Gynäkologische Malignome -  - E-Book

Gynäkologische Malignome E-Book

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Beschreibung

Die praktische Entscheidungshilfe für eine erfolgreiche Tumorbehandlung bei gynäkologischen Malignomen, kurz und knapp zusammengefasst, mit einem allgemeinen und einem speziellen Teil, der nach den verschiedenen Tumoren unterteilt ist. Wichtig für alle Kolleginnen und Kollegen, die sich tagtäglich mit Patientinnen aus der gynäkologischen Onkologie beschäftigen. Komplett überarbeitet und erweitert, zum schnellen Nachschlagen und Nachlesen, Diagnostik und Therapie, auch mit Kapiteln zur supportiven Therapie, Schmerztherapie und Psychoonkologie.

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Seitenzahl: 368

Veröffentlichungsjahr: 2012

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W. Kuhn, K. Possinger, N. Willich (Hrsg.):

Gynäkologische MalignomeTumortherapie und Nachsorgebei Mamma- und Genitalmalignomen

W. Kuhn, K. Possinger, N. Willich (Hrsg.)

Gynäkologische Malignome

Tumortherapie und Nachsorgebei Mamma- und Genitalmalignomen

Begründet vonF. v. Beaufort-Spontinund H. Schünemann

Abbildungen

Seite 1:

– Intraoperativer Situs bei Ovarialkarzinomoperation (Universitätsfrauenklinik Bonn),

– Histopathologische Schnitte bei intraduktalem Mammakarzinom (Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Bonn)

Seite 101:

– Klinischer Befund bei inflammatorischem Mammakarzinom (Universitätsfrauenklinik Bonn),

– Histopathologische Schnitte bei intraduktalem Mammakarzinom (Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Bonn),

U1:

– Klinischer Befund bei inflammatorischem Mammakarzinom (Universitätsfrauenklinik Bonn),

– MRT-Diagnostik bei invasivem Mammakarzinom rechts (Klinik für Radiologie und Strahlentherapie, Universitätsklinikum Bonn),

– Intraoperativer Situs bei Ovarialkarzinom FIGO IIIC (Universitätsfrauenklinik Bonn)

Produkthaftung

Für Angaben über Dosierungsanweisungen oder Applikationsformen kann vom Verlag oder den Autoren trotz sorgsamer Erarbeitung keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen oder der Fachinformationen der Hersteller auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht immer kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.

Alle Rechte, insbesondere das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert werden.

© 2012 by W. Zuckschwerdt Verlag GmbH, Industriestraße 1, D-82110 Germering/München.

    Printed in Germany    ISBN 978-3-86371-041-5

Geleitwort

Den Autoren Kuhn, Possinger und Willich ist zu danken, dass sie sich nach 2003 der großen Mühe unterzogen haben, dieses seit Jahrzehnten bekannte und besonders geschätzte Taschenbuch „Gynäkologische Malignome – Tumortherapie und Nachsorge bei Mamma- und Genitalmalignomen“ neu aufzulegen.

Es ist ihnen wieder gelungen, trotz der heute kaum noch überschaubaren aktuellen onkologischen Literatur und basierend auf eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und tiefer Erkenntnis der in den letzten Jahrzehnten tatsächlich erfolgreichen und weniger erfolgreichen Tumorbehandlungen, wichtige Ratgeber für Klinik und Praxis zu sein. Für den klinischen Alltag werden solche Entscheidungshilfen bei hohem Leistungsdruck und großer Zeitnot der Kolleginnen und Kollegen immer mehr benötigt und geschätzt.

Im allgemeinen Teil des Buches werden bewusst die wichtigen Themen wie Grundlagen der Tumortherapie, die wichtigen Möglichkeiten der Supportivtherapie, die Schmerztherapie, die Psychoonkologie, die soziale Rehabilitation, die immer noch kontroversen Inhalte der Tumornachsorge sowie die wichtigen Aussagen zur Komplementärmedizin dargestellt. Besonders wichtig ist auch das Kapitel „Malignome in der Schwangerschaft“, das sowohl für die in der Praxis als auch in der Klinik tätigen Kolleginnen und Kollegen immer eine besondere Herausforderung darstellt.

