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Gott suchen und finden, seinen Willen erkennen und seine Gegenwart und sein Wirken erfahren - das ist Anliegen der Christen von Anfang an, so auch von Ignatius von Loyola. Er zeigte, wie dies möglich ist, indem man sich gerade nicht von der Welt abwendet, sondern auf sie einlässt - Gott in allen Dingen sucht. In grundsätzlichen Überlegungen und persönlichen Erfahrungsberichten gehen Mitglieder der österreichischen Jesuitenprovinz, die 2013 ihrer Gründung vor 450 Jahren gedenkt, sowie Personen, die ihrer Spiritualität nahestehen, diesem ignatianischen Grundanliegen nach. So entsteht ein vielgestaltiges Bild mit einer Fülle von Anregungen für die eigene Suche.
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Seitenzahl: 143
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Josef Thorer (Hg.)
Gott suchen und finden
nach Ignatius von Loyola
Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in derDeutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sindim Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
© 2013 Echter Verlag GmbH, Würzburgwww.echter-verlag.deUmschlag: Peter HellmundDruck und Bindung: CPI – Clausen & Bosse, LeckISBN978-3-429-03589-1 (Print)978-3-429-04693-4 (PDF)978-3-429-06092-3 (ePub)
Vorwort
GERNOT WISSER SJGott begegnen in allem, was zum Leben gehört
SEVERIN LEITNER SJGott suchen und finden in allen Dingen
ADOLFO NICOLÁS SJGott suchen und finden – Antwort auf Fragen
Text: Pedro Arrupe
TONI WITWER SJ»Gott suchen und finden« in Leben, Praxis und Anweisungen des hl. Ignatius
Text: Ignatius von Loyola
DOMINIK MARKL SJ»Dein Angesicht, GOTT, will ich suchen« (Ps 27,8) Gottes-Sehnsucht in der Bibel
MARTIN HASITSCHKA SJDie Welt sehen, »wie sie gebadet ist im Blute Christi«
Text: Jerónimo Nadal SJ
IGNATIUS VON LOYOLABetrachtung, um Liebe zu erlangen (GÜ 230–237) – Text
JOSEF MAUREDER SJBetrachtung, um Liebe zu erlangen: Hinweise für ein tieferes Verstehen und Beten mit dem Text
BRUNO NIEDERBACHER SJIst Gott in allen Dingen?
Text: Balthasar Alvarez SJ
JOSEF THORER SJDen Willen Gottes suchen: Unterscheidung der Geister
Anleitung: Das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit (W. Lambert)
ALOIS RIEDLSPERGER SJIn der gesellschaftlichen Wirklichkeit nach Gottes Absichten fragen
Text: Louis Lallement SJ
BISCHOF MANFRED SCHEUERAls Kirche in der Spur Jesu vorangehen: Freiheit und Unterscheidung
ANTON AIGNER SJDie Spur Gottes in der Kunst des Leitens
REINHOLD ETTEL SJGlauben erleben in der Begegnung mit Ehepaaren und Familien
Text: Ägid Van Broeckhoven SJ
MARIA FEHR SSJDer innersten Sehnsucht auf der Spur
LUIS GUTHEINZ SJIst es möglich, Gott in China zu finden?
Text: Karl Rahner SJ
MAXIMILIAN HEINE-GELDERN SJWohin führt intensives Fragen?
PETRA HIEMETZBERGER CJGott suchen und finden
MARKUS INAMA SJEine Spiritualität, die verändert
Text: Teilhard de Chardin SJ
ELMAR MITTERSTIELER SJMeine Gottesbegegnung in der Geistlichen Begleitung
OTTO MUCK SJGott in den Fügungen des Lebens finden
JOSEF A. PILZ SJGedichte
Text: Jean-Pierre de Caussade SJ
RICHARD PLAICKNER SJGott hält sich gern in unseren Gemeinschaften auf!
BEATE REGENSBURGER»Das Gewicht der Seele ist die Liebe« (Ignatius von Loyola)
Text: Gerald M. Hopkins SJ
GUSTAV SCHÖRGHOFER SJDer Gott der Falten
KLAUS SCHWEIGGL SJGott suchen und sich finden lassen
Text: Alfred Delp SJ
JOSEF THORER SJ»Ich kreise um Gott, um den uralten Turm« Gott suchen und finden in der Dichtung
Daten zur Geschichte der österreichischen Provinz SJ
Abkürzungen
Anmerkungen
I. Zum Geleit
Was Ignatius von Loyola durch sein Leben, durch die Exerzitien und durch die Gründung des Jesuitenordens angestoßen hat, ist in der Geschichte der Kirche nachhaltig wirksam gewesen und noch immer lebendig. Die Errichtung der österreichischen Provinz der Jesuiten im Jahre 1563, also vor 450 Jahren, ist Anlass zur Besinnung auf einen Wesenszug ignatianischer Spiritualität: Gott suchen und finden in allen Dingen. Es ist das, was Jesuiten zu leben suchen und Anderen vermitteln möchten. Die Texte bedeutender Jesuiten aus der jahrhundertelangen Geschichte des Ordens zeigen dies.
In grundsätzlichen Ausführungen und in Erfahrungsberichten wird das Thema im vorliegenden Band beleuchtet durch Beiträge, die vorwiegend von österreichischen Jesuiten stammen. Weitere Beiträge bezeugen, dass diese Spiritualität über ihren Kreis hinaus inspirierend ist. Dies für Leser erfahrbar zu machen, ihnen Anstoß und Hilfe für die eigene Suche zu sein, dazu möchte das Buch helfen.
