Gleichgewicht Band 3 - Carsten Eid - E-Book

Gleichgewicht Band 3 E-Book

Carsten Eid

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Beschreibung

Nach dem kurzen Sieg gegen den Engel Tasyael erwacht Tom als älterer Mann in einer Welt ohne Dämonen wieder. Er ist Polizist und jagt einem geistig Gestörten nach, der Rothaarige Frauen auf bestialische Weise ermordet. Ist das alles vielleicht nie geschehen, waren die Ereignisse alle nur ein Traum gewesen? Oder ist dieses Leben nur eine Einbildung eines sterben?

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Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Gleichgewicht

(Gemeinsam)

Carsten Eid

Copyright © 2021 Carsten Eid

Homburgerstr 2c

66482 Zweibrücken

[email protected]

Alle Rechte vorbehalten.

Prolog

„...Nachdem du dich Hals über Kopf in Tasyaels Schwert gestürzt hast, dachten wir alle das du tot bist. Selbst Desmond sah keinen Weg mehr dich zu retten. Wir hatten deine Beerdigung schon vorbereitet, als aus dem Nichts Desmonds Bruder auftauchte. Er sagte uns das der Dolch des Engels gar nicht in der Lage sei einen rechtschaffenden Menschen zu töten. Deine Eltern brachen auf der Stelle alle Vorbereitungen für deine Beerdigung ab. Daraufhin verschwand Desmond einige Zeit, er wollte herausfinden was passiert sein konnte. Zuvor brachte er dich hier in das Krankenhaus. Der Rat hatte in der Zwischenzeit schon Berufskiller auf uns angesetzt und uns alle als Ausgestoßene gebrandmarkt. Selbst auf Desmonds Kopf haben sie es abgesehen, was sie sicher nicht getan hätten, wenn sie wüssten wer er wirklich ist.“

Tom sah sie kurz verwundert an. Das Sprechen fiel ihm immer noch sichtlich schwer.

„Ich hatte einen seltsamen Traum! Ihr alle wart auch da, doch ihr kanntet mich nicht, ich kannte mich ja selbst nicht. Ich war alt und ein Polizist. Ich sollte eine Frau retten die dir zum verwechseln ähnlich sah. Bobby tauchte immer wieder in meinen Träumen auf. Er sagte immer ich soll durchhalten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich dich sterbend und blutend in den Händen gehalten habe, erst als mein letzter Atemzug gekommen war tauchte auf einmal Desmond auf, schnippte mit den Fingern und ich wurde hier bei dir wach.“

Jennifer sah ihn mit einem tiefen Blick an, beugte sich zu ihm und küsste ihn ganz sanft. Als sie sich wieder zurück in ihren Stuhl fallen ließ konnte Tom sehen das ihre Augen mit Tränen gefüllt waren. Sie ließ sich jedoch nichts anmerken, um auch gleich wieder das Wort zu ergreifen,

„Tom das alles war kein Traum. Du wurdest von einem Dämon mit einem Fluch belegt, aber ganz langsam wir fangen ganz von vorne an. Wenn du Fragen hast kannst du sie danach stellen.“

Er nickte, ohne ein weiteres Wort zu sagen.

Kapitel 1

Die alte Anglerhütte am Rande des kleinen Sees sah mit ihren zugenagelten Fenstern aus als sei schon Jahre niemand mehr hier gewesen. Keiner der Spaziergänger, die daran vorbeiliefen, hätten daran gedacht das darin eine ganze Gruppe von Menschen lebte. Im Inneren fand grade eine aufgeregte Unterhaltung statt.

„DEIN BRUDER IST DER MÄCHTIGSTE DÄMON! ER KANN MEINEN JUNGEN DOCH SICHER ZURÜCKBRINGEN!“

Schrie Toms Mutter Desmond an.

„Selbst wenn es so wäre und er könnte Tom zurückbringen, würde er es nicht tun. Luzifer ist nicht grade dafür bekannt sich in die Belange der Menschen einzumischen. Die Kirche nennt ihn zwar immer den Verführer, dennoch ist genau das Gegenteil der Fall. Er hält sich soweit von den Sterblichen fern wie er nur kann.“

