Grenzspaziergang - Felia Schendt - E-Book

Grenzspaziergang E-Book

Felia Schendt

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Beschreibung

Dieser Roman erinnert uns an den leidenschaftlichen Funken, der in Jedem von uns schlummert und darauf wartet entzündet zu werden. Lorena lebt ein Leben, das sich viele wünschen würden. Eine Bilderbuchfamile, ein toller Job, ein erfülltes Leben. Aber irgendwas fehlt ihr. Was das ist, merkt sie erst, als sie sich auf den Flirt mit Simon einlässt und dabei immer mehr Grenzen überschreitet.

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Seitenzahl: 256

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Buchbeschreibung:

Dieser Roman erinnert uns an den leidenschaftlichen Funken, der in jedem von uns schlummert und darauf wartet, entzündet zu werden.

Lorena lebt ein Leben, das sich viele wünschen würden. Eine Bilderbuchfamilie, ein toller Job, ein erfülltes Dasein. Aber irgendetwas fehlt ihr. Was das ist, merkt sie erst, als sie sich auf den Flirt mit Simon einlässt und dabei immer mehr Grenzen überschreitet.

Über die Autorin:

Felia Schendt – eine Rebellin mit Herz und eine Autorin mit Leidenschaft, die mit diesem Roman ihr Autorendebüt feiert.

Persönliche Worte

Die Charaktere und die Handlung dieser Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden Personen sind rein zufällig und unterliegen höchstwahrscheinlich der Fantasie und Interpretation des Lesers / der Leserin. Wie viel Realität wirklich in diesen Text eingeflossen ist, wird wohl für immer das Geheimnis der Autorin bleiben.

Als ich diesen Roman angefangen habe zu schreiben, waren es anfangs nur Worte, die willkürlich aneinandergereiht wurden. Doch während des Schreibens wurde ich auf einmal von der Muse geküsst, die meine Leidenschaft entfachte. Im Laufe der Kapitel wurde ich immer mehr eins mit meiner Hauptakteurin. Das geschriebene Wort und die Gedanken meiner Protagonistin vermischten sich zu einer eigenen Geschichte in meinem Kopf und die Fiktion und Realität verschwammen zunehmend. Obwohl meine HauptAKTeurin anfangs meiner Inspiration entsprang, war am Schluss sie es, die mich inspirierte und dann war wieder ich es, die Lorena inspirierte. Trotzdem lag das Buch nach der Fertigstellung weitere Jahre auf meinem Desktop. Esdurfte noch reifen und auch ich hab noch Zeit gebraucht, um mich damit sichtbar zu machen.

Eine Warnung sei an dieser Stelle für zartbesaitete Leser*innen ausgesprochen. Der Roman ist provozierend, entspricht nicht unbedingt den gesellschaftlichen Konventionen und wird dafür sorgen, dass der eigene Puls an der einen oder anderen Stelle in die Höhe schießt und das Blut in Wallung gerät. Testleser haben bestätigt, diese Geschichte aktiviert nachweislich die Libido.

Danksagung

Kein Buch ohne Danksagung! Ohne die Unterstützung von so vielen lieben Menschen, die immer an mich geglaubt haben, hätte ich diesen Roman nie veröffentlicht. Zunächst richtet sich mein Dank an meinen Hauptlektor. Danke dafür, dass du die Quelle meiner Inspiration und mein Ideengeber warst. Danke, dass du all die geistigen und emotionalen Ergüsse, die dich bestimmt teilweise in Erregung versetzt haben, jedes Mal über dich hast ergehen lassen. Danke auch an meine Co-Lektorin, vermutlich ist dir beim Lektorieren oft die Schamesröte ins Gesicht geschossen, vor allem beim Korrigieren meiner vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Danke an Andrea für das unglaublich starke Cover, du hast den Blick meiner Protagonistin perfekt umgesetzt. Danke an Simone und Julia für euren nicht verurteilenden Blick hinter die Kulissen und euer ehrliches Feedback zu der Rohfassung, die wirklich noch verdammt roh war. Danke an Anke, dass du immer an mich geglaubt und mich liebevoll daran erinnert hast, dass Worte nicht nur wie Küsse, sondern auch wie Schläge schmecken können, dank dir hat die Weiblichkeit in dem Skript noch mehr Einzug erhalten. Danke an mein Erfolgswerk-Team Alena und Corinna, danke dafür, dass ihr mit mir jede karmische Rückstoßwelle gesurft habt und dass wir immer noch in Verbindung stehen. Danke an Andrea und Andrea, dass ihr immer schon eine Autorin in mir gesehen habt. Danke an Jule, dass du stets hinter mir stehst und trotz meines unkonventionellen Lebenswegs immer zu mir hältst. Danke an Sina, du bist eine aufgehende Sonne und dein Strahlen ist so inspirierend schön. Danke an Tina für deine Treue in allen Lebenslagen. Danke an Andrea und Ariane, dass ich mich vor euch so richtig nackt machen durfte und ihr mir immer wieder so viel Magic Power verliehen habt. Danke an meine Sisterhood Mädels Anja und Mandy, dass ihr mich auf meinem Herzensweg mit so viel Seelenmagie unterstützt. Danke an Herb, dein Glaube an mich und deine Unterstützung haben mir den letzten Schubs gegeben, den ich gebraucht habe, um sichtbar zu werden. Danke an mein Master-Mind Team Georgette, Steffi und Miriam, dass ihr so an mich glaubt, das macht mich ganz demütig. Danke an meine Mama, die immer an mich glaubt, der ich dieses Buch aus diversen Gründen aber nie zum Lesen geben werde. Danke an meine WUNDERvolle, einzigartige Tochter, die mich jeden Tag wieder daran erinnert, dass ich an mein Herz glauben soll, damit ich ihr ein Vorbild sein kann. Danke an euch alle! Ohne Euch wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

