Glossen 2015 - Christian Friedrich Schultze - E-Book

Glossen 2015 E-Book

Christian Friedrich Schultze

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Beschreibung

Wer sich über die Ereignisse der jüngeren und jüngsten Weltgeschichte wundert, der amüsiere sich über diese Glossen zum nationalen und internationalen Politikgeschehen in unserem 21. Jahrhundert, wie es der Autor mit seinem Blick "aus der Froschperspektive" karikiert. Einige Jahre selbst in der Politik, versucht der Querdenker und Jurist Schultze, die Spreu der Propaganda der Herrschenden vom Weizen der Wirklichkeit zu trennen. Mit scharfer Politsatire ist er bemüht, den Auftrag der Humanisten nach Immanuel Kants Motto: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" zu befolgen und umzusetzen. Diese Jahresalmanache der "Glossen" sind ein Stück Erinnerungskultur in unserer schnelllebigen und vergesslichen Zeit.

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Christian Friedrich Schultze

Glossen 2015

Politisch Inkorrektes aus unserer Zeit

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Dienstag, 13. Januar 2015

Montag, 19. Januar 2015

Freitag, 31. Januar 2015

13. Februar 2015 - 70 Jahre Dresdener Holocaust

Mittwoch, 25. Februar 2015

Dienstag, 16. März 2015

Montag, 13. April 2015

Mittwoch, 6. Mai 2015

Sonntag, 10. Mai 2015

Montag, 1. Juni 2015

Montag, 8. Juni 2015

Sonntag, 27. Juli 2015

Donnerstag, 6. August 2015

Sonntag, 16. August 2015

Mittwoch, 2. September 2015

Montag, 14. September 2015

Mittwoch, 23. September 2015

Donnerstag, 24. September 2015

Sonnabend, 10. Oktober 2015

Mittwoch, 4. November 2015

Freitag, 13. November 2015

Dienstag; 1. Dezember 2015

Dienstag, 15. Dezember 2015

Donnerstag, 31. Dezember 20015

Impressum neobooks

Vorwort

Nach dem historischen Zusammenbruch des asiatischen, spätfeudalistischen, stalinsch-maoistischen Bolschewismus auf unserem Eurasischen Kontinent beobachten „wir hier unten“ den weltweiten Siegeszug des Katastrophen-Kapitalismus gemäß der Schock-Strategie des Milton Friedman, ausgeführt vom höchstentwickelten kapitalistischen Land und seinen Vasallen, der momentan einzigen Weltmacht USA.

Dabei konstatieren wir mit einigem Entsetzen, dass sich Oswald Spenglers Prophezeiungen von 1918 und 1922 in seiner Schrift „Der Untergang des Abendlandes“ zu erfüllen beginnen.

Mit dem Krieg des Westens gegen den Irak, der 2003 nach 9/11 und der Besetzung Afghanistans mit fadenscheinigen Gründen begonnen wurde, habe ich beschlossen, die tagtägliche Medienpropaganda, die seit Josef Goebbels ein entscheidendes Instrument zur Lenkung des Volkswillens ist, aus meiner „Froschperspektive“ zu glossieren. Dabei fühle ich mich keineswegs allein, denn es gibt viele, die versuchen, die von den gleichgeschalteten Massenmedien verbreitete verlogene „political correctness“ zu unterlaufen.

Und so bitte ich Sie, liebe Leserin und lieber Leser, diese über die Jahre gesammelten Glossen als den Versuch anzusehen, mich im Sinne Stéphane Hessels gegen die Volksverdummung zu empören, tagtäglich und durchaus mit Hass gegen alle, die Menschen ausbeuten und allein der „Magischen Macht Mammons“ folgen.

Dresden, 1. Januar 2017

Dienstag, 13. Januar 2015

Neujahrsbotschaft - Ich bin nicht Charlie Hebdo!

Und zwar ganz entschieden nicht!

Denn, obwohl ich wie sie mehr für Freiheit von Religionen als für Religionsfreiheit bin, obwohl ich wie sie mit meinen sozialen Ansichten nach herkömmlichen Politschubfächern offenbar eher links stehe und obwohl ich finde, dass unsere Regierung verkennt, dass die derzeit außerordentlich gefährdete freiheitliche Grundordnung hauptsächlich von der Aufklärung kommt, halte ich es für unzulässig, wenn jemand einem Anderen „in die Seele spuckt“, wie ein russisches Sprichwort sagt.

