Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe -  - E-Book

Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe E-Book

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Beschreibung

This handbook written by 140 scientists provides clear explanations, based on a standardized scheme, of the fundamental concepts of psychoanalysis. In addition to the definition of the terms, the classic understanding of them and their background in the history of ideas, and the further development of classical psychoanalysis into the individual schools are described in detail. At the same time, the handbook picks up from interdisciplinary debates by entering into a dialogue with neighbouring fields such as biology, psychology, sociology and cultural studies. Psychoanalysis, which many have repeatedly described as being obsolete and outdated, proves in this dictionary to be extremely creative and expansive. Those who are interested in the fundamental development of awareness, which is only conceivable through the inclusion of unconscious processes, will receive countless fresh ideas from this work. This fourth edition of the handbook has added the following concepts: general theory of seduction, desire, the occult, de-objectification, deciding, decision, implicit relationship knowledge, intersubjectivity, conversation, performance, psychodynamics, subject, separation anxiety & separation, unconscious & the Unconscious II, father metaphor, and transformational object.

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Seitenzahl: 2667

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Wolfgang Mertens (Hrsg.)

Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe

5., überarbeitete Auflage

Verlag W. Kohlhammer

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5., überarbeitete Auflage 2022

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-041460-0

E-Book-Formate:

pdf:      ISBN 978-3-17-041461-7

epub:   ISBN 978-3-17-041462-4

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

Vorwort zur 5. Auflage

Angaben zu den Autorinnen und Autoren

Bibliographische Notiz

A

Abstinenz

von Jürgen Körner

Abwehr

von Joachim Küchenhoff

Abwehrmechanismen

von Wolfram Ehlers

Adoleszenz

von Werner Bohleber

Affekt, Emotion, Gefühl

von Rainer Krause

Agieren

von Rolf Klüwer †

Aggression

von Udo Rauchfleisch

Aktivität – Passivität

von Gereon Heuft

Allgemeine Verführungstheorie

von Heinz Müller-Pozzi † und Udo Hock

Allmacht

von Wolfgang Mertens

Ambivalenz

von Bruno Waldvogel

Analität, anale Phase

von Hans Quint †

Angstneurose, Phobie

von Markus Bassler

Anpassung

von Norbert Hartkamp

Arbeitsbündnis

von Heinrich Deserno

B

Bedeutung

von Achim Stephan

Bedürfnis, Begehren, Befriedigung

von Robert Heim

Begehren

von Heinz Müller-Pozzi †

Bewusstsein

von Hanna Gekle

Bindung

von Bernhard Strauß

Borderline-Störung, Borderline-Persönlichkeit

von Birger Dulz

C

Charakterneurose

von Karl König †

Container – Contained

von Ross A. Lazar †

D

Deckerinnerung

von Ingrid Kerz-Rühling

Denken

von Ludwig Haesler

Depersonalisierung

von Wolfgang Wöller

Depression

von Herbert Will

Desobjektalisierung

von Gerhard Dammann †

Deutung

von Ulrich Berns

Dissozialität, Delinquenz

von Udo Rauchfleisch

Dissoziation

von Annegret Eckhardt-Henn

E

Eifersucht

von Ludwig Haesler

Einfühlung, Empathie

von Wolfgang Milch

Einsicht

von Alfred Schöpf †

Entscheiden, Entscheidung

von Sabine Anna Saalfeld

Entwicklung, Entwicklungspsychologie

von Hans-Peter Kapfhammer

Ergänzungsreihe

von Gerhard Schüßler

Erstinterview

von Peter Wegner

Es

von Bernd Nitzschke

Exhibitionismus

von Cornelia Thürheimer

Externalisierung

von Stavros Mentzos †

F

Fallgeschichte

von Marianne Leuzinger-Bohleber

Familie, Familientherapie

von Michael B. Buchholz

Fehlleistung

von Thomas Köhler

Fixierung

von Thomas Köhler

Fokus, Fokaltherapie

von Rolf Klüwer †

Freie Assoziation

von Michael Hölzer

Frustration, Frustrationstoleranz

von Thomas Köhler

Funktionslust

von Siegfried Zepf

G

Gedächtnis

von Marianne Leuzinger-Bohleber

Gegenübertragung

von Michael Ermann

Genitale Stufe

von Wolfgang Mertens

Geschlechterdifferenz

von Vera King

Geschlechtsidentität

von Vera King

Geschwisterbeziehung

von Franz Wellendorf

Gleichschwebende Aufmerksamkeit

von Hartmuth König

Grundstörung

von Thomas Auchter

Gruppe

von Rolf Haubl

H

Halluzination, halluzinatorische Wunscherfüllung

von Günter Lempa

Haltung, psychoanalytische

von Josef Dantlgraber

Hass

von Otto F. Kernberg

Hermeneutik

von Alfred Schöpf † und Andreas P. Herrmann

Hetero-, Homo-, Bisexualitäten

von Udo Rauchfleisch

Hingabe

von Brigitte Boothe und Matthias Schmutz

Humor

von Willi Frings

Hypochondrie

von Christian Heinrich Röder und Gerd Overbeck

Hysterie

von Brigitte Boothe und Matthias Schmutz

I

Ich

von Günter H. Seidler

Ich-Ideal

von Wolfgang Mertens

Ich-Psychologie

von Norbert Hartkamp

Idealisierung

von Wolfgang Milch

Identifizierung

von Günter H. Seidler

Identität

von Werner Bohleber

Implizites Beziehungswissen

von Peter Geißler

Indikation

von Joachim F. Danckwardt

Innere Welt – äußere Welt

von Bruno Waldvogel

Integration

von Eckard Daser

Interaktion

von Ulrich Streeck

Internalisierung

von Günter H. Seidler

Intersubjektivität

von Ulrich Schultz-Venrath

Introspektion

von Wolfgang Mertens

Inzest

von Mathias Hirsch

K

Kastration

von Alf Gerlach

Kinderanalyse

von Gudrun Fuchs

Konflikt

von Gerhard Schüßler

Konstruktion – Rekonstruktion

von Helmut Hinz

Konversation und Konversationsanalyse

von Michael B. Buchholz

Körperbild, Körperschema, Körperselbst

von Reinhard Plassmann

Korrigierende emotionale Erfahrung

von Wolfgang Milch

Krankheitsgewinn

von Harald J. Freyberger † und Gerhard Schüßler

Kreativität

von Rainer M. Holm-Hadulla

Kultur(theorie, -kritik)

von Ludger van Gisteren

Kunst

von Rainer M. Holm-Hadulla

L

Lehranalyse

von Ulrich Streeck

Lustprinzip

von Jörg Wiesse

M

Macht

von Lorenz Böllinger

Masochismus

von Wolfgang Berner

Masse

von Rolf Haubl

Masturbation(-sphantasie)