EPILOG

Kapitel 1

Lorena saß frisch geduscht nackt auf ihrem Handtuch auf dem Bett im Schlafzimmer und cremte sich mit ihrer dezent nach Vanille duftenden Bodylotion ein. Sie war erschöpft. Wie jeden Freitagabend, besser gesagt jeden Abend, wenn endlich der Feierabend für sie begann. Ein Job mit einer selbstauferlegten 50-Stunden-Woche in der Finanzbranche, zwei kleine Kinder, der Haushalt und allgemein der Alltag zollten ihren Tribut, ihre Energiespeicher waren zu oft aufgebraucht. Die vielen Rollen, die sie innerhalb eines Tages einnahm, machten sie müde, obwohl die Inszenierungen immer die gleichen waren. Kinder fertig machen, Excel-Listen bearbeiten, Meetings, in denen immer das Gleiche besprochen wurde, die Kids aus der Kita abholen, den Haushalt schmeißen, mit Andi eine Serie schauen oder noch etwas für den Job nacharbeiten und schließlich ausgebrannt ins Bett fallen. Obwohl sich Lorenas Tage unter der Woche ständig wiederholten, hatte sie das Gefühl, dass sich das Rad des Alltags immer schneller drehte und sie bei dem Tempo kaum mehr mithalten konnte. Auch heute sehnte sie sich insgeheim nach Entschleunigung und nicht nach Party. Wenn sie ehrlich zu sich war, war ihr eher nach einem Abend auf dem Sofa, einem Glas Rotwein und der Fortführung ihrer Netflix-Serie mit Andi. So wie jeden Freitagabend. Den Alltag mit Alltag ausklingen lassen, weil in dieser vertrauten Zone keine Anstrengung von ihr gefordert wurde. Aber heute war es an der Zeit, sich mal wieder aufzuraffen. Michaels vierzigster Geburtstag stand an und er hatte zu einer großen Feier in einer gemieteten Bar eingeladen. Lorena war zwiegespalten, was die Party anging. Auf der einen Seite freute sie sich auf einen geselligen Abend und die Qualitytime mit Freunden, die sie seit den Kindern zu selten sah, auf der anderen Seite wusste sie, dass sie nach so einer Feier meist wieder eine Woche zum Regenerieren brauchte. Schließlich musste sie am nächsten Morgen trotzdem funktionieren, um ihrer Familie und den täglichen Aufgaben gerecht zu werden. Im Haus war es ungewöhnlich still und Lorena genoss den kurzen Augenblick, den sie nur für sich hatte. Das Chaos, das um sie herum herrschte, blendete sie gekonnt aus. Darum würde sie sich morgen kümmern. Andi brachte die Kinder gerade zu seinen Eltern, damit sie die Möglichkeit hatten, seit langem einmal wieder als Paar zusammen auszugehen. Bis Samstagmittag würden sie Ruhe vor den zwei Rabauken haben. Lorena liebte Amelie und Luis aus tiefstem Herzen, aber die kleinen Racker zerrten auch oft enorm an ihren Geduldsfäden. Dieses ständige Reagieren und immer präsent sein müssen kosteten so viel Energie. Nicht selten hatte sie das Gefühl, dabei selber auf der Strecke zu bleiben. Der Gedanke daran, mal wieder Inspiration im Außen zu erfahren und endlich wieder Frau sein zu dürfen und nicht nur Ehefrau und Mutter, motivierte sie, sich über ihre Erschöpfung hinwegzusetzen und auf die Ausgehlaune einzustimmen. Solche Momente waren zu rar geworden, seitdem die zwei Kids da waren.

