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Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ermöglichen Krankenhäusern seit dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) 2004, an der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen. Über ein Drittel aller MVZ werden heute von Krankenhäusern betrieben, welche am ambulanten Markt mitwirken und ihre stationären Zuweisungen über ein korrespondierendes ambulantes Leistungsangebot sicherstellen können. Patienten erhalten eine Kopplung ambulanter und stationärer Angebote. Ärztliches Personal kann gleichzeitig in einer Krankenhausabteilung und im MVZ beschäftigt werden. MVZ werden aufgrund ihres sektorenübergreifenden Ansatzes die Struktur der ambulanten Versorgung langfristig stärker beeinflussen als jede andere neue Versorgungsform. Mit diesem Handbuch erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen bei Gründung und Betrieb von MVZ durch Krankenhäuser. Es dient zugleich als Beratungshilfe aus Krankenhausperspektive sowie für Ärzte und MVZ, die mit Krankenhäusern kooperieren.
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Seitenzahl: 543
Veröffentlichungsjahr: 2010
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Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ermöglichen Krankenhäusern seit dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) 2004, an der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen. Über ein Drittel aller MVZ werden heute von Krankenhäusern betrieben, welche am ambulanten Markt mitwirken und ihre stationären Zuweisungen über ein korrespondierendes ambulantes Leistungsangebot sicherstellen können. Patienten erhalten eine Kopplung ambulanter und stationärer Angebote. Ärztliches Personal kann gleichzeitig in einer Krankenhausabteilung und im MVZ beschäftigt werden. MVZ werden aufgrund ihres sektorenübergreifenden Ansatzes die Struktur der ambulanten Versorgung langfristig stärker beeinflussen als jede andere neue Versorgungsform. Mit diesem Handbuch erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen bei Gründung und Betrieb von MVZ durch Krankenhäuser. Es dient zugleich als Beratungshilfe aus Krankenhausperspektive sowie für Ärzte und MVZ, die mit Krankenhäusern kooperieren.
Dr. jur. Peter Wigge, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, führt eine auf Medizinrecht spezialisierte Kanzlei und ist Lehrbeauftragter an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Gunter Freiherr von Leoprechting, dipl. oec., ist Berater für Unternehmer im Gesundheitswesen, regelmäßiger Fachautor und Referent.
Dr. jur. Peter Wigge (Hrsg.) Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, führt seit 2001 eine auf Medizinrecht spezialisierte Kanzlei. Er ist daneben als Lehrbeauftragter an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster tätig.
Gunter von Leoprechting (Hrsg.) ist Berater für Unternehmer im Gesundheitswesen, regelmäßiger Fachautor und Referent. Er ist vor allem in Umbruchsituationen tätig, wie MVZ-Gründung, Kauf und Verkauf sowie Restrukturierung/Sanierung von Unternehmen.
Michael Boos war bis Ende August 2010 Rechtsanwalt, Steuerberater und Fachanwalt für Medizinrecht, Gesellschafter bei der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft BPG mbH, Wirtschaftsprüfergesellschaft (Münster) sowie geschäftsführender Gesellschafter der BPG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Münster). Seit Anfang September 2010 ist er Geschäftsführer der St. Clemens Hospitale Sterkrade gemeinnützige GmbH in Oberhausen.
Petra Gabriel Volkswirtin und Beraterin im Gesundheitswesen mit Fokus auf Erlös-/Kosten-/ Deckungsbeitragsanalysen, Finanzplanungen, Praxisbewertungen, Finanzierungsrechnungen von stationären und ambulanten Gesundheitseinrichtungen.
Anke Harney Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht, ist in einer auf das Medizinrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei tätig. Die Schwerpunkte ihrer anwaltlichen Tätigkeit liegen im Arzneimittel-, Krankenhaus- und Vertragsarztrecht. Auf diesen Rechtsgebieten ist sie regelmäßig als Autorin von Aufsätzen und als Referentin tätig.
Dr. jur. Michael A. Ossege Rechtsanwalt, ist in einer auf das Medizinrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei tätig. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Krankenhaus- und dem Vertragsarztrecht und begleitet regelmäßig Gründungen und Umstrukturierungen von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ).
