GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER - Ava Ross - E-Book

GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER E-Book

Ava Ross

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Beschreibung

Durran: Die Erdlingsweibchen siedeln sich in unserem Clan an und finden ein neues Zuhause hoch oben in den Baumkronen des Waldes. Paare finden sich, aber keine will mich. So vernarbt wie ich bin, wird keine von ihnen jemals in meine Richtung blicken. Aber eine von ihnen ... Rayne ist so süß und lustig. Ich würde sie am liebsten in meine Arme schließen und küssen, bis sie meinen Namen stöhnt. Doch um mein Herz zu schützen, werde ich mich stattdessen damit beschäftigen, eine neue Bedrohung für unseren Clan zu untersuchen. Jemand fügt unseren Bäumen Schaden zu, und ich muss ihn aufhalten, bevor er unsere Lebensweise zerstört. Rayne: Um mich von meinem anhaltenden Verlangen nach Durran abzulenken, konzentriere ich mich auf die Erforschung der Substanz, die die Bäume des Clans vergiftet, und auf die Erziehung meiner fünfjährigen Tochter. Sie hat sich mit einem Trundier angefreundet, und ich mache mir Sorgen, dass sie mit dieser Kreatur, die aussieht wie eine riesige Hornisse, in den Sonnenuntergang fliegt. Aber als Durran und ich uns küssen und diese Küsse zu anderen Dingen führen, wirft mich das völlig aus der Bahn. Können ein ruppiger außerirdischer Trundier-Trainer und eine alleinerziehende Mutter auf einem erdfernen Planeten die wahre Liebe finden? Gezähmt vom Alien Krieger ist Buch 2 der Schicksalsgefährten der Ferlaern Krieger Serie. Dieser eigenständige, abendfüllende Liebesroman bietet Hitze von der ersten Seite an, Aliens, die außerirdisch aussehen und sich auch so verhalten, ein garantiertes Happy End, kein Fremdgehen und keinen Cliffhanger.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2023

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GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER

Schicksalsgefährten der Ferlaern Krieger Serie, Buch 2

Ava Ross

Enchanted Star Press

Gezähmt vom Alien-Krieger

Die Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger, Buch 2

Urheberrecht © 2021 Ava Ross

Alle Rechte vorbehalten.

Kein Teil dieses Buches darf in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen elektronischen oder mechanischen Mitteln, einschließlich Informationsspeicher- und -abrufsystemen, ohne schriftliche Genehmigung der Autorin vervielfältigt werden, mit Ausnahme der Verwendung kurzer Zitate mit vorheriger Genehmigung. Namen, Personen, Ereignisse und Begebenheiten sind ein Produkt der Fantasie des Autors. Jede Ähnlichkeit mit einer lebenden oder toten Person ist rein zufällig.

Titelbild von Natasha Snow Designs

Übersetzer: Linnea’s Language Lab & Karina Michel

Lektorat/Korrekturlesen durch Owl Eyes Proofs & Edits & Del's Diabolical Editing

Enchanted Star Press/Imprint

Inhalt

Serien auf Deutsch von AVA

GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER

Vorher

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

VERFÜHRT VOM ALIEN-KRIEGER

Serien auf Deutsch von AVA

Über den Autor

Für meine Mutter,

die immer daran geglaubt hat, dass ich das hier schaffen kann.

Serien auf Deutsch von AVA

Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger

Galaxie-Spiele

Biestiger Alien-Boss

Monsterville

Feiertagsdate mit einem Alien

(Frost, Sleye)

(Science-Fiction Weihnachtsgeschichten)

GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER

Er ist schüchtern und vernarbt und glaubt,

dass ihn niemals jemand lieben wird.

Durran: Die Erdlingsweibchen siedeln sich in unserem Clan an und finden ein neues Zuhause hoch oben in den Baumkronen des Waldes. Paare finden sich, aber keine will mich. So vernarbt wie ich bin, wird keine von ihnen jemals in meine Richtung blicken. Aber eine von ihnen ... Rayne ist so süß und lustig. Ich würde sie am liebsten in meine Arme schließen und küssen, bis sie meinen Namen stöhnt. Doch um mein Herz zu schützen, werde ich mich stattdessen damit beschäftigen, eine neue Bedrohung für unseren Clan zu untersuchen. Jemand fügt unseren Bäumen Schaden zu, und ich muss ihn aufhalten, bevor er unsere Lebensweise zerstört.