Das aber hat Charlie Hebdo kontinuierlich getan und keinen dabei ausgelassen. Und während die Hebdo-Satiriker darauf vertrauen konnten, dass Juden, Christen und Atheisten aus Gründen der Aufklärung keine Morde an ihnen begehen werden, auch wenn sie derb durch den Kakao gezogen werden, konnten sie bei Islamisten darauf nicht bauen. Das haben die verschiedensten Ereignisse der jüngeren Geschichte bewiesen, das beweisen auch die chaotischen Zustände in den meisten islamischen Ländern und das beweist nicht zuletzt der Wortlaut des Korans, also das alleingültige Wort des Propheten.

Charlie Hebdo hat fahrlässig Grenzen überschritten und 19 Menschen mussten mit ihrem Leben dafür zahlen. Mit der Folge, dass die heuchlerische Politik des Westens einen vorläufigen Höhepunkt erreicht und die Linksaußen-Meinung des französischen Blattes in vielfacher Weise instrumentalisiert. Die unfrohe Botschaft dieses 7. Januar 2015 lautet daher: Leute, wir können euch töten, wann und wie wir wollen, wenn ihr anderer Meinung seid, als wir!

Das Töten ist im neuen „Amerikanischen Jahrhundert“ zwar nicht erst durch 9/11 und die darauffolgenden Kriege der Anglozionisten salonfähig geworden, hat aber an Alltäglichkeit und „Normalität“ im Bewusstsein der Menschen enorm zugenommen. Das zeigte sich nicht zuletzt in den Äußerungen herrschender Politiker und Meinungsmacher, dass die Attentäter von Paris schnellstmöglich zu „neutralisieren“ seien. Wobei mit Neutralisierung Tötung gemeint war. Und so kam es denn auch: Ohne Beweise, dass die „Ausweisverlierer“ auch wirklich die Killer der Leute von Charlie Hebdo gewesen sind, wurden diese „Attentäter“ von der gesamten Gesellschaft gejagt, gestellt und kurzerhand erschossen. Keine Ermittlungen, keine Anklage, keine Verteidigung, kein Gerichtsverfahren, kein Urteil, keine Instanzen. Sofortige Tötung, obwohl die Todesstrafe im „christlichen Abendland“ - bis natürlich in den USA - abgeschafft ist!

Ja, nun, der Friedensnobelpreisträger und farbige Präsidentendarsteller der USA praktiziert diese Art Rechtsprechung schon seit längerem, indem er jeden Montag die Todeslisten für die Drohnenpiloten unterschreibt. Warum sollte Francois Hollande oder Al Kaida das nicht auch dürfen? Und nachdem sich nun sogar der französische Chefermittler selbst erschossen hat, ist dem Unrecht genüge getan und hinter der Politelite der europäischen Rechtsbrecher marschieren Millionen und skandieren, ohne ihr Gehirn einzuschalten: „Je suis Charlie“.

So aber war Aufklärung nie gemeint und der Kategorische Imperativ Kants auf gar keinen Fall!

Heute aber sehen wir, dass Lessing seine Ringparabel anscheinend völlig umsonst geschrieben hat. Denn unabhängig davon, dass er die vierte große Gruppe des „Abendlandes“, die Atheisten, vergessen hat, lehnte er das gegenseitige Töten als Lösungsweg von Meinungsverschiedenheiten strikt ab.

Inzwischen ist Lynchjustiz jedoch endgültig salonfähig geworden! Und zwar in einer Weise, wie sie nicht mal die Scharia für zulässig hält. Denn bevor bei unserem „Verbündeten“ Saudiarabien ein Mohammedaner zu tausend Peitschenhieben in zwanzig Abfolgen wegen abweichender Meinungsäußerung verurteilt wird, wird wenigstens über ihn zu Gericht gesessen...

Das alles gibt den Protestanten von PEGIDA Recht. Da können sich die Politiker, die ja den totalen „Krieg gegen den Terror“ erst zur Staatsdoktrin erhoben und damit unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gekippt und das Massenmorden ausgerufen haben, noch so sehr in Widersprüche verstricken. Sollte also PEGIDA weiteren Zulauf erhalten und die Gegendemonstranten in ihrer Anzahl abnehmen, weil sie begreifen, welches doppelte und falsche Spiel von den Regierenden und denen, die unsichtbar hinter ihnen agieren, wirklich gespielt wird, dann wird bei PEGIDA oder bei Anti-PEGIDA die Gewalt ebenfalls explodieren.

