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Reiserückkehrer, Zweite Welle, Inzidenzen! Priorisierung, Impfstoffmangel, Mutationen! Impfdrängler, Neiddiskussion, Bundesnotbremse! Das Virus hat, für viele unterwartet, den letzten Zipfel unserer Republik erfasst – es betrifft immer mehr Menschen. Die "Zweite Welle" ist nicht aufzuhalten, Die Anzahl der Todesfälle durch Corona stieg beängstigend an, auch weltweit. Unser Gesundheitssystem drohte zu kollabieren. Ab dem Frühjahr 2021 erfolgten die ersten Impfungen. Zu Beginn ruckelte es gewaltig, doch später lief der Impfzug und viel Kritik, auf vollen Touren. Zur Jahresmitte hin glaubten viele, die Pandemie sei nun Geschichte. Der Ruf nach Freiheit wurde immer lauter, trotz der Bundesnotbremse. Das Corona-Virus wird die Welt noch lange beschäftigen. Diese Corona-Chronik mahnt im Rückblick zu mehr Zuversicht, Demut aber auch zu mehr Respekt.
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Seitenzahl: 863
Veröffentlichungsjahr: 2022
Inhaltsverzeichnis
Impressum 2
Zitat 3
Vorwort 4
Was bisher geschah 6
Was bringt der Herbst? 11
Die „zweite Welle“ 47
Erleichterung und Ernüchterung 86
Mit voller Wucht – der „zweite Lockdown“ 171
Es wird geimpft in Deutschland 217
Lockdown wird verlängert und verschärft 305
Neue Lockerungen im zweiten Lockdown 468
Eine „dritte Welle“ ist unvermeidbar 488
Die „Bundes-Notbremse“ 677
Schlusswort 790
Danke 796
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
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© 2022 novum publishing
ISBN Printausgabe: 978-3-99131-271-0
ISBN e-book: 978-3-99131-272-7
Lektorat: Birgit Himmüller
Umschlagfoto: Christian Horz, VectorMine | Dreamstime.com
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
www.novumverlag.com
Zitat
„Wir müssen ein realistisches Bild zeichnenund nicht das gewünschte.“
Prof. Christian Drosten, Virologe
Vorwort
Weshalb eine Geschichte über eine Pandemie schreiben? Diese Frage hat mich seit Januar 2020 beschäftigt, mit dem Ergebnis, doch später einmal wissen zu wollen, was in dieser Zeit eigentlich wie, wann und wo geschehen ist. Jedenfalls war die Pandemie für den interessierten und achtsamen Bürger mit Verhaltensregeln, Verboten und manchesmal auch mit negativem Ausgang verbunden. Derjenige, welcher sich nur auf die Verbote, Einschränkungen, Unverhältnismäßigkeit, Freiheitsberaubung und Verlust des Alltäglichen beschränkte, war einer Berichterstattung, egal welcher Art, im eigentlichen Sinne nicht aufgeschlossen. Es wird auch hier einige Ausnahmen gegeben haben. Die Geschichte sollte auch aufzeigen, dass wir alle nur Menschen sind und niemand ohne Fehler ist. Wir sollten aber endlich aus Fehlern lernen.
Wer glaubte, nach dem Sommer 2020 wäre die Pandemie vorbei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Es geschah nach wie vor immer was Neues und Überraschendes. Auch wenn es unterschiedliche Auffassungen und Anforderungen für jeden Einzelnen in dieser Pandemie gab, so waren die Probleme für manchen überschaubar, – aber für viele auch von großer Tragweite. Dieses Spannungsfeld aufzulösen, war auch die Aufgabe aller derer, die mit Lösungen und Entscheidungen zu kämpfen hatten. Dass das nicht immer gelingen konnte, mussten viele schmerzhaft erfahren. Das Virus hat mittlerweile, für viele auch unerwartet, den letzten Ort und Zipfel unserer Republik erfasst – anders gesagt, es betrifft nun wirklich ALLE!Aber nach wie vor spielt das unscheinbare und für uns nicht sichtbare Corona-Virus in dieser Geschichte die Hauptrolle.
Steigende Infektionszahlen und Todesfälle im Früh-Herbst ließen Schlimmes erahnen. Der Ruf nach einem Impfstoff wurde immer lauter und eindringlicher. Die Pharma-Industrie arbeitete mit Hochdruck an dieser heilsbringenden „Spritze“, welche Corona den Garaus machen sollte. Wichtige ethische, aber auch organisatorische Aufgaben standen für die Zukunft auf der Tagesordnung. Unzählige Fragen galt es im Vorfeld zu lösen und sollte Wissenschaft, Politik, Medien und auch die Bürger noch viel beschäftigen. Wer wird zuerst geimpft – zuerst die Alten und Kranken oder doch die Jungen? Der Begriff „Mutation“ war bis dato noch gar nicht aufgetaucht und sollte später ebenfalls für einigen Diskussionsstoff sorgen. Diese chronologische Exkursion ist auch ein Zeitdokument und umfasst die Pandemie im ersten Buch von Januar bis Oktober 2020 – und in diesem zweiten Teil von Oktober bis Juni 2021, aber ohne ein Ende der Pandemie voraussagen zu können.