Neben diesem allgemeinen Teil werden im speziellen Teil beim Mammakarzinom und auch bei den Genitalmalignomen alle für die Diagnose, Risikobeurteilung, die operative Therapie, die Strahlen- und die systemische Chemo- und Hormontherapie wichtigen Fakten übersichtlich dargestellt. Die neuesten Therapieformen, wie z. B. in der Palliativsituation beim Mammakarzinom, die Therapie mit Antikörpern und auch die Immun- und Antikörpertherapie bis hin zum Einsatz der Tyrosinkinaseinhibitoren beim Ovarialkarzinom, werden entsprechend der neuesten Literatur dargestellt und diskutiert.

In diesem Taschenbuch wird modernstes Wissen durch die Erfahrungen der Autoren fokussiert und damit in praktische Entscheidungshilfen für die mit der Behandlung von Mamma- und Genitalmalignomen betrauten Onkologen umgesetzt. Dieses Buch ist ein Muss für alle Kolleginnen und Kollegen, die sich tagtäglich mit den schwierigen Problemen der gynäkologischen Onkologie auseinandersetzen müssen.

Prof. Dr. med. Rolf KreienbergUlm, im Oktober 2011

Vorwort

Acht Jahre nach der letzten Ausgabe „Gynäkologische Malignome“ liegt jetzt die 10. Auflage vor, in dieser Zeit haben sich zahlreiche persönliche und fachspezifische Veränderungen ergeben: Der über viele Jahre verantwortliche Herausgeber, Herr Dr. Heinrich Schünemann ist kurze Zeit nach der letzten Herausgabe „seines“ Buches nach schwerer Krankheit verstorben. Heinrich Schünemann hat sich über Jahrzehnte für ein integratives Konzept der Onkologie eingesetzt und dieses gelebt, die zahlreichen Auflagen dieses Buches wären ohne seinen Enthusiasmus und seine Tatkraft nicht möglich gewesen, die heutigen Herausgeber erinnern sich mit Dankbarkeit an ihn.

Die Onkologie hat sich während der letzten Jahre in bemerkenswerter Geschwindigkeit fortentwickelt, neben den klassischen und neuen Chemotherapeutika haben sich mit den Immuntherapeutika und den „Biologicals“ Substanzen etabliert, die teilweise zu einer erheblichen Prognoseverbesserung der Patientinnen, in der gynäkologischen Onkologie insbesondere beim Mamma- und Ovarialkarzinom, geführt haben. Diese Entwicklung ist uneingeschränkt zu begrüßen, gleichzeitig muss zukünftig bei der Zulassungsprüfung der zahlreichen neuen Onkologika im Hinblick auf das Wohl unserer Patientinnen und unseres Gesundheitswesens ein angemessenes Verhältnis von Wirksamkeit, Toxizität und Kosten der neuen Substanz definiert werden.

Während der letzten acht Jahre wurde die Ausrichtung der Gynäko-Onkologie in Deutschland maßgeblich durch das Etablieren der Leitlinien sowie das Zertifizieren von Organzentren beeinflusst. Diese Entwicklung hat sicherlich zu einer Verbesserung der Qualität in der Versorgung unserer onkologischen Patientinnen geführt; die Frage, ob hierdurch auch die „Ergebnisqualität“ und somit die Überlebenszeit und Lebensqualität für unsere Patientinnen positiv beeinflusst wurden, ist noch nicht abschließend geklärt, die positiven Überlebensstatistiken u.a. beim Mammakarzinom und Ovarialkarzinom deuten jedoch auf einen positiven Effekt dieser Entwicklung hin. Leitlinien und standardisiertes Vorgehen sind wichtig, das Eingehen auf die individuelle Persönlichkeit der Patientin, Empathie und die stetige Bereitschaft, den Patientinnen hilfreich und kompetent zur Seite zu stehen, können jedoch hierdurch nicht ersetzt werden.

Die Onkologie sollte integrativ durch kollegiales und enges Zusammenwirken aller an der onkologischen Versorgung Beteiligter erfolgen, die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, den Kliniken der Regel- und Maximalversorgung sowie den Nachsorgekliniken wird unseren Patientinnen zugute kommen. In dieser Zielsetzung werden in dem vorliegenden Buch diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen bei den unterschiedlichen Krankheitsentitäten dargestellt, die unter Würdigung der „State of the Art“-Medizin die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen berücksichtigen sollen.

Für die geduldige und sehr konstruktive Zusammenarbeit sei dem W. Zuckschwerdt Verlag und insbesondere Fr. Dr. Anne Glöggler gedankt, Fr. Brigitte Dreier ist für die stetige und engagierte Manuskripterstellung zu danken.

Dieses Buch wäre ohne die ständige, in jeder Hinsicht bestehende Unterstützung von Brigitte, Christian, Florian und Max nicht möglich gewesen, hierfür sei von Herzen gedankt.

Walther Kuhnfür die Verfasser

Bonn, Münster, Berlinim November 2011

Herausgeber und Autoren

Herausgeber

Professor Dr. Walther Kuhn, Geschäftsführender Direktor der Universitätsfrauenklinik Bonn

Professor Dr. Kurt Possinger, Direktor der Medizinischen Klinik, Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie, Universitätsmedizin Charité, Berlin

Professor Dr. Normann Willich, emeritierter Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie – Radioonkologie des Universitätsklinikums Münster

Autoren

Dr. Charlotte Amann, Universitätsfrauenklinik Bonn

PD Dr. Michael Braun, Universitätsfrauenklinik Bonn, Frauenklinik, Rotkreuzklinikum München

Dr. Nele Döhler, Institut für Klinische Pharmazie, Universitätsklinikum Bonn

Dr. Andrea Hocke, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Verena Holschbach, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Mignon-Denise Keyver-Paik, Universitätsfrauenklinik Bonn

PD Dr. Kirsten Kübler, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Marietta Kühr, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Michael Mallmann, Universitätsfrauenklinik Bonn

PD Dr. Martin Pölcher, Universitätsfrauenklinik Bonn, Frauenklinik, Rotkreuzklinikum München

PD Dr. Christian Rudlowski, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Axel Sauerwald, Universitätsfrauenklinik Bonn

Dr. Matthias Wolfgarten, Universitätsfrauenklinik Bonn

PD Dr. Oliver Zivanovic, Universitätsfrauenklinik Bonn

Inhalt

Geleitwort

Vorwort

Herausgeber und Autoren

Allgemeiner Teil

Grundlagen der Tumortherapie

Lokale Therapie

− Operative Therapie

− Strahlentherapie

− Lokal destruierende Verfahren

Systemische Tumortherapie

− Hormontherapie

− Targeted Therapie

− Zytostatikatherapie

Abrechnung onkologischer Leistungen

Supportivtherapie

Hämatotoxizität

Übelkeit und Erbrechen

Diarrhö

Obstipation

Stomatitis

Fatigue

Neuropathie

Hautveränderungen

Kardiotoxizität

Paravasate

− Allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Paravasaten

Allergische Reaktionen

Febrile Neutropenie, Fieber unter Chemotherapie

Tumorlyse-Syndrom (TLS)

