Glückssuche - Berth Mann - E-Book

Glückssuche E-Book

Berth Mann

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Beschreibung

An manchen Tagen fühlte sich Robert gar nicht glücklich und er meinte sogar, dass das Glück ihn verlassen hätte. Deshalb begab er sich auf die Suche nach dem Glück und er bekam dabei viele Hilfen und Ratschläge von anderen Menschen, die wirklich schon im Glück waren und die bereits wussten, wo das Glück immer zu finden ist. Er bekommt Hilfen von einem alten wundersamen Mann, der ihn unterstützt und durch den er viele spannende Erfahrungen machen darf. Er darf sogar die Liebe wieder treffen... welch ein Glück! Gehen sie mit auf diesem Weg und es wird sich lohnen für sie... denn das Ziel ist das Glück,ihr persönliches Glück!

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Seitenzahl: 228

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Wir denken selten an das was wir haben, aber immer an das was uns fehlt.

Arthur Schopenhauer

Berth Mann

Glückssuche

Erzählung

www.tredition.de

Copyright by Berth Mann

Verlag: tredition GmbH, Mittelweg 177, 20148 Hamburg Printed in Germany

ISBN: 978-3-8472-8555-7

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de-abruf erhältlich

Herbstwanderung

Der Brief

Raskolnikoff

Die alte Kirche

Schiffsreise

Der alte Bahnhof

Großes Kino

Zum Buch

Sicherlich haben Sie es schon mindestens einmal erlebt, oder sogar öfter, dass sie in ihrem Leben nicht so viel Glück hatten, wie sie es eigentlich wollten. Bestimmt können Sie sich an verschiedene Situationen erinnern, wo genau dies der Fall gewesen war und Sie sich nicht glücklich fühlten, oder der Meinung waren, dass das Glück Sie verlassen hätte.

Robert, über den hier erzählt wird, erging es auch so. Er war zwar mitten in seinem Leben angelangt, aber so richtig glücklich fühlte er sich an vielen Tagen wirklich nicht .Manchmal sah er nur die Schatten der Dunkelheit und er wusste bald gar nicht mehr, wo er jetzt noch nach der Helligkeit und der Sonne suchen sollte. Seine Seele war in diesen Zeiten ganz leer und er fühlte sich kraftlos und vom Glück verlassen.

Dann aber hat er etwas sehr richtiges getan .ER hat sich auf den Weg gemacht, um das Glück zu suchen... sein eigenes Glück! Das war der entscheidende Moment bei seiner Glückssuche. ER hat selbst etwas getan, hat sich zum Glück hinbewegt und hat nicht auf die Dinge gewartet, die irgendwann eventuelle einmal auf ihn zukommen würden. ER ist selbst aktiv geworden und so schwer dieser erste Schritt ihm dann zwar fiel, genau so war es aber dennoch richtig... nur so konnte er sein Glück später wirklich finden, nur so!

Mit diesem Buch möchte ich Ihnen helfen, Ihren eigenen Weg zum Glück zu finden, wenn Sie bereit sind, ebenfalls weite Wege zu gehen und selbst etwas dazu beitragen möchten. Sie werden bald bemerken, dass es gar nicht so schwer ist und auch Sie werden Hilfen von anderen Menschen bekommen, wenn Sie sie nur sehen und annehmen möchten. Dabei wünsche ich Ihnen sehr viel Kraft und Mut. Es lohnt sich immer, denn das Ziel ist doch so schön... es ist Ihr Glück

Berth Mann

Dresden, im März 2012

Herbstwanderung

Robert wollte an diesem Tag eigentlich gar nicht aus dem Haus gehen.

Es war ein stürmischer Herbsttag und am Morgen waren bereits viele Wolken aufgezogen, die nur Regen, aber kein schönes Wetter erwarten ließen.

Er war sowieso nicht in der Stimmung, große Dinge zu unternehmen. Lieber wollte er seine Ruhe haben und sich in seine Stube zurückziehen, am besten von Allem nichts wissen.