Hans-Peter van de Kamp war langjähriger Geschäftsführer und Berater für Unternehmen im Gesundheitswesen, spezialisiert auf Polikliniken und Medizinische Versorgungszentren.
Peter Wigge Gunter von Leoprechting (Hrsg.)
Handbuch Medizinische Versorgungszentren
Rechtliche Grundlagen - Unternehmensgründung - wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Verlag W. Kohlhammer
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
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Es konnten nicht alle Rechteinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechteinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.
1. Auflage 2011
Alle Rechte vorbehalten © 2011 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart
Printed in Germany 978-3-17-019155-6
E-Book-Formate
pdf:
epub:
978-3-17-027234-7
mobi:
978-3-17-027235-4
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Abkürzungen
Vorwort
I Einführung Peter Wigge
II MVZ als wirtschaftlich strategischer Baustein für ein Krankenhaus Gunter von Leoprechting und Petra Gabriel
1 Ausgangssituation für Krankenhäuser
1.1 Typen von Krankenhäusern
1.2 Krankenhäuser und ihre Marktsituation
1.2.1 Patienten als Kunden
1.2.2 Zuweiser als Vertriebsmittler
1.3 Rolle der Krankenhäuser in der Wertschöpfungskette
1.4 Rolle des ambulanten akutmedizinischen Sektors
1.4.1 Problemfelder ambulant tätiger Ärzte
1.4.2 Handlungsalternativen für ambulant tätige Ärzte
1.5 Änderungen der Rahmenbedingungen durch das VÄndG und das GKV-WSG seit 2007
1.6 Zwischenfazit
2 Umfeldanalyse in der Zielregion eines Krankenhauses
2.1 Patientenpotenziale
2.2 Kooperationsmodelle
2.2.1 Horizontale Kooperationen
2.2.2 Vertikale Kooperationen
2.3 Verhalten der Zuweiser und Empfehler und Handlungsoptionen
2.3.1 Abhängigkeit vom Zuweiser
2.3.2 Analyse der Zuweiserstruktur
2.3.3 Möglichkeiten der Zuweiserbindung und Beziehungspflege
2.4 Politik der Kostenträger
2.4.1 Budgetverhandlung
2.4.2 Mindestmengen
2.4.3 Leistungen nach § 115b SGB V
2.4.4 Leistungen nach § 116b SGB V
2.4.5 Prüfungen des Medizinischen Dienstes
2.4.6 Einzel- und Rahmenverträge mit Kassenärztlichen Vereinigungen
2.4.7 Integrierte Versorgungsverträge
2.5 Rolle der Krankenhausambulanzen
2.6 Zwischenfazit
3 Handlungsoptionen strategischer Unternehmensentwicklung
3.1 Basisfallwertoptimierung durch Fallsteuerung – Entscheidung über den Eskalationsgrad des Versorgungsangebotes
3.2 Skaleneffekte versus Großsortiment
3.3 Deckungsbeitragsrechnung
3.4 Optimierung nicht-medizinischer Bereiche
3.4.1 Krankenhausapotheke
3.4.2 Labor
3.4.3 Küche
3.4.4 Therapeuten
3.5 Zwischenfazit
4 Geschäftsmodell Krankenhaus-MVZ
4.1 Vorüberlegungen zur Gründung
4.1.1 Typen Medizinischer Versorgungszentren
4.1.2 Markteintritt
4.1.3 Auswahl der tätigen Ärzte
4.1.4 Auswahl des medizinischen Angebotes
4.2 Kundenschnittstellen: Patienten, Ärzte, Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenhäuser und andere
4.2.1 Patientenzielgruppe
4.2.2 Kommunikation und Patientenkontakt
4.2.3 Nutzen- und Leistungserlebnis für den Patienten
4.2.4 Patienten- und Zuweiserbindung
4.2.5 Wechselgefahren bei Zuweisern und Patienten
