Günter, der innere Schweinehund, wird schlank - Stefan Frädrich - E-Book

Günter, der innere Schweinehund, wird schlank E-Book

Stefan Frädrich

4,4

Beschreibung

Eigentlich wissen wir ganz genau, warum wir zu dick sind: Wir essen zuviel, trinken zu wenig und treiben kaum Sport. Ja, eigentlich Aber wir kennen auch diese lästige Stimme in uns. Sie sagt: Einmal ist keinmal!, Man gönnt sich ja sonst nichts! oder Sport ist Mord!. Diese Stimme kommt von Günter. Günter ist unser innerer Schweinehund. Günter hat zwar keine Ahnung, gibt uns aber trotzdem ständig Ratschläge. Besser also, wir erklären Günter erst einmal, wie Ernährung wirklich funktioniert. Dann purzeln überflüssige Pfunde nämlich wie von selbst ganz ohne Verzicht, Hunger oder schlechte Laune. Versprochen!

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Stefan Frädrich

Günter, der innere Schweinehund, wird schlank

Stefan Frädrich

Günter,

der innere Schweinehund,

wird schlank

Ein tierisches Diätbuch

Illustriert

von Timo Wuerz

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

ISBN 3-89749-584-8

Lektorat: Christiane Martin, Köln

Umschlaggestaltung: +malsy Kommunikation und

Gestaltung, Willich

Illustrationen: Timo Wuerz, Hamburg

© 2013 GABAL Verlag GmbH, OffenbachDas E-Book basiert auf dem 2006 erschienenen Buchtitel "Günter, der innere Schweinehund, wird schlank" von Stefan Frädrich, ©2006 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise,nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

ISBN Buchausgabe: 978-3-89749-584-5

ISBN epub: 978-3-86200-888-9

www.gabal-verlag.de

www.gabal-shop.de

www.gabal-ist-ueberall.de

Der schlaue Spruch, bevor es losgeht:

Man ist niemals zu schwer für seine Größe, aber man ist oftmals zu klein für sein Gewicht.

Gert Fröbe

1. Günter, der innere Schweinehund

Günter ist dein innerer Schweinehund. Er lebt in deinem Kopf und gibt dir oft falsche Ratschläge.

Das ist Günter. Günter ist dein innerer Schweinehund. Er lebt in deinem Kopf und bewahrt dich vor allem Übel dieser Welt. Immer wenn du etwas Neues lernen willst oder dich mal anstrengen musst, ist Günter zur Stelle: »Lass das sein!«, sagt er dann oder »Mach das doch später!«, rät er dir. Und wenn du mal vor einer spannenden Herausforderung stehst, erklärt dir Günter gerne: »Das schaffst du sowieso nicht!« Günter ist nämlich furchtbar faul. Und weil er denkt, dass du genauso schweinehundefaul bist wie er, will dich Günter vor unnützer Mühe beschützen. Ist das nicht nett von ihm?

Günter gibt dir also den ganzen Tag lang Ratschläge: »Leg dich aufs Sofa, das ist so gemütlich!« oder »Iss eine Pizza, die schmeckt so lecker!«. Dumm nur, dass Günter dabei nur kurzfristig denkt, denn was langfristig gut ist, interessiert ihn nicht. Daher sind seine Tipps auch oft falsch – zum Beispiel wenn du dich ständig schlapp fühlst oder eigentlich zu dick bist. Also verhindern Günters Ratschläge manchmal, dass du das Richtige tust: wie etwa Sport treiben oder lieber einen Salat essen. Schade!

2. Günters Gedanken

Günters Ratschläge stammen oft von anderen Leuten.

Günter liegt dir ständig in den Ohren: »Streng dich nicht an!«, »Gönn dir mal was!« oder »Mach das doch morgen!«. Und schon bald nimmst du lieber den Aufzug statt der Treppen, stapelt sich auf deinem Schreibtisch uralter Papierkram und schiebst du wichtige Entschlüsse vor dir her: Rauchen aufhören? »Jetzt noch nicht!« Ein klärendes Gespräch führen? »Warte noch ein bisschen!« Schon wieder zu viel Geld ausgegeben? »Man gönnt sich ja sonst nichts!« Günter kann ganz schön lästig sein.

Vielleicht fragst du dich nun, woher Günter eigentlich wissen will, was gut für dich ist. Ganz einfach: von anderen Leuten! Weil Schweinehunde nämlich zu faul zum Selber-Denken sind, plappern sie gerne nach, was andere ihnen vorplappern. Und es gibt sehr viele, die Günter bereits mit ihren Ansichten gefüttert haben: zum Beispiel Partner, Kinder, Freunde und Kollegen. Oder Geschwister, Großeltern und Eltern, Tanten und Onkels. Oder Lehrer, Vorgesetzte, Medien und die Werbung. Also berät dich Günter oft mit Sprüchen, die eigentlich von anderen stammen: »Sport ist Mord!«, »Der Appetit kommt beim Essen!« oder »Morgen ist auch noch ein Tag!«.

