenz,

Eigenverantwortlichkeit für die Vorgänge im eigenen Leben und Lebensraum, der jener unserer Nachkommen ist,

Spiritualität, um das Licht in uns zum Leuchten zu bringen, u.v.m.

So glaube ich, hat Nostradamus, sofern man irgendeine Vorhersage überhaupt hochspielen sollte, eine gravierende Veränderung im neuen Jahrtausend vorausgesagt, die ein Sterben, eine Zerstörung und die darauf folgende Neuwerdung einleitet. Im Tarot trifft die Karte „der Turm“ diesen Vorgang, der mit Rebellion gegen Unechtes, mit dem Zusammenbruch des Alten und mit viel Staub und Asche durch die eigene geistige Reinigung, einhergeht. Auch die Erde wehrt sich bereits vehement gegen die enorme Ausbeutung und unsachgemäße Handhabung der Natur durch den Menschen, indem Klimaveränderungen und die Naturkräfte wie Wind, Feuer, Wasser, Katastrophen und Plagen bewirken. Mit den Kriegen und Kämpfen gegen unsere eigene Natur (Krankheiten) und gegen andere Völker (den Nachbarn) tragen wir stark dazu bei, unserem Lebensraum zu schaden.

Demnach sind dringend ein Umdenken und eine Neuordnung für jeden einzelnen von uns angesagt, indem wir unsere ursprüngliche Natur, nämlich das, was wir in Gott wirklich sind und immer schon waren, erkennen, bewahren und hingeben.

Bei diesem Vorgang erinnere ich mich daran, wie wir den Keller unseres alten Hauses ausräumten und sauber machten. Dabei wurden wir mit allerlei, in den vergangenen Jahren angesammelten Dingen konfrontiert, die Erlebnisse zurückholten und uns traurig stimmten oder uns schmunzeln ließen. Dreckverschmiert und erleichtert füllte ich den letzten Sack mit Kleinkram und Schutt, der sich nach dem Zusammenkehren angehäuft hatte. Es war mir besonders wichtig, dass der Keller, der früher auch Rotweinfässer und die abgefüllten Flaschen enthielt, sauber und leer war, zumal er symbolisch für das Unbewusste im Menschen steht. In den folgenden zwei Wochen nach der Reinigung drang ein Modergeruch durch die Kellertür und verbreitete sich im Stiegenhaus.

So ergeht es auch dem Menschen, wenn er beginnt, in seinem Inneren aufzuräumen und sich nach und nach von den Spannungen, die sich in den einzelnen Körperteilen als Angst, als Groll, als Frust, angesammelt haben, zu befreien. Dabei wird viel Traurigkeit und Zorn über alte Erlebnisse frei, die viel Staub und Gestank aufwirbeln, ehe sie in kleinen Portionen entlassen werden können. Dies ist ein langer Prozess, der uns hilft, zu unserem wahren Selbst zu finden. Neue Erkenntnisse legen ein anderes Verhalten und Reagieren an den Tag, das wiederum andere Emotionen wachruft. Später sind wir vermehrt imstande zu agieren und genießen bereits unsere Gefühle und Seins-Zustände.

Immer mehr leben wir in der Gegenwart, anstelle in der Vergangenheit zu verweilen oder in der Zukunft und im Träumen zu schwelgen. Wir werden Meister unseres Selbst und kreieren in schöpferischer Art und Weise unser Leben hin zur Liebe und echten Herzensqualität. Dieses geistige Wachsen mit dem Resultat, das eigene göttliche Licht zum Leuchten zu bringen, ist ein steter Prozess, den anzutreten es sich sehr lohnt, da die eigene Realität mit anderen Inhalten und Gefühlszuständen wahrgenommen wird. Dadurch wird jedes Alter, besonders aber die Zeit in der zweiten Lebenshälfte, interessant und abenteuerlich, da unsere Erkenntnisse und die daraus gewonnene Erfahrung zur Weisheit geworden sind. Was anfangs noch mühevoll, steinig und schwierig erschien, wird immer leichter, fröhlicher und lichter im eigenen Sosein. Dann können wir auch würdevoll hingeben, was wir an Gaben in Form von Samenkörnern mitbekommen haben.