4.2.6 Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus
4.3 Ertragslogik
4.3.1 Struktur der Deckungsbeitragsrechnung
4.3.2 Bilanzstruktur
4.3.3 Cash-Flow-Rechnung
4.3.4 Preisposition
4.3.5 Einkauf, Investitionen und Finanzierung
4.4 Aufbau und Wachstum
4.4.1 Qualitatives und quantitatives Wachstum
4.4.2 Interne und externe Wachstumstreiber und -begrenzer
4.5 Zwischenfazit
5 Statistiken zu Medizinischen Versorgungszentren
6 Ausblick und Prognose
III Rechtliche Rahmenbedingungen bei der Errichtung von MVZ Peter Wigge, Michael Boos und Michael Ossege
1 Einführung
2 Gesetzgeberische Entwicklung
3 Begriffsdefinition
3.1 Fachübergreifende Einrichtung
3.2 Ärztliche Leitung
3.3 Angestellte Ärzte und Vertragsärzte
3.3.1 MVZ mit Vertragsärzten
3.3.2 MVZ mit angestellten Ärzten
4 Gründereigenschaft
4.1 Einführung
4.2 Leistungserbringereigenschaft
4.3 Trägerschaft von Krankenhäusern
4.3.1 Rechtsgrundlagen für die Leistungserbringereigenschaft
4.3.2 Entstehung der Leistungserbringereigenschaft
4.4 Trägerschaft von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
4.4.1 Rechtsgrundlagen für die Leistungserbringereigenschaft
4.4.2 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
4.4.3 Versorgungsverträge mit Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
4.5 Trägerschaft von Pflegeeinrichtungen nach SGB XI
4.6 Trägerschaft von Krankentransportunternehmen
4.6.1 Rechtsgrundlagen für die Leistungserbringereigenschaft
4.6.2 Gesetzgebung der Länder
4.7 Krankenhausapotheken
4.8 Trägerschaft von Managementgesellschaften
4.9 Gründereigenschaft durch mittelbare Beteiligung Dritter
5 Gesellschaftsformen
5.1 Personengesellschaft und Personenhandelsgesellschaft
5.1.1 Gesellschaft bürgerlichen Rechts
5.1.2 Offene Handelsgesellschaft
5.1.3 Kommanditgesellschaft
5.1.4 Bewertung der Personengesellschaften
5.2 Kapitalgesellschaften
5.2.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
5.2.2 Aktiengesellschaft
5.2.3 Bewertung der Kapitalgesellschaften
6 Zulassungsstatus und -verfahren
6.1 Zulassungsverfahren
6.2 Geltung der Bedarfsplanung
6.3 Rechtsfolgen der Zulassung
6.4 Bürgschaftserklärung als Zulassungsvoraussetzung
6.4.1 Rechtsgrundlage
6.4.2 Anforderungen an die Bürgschaft
6.4.3 Bürgschaftserklärung
6.4.4 Beschränkung der Bürgschaft
6.4.5 Kommunen als Gesellschafter
6.4.6 Universitätskliniken als Gesellschafter
6.4.7 Kirchlich getragene MVZ
6.4.8 Bestimmbarkeit der Hauptverbindlichkeit
6.4.9 Selbstschuldnerisch
6.4.10 Juristische Person des Privatrechts
6.4.11 Zeitlicher Umfang der Haftung aus der Bürgschaftserklärung
6.4.12 Rückwirkung der Bürgschaft
6.4.13 Bankbürgschaft
6.4.14 Gestaltungsfragen der Bürgschaftserklärungen
6.5 Praxissitz und Filialbildung
6.5.1 Zweigpraxen
6.5.2 Ausgelagerte Praxisräume
6.5.3 Zulässigkeit von überörtlichen MVZ
6.6 Geltung des Job-Sharing
6.7 Sonderbedarfszulassung
6.8 Erwerb von Zulassungen und Nachbesetzungsverfahren
6.8.1 Beteiligung von MVZ am Ausschreibungsverfahren
6.8.2 Zulassungsverzicht zugunsten von MVZ
6.8.3 Nachbesetzung von Arztstellen im MVZ
6.8.4 Bedarfsunabhängige Zulassung nach fünf Jahren