Hermann Görtz
Was bisher geschah
Bevor die „Geschichte einer Pandemie“ weitergeht, seien in Kurzform die ersten acht Monate der Pandemie noch einmal beschrieben. Diese Zeit war eine Achterbahnfahrt der Gefühle und des immer etwas Neuen Kennenlernens. Wir haben quasi alle Phasen einer Pandemie, allerdings immer mit neuen und anderen Vorgaben durchlebt. Allerdings auch mit einigen Kuriositäten und Merkwürdigkeiten. Was aber zu erkennen war, ist der unbedingte Wille, sei es von der Regierung oder von den Wissenschaftlern, es für uns so erträglich zu gestalten, wie es eben möglich war. Dabei ist nicht zu verhehlen, dass dies zu erreichen, ein unmögliches Unterfangen bedeutete. Hier möchte ich das Paradoxon der Pandemie bemühen. Das Paradoxon auflösen heißt auch Widersprüche aufzulösen. Es gibt nicht immer ein „Richtig“ und ein „Falsch“, und es ist manchmal sogar von Region zu Region anders. Das Dumme daran ist nur, dass man dies erst dann merkt, wenn es schon zu spät ist. Wer soll da noch Entscheidungen treffen wollen, – ohne die es auch nicht geht.
Die Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker glaubten auch, sie wären die einzig aufgeklärten und mündigen deutschen Staatsbürger. Sie brachten die Polizei und Sicherheitskräfte in diesen Zeiten an den Rand der Verzweiflung. Es gab auch vereinzelt Gewalt gegen Polizeikräfte – Pöbeln und Beleidigungen sind mittlerweile Demo-Standard. Corona-Regeln hatten auch keine Gültigkeit für die Mehrheit der Demo-Teilnehmer. Warum sollte einer Regeln beachten, an die er nicht glaubt? – Muss man doch verstehen! Das Problem der Corona-Leugner oder Verschwörungstheoretiker ist, dass sie weder das eine noch das andere zur Kenntnis nahmen. Sie kennen nur ihre eigene Richtung. „Toleranz ist gut, – aber nicht gegenüber den Intoleranten“, hat schon Wilhelm Busch vor 150 Jahren bemerkt. Die Gerichte beriefen sich auf die „Verhältnismäßigkeit“ und glaubten, dass aufgrund der Demonstrationsfreiheit, egal welcher Motivation und der zu erwartenden und auch eintretenden Handlungen sie unterlagen, trotzdem den Demonstrierenden ihren Segen geben zu müssen. Segen kann eigentlich nur die Kirche geben. Aber wo ist sie? Ich sehe weit und breit keine. Ich lese wohl, dass die Kirchenvertreter sich mit ihren Missbrauchsfällen eigentlich „nicht“ beschäftigen möchten und diese Auseinandersetzung in die Zukunft verschiebt, so geschehen in Köln. Dafür beklagten sie sich über fehlende Einnahmen, besonders über den Rückgang der Kirchensteuer. Beklagen können sich diejenigen, denen die Pandemie die Existenzgrundlage nimmt, und das sind nicht wenige Bürger in unserem Land. Millionen € an Staatshilfen kamen auch nicht überall dort an, wo sie am dringendsten gebraucht wurden.
Sogar in Lockdown-Zeiten scheinen Demos ganz normal zu sein. Ich schätze unsere Rechtsstaatlichkeit grundsätzlich sehr. Es wäre aber kein Fehler, wenn die zuständigen Parlamente an einigen Stellschrauben nachjustieren würden. Das wäre mal eine Aufgabe. Hier stand die Demonstrationsfreiheit über dem Recht des Schutzes der Bürger. Es versteht auch niemand mehr, dass verkaufsoffene Sonntage in Lockdown-Zeiten durchgeführt wurden. Mit Ausnahme der Geschäftsleute, die ich aber durchaus verstehen kann. Ist doch alles paradox! Die Parlamente waren entsetzt, da sie sich nicht genug beteiligt fühlten. Sie sind schließlich die vom Volk gewählten Vertreter. Dass Parlamente auch Themen bis zur Erfolglosigkeit diskutieren können, hat sich in NRW bei der Schuldiskussion gezeigt mit: Präsenzunterricht, Homeschooling, Wechselunterricht oder Hybridunterricht, ja oder nein oder vielleicht. In Pandemie-Zeiten können wir uns das nicht leisten. Dafür ist das Virus zu schnell. Man sah anhand der Gemengelage, dass man eigentlich mehr falsch als richtig machen kann. Wir stellen eigentlich fest, dass die Pandemie eine größere Herausforderung war als angenommen.
