Genussvoll essen bei Diabetes Typ 2 -  - E-Book

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Beschreibung

Rezeptfrei und abwechslungsreich

Aktuelle Ergebnisse der Diabetesforschung belegen, dass Typ-2-Diabetiker mit einer abwechslungsreichen, vernünftigen Ernährung nicht nur ihre Medikamenteneinnahme verzögern oder vermindern, sondern teilweise ganz ohne Medikamente auskommen können. Dieses neue Kochbuch hilft den Betroffenen, sich trotz der Erkrankung abwechslungsreich und vielseitig zu ernähren. In einem einleitenden Theorieteil werden alle aktuellen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen praxisnah und leicht verständlich dargestellt, begleitet von zahlreichen Informationen und Tipps für die Zusammenstellung einer gesunden Ernährung. Mehr Lebensqualität und mehr Unabhängigkeit sind das Ziel dieses Kochbuches, das zahlreiche verlockende und bebilderte Rezepte enthält, damit der Genuss nicht zu kurz kommt.

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Veröffentlichungsjahr: 2009

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Inhaltsverzeichnis
 
Basiswissen zu Diabetes Theorie
Was ist Diabetes?
Diagnose Diabetes
Nur Insulin senkt den Blutzucker
Glukose ist die Transportform
Übergewicht als Ursache
Gute Chancen durch Früherkennung
Irreversible Schäden
Diabetes richtig behandeln
Blutzuckerwerte
So wird Blutzucker gemessen
Aktiv mithelfen
 
Copyright
Basiswissen zu Diabetes Theorie
Meistens schleicht er sich langsam an und tut nicht weh - der Diabetes Typ 2, früher auch »Altersdiabetes«, heute schon »Lifestyle-Diabetes« genannt. Fachleute wissen: Dieser Krankheit geht ein ungesunder Lebensstil voraus. Wer sich konsequent falsch ernährt und zu wenig bewegt, dazu eine genetische Veranlagung in sich trägt, läuft große Gefahr, zum Diabetiker Typ 2 zu werden. Die einzige Chance liegt dann in einer guten medizinischen Behandlung. Nur so lassen sich Folgeerkrankungen verhindern oder hinauszögern und die persönliche Lebensqualität bestmöglich erhalten. Denn dieser Typ Diabetes betrifft inzwischen sogar auch Kinder.
Was ist Diabetes?
Die Krankheit Diabetes wird im Volksmund »Zuckerkrankheit« genannt. Diabetes tritt in zwei Erscheinungsformen auf: als Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden: Typ 1 kann schon beim Neugeborenen auftreten und entsteht durch eine bis heute nicht geklärte »Autoimmunreaktion«. Nur etwa 10 Prozent aller Diabetiker gehören zu dieser Gruppe. Der Typ 2 hingegen erscheint überwiegend im Erwachsenenalter, entwickelt sich durch eine genetische Veranlagung, meistens in Kombination mit Übergewicht.

Diagnose Diabetes

Die Fachwelt spricht von »Diabetes mellitus« (»honigsüßer Durchfluss«). Dieser Begriff kommt aus dem Griechischen und bezeichnet die Symptome: starker Durst und große Urinmengen. Denn bei einem gesunden Menschen mit funktionierendem Zuckerstoffwechsel sorgt das körpereigene Hormon Insulin dafür, dass der durch Speisen und Getränke aufgenommene Zucker über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf gelangt und von dort als Energiespender in die Körperzellen geschleust wird. Funktioniert dies nicht, verlässt der Zucker den Organismus über den Urin, worin man ihn mit speziellen Teststreifen entlarven kann. Auch die Blutzuckerwerte sind dann viel zu hoch. Diagnose: Diabetes.
Ein einziger Bluttropfen reicht für die Bestimmung des aktuellen Blutzuckerspiegels aus.