von Ruth Waldeck †

Melancholie

von Rolf-Peter Warsitz

Metapher

von Michael B. Buchholz

Metapsychologie

von Cordelia Schmidt-Hellerau

Mutter, Mutterschaft, Mutter-Kind-Beziehung

von Karin Bell

Mythos, Mythologie

von Rolf Vogt

N

Nachträglichkeit

von Ingrid Kerz-Rühling

Narzissmus, narzisstische Persönlichkeit

von Heribert Wahl

Negative therapeutische Reaktion

von Günther Klug

Neid

von Mathias Lohmer

Neuro-Psychoanalyse

von Patrizia Giampieri-Deutsch

Neurose

von Peter Henningsen

O

Oberfläche (psychische)

von Werner Balzer

Objekt (gutes – böses, Partialobjekt)

von Helen Schoenhals Hart

Objektbeziehung, Objektbeziehungstheorie

von Helmut Hinz

Objektkonstanz

von Gottfried Fischer †

Objektwahl

von Reinhard Kreische

Ödipuskomplex

von Wolfgang Mertens

Okkultes, Das Okkulte

von Dietmut Niedecken

Oralität, orale Phase

von Alf Gerlach

Orgasmus

von Reimut Reiche

P

Parameter

von Oskar Frischenschlager

Paranoia

von Hans-Peter Kapfhammer

Paranoid-schizoide Position – depressive Position

von Hartmut Raguse

Paraphilie

von Wolfgang Berner

Performanz, performativ

von Diana Pflichthofer

Persönlichkeit, Persönlichkeitsstruktur

von Doris Pouget-Schors

Perversion

von Wolfgang Berner

Phallisch, phallische Phase

von Angela Moré

Phantasie

von Dieter Bürgin

Primär- und Sekundärprozess

von Falk Leichsenring

Projektive Identifizierung

von Günter Reich

Psychoanalyse, Psychotherapie

von Wolfgang Mertens

Psychodynamik

von Wolfgang Mertens

Psychose

von Rolf-Peter Warsitz

Psychosomatik

von Joachim Küchenhoff

R

Rahmen, Setting

von Thomas Müller

Realitätsprinzip, Realitätsprüfung

von Georg J. Bruns

Regression – Progression

von Jürgen Körner

Reizschutz

von Reinhard Hellmann

Religion, Religionskritik

von Heinz Henseler †

Repräsentanz

von Martin Kurthen

Repräsentation

von Martin Kurthen

S

Sadismus

von Wolfgang Berner

Sadomasochismus

von Wolfgang Berner

Scham

von Günter H. Seidler

Schizoid, schizoide Persönlichkeit

von Corinna Wernz

Schizophrenie

von Thomas Müller

Schuld, Schuldgefühl

von Mathias Hirsch

Selbst, Selbstgefühl

von Christiane Ludwig-Körner

Selbstanalyse

von Heinrich Deserno

Selbstpsychologie

von Wolfgang Milch und Hans-Peter Hartmann

Sexualität

von Nikolaus Becker

Spaltung

von Günter Reich

Spiegeln

von Rolf Haubl

Sprache, Sprachentwicklung

von Andreas Hamburger

Subjekt (nach Lacan)

von Heinz Müller-Pozzi †

Sublimierung

von Albrecht Hirschmüller

Suggestion

von Alfred Schöpf †

Supervision

von Lucia Steinmetzer und Waltraud Nagell

Symbiose

von Martin Dornes †

Symbol, Symbolisierung

von Elfriede Löchel

Symptombildung, Kompromissbildung

von Ralph Grabhorn und Gerd Overbeck

Szene, szenisches Verstehen

von Michael Wolf

T

Tabu

von Hartmut Kraft

Technik

von Gottfried Fischer †

Transgenerationale Weitergabe

von Angela Moré

Trauer, Trauerarbeit

von Manfred Beutel

Traum

Heinrich Deserno, Stephan Hau, Wolfgang Mertens, Lutz Wittmann

Trauma

von Martin Ehlert-Balzer †

Trennungsangst – Trennung

von Thomas Charlier

Triangulierung

von Lothar Schon † und Jürgen Grieser

Trieb

von Ralph J. Butzer

U

Überdeterminierung

von Hanna Gekle

Übereinstimmungsargument

von Ingrid Kerz-Rühling

Übergangsobjekt, Übergangsraum

von Dieter Tenbrink †

Überich

von Winfrid Trimborn

Übertragung

von Reinhard Herold und Heinz Weiß

Unbewusst, das Unbewusste (I)

von Mark Solms

Unbewusst, das Unbewusste (II)

von Günter Gödde

Urszene

von Christian Maier

Urvertrauen

von Peter Conzen

V

Vater, Vatermetapher, Name-des-Vaters

von Heinz Müller-Pozzi †

Verführungstheorie

von Martin Ehlert-Balzer †

Verschiebung, Verdichtung

von Wolfgang Leuschner

Verwandlungsobjekt

von Diana Pflichthofer

Vorstellung

von Martin Kurthen

Voyeurismus

von Cornelia Thürheimer

W

Wahrheit (der psychoanalytischen Erkenntnis)

von Matthias Kettner

Widerstand

von Michael Ermann

Wiederholungszwang

von Stefan Reichard

Wunsch, Wunscherfüllung

von Cordelia Schmidt-Hellerau

Wut

von Wolfgang Milch

Z

Zärtlichkeit

von Karin Schneider-Henn

Zeitgefühl, Zeiterleben

von Ludwig Haesler

Ziele der Psychoanalyse

von Tilman Grande

Zwang, Zwangsneurose

von Hans Quint † und Timo Storck

Zwei-Personen-Psychologie

von Siegfried Bettighofer

Sachwortverzeichnis

Personenverzeichnis

Vorwort zur 5. Auflage

 

 

 

Die erfreulich große Nachfrage macht eine weitere Auflage dieses Buches erforderlich, die in aktualisierter, überarbeiteter und erweiterter Form vorliegt. Seit dem Jahr 2000, als dieses Handbuch von Bruno Waldvogel und mir zum ersten Mal herausgegeben wurde, haben sich psychoanalytische Konzepte und Theorie erstaunlich weiterentwickelt.

