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Es beginnt vor dem 1. Weltkrieg und beschreibt die Vorkommnisse im Laufe der Zeit bis ins Jahr 2019. Was passiert im Haus und was drum herum, wird detailliert aufgeführt.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2020
Kapitel 1 Der Anfang
Kapitel 2 Krieg vorbei
Kapitel 3 Kauf
Kapitel 4 Tür und Ofen
Kapitel 5 Das Leben
Kapitel 6 Weiter Ausbau
Kapitel 7 Lothar
Kapitel 8 Der Unfall
Kapitel 9 Ende der Geschichte
Es war im Jahr 1910, daß ein Mädchen auf einem Bauernhof auf 800 m Höhe, Haute Broque, ca. 100 m unterhalb des Vogesen-Höhenweges (Route de Crête), der Grenze zwischen Frankreich und dem damaligen Deutschen Reich, geboren wurde. Nach damaligem Gesetz als Deutsche.
Der Hof wurde in Pacht von der Familie Siegenführ bewirtschaftet und der Pachtzins mußte in Naturalien wie Milch, Butter, Käse und Fleisch bezahlt werden.
Es gab also Kühe, Pferde und auch Schweine, die die umliegenden Kräuterwiesen abweideten.
Das nächste Städtchen lag im Tal, ca.
4 km weg und hieß Markirch. Dort wohnten Bergarbeiter (Mineurs), die in den Gruben Silber (Silbertal), Blei und Antimon zu Tage förderten. Dazu kamen Arbeiter, die in den Färbereien arbeiteten, die dem „ Baron“ Lacour gehörten, der im Städtchen eine prunkvolle Villa bewohnte und seine Ländereien an Bauern verpachtete.
Es war keine arme Ansiedlung, ein reichhaltiger Marktflecken, der zudem nah an der Grenze der beiden Länder lag. Die Grenzstation befand sich auf der Paßhöhe ( Col de Ste. Marie-aux-Mines ) auf 722 m Höhe, etwa zwei km entfernt, von wo die Deutschen eine kleine Schmalspur-Eisenbahn gebaut hatten, die hinter dem Siegenführ Bauernhof vorbei zog und das Material für die gerade in Bau befindlichen Befestigungsanlagen und Bunker in den Berg des Violu beförderte.
Im August 1914 erklärte Deutschland Frankreich den Krieg. Die Folge für den Siegenführ Bauernhof kam postwendend durch den Angriff der französischen Truppen, die die Grenze überschritten und mit schwerer Artillerie Richtung Deutschland feuerten, was die Deutschen natürlich mit Zurückschlagen beantworteten.
Die Kämpfe wogten während des Krieges hin und her, so daß nach kurzer Zeit der Bauernhof in Trümmern lag und die Wälder drum herum nur noch aus Baumstümpfen bestanden.
Inzwischen hatten die Franzosen die Frauen mit ihren Kindern von den Männern getrennt und nach Südfrankreich deportiert, ohne jegliches Hab und Gut. Die Männer verlegte man woanders hin.