6.8.5 Erwerb von Zulassungen
6.9 Zulassungsentziehung und Nachbesetzung der MVZ-Zulassung
6.9.1 Verlust der Gründereigenschaft bei Anstellung
6.9.2 Zulassungsentziehung
6.9.3 Wegfall der Gründungsvoraussetzungen
6.9.4 Nachbesetzung der Zulassung
6.10 Altersgrenzen
7 Der angestellte Arzt
7.1 Genehmigungsvoraussetzungen und -verfahren
7.2 Rechtsfolgen der Anstellung
7.3 Voll- und Teilzeitbeschäftigung
7.4 Beendigung des Anstellungsverhältnisses
7.5 Arbeitsrechtliche Einbindung des angestellten Arztes
7.6 Verhältnis zwischen § 103 Abs. 4a und 4b SGB V
7.7 Inkompatible Tätigkeiten
8 Grundsätze der Leistungserbringung im MVZ
8.1 Persönliche Leistungserbringung
8.2 Personenbezogene Qualifikationsanforderungen
8.3 Arzneimittelversorgung durch die Krankenhausapotheke
9 Zur Vergütung der Leistungen
9.1 Vergütung in der vertragsärztlichen Versorgung
9.1.1 Neues Vergütungssystem durch das GKV-WSG
9.1.2 Regelleistungsvolumina gemäß § 87b SGB V
9.1.3 Berechnung des Regelleistungsvolumen
9.2 Privatärztliche Abrechnung
IV Möglichkeiten zur Erlangung von KV-Zulassungen Peter Wigge
1 Einbringung einer KV-Zulassung durch einen Vertragsarzt in das MVZ
1.1 Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Sitzeinbringung
1.2 Der Praxiskauf
1.3 Inhalt und Ausgestaltung des Praxiskaufvertrages
1.3.1 Kauf einer Einzel- oder Gemeinschaftspraxis
1.3.2 Praxiswertermittlung
1.3.3 Einbindung des Vertragsarztsitzes
1.3.4 Abwicklung der Praxisverträge
1.3.5 Patientenkartei
2 Bewerbung um einen ausgeschriebenen Vertragsarztsitz im Nachbesetzungsverfahren
2.1 Darstellung des Nachbesetzungsverfahrens
2.2 Besonderheiten der Praxisnachfolge bei MVZ
2.3 Praxiskaufpreis
2.4 Risiken des Nachbesetzungsverfahrens
V Kooperationsverträge zwischen MVZ und Krankenhaus Peter Wigge und Anke Harney
1 Krankenhäuser
1.1 Motivation zum Abschluss von Kooperationsverträgen
1.2 Erbringung von Krankenhausleistungen durch das MVZ
1.3 Ort der Leistungserbringung
1.4 Zuweisungs- und Zuwendungsverbote
2 Apotheken
VI Rechtliche Fragen bei Errichtung und Betrieb eines MVZ aus Sicht des Krankenhauses Peter Wigge
1 Auswirkungen auf die Chefarzt- und Krankenhausermächtigungen, Hochschulambulanzen
2 Vereinbarkeit mit Nebentätigkeitsgenehmigungen in Chefarztverträgen
3 Vereinbarkeit mit bestehenden Kooperationsverträgen niedergelassener Ärzte am Krankenhaus
4 Honorarminderungspflicht
5 Rückforderung von Fördermitteln
6 Verhältnis zwischen MVZ und § 116b SGB V
7 Außendarstellung und Werbung
VII Steuerrechtliche Beurteilung von Krankenhaus-MVZ Michael Boos
1 Einführung zum Steuerrecht
1.1 Besteuerung von Personengesellschaften und deren Gesellschafter
1.1.1 Einkommensteuer
1.1.2 Verfahrensrecht
1.2 Personengesellschaft als Steuersubjekt
1.2.1 Gewerbesteuer
1.2.2 Umsatzsteuer
1.3 Besteuerung von Kapitalgesellschaften und deren Anteilseigner
1.3.1 Körperschaftsteuer
1.3.2 Gewerbesteuer
1.3.3 Umsatzsteuer
1.4 Besteuerung der Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft
1.5 Solidaritätszuschlag
1.6 Steuerliche Organschaften
1.6.1 Ertragsteuerliche Organschaft
1.6.2 Körperschaftsteuerliche Organschaft