Nur Insulin senkt den Blutzucker

Wir sind uns dessen gar nicht bewusst, welch feine Regulationen in unserem Körper stattfinden, damit er zuverlässig funktioniert. Das Hormon Insulin zum Beispiel ist so ein Stoff, der im gesunden Stoffwechsel phantastische Leistungen vollbringt. Produziert wird er in den so genannten Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Wann immer wir mit täglichem Essen und Trinken Zucker zu uns nehmen, sorgt das Insulin für einen normalen, ausgeglichenen Zuckerspiegel im Blut, dem Nährstoff-Transportsystem in unserem Organismus. Es hat auch die Aufgabe, den Zucker in die Fett- und Muskelzellen zu schleusen. Dabei wirkt es an den Zellen wie ein Schlüssel, der diese Zellen aufschließt und die Energiespender einlässt. In der Leber sorgt es dafür, dass der Zucker als Glykogen gespeichert wird. Im Notfall, falls sich im Blut zu wenig Zucker befindet, kann durch diese Zuckerreserve zumindest das Gehirn vorübergehend versorgt werden.

Glukose ist die Transportform

Allerdings fließt das, was wir als »Zucker« bezeichnen, nicht wie der bekannte Haushaltszucker durch Blut und Zellen. Die Verdauung zerlegt Kohlenhydrate, wie Stärke, Zucker oder Honig, zum kleinsten Baustein, der Glukose (Traubenzucker). Nur Glukose kann in (auf-)gelöster Form in den Körperflüssigkeiten transportiert werden.

Übergewicht als Ursache

Die genetische Veranlagung spielt zwar eine Rolle, denn durch die Vererbung besteht so etwas wie eine »Bereitschaft« für den Diabetes Typ 2, doch in den meisten Fällen ist Übergewicht ausschlaggebend für den Ausbruch der Erkrankung. Während beim Typ-1-Diabetiker schon bald nach Krankheitsbeginn kein körpereigenes Insulin mehr vorhanden ist, kann beim Typ 2 zu Beginn der Erkrankung sogar meist noch ausreichend körpereigenes Insulin produziert werden. Das Problem: Es kann an den Zellen von Muskeln, Fettgewebe und Leber nicht mehr richtig wirken. Das geniale »Schlüssel-Schloss-Prinzip« versagt. Die Zellen sind resistent, also unempfindlich für die Insulinwirkung. Und daraus erklärt sich auch der Blutzuckeranstieg. Denn das Einschleusen von Zucker aus dem Blut in die Zellen funktioniert ja nicht mehr. Dies passiert nicht schlagartig, sondern entwickelt sich langsam. Verantwortlich dafür ist meist das Übergewicht in Verbindung mit mangelnder körperlicher Bewegung. Bleibt ein Diabetes in diesem Stadium unbehandelt, reagiert die Bauchspeicheldrüse mit vermehrter Insulinproduktion - der verzweifelte Versuch, den ständig erhöhten Blutzuckerspiegel auszubalancieren. Aber irgendwann ist die Produktionsstätte erschöpft. Es wird nicht mehr ausreichend, schließlich gar kein Insulin mehr produziert. Dann bleibt nur, wie beim Typ-1-Diabetiker, eine Therapie mit Insulin.

Gute Chancen durch Früherkennung

Es gibt einige Vorboten für einen »anschleichenden« Diabetes, denen im Alltagsgeschehen leider viel zu wenig Beachtung geschenkt wird:
• Abgeschlagenheit
• Leistungsabfall
• Starker Durst
• Häufiges Wasserlassen
• Hautveränderungen (Jucken, Trockenheit)
• Schlechte Wundheilung
Je eher die ersten Anzeichen erkannt werden, umso besser! Denn darin liegen die besten Chancen, den Diabetes durch eine veränderte Lebensweise, meist in Kombination mit der Einnahme von Tabletten, in den Griff zu bekommen.

Irreversible Schäden

Ein ständig erhöhter Blutzucker kann Nerven und Blutgefäße schwer schädigen. Betroffen davon sind häufig die Augen, Beine, Füße und die Nieren. Das kann in besonders schlimmen Fällen Erblinden und Amputationen zur Folge haben. Geschädigte Arterien im Hirn erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall. Gerät die Gesundheit dauerhaft in Schieflage, können neue Erkrankungen schneller folgen. Es gilt also, sich als Diabetiker vor diesen Begleiterkrankungen zu schützen.
Diabetes richtig behandeln
Das Ziel der Diabetesbehandlung ist, überhöhte Blutzuckerwerte, »Blutzuckerspitzen«, zu vermeiden. Und gleichzeitig Risikofaktoren zu (er-)kennen und auszubremsen. Dadurch wird ein Diabetes nicht verschwinden. Aber für die persönliche Lebensqualität ist es sehr wichtig, wenn ein Fortschreiten der Erkrankung und das Nachfolgen weiterer Begleiterscheinungen so weit wie möglich hinausgezögert werden können.

