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Es hätte eine schöne Geschichte werden können. Eine, nach deren Lektüre man sich einfach gut fühlt. Eine Geschichte mit eingebautem Happy End. Ja, Genovevas Lebensweg hätte genau so verlaufen können. Hätte… Doch dann lässt sich Genoveva – entgegen aller Warnungen – mit dem neuen mRNA-Impfstoff impfen. Was als Hoffnung beginnt, endet in einem Albtraum: Ihr Lebensglück wird zerstört – wie das vieler anderer, die unter den Spätfolgen der Impfung leiden, ohne gehört zu werden oder dass ihnen geholfen wird. Genoveva, ein Dorfkind mit tiefen Wurzeln in den alten Riten des Bayerischen Waldes, sucht und findet einen eigenen Weg der Rache an den Verantwortlichen. Aber ein Happy End? Das gibt es nicht. Nicht bei Post-Vac. Nie.
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Seitenzahl: 63
Veröffentlichungsjahr: 2025
Impressum
Vorwort
Die Stimme
Das Dorf und die Drud
Die Schlummertaste
Die Impfkrankheit
Tränen
Die Liste
Eine Liebe zerbricht
Der Fluch
Einfluss und Macht eines Impfkonzerns
Die Drud
Nachwort
Danksagung
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Cover
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.
Ähnlichkeiten der in diesem Buch geschilderten Personen mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
© 2025 novum publishing gmbh
Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt
ISBN Printausgabe: 978-3-7116-0832-1
ISBN e-book: 978-3-7116-0833-8
Lektorat: Emma J. Dharmaratne
Umschlagabbildung: Jörg-Heiner Möller
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
www.novumverlag.com
Drud, Drud!
Wennst druckst, druck boid!
Zähl alle Bäum im Woid
Zähl alle Sandkerndl im Bo
und dann kimmst glei dano!
Abwehrzauber gegen die Drud,
wurde vor dem Zubettgehen aufgesagt,
wenn man Angst hatte,
die Drud könne kommen…
(aus dem Bayerischen Wald)
Es war fast nur wie ein unbestimmtes Gefühl, so eine ganz leise Stimme, wie ein Flüstern, tief in ihr. Etwas in ihr schien sie warnen zu wollen, eindringlich, nicht zu überhören, wenn auch sehr, sehr leise: Tu es nicht, tu es nicht, tu es nicht!
Wie eine Warnbake auf See, die ohne Unterbrechung ihr Gefahrensignal sendet, um Schiffe in der Nähe vor einer drohenden Gefahr, vor Schiffbruch, vor dem blanken Hans, dem nassen Tod durch Ertrinken zu warnen: Kurz-lang, kurz-lang, kurz-lang – Bleib weg, bleib weg, bleib weg!
So wiederholte sich die Stimme, immer und immer wieder. Träumte sie das alles nur? Es war frühmorgens, an der Grenze zwischen Unbewusstem, Traumwelt und Wachzustand. Grauen war es, eine unbestimmte Furcht, schlagartig war sie wach geworden. Ein merkwürdiger Traum, sie war verängstigt und froh, wach zu sein. Einer der Träume wohl, bei denen man trotz Müdigkeit lieber gleich aufsteht, als die Fortsetzung des Traumes zu erleben, wieder einzutauchen in die Angst und das Grauen, das einen bei so einem Traum wie ein klebriger, kalter Nebel umfangen hatte und nicht loslassen wollte. Ganz deutlich noch der Widerhall der Stimme in ihr: Tu es nicht! Lass es sein!
Jacke übergeworfen, Kaffee gebrüht, Zigarette angezündet und auf der Terrasse in den kühlen, neuen Morgen geblinzelt, der eigentlich schön zu werden versprach, wenn der Nachhall des beunruhigenden Traumes nicht gewesen wäre. Was war das eben, was bloß?
Sie hatte Spätdienst heute in der Altenpflege, morgens jedoch einen Arzttermin zur Corona-Impfung.
Sie hatte beim Gedanken an die neuartige mRNA-Impfung dieses merkwürdig ungute Gefühl, wie viele andere auch.
Nein, eigentlich wollte sie sich nicht impfen lassen, doch es war von der Geschäftsführung des Altenpflegeheimes vorgeschrieben, eine dienstliche Anweisung.
Sie war Dorfkind, aufgewachsen in einem 100-Seelen-Ort in der Oberpfalz, verwurzelt dort trotz schwerer Zeiten in der Vergangenheit, enge Bindung zur Familie und zu Nachbarn.