Diese grauen Tage mochte er gar nicht und die bald zu erwartenden kalte Jahreszeit schon überhaupt nicht.

Am wohlsten fühlte er sich in der Wärme und er liebte die Sonne mit ihren hellen Strahlen viel mehr, als die Tristheit in den Monaten nach dem vergangenen Sommer.

Der Herbst war dennoch für ihn eine gute Zeit, aber nur dann, wenn er die Buntheit der Laubwälder bestaunen und die fantastischen Farben des vergehenden Lebens bewundern konnte.

Das war leider nur wenige Wochen der Fall und wenn gerade die Laubfärbung einsetzte und sich die Natur noch einmal von ihrer schönsten Seite zeigte, dann war er natürlich begeistert von diesem Schauspiel.

In dieser Zeit ist er so oft wie möglich in den Wäldern gewesen, um die Natur zu sehen, die Gerüche des herbstlichen Waldes zu riechen und um Pilze zu sammeln.

Das war inzwischen bereits seit vielen Jahren immer so bei ihm gewesen und wie in jedem Jahr, so hatte er auch diesmal wieder eine große Freude an seinen Spaziergängen und Wanderungen gehabt.

Leider verging diese schöne Zeit aber viel zu schnell und mit den herab fallenden Blättern kündigte sich der nahende Winter bereits an.

Die kahlen Bäume sahen nun recht nackig aus und man konnte ihre vergangene Schönheit nur noch erahnen.

Am besten war es dann für Robert, sich wieder auf den nächsten Frühling und das immerwährende Wiedererwachen der Natur zu freuen und die nun folgenden dunklen und kalten Monate einfach hinzunehmen.

Das ihm die warmen Sonnenstrahlen und das helle Tageslicht sehr fehlte, musste er wie viele Andere einfach verschmerzen und ertragen.

Da war er nicht besser dran, als viele andere Mitmenschen, denen es genauso erging.

Sein Gehirn hatte diese Wahrheit zwar gespeichert, aber bis zu seinem Stimmungs - und Gefühlszentrum ist sie wohl dann doch nicht vorgedrungen?

In dieser Zeit war er an vielen Tagen gar nicht gut drauf und

ihm machte das Leben dann oft keinen wirklichen Spaß.

Wenn auch noch die Regentropfen vom Himmel fielen, oder später vom Wind an die Fensterscheiben gedrückt wurden, war bei ihm ganz Essig mit seiner Stimmung, denn die war dann ganz im Eimer.

In solchen Momenten war er traurig und unzufrieden, denn dieses Wetter gefiel ihm gar nicht und er konnte deshalb nicht nach draußen gehen, um seine Spaziergänge zu machen, oder um einmal in der Stadt nach dem Rechten zu sehen.

Das Ganze gefiel ihm wirklich nicht und seine Stimmungslage war dementsprechend schlecht.

Damals wusste er es noch nicht besser und so war er an diesen Tagen einfach recht unglücklich und kaum in der Lage die Situation zu beherrschen, geschweige denn, seine Einstellung dazu zu ändern.

Er fühlte sich einfach richtig mies und war deswegen in diesen Wochen kein guter, ansprechbarer Zeitgenosse für seine Mitmenschen.

Damals fehlte ihm einfach das nötige Wissen noch, um die Dinge richtig zu erkennen, damals war er einfach nur „blind“.

Manchmal schien es ihm so, als ob die ganze Welt ihn vergessen hätte und sein ganzes Leben eine einzige Sammlung von Pech, Schicksalsschlägen und von Unglück gewesen wäre.

Nun war er auch schon eine geraume Zeit alleine und sein Leben als Single war ebenfalls eine enorme Umstellung für ihn.

Es gefiel ihm wirklich gar nicht so recht und er hatte echte „Anlaufschwierigkeiten“ damit, denn so allein wollte er seine restlichen Jahre eigentlich nicht verleben müssen.

Er brauchte zwar keine Frau um sich sein Essen zu kochen, die Wäsche zu waschen oder um die Wohnung sauber zu halten, dass konnte er alleine schon ganz gut.