Rayne: Um mich von meinem anhaltenden Verlangen nach Durran abzulenken, konzentriere ich mich auf die Erforschung der Substanz, die die Bäume des Clans vergiftet, und auf die Erziehung meiner fünfjährigen Tochter. Sie hat sich mit einem Trundier angefreundet, und ich mache mir Sorgen, dass sie mit dieser Kreatur, die aussieht wie eine riesige Hornisse, in den Sonnenuntergang fliegt. Aber als Durran und ich uns küssen und diese Küsse zu anderen Dingen führen, wirft mich das völlig aus der Bahn. Können ein ruppiger außerirdischer Trundier-Trainer und eine alleinerziehende Mutter auf einem erdfernen Planeten die wahre Liebe finden?

Gezähmt vom Alien Krieger ist Buch 2 der Schicksalsgefährten der Ferlaern Krieger Serie. Dieser eigenständige, abendfüllende Liebesroman bietet Hitze von der ersten Seite an, Aliens, die außerirdisch aussehen und sich auch so verhalten, ein garantiertes Happy End, kein Fremdgehen und keinen Cliffhanger.

Vorher

Rayne

Vor zwei Jahren wütete eine schwere Krankheit auf der ganzen Erde und nahm den meisten erwachsenen Männern das Leben. Die hinterbliebenen Frauen trauerten und versuchten, einen Weg zu finden, um ihr Leben fortzusetzen. Aber wir waren am Boden zerstört. Wir verloren nicht nur viele geliebte Menschen, sondern auch unsere Zukunft.

Wir waren schon dabei, uns damit abzufinden, dass wir bald aussterben würden, als uns plötzlich ein Ping aus dem Weltraum erreichte. Es gab da draußen Außerirdische, und sie wollten die Bewohner der Erde kennenlernen. Zunächst hatten wir Angst, dass sie uns angreifen, entführen oder versuchen würden, unseren Planeten gewaltsam einzunehmen. Aber sie versicherten uns, dass sie in Frieden kämen, und meinten es auch so. Wir schlossen Verträge ab und tauschten Technologien aus. Die Außerirdischen erzählten uns, dass sie ihre Frauen durch eine ähnliche Krankheit verloren hatten, und schlugen etwas Erstaunliches vor. Warum sollte man nicht versuchen, einander zu helfen? Genetiker untersuchten uns und stellten fest, dass wir miteinander kompatibel waren. Diejenigen, die in das Wachstumsprogramm aufgenommen wurden, erhielten Übersetzerchips, um den Übergang leichter zu machen.

Auf unserem ersten Abenteuer in den Weltraum reisten ein paar Gruppen von Frauen also quasi als Katalogbräute für Außerirdische zu einem Planeten namens Crakair. Nach dem Erfolg dieser Mission wurden auch Vereinbarungen mit einer Spezies namens Driegons getroffen, die tief unter der Oberfläche von Crakair lebt.

Jetzt hat uns ein weiterer Planet eine Nachricht geschickt.

Wir sind die Ferlaern, ein edles Volk. Jäger, Krieger und Reiter auf den mächtigen, geflügelten Trundier. Wir sind furchtlos und leidenschaftlich.

Hier ist unser Angebot: Lasst euch auf Ferlaern nieder, und wir werden euch den Hof machen. Euch verführen. Euch für uns gewinnen. Wenn wir zusammenpassen, sorgen wir für euch und unseren gemeinsamen Nachwuchs.

Furchtlos und leidenschaftlich also?

Als alleinerziehende Mutter eines kleinen Mädchens hatte es schon so lange keine Leidenschaft mehr in meinem Leben gegeben, dass ich mich kaum erinnern konnte, wie sich so etwas anfühlt. Ich freute mich über die Aussicht, dort jemanden zu treffen, der eine richtige Beziehung mit mir eingehen wollte, anstatt wegzulaufen, wie es mein Freund von der Uni getan hatte, als er erfuhr, dass ich schwanger war.

Meine Tochter wünschte sich so sehr einen Vater.

Könnte ich vielleicht wirklich jemanden für uns finden … sprichwörtlich hinter den Sternen?