1.6.3 Gewerbesteuerliche Organschaft
1.6.4 Umsatzsteuerliche Organschaft
1.7 Zusammenfassung
2 Steuerliche Besonderheiten bei MVZ in Trägerschaft von Krankenhäusern
2.1 MVZ in alleiniger Trägerschaft eines Krankenhausträgers
2.1.1 Rechtlich verselbständigt
2.1.2 Rechtlich unselbständig
2.1.3 Steuerliche und bilanzielle Problemstellungen beim Kauf von Arztpraxen
2.2 MVZ in gemeinsamer Trägerschaft eines Krankenhausträgers und von Vertragsärzten und/oder anderen zugelassenen Leistungserbringern
2.2.1 In der Rechtsform einer GmbH
2.2.2 In der Rechtsform einer Personengesellschaft
2.3 Einbringung von vertragsärztlichen Praxen bzw. Anteilen an vertragsärztlichen Gemeinschaftspraxen in Gesellschaften
2.3.1 Einbringung in Kapitalgesellschaften
2.3.2 Einbringung in Personengesellschaften
3 Umsatzsteuerliche Beurteilung der Leistungen von MVZ
3.1 Einführung
3.2 Besonderheiten
VIII Fallbeispiel Hans-Peter van de Kamp
Ausblick Peter Wigge und Gunter von Leoprechting
Literaturverzeichnis
Register
Abb. 1:
Rechtsformwahl bei MVZ 21
Abb. 2:
Art der ärztlichen Berufsausübung im MVZ 23
Abb. 3:
Betätigungsfelder von Kliniken bei gesetzlich Versicherten 27
Abb. 4:
Kategorisierung von Krankenhäusern 28
Abb. 5:
Krankenhausbetten je 1.000 Einwohner je Bundesland 33
Abb. 6:
Wertschöpfungskette der vor-/nach- und stationären Versorgung 34
Abb. 7:
Analyse von Marktteilnehmern und Krankenhausbereichen 53
Abb. 8:
Struktur der Deckungsbeitragsrechnung 58
Abb. 9:
Stationäre Handlungsbereiche 61
Abb. 10:
Vor- und Nachteile der MVZ-Gründung für ein Krankenhaus 65
Abb. 11:
Wege des Markteintritts in der Übersicht 65
Abb. 12:
Beispiel Beteiligungsstruktur eines MVZ 68
Abb. 13:
Gesamtwert einer Praxis 70
Abb. 14:
Berechnung des ideellen Wertes 71
Abb. 15:
Beispiel für eine „GmbH für ambulante Versorgung“ mit verschiedenen Geschäftsbereichen inklusive eines MVZ 73
Abb. 16:
Kriterien zur Gründung eines Krankenhaus-MVZ 74
Abb. 17:
GKV-Vergütung/Regelleistungsvolumen je Arzt 86
Abb. 18:
GKV-Vergütung/Regelleistungsvolumen je MVZ 88
Abb. 19:
Ausgleich der Regelleistungsvolumina in einem MVZ 88
Abb. 20:
Geplante GKV-Vergütungsreform 89
Abb. 21:
Wege des Markteintritts und ihre Kriterien 91
Tab. 1:
Gesamtkennzahlen von MVZ 20
Tab. 2:
Versorgungsbereiche in Deutschland 26
Tab. 3:
Anzahl aller Fachrichtungen in Allgemeinen Krankenhäusern 29
Tab. 4:
Die zwanzig häufigsten Hauptdiagnosen der aus dem Krankenhaus entlassenen vollstationären Patienten 2007 30
Tab. 5:
Ambulant tätige Ärzte in Deutschland 36
Tab. 6:
Beispiel der Ärztedichte in Berlin 37
Tab. 7:
Wechselgefahr 78
Tab. 8:
Struktur der Deckungsbeitragsrechnung einer MVZ-GmbH/-GbR 80
Tab. 9:
Struktur einer Bilanz für ein MVZ 81
Tab. 10:
Struktur einer Cash-Flow-Rechnung für ein MVZ 83
Tab. 11:
Offene Planungsgebiete in Deutschland 93
Tab. 12:
Verteilung der MVZ nach Bundesländern 94
Tab. 13:
Rangliste der beteiligten Facharztgruppen in MVZ 95
Tab. 14:
Häufigste Fächerkombinationen in MVZ 96
Tab. 15:
Anzahl der Ärzte in einem MVZ 97
Tab. 16:
Räumliche Verteilung der MVZ 97
Tab. 17:
Anrechnungsfaktor nach Arbeitszeit 202