Lorena aktivierte eine Rock-Playlist und tanzte spontan nackt und mit wippenden Brüsten zu Rise Against vor ihrem Kleiderschrank. Sofort stieg ihre Laune. Sich zur Musik zu bewegen und den Rhythmus zu spüren, hatte immer schon ihre Lebensgeister geweckt. Von dem Takt inspiriert, entschied sie sich für einen schwarzen BH mit Spitze und ausnahmsweise mal für einen passenden Slip und zog ein etwas freizügigeres schwarzes Top und ihre enge Jeans mit dunklem Gürtel aus dem Schrank. Sie hatte Lust, sich mal wieder schick zu machen und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Normalerweise war sie ein sehr natürlicher Typ und legte im Alltag außer Wimperntusche kaum Make-up auf, aber heute war ihr danach, sich angemessen zu ihrem Outfit und dem Anlass etwas mehr herzurichten. Raus aus dem Mami-Look, weg vom täglichen Business-Schick. Sie spürte den Drang, sich mal wieder ein bisschen weiblicher zu präsentieren. Nachdem sie ihre grünen Augen gekonnt betont hatte, entschied sie sich, zur Feier des Tages einen roten Lippenstift aufzutragen, der einen Ton dunkler war als ihre natürliche Haarfarbe. Sie öffnete ihren Messy-Dutt, schüttelte ihre roten Locken auf und lächelte ihr Spiegelbild an. Eine schöne und weibliche Frau blickte ihr entgegen. Ihr Hintern sah in der Jeans prall und rund aus, der leichte Ausschnitt ihres Tops ließ ihre wohlgeformten Brüste gut erahnen, die offenen Locken, die sie im Alltag oft glättete, verliehen ihr etwas Wildes und Ungestühmes und in ihren Augen blitzte ein schelmisches Funkeln auf. Lorena schaute die strahlende Frau im Spiegel nachdenklich an und fragte sich, warum sie diese Frau schon so lange nicht mehr gesehen hatte. Bevor sie die Antwort auf diese Frage fand, unterbrach Andi sie bei ihren Gedanken, als er hinter ihr im Spiegel auftauchte. „Bist du fertig? Wir sind spät dran“, war das Einzige, was er sagte. Kein Wort der Anerkennung kam ihm über die Lippen. Einen Moment ärgerte sich Lorena, dass er sie für so selbstverständlich nahm und als Frau gar nicht mehr sah. Wie lange hatte sie schon kein ernst gemeintes Kompliment mehr von ihm bekommen? Wie lange hatte sie ihm schon kein Kompliment mehr gemacht? Sie verdrängte den Gedanken, schenkte sich stattdessen selber ein letztes Lächeln und griff nach ihrer Handtasche, um mit Andi das Haus zu verlassen.

Tatsächlich kamen sie etwas zu spät. Die Bar, die Michael exklusiv gemietet hatte, war schon gut besucht und sofort war Lorena von einem undurchdringbaren Stimmengewirr umgeben, auf das sie sich erst einmal einstimmen musste. Es versprach ein geselliger und vergnügter Abend zu werden, zur Abwechslung ein Abend fernab von Netflix-Serien. Eine kurzzeitige Flucht aus dem Alltag. Einen kleinen Moment mal wieder das Leben und die Lebendigkeit spüren. Lorena sah sich in der Bar um und ließ sich augenblicklich von der heiteren Stimmung anstecken. Der gesamte Freundeskreis war anwesend, lediglich ein paar unbekannte Gesichter fielen ihr unter den Gästen auf. Sie umarmte alle Freunde der Reihe nach und hielt hier und da Smalltalk, bevor sie sich zur Bar durchkämpfte, hinter der ein äußerst attraktiver, wenn auch verdammt junger Barkeeper mit vollem Körpereinsatz seine Cocktails mixte.

