Guter Unterricht: Was wir wirklich darüber wissen - Andreas Gold - E-Book

Guter Unterricht: Was wir wirklich darüber wissen E-Book

Andreas Gold

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Beschreibung

Guter Unterricht ist keine Kunst. Sondern Ausdruck professioneller pädagogischer Kompetenzen, die sich erwerben lassen. Was gute Lehrer im Unterricht anders machen, hat die Lehr-Lernforschung herausgefunden: Zum Denken herausfordern, die individuellen Lernprozesse gezielt unterstützen, Lernfortschritte diagnostizieren und die Lernverlaufsinformationen für das weitere didaktische Vorgehen nutzen, eine Klasse störungspräventiv führen.Andreas Gold zeigt auf, dass sich diese Merkmale der Unterrichtsqualität in ganz unterschiedlichen Methoden und Sozialformen des Unterrichts realisieren lassen. Und dass sie uns mehr über erfolgreichen Unterricht verraten als John Hatties Ranglisten und Metaanalysen.Eine neue Zauberformel wird in Guter Unterricht – Was wir wirklich darüber wissen nicht präsentiert. Aber eine geordnete Übersicht und zusammenfassende Bewertung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes über das unterrichtliche Handeln der besonders erfolgreichen Lehrer aus der Sicht der Pädagogischen Psychologie.

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Andreas Gold

Guter Unterricht

Was wir wirklich darüber wissen

Vandenhoeck & Ruprecht

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

eISBN 978-3-647-99645-5 ISBN 978-3-647-70172-1

Umschlagabbildung: © contrastwerkstatt – Fotolia

© 2015, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen / Vandenhoeck & Ruprecht LLC, Bristol, CT, U.S.A.www.v-r.de Alle Rechte vorbehalten. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.

Satz: SchwabScantechnik, Göttingen Umschlag: SchwabScantechnik, Göttingen Druck und Bindung:

Inhalt

Guter Unterricht? Kein Thema!

Was guten Unterricht ausmacht

1.  Wie Kinder lernen und was Lehrer dazu beitragen

2.  Zum Denken herausfordern

3.  Lernprozesse unterstützen

4.  Lernfortschritte erkennen und bewerten

5.  Eine Klasse führen

6.  Die richtigen Lehrmethoden einsetzen

7.  Die eigenen Ressourcen schonen

Literatur

Guter Unterricht? Kein Thema!

In den allgemeinbildenden und in den beruflichen Schulen in Deutschland wurden im Schuljahr 2012/13 mehr als 11 Millionen (11.114.300) Kinder und Jugendliche bzw. junge Erwachsene unterrichtet. Fast eine Million (945.600) Lehrerinnen und Lehrer waren damit beschäftigt– nicht alle davon allerdings in einer Vollzeitbeschäftigung, weshalb in den amtlichen Statistiken meist eine Umrechnung aller Teilzeit- in Vollzeitarbeitsverhältnisse, so genannte Vollzeitäquivalente (VZÄ), vorgenommen wird. Die Anzahl fiktiver Vollzeitlehreräquivalente betrug demnach 738.600 Personen. Zehn Jahre zuvor waren es bei mehr als 12 Millionen Kindern und Jugendlichen (12.480.100) annähernd genauso viele (724.800) gewesen. Etwa zwei Drittel des pädagogischen Personals sind weiblichen Geschlechts.

Die deutsche Schule gilt als Erfolgsgeschichte. Dennoch wird an der Leistungsfähigkeit des Systems, vor allem an den auffälligen Disparitäten in der Bildungsbeteiligung und im Bildungserfolg mit Blick auf die Geschlechter, die sozialen Schichten und den Zuwanderungsstatus, die in den Bildungsstatistiken sichtbar werden, immer wieder Kritik geäußert. Auch an den (vor allem bei den ersten Studien) mitunter nur mittelmäßigen Leistungswerten der Kinder und Jugendlichen im internationalen Vergleich, an der (vermeintlich zu hohen) Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss, am (noch zu geringen) Anteil förderbedürftiger Kinder, die inklusiv unterrichtet werden, und daran, dass es zu wenige Ganztagsschulen gibt.1 Bildungspolitisch gestritten wird dabei meist über Strukturfragen, also über Schulformen und über geeignete Steuerungsinstrumente der Schulentwicklung– gelegentlich auch über Fragen der Lehrerbildung. Auf keine dieser Strukturfragen wird im Folgenden eingegangen. Vielmehr wird der Blick ausschließlich auf den Unterricht im Klassenzimmer gerichtet. Was haben die Lehrerinnen und Lehrer2, was haben ihre konkreten Vorgehensweisen im Unterricht damit zu tun, dass Kinder und Jugendliche unterschiedlich gut und viel lernen?

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer haben selbst Kinder, die sie vermutlich »mit einem guten Gefühl« ihren Kolleginnen und Kollegen anvertrauen oder anvertraut haben. Und so ist es ja: Die allermeisten Lehrerinnen und Lehrer leisten sehr gute Arbeit und sind sich dessen auch bewusst. Sie geben unter oft schwierigen Bedingungen ihr Bestes. So erreichen sie, dass die Kinder und Jugendlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die ihnen sonst verschlossen blieben. Sie vermitteln dabei nicht nur Wissen, sondern setzen vielfältige Bildungs-und Entwicklungsprozesse in Gang, die neben dem Denken auch die Persönlichkeit, die Einstellungen und die Werthaltungen der Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeinflussen. Unterrichten ist nämlich von Erziehung und Bildung gar nicht zu trennen und eine der verantwortungsvollsten Tätigkeiten überhaupt. Die Unterscheidung zwischen Unterricht, Erziehung und Bildung ist ohnehin eine spezifisch deutsche, die in den meisten anderen Sprachen nicht vorgenommen wird. Im Englischen reicht der Begriff aus, um alles zu bezeichnen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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