An vielen Tagen kochte er sich seine Mahlzeiten selbst und so mancher Gast hat von seinen Rouladen oder vom ungarischen Gulasch geschwärmt und war mehr als zufrieden mit dem Angebot.

Mit seiner Wäsche hatte er ebenfalls keine Probleme und selbst wenn das Bügeln auf der Tagesordnung stand, Robert bekam das Alles in den Griff.

Seine Kleidung war stets sauber gewaschen und ordentlich geplättet, da legte er schon großen Wert darauf!

Was sollten denn die Anderen sonst von ihm denken und die Frauen erst...?

Aber mit diesen „Wesen“ war er schon seit langem nicht mehr richtig in Kontakt gekommen, nur manchmal fanden ein paar belanglose Gespräche statt, die aber ohne ein verwertbares Ergebnis für ihn blieben.

Er wollte ja eigentlich gar keine große Liebe wieder finden, nur einen weiblichen Begleiter für seine nächsten Jahre eben, mit der man so ab und zu etwas unternehmen konnte und wo er sich an manchen Tagen dann eventuell etwas Zärtlichkeit und Wärme erhofften durfte.

Das war doch nicht zu viel verlangt... oder doch?

Jedenfalls war die Zeit dafür für ihn noch nicht gekommen und so war es fast unausweichlich, dass er damals noch recht unglücklich war.

Ein Wunder war es eigentlich nicht, denn er hatte doch bis dahin recht wenig für sein Glück getan!

Wie sollte es denn zu ihm kommen, wenn er es nicht rief und ihm entgegenging?

Aber das wusste Robert damals noch nicht besser und er war der Meinung, dass sich sein Glück schon von alleine einstellen würde, wenn er nur wirklich daran glaubte, der liebe Träumer!

Er war der wirklichen Meinung, dass ihn das Glück schon seit einiger Zeit verlassen hätte und es den Weg zurück von selbst wieder finden könnte, es würde schon werden...

Man muss eben Glück haben!

Aber das war leider nur die halbe Wahrheit und so irrte er damals in relativer Dunkelheit seinen Träumen hinterher und hatte wirklich noch lange nichts vom Glück begriffen.

Der Weg zu seinem Ziel war noch ein ganz Langer und es würde noch eine ganze Weile dauern und ihm viel Schweiß und vor allem viel Arbeit kosten, aber das war Robert damals noch lange nicht bewusst!

In dieser Zeit war er noch viel zu sehr mit seiner Vergangenheit beschäftigt, so dass er sich sein „Heute“ vernebelte und den Blick auf das „Morgen“ ganz versperrte.

Immer wieder blickte er zurück, statt sich am „Heute“ zu erfreuen und den nächsten Tag seines Lebens mit großer Freude und Erwartung zu empfangen.

Damals war er noch mit seinen Rückblicken zu sehr beschäftigt, so dass er gar keine Kraft mehr besaß, um überhaupt die Schönheiten und das Glück des ganz normalen Lebens zu erkennen.

Es ist sicherlich richtig, seine Vergangenheit einmal aufzuarbeiten und aus den begangenen Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen, aber das sollte es dann gewesen sein!

Das man besser nicht wieder die gleichen Fehler begehen sollte, dass ist natürlich eine richtige Schlussfolgerung aus solchen Überlegungen!

Aber Fehler wird man dennoch immer wieder einmal begehen und man kann es nur lernen, besser damit umzugehen und sie nicht immer zu wiederholen.

Dazu muss man einfach stehen und seine Fehler ehrlich zugeben und sein Verhalten ändern, dann hat man schon fast alles richtig gemacht!

Aber das ist eben ein weiter Weg und es ist nicht vielen Menschen gegeben, zu dieser Einsicht zu gelangen.

Robert war damals noch lange nicht so weit und hielt sich lieber an seinem „Schicksal“ fest und war mit sich und seiner Welt am besten gar nicht zufrieden.... „Schicksal“ eben !