Normalerweise trank sie selten Alkohol, aber an Abenden wie diesem wollte sie sich mal was gönnen. „Eisgekühltes Schaumkrönchen auf einer exquisiten Komposition aus Hopfen, Gerste und Malz (vegan)“, wurde ihr über eine Tafel als Tagesangebot empfohlen und es dauerte etwas, bis sie den Gag verstand. Obwohl sie sonst gerne mal ein Bier trank, hatte sie heute eher Lust auf einen Mixed Drink. „Du siehst aus, als dürfte es für dich ein Verbotener Flirt sein?“ Der Barkeeper, der mindestens zehn Jahre jünger war als sie, beugte sich zu ihr vor, zwinkerte ihr zu und zeigte ihr auf der Karte einen Cocktail, der sich in der Tat sehr lecker anhörte: Gin, 2 Dash Angostura Bitters, 1 cl Holundersirup, 8 cl Ginger Ale, Minze und Orangen-Extrakt. „Gerne.“ Lorena lächelte, strich sich ihre langen roten Locken hinter das Ohr und ließ sich auf den Flirt ein. Sie realisierte, dass der Blick des Barkeepers in ihren Ausschnitt wanderte, während er ihren Cocktail mixte, und sie spielte intuitiv mit ihren Vorzügen, indem sie sich noch aufrechter hinstellte und ihre Brust anhob. Insgeheim genoss sie es, dass der junge Barkeeper ihrer Attraktivität Beachtung schenkte. Für Andi war alles so selbstverständlich geworden. Sie war für ihn selbstverständlich geworden. Er nahm sie als Frau nicht mehr wirklich wahr. Dabei konnte er sich mit ihr an seiner Seite echt glücklich schätzen. Sie achtete nach wie vor auf ihren Körper, machte gelegentlich Sport, zumindest soweit es ihre Zeit zuließ, und versuchte, ihrer Weiblichkeit stets Raum einzuräumen. Sie war keine Frau, die sich damit zufriedengab, nur in der Mutterrolle aufzugehen. Übermütter, die sich für die Kinder und die Familie aufopferten, sich vom Frausein verabschiedeten und freiwillig im Kindergarten für die Wahl zum Elternbeirat aufstellen ließen, kannte sie einige und zu diesen hatte sie noch nie einen Zugang gefunden. Glücklicherweise waren die Frauen in ihrem Freundeskreis ähnlich gestrickt wie sie und alle trotz Familie sie selbst geblieben. Lorena bedankte sich bei dem Barkeeper für seine Aufmerksamkeit mit einem großzügigen Trinkgeld und mischte sich ins Getümmel zu ihren Freundinnen. Gemessen an der Dezibelzahl des Lachens hatten ihre Mädels schon mindestens ein Getränk mehr getrunken als sie. Die Frauen aus dem Freundeskreis waren wie sie vorwiegend Mütter, die es genossen, mal wieder einen Abend ohne Kinder verbringen zu können. Mal wieder frei und Frau sein zu dürfen. Allesamt waren es Frauen, die sonst im Hamsterrad des Alltags funktionierten, keinen Alkohol mehr gewohnt und daher schon merklich angetrunken waren. Auch Lorena genoss ihren Cocktail und trank diesen in der Geselligkeit der Gruppe schneller als sonst zu Hause ihren Rotwein. Die Gesprächsthemen des Abends waren die üblichen. Die Dialoge drehten sich um die Kinder und den Spagat zwischen Familie und Job, es wurde über die Kollegen und die Vorgesetzten gelästert, über den kräftezehrenden Alltag gejammert und über die nächsten Urlaubsziele diskutiert. Während es bei den Frauen vorwiegend um den Familienalltag ging, debattierten die Männer auf der anderen Seite mit ihrem Bier in der Hand über Vertriebsstrategien, die Politik und die letzten Fußballergebnisse.

In dem Partyraum war es extrem eng und jeder, der zur Bar wollte, musste sich an ihrem Freundinnen-Grüppchen vorbeidrücken. Ohne Körperkontakt war ein Durchkommen zur Bar kaum mehr möglich. Als Simon, ein Mann aus dem Freundeskreis, sich Platz schaffen wollte und sie dabei eine Sekunde an der Hüfte streifte, zuckte Lorena zusammen und hielt einen Moment inne. Ihr Körper reagierte sofort auf diese flüchtige Berührung und sie spürte augenblicklich ein angenehmes Ziehen zwischen den Schenkeln. Es war nicht das erste Mal, dass sie so auf Simons Anwesenheit ansprang. Sie konnte nicht leugnen, dass sie sich zu Simon hingezogen fühlte. Das war schon so gewesen, als sie ihn vor neun Jahren das erste Mal auf dem Christkindlmarkt kennengelernt hatte. Sie hatte ihn von Anfang an objektiv betrachtet als attraktiven Mann wahrgenommen, aber über die Zeit war die Anziehung stärker geworden. Mittlerweile war es sogar so, dass sie sich schon öfter dabei ertappt hatte, beim Sex mit Andi an Simon gedacht zu haben. Natürlich hatte sie das nie jemandem erzählt und sie würde einen Teufel tun, das jemals zuzugeben, aber ihr Körper sendete ihr jedes Mal eindeutige Signale, wenn Simon im Raum war. So auch heute. Diese kurze Berührung hatte gereicht und sie fühlte sich, als würde er einen Button aktivieren, um ihre Libido aus dem Standby-Modus zu holen. Es reichte, dass er in ihrer Nähe stand und sofort wurde sie zwischen den Schenkeln leicht feucht. Sie lächelte Simon nur flüchtig im Vorbeigehen an und versuchte, wie schon so oft, das Gefühl zu unterdrücken, das er in ihr auslöste. In ihrem inneren Dialog ermahnte sie sich selbst, ihre Gedanken zu zügeln. Solche Fantasien durfte sie nicht haben und mit ihrer Libido sollte sie dringend mal wieder ein ernstes Wörtchen reden, die schien falsch programmiert zu sein, sobald Simon in der Nähe war.