Nach einigen Überlegungen meldete ich mich zusammen mit ein paar anderen Frauen für das Programm an. Wir gingen an Bord eines Raumschiffes und machten uns auf die lange Reise nach Ferlaern.

Jede Frau hat ihre eigene Geschichte zu erzählen, und das hier ist meine ...

KapitelEins

Rayne

Während das Sonnenlicht den Himmel mit blutroten und goldenen Streifen färbte, bewegte ich mich schnell und mit leichten Schritten über den Waldboden. Die Ferlaern-Krieger hatten mir mehr als einmal gesagt, dass ich das Dorf nicht ohne Begleitung verlassen sollte, auch wenn sie mir den Grund dafür nicht sagen wollten. Wenn sie mich erwischten, würde ich Ärger bekommen.

Aber eine Begleitung? Als ob die Wachen Zeit hätten, mir ständig hinterher zu dackeln, während ich Bäume untersuchte.

Ich schnaubte, und eine lästige Fliege, die um meinen Kopf kreiste, flog davon, als wäre ich eine Bedrohung.

Die Ferlaern waren bestimmt einfach nur übervorsichtig.

Außerdem hatte ich nicht vor, lange hier unten zu bleiben. Ich wollte nur schnell meine Bodenproben nehmen und dann ins Dorf zurückkehren, um meine fünfjährige Tochter Missy von ihrer Verabredung mit einer Freundin abzuholen.

Doch das hier konnte nicht warten.

Die mächtigen Aresk-Bäume waren im Begriff zu sterben, und ich war fest entschlossen, herauszufinden, warum. Auch jetzt konnte ich einen kränklichen Gelbstich auf ihren Blättern sehen. Die kleineren Äste knickten sofort bei einer leichten Drehung unter meinen Finger um, anstatt sich zu biegen. Gehörte dies zum Lebenszyklus dieser Bäume? Das wusste ich nicht, aber ich wollte es herauszufinden.

Ich war kein wirklicher Baumpfleger. Auf der Erde hatte ich bloß für eine Landschaftsbaufirma gearbeitet. Doch ich hatte schon immer ein besonderes Interesse an Bäumen. Die Bäume schienen das zu wissen und gediehen förmlich unter meiner Berührung.

Ein dumpfes Geräusch hinter mir ließ mich herumwirbeln. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, und ich sah mich hektisch in der dichten Vegetation um, die den schmalen Pfad bedeckte.

Auf einmal huschte ein kleines Wesen, das vage an eine winzige Katze erinnerte, von einer Seite des Pfades zur anderen, und mein Puls beruhigte sich.

„Es ist nichts“, flüsterte ich. „Nur ein außerirdisches Kätzchen.“ Ich drehte mich um und ging weiter den Weg hinunter. „Ein süßes außerirdisches Kätzchen, aber keine ernsthafte Bedrohung.“

Das hoffte ich zumindest.

Auf halbem Weg durch diesen Teil des Waldes blieb ich neben einem der größeren Bäume stehen, der mich um mindestens zweihundert Meter überragte. Wenn ich meine Arme ausstrecken würde, um ihn zu umarmen, würde ich kaum eine Seite umfassen.

Unser Clan lebte ganz oben in den Baumkronen dieser Bäume. Die Blüten beherbergten unsere Häuser und schützten uns vor der Witterung.

Uns. Ich benutze den Begriff nur sehr vage. Ich war ein Erdling, der vor ein paar Wochen auf diesem Planeten angekommen war, um sich hier niederzulassen. Hier, im neuen Wilden Westen, wie meine Freundin Piper es nannte. Unsere Siedlung in einem tiefgelegenen Tal, mehrere Tagesflüge von hier entfernt, hatte nicht lange überlebt, nachdem die Duskhorde angegriffen hatten. Diese furchtbar gruseligen Außerirdischen liebten frisches Fleisch und hatten es auf die Frauen der Erde abgesehen, um sie zu vergewaltigen oder zu verspeisen. Wir entkamen ihrem Angriff mithilfe der Ferlaern-Krieger, die gekommen waren, um uns beim Bau zu helfen. Nachdem die meisten unserer Besitztümer in einem Feuer verloren gingen, brachten uns die Ferlaern dorthin, wo sie den Winter hoch in den Bergen verbrachten und zu ihren leer stehenden Häusern. Domits wurden sie genannt. Es waren große, hohle, birnenförmige Blüten, die von den Bäumen baumelten. Jedes enthielt einen Wohnbereich und zwei Schlafzimmer. Keine Küche, aber wer wollte schon unbedingt kochen? Wir aßen alle in einem zentralen Domit. Ich war mir immer noch nicht sicher, wer hier eigentlich das Essen zubereitete, aber das musste ich wohl irgendwann herausfinden, denn auch ich sollte mich mal beim Küchendienst beteiligen.