In vielen Situationen in seinem Leben hatte er bisher wirklich richtig kämpfen müssen und nicht immer hat er diese Kämpfe gewonnen.

Das er Fehler gemacht hatte und früher so oft die Situation einfach falsch eingeschätzt hat, dass wollte er sich schon verzeihen.

Es war nur menschlich, denn ohne Fehler ist bisher noch kein Mensch durch sein Leben gekommen!

Er ertrug die Konsequenzen danach immer tapfer und er hat weiter nach einer richtigen Lösung gesucht, um wieder seinen Weg im Leben zu finden.

Dabei bewies er Mut, sowie Ehrgeiz und den Glauben an sich selbst hat er dabei zum Glück niemals verloren.

Das war schon ganz gut gewesen Robert... aber was war mit seinem Glück passiert?

Als Kind durfte er doch schon eine ganze Zeit im Glück verweilen, da er damals noch von der Liebe der Mutter und des Vaters beschützt war.

In den Jahren seiner frühen Jugend änderte sich daran auch nichts und als er ein junger Mann wurde, durfte er dann die Verantwortung für sich ganz alleine übernehmen... für sein Glück natürlich auch!

Bemüht hat es sich schon darum und oft meinte er, dass er nun wieder im Glück wäre. Dabei war es dennoch nur ein Glück auf Zeit gewesen und immer wieder begann danach seine Suche.

Was er aber auch anpackte, es wollte ihm schlussendlich doch nicht ganz gelingen und das Glück rutschte ihm so immer wieder aus den Händen. Erst spät in seinem Leben hat er das Glück einer echten Liebe erleben können, damals als er seine Sylvia kennen lernte.

Für ihn war es wirklich die wahre Liebe gewesen und er hat deshalb in vielen seiner späteren Entscheidungen Rücksicht genommen und wollte, dass diese schöne Zeit möglichst nicht zu Ende geht.

Er hat sich viele Jahre in seiner Traumwelt versteckt, dabei noch weitere Fehler gemacht und überhaupt nicht gemerkt, dass die Dinge dann doch wieder ganz anders liefen und sich entwickelten, als es ihm nur lieb sein konnte.

Robert hat damals viel zu oft gewartet und war nicht aktiv für sein Glück eingetreten, dass stellte sich später als ein großer Fehler von ihm heraus. Auch waren seine Vorstellungen oft ganz anders ausgeprägt, als es bei seinen Mitmenschen und Partnern oft der Fall war.

Der Fehler lag wieder bei ihm, denn er hatte es meistens nicht deutlich genug gesagt, was er wollte und er war mit den oft unbefriedigenden Antworten und Reflexionen dann schon zufrieden, anstatt weiter zu kämpfen und sich ins Ziel zu bringen.

Damals war er schon ein „Gutmensch“ gewesen, der aber weit ab vom wirklichen Leben agierte und sich so seine Welt anscheinend einfach nur zu recht träumte.

Vieles wollte er damals einfach nicht wahrhaben, weil es ihm nicht in seinen Kram passte und es seine schönen „Luftschlösser“ zerstörte.

Ein wenig Realitätssinn fehlte ihm anscheinend schon länger und so gut er es immer gemeint hatte, im Ergebnis kam dann oft nichts Gutes dabei heraus.

In seinem bisherigen Leben musste er dafür schon mehrmals bitteres Lehrgeld bezahlen und er hat oft mit den Tränen des Lebens dafür gebüßt. Leicht gefallen sind ihm manche Entscheidungen deswegen schon gar nicht, denn er wollte doch nur, wie so Viele andere Menschen auch, einfach ein glückliches und erfülltes Leben haben dürfen.

Sicherlich waren seine Ansprüche zu bestimmten Zeiten auch manchmal einfach zu hoch gewesen und er wollte zu Viel!

Das rächt sich immer und er war damit nicht der Einzige, der in solchen Situationen dann wie „Otto ohne Uhr am Bahnhof“ dastand und gar nicht begriffen hatte, was nun wieder einmal passiert war.