Hiermit ermuntere ich Sie, sich selbst all die vielen Fragen zu stellen, die durch dieses Buch angeregt werden und Sie durch Ihren Gott im Inneren, fernab von Dogmen oder Systemen, zu beantworten und Ihre eigene Lebensphilosophie zu kreieren.

Was ist das Licht? oder Was ist Gott?

Gott ist alles und nichts; Gott ist überall und nirgends; sowie das Tao kann es nicht definiert oder angefasst werden. Gott ist als Licht oder als Schwingungsfrequenz in Allem, im ganzen Universum, in den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, den Steinen, in der Materie, in jeder Zelle, einfach überall enthalten. Durch Gott in uns leben wir und werden gemäß unserer Verbindung zum eigenen göttlichen Selbst genährt, geschützt und bringen mehr oder weniger zum Ausdruck, was wir sind. An unserem Dasein erleben wir, inwieweit wir unsere eigene göttliche Größe erkennen, annehmen und offenbaren.

Da ich lange das Gefühl hatte, im Dunkeln zu tappen und Dunkles anzuziehen, suchte ich das Licht und hoffte damit, die eigene Verfassung zu ändern und nach meinen Wünschen leben zu können. Ich war mir sicher, dass es einen tieferen Sinn geben musste, warum wir hier sind und dass uns das Wesentlichste verborgen war. So begab ich mich auf die Suche nach Gott und dem Paradies und beschäftigte mich mit Psychologie, verschiedenen Religionen, Philosophien, mit der Natur selbst und wünschte Heilung zu finden. Ich stellte in Frage, was mir geboten wurde, reflektierte und bildete meine eigene Lebensart. Jede Antwort brachte neue Fragen hervor und ließ mich weiter suchen. So kam ich Schritt für Schritt dem Göttlichen, dem Licht näher und kann es dennoch nicht erläutern.

Es bedarf der weiblichen, annehmenden Seite in uns, der Kreativität und Kunst des Fühlens und Wahrnehmens, um der göttlichen Energie gewahr zu werden. Je tiefer ich vordrang, umso weiter wurde ich von Dogmen, Hierarchien, Machthabern, Systemen und Lehren, die Gott personifizieren, von uns trennen und mit erhobenen Zeigefinger strafend als Götzenbild darstellen, weggedrängt.

Gott hat mit Strafe, Schuld, Sünde, Selbstgeißelung, Krieg, Hass, Verführung und dergleichen nichts zu tun. Gott ist Liebe, reine Essenz, Licht, Fülle, geistiger Reichtum, Sicherheit, Schönheit und kann – wie die Luft – von uns so schwer be- oder angegriffen werden. Das Licht ist immer da und wir können es in der uns antrainierten einseitigen Beschäftigung mit der Materie, mit dem Intellekt, mit dem scheinbar einzigen Realen und Sichtbaren, ausgerichtet auf Leistung und Profit, nicht wahrnehmen.

Ich hoffe, damit habe ich deutlich gemacht, dass wir uns zwar der Inhalte der Religionsbücher bedienen können, doch in unserem eigenen Inneren reflektieren müssen, was in uns ein Echo bewirkt und was wir als wahr empfinden. Sie sind nur ein Trittbrett zu Gott im eigenen Sein und mögen uns zur Ganzheit verhelfen.

Leider haben viele Menschen Barrieren, wenn von Gott oder Christus gesprochen wird, da sie an negativen Auswirkungen der Kirche und religiösen Machthabern irgendwann gelitten haben. Auch mein eigener Sohn entschied sich vor einigen Jahren, vom Religionsunterricht fern zu bleiben, weil da in seinen Augen miese Beschimpfungen einem anderen Schüler gegenüber passiert sind. Ich stellte den Lehrer zur Rede und er entschuldigte sich mit der Begründung, dass dies eine Klasse mit sehr individuellen Schülern sei, in der er sich nicht durchsetzen könne und ... Mein Sohn wusste zwar, dass ich schon lange aus der katholischen Kirche ausgetreten war, es mir dennoch wichtig erschien, dass er Religionsunterricht bekäme, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Kleine Taten bis hin zu Gewaltverbrechen und Kriege – die Weltgeschichte zeigt es deutlich – wurden im Namen Gottes gemacht und es ist Zeit, die Barrieren aufzulösen, alles Falsche loszulassen, um Gott im eigenen Inneren zu finden. Wem die Kirche hilft, der möge in die Kirche gehen oder sich zu einer Religion bekennen. Das eine schließt das andere nicht aus oder verurteilt es. Distanzieren wir uns lediglich davon, was sich an Irrglauben, falschen Überzeugungen und Missdeutungen in uns angesammelt hat und heilen wir vergangene negative Erfahrungen, die wir in diesem Zusammenhang machen mussten.