In vielen Ländern wurde und wird verzweifelt nach einem Impfstoff geforscht. Wir wurden wöchentlich mit Erfolg versprechenden Meldungen bedient. Russland schien es zuerst geschafft zu haben. Trotzdem ist die Sterberate auch dort noch sehr hoch und es wird nicht mit offenen Karten gespielt. In allen Corona-Statistiken gibt es eine hohe Dunkelziffer, was im Übrigen nicht nur autokratischen Staaten negativ auszeichnet. Trump, der große Präsident der USA, ist aber der alleinige Herrscher der Impfideologie. Er verkündete noch bis Ende des Jahres 2020 die ganze USA durchgeimpft zu haben. Wir lassen uns doch nicht von einem Virus unterkriegen, einem Feind, den man noch nicht einmal sehen kann. Trotzdem haben die USA prozentual gesehen, weltweit die meisten Infizierten und Toten zu beklagen. Aber von einem Impfstoff, Stand 1. Oktober, war weit und breit nichts zu sehen. Dafür stürzte sich Trump mit all seinem Können und aller Kraft in den Wahlkampf zum neuen US-Präsidenten. Er wusste schon lange vor der Wahl, dass die Demokraten Wahlbetrug im großen Stil betreiben, boykottierte vehement die Briefwahl und behauptete, dass ihm die Präsidentschaft gestohlen werden soll. Die USA ist doch keine Bananenrepublik! Oder doch? Nein, ist die Welt schlecht!
Wir waren in unserem Land zeitweise in einer Phase, wo viele dachten, es läuft doch alles gut. Was wollt ihr eigentlich? Ich war zeitweise auch der Versuchung erlegen zu sagen, was kann uns passieren, – wir machen doch alles richtig. Dass man im Nachhinein immer klüger ist, müssen wir später eingestehen. Es wurde zwar vieles richtig gemacht, nur haben wir nicht bedacht, dass das dem Corona-Virus eigentlich alles schnurz-piep-egal war. Solange es vorhanden ist, solange machte es sich auch in dieser Welt breit. Überall! Apropos Welt, entgegen der weltweiten Situation in Sachen Pandemie sind wir bisher immer noch mit einem blauen Auge davongekommen. Auch dank der Bürger, welche die Restriktionen mit Verständnis aufgenommen und damit zu dieser Entspannung beigetragen haben. Wir haben einen relativ entspannten Sommer gehabt und gehofft, dass schlimmste überstanden zu haben. Es könnte gut sein, dass dies eine trügerische Vorstellung ist. Die Lockdowns selbst waren nie schön, aber auch nicht das Problem. Probleme haben uns die Lockerungen gebracht. Da müssen wir viel strukturierter und besser werden, heute sagt man stringenter werden, – aber wir lernen ja alle dazu. Gehen wir ohne Bangen, dafür aber mit viel Hoffnung in den Herbst und Winter. Nun liegt es an uns, Weihnachten im Familienkreis feiern zu können. Wir haben es selbst in der Hand, dieses Ziel zu erreichen. Ich glaube, dass dies ein großes Bedürfnis der Menschen in unserem Land ist.
Es kann schon Labsal für die überforderte Corona-Seele sein, wenn wir jemanden finden, der mit Augenmaß und verständlichen Ansagen den Bürgern den richtigen Weg zeigt. Vielleicht sollten im Nachhinein die mahnenden Worte, sei es von der Regierung oder Wissenschaftlern, heute mehr Würdigung erhalten. Es gibt auch Wissenschaftler, die gesagt haben, wenn wir es so oder so hinkriegen, kann ein bestimmtes Maß an Normalität uns bis an das Ende der Pandemie begleiten. Dass das bisher nicht funktioniert hat, ist allein dem Umstand geschuldet, dass das Individuum Mensch an dieser Vorgabe gescheitert ist. Der Mensch ist mit solchen Dingen hoffnungslos überfordert. Das mache ich daran fest, weil das Ergebnis ja ein anderes war, als wieder Normalität zu erlangen. Die immer wiederkehrenden und neuen Corona-Regeln haben gezeigt, dass wir es ohne Regeln nicht schaffen werden. Das heißt auch, dass die Achterbahnfahrt eine Fortsetzung findet. Was lernen wir aber daraus? Die Pandemie legte auch ein „Mediales Zeitgeschehen“ offen, – und die Politik, aber auch die Medien waren dabei nicht immer auf der Höhe der Realität. Aber wer war das schon! Die Begriffe wie „Wunschdenken“ und „Realität“ bekommen in Notzeiten – auch in dieser Pandemie, deren Ausgang niemand kannte, eine völlig neue Bedeutung. Wie sagt der Virologe Prof. Christian Drosten so treffend: „Wir müssen ein realistisches Bild zeichnen – und nicht das gewünschte.“ Es ist auch nicht nur der in Kürze zu erwartende Impfstoff, sondern auch das Wissen um das Warum. Was wir aber wissen ist, wenn ein Impfstoff da ist, ist das Corona-Virus immer noch nicht verschwunden.