Später.

Das Wildeste an unserer Wohnsituation waren jedoch die Trundier, die geflügelten Kreaturen, von denen Piper behauptete, sie sähen aus wie Hornissen (sie hatte irgendwie recht). Ferlaern-Krieger ritten auf ihnen wie auf Drachen, obwohl ich noch keinen Trundier gesehen hatte, der auch Flammen speien konnte. Diese riesigen Tiere nisteten ebenfalls in den Baumkronen, und gerade jetzt waren ihre Jungen dabei zu schlüpfen.

Ich fuhr mit den Fingern über die Rinde des Baumes, tastete nach losen Stellen und bückte mich dann, um den Boden näher zu untersuchen, der um die Baumwurzeln herum gemulcht war. Bisher hatte ich nichts Ungewöhnliches gefunden, aber ich hatte ja auch gerade erst mit meiner Untersuchung begonnen.

Mit dem Kurzschwert in der Hand, das ich mir irgendwie von meinem Lieblingskrieger der Ferlaern geliehen hatte, – der wahrscheinlich nicht sehr erfreut wäre, wenn er davon wüsste, – verließ ich den ersten Baum und schlich mich näher an den einen Baum heran, den ich genauer untersuchen wollte. Um mich herum tanzten Farne, die mindestens doppelt so groß waren wie ich, langsam im Wind, und ein gefiederter Endla-Vogel hüpfte auf einen hüfthohen Felsen und krächzte mich an, weil er sauer war, dass ich mich in sein Revier wagte. Als ob seine Reißzähne nicht schon genug wären, um mich auf Abstand zu halten, spreizte er seine Schwanzfedern wie ein Pfau, der einem Albtraum entsprungen war. Jede der Federn war mit einer schmalen, messerscharfen Klinge bestückt. Wenigstens konnten sie diese nicht auch noch werfen, – soweit ich wusste.

Ich wich dem wütenden Vogel aus, erstarrte aber, als ich ein leises Rascheln im Wald hinter mir hörte.

Ich hielt den Atem an, während ich mich umsah, aber ich entdeckte nichts außer dem Vogel, der vom Felsen sprang und ins Unterholz flüchtete. Stirnrunzelnd stieß ich einen Atemzug aus und ging weiter auf den Baum zu. Als ich näher kam, betrachtete ich die Rinde und die Wurzeln, die teilweise mit abgestorbener Vegetation bedeckt waren.

„Armes Baby“, sagte ich und streichelte den Baum.

Er gab ein schnurrendes Geräusch von sich. Ein richtiges, kräftiges Schnurren, das irgendwie niedlich war.

„Sprichst du mit mir?“, flüsterte ich und ließ meine Finger wieder an dem Baum entlang gleiten. „Das gefällt dir, nicht wahr?“ Ich hatte noch nie erlebt, dass ein Baum auf meine Berührung reagierte, aber dies war eine neue Welt mit neuen Kreaturen und Pflanzen. Wenn es den Bäumen gefiel, gestreichelt zu werden, war ich auf jeden Fall mehr als bereit dazu.

Etwas glitt über meinen Turnschuh, und ich sprang nach hinten und fuchtelte mit den Armen. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, und eine Sekunde lang dachte ich, ich müsste es aushusten.

Das winzige katzenartige Wesen, das ich vorhin auf dem Pfad gesehen hatte, stand auf einer nahen Wurzel, die aus dem Boden ragte, und starrte zu mir hoch. Es war nur etwas größer als meine Handfläche, hatte vier Beine mit bauschigem Fell, einen wuscheligen Schwanz und zwei sehr große, spitze Ohren mit Büscheln an der Spitze. Seine lange Schnauze wackelte wie die eines Maulwurfs. als es vorwärts hüpfte und seine Krallen in den Stoff meiner Turnschuhe grub, die es glücklicherweise nicht durchtrennte.