Als Simon sich über den Tresen lehnte und bei dem Barkeeper seine Bestellung aufgab, folgte Lorena ihm mit dem Blick. Er hatte aber auch eine unglaubliche Ausstrahlung. Und heute ganz besonders. Sie biss sich auf die Lippen und beobachtete den großen dunkelblonden Mann mit den strahlend blauen Augen und dem trainierten Körper, als er sich wieder den Weg zurück durch das Gedränge bahnte. Wie schon so oft bewunderte Lorena sein Charisma, mit dem er deutlich aus der Menge herausstach. Egal wo er auftauchte, er hatte eine Präsenz, mit der er nicht nur sie in seinen Bann zog. Als hätte er ihren Blick gespürt, sah er ihr direkt in die Augen. Allein dieser kurze Blickkontakt reichte aus und schon signalisierte ihr Körper ihr Verlangen. Jede Zelle in ihr pulsierte wohlig und ihre Vagina fing augenblicklich an zu pochen. Ihr war bewusst, dass sie sich hätte abwenden sollen, dass sein Blick in ihr Fantasien auslöste, die nicht angebracht waren, aber heute war sie zu sehr in Flirtlaune. Diesmal hatte sie Lust, es darauf ankommen zu lassen und ihm zu zeigen, dass sie ihn begehrte. Zu oft schon hatte sie das vor sich selber geleugnet. Sie nahm einen Schluck von ihrem Verbotenen Flirt, spielte mit dem Strohhalm in ihrem Mund und schaute Simon intensiv in die Augen. Einen kurzen Moment schien Simon etwas irritiert von ihrem bewussten Flirtversuch zu sein, aber dann stieg er darauf ein, suchte ebenfalls den Blickkontakt mit ihr und fing selbstgefällig an zu grinsen. Das Spiel war eröffnet und im gleichen Augenblick veränderte sich etwas an Lorenas Energie. Sie fühlte sich selbstbewusster und war mehr mit ihrer Kraft verbunden als eben noch in dem Gespräch mit ihren Mädels. Als er vorbeigehen wollte, machte Lorena einen kleinen Schritt nach hinten, um sich ihm in den Weg zu stellen und schaute ihn dabei weiterhin forsch an. Offensichtlicher hätte sie nicht mit ihm flirten können. Und Simon stieg darauf ein. Er lächelte sie einladend an, legte kurz eine Hand auf ihre schmale Taille und drückte sich bewusst eng an ihrem Steiß vorbei. Einen Moment schloss Lorena die Augen und genoss das Gefühl, seinen Körper so nah an ihrem zu spüren. Es zog augenblicklich angenehm zwischen ihren Schenkeln und in ihrem Intimbereich. Sie lehnte sich ihm provokativ ein bisschen mehr entgegen und berührte für einen Moment seine Hand mit ihrer. Die Berührung dauerte weniger als eine Sekunde, aber ihr Puls beschleunigte sich sofort und in ihrem Schritt wurde es warm. Wie schaffte dieser Kerl es nur, so eine Lust in ihr zu wecken? Und was verdammt noch mal machte sie da? Als Simon an ihr vorbei und wieder im Getümmel verschwunden war, schaute Lorena sich flüchtig um, ob irgendjemand das kurze Intermezzo mitbekommen hatte. Doch die Aufmerksamkeit der anderen galt nicht ihr und der Flirt war zu dezent gewesen, als dass er öffentliches Interesse hätte wecken können. Sie versuchte, sich wieder auf das Gespräch mit ihren Mädels zu konzentrieren, aber über die Kinder und Alltagssorgen wollte sie sich nicht weiter unterhalten. Nicht jetzt, zumal ihr gerade äußerst unanständige Gedanken durch den Kopf schweiften. Sie konnte sich nicht erklären, ob es der Reiz des Verbotenen war oder ob der Alkohol bereits seine Wirkung zeigte, aber sie wollte es heute definitiv noch nicht darauf beruhen lassen, nicht nachdem die ganze Sache gerade erst anfing, Spaß zu machen. Es war ja nur ein unschuldiger Flirt, der niemandem wehtun würde, aber den sie sich diesmal nicht verwehren wollte. Allein dieser kurze Moment eben mit Simon hatte ihrem Ego so gutgetan, dass sie sich danach sehnte, noch ein bisschen mehr von seiner Aufmerksamkeit zu provozieren. Sie trank ihren ersten Cocktail zu rasch aus und bestellte sich einen zweiten Verbotenen Flirt an der Bar, ohne diesmal auf den weiteren Flirtversuch des Barkeepers einzugehen. Mit ihrem Glas in der Hand kämpfte sie sich suchend auf die andere Seite der Bar durch, wo sie Simon vermutete. Dieser stand in einer Ecke des Raums und unterhielt sich mit einer Blondine, die sie nicht kannte. Die Situation stellte ein Bild dar, das zu ihm passte und typisch für ihn war, denn Simon war für seine ständig wechselnden Affären bekannt. Mit über vierzig hatte er noch nie eine ernsthafte Beziehung geführt, ließ aber auch nie etwas anbrennen und beherrschte die Kunst des Flirtens im Masterlevel. Über seine vielfältigen Bettgeschichten wurde im Freundeskreis oft kontrovers diskutiert, denn Simon lebte ein Leben fernab von gesellschaftlichen Konventionen. Er war als Frauenmagnet bekannt und hatte die Fähigkeit, all seine Gespielinnen mühelos innerhalb von kurzer Zeit für sich zu gewinnen. Selbst verheiratete Frauen unterlagen regelmäßig seinem Charisma und Lorena gestand sich ein, dass sie hier keine Ausnahme darstellte. Seine Ausstrahlung hatte auf sie etwas unglaublich Faszinierendes. Obwohl Andi nicht weit weg von Simon stand und mit den Jungs über Aktienpakete diskutierte, konnte es Lorena nicht lassen, in die Flirt-Offensive zu gehen. Der Reiz war zu groß, sie wollte ihm nicht widerstehen. Der intensive Blickkontakt eben mit Simon hatte in ihr verborgene Sehnsüchte geweckt, denen sie weiter nachgehen wollte. Simons bloße Anwesenheit schien die Lilith-Energie in ihr wachzurufen, die in ihrer Jugend und vor der Ehe sehr präsent gewesen war, jedoch seit der Kinder keinen Raum mehr in ihrem Leben bekommen hatte. Lorena stellte sich neben ihre Bekannte und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand, so dass sie Simon dabei direkt in die Augen schauen konnte. Kurz blickte er auf und sah zu ihr, ließ sich aber diesmal nicht so schnell aus der Reserve locken, was sie wiederum nur noch mehr anstachelte. Sie musterte die Blondine, mit der sich Simon unterhielt und stellte für sich fest, dass sie eher unscheinbar wirkte und keine der Frauen war, der sie selber wegen ihrer immensen Ausstrahlung nachschauen würde. Sie war klein, hatte kurze blonde Haare, eine schlanke und sportliche, aber gleichzeitig durchschnittliche Figur und Lorena sah ihr an, dass sie rauchte. Sie wirkte älter, als sie wahrscheinlich war und ihre Haut hatte einen fahlen Teint. Das Nasenpiercing betonte ihre etwas zu groß geratene Nase und war nicht von Vorteil für sie. Keine Konkurrenz, stellte Lorena zufrieden fest und dachte zeitgleich darüber nach, warum das für sie überhaupt eine Rolle spielte. Sie positionierte sich so, dass sie ihre körperlichen Vorzüge gekonnt in Szene setzte. Bauch rein, C-Körbchen raus, das rechte Bein leicht nach vorne gestellt, den freien Daumen eingehakt in den vorderen Gürtelschlaufen ihrer engen Jeans. Um nicht zu sehr auf dem Präsentierteller zu stehen und von ihrem Flirtangriff abzulenken, fing sie einen Smalltalk mit ihrer Bekannten über deren Job an, ohne Simon dabei aus den Augen zu lassen. Es war lange her, dass sie es das letzte Mal drauf angelegt hatte, aber sie wusste, welche Wirkung sie auf Männer ausübte, wenn sie erst einmal ihren Flirtmodus eingeschaltet hatte und ihre Weiblichkeit gezielt einsetzte. Und es funktionierte noch heute. Während Simon sich anfangs auf das Gespräch mit der kleinen Blondine konzentrierte und Lorena kaum Aufmerksamkeit schenkte, wanderte sein Blick mit der Zeit wiederholt zu ihr. Wann immer er in ihre Richtung sah, spielte Lorena subtil, aber dennoch bewusst mit ihren Reizen. Sie befeuchtete mit der Zunge ihre Lippen, drehte ihre langen Locken, berührte mit den Fingerspitzen ihr Schlüsselbein, zog etwas länger und intensiver an ihrem Strohhalm und schaute Simon dabei die ganze Zeit offensiv in die Augen. Nicht einmal brach sie den Blickkontakt ab. Sie hielt den Flirt aufrecht, obwohl die Situation hier in der Bar riskant war. Seine Reaktion zeigte ihr, dass ihr Verhalten ihn nicht kaltließ. Seine Blicke wurden immer eindeutiger und aktivierten Lorenas Fantasien. Je offensichtlicher der Flirt zwischen ihnen wurde, desto schwerer fiel es ihr, sich auf ihr Gespräch zu konzentrieren und ihrer Bekannten noch ernst gemeinte Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem musste sie sich anstrengen, trotz der Wärme, die in ihrem Slip aufstieg, noch die notwendige Vorsicht walten zu lassen. Schließlich war sie nicht mit Simon alleine in der Bar, sondern es standen auch ihr Mann und zahlreiche ihrer Freunde in der Nähe. Sie spielte mit dem Feuer, aber sie hatte nicht vor, sich die Finger zu verbrennen. Das war es nicht wert. Gleichzeitig war es so wohltuend, ihr eigenes Begehren mal wieder so intensiv zu spüren, dass sie den Flirt nicht abbrechen wollte. Erneut warf Simon ihr einen Blick zu, der pures Verlangen in ihr auslöste. In ihrem gesamten Schoßraum breitete sich eine wohltuende Wärme aus. In Gedanken hatte sie tatsächlich schon heimlich verbotene Dinge mit ihm angestellt, aber in der Realität würde sie niemals so weit gehen. Sie kannte ihre Grenzen und wusste diese zu wahren. Ihr innerer Moralapostel rebellierte bereits lautstark gegen ihr Begehren und wollte ihr klar sein Veto aufzeigen. Was sie da machte, war moralisch nicht korrekt und gleichzeitig fühlte es sich so richtig an. Sie spürte den Ehering an ihrem Finger, der sich im Moment anfühlte, als sei er zu klein geworden. Und trotzdem erinnerte er sie an die Tatsache, dass sie verheiratet war und dass ihr diese Sehnsüchte nicht zustanden. Die Sache wurde ihr zu heiß! Simon war zu heiß! Seine sexuelle Ausstrahlung brachte etwas in ihr zum Lodern, was bedrohlich auf sie wirkte. Sie brauchte dringend eine Abkühlung. Bis hierhin war es ein vertretbarer, unschuldiger Flirt gewesen, aber das Spiel noch weiter auszureizen, war keine gute Idee. Es wurde höchste Zeit, aus diesem intensiven Blickkontakt auszusteigen, der ihr spürbar die Sinne vernebelte. Lorena verabschiedete sich von ihrer Bekannten und wusch sich in der Toilette die Hände unter dem kalten Wasserhahn ab, um sich zu akklimatisieren. Nachdem sie sich an der Bar ein frisches Wasser mit Eiswürfeln geholt hatte, setzte sie sich damit in einer ruhigeren Ecke auf einen Barhocker, um sich wieder zu sammeln. Doch während sie noch darüber nachdachte, was sie eben geritten hatte, Simon vor allen Leuten sichtbare Avancen zu machen, setzte sich genau dieser unerwartet neben sie auf den Barhocker und grinste sie verschmitzt an. Bähm – all die Vorsätze brav zu sein, schmiss sie sofort über den Haufen, augenblicklich setzte ihre Libido ihren Verstand schachmatt. Das Adrenalin floss wellenartig in ihren Schoß. Unanständige Gedanken übernahmen die Oberhand und schlichen an ihrem inneren Moralapostel vorbei. Sie stellte sich vor, wie es wäre, ihn einfach am T-Shirt zu sich zu ziehen und zu küssen und noch ganz andere Dinge mit ihm anzustellen. Sofort hob ihr Gewissen die Hand und gebot ihr, diese Bilder wieder zu verdrängen. Das ging auf gar keinen Fall! Was passierte hier mit ihr? Sie bewegte sich gerade auf ganz dünnem Eis und der Alkohol barg ein weiteres Risiko und ließ sie unvorsichtig werden. All ihre moralischen Anteile meldeten sich lautstark zu Wort und doch gelang es ihr nicht, Simon links liegen zu lassen. Der Flirt tat so unglaublich gut! Dieses Begehren zu spüren, das durch ihren Körper strömte, setzte wunderschöne Energien in ihr frei, denen sie sich nicht entziehen wollte. Statt sich von ihm abzuwenden, lehnte sie sich von ihrer Libido gesteuert in seine Richtung und drückte ihren Oberkörper so unauffällig wie möglich an seinen, um mit ihren Brüsten seinen Ellbogen zu berühren. Simon grinste sie an, schaute ihr intensiv in die Augen und stützte sich mit der rechten Hand wie zufällig auf ihrem Barhocker ab, so dass seine Fingerspitzen ihre Pobacken berührten. Sofort durchfuhr Lorena ein angenehmer Schauer und sie bekam am ganzen Körper Gänsehaut. Für Außenstehende sah es aus, als würden sich die beiden nur unterhalten, aber der Körperkontakt wurde sowohl von ihr als auch von ihm bewusst eingesetzt. Lorena konnte nicht leugnen, dass sie diese Berührung genoss und schaute ihm weiter intensiv in die