An dem bewährten Gliederungsschema wurde festgehalten:

1.  Definition

2.  Klassische Auffassung

3.  Ideengeschichtlicher Hintergrund

4.  Wesentliche Erweiterungen, Differenzierungen und Modifikationen

5.  Die Bedeutung des Begriffs in den verschiedenen Schulrichtungen

6.  Interdisziplinäre Beiträge

ad 1) Die Definition enthält bereits das neuere oder gegenwärtige Verständnis des jeweiligen Konzepts und wird zur Gänze verständlich, nachdem der Leser den gesamten Beitrag gelesen hat.

ad 2) Die klassische Auffassung ist weitgehend an Freud orientiert; zur Vervollständigung sei hier auf die Wörterbücher von Laplanche und Pontalis (1972) sowie von Sandler, Dare und Holder (1996) verwiesen.

ad 3) Sofern möglich, ist eine Skizzierung des ideengeschichtlichen Hintergrunds interessant, der sich manchmal auf wissenschafts- und kulturgeschichtliche Aspekte vor Freud, gelegentlich aber auch auf Denkansätze des jungen Freud und seiner Mitarbeiter der ersten Generation bezieht.

ad 4) Da die Psychoanalyse mittlerweile doch schon eine beträchtliche Lebensdauer aufweist, werden begriffliche Entwicklungen und Differenzierungen, die zwischen der Grundlegung des jeweiligen Verständnisses und seinem heutigen Gebrauch erfolgten, erwähnt.

ad 5) Die Psychoanalyse gibt es heutzutage nicht mehr, und von einem konzeptuellen »common ground« sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Dennoch haben sich innerhalb der diversen Richtungen eine Ausdifferenzierung und gelegentlich sogar eine kräftige Weiterentwicklung ergeben. Aus diesem Grund werden in diesem Handbuch psychoanalytischer Grundbegriffe nicht nur die klassische Auffassung, sondern auch die weitere Konzept-Entwicklung skizziert, wie sie sich in der Ich-Psychologie, den diversen Objektbeziehungstheorien, der Selbstpsychologie, der interpersonellen und relationalen Psychoanalyse, der französischen Psychoanalyse, der feministischen Psychoanalyse sowie der Bindungs- und Kleinkindforschung ergeben hat. Oftmals stellt sich schon anhand dieser Zusammenschau verschiedener Perspektiven, selbst wenn diese zumeist nur sehr kursorisch erfolgt, ein neues konzeptuelles Verständnis des betreffenden Gegenstandsbereichs ein. Deutlich wird aber auch, dass Psychoanalytiker noch weiter intensiv daran arbeiten müssen, die konzeptuellen Probleme, die sich aufgrund einer möglichen Zusammenführung ergeben, zufriedenstellend zu lösen.

ad 6) Innerhalb der psychoanalytischen Gemeinschaft mehren sich zunehmend die kritischen Stimmen, die eine zu starke Selbstgenügsamkeit der – vor allem klinischen – Psychoanalyse befürchten, die doch als Diskurs zwischen den Diskursen begonnen hatte. Denn Freud siedelte die Psychoanalyse zwischen den Wissenschaften, z. B. der Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie und Linguistik, an, wenn er menschliche Konflikthaftigkeit »vom Seelenende her« begreifen wollte, ohne jedoch dabei die psychoanalytische Disziplin auf Psychologie oder eines der anderen Wissensgebiete zu reduzieren.

Es war deshalb ein Anliegen, dass die meisten Beiträgerinnen und Beiträger dieses Handbuchs Schnittstellen zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen skizzieren. Damit könnte diese Konzeption des Handbuchs dazu beitragen, der Psychoanalyse, die in den letzten Jahren nur noch als eine ausschließlich klinische Praxis wahrgenommen wird, aus dem Vorurteil dieser Blickverkürzung herauszuhelfen und in der Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass in ihr seit jeher der Diskurs mit anderen Wissenschaften gepflegt wurde. Darüber hinaus kann die Herausarbeitung der Entwicklung verschiedener Schulrichtungen innerhalb der Psychoanalyse und der interdisziplinären Aspekte dieses Handbuch auch für solche Leser interessant machen, die die Psychoanalyse immer noch ausschließlich mit Freud verbinden.

Ein Hinweis: Um Platz zu sparen, befinden sich die zitierten Freud-Arbeiten nicht in den Literaturangaben der einzelnen Beiträge, sondern sind auf den Seiten XXI–XXIII zusammengefasst.

Ich möchte Herrn Dr. Ruprecht Poensgen für die stets gute Zusammenarbeit sowie Frau Kathrin Kastl für ihre hochprofessionelle Betreuung danken, insbesondere dafür, dass sie den umfangreichen organisatorischen Teil des Projekts begleitet und die aufwändigen Sachwort- und Personenregister aktualisiert hat. Erneuter Dank geht auch an die Autorinnen und Autoren, die für dieses Handbuch gewonnen wurden, v.a. auch, dass viele von ihnen bereit waren, ihre Beiträge aus dem Jahr 2014 zu aktualisieren und z. T. zu erweitern.

Bedanken möchte ich mich ebenfalls ganz herzlich bei denjenigen Autorinnen und Autoren, die bereit waren, einen Grundbegriff neu zu erstellen, wie Angela Moré (»Transgenerationale Weitergabe«), Lucia Steinmetzer und Waltraud Nagell (»Supervision«) sowie grundlegende Änderungen und Erweiterungen an den Beiträgen Verstorbener vorzunehmen, wie Andreas Herrmann (»Hermeneutik«) und Timo Storck (»Zwang, Zwangsneurose«), sowie allen Autorinnen und Autoren, die die Beiträge verstorbener Autoren mit neueren Literaturangaben ergänzt haben. Sofern es sich dabei nur um die Einfügung einiger Literaturangaben handelt, erscheint deren Name als Fußnote. War es hingegen angebracht, den Artikel entscheidend zu überarbeiten, wird der Name des neuen Autors neben dem ursprünglichen Autor angeführt.

In den vergangenen 22 Jahren sind 21 Autorinnen und Autoren verstorben. Ihrer sei an dieser Stelle mit Dankbarkeit gedacht. Soweit es sinnvoll erschien, wurde ihr Artikel in der Originalversion belassen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text überwiegend die männliche Form gewählt. Selbstverständlich beziehen sich die Angaben jeweils auf beide Geschlechter.

 

München, Mai 2022

Wolfgang Mertens

Angaben zu den Autorinnen und Autoren

 

 

 

Auchter, Thomas, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, DGPT; D3G). Adresse: Am Neuenhof 10, 52074 Aachen.

Balzer, Werner, Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, DA). Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Adresse: Friedrich-Ebert-Anlage 14, 69117 Heidelberg.

Barwinski, Rosmarie, Professor Dr. phil. habil., Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin (SPV/FSP), apl. Professorin am Fachbereich Klinische Psychologie der Universität zu Köln, Mitherausgeberin der Zeitschrft »Trauma«, Leiterin des Schweizer Instituts für Psychotraumatologie. Adresse: Neuwisenstrasse 95, CH-8400 Winterthur, [email protected].