„Wer bist du denn?“, fragte ich es mit der Stimme, die ich normalerweise nur für Babys verwendete, um sie zu beruhigen.

Das Tier schnurrte und versuchte, an meiner Hose hochzuklettern.

„Oh, du hast also geschnurrt. Nicht der Baum.“

Es legte den Kopf zurück und musterte mich, bevor es grinste und lange, dünne Reißzähne entblößte. Hier auf Ferlaern hatten viele Dinge Hauer oder Reißzähne, und besonders Letzteres gefiel mir irgendwie. Besonders Durrans Reißzähne. Ich stellte mir immer wieder vor, wie er hinter mir stand und seine Arme um meine Taille schlang, während er mich mit ihnen in die Schulter zwickte. Ein unmöglicher Traum, denn er flüchtete in die entgegengesetzte Richtung, sobald ich seine Nähe suchte.

Ich hob das fremde Kätzchen hoch und hielt es auf meiner Handfläche in die Höhe.

„Wie heißt du denn, kleines Kätzchen?“, fragte ich.

Seine Nase wackelte und es schnupperte an meiner Handfläche, bevor es sie ableckte. Es kitzelte, und ich musste kichern.

Hinter mir raschelte wieder das Laub. Ich drückte das Kätzchen dicht an meinen Hals und schaute über meine Schulter, wobei mir die Angst über den Rücken lief.

Es gab viele unbekannte Wesen auf Ferlaern, und ich war nicht erpicht darauf, einem von ihnen außer diesem Kätzchen zu begegnen, doch hinter mir bewegte sich nichts.

Das erinnerte mich daran, dass ich meine Mission hinter mich bringen und in die Baumkronen zurückkehren musste.

Mit dem Kätzchen in einer Hand, der Tasche über der Schulter und dem Schwert in der anderen Hand ging ich um den Baum herum und untersuchte die Rinde und die Wurzeln, die sich durch den feuchten, gemulchten Boden bogen.

Das Kätzchen schnurrte, legte den Kopf schief und spähte an mir vorbei in den Wald. Seine winzigen blauen Augen weiteten sich, und es ließ sich von meiner Hand auf den Boden plumpsen und huschte um den Baum herum.

„Komm zurück“, sagte ich und eilte ihm hinterher.

Ein Klopfen auf meiner Wirbelsäule ließ mich aufschreien. Ich wirbelte herum und stieß mein Schwert nach vorne.

Durran lenkte meinen Stoß mit einem schnellen Hieb zur Seite ab.

Während einige der Frauen diesen Ferlaern-Krieger bloß stirnrunzelnd ansahen, starrte ich ihn an, als wäre er ein Schokoladenbecher mit Schlagsahne und einer Kirsche oben drauf. Ich wollte mit meinen Fingerspitzen über die Geschichte gleiten, die in den Narben auf seinem Gesicht geschrieben stand, obwohl ich bezweifelte, dass er mich jemals lassen würde.

Er schaute finster drein. „Das ist mein Schwert.“ Er nahm es aus meiner schlaffen Hand und drehte es erst in die eine, dann in die andere Richtung, als ob er glaubte, ich hätte damit auf eine Bürste gehackt, um die Klinge absichtlich stumpf zu machen. „Woher hast du das?“

„Ich ... habe es mir geliehen.“ Verdammt, verdammt, verdammt. Jetzt würde ich Ärger bekommen.

„Ausleihen setzt eine Erlaubnis voraus.“ Er spuckte die Worte förmlich aus.

Meine Lippen verzogen sich. „Okay, also, ich hab’s mir ausnahmsweise auf eigene Faust ausgeliehen.“

Sein finsterer Blick vertiefte sich und zog größere Furchen in sein Gesicht, als die Segmente seinen Narben wichen. Seine Haut bestand aus poliertem Gold und schimmerte matt im Sonnenlicht. Sein nachtschwarzes Haar war von tiefvioletten Strähnen durchzogen, und ich wünschte mir, mit den Fingern hindurchfahren zu können. Nicht, dass er das jemals zulassen würde. „Es gibt keine Ausnahmen“, sagte er.

Ja, nun, ich hatte die Ausnahme selbst eingeführt.