Denn wenn die mediale Kreation von Meinung und Gegenmeinung nicht mehr funktionieren sollte, wird die Gefahr zu groß, dass die Menschen damit beginnen, über die wahren Probleme und Ursachen nachzudenken. Dann wäre der Geist aus der Flasche und die Staatsgewalt wird den Knüppel herausholen. Stuttgart 21 lässt schon mal grüßen! Die „Mächtigen“ sind bereits zusammengetreten, um diese Gefahr mit neuen „Antiterrorgesetzen“ zu bannen und die Errungenschaften der Aufklärung endgültig in den Orkus der Geschichte zu fegen.

Im Grunde hat der Islam bereits gesiegt…

Montag, 19. Januar 2015

Bankrott

Nun fand er also nicht statt, der 13. Montagabend-Spaziergang der Dresdener PEGIDA! Stattdessen gab es am Sonntagabend bei Günther Jauch in der ARD eine Talkrunde mit der PEGIDA-Frau der ersten Stunde, Kathrin Oertel.

N-tv titelte, „PEGIDA hat die Sprachlosigkeit beendet“! Häh?! An anderer Stelle behauptet der Sender, dass „die Politik“ noch nach Antworten auf PEGIDA suche. Die Mainstreampresse hatte die PEGIDA-Demonstranten bisher als Dumpfbacken, Ratten, Mischpoke, Dunkeldeutsche, Nazis in Nadelstreifen, Islamophobe und so weiter betitelt. Und Frau Kipping von den Linken gab zu Protokoll: „Durch das Versammlungsverbot in Dresden gerät in Vergessenheit, wer dort nun schon seit Wochen Angst und Schrecken verbreitet: Wegen PEGIDA trauen sich Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten nicht mehr vor die Tür. Wegen PEGIDA gehen viele Dresdener Bürgerinnen und Bürger montags nicht mehr in die Innenstadt“.

Wir hier unten hätten der PEGIDA-Organisatorin deshalb abgeraten, in Jauchs Quatschbude zu marschieren, da in dieser Propagandashow doch nicht anderes herauskommt als...

Jauch versuchte den Eindruck zu vermitteln, er hätte jetzt den Dialog zwischen PEGIDA und Politikern zustande gebracht. Die Anwesenden behandelten die passend in Schwarz gekleidete Sächsin mit erstaunlicher Zuvorkommenheit. Bis auf den CDU-Mann Jens Spahn, der Tilo-Sarrazins unsägliches Buch „Deutschland schafft sich ab“ als Beweis für die hiesige Presse- und Meinungsfreiheit anführte. Keinem fiel auf, dass an diesem Abend überhaupt niemand, nicht einmal Kathrin Oertel, über islamische Unterwanderung des Abendlandes, geschweige denn über den Charlie-Hebdo-Anschlag, weitere Intentionen der „Spaziergänger“ von Dresden, eventuelle Hintergründe oder gar tiefere Ursachen der Unzufriedenheit der bundesdeutschen „Wutbürger“ diskutierte.

Die Ausnahme bildete der Chef der Dresdener Landeszentrale für Politische Bildung, Frank Richter. Der wurde jedoch immer wieder von Jauch ausgebremst, während Spahn in seinen Einlassungen wiederholt Totschlagvokabeln wie „Verschwörungstheorien“ und „vermutete Islamisierung“ verwendete. Und Wolfgang Thierse, der langjährige Bundestagsvize der Ost-SPD, schwadronierte in gewohnter Predigermanier über den Wert eines demokratischen Dialoges zwischen Politik und Volk und wie wichtig es doch sei, dass „wir Politiker denen da draußen zuhören“, man aber auch verlangen müsse, dass das Volk den Politikern mal zuhöre...

Wir hier unten meinen, dass Thierse noch nie Politiker war und Spahn keiner ist. Sie haben nullkommanix zustande gebracht! Gemessen an den Ergebnissen der Politik der vergangenen zwanzig Jahre waren vielleicht Kohl und Schröder noch welche. Seither haben wir sowohl auf Seiten der Abgeordneten als auch der Regierung fast nur noch Kostgänger und Vasallen der neokonservativen US-Administration, welche die Dokrin der Pax-Americana ohne Rücksicht auf Verluste umsetzen helfen. Deshalb braucht UNSERE LIEBE DEUTSCHE FRAU