Die „Geschichte einer Pandemie“ befasst sich im Wesentlichen damit, die Umstände und Folgen, die damit verbunden waren, so weit wie möglich zu erfassen. Manchesmal bin auch ich an meine emotionalen Grenzen gestoßen. Ich habe reflektiert, ergänzt, zusammengefasst und auch Textpassagen gestrichen, um meiner Meinung nach eine bessere Verständlichkeit zu erreichen. Vieles habe ich auch ungefiltert übernommen, in dem festen Glauben auch das Wichtigste mitteilen zu müssen. Vor Fehleinschätzungen bin aber auch ich nicht gefeit. Nach wie vor waren meine Quellen meine Tageszeitung, der Kölner Stadt-Anzeiger sowie die „öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten“, aber auch das Internet für einige Statistikzahlen.
Die „zweite Welle“
Lockdown Light im ganzen Land
Am Mittwoch, 28. Okt. 2020, beschloss die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder einstimmig, ab Montag, den 2. Nov., einen Teil-Lockdown in ganz Deutschland einzuführen. Grund dieser Maßnahme ist der exponentielle Anstieg der Corona-Neuinfizierten. Am 20. Okt. lag die Zahl der Neuinfizierten noch unter 10.000, während sich am 28. Okt., also nach etwas mehr als einer Woche, die Zahl auf 16.774 erhöht hatte.
Das öffentliche Leben soll – ähnlich wie im Frühjahr – erheblich eingeschränkt werden. Ziel ist, die Kontakte im November in allen nicht wirklich notwendigen Bereichen zu reduzieren. Der Unterschied zum Lockdown im Frühjahr ist der, dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben. Die Infektionsgefahr bei Kindern wird als gering eingestuft. Bei Jugendlichen wäre bei einer möglichen Ansteckung der Verlauf nicht so dramatisch. Den Schulen und Kitas wird damit auch eine große Verantwortung aufgebürdet. Es liegt an ihnen, unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens in naher Zukunft zu leisten.
Was wurde nun beschlossen? Abstand halten und die Kontakte verringern. Insbesondere in der Öffentlichkeit dürfen sich Angehörige aus zwei Haushalten treffen – maximal 10 Personen. Verstöße werden von den Ordnungsdiensten sanktioniert. Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen und in privaten Einrichtungen werden als „inakzeptabel“ bezeichnet. Karl Lauterbach geht noch einen Schritt weiter und fordert auch Sanktionen im privaten Bereich. Das ist aber höchst umstritten und wird noch heiß diskutiert. Lauterbach sagt, wenn mein Nachbar die Nachtruhe verletzt, käme ja auch die Polizei oder das Ordnungsamt und sagt, was Sache ist. Weshalb nicht in Coronazeiten, wenn privat mit zu vielen Leuten gefeiert wird. Ich sehe das auch kritisch und glaube, dass dies der letzte Schritt sein sollte.
Restaurant, Bars, Klubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt ist weiterhin die Lieferung und Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause. Auch Kantinen dürfen öffnen. Das ist eine bittere Pille für die zuvor genannten. Viele haben, verbunden mit hohen Kosten und Aufwand, eine „infektionsfreie Location“ geschaffen und verstehen diese Maßnahme überhaupt nicht. Man darf auch nicht ausschließen, dass es immer noch ein Restrisiko geben kann, welches aber nicht sehr hoch sein wird. So genau weiß das auch niemand. Es werden nun viele vor der Pleite stehen. Auch wenn die Regierung 75 % der Umsätze des November-Vorjahres als Überbrückungshilfe bereitstellt. Vier harte Wochen sind zu erwarten. Wenn alles infektionsmäßig gesehen gut läuft und wir uns immer besser auf das Virus durch unser Verhalten einstellen, könnte es gut sein, dass der Umgang mit dem Virus für uns alle einfacher wird. Die Hoffnung stirbt auch hier zuletzt.
Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Bordelle. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Gottesdienste bleiben erlaubt – unter Beachtung der Hygieneregeln. Einige Freizeiteinrichtungen stehen vor dem gleichen Dilemma wie Restaurants und Kneipen. Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, etwa joggen, ist weiterhin erlaubt – allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.
„Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen,
sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig.
Wenn wir stattdessen warten würden, bis die
Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät.“
Zitat: Angela Merkel, Bundeskanzlerin