„Es tut mir leid“, sagte ich und versuchte, zerknirscht zu wirken. „Ich konnte nicht ohne Schutz hierher kommen, und du hast dein Schwert offen liegen lassen.“

„Wo?“ Seine dicken Brauen zogen sich zusammen.

„Ich, ähm, na ja, als du es zur Reparatur bei Berrand gelassen hast, habe ich es übernommen.“

„Schwerter sind keine kleinen Kreaturen, die man adoptiert.“

Wie das Kätzchen? Ich musste das arme Ding finden und es mit nach Hause nehmen. Missy würde es lieben. Verdammt, ich liebte es bereits. Wenn Durran nicht bereit dazu war, brauchte ich jemand anderen, an den ich mich jeden Abend im Bett kuscheln konnte.

„Hättest du es mir geliehen, wenn ich gefragt hätte?“ Ich war wirklich neugierig auf seine Antwort. „Ich wette, du wärst weggestapft, ohne mir eine Antwort zu geben.“

Er blinzelte, als wüsste er nicht, was ich sagen wollte. Willkommen in meinem Leben, Kumpel. Ich wusste definitiv nicht, wie ich ihn verstehen sollte.

„Du kannst dein Schwert zurückhaben. Ich bin fertig damit“, sagte ich und meine Kehle schnürte sich zu, wie immer, wenn ich ihm nahe war. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt, wurde ich zu einer Mischung aus jugendlichem Leichtsinn und weiblicher Lust.

„Was, ähm, machst du hier?“ Ich verstaute meine Tasche mit den Werkzeugen und der Ausrüstung zur Probenentnahme sorgfältig hinter meinen Oberschenkeln. Weil mich sein berauschender Duft umgab und ich mich am liebsten an ihn gedrückt hätte, lehnte ich mich gegen den riesigen Baum. Eigentlich stützte ich mich eher gegen den Baum. Was hatte dieser Kerl nur an sich? Er konnte meine Knie mit einem Blick zu Brei machen. Ich war eine achtundzwanzigjährige Frau mit einer kleinen Tochter, um Himmels willen. Keine errötende Jungfrau.

„Ich war jagen“, antwortete er kurz.

„Kein Glück gehabt, was?“ Mein Gesicht verfärbte sich in der Sekunde, in der ich sprach. Ich wollte ihm keinen Vorwurf machen, weil er mit leeren Händen ins Dorf zurückkehrte.

„Nein.“

Ah, das war der Durran, den ich kannte und, nun ja, mochte. Er hatte so viel Sex-Appeal, aber wenig Gesprächsstoff. Wir waren zum ersten Mal allein und er sagte rein gar nichts, sondern starrte mich nur an.

„Gehst du oft jagen?“, fragte ich, um mit ihm ins Gespräch zu kommen.

„Manchmal.“

Hey, wir machten Fortschritte, von einfachen Blicken zu kurzen Sätzen. In hundert Jahren würden wir es vielleicht zu ganzen Absätzen geschafft haben.

„Ich verstehe“, sagte ich.

Er musterte mein Gesicht, also nahm ich mir einen Moment Zeit, um ihn ebenfalls zu mustern. Von der ersten Begegnung an fühlte ich mich zu diesem Außerirdischen hingezogen, aber bisher schien er meine fragwürdigen Reize nicht zu bemerken. Und ich hatte wirklich alles versucht, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Außer, dass ich jemals nackt vor ihm getanzt hätte, hatte ich wirklich alles gegeben, und sei es nur mich von hinten anzuschleichen und übers Wetter zu reden. Ich bot ihm an, ihm im Gemeinschaftsraum einen Teller mit Essen zuzubereiten. Ich bat ihn, meine kaputte Domit-Tür zu reparieren - er murmelte zwar etwas, das ich als Zustimmung verstand, aber er war noch nicht vorbeigekommen, um sie zu „reparieren“.

Jedes Mal, wenn ich sprach, schlich er sich davon.

„Was jagst du?“, fragte ich und neigte meinen Kopf zurück, um zu ihm aufzuschauen. Mit seinen weit über zwei Metern Größe war ich auf Augenhöhe mit seiner muskulösen Brust. Die Spitzen seiner sechs Zentimeter langen Hörner ragten durch sein schwarz-violettes Haar, und ich wollte mich daran festhalten und mit den Fingerspitzen über ihre dicken Längen fahren. Seine Locken hingen ihm bis zur Mitte des Rückens, etwas, das manche Frauen vielleicht abtörnen würde. Mich ganz und gar nicht. Ich konnte mir nur allzu gut vorstellen, wie die Strähnen über meine nackte Haut glitten, während er sich über mir abstützte.

Meine Haut brannte. Ich musste mich beruhigen. Die Chance auf Sex zwischen mir und Durran war so groß wie die, dass ich Präsidentin dieses Planeten werden könnte, und für den Job würde mich mit Sicherheit niemand nominieren wollen.

„Liskarde“, sagte er abrupt. „Ich war gerade dabei, Liskarde zu jagen.“

„Zum Abendessen?“

„Niemand isst Liskarde.“

„Warum werden sie dann gejagt?“

„Wir müssen die Population niedrig halten, damit sie nicht die Trundier-Schlüpflinge fressen.“ Seine Füße bewegten sich, und ich konnte mir fast vorstellen, wie er sich selbst sagte, dass er mit diesem Gespräch und mir fertig sei, um sich dann umzudrehen und in die andere Richtung zu verschwinden.

„Du bist doch derjenige, der für die Trundier zuständig ist, oder?“, fragte ich und hoffte, er würde nicht direkt wieder abhauen, wenn wir über seine Arbeit sprachen.

Ein Schlucken bahnte sich seinen Weg durch seine Kehle, und seine tiefgrünen Augen schweiften überall hin, nur nicht zu mir. „Ich bin Cheftrainer.“ Seine dicke, heisere Stimme ließ mir ein Kribbeln über den Rücken laufen. Die Wirkung, die er auf mich hatte, war wirklich nicht fair.

Hinter ihm knirschte Laub, und etwas gab ein tiefes, knurrendes Geräusch von sich, als würden zwei Felsbrocken aufeinanderprallen.

Ich legte den Kopf schief und fragte mich, was es wohl sein mochte.

Durran drehte sich um, und seine Hand zog nahtlos ein Kurzschwert aus der Scheide an seiner Brust.

Die Farne schwankten und Äste brachen, als sich etwas näherte.

„Versteck dich, Rayne!“, zischte er.

Ein riesiges Krokodil brach aus dem Gebüsch hervor und stapfte auf uns zu, wobei von seinen Reißzähnen Schleim tropfte und seine Klauen den Boden aufwirbelten.

KapitelZwei

Durran

Ich stieß einen kehligen Laut aus und stürzte mich auf den Liskard. Ich sprang auf seinen Rücken, packte einen der zahlreichen Stacheln und wickelte meinen Schwanz um seinen Hals. Die scharfen, schuppigen Flanken der Bestie schlugen gegen meine Lederhose und erinnerten mich daran, warum wir nahezu unverwüstliche Kleidung trugen.

Die wütende Kreatur bäumte sich auf ihre Hinterbeine auf, die anderen acht Beine streckten ihre Krallen aus. Sie drehte sich und zappelte fest entschlossen, mich loszuwerden.

Liskarde hatten eine verwundbare Stelle, die sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Waffen schützten. Ich musste schnell arbeiten, um diese Stelle zu erreichen, bevor er Rayne angriff.

Rayne - die schöne Rayne - krallte sich an einem Baum fest, bevor sie sich klugerweise an der Seite außer Sichtweite schlich.

Der Liskard erfasste die Bewegung, und obwohl ich mit meiner Klinge erfolglos in seinen Rücken stach, stapfte er hinter Rayne her.

Liskarde kletterten nicht nur auf unsere Bäume, um unsere Trundier-Schlüpflinge zu fressen, sondern sie hatten auch eine Vorliebe für Fleisch und waren nicht abgeneigt, einen Ferlaern anzugreifen. Ein glatthäutiger, weicher Mensch wäre ein ebenso köstlicher Leckerbissen.

Während es hinter ihr her galoppierte und seine Klauen den Boden aufschlitzten, klemmte ich meine Klinge zwischen meine Reißzähne und hielt mich an der Halskrause der Kreatur fest. Ich lehnte mich zur Seite und bahnte mir mit meinen Beinen einen Weg zu seiner Kehle. Meine Wirbelsäule erschütterte, und mein Kopf prallte gegen den des Liskards, sodass meine Zähne aufeinander schlugen. Ich stöhnte, hielt mich aber fest.