Antwortete Desmond so ruhig er nur konnte. Auch für ihn war der Verlust von Tom nicht einfach, doch sie mussten sich jetzt darauf konzentrieren ihre Spuren so gut es möglich ist zu verwischen. Der Rat machte immer noch jagt auf sie. Er war sich sicher, dass sie im Augenblick nicht die geringste Chance hatten sich richtig zur Wehr zu setzen. Selbst Cassandra war ihm mit ihrer Kampfausbildung keine große Hilfe. Seit dem Vorfall in der Kirche vor zwei Tagen kam sie nur noch aus ihrem Zimmer, wenn sie etwas essen oder trinken musste. Die restliche Zeit verbrachte sie mit Büchern, die sich mit dem Leben nach dem Tod und dem Thema Wiedererweckung beschäftigten. Anders verhielt es sich mit Jennifer und Gerald. Immer wenn es ihnen möglich war arbeiteten sie an Jennifers Ausbildung, sortierten die Waffen oder stellten irgendwelche Talismane zum Schutz gegen alles Mögliche her was aus dem Himmel oder auch der Hölle einen Angriff auf sie planen könnte. So oft wie die letzten Tage hatte Desmond seine Bücher nie in Benutzung gesehen.

Flehend sah sie ihn an. Ihr Mann griff nach ihrer Hand und drückte sie leicht.

„Schatz es ist ok, Desmond hat sicher alles in seiner Macht stehende getan! So schwer es auch klingen mag wir müssen jetzt stark sein und zusammenhalten sonst hat auch ganz schnell unsere letzte Stunde geschlagen. Jetzt muss erst einmal jemand ins Krematorium und sich um das Ritual für Tom kümmern. Er ist gestorben wie ein Wächter dann steht ihm auch ein Begräbnis eines Wächters zu. Mir ist egal was der Rat dazu sagen würde das sind wir Tom einfach schuldig.“

Sie nickte nur, Gerald konnte nach all den Jahren, die er sie schon kannte an ihrem Gesicht ablesen, das sie ihm zustimmte, mit leiser zitternder Stimme antwortete sie ihm.

„Ich weiß! Normal ist das die Aufgabe des Ausbilders. Aber auch Wolfgang ist tot!“

Langsam sah sie zu Desmond.

„Du hast ihn in der kurzen Zeit begleitet und ihn so gut es dir möglich war in die richtige Richtung gelenkt. Würdest du das Ritual an Wolfgangs Stelle übernehmen?“

Sie machte eine kurze Pause, erst dann sprach sie weiter.

„Desmond ich möchte dich bitten unserem Sohn die Ehre teilwerden zu lassen die ihm zusteht. Würdest du dich heute Nacht um das Ritual kümmern und Tom den Übergang zu seinen Vorfahren erleichtern?“

Ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken nickte er. Desmond war nun schon lange Zeit auf der Erde und hatte viele Menschen kommen und gehen sehen! Es war nie ein Problem für ihn gewesen, es lag einfach in der Natur der Menschen das sie eine sehr kurze Lebensspanne hatten. Und dennoch der Tot des Jungen machte ihn betroffen. Aus irgendeinem für ihn unerfindlichen Grund war die ganze Situation seltsam. Ihm war beim ersten Treffen mit Tom sofort aufgefallen das der Junge kein normaler Wächter war. Die Kräfte in ihm schienen selbst für Desmond nicht einschätzbar zu sein und doch reichte ein kleiner Engelsdolch aus um ihn zu Töten.

„Der Dolch!“

Flüsterte er.

„Was meinst du damit?“

Desmond gab keine Antwort. Er flüsterte weiter in einer Sprache, die weder Gerald noch seine Frau verstanden, weshalb Gerald aufstand und Desmond leicht an der Schulter berührte. Desmond zuckte zusammen und sah Gerald mit großen gelbleuchtenden Augen an! Dann redete er in Satzfetzen vor sich hin.

„Offenbarung, Dolch, das Buch finden, Nesalas“

„Du redest nur wirres Zeug Desmond was ist los rede mit uns!“

Erst jetzt blieb er stehen und sah zu Gerald,

„Ich möchte etwas überprüfen“

Mehr sagte er nicht, dann drehte er sich um und wühlte weiter in dem Stapel Bücher. Gerald beschloss ihn weitersuchen zu lassen und sich wieder um seine Frau zu kümmern die immer noch die Hände vor ihrem Gesicht hatte und weinte. Es dauerte einige Sekunden bis er das ersehnte Buch in Händen hielt, einige weitere bis er die richtige Seite hatte. Gerald konnte förmlich dabei zusehen wie sein Freund beim lesen immer unruhiger wurde. Desmond legte das Buch zur Seite. Ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen ging er zur Tür.

„Wo willst du hin? Was ist los Desmond?“

Doch es war zu spät. Desmond hatte die kleine Hütte verlassen. Die Neugier in Gerald stieg immer weiter in ihm auf, mit wenigen Schritten überbrückte er die Distanz zwischen sich und dem mysteriösen Buch. Auf dem Einband stand Nesalas Offenbarung. Die aufgeschlagene Seite war Kapitel Sechs. Er überflog die Seiten bis zu Vers Drei. Was er jetzt las ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Laut las er es vor um sich sicher zu sein was dastand.