Augen. Sie wusste, dass er ihr ansah, was sie dachte, denn sein Blick spiegelte ihr Verlangen wider und die Luft zwischen ihnen knisterte. Ihr Gewissen bäumte sich erneut auf, aber bevor Lorena überhaupt dazu kam, den Flirt zu intensivieren, wurden sie unterbrochen. Die unscheinbare Blondine war ebenso darauf aus, ihr Gespräch mit Simon fortzusetzen und setzte sich mit einem neuen Cocktail auf die andere Seite neben ihn. Lorena wusste, dass sie den Flirt jetzt erst recht hätte beenden sollen, aber diese Konkurrenzsituation spornte sie zusätzlich an. Seine Aufmerksamkeit streichelte ihr Ego, sie war nicht bereit, diese Streicheleinheit zu teilen. Simon wandte seinen Blick von Lorena ab und schenkte der Blondine wieder seinen Fokus. Lorenas gesamter Körper stand unter Strom. Sie konnte aber nicht unterscheiden, ob es an dem Alkohol oder den Hormonen in ihrem Blut lag, dass das Adrenalin sie so durchflutete. Simon brachte sie ganz schön aus dem Konzept. Er aktivierte ein Verhalten an ihr, das einer verheirateten Frau eigentlich nicht erlaubt war. Er triggerte ihr komplettes Hormonsystem und noch etwas anderes, ein Gefühl, das viel tiefer lag. Angestachelt von ihrer warmen, sich immer mehr öffnenden Vagina, die in absoluter Habachtstellung war, schlug Lorena das rechte Bein über ihr linkes Knie und strich dabei mit der Spitze ihrer High Heels an den Innenseiten von Simons Unterschenkel entlang. Simon drehte den Kopf zu ihr und sein Blick zeigte ihr das, was sie fühlte. Pure Lust. Lorenas Yoni pochte und sie spürte, wie der Saft ihrer Libido sich auf ihren Slip übertrug, so feucht war sie schon. Ihre innere Stimme ermahnte sie wiederholt zur Vernunft. Sie musste damit aufhören, bevor sie zu weit ging. Ihre Lust begann hier gerade, das Ruder zu übernehmen und es lag an ihr, das schnellstmöglich zu unterbinden. Wie wenn Simon ihre Gedanken erraten hätte, beendete er selbst ihr Dilemma. Er schaute ihr noch einen Moment intensiv in die Augen, griff aber gleichzeitig nach der Hand der Blondine und streichelte diese. Lorena fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen. Diesen Auslöser für ihren Rückzug hatte sie gebraucht, um wieder in der Realität zu landen. Ihr Ego protestierte, weil die Berührung der anderen galt und nicht ihr und im gleichen Augenblick verkündete ihr Stolz ihr, dass der Flirt jetzt für sie vorbei war. Sie war nicht in der Position, selbst solche Wünsche zu haben. Sie war eine verheiratete Frau, die sich gerade bedürftig verhielt, weil sie zu lange keinen leidenschaftlichen Sex mehr gehabt hatte. Und Simon war ein Player, für den das Spiel mit Frauen zum Alltag gehörte. Ein Mann, der sich verständlicherweise für die Spielgefährtin entschied, bei der er heute noch zum Zug kommen würde. Lorena spürte einen kleinen Stich der Eifersucht, weil die andere etwas haben konnte, was ihr nicht zustand. Obwohl ihre Libido gerne noch neben Simon sitzen geblieben wäre, wusste Lorena, dass es nun Zeit war, das Spielfeld zu räumen. Resigniert gesellte sie sich wieder zurück ins Getümmel zu ihren Freundinnen. Als sie sich noch einmal umdrehte, sah sie Simon in der Ecke mit der Blondine knutschen und schüttelte den Kopf. Es war ihr allerdings nicht klar, ob über ihr eigenes oder Simons Verhalten.

Kapitel 2

Am nächsten Morgen wachte Lorena leicht verkatert auf. Als sie Andi mit seinen verstrubelten schwarzen Haaren neben sich liegen sah, meldete sich ihr schlechtes Gewissen und ihr Benehmen auf der Party lief wie aus der Metaperspektive vor ihren Augen ab. Beschämt versuchte sie sich selber einzureden, dass der Alkohol sie zu diesem Verhalten verführt hatte, aber das änderte nichts an ihren Schuldgefühlen, zumal sie insgeheim wusste, dass das nicht die Wahrheit war. Was war denn nur in sie gefahren, sich wie ein verliebter Teenager aufzuführen? Sie hatte sich vor Simon total lächerlich gemacht mit ihrem bedürftigen Flirtversuch. Der Barkeeper hatte ihr mit Sicherheit ein Aphrodisiakum in ihren Verbotenen Flirt