3. Günters Gewohnheiten

Günter tut, was er immer schon tut. Neues lernt er dabei nicht.

Schweinehunde sind zudem Gewohnheitstiere. Was sie sich einmal angewöhnt haben, wollen sie nicht mehr verändern. Also bist du oft so im Trott, dass du andauernd das Gleiche tust: Du hängst zu häufig vor der Glotze herum, bestellst immer das gleiche Nudelgericht und verschiebst Sport grundsätzlich auf den nächsten Tag. Dadurch ist dein Leben so, wie Günter es gerne haben will: sehr, sehr gemütlich. Und sobald du mal etwas anders machen willst, protestiert dein innerer Schweinehund: »Ein Buch lesen? Du spinnst wohl!«, »Etwas Unbekanntes essen? Schmeckt sowieso nicht!« und »Bewegung? Nicht mit mir!«.

Auf diese Weise sammelst du kaum neue Erfahrungen und lernst nichts Wichtiges mehr dazu. Dabei weißt du oft genau, was du eigentlich besser machen könntest und welche neuen Gewohnheiten dir ganz gut täten. Doch obwohl du sehenden Auges in manches Problem hineinschlitterst, übt sich Günter gerne im Beschwichtigen: »Den Schreibtisch aufräumen? Ja, sicher! Wenn mal Zeit dafür ist …«, »Offen sein für Neues? Klar! Aber beim Alten weißt du, was du hast …« und »Fünf Kilo weniger? Das wäre schön! Doch so dick bist du auch wieder nicht …«. Und schon wieder hat Günter gewonnen …

4. Günter isst gerne

Günter isst zu gut und zu viel.

Günter ist also ein gutgläubiges Gewohnheitstier. Und das bringt so manche Probleme mit sich. Zum Beispiel beim Essen und Trinken. »Essen und Trinken? Lecker!« Sofort fängt Günter zu träumen an: von prall gedeckten Tischen mit üppigen Buffets. Von herrlichen Frühstückscroissants und Kaffee mit Milchschaum. Von saftigen Steaks mit Folienkartoffeln. Von Keksen, Schokoriegeln und Bonbons. Von Cola, Limonade oder Apfelschorle. Von Currywurst mit Pommes frites und literweise Bier. »Wunderbar!«, denkt Günter – und irrt sich gewaltig. Denn Essen und Trinken mag zwar Spaß machen, ist aber oft alles andere als gut …

»Wo ist das Problem?«, wundert sich Günter. »Wer gut und viel isst, wird groß und stark!« Nicht ganz: Denn wer »zu gut« und »zu viel« isst, wird weder groß noch stark, sondern nur dick und krank. Weil Günter aber übers Essen schon viel Blödsinn gehört hat, nervt er dich gerne mit unsinnigen Sprüchen: »Man gönnt sich ja sonst nichts!«, »Was auf den Tisch kommt, wird gegessen!« oder »Einmal ist keinmal!«. Und schon greifst du herzhaft zu, obwohl du dich eigentlich öfter zurückhalten solltest …

5. Günters Gewicht

»Zurückhaltung beim Essen? Ach was! Lieber etwas auf den Rippen haben als ein Hungernagel sein.« Ja, ja: Manche halten sogar Übergewicht für normal. »Es gibt Dickere als dich!«, erklärt ihnen Günter dann und mästet sich weiter. Andere wiederum, die sich für zu dick halten, sind in Wirklichkeit zu dünn. Trotzdem sind sie ständig am Hungern, denn Günter erzählt ihnen: »Iss nicht so viel!« Doch wann hat Günter Recht und wann hat er Unrecht? Zum Glück kann man Schweinehunde-Ansichten manchmal objektivieren, gerade beim Thema Ernährung und Gewicht! Denn darüber haben sich schon viele Wissenschaftler schlaue Gedanken gemacht.

6. Das Normalgewicht

Frauen haben ihr Normalgewicht bei einem BMI von 19 bis 25, Männer bei 20 bis 24.

»Pfui, Mathe!«, motzt Günter. »Wozu soll das gut sein?« Ganz einfach: So kann man bestimmen, ob das eigene Gewicht zu hoch, zu niedrig oder genau richtig ist. Frauen haben ihr Normalgewicht zwischen den BMI-Werten 19 und 25, ein leichtes Übergewicht zwischen 25 und 30 und ab 30 eine Fettsucht. Bei Männern liegt das Normalgewicht zwischen 20 und 24, ein leichtes Übergewicht zwischen 24 und 30 und darüber beginnt ebenfalls die Fettsucht. Und wenn der BMI unter 19 liegt, haben sowohl Männer als auch Frauen Untergewicht! Alles klar?