Oft war er auch nicht bescheiden genug gewesen und hatte sich einfach dem Zeitgeist angepasst, war auf der Woge des Erfolges mit geschwommen und hatte sein eigentliches Lebensziel ganz vergessen.

Er muss es mehrfach aus den Augen verloren haben und so war es dann kein Wunder, dass er immer wieder einmal einen Schiffbruch erlitt auf seiner Lebensreise.

Robert ist damals viel zu lange den falschen Propheten auf den Leim gegangen und hat sich vom Schein der Goldtaler blenden lassen, denn mit ihrem „Blendwerk“ waren diese schon sehr geschickt und er hat ihre Ränke lange nicht durchschaut.

Sicherlich denken andere Menschen oft genau so, aber für Robert war es später eine der ersten richtigen Erkenntnisse, zu erfahren, dass Glück und Geld nicht zwingend eine Einheit bilden müssen!

Er hat es dann später zum Glück begriffen, aber vorher hat er eben seine Fehler gemacht und sich dann erst gewundert, als sich für ihn die Uhren anders drehten und er endlich umdenken durfte.

Er konnte es ebenfalls leider eine lange Zeit nicht verstehen, wie sich Menschen in bestimmten Situationen verhielten.

Viel zu oft hat er ihren vollmundigen Versprechungen geglaubt und ihnen in seiner Gutgläubigkeit fast alles abgenommen.

Schlechte Gedanken, Hinterhältigkeit, Neid und Missgunst waren für ihn einfach Fremdworte und er traute es seinen Mitmenschen wirklich nicht zu, dass sie diese bösen Eigenschaften auch nur ansatzweise in ihren Charakteren besäßen.

Diese war nur eine seiner vielen Fehleinschätzungen und als es in seinem Leben einmal „ Knopf auf Picke“ stand, dann kam die große Enttäuschung ganz schnell bei ihm zu Tage.

Zu spät Robert... manche Menschen sind leider doch viel schlechter, als Du es Dir auch nur in deinen schlimmsten Träumen ausmalen kannst!

Nicht Jeder der sich Dein Freund nennt, der ist wirklich einer!

Echte Freunde findest Du meistens erst in der Not... dieses alte Sprichwort ist so wahr, wie es stimmt!

Robert hat für diese Einsicht eine ganze Zeit gebraucht.

Immer wieder hat er den Menschen vertraut und war zur Stelle, wenn sie seine Hilfe brauchten.

Als es dann einmal umgekehrt der Fall war und Robert ihre Hilfe brauchte, da waren sie alle weg... diese „guten“ Freunde!

Von Keinem hat er Hilfe bekommen und Manche haben sich später noch viel schlechter benommen, so, als wenn sie schon immer seine Feinde gewesen wären.

Den Fehler musste sich Robert dennoch wieder einmal selbst ankreiden, denn er war viel zu gutmütig gewesen und hatte das Schlechte des Menschen einfach nicht mit eingerechnet!

So Etwas gab es für ihn nicht und so könnte es bei den Anderen doch ebenfalls nicht der Fall sein, so dachte er eine lange Zeit ... Irrtum, lieber Robert!

In jedem Menschen steckt neben dem Guten immer auch das Böse, nur muss es ja nicht sofort zum Vorschein kommen und sichtbar wie eine Glühlampe auf der Stirn brennen!

Das Böse ist ständig vorhanden und versteckt sich sehr gut... manchmal sogar hinter den listigen Aussprüchen so genannter Freunde und dem fadenscheinigen Lächeln einiger anderer Menschen.

Es gibt sich nie schnell zu erkennen und erst eine große Menschenkenntnis und die Liebe bringen es manchmal ans Licht, denn davor hat das Böse richtig Angst.

Liebe und Menschlichkeit sind Gift für diese bösen Geister, ähnlich wie der Knoblauch und das Kreuz es für die Vampire sind!

Aber bis die Menschen das verstehen, ist es immer ein langer Kampf und nicht jeder begreift das Spiel von Anfang an... bei Robert war es leider auch eine lange Zeit so!

Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit und es ist ja dann zum Glück doch niemals zu spät im Leben, wenn man dann irgendwann noch zu den richtigen Erkenntnissen kommt, besser spät, als Nie!

Obwohl Robert nun schon ein ganz klein Wenig von den Dingen rund um das Glück begriffen hatte, so war er dennoch noch lange nicht in der Lage, es Glücks bringend für ihn umzusetzen.

Es war noch viel zu Wenig, was er bisher erkannt hatte und so konnte das Glück ihm jetzt noch nicht zur Seite springen, da fehlten ihm noch eine ganze Menge an Einsichten.

Er hatte sich bisher noch nicht wirklich und genügend um sein eigenes Glück bemüht und somit konnte er jetzt noch nicht darauf zählen...

bis dahin war es noch ein ganz langer Weg für ihn!

Aber er wollte diesen Weg gehen, sein Glück suchen und so wieder besser mit seinem Leben klar kommen, welches gerade ein wenige aus den Fugen geraten war.

Das Wetter wurde am Nachmittag wieder etwas besser, zumindest der Regen hatte aufgehört. Am Himmel waren zwar immer noch viele Wolken und nur ab und zu kam die Sonne ein wenige zwischen ihnen durch, aber es störte Robert nicht.

Nun war die Gelegenheit für Robert da, sich seine Sachen anzuziehen und nach Draußen zu gehen.

Er wollte unbedingt an die frische Luft und hoffte auf ein wenig Glück, um ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen.

Die Chancen dafür standen nicht schlecht, da der Wind etwas auffrischte und die Wolken vor sich hertrieb.

So ist er dann also losgegangen, obwohl er ein richtiges Ziel für seine kleine Wanderung noch gar nicht herausgefunden hatte.

Deshalb ist er recht planlos an sein Werk gegangen und wollte es wieder einmal dem Zufall überlassen oder eben auf sein Glück vertrauen.

Seine ersten Wege führten ihn wie so oft direkt in das Zentrum seiner lieben, alten Heimatstadt.

Dort ist er immer gerne hingegangen, um inmitten der historischen Gebäude einen Hauch der Geschichte zu atmen und um in den Gesichtern der Menschen das Glück zu suchen.

Hier war immer eine große Menge Menschen versammelt, die wie er die Schönheiten seiner Stadt entdecken und genießen wollten, deshalb lohnte sich der Weg dahin schon für Robert.

Aber sehr oft waren die Leute dort nur Besucher der Stadt, die von ihren Reiseleitern in großer Eile durch die Stadt geführt wurden.

Sie wollten möglichst in sehr kurzer Zeit so viel wie möglich entdecken und deshalb waren ihre Augen auch nicht auf die der anderen Menschen gerichtet, sie sahen sich lieber die Kunstwerke und historische Bauten an. Nur ganz vereinzelt saßen Manche auf den Bänken der dortigen Terrasse und genossen den Ausblick auf den Fluss und auf die alte Stadt.

Aber sie waren in ihren Gedanken versammelt und nur ganz selten nahmen sie die vorübergehenden Menschen wahr.

So war es zwar ganz gut für Robert, dort immer wieder einmal spazieren zu gehen, aber außer etwas Erholung konnte er hier Weiteres nicht finden.

An diesem Tag war es wieder einmal genau so und Robert ist eine ganze Zeit dort spazieren gegangen und hat sich so seine Zeit vertan, aber mehr ist wie immer nicht passiert.

Dabei wollte er doch nach dem Glück suchen und wieder einmal konnte er es hier nicht finden!

Sicherlich waren die vielen Menschen von der Schönheit der Gegend hier sehr beeindruckt und sicher waren sie auch sehr froh darüber, dass sie gerade hier sein durften, aber das war wohl eher eine Art von Zufriedenheit, ein guter Seelenzustand also.

Ob das bereits Glück war, dass konnte Robert damals noch nicht beurteilen.