Blutzuckerwerte

Die »normalen« Blutzuckerwerte bei Menschen ohne Diabetes liegen bei 60 bis 130 mg/dl. Fallen die Werte unter 60, dann spricht man von einer Unterzuckerung oder Hypoglykämie. Der Blutzucker sollte sich durch eine Mahlzeit nur in einem begrenzten Rahmen verändern. Das Ziel ist, die eigenen Blutzuckerwerte möglichst nahe an die Normwerte heranzuführen. Gute Blutzuckerwerte sind:
Erste Hilfe bei einer Hypoglykämie
Es kann schon mal passieren, dass trotz aller Achtsamkeit der Blutzucker tiefer rutscht. Dann kommt es zu einem Unterzucker, einer Hypoglykämie. Sichere Anzeichen sind:
• Zitterigkeit
• Starkes Schwitzen
• Unkonzentriertheit
Dann besteht Handlungsbedarf! Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke müssen schnell eingenommen werden. Wer sich gerade bewegt, setzt sich hin. Kommt es zu Bewusstseinsstörungen, sollten Außenstehende nicht zögern, ärztliche Hilfe anzufordern.
■ nüchtern: < 110 mg/dl
■ 2 Stunden nach dem Essen: < 145 mg/dl

So wird Blutzucker gemessen

Dank raffinierter Medizintechnik gibt es zuverlässige Möglichkeiten, um den Blutzucker auch selbst zu messen. Dafür braucht man einen Bluttropfen von der Fingerkuppe. Extra dafür können Sie ein »Pieksgerät« benutzen, das gerade so viel Blut freisetzt, um es auf einen Teststreifen zu geben. Dieser wird dann unverzüglich in einem Blutzuckermessgerät analysiert, und der aktuelle Blutzucker kann genannt werden. Besonders für Diabetiker, die Medikamente einnehmen oder Insulin spritzen, ist die regelmäßige Messung des Blutzuckers von Bedeutung.
Bei den ärztlichen Kontrollen wird im Labor unter anderem der HbA1c bestimmt. Mit diesem Wert lässt sich feststellen, wie die Blutzuckereinstellung der vergangenen 8 bis 10 Wochen war. Ein Wert von unter 7, nämlich 6,5, würde auf eine gute Behandlung des Diabetes hinweisen.

Aktiv mithelfen

Um zu Blutzuckerwerten im Normalbereich zu gelangen, gibt es je nach Krankheitsbild verschiedene Möglichkeiten. Für übergewichtige Typ-2-Diabetiker, die selbst noch Insulin produzieren, kann anfangs ein schlichtes Rezept zu normalen Blutzuckerwerten
Impressum
© 2006 by Südwest Verlag, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München
 
Alle Rechte vorbehalten. Vollständige oder auszugsweise Reproduktion, gleich welcher Form (Fotokopie, Mikrofilm, elektronische Datenverarbeitung oder durch andere Verfahren), Vervielfältigung, Weitergabe von Vervielfältigungen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
 
Projektleitung
Susanne Kirstein
 
Theorietext
Dipl. oec. troph. Bettina Köhler
 
Redaktion
Dr. Ute Paul-Prößler
 
Bildredaktion
Elisabeth Franz
 
Layout
Andreas Rimmelspacher, Murnau
 
Reproduktion
Artilitho, Trento
 
Gedruckt auf chlor- und säurearmem Papier
 
 
 
eISBN : 978-3-641-03597-6
ISBN-13: 978-3-517-08259-2
 
 
 
 
817 2635 4453 6271
 
Leseprobe
 

www.randomhouse.de