AEAO
Anwendungserlass zur Abgabenordnung
ÄKNO
Ärztekammer Nordrhein
AktG
Aktiengesetz
ÄKWL
Ärztekammer Westphalen-Lippe
AMG
Arzneimittelgesetz
AO
Abgabenordnung
AOK
Allgemeine Ortskrankenkasse
ApoG
Apothekengesetz
Ärzte-ZV
Zulassungsverordnung für Vertragsärzte
BAG
Berufsausübungsgemeinschaft
BÄO
Bundesärzteordnung
BEK
Barmer Ersatzkasse
BFH
Bundesfinanzhof
BFHE
Entscheidungen des Bundesfinanzhofs
BGB
Bürgerliches Gesetzbuch
BGBl I, II, III
Bundesgesetzblatt, Teil I, II, III
BGH
Bundesgerichtshof
BGHZ
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen
BMÄ/E-GO
Bewertungsmaßstab für Ärzte/Ersatzkassengebührenordnung
BMF
Bundesministerium der Finanzen
BMG
Bundesministerium für Gesundheit
BMV-Ä
Bundesmantelvetrag Ärzte
BR
Bundesrat
BR-Drucks
Bundesratsdrucksache
BSG
Bundessozialgericht
BSGE
Entscheidungen des Bundessozialgerichts
BStBl
Bundessteuerblatt
BT
Bundestag, besonderer Teil
BT-Drucks
Bundestagsdruckssache
BVerfG
Bundesverfassungsgericht
BVerfGE
Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
BVerwG
Bundesverwaltungsgericht
BVerwGE
Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts
DAK
Deutsche Angestelltenkrankenkasse
DB
Deckungsbeitrag
Destatis
Deutsches Statistisches Bundesamt
DKG
Deutsche Krankenhausgesellschaft
DOK
Die Ortskrankenkasse (Zeitschrift)
DRGs
Diagnosis Related Groups/Fallpauschalen
EBM
Einheitlicher Bewertungsmaßstab
EKV
Arzt-/Ersatzkassenvertrag
EStDV
Einkommensteuerdurchführungsverordnung
EStG
Einkommensteuergesetz
EuGH
Europäischer Gerichtshof
G-BA
Gemeinsamer Bundesausschuss
GbR
Gesellschaft bürgerlichen Rechts
GEK
Gmünder Ersatzkasse
GesR
Gesundheitsrecht (Zeitschrift)
GewStG
Gewerbesteuergesetz
GG
Grundgesetz
GKV
Gesetzliche Krankenversicherung
GKV-WSG
Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung
GmbHG
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GMG
Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung
GOÄ
Gebührenordnung für Ärzte
GRG
Gesetz zur Strukturreform im Gesundheitswesen
GSG
Gesetz zur Sicherung und Strukturverbesserung der gesetzlichen Krankenversicherung
GuV
Gewinn- und Verlustrechnung
HGB
Handelsgesetzbuch
HVV
HWG
Honorarverteilungsvertrag (bisher: Honorarverteilungsmaßstab)
Heilmittelwerbegesetz
ICD 10
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems
IGeL
Individuelle Gesundheitsleistungen
InEK
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
IQWiG
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
IV
Integrierte Versorgung
KassKomm
Kasseler Kommentar Sozialversicherungsrecht
KBV
Kassenärztliche Bundesvereinigung
KG
Kommanditgesellschaft
KHEntgG
Krankenhausentgeltgesetz
KHG
Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und Regelung der Krankenhauspflegesätze
KHGG NRW
Krankenhausgestaltungsgesetz Nordrhein-Westfalen
KIS
Krankenhausinformationssystem
KStG
Körperschaftssteuergesetz
KStR
Körperschaftssteuerrichtlinien
KTQ
Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen
KV
Kassenärztliche Vereinigung
LSG
Landessozialgericht
MBO-Ä
(Muster-)Berufsordnung für Ärzte
MDK
Medizinischer Dienst der Krankenkassen
MedR
Medizinrecht (Zeitschrift)