Bassler, Markus, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (DGPM, DGPPR, DGRW, DCAP, DCGPM, DCGM, WMAR), Geschäftsführender Vorstand des Instituts für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV), Hochschule Nordhausen. Adresse: Weinberghof 4, 99734 Nordhausen, [email protected].

Becker, Nikolaus, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV). Adresse: Falkenried 7, 20251 Hamburg.

Bell, Karin, Dr. med., Psychoanalytikerin (DGPT, DAGG), Fachärztin für Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Adresse: Brücker Mauspfad 601, 51109 Köln.

Berner, Wolfgang, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (DPV), Professor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Hamburg, Direktor der Abteilung für Sexualforschung. Adresse: Universitäts-Krankenhaus Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.

Berns, Ulrich, Dr. med., Psychoanalytiker (DPG, DGPT, ESCP, ISCPP), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Hohenzollernstr. 41, 30161 Hannover.

Bettighofer, Siegfried, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, DGPT). Adresse: Karlstr. 5, 86150 Augsburg.

Beutel, Manfred, Professor Dr. med., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), Direktor der Klinik für und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Universitätsmedizin Mainz. Adresse: Untere Zahlbacher Str. 8, 55131 Mainz.

Böllinger, Lorenz, Professor Dr. jur., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), Lehranalytiker (DGPT); Professor emeritus für Strafrecht und Kriminologie am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen. Adresse: Postfach 330440, 28334 Bremen.

Bohleber, Werner, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), Herausgeber der PSYCHE. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Adresse: Kettenhofweg 62, 60325 Frankfurt/M.

Boothe, Brigitte, em. Professorin Dr. phil, Psychoanalytikerin (vormals DGP, DGPT, EFPP) und Psychotherapeutin (FSP), Gemeinschaftspraxis Bellevue, Rämistrasse 5 CH-8001 Zürich. Adresse: [email protected]

Bruns, Georg, Prof. Dr. med. Dr. phil. habil., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, em. Professor für Soziologie an der Universität Bremen, Schwerpunkt Medizinische Soziologie. Adresse: Schubertstr. 54, 28209 Bremen.

Buchholz, Michael B., Professor Dr. phil., Dr. disc. pol., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), apl. Professor am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Göttingen sowie Professor an der International Psychoanalytic University (IPU), Berlin. Adresse: [email protected].

Bürgin, Dieter, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (SGPsa, IPA), Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Basel, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik und Poliklinik. Adresse: Schaffhauser Rheinweg 55, CH-4058 Basel.

Butzer, Ralph J., Dr. phil., Dipl.-Soz., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV). Adresse: Zeppelinallee 31, 60325 Frankfurt/M.

Charlier, Thomas, Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, IPA), Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychiater und Neurologe, Lehranalytiker der DPV. Adresse: Fritz-Reuter-Str. 6, 60320 Frankfurt/M.

Conzen, Peter, Dr. phil., Dipl.-Psych., Analytisch-systemischer Familientherapeut. Adresse: Burgblick 18, 53177 Bonn.

† Dammann, Gerhard, Dr. med. Dipl.-Psych. Dipl.-Soz., Fachpsychologe für Klinische Psychologie (FSP), Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytiker (DPV/ IPV), Chefarzt und Spitaldirektor der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen und der Psychiatrischen Dienste Thurgau. Adresse: Postfach 154, CH–8596 Münsterlingen.

Danckwardt, Joachim F., Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, IPV) und Psychiater. Adresse: Im Buckenloh 2, 72070 Tübingen.

Dantlgraber, Josef, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV, DGPT). Adresse: Neckargasse 7, 72070 Tübingen.

Daser, Eckard, Dr. phil., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Hebelstr. 2, 78464 Konstanz.

Deserno, Heinrich, Prof. em., Dr. med., Psychoanalytiker, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Professor an der International Psychoanalytic University (IPU), Berlin. Adresse: Melsungerstraße 13, 60389 Frankfurt a. M. [email protected].

† Dornes, Martin, Priv.-Doz. Dr. phil, Dipl.-Soz., Gruppenanalytiker, Kollegiumsmitglied des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt. Adresse: Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt/M.

Dulz, Birger, Dr. med., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPM, ISTFP). Adresse: Colonnaden 70, 20354 Hamburg. [email protected], www.birger-dulz.de.

Eckhardt-Henn, Annegret, Prof. Dr. med, Psychoanalytikerin (DPV), Fachärztin für Psychiatrie, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Medizinische Klinik 2, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tunzhofer Str. 14–16, 70191 Stuttgart.

Ehlers, Wolfram, Priv.-Doz. Dr. med., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker, (DPG, DGPT, DGGG). Adresse: Bifänge 71, 79111 Freiburg.

† Ehlert-Balzer, Martin, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Eschersheimer Landstr. 464, 60433 Frankfurt/M.

Ermann, Michael, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (IPV, DPG), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, em. Professor für Psychosomatik und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Adresse: Innsbrucker Str. 56, 10825 Berlin. [email protected], www.m-ermann.de.

† Fischer, Gottfried, Univ.-Prof. Dr. phil., habil., Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Direktor des Instituts für Psychotherapeutische Forschung, Methodenentwicklung und Weiterbildung (www.ipfmw.de). Adresse: Bernhard-Feilchenfeld-Str.11, 50969 Köln.

† Freyberger, Harald J., Professor Dr. med., Professor für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Greifswald, Direktor der entsprechenden Klinik am Helios-Hanseklinikum Stralsund. Adresse: Rostocker Chaussee 70, 18437 Stralsund.

Frings, Willi, Dipl.-Psych. Adresse: Helene-Mayer-Ring 14, 80809 München.

Frischenschlager, Oskar, Dr. phil., Psychoanalytiker, a.o. Univ. Professor (i.R.), ehem. Leiter des Instituts für Medizinische Psychologie im Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Adresse: Severingasse 9, A–1090 Wien.

Fuchs, Gudrun, Dr. phil., Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VAKJP). Adresse: Weißkirchnerstr. 24, 81476 München.

Geißler, Peter, Dr. med. Dr. phil., Psychotherapeut in freier Praxis. Adresse: Dr. Paul Fuchsiggasse 12, A-2301 Neu-Oberhausen. [email protected], www.geissler-info.at.

Gekle, Hanna, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (DPV, IPV), Philosophin, Adresse: Am Eiswirk 18, 60388 Frankfurt/M.

Gerlach, Alf, Dr. med. habil., Dipl.-Soz., Psychoanalytiker (DPV, DPG, IPV), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: St.-Avolder-Str. 2–4, 66117 Saarbrücken.

Giampieri-Deutsch, Patrizia, Professorin Dr. habil., Psychoanalytikerin (WPV/IPV), Professorin für Psychotherapieforschung und Leiterin des Fachbereichs Psychodynamik an der Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften, Krems an der Donau sowie Professorin am Institut für Philosophie der Universität Wien, wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Adresse: Ölzeltgasse 1/3, A-1030 Wien.

Gisteren, Ludger van, Professor Dr. phil., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Professor an der Fachhochschule Hannover. Adresse: Johannisbrunnenweg 16a, 61462 Königstein.

Gödde, Günter, Dr. phil., Dipl.-Psych., jur. Assessor, Psychologischer Psychotherapeut (TfP) in eigener Praxis, Dozent, Supervisor, Lehrtherapeut und Leiter des Schwerpunkts Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP). Adresse: Kuno-Fischer-Str. 20, 14057 Berlin.

Grabhorn, Ralph, Priv.-Doz. Dr. med., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Heinrich-Hoffmann-Str. 10, 60528 Frankfurt/M.

Grande, Tilman, Dr. phil., Dipl.-Psych, Psychoanalytiker (DGPT), Leitender Psychologe der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Psychologie der Universität Heidelberg. Adresse: Thibautstr. 2, 69115 Heidelberg.

Grieser, Jürgen, Dr. phil., Fachpsychologe für Psychotherapie (FSP), Psychoanalytiker (Psychoanalytisches Seminar Zürich PSZ). Adresse: Praxisgemeinschaft Stauffacher, Badenerstr. 21, CH-8004 Zürich. www.grieser.ch.

Haesler, Ludwig, Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, DGPT). Adresse: Max-Reimann-Str. 15, 14532 Kleinmachnow.

Hamburger, Andreas, Professor Dr. phil. Dipl-Psych., Psychoanalytiker (DPG/IPV, DGPT), Professor an der International Psychoanalytic University Berlin. Adresse: Nußbaumstr. 10, 80336 München. [email protected]

Hartkamp, Norbert, Dr. med., M. Sc., Psychoanalytiker (DGPT, D3G), Facharzt für Psychosomatische Medizin. Adresse: Rheinstr. 37, 42697 Solingen-Ohligs.

Hartmann, Hans-Peter, Prof. Dr. med., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychosomatische Medizin. Adresse: Privatpraxis für Psychoanalyse und Psychotherapie, Finkenweg 24, 35428 Langgöns.

Hau, Stephan, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych, Psychoanalytiker (SPAF, IPV). Adresse: Psykologiska institutionen, Stockholms universitet,106 91 Stockholm, Schweden. [email protected].

Haubl, Rolf, Professor Dr. phil., Dr. rer. pol., Dipl.-Psych., Gruppenanalytiker (DAGG), Direktor des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt/M. Adresse: Myliusstr. 20, 60323 Frankfurt/M.

Heim, Robert, Professor Dr. phil., Psychoanalytiker, apl. Professor am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/M. Adresse: Tischbeinstr. 6, 60596 Frankfurt/M.

Hellmann, Reinhard, Dr. med., Psychoanalytiker (DGPT), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Erhard-Prunnerstraße15, 85229 Markt Indersdorf.

Henningsen, Peter, Professor Dr. med., Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der TU München. Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar. Adresse: Langerstr. 3, 81675 München.

† Henseler, Heinz, Professor Dr. med. (DPV, IPV, DGPT), Tübingen/Lustnau.

Herold, Reinhard, Dr. rer. Soc., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV). Adresse: Dorfstraße 72/1, 72074 Tübingen.

Heuft, Gereon, Univ.-Prof. Dr. med., Dr. theol., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Klinische Geriatrie, Psychoanalytiker (DGPT, DGPM), Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Münster. Adresse: Albert-Schweitzer-Campus 1 (Geb. 9A), 48149 Münster.

Hinz, Helmut, Dr. med., Psychoanalytiker (DPV). Adresse: Gartenstr. 26, 72074 Tübingen.

Hirsch, Mathias, Dr. med., Psychoanalytiker (DGPT, DPV affiliiert), Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Adresse: Simrockstr. 22, 40235 Düsseldorf.

Hirschmüller, Albrecht, Professor Dr. med., Medizinhistoriker und Psychotherapeut. Adresse: Eichenweg 16, 72076 Tübingen.

Hock, Udo, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV). Adresse: Stuttgarter Platz 20, 10627 Berlin.

Hölzer, Michael, Priv.-Doz. Dr. med., Psychoanalytiker (DPV), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Christian-Belzer-Str. 79, 70597 Stuttgart.

Holm-Hadulla, Rainer M., Professor Dr. med., Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Supervisor und Lehranalytiker (IPA), Professor an der Universität Heidelberg und der Pop-Akademie Mannheim sowie Gastprofessor an der Universidad de Chile. Adresse: Adenauerplatz 2, 69115 Heidelberg. www.holm-hadulla.com.

Kapfhammer, Hans-Peter, Professor Dr. med., Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DGPT), em. Professor an der Medizinischen Universität Graz. Adresse: Waldhofweg 20 e, A-8044 Graz.

Kernberg, Otto F., Professor Dr. med., Psychoanalytiker, Professor für Psychiatrie am Cornell University Medical College und Direktor des Instituts für Persönlichkeitsstörungen am New York Hospital-Cornell Medical Center. Adresse: New York Hospital Center, Bloomingdale Road, White Plains, NY 10605.

Kerz-Rühling, Ingrid, Dr. med., Ärztin für Neurologie und Psychiatrie, Psychoanalytikerin (DPV), ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut.

Kettner, Matthias, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych., Seniorprofessor für Philosophie, Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft, Universität Witten/Herdecke. Adresse: Alfred-Herrhausen-Str. 50, 58448 Witten.

King, Vera, Prof. Dr., Professorin für psychoanalytische Sozialpsychologie und Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/M. Adresse: Goethe-Universität Frankfurt/M., Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt/M. bzw. Sigmund-Freud-Institut, Myliusstr. 20, 60323 Frankfurt/M.

† Klüwer, Rolf, Professor Dr. phil., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Frankfurt/M.

Klug, Günther, Dr. med., Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Wunderhornstr. 7, 81545 München.

Köhler, Thomas, Professor Dr. med., Dr. phil., Dipl.-Psych., Dipl.-Math. Adresse: Psychologisches Institut der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg.

König, Hartmuth, Dr. rer. soc., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV). Adresse: Eugenstr. 22, 72072 Tübingen.

† König, Karl, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (DPG, IPV, DGPT), Facharzt für psychosomatische Medizin und für Innere Medizin, Adresse: Hermann-Föge-Weg 6, 37073 Göttingen.

Körner, Jürgen, Professor Dr. disc. pol., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, DGPT, IPV). Adresse: Cimbernstr. 28, 14129 Berlin.

Kraft, Hartmut, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker, Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: An der Ronne 196, 50859 Köln.

Krause, Rainer, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, SGPsa). Adresse: Strombergweg 1, 66121 Saarbrücken.

Kreische, Reinhard, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, apl. Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen. Adresse: Am Goldgraben 8, 37073 Göttingen.

Küchenhoff, Joachim, Professor em. Universität Basel, Facharzt für Psychiatrie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker (DPV, SGPsa, IPA), ehem. Ärztlicher Direktor der Psychiatrie Baselland, seither in freier Praxis, Gastprofessor und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin. Adresse: Hohe Winde – Strasse 112, CH-4059 Basel. www.praxis-kuechenhoff.ch.

Kurthen, Martin, apl. Professor, Dr. med., apl. Professor für Neurologie und Klinische Neuropsychologie am Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Bonn, Leitender Arzt am Schweizerischen Epilepsie-Zentrum in Zürich. Adresse: Schweizerisches Epilepsie-Zentrum Zürich, Bleulerstrasse 60, CH–8008 Zürich.

† Lazar, Ross A., B.A. (Honours), M.A., Psychoanalytiker, Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (VAKJP, ACP), Berater und Supervisor. Adresse: Lisbergstr. 1, 81249 München.

Leichsenring, Falk, Prof. Dr. rer. nat., Psychoanalytiker (DGPT), Professor für Psychotherapieforschung, Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Giessen. Adresse: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Ludwigstr. 76, 35392 Giessen.

Lempa, Günter, Dr. med., Arzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse. Adresse: Marktstr. 15, 80802 München.

Leuschner, Wolfgang, Dr. med., Psychoanalytiker, Arzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin. Adresse: Friedrichstr. 3, 60323 Frankfurt/M.

Leuzinger-Bohleber, Marianne, Professorin Dr. phil., Dipl.-Psych., Lehranalytkerin (DPV, SGPsa), Professorin für psychoanalytische Psychologie an der Universität Kassel, Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts. Vice Chair des Research Boards der International Psychoanalytical Association, Vorsitzende der Forschungskommission der DPV, Adresse: Myliusstr. 20, 60323 Frankfurt/M.

Löchel, Elfriede, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (DPV/IPV, DGPT). Apl. Prof. an der Universität Bremen und Gastprofessorin an der International Psychoanalytic University Berlin. Adresse: Richard-Dehmel-Str. 10, 28211 Bremen.

Lohmer, Mathias, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV, DGPT). Adresse: Feilitzschstr. 36, 80802 München.

Ludwig-Körner, Christiane, Professorin Dr. phil. hab., Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (DGP, IPA, DGPT), Professorin an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin. Stromstraße 3, 10555 Berlin.

Maier, Christian, Dr. med., Psychoanalytiker (DPG, DGPT, DGAP), Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Psychosomatische Medizin. Adresse: Gerhard-von-Are-Str. 4–6, 53111 Bonn.

† Mentzos, Stavros, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Psychiater, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Ehemaliger Leiter der Abteilung Psychotherapie am Uni-Klinikum Frankfurt/M. Adresse: Beethovenstr. 15, 60325 Frankfurt/M.

Mertens, Wolfgang, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DGPT), em. Professor für Psychoanalyse und psychodynamische Forschung am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Adresse: Osterwaldstr. 106, 80805 München.

Milch, Wolfgang E., Professor Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, DGPT, DKPM). Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie sowie für Neurologie und Psychiatrie. Adresse: Zur Napoleonsnase 13, 35435 Wettenberg.

Moré, Angela, Dr. phil. habil., Sozialpsychologin und Gruppen(lehr)analytikerin (D3G), Apl. Prof. an der Leibniz Universität Hannover, Institut für Soziologie. Adresse: Im Moore 21, 30167 Hannover.

Müller, Thomas, Dr. phil., Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Millöckerweg 2, 63452 Hanau.

† Müller-Pozzi, Heinz, Dr. phil., Psychoanalytiker in eigener Praxis in Zürich, Ausbildungsanalytiker der Schweiz, Gesellschaft für Psychoanalyse (SGPsa), Dozent am Freud-Institut Zürich. Verschiedene Publikationen zur Theorie und Technik der Psychoanalyse. Adresse: Haldenbachstrasse 2, CH-8006 Zürich, Schweiz.

Nagell, Waltraud, Dr. med., Fachärztin für Innere Medizin, Psychoanalytikerin (DPG, DGPT, IPA), Gruppenanalytikerin (D3G), Lehranalytikerin und Supervisorin (DPG, DGPT, DGSv). Adresse: Amöneburgerstr. 27, 60433 Frankfurt/M.

Niedecken, Dietmut, Dr. phil., analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, Psychologische Psychotherapeutin (DPV), Dozentin für Psychoanalyse am Institut für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg, Adresse: Eppendorfer Landstr. 161, 20251 Hamburg.

Nitzschke, Bernd, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Am Wehrhahn 67, 40211 Düsseldorf.

Overbeck, Gerd, Professor Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, IPV), Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Adresse: Heinrich-Hoffmann-Str. 10 (Hs 93A), 60528 Frankfurt/M.

Pflichthofer, Diana, Dr. med., Psychoanalytikerin (DPG, IPA, DGPT), Gruppenanalytikerin (D3G), Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Adresse: Marktstraße 35, 29614 Soltau.

Plassmann, Reinhard, Prof. Dr. med., Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Nervenarzt, Lehr- und Kontrollanalytiker (DPV), EMDR Therapeut, Professor an der Internationalen psychoanalytischen Universität Berlin IPU, in eigener Praxis.

Pouget-Schors, Doris, Dr. med., Psychoanalytikerin, Fachärztin für Psychosomatische Medizin. Vormals Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Technische Universität München. Adresse: Jaiserstr. 43, 82049 Pullach.

† Quint, Hans, Dr. med., Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Neurologe, Professor für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Essen.

Raguse, Hartmut, Dr. theol., Psychoanalytiker (SGPsa, IPV). Titularprofessor für Neues Testament und Hermeneutik an der theologischen Fakultät der Universität Basel. Adresse: Birsigstr. 139, CH–4054 Basel.

Rauchfleisch, Udo, Professor Dr. rer. nat., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), Professor em. für Klinische Psychologie Universität Basel, in privater psychotherapeutischer Praxis. Adresse: Dornacherstr. 234, CH-4053 Basel.

Reich, Günter, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen. Adresse: Humboldtallee 38, 37073 Göttingen.

Reichard, Stefan, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker. Adresse: Wörthstr. 43, 81667 München.

Reiche, Reimut, Priv.-Doz. Dr. phil., Dipl.-Soz., Psychoanalytiker (DPV). Adresse: Anton-Burger-Weg 91, 60599 Frankfurt.

Röder, Christian Heinrich, Dr. med. Adresse: Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Bezirksklinikum Regensburg, Universitätsstr. 84, 93053 Regensburg.

Saalfeld, Sabine Anna, Dr. phil., Psychoanalytikerin, Psychologische Psychotherapeutin. Adresse: Wensauerplatz 5, 81245 München.

Schmidt-Hellerau, Cordelia, Dr. phil. habil., Psychoanalytikerin (SGPsa, APsaA, IPV). Adresse: 246 Eliot Street, Chestnut Hill, MA 02467, USA.

Schmutz, Matthias, Dr. phil., Fachpsychologe für klinische Psychologie und Psychotherapie (FSP), Leitender Psychologe am Schweizerischen Epilepsie-Zentrum. Adresse: Bleulerstr. 60, CH-8008 Zürich

Schneider-Henn, Karin, Analytische Kinder und Jugendlichenpsychotherapeutin (VAKJP). Adresse: Ismaninger Str. 74, 81675 München.

Schoenhals Hart, Helen, Dr. med., Psychoanalytikerin (DPV, DGPT, APsaA, San Francisco Center for Psychoanalysis), Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: 13 Jefferson Ave., San Rafael, CA 94903, USA.

† Schon, Lothar, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker. Adresse: Prälat-Zistl.-Str. 6, München.

† Schöpf, Alfred, em. Professor für Philosophie, Universität Würzburg, Psychoanalytiker (DGPT), Lehranalytiker am Institut für Psychoanalyse und analytische Psychotherapie Würzburg. Adresse: Erthalstr. 3, 97074 Würzburg.

Schultz-Venrath, Ulrich, Prof. Dr. med., Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Kooperationsklinik der Universität Witten/Herdecke, Evangelisches Krankenhaus. Adresse: Ferrenbergstr. 24, 51465 Bergisch Gladbach. [email protected].

Schüßler, Gerhard, Professor em. Dr. med., Psychoanalytiker (DGPT), Professor und Direktor der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie. Adresse: In der Ulle, A-6080 Innsbruck. [email protected].

Seidler, Günter H., Professor Dr. med., Psychoanalytiker, Psychotraumatologe, Nervenarzt und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, ehem. Leiter der Sektion Psychotraumatologie an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik im Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg, freiberuflich. Adresse: Ahornweg 2a, 69221 Dossenheim. www.guenter-seidler.de.

Steinmetzer, Lucia, M.A., analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Supervisorin (VAKJP). Adresse: Bayerstr. 77c, 80335 München.

Stephan, Achim, Professor Dr. phil., Professor am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück. Adresse: Nauheimer Str. 39, 65428 Rüsselsheim.

Strauß, Bernhard, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Direktor des Instituts für Psychosoziale Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie, Universitätsklinikum Jena, Friedrich-Schiller-Universität. Adresse: Stoystr. 3, 07740 Jena.

Storck, Timo, Professor Dr. phil., Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT), psychologischer Psychotherapeut, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin. Adresse: Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin.

Streeck, Ulrich, Professor Dr. med., MA, Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Herzberger Landstr. 53, 37085 Göttingen.

† Tenbrink, Dieter, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DGIP, DGPT). Adresse: Kalkstr. 2 d, 45359 Essen.

Thürheimer, Cornelia, Germanistin, Sozio- und Psycholinguistin. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Adresse: Erzgießereistr.48, 80335 München.

Trimborn, Winfrid, Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, IPV), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Urachstr. 49, 79102 Freiburg.

Vogt, Rolf, Professor Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV, DGPT), Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt psychoanalytische Theorie, Therapie und Krankheitslehre an der Universität Bremen, Studiengang Psychologie, Institut für Psychologie und Sozialforschung. Adresse: Grazer Str. 2c, 28334 Bremen.

Wahl, Heribert, Professor em. Dr. theol., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV), bis 2010 Professor für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät in Trier. Adresse: Stolzingstr. 33, 81927 München.

† Waldeck, Ruth, Dr. phil., Dipl.-Päd., Dipl.-Psych., Psychotherapeutin. Adresse: Gärtnerweg 44, 60322 Frankfurt/M.

Waldvogel, Bruno, Dr. phil., Dipl.-Psych. Psychoanalytiker (DGPT). Adresse: Ernsbergerstr. 10, 81241 München.

Warsitz, Rolf-Peter, Professor em. Dr. med., Dr. phil., Psychoanalytiker (DPV), Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin, Professor für Soziale Therapie, philosophische Anthropologie und psychoanalytische Theorie an der Universität Kassel. Adresse: Baumgartenstr. 23, 34130 Kassel.

Wegner, Peter, Dr. rer. soc., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPV, DGPT). Adresse: Pfalzhaldenweg 16, 72070 Tübingen.

Weiß, Heinz, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker (DPV, DGPT), Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin, Robert-Bosch-Krankenhaus. Adresse: Auerbachstraße 110, 70376 Stuttgart.

Wellendorf, Franz, Professor Dr. phil., Psychoanalytiker (DPG, DGPT), Professor für Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Hannover. Adresse: Kuhsenbarg 6A, 28870 Ottersberg.

Wernz, Corinna, Dr. med., Psychoanalytikerin (DGPT), Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Agnesstr. 1, 80801 München.

Wiesse, Jörg, Professor Dr. med., Analytiker und Lehranalytiker (DPG, IPV), Akademie psychoanalytischer und psychodynamischer Institute in Nürnberg, Professor für Psychotherapie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Adresse: Institut für Psychologie, Bismarckstr. 1, 91054 Erlangen.

Will, Herbert, Dr. med., Mag. theol., Psychoanalytiker (DPG, IPV, DGPT), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Adresse: Mathildenstraße 7, 80336 München. [email protected].

Wittmann, Lutz, Prof. Dr. phil., Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie, International Psychoanalytic University Berlin. Adresse: Stromstr. 1, 10555 Berlin.

Wöller, Wolfgang, Priv.-Doz. Dr. med., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Neurologie und Psychiatrie, Psychoanalytiker (DGPT, DPG), ehem. Ärztlicher Direktor der Rhein-Klinik Bad Honnef und Dozent an der Heinrich-Heine-Universtität Düsseldorf. Adresse: Muffendorfer Hauptstr. 7F, 53177 Bonn.

Wolf, Michael, Dr. phil. habil., Dipl.-Psych., Dipl.-Jur., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT), Priv.-Doz. für Soziologie an der Freien Universität Berlin, Professor für Psychologie an der Hochschule Fulda. Adresse: Lichtensteinstr. 4, 60322 Frankfurt/Main.

Zepf, Siegfried, Professor em. Dr. med., Lehranalytiker (DPG, DGPT), Facharzt für Innere und Psychotherapeutische Medizin, vormals Direktor des Instituts für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin der Universitätskliniken des Saarlandes. Adresse: Narzissenstr. 5, 66119 Saarbrücken.

Bibliographische Notiz

 

 

 

Im vorliegenden Handbuch werden bei Sigmund Freud die Zitate aus

Freud, S. Gesammelte Werke, Bde. 1–17. London Imago Publishing 1940–52 (seit 1960: Frankfurt am Main: Fischer); Bd 18 und Nachtragsbd. Frankfurt am Main: Fischer 1968 und 1987. und die Jahresangaben seiner Publikationen aus der »Bibliographie« in Meyer-Palmedo, I. und Fichtner, G. (1989). Freudbibliographie mit Werkkonkordanz. Frankfurt/M.: S. Fischer, S. 15–90 entnommen.

Freud, S. (1886f). »Vorwort des Übersetzers« zu Charcot, J.-M., Leçons sur les maladies du système nerveux. GW Nachtr., 52–64.

Freud, S. (1890a). Psychische Behandlung (Seelenbehandlung). GW 5, 287–315.

Freud, S. (1891b). Zur Auffassung der Aphasien. P. Vogel (Hg.), Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch Verlag, 1992.

Freud, S. (1892–93a). Ein Fall von hypnotischer Heilung nebst Bemerkungen über die Entstehung hysterischer Symptome durch den »Gegenwillen«. GW 1, 3–17.

Freud, S. (1893h). Über den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene. GW Nachtrag, 183–195.

Freud, S. (1894a). Die Abwehr-Neuropsychosen. GW 1, 59–74.

Freud, S. (1895). Entwurf einer Psychologie. GW Nachtrag, 387–477.

Freud, S. (1895b). Über die Berechtigung, von der Neurasthenie einen bestimmten Symptomenkomplex als ›Angst-Neurose‹ abzutrennen. GW 1, 315–342.

Freud, S. (1895d). (Zusammen mit: Breuer, Josef) Studien über Hysterie. GW 1, 75–312.

Freud, S. (1895f). Zur Kritik der ›Angstneurose‹. GW 1, 357–376.

Freud, S. (1896b). Weitere Bemerkungen über die Abwehr-Neuropsychosen. GW 1, 379–403.

Freud, S. (1896c). Zur Ätiologie der Hysterie. GW 1, 425–459.

Freud, S. (1898a). Die Sexualität in der Ätiologie der Neurosen. GW 1, 491–516.

Freud, S. (1898b). Zum psychischen Mechanismus der Vergesslichkeit. GW 1, 517–527.

Freud, S. (1899a). Über Deckerinnerungen. GW 1, 531–554.

Freud, S. (1900a). Die Traumdeutung. GW 2/3.

Freud, S. (1901b). Zur Psychopathologie des Alltagslebens. GW 4.

Freud, S. (1904a). Die Freudsche psychoanalytische Methode. GW 5, 3–10.

Freud, S. (1905a). Über Psychotherapie. GW 5, 13–26.

Freud, S. (1905c). Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. GW 6.

Freud, S. (1905d). Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. GW 5, 27, 33–145.

Freud, S. (1905e). Bruchstück einer Hysterie-Analyse. GW 5, 161–286.

Freud, S. (1906a). Meine Ansichten über die Rolle der Sexualität in der Ätiologie der Neurosen. GW 5, 149–159.

Freud, S. (1906c). Tatbestandsdiagnostik und Psychoanalyse. GW 7, 3–15.

Freud, S. (1907a). Der Wahn und die Träume in W. Jensens »Gradiva«. GW 7, 29–122.

Freud, S. (1907b). Zwangshandlungen und Religionsübungen. GW 7, 129–139.

Freud, S. (1908a). Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität. GW 7, 203–209.

Freud, S. (1908b). Charakter und Analerotik. GW 7, 203–209.

Freud, S. (1908c). Über infantile Sexualtheorien. GW 7, 171–188.

Freud, S. (1908d). Die ›kulturelle‹ Sexualmoral und die moderne Nervosität. GW 7, 143–167.

Freud, S. (1908e). Der Dichter und das Phantasieren. GW 7, 213–223.

Freud, S. (1909b). Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben. GW 7, 241–377.

Freud, S. (1909d). Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose. GW 7, 379–463.

Freud, S. (1910a). Über Psychoanalyse. GW 8, 1–60.

Freud, S. (1910c). Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci. GW 8, 127–211.

Freud, S. (1910d). Die zukünftigen Chancen der psychoanalytischen Therapie. GW 8, 104–115.

Freud, S. (1910h). Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne. GW 8, 66–77.

Freud, S. (1910i). Die psychogene Sehstörung in psychoanalytischer Auffassung. GW 8, 94–102.

Freud, S. (1911b). Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens. GW 8, 230–238.

Freud, S. (1911c). Psychoanalytische Bemerkungen über einen autobiographisch beschriebenen Fall von Paranoia (Dementia paranoides). GW 8, 239–316.

Freud, S. (1912–13a). Totem und Tabu. GW 9, 1–194.

Freud, S. (1912b). Zur Dynamik der Übertragung. GW 8, 363–374.

Freud, S. (1912c). Über neurotische Erkrankungstypen. GW 8, 322–330.

Freud, S. (1912d). Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens (Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens II). GW 8, 78–91.

Freud, S. (1912e). Ratschläge für den Arzt bei der psychoanalytischen Behandlung. GW 8, 376–387.

Freud, S. (1912f). Beiträge zur Onanie-Diskussion: »Zur Einleitung« und »Schlußwort«. GW 8, 332–345.

Freud, S. (1912g). Einige Bemerkungen über den Begriff des Unbewußten in der Psychoanalyse. GW 8, 430–439.

Freud, S. (1913c). Zur Einleitung der Behandlung (»Weitere Ratschläge zur Technik der Psychoanalyse«). GW 8, 454–478.

Freud, S. (1913i). Die Disposition zur Zwangsneurose. GW 8, 441–452.

Freud, S. (1913j). Das Interesse an der Psychoanalyse. GW 8, 389–420.

Freud, S. (1914b). Der Moses des Michelangelo. GW 10, 172–201.

Freud, S. (1914c). Zur Einführung des Narzißmus. GW 10, 137–170.

Freud, S. (1914d). Zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung. GW 10, 43–113.

Freud, S. (1914g). »Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten