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Die Gedichte von Madeleine Buess geben Anstösse zum Nachdenken, berühren existenzielle Fragen, schaffen Raum für neue Sichtweisen. Und nicht zuletzt sind es Spiele mit Wörtern und Bildern, die einladen zum Verweilen. Wie der Buchtitel sagt: es sind Habseligkeiten, die eine und einen begleiten. Die Gedichte werden durch Illustrationen von Rosa Lorenzo Iglesias ergänzt und bereichert.
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2016
HAB ACHT JEDE NACHT
TAGWERK
KLEINODE
KUCKUCKSRUF
ZEICHEN IM RAUM
BERGSEE
LUFTSCHLOSS
SELIGPREISUNG
DAS UNSICHTBARE
WER BIN ICH?
DAS ALLERMITTEILSAMSTE
LEBEN
SEI’S FREIER
LEBENSLAUF
DIMINUENDO
ZWIEGESPRÄCH
EIN KORN LIEBE
WIE NUR FREUDE SO TIEF
HERBSTLIEBE
BITTE
HUNDSROSE HAGEBUTTE MARK
LEBEN DUFTENDER BAUM
GEDANKEN HABEN
VORSTELLUNGSDUNST
IM FALLEN
SIE
HOFFNUNG
HEILEN
WAHRNEHMEN
ZU MUT
BE GREIFEN
VERSTEHEN
ANTWORTEN
AUGENWEIDE
BALLAST
ÜBER MUT
WIE KIESEL VOM GRUND
IRIS
VON FUSS BIS KOPF
MÖRDERGRUBE
GEIZKRAGEN
DAMPFKOCHTOPF
OFFEN FÜR DAS WAS BEGEGNET
PETER SO GEHT ER
KURZGESCHICHTE
ALMAS TRAUM
WIE EIN FLÜCHTIGER SONNENSTRAHL
PUNKT
ALLERLEI WIRBEL
LAUTER ÜBERMUT
MITTEILUNG
ERSTE SCHWALBEN
AM SEE
IM GETRIEBE
WANDERLUST
DIE FARBEN VOM SOMMER
FEST
MOHN UND SONNE
MEDITATION UNTER EINEM BAUM
HERBSTABEND
TÖNE VOR ANBRUCH DER NACHT
NACHT
SCHNEEGESTÖBER
ENDE DES JAHRS
ABGRUND
GOYAS BILD
VER UND ZER
WIRRWARR
ANAPÄST
MUTTERWITZ
INS FETTNÄPFCHEN TRETEN
LIEBEDIENERN
SCHREIBART
hab Acht auf das Korn
das jede Nacht
aus dem Traum
in den Teppich fällt
nimm es in deine Hand
bis es keimt
und weiter bei Tag
in deine Augen Öffnungen treibt
und du lachst und du weinst
und es schafft
Lücken auch Raum
schafft Durchzug in dir
für Freieres Wildes
drum hab Acht auf das Korn
das jede Nacht
in den Teppich fällt
dass du’s am Morgen noch findest
wie köstlich ist’s
beim Erwachen
sich lebendig zu fühlen
ins Licht zu blinzeln
die Luft einzuziehen
aufzustehen
Schönes zu berühren
Schweres umzupflügen
Verstreutes den Vögeln zu überlassen
sie nehmen’s im Flug
ein lied auf das kleine
gedicht auf das zierliche feine
sei’s vogelgezwitscher
grillengezirp
sei’s blätterrascheln
ein sonnenstrahl
sei’s ein willkommensruf
kleinode sind’s
nicht nach der mode
gleichwohl
dass ich sie lobe
der Ruf des Kuckucks
weckt
eine ferne Erinnerung
an einen Kuckucksruf
höre ich den Ruf nun?
höre ich das Echo meiner Erinnerung?
Sehnsucht
erwacht
ergreift mich
nimmt mich mit
zu einem unbestimmbaren Ort
wann? wo?
nur Glück
ein Hundsrosenstrauch
am Weg
ein Windhauch
bewegt
Blüten Blätter
auch Zweige
wandelt
Blütenblätter und Zweige
vor meinem Aug
zu windbewegten
schwebenden Zeichen
im weiten Raum