Übrigens: Bei uns in der westlichen Wohlstandswelt ist etwa die Hälfte aller Erwachsenen übergewichtig (BMI > 25) und mindestens jeder Zehnte sogar fettsüchtig (BMI > 30). Fette Überraschung!

7. Zu dünn?

BMI unter 19? Vorsicht, Ess-Störung! Bist du magersüchtig? Oder hast du eine Ess-Brech-Sucht?

Also: Was sagt dein BMI? Ist dein Gewicht im grünen Bereich? Prima: herzlichen Glückwunsch! Lies das restliche Buch trotzdem durch. Sicherlich findest du ein paar gute Tipps, wie du auch in Zukunft rank und schlank bleiben kannst.

Oder liegt dein BMI etwa unter 19 (oder sogar unter 18)? Vorsicht, dann hast du womöglich eine Ess-Störung. Wahrscheinlich bildest du dir nur ein, du müsstest »schlank« werden, dabei bist du in Wirklichkeit (viel) zu dünn! Und womöglich protestiert Günter nun: »Zu dünn? Quatsch, du bist zu dick!« Denn manchmal eifert Günter spindeldürren »Schönheits«-Idealen nach und bekommt dabei einen Knick in die Optik: Dann findet er dich dicker, als du in Wirklichkeit bist, und drängt dich dazu, immer weiter abzunehmen – selbst wenn es längst nichts mehr zum Abnehmen gibt. Also: Hältst du dich für zu dick, obwohl dich andere meist für zu dünn halten? Macht sich deswegen vielleicht jemand Sorgen um dich? Oder erbrichst du dich sogar manchmal nach dem Essen, damit du nicht zunimmst? Dann geh bitte zu einem Arzt oder Psychologen! Wahrscheinlich bist du magersüchtig oder hast eine Ess-Brech-Sucht. Günter sollte dringend auf neue Gedanken kommen.

8. Zu dick?

BMI über 24 (bei Männern) oder 25 (bei Frauen)? Vorsicht: Du bist zu dick!

Und was ist, wenn dein BMI über 25 (bei Männern über 24) liegt? Ganz einfach: Dann bist du zu dick! »Zu dick? Quatsch, dein Gewicht ist okay!«, protestiert Günter womöglich. Dabei ist dein innerer Schweinehund wohl nur zu feige für die Wahrheit: Denn wer zu dick ist, sollte abnehmen. Und wer abnehmen will, muss meist sein Ess-Verhalten verändern. Doch Günter isst sehr gerne. Und Veränderungen mag er gar nicht. Also redet er dir ein, dass alles in Ordnung ist: »Mach dir über dein Gewicht keine Sorgen! Hauptsache, du fühlst dich wohl.«

Hand aufs Herz: Fühlst du dich wirklich immer wohl? Oder findest du dich nicht manchmal selbst zu dick? Zum Beispiel wenn mal wieder die Hose spannt. Oder wenn dir zu schnell die Puste ausgeht. Oder wenn du dich nur unter Protest fotografieren lässt, weil du auf Fotos immer so moppelig aussiehst (obwohl du auf früheren Fotos viel schlanker wirkst). Oder weil du dich kaum noch in Bikini, Badeanzug oder Badehose traust (oder besser: trauen solltest)? Und fragst du dich manchmal, wie du je in deine früheren Klamotten reingepasst hast? Dann bist du womöglich doch zu dick …

9. Dick ist doof

Dicke stecken oft in inneren Konflikten, obwohl sie wissen, dass sie abnehmen sollten.

»Zu dick, zu dick, zu dick – jetzt reicht es aber!«, schimpft Günter. »Wie kann man nur so unsensibel sein?« Klar: Die Wahrheit klingt manchmal hart. Aber was nützt es, sie zu verdrängen? Das löst ja keine Probleme … Im Gegenteil: Du steckst in einem unnötigen Konflikt! Denn einerseits denkst du dir ständig: »Nimm endlich ab!« Andererseits erzählt Günter: »Freu dich aufs Essen!« Und je nachdem ob du gerade Appetit hast oder dich im Spiegel siehst, denkst du »Schnell zum Kühlschrank!« oder »Auf zur Diätberatung!«.

Doch so geht es ständig hin und her. Und dein Übergewicht ist dir immer wieder peinlich: zum Beispiel, wenn dich Freunde oder Verwandte darauf ansprechen. Oder wenn du jemandem begegnest, der dich noch aus schlankeren Zeiten kennt. Oder wenn du dich mit den schönen schlanken Menschen aus Werbung, Film und Fernsehen vergleichst. Ja, manche schämen sich für ihre Pfunde sogar so sehr, dass sie sich gar nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen! Und sobald sie mal wieder einen Dicken-Trost brauchen, rät ihnen ihr innerer Schweinehund: »Iss was!« Kein Wunder, dass das Trauerspiel so immer weitergeht. Nur wegen Günter …

10. Dick macht krank

Wer lange Zeit zu dick ist, riskiert fiese Krankheiten.