Hyperkalzämie/Hyperkalzämische Krise

Fluid-Retention-Syndrom/Maligne Ergüsse

− Maligner Pleuraerguss

− Maligner Aszites

− Maligner Perikarderguss

Thrombembolische Ereignisse

Zentralnervöse Komplikationen

− Hirnödem

− Rückenmarkkompression

Pathologische Frakturen

Niereninsuffizienz

Ileus

Vena-cava-superior-Syndrom (VCSS)/obere Einflussstauung

Schmerztherapie bei malignen Tumoren

Psychoonkologie

Soziale Rehabilitation

Physikalische Therapie und Sport

− Sportliche Betätigung

− Sportliche Betätigung im metastasierten Stadium

Lymphödem

− Therapie des Lymphödems

Tumornachsorge

Erläuterungen zum Nachsorgeprogramm beim Mammakarzinom

− Anamnese

− Körperliche Untersuchung

− Labor/apparative Diagnostik

Erläuterungen zum Nachsorgeprogramm bei Genitalkarzinomen

− Anamnese

− Körperliche Untersuchung

− Labor/apparative Diagnostik

Komplementärmedizin

Malignome in der Schwangerschaft

Diagnostik in der Schwangerschaft

Systemtherapie

Entbindungsmodus

Operation

− Mammakarzinom

− Ovarialneoplasien

− Zervixkarzinom

− Seltene Fälle

Tumormarker

Strahlentherapie

Psychologische Unterstützung

Schwangerschaft nach Mammakarzinom

Schwangerschaft nach gynäkologischen Malignomen

− Zervixkarzinom

− Endometriumkarzinom

Fertilitätserhalt

− GnRH

− Kryokonservierung

Spezieller Teil

Mammakarzinom

Epidemiologie

Prognosefaktoren

Diagnostik

Pathomorphologie

− Nicht invasive Karzinome

− Invasive Karzinome

Operative Therapie des primären Mammakarzinoms

− Plastische Chirurgie der Brust

Adjuvante Strahlentherapie

− Duktales Carcinoma in situ

− Lobuläres Carcinoma in situ

− Invasives Karzinom

Adjuvante Hormon- und Chemotherapie

− Metaanalysen der EBCTCG

− Endokrine Therapie

− Chemotherapie

Antikörpertherapie mit Trastuzumab

Bisphosphonate

Therapie des lokoregionären Rezidivs

Palliative Therapie

− Hormonelle Therapie

− Chemotherapie

− Neue Therapieformen in der metastasierten Situation

− Bisphosphonate

Sonderfälle

− Familiäres Mammakarzinom

− Inflammatorisches Mammakarzinom

− Paget-Karzinom der Mamma

− Beidseitiges Mammakarzinom

− Mammakarzinom und Schwangerschaft

− Cystosarcoma phylloides mammae

Ovarialmalignome

Klassifizierung der häufigsten Ovarialtumoren nach FIGO und WHO

Invasives Ovarialkarzinom

− Häufigkeit

− Überlebensraten

− Stadieneinteilung

− Screening

− Präoperative Diagnostik

− Operative Therapie

− Operative Folgeeingriffe

− Sonderfälle

− Medikamentöse Therapie

− Strahlentherapie

− Hormontherapie

− Antikörpertherapie und Tyrosinkinaseinhibitoren

− Immuntherapie

Primär papillär seröses Karzinom des Peritoneums (PSCP)

Tubenkarzinom

− Häufigkeit

− Überlebensrate

− Primärtherapie

Borderline-Tumoren

− Mikroinvasion

− Mikropapilläres Wachstum

− Extraovarielle Herde

− Nicht invasive Herde und invasive Herde im Peritoneum und Omentum

− Lymphknotenbeteiligung

− Operationsziel

− Histopathologische Beurteilung

− Fertilitätserhaltende Operation

− Chemotherapie

− Rezidivtherapie

Nichtepitheliale Ovarialmalignome

− Keimzelltumoren

− Keimstrangstromatumoren

− Sarkome des Ovars

Endometriumkarzinom

Epidemiologie

Staging

Chirurgie

− Intraoperative makroskopische uterine Begutachtung und Schnellschnittuntersuchung

− Pelvine und paraaortale Lymphonodektomie

Adjuvante Therapie

− Postoperative Strahlentherapie

− Chemotherapie

− Endokrine Therapie

Primäre Strahlentherapie

Therapie des Rezidivs

− Therapie des lokoregionären Rezidivs

− Therapie bei Metastasierung

Abweichung vom Standard: Die junge Patientin

− Ovarerhaltung bei der prämenopausalen Patientin

− Lynch-Syndrom

Uterine Sarkome und Mischtumoren

Allgemeines

Maligne Tumoren des endometrialen Stromas (Stromasarkome)

− Endometriales Stromasarkom

− Undifferenziertes endometriales Sarkom

Leiomyosarkom

Gemischte epitheliale/mesenchymale Tumoren (Müller-Mischtumoren, mesodermale Mischtumoren)

− Karzinosarkom (Maligner Müller-Mischtumor)

Gestationelle und nicht gestationelle Trophoblasterkrankungen

Definition

WHO-Klassifikation

Villöse Trophoblasterkrankungen

− Partialmole

− Blasenmole (Synonym: komplette Mole)

− Invasive Blasenmole

Nicht villöse Trophoblasterkrankungen (NVTE)

− Chorionkarzinom

− Plazentabettknötchen (placental site nodule, PSN)

− Hyperplastische Implantationsstelle (exaggerated placental site, EPS)

− Placentabett-Tumor (placental site trophoblastic tumor, PSTT)

− Epitheloider Trophoblasttumor (ETT)

Nicht gestationelle Trophoblasterkrankungen

Zervixkarzinom

Häufigkeit

Risikofaktoren

Überlebensrate

Diagnostik

Therapieprinzipien

Operation

Radiochemotherapie

Chemotherapie

Operative Therapie bei Rezidiv

Vulvakarzinom

Häufigkeit

Überlebensrate

Klinik und Diagnostik

Primärtherapie

Strahlentherapie

Therapie des lokoregionären Rezidivs

Therapie bei Fernmetastasierung

Vaginalkarzinom

Häufigkeit

Überlebensrate

Diagnostik

Primärtherapie

Therapie des lokoregionären Rezidivs

Therapie bei Fernmetastasierung

Stichwortverzeichnis

Allgemeiner Teil

Grundlagen der Tumortherapie

Malignes Wachstum beginnt mit der malignen Transformation einer Zelle oder Zellgruppe. Die maligne Transformation und die Entwicklung zum malignen Gewebe werden vermutlich durch karzinogenetische und/oder karzinoproliferative Faktoren ausgelöst. Bereits mit Tumorentstehung und Tumorwachstum assoziierte Noxen wie chemische Substanzen, Viren, ionisierende Strahlung u.a. können durch genetische Faktoren, kokarzinogene Noxen, das Versagen immunologischer Abwehrmechanismen, nutritive Faktoren oder durch eine verstärkte Gewebsproliferation (ausgelöst u.a. durch Hormone) begünstigt werden.

Während gesunde Zellen einen für das Gewebe typischen Phänotyp ausbilden und an der Organisation eines spezifischen Gewebes teilnehmen, zeigen Krebszellen typischerweise eine auf Zellproliferation fokussierte Änderung von Rezeptorbesatz, Genexpression und Metabolismus. Das Wissen um Biologie von Wachstumsfaktoren, Signaltransduktion, DNA-Replikation, Genregulation und Zellteilung sind deshalb für das Verständnis von Tumorentstehung und -therapie wesentlich.

Grundsätzlich können zum malignen Wachstum führende genetische Veränderungen unter anderem auf aktivierte Onkogene und unterdrückte Tumorsuppressorgene zurückgeführt werden. Aktivierte Onkogene führen zu überschießendem Wachstum und Zellteilung, sie unterdrücken die physiologische Apoptose (programmierter Zelltod) und bedingen den Verlust der Gewebsintegrität. Unterdrückte Tumorsuppressorgene verursachen eine fehlerhafte DNA-Replikation, den Kontrollverlust über den Zellzyklus, den Verlust der Orientierung und Adhäsion im Gewebe sowie eine gestörte Interaktion mit dem Immunsystem. Neben den Onkogenen und Tumorsuppressorgenen haben neue Aspekte wie DNA-Methylierung und Genaktivierung durch microRNA eine Bedeutung.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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