Genoveva, so ihr seltener Name keltischen Ursprungs, nicht etwa Maria, wie sie meist alle hier hießen. Von den Dorfkindern gefragt, woher der Name Genoveva denn komme, hatte sie „Fee“ gesagt, Genoveva kommt von Fee. Seither hieß sie bei den Kindern „die Fee“, ihre langen, goldblonden Haare passten dazu.
Schnelle Autos waren ihre Leidenschaft. Soll man denn auch auf dem Dorf auf den Bus warten, der nur zwei Mal pro Tag kommt und in die nahe Kleinstadt fährt? Nein, natürlich ist die Dorfjugend motorisiert, muss sie sein, es gab einen Kfz-Verein, sie natürlich dabei, man half sich, schraubte, tüftelte, tunte, na ja, der TÜV machte ab und zu Probleme, aber mit ihrem Aussehen und Charme kriegte sie ihre Flitzer bei den meist männlichen TÜV-Angestellten fast immer durch. Der Minirock etwas kürzer, der Lidstrich etwas stärker, die Augenbrauen etwas mehr gehoben beim Reden und schon war die neue Plakette auf dem Flitzer da und der nicht ganz den TÜV-Bürokratien entsprechende Auspuff und Rostspuren am Unterboden übersehen, sah man(n) doch lieber woanders hin …
Sie arbeitete in der Altenpflege in einem Pflegeheim in der nahegelegenen Kleinstadt. Sie liebte die Arbeit mit den Alten über alles, ging darin auf, es war ihr Traumberuf. Im Unterschied zur Krankenpflege in den Krankenhausfabriken, wirtschaftliche Zwänge maximalen Gewinnes, kurz und immer kürzer werdenden Liegezeiten, ist die Betreuung der Alten in einem Pflegeheim persönlicher, liebevoller. Zeitlich ja auch um Dimensionen länger, nicht oder noch nicht wie im Krankenhaus durch das absurde Abrechnungssystem belastet. Das persönliche Verhältnis zwischen Pflege und Schützling ist dadurch um vieles intensiver. Bis dass der Tod euch scheide, auch hier gilt dieser Satz.
Man kennt als Betreuer die ganze Lebensgeschichte, die Alten erzählen viel, wenn sie in einer vertrauten Atmosphäre dazu die Möglichkeit haben. Es ist, als ob zum Ende des Lebens noch einmal alles raus muss. Sie konnte zuhören, manchmal stundenlang, die Alten dankten es ihr, sie war beliebt, „Sunshine“ ihr liebevoller Spitzname, ihre Kolleginnen teilweise neidisch, wie oft bei besonderen Menschen.
Denn sie war ein besonderer Mensch. Offenherzig, sie hatte viele Kontakte, war beliebt, liebte ihre Arbeit mit den alten Schützlingen über alles.
Um nichts auf dieser Welt hätte sie diese Arbeit aufgeben wollen. Nun verlangte das Heim die Schutzimpfung gegen Corona, für die Mitarbeiter verpflichtend. Auf Anweisung der Behörden.
Eine innere Stimme hatte sie in der Dämmerungsstunde dieses Morgens deutlich und eindringlich gewarnt.
Sie würde ihre Arbeit verlieren, wenn sie sich nicht impfen lassen würde, so wurde es ihr von der Heimleitung mitgeteilt, keinen Widerspruch zulassend. Noch im Wartezimmer der Impfärztin wäre sie unter dem Eindruck des Traumes fast aufgestanden und wäre gegangen. Hätte sie es doch bloß getan!
Ihre innere Stimme warnte deutlich.
Doch mit einem innerlichen Ruck entschied sie sich für ihre Alten und für die Impfung mit dem neuen mRNA-Impfstoff von BioNTech. Sie sollte sich damit gegen ihr Lebensglück und für ihren frühen, einsamen Tod entscheiden: Sie verlor ihre Arbeit, sie sah ihre Alten nie wieder, sie verlor ihr Lebensglück, sie verlor ihr Leben.
Davon handelt diese Geschichte. Es ist Genovevas Geschichte, sie muss erzählt werden, jetzt, hier, ehe sie vergessen werden wird wie alles andere vergessen werden soll.
Es war ein schöner Sommertag, einer von denen, die man festhalten will, wenn man nur könnte, dieser 27. Juni 2022. Sie bekam ihre Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus, an deren Infektion sie selbst als junge Frau wohl kaum gestorben wäre, sie bekam diese Impfung zum Schutz von 25 hochbetagten und meist dementen Patienten, zum Schutz eben dieser Patienten bekam sie auf Anweisung der Gesundheitsbehörden, auf Druck der Öffentlichkeit, als moralische Pflicht laut Vorsitzender des Ethikrates, auf Druck des leitenden Impfarztes der nahe gelegenen