Heute weiß er es, das Zufriedenheit auch Glück bedeuten kann, wenn man diesen Moment als einen Zwischenzustand auf dem Weg zum Glück richtig einordnet.

So war es für Robert dann doch nicht ganz das erhoffte Ergebnis, denn er wollte ja das Glück finden, was wohl hier nicht möglich schien?

Hier hatte er kaum einen Augenkontakt gehabt und er war dann doch nur ein kleiner Teil einer großen Menschenmasse gewesen, die sich wie an jedem Tag an diesem Ort sammelt..

Aber wo sollte er denn nun noch nach dem Glück suchen, wenn es sich immer versteckte und Robert es hier immer wieder nicht finden konnte? Da kam ihm die Idee, dass das Glück sicherlich auch in den Strahlen der Sonne zu finden war, denn er liebte dieses warme und helle Licht doch so sehr!

Deshalb wollte er sich einen ruhigeren Platz aussuchen und lieber alleine weiter auf die Suche gehen.

Die vielen Menschen störten ihn auf einmal und er hatte so eine tiefe Eingebung, die ihm andeutete, dass es besser sei, jetzt die Ruhe zu suchen.

So ist er von diesem Ort weggegangen und wollte sich in einem nahen Park erst einmal ein wenig Entspannung gönnen.

Es war kein weiter Weg für ihn, denn um dahin zu gelangen, musste er nur über die alte Stadtbrücke gehen und dann war er gleich in dem schönen Park am Ufer des Flusses.

So tat er es dann bald und schon nach wenigen Minuten war er dort angelangt.

Hier war wirklich eine göttliche Ruhe und fast kein Mensch war auf den Uferwegen unterwegs, nur manchmal fuhr ein eiliger Radler schnell an ihm vorbei.

Robert hat erst einmal auf einer nahen Bank Platz genommen, um sich ein wenig zu entspannen.

Er wollte natürlich sehr gerne direkt in der Sonne sitzen um sich an ihren warmen Strahlen etwas zu erwärmen.

Als er Platz nahm, schien die Sonne auch noch hier her, aber schon bald wurde sie von einer heranziehenden Wolke verdeckt.

Das gefiel Robert nun gar nicht, denn die Sonne bedeutete für ihn das Glück und somit kam es ihm wieder einmal so vor, als ob er eben kein Glück hätte.

Kaum hatte er sich gesetzt, schwupp‛s war schon die Sonne verschwunden und er musste im Schatten sitzen!

Meisten hat er solche Situationen einfach hingenommen und darauf gewartet, dass die Sonne schon wieder kommen und dann auch für ihn scheinen würde.

Heute war es aber anders und warum auch immer, er ist einfach aufgestanden und hat diesen Platz verlassen.

Er ist einfach weitergegangen, hat dann die Sonne wieder gesucht, denn sie schien ja immer noch am Himmel, nur hier war eben eine kleine Wolke dazwischen gekommen.

So ist er nur wenige Meter weiter gegangen und bald stand er inmitten der schönsten Sonnenstrahlen, nur konnte er hier keine Bank zum Verweilen finden.

Das nahm er hin, denn die hellen und warmen Sonnenstrahlen waren ihm einfach viel wichtiger, als das er bequem im Schatten auf einer Parkbank sitzen wollte.

Da stand Robert nun eine ganze Weile und hat sich im Licht der Sonne gewärmt und er hatte wohl dabei auch einen kurzen Moment seine Augen geschlossen...

Plötzlich stand unvermittelt ein recht großer Mann in einem weißen Mantel neben ihm.

Er war schon recht alt und ein langer, grauer Bart zierte sein zergerbtes Gesicht.

Seine langen, weißen Haare wehten im Wind und Robert war von seiner bloßen Erscheinung erst einmal sehr beeindruckt.

Er hatte sofort den Eindruck, dass dieser Mann ihn wohl die ganze Zeit schon beobachtet hatte, obwohl er ihn dabei gar nicht wahrnehmen konnte.