Der Liskard umkreiste den Baum.

Als Rayne ihn auf sich zukommen sah, schrie sie auf und wich mit erhobenen Händen vom Baum zurück. Sie suchte nach einer Waffe, und ich bereute es sofort, ihr mein zweites Schwert weggenommen zu haben. Ich könnte es in ihre Richtung werfen, aber es war nicht klar, ob sie damit umgehen konnte. Ein Liskard konnte nur auf eine Weise getötet werden.

Die Kreatur pirschte sich knurrend an Rayne heran. Speichel tropfte aus seinem Maul und spritzte auf den Boden, während er brüllte und schließlich auf sie zustürzte.

Mein Herz klopfte, und Verzweiflung erfüllte mich. Ich würde diese Frau retten, zu der ich mich wie zu keiner anderen hingezogen fühlte. Sie wollte mich nicht, sie würde mich nie wollen, aber das würde mich nicht davon abhalten, alles zu tun, was ich konnte, um sie zu beschützen.

Rayne krächzte und stürmte mit einer Tasche in der einen und einem flauschigen Wesen in der anderen Hand davon. Der Liskard grunzte und rannte in ihre Richtung. Er würde sie in Stücke reißen, wenn er sie erwischte.

Das würde ich nicht zulassen. Nicht, solange die Götter meinem Körper Leben einhauchten.

Ich bewegte mich und arbeitete mich den dicken Hals der Kreatur hinunter. Es war zwar naheliegend, auf die Kehle zu zielen, aber eine würdige Stahlpanzerung bedeckte diese verwundbare Stelle. Doch mit der richtigen Klinge und dem richtigen Winkel konnte ein entschlossener Krieger den Liskard besiegen. Normalerweise hängten wir Fallen an Bäume und töteten sie, sobald sie gefangen waren. Sie vermehrten sich wie verrückt und brachten jeweils zwanzig bis dreißig Junge zur Welt. Wenn wir ihre Population nicht eindämmten, würden sie uns überrennen. Sie waren nicht die besten Kletterer, aber ein paar von ihnen fanden trotzdem den Weg zu den Schlupfwinkeln der Trundier, um sich an ihren Nestern zu bedienen.

Als es sich auf Rayne stürzte, die daraufhin die Flucht ergriff, erreichte ich den vorderen Teil des Halses der Kreatur. Ich warf noch einen Blick in Raynes Richtung und war dankbar, dass sie hinter einem Baum verschwunden war.

Ich holte meine Klinge aus dem Mund. Die Kreatur blieb an dem Baum stehen und schnüffelte, um Raynes Geruch aufzunehmen. Sie schien vergessen zu haben, dass ich mich an sie klammerte wie ein Blutsauger.

Der Liskard knurrte und schoss um den Baum herum. Ich hielt mich mit einer Hand und meinen Beinen fest, wirklich entschlossen, nicht von seinem fieberhaften Lauf abgeworfen zu werden.

Rayne schrie auf und rannte über eine kleine freie Fläche. Der Liskard jagte hinterher und seine Füße donnerten durch das niedrige Gebüsch. Farne stürzten um, und die Vögel flohen kreischend.

Rayne stolperte und stürzte. Ihre Hand kratzte über den Boden, und sie hatte Mühe, aufzustehen, weil sie mit ihrer Tasche feststeckte.

Der Puls jagte mir durch den Kopf, während die Angst mich packte und schüttelte. Ich schob meine Klinge unter die Panzerung, die die Kehle des Liskards umhüllte.

Mit einem Schreckensschrei kam Rayne auf die Beine und sprang vorwärts, halb humpelnd, halb rennend. Sie erreichte einen anderen Baum und sprang um ihn herum, während der Liskard ihr folgte.

Ich ließ die Klinge tiefer eindringen, indem ich sie hin und her bewegte, um sie durch die unteren Platten zu treiben.

Als der Liskard den Baum umrundete, schrie Rayne erneut auf. Sie taumelte nach hinten und fiel, wobei ihre Tasche über ihren Kopf flog und mit einem Knall hinter ihr landete. Das flauschige Wesen, das sie in der Hand hielt, krabbelte in das dichte Gebüsch an ihrer Seite.

---ENDE DER LESEPROBE---