Wenn wir das Göttliche in uns segnen und ehren, dann meine ich ja auch nicht, dass wir unseren Hass, unsere Streitsucht, Gier, Angst, das Leid – in uns und anderen – preisen sollen, sondern das Reine und Wahre in uns, da, wo wir uns eins, entspannt und wohl fühlen. Es braucht dafür die Fähigkeit der Entscheidung, nämlich des inneren Wissens, was wir als echt und wahr annehmen und wovon wir scheiden oder ablassen sollen.

Dasselbe gilt für die Elternschaft, für Vater und Mutter, die wir ehren und achten mögen. Damit ist die Mutter- und Vaterschaft als schöpferische und nährende Kraft gemeint, und nicht deren negative Ausdrucksformen. Wenn zum Beispiel unsere Eltern explodierten und uns vielleicht in ihrer Aggression verbal verletzten, unterjochten und gewalttätig wurden. Das sind verschiedene Dinge! Doch solange unsere Verletzungen nicht geheilt sind, steht uns selbst diese Kraft für uns und andere nicht zur Verfügung. Wir fühlen nur den Schmerz aus der Vergangenheit, der uns sabotiert und behindert. Wir haben dadurch keinen Zugang zu unserer eigenen inneren Mutter oder unserem inneren Vater und ziehen diverse Personen an, die uns diese inneren Verletzungen durch ihr eigenes negatives Verhalten spiegeln. Dies wiederholen wir solange, bis wir den Weg der Vergebung und ganzheitlichen Heilung finden.

Mit Gott ist es genauso. Solange wir mit menschlichen Wesen zusammen sind, die viele Fehler gemacht haben und weiterhin machen, im Namen welcher Kirche, Religion, oder welchen Unwissens auch immer, dann hat dies nichts mit Gott zu tun. Es wurde von Menschen geschaffen, die weit weg von ihrer eigenen Göttlichkeit sind. Jeder einzelne von uns entscheidet sich daher selbst, wohin er sich wendet, wenn er sich selbst oder anderen begegnet, zum niederen oder zum göttlichen Selbst.

Wenn wir dem Göttlichen in unserem Leben keine Aufmerksamkeit schenken, und uns vom großen Geist nicht inspirieren lassen, dann gleicht es einem Dasein in Dunkelheit, das wir kämpfend bestreiten, in dem wir uns gierig abplagen, Sorgen machen und innerlich freudlos, senil oder krank werden.

Lernen wir jedoch, bei allem was wir tun und sind, uns zum Licht zu wenden und aus den Schwierigkeiten, der Dunkelheit heraus ans Licht zu gehen, erinnern wir uns mehr und mehr daran, dass wir Licht und Liebe sind. In diesem Licht sehen wir unsere eigene geistige Größe, erkennen an, entfalten unsere Fähigkeiten und leben leicht und mühelos.

Da das Göttliche etwas Unsichtbares, schwer Fassbares und Energetisches ist, setze ich ein Gleichnis hinzu:

Stellen Sie sich verschiedene Frequenzen (Wellenlängen) vor, die Sie, wie bei einem Radio oder einem Fernseher, einstellen müssen, um deren Informationen und Inhalte zu empfangen. Das heißt, es gibt einen Sender und einen Empfänger. Gott könnte man in diesem Gleichnis als Sender einer bestimmten Frequenz bezeichnen, sagen wir, es ist dies die Frequenz 1000, als Wert zum besseren Verständnis. Tatsächlich kann Gott nicht bewertet werden, da diese Kraft unsere Vorstellungen bei weitem übersteigt.