Der alte Mann kam ihm sogar irgendwie bekannt vor, aber in dem Moment fehlte ihm einfach die Erinnerung und so wollte er einfach nur abwarten, was nun passieren würde.

Es passierte erst einmal gar nichts, denn der alte Mann wollte sich wohl ebenfalls an den warmen Strahlen der Sonne erst einmal etwas erwärmen.

Bald aber sprach er Robert an und fragte ihn, was er denn hier mache?

Robert gab ihm bereitwillig Auskunft und sagte ihm bald, dass er eigentlich auf der Suche nach dem Glück wäre.

Diese Antwort hatte der alte Mann wohl erwartet, denn seine Antwort darauf kam sofort und war für Robert von großer Bedeutung.

Er sagte ihm, dass er ihn schon eine ganze Weile beobachtet hätte und dass ihm die Reaktionen von Robert aufgefallen waren.

Es wäre richtig von Robert gewesen, sich nicht einfach mit der für ihn angeblich schlechten Situation zufrieden zu geben und weiter auf der inzwischen schattigen Bank sitzen zu bleiben.

Er musste doch nur ein paar Meter weitergehen, um sich wieder in der Sonne zu befinden, dass war die einzig richtige Lösung!

Den bequemen Platz auf der Bank musste er natürlich dafür aufgeben und nun hier stehen, aber das wäre gerade sehr richtig gewesen, denn wenn man das Glück geschenkt bekommen möchte, dann ist es notwendig, vorher immer etwas dafür zu geben!

Man müsse sich immer sehr bewegen und auf das Glück zugehen und nicht abwarten, dass es einfach so zu einem käme!

Damit beendete er seine ersten Sätze und holte eine kleine Pfeife aus seinem großen weißen Mantel, um sich erst einmal eine paar Züge daraus zu gönnen.

Inzwischen waren die Wolken am Himmel weiter gezogen und somit schien die Sonne bald wieder auf die nahe Parkbank.

Robert bat den alten Mann, doch gemeinsam mit ihm auf der Bank Platz zu nehmen, denn er war an diesem Herrn sehr interessiert und wollte sich gerne noch ein wenig mit ihm unterhalten.

Dieser schlug seine Einladung dann nicht aus und so saßen die Beiden bald nebeneinander auf der inzwischen wieder sonnigen Bank.

Robert erzählte dem alten Mann etwas aus seinem Leben und er erzählte ihm auch, dass er manchmal den Eindruck hatte, dass das Leben es bisher wohl nicht ganz so gut mit ihm meinte und er wohl in vielen Situationen gar kein Glück gehabt hätte.

Er sagte ihm, dass er bisher immer sehr für sein Glück gekämpft und niemals aufgegeben hatte und dass er aus seine

Fehlern inzwischen gelernt hätte und schon etwas klüger geworden wäre.

Auch das er nun wirklich das wahre Glück suchen wollte, dass Alles erzählte Robert seinem Banknachbarn gerne.

Es gefiel dem alten Herrn anscheinend und er machte Robert ein Angebot, welches ihn von seiner Bedeutung her schon sehr verblüffte.

Er sagte Ihm, dass er ihn bereits eine ganze lange Zeit immer wieder einmal in seinem Leben beobachtet hätte und sie sich schon von seiner frühen Kinderzeit her kennen würden.

Damals hätte Robert ihn bei seinem Rollerrennen auf dem Kugelberg in der Saale- Stadt sehr beeindruckt und er hätte damals beschlossen, diesem kleinen Menschen auf seinem weiteren Weg zu helfen und ihn zu unterstützen.

Damals hätte er ihm schon einige Wahrheiten vom Glück und vom Leben mit auf den Weg gegeben.

Er wusste damals zwar, dass es Robert als kleines Kind sicherlich noch gar nicht verstehen würde und es nur ein Versuch von ihm gewesen war, den richtigen Weg zum Glück zu weisen.

Aber ihm wäre es damals dennoch sehr wichtig gewesen, denn die guten Anlagen für ein glückliches Leben hätte er damals schon bei dem kleinen Buben entdeckt.