MVZ
Medizinisches Versorgungszentrum
M. w. N.
Mit weiteren Nachweisen
MwStSystRL
Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie
NJW
Neue Juristische Wochenschrift (Zeitschrift)
NZS
Neue Zeitschrift für Sozialrecht (Zeitschrift)
OFD
Oberfinanzdirektion
OHG
Offene Handelsgesellschaft
OLG
Oberlandesgericht
OVG
Oberverwaltungsgericht
PIA
Psychiatrische Institutsambulanzen
PKV
Private Krankenversicherung
QEP
Qualität und Entwicklung in Praxen
QM
Qualitätsmanagement
QZV
Qualifikationsgebundene Zusatzvolumen
RLV
Regelleistungsvolumen
SEStEG
Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften
SGb
Die Sozialgerichtsbarkeit (Zeitschrift)
SGB
Sozialgesetzbuch
SozR
Sozialrecht – Entscheidungssammlung, bearbeitet von den Richtern des BSG
UmwG
Umwandlungsgesetz
UmwStG
Umwandlungssteuergesetz
ÜöBAG
Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
UstG
Umsatzsteuergesetz
UWG
Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb
VÄndG
Gesetz zur Änderung des Vertragsarztrechts und anderer Gesetze
VK
Vollkraftstelle
VwVfG
Verwaltungsverfahrensgesetz
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) stellt für Krankenhäuser, seit dem Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) von 2004, eine rechtlich zulässige Organisationsform dar, um neben niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten regelhaft an der vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen. Aufgrund der Tatsache, dass Krankenhäuser primär der stationären Versorgung dienen und sich darüber hinaus anderer Organisationsformen als Vertragsärzte bedienen, bedarf die Tätigkeit von MVZ, die von Krankenhausträgern gegründet werden, einer Abgrenzung zu anderen ambulanten Teilnahmeformen (§§ 115a bis 120 SGB V) und der Anpassung des Krankenhauses an die vertragsarztrechtlichen Vorgaben.
Mit diesem Handbuch soll Ihnen ein Überblick über die wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen gegeben werden, die im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betrieb von MVZ durch Krankenhäuser stehen. Die für andere Leistungserbringer, wie insbesondere Ärzte, interessierenden Fragen, werden daher naturgemäß nicht oder nur am Rande angesprochen. Auch ist festzustellen, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und damit die mit MVZ zusammenhängenden Fragen so umfangreich sind, dass hier nicht sämtliche Bereiche vorgestellt werden können. Mit diesem Handbuch sollen Sie nachvollziehen können, welche Fragen vor allem für Krankenhäuser in diesem Bereich wichtig sind. Deshalb werden krankenhausrelevante Themen wie z. B. die Bürgschaftsbeibringung relativ ausführlich dargestellt.
Das Werk ist ein Gemeinschaftswerk, für deren Zustandekommen die Herausgeber sich vor allem bei den Co-Autoren bedanken, ebenso dem Verlag und – nicht zuletzt – unterstützenden Mitarbeitern der Rechtsanwaltskanzlei Wigge, sowie der Leo-Impact Consulting GmbH. Den Lesern wünschen wir interessante Erkenntnisse und möglichst viele Schlussfolgerungen für die eigene, praktische wie auch theoretische Arbeit mit MVZ und Krankenhäusern.
Münster und Berlin, im Oktober 2010
Dr. Peter Wigge Gunter von Leoprechting
Peter Wigge
Der Gesundheitsmarkt ist seit vielen Jahren gesetzlichen Veränderungen unterworfen. Sie dienen in erster Linie der Erhaltung der Beitragsstabilität und damit der Kostenbegrenzung für medizinische Versorgung und Leistungen. Insbesondere seit 2004 hat der Gesetzgeber mit einer Fülle von neuen Regelungen innovative Strukturierungsmaßnahmen entworfen und den Leistungserbringern zur Umsetzung überlassen. Mit dem Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) am 01.01.2004 sind insbesondere in der ambulanten, d. h. vertragsärztlichen Versorgung die Grundlagen für veränderte Versorgungsstrukturen durch die Einführung so genannter „Medizinischer Versorgungszentren“ (MVZ) geschaffen worden. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) sowie das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG) haben insbesondere in den beiden letzten Jahren erhebliche Veränderungen der Versorgungsstrukturen ermöglicht.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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