„AUCH WENN ENGEL DIE KRIEGER GOTTES SIND SO KANN KEINE IHRER WAFFEN EIN MENSCHLICHES LEBEN NEHMEN“

Kapitel 2

Die Tür zum Krematorium stellte für Desmond keine große Herausforderung dar! Es dauerte keine zehn Sekunden bis er sich im Inneren des Gebäudes befand.

Dort angekommen folgte er den Schildern, die den Weg zu den Leichenhallen wiesen. Die Tür, die er suchte, trug die Aufschrift A-1. Im Gegensatz zu der Eingangstür war diese nicht verschlossen. Der Raum war leer bis auf einen einzigen Sarg, der auf einem Podest stand. Ein schneller Blick auf das Stück Papier, das am unteren Ende festgemacht wurde, verriet ihm das er richtig war.

Verstorbener: Tom Klein

Todesursache: Stichwunde

Bestattungsart: Einäschern

Desmond kniete sich auf die linke Seite des Sarges, holte ein Stück schwarze Kreide aus seiner Tasche, um damit seltsam wirkende Symbole auf den Boden zu zeichnen. Danach begann er einen Zauber zu sprechen.

Pakea Ni Su To Marok ut leti ki Sintana

Während er die Worte sprach, schrieb er Pakea in den Kreis.

Danach zog er sein Handy aus der Tasche. suchte im Telefon den Eintrag Luzifer! Ohne zu zögern drückte er auf das Symbol wählen, danach legte er schnell das Handy in den Kreis. Kaum das man durch den Lautsprecher des Handys das erste Klingeln vernahm stand auch schon sein Bruder neben dem Sarg, leider nicht in seinem Bannkreis!

„Dachtest du wirklich das ich in deine Falle tappe kleiner Bruder?“

Waren die ersten Worte die Luzifer an Desmond richtete.

„Sei nicht immer so arrogant Luzifer, du weist ja was die Menschen über Hochmut sagen!“

„Du hast mich doch sicher nicht hierher bestellt nur um mit mir über Sprichwörter der Menschen zu sprechen. Sag einfach was du jetzt schon wieder von mir willst und ich schau ob es sich für mich lohnt dir zu helfen.“

Desmond hasste es, wenn er seinen Bruder um etwas bitten musste, zu genau wusste er das er ihm nur helfen würde, wenn er irgendwelche Vorzüge für sich darin sehen konnte, weshalb er beschloss gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.

„Du kannst dich doch noch sicher an Nesalas Offenbarung erinnern?“

Schon an Luzifers Gesichtsausdruck konnte er erkennen das sein Bruder genau wusste was er wollte. Auch die Antwort blieb er ihm nicht lange schuldig.

„Ich habe schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass du von alleine auf die Lösung kommen würdest.“

„Du kannst mich mal. Weißt du jetzt was oder spielst du hier einfach nur den Klugscheißer.“

Desmond hoffte inständig das sein Bruder darauf anspringen würde, den wenn es etwas gab was Luzifer so gar nicht leiden konnte dann war es das ihm jemand widersprach oder noch schlimmer ihn für einen Idioten hielt.

„Wage es ja nicht so mit mir zu sprechen Desmond. Du magst vielleicht mein Bruder sein und ich kann dich nicht töten. Aber du weißt ich kann dir viel schlimmere Sachen antun als den Tod.“

Schnaubte Luzifer aufgebracht zurück.

„Hör auf mir zu drohen! Wenn du was weißt sag es mir, wenn nicht gehe dahin zurück wo du hergekommen bist. Deine Spielchen kannst du mit einem Menschen spielen aber nicht mit mir. Ich weiß wer du bist daran musst du mich nicht erinnern. Genauso gut weißt du wer ich bin. Also versuche erst gar nicht deine Taschenspielertricks bei mir.“

Jetzt hatte Desmond seinen Bruder da wo er ihn haben wollte, das konnte er an seinem Gesichtsausdruck sehen.

„Ich gebe dir was du willst Bruderherz, aber dafür will ich auch was von dir haben, wenn dir das Leben deiner sterblichen Freunde so wichtig ist.“

Es gefiel Desmond überhaupt nicht seinem Bruder etwas schuldig zu sein, für jeden anderen Menschen hätte er dankend abgelehnt und wäre weiter seiner Wege gezogen.

---ENDE DER LESEPROBE---