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Greta ist eine Erzählung, die in einer dystopischen Zukunft angesiedelt ist, in der die Bevölkerung durch einen nicht näher definierten Umstand massiv diminuiert wurde. Es gibt kleine Menschengruppen, die den Wirren entkommen sind. Wie diese Menschen leben und welche Qualen, Unsicherheiten und Ängste sie durchleben müssen, wie sich ihr Leben durch einen kleinen Moment grundlegend ändern kann; das versucht diese Erzählung auf wenigen Seiten sichtbar zu machen.
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Seitenzahl: 26
Veröffentlichungsjahr: 2025
Für S.
Vorwort
I.
II.
III.
Greta ist eine Erzählung, die wie Johanna in einer dystopischen Zukunft angesiedelt ist.
Das Setting ist relativ ähnlich, aber ein großer Unterschied ist ausschlaggebend: Die Population wurde durch einen nicht näher definierten Umstand in kürzester Zeit massiv diminuiert. Durch die dadurch entstandenen Wirren kam auch hier eine Klassen-Gesellschaft zustande, in der Sklaverei keine Besonderheit mehr darstellt und jeder Mensch der Oberschicht Sklaven besitzt.
Es gibt kleine Gruppen, die der Versklavung entkommen konnten. Diese verstecken sich in Wäldern oder an anderen vermeintlich sicheren Orten.
Wie diese Menschen leben und welche Qualen, Unsicherheiten und Ängste sie durchleben müssen, wie sich ihr Leben durch einen kleinen Moment grundlegend ändern kann, das versucht diese Erzählung auf wenigen Seiten sichtbar zu machen.
In der Hoffnung, dass auch diese dystopische Fantasie nie zur Realität wird, wünsche ich viel Erfolg bei der Lektüre!
Eveal von Dohlen
Rendsburg, August 2023
In der Ferne sehen wir die Lichter der Stadt. Es ist kalt hier im Wald, aber das kleine Lagerfeuer hält uns ein bisschen warm. Greta und ich haben die Nachtwache. Eigentlich sollen wir so unauffällig wie möglich sein, aber ohne das Lagerfeuer und die davon ausgehende Wärme würden wir nichts sehen und frieren. Es sind knapp 6 Grad Celsius. Und unsere Kleidung ist nicht die wärmste. Nur das Nötigste, eine Hose über den Beinen und ein dicker Pullover am Oberkörper, leichte Socken und Stiefel. Ein Halstuch wäre schön, aber das habe ich im Lager vergessen. Wir sind bis 3 Uhr eingeteilt, bis dahin müssen wir durchhalten. Aber mit dem Lagerfeuer geht es. Wir haben beide ein Gewehr zur Verteidigung, und falls sie zu nah kommen auch noch große Messer und Speere. Man kann nie wissen, wer sich im Hinterhalt versteckt, während wir auf die auffällig-Kommenden mit den Gewehren schießen. Die Köder. Aber so ist das. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Und das Lagerfeuer muss schnell auszumachen sein. Deswegen ist es auch nur sehr klein. Grade so groß, dass es genug Wärme abgibt.
Wir wachen an der Nordstraße. Es gibt vier Straßen zu unserem Lager - wobei Straße beinahe zu viel gesagt ist. Es sind kleine Wege - Pfade -, die hoffentlich niemand findet. Auf den Landkarten sind sie nicht drauf, aber wahrscheinlich auf den Satellitenbildern. Und wahrscheinlich sind wir auch auf den