Ich danke allen, die zu seinem Entstehen beigetragen haben, allen Autoren und Autorinnen sowie dem Verlag Echter, der es in sein Programm aufgenommen hat.
Innsbruck, im Jan. 2013Josef Thorer SJ
Gott suchen und finden in allen Dingen, dazu fordert uns der hl. Ignatius auf. Diese Dinge, die Ignatius in den Sinn kommen, in denen wir Gott begegnen können, sind nicht nur Gegenstände, sondern das ganze Leben: Arbeit und Erholung, Essen und Trinken, Gebet und Schlaf. Dementsprechend gibt es für Ignatius auch keine auserwählten, besonderen Orte der Gottesbegegnung wie Kirchen und Kapellen. Gott ist ein Gott des Alltags und will dort gesucht und gefunden werden. Ignatius meinte auf die Frage, warum er seinem Orden nicht das Chorgebet verordnet hat, es solle alle Welt sehen, wenn die Jesuiten nichts arbeiten. Jesuiten sollen sich also nicht hinter den Gebetszeiten verstecken können, da das ganze Leben diese Gebetszeit ist, nicht in der Ausschließlichkeit der kontemplativen Gebetsweise, sondern in der Einschließung von Tun und Beten. Die Geschichte der letzten 450 Jahre der Jesuiten in Österreich als eigener Leib mit seinen Gliedern (Provinz) kann davon Zeugnis geben, inwieweit es uns Jesuiten gelungen ist, das zu leben und auch zu vermitteln. Gottes Präsenz oder manchmal auch seine empfundene Absenz sollen das eigene Leben durchdringen, die Gottesferne als Zeit der Trockenheit und der spirituellen Nacht, die Gottesnähe als beglückendes Gelingen von Leben erfahren werden. Gott suchen und finden in allen Dingen ist kein spiritueller Schatz, den wir für uns selbst gefunden hätten und nun für uns hüten. Wovon wir Jesuiten begeistert und entflammt sind, das wollen wir mit anderen teilen, auf diese Erfahrungen möchten wir andere hinweisen, um so in Offenheit den Glauben vorzuschlagen, damit er in Freiheit angenommen werden kann. Wir sind durch Jesus Christus in Dienst genommen und zu den Menschen gesandt, um ihnen zu helfen, ihren Glauben und damit ihr Leben besser zu leben, oder wie Ignatius sagt, den Seelen zu helfen. Wir sind Gefährten Jesu für die Menschen.
Gernot Wisser SJ ist seit Juli 2008 Provinzial der österreichischen Provinz der Jesuiten. Er lebt in Wien.
Es ist ein Kennzeichen der Spiritualität des hl. Ignatius, dass er von Anfang an konsequent auf alle monastischen Elemente für das Gemeinschaftsleben verzichtet hat. Kein Kloster. »Unser Haus ist die Welt« hat Nadal, sein Schüler, gesagt. Keine Ordenstracht. Nur das Gewand ehrbarer Priester und als innere Haltung die Diensttracht Christi, so lesen wir in den Satzungen. Kein Chorgebet. Stattdessen das einfache und einzeln gebetete Stundengebet, verbunden mit dem Bemühen, »Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden« – so betont Ignatius unaufhörlich in Briefen an die Gefährten. Diese reduktionistische Haltung gegenüber allen äußeren Zeichen steht ganz im Dienste der apostolischen Sendung: Die Mitglieder der Gesellschaft Jesu müssen bereit sein, »viele Orte zu durchwandern«, im Dienst der Kirche und des Evangeliums, auch in Ländern, in denen es kein Ordenshaus gibt, in das man sich zurückziehen und keinen Oberen, mit dem man sich beraten kann.
Die Grundhaltung für dieses Leben war eine vorbehaltlose Liebe zu Christus und ein felsenfestes Vertrauen auf den dreifaltigen Gott, der die Gefährten – die Mitglieder des Ordens bezeichneten sich von Anfang an als »Gefährten Jesu« – in seine besondere Nachfolge gerufen hat. Beide Haltungen werden in den Exerzitien des hl. Ignatius eingeübt und praktiziert. Dazu kam von Anfang an eine lange und gründliche intellektuelle, wissenschaftliche, sprachliche und charakterliche Schulung, die den Jesuiten befähigen sollte, den Glauben und das Evangelium darzulegen, die Kirche zu verteidigen und den Menschen in ihren menschlich-seelischen Nöten zu helfen. Dies ist Spiritualität des Unterwegssein in einer Sendung der Kirche. Sie hat den Jesuiten in allen Zeiten bis heute die Kraft und die Klarheit gegeben, das Evangelium in universeller Weite zu verkündigen und den Menschen in hingebungsvollem Dienst zu helfen. Das Bewusstsein, dass Gott überall beim Jünger ist und in allem gefunden und ihm in allem gedient werden kann, im ganz normalen alltäglichen Dienst oder in extremen Situationen von Verfolgung, ja, sogar Martyrium, hat den Jesuiten die innere Kraft, Ausdauer und Weite gegeben.
Severin Leitner SJ ist seit 2012 Berater des Generaloberen der SJ in Rom und Assistent für Zentral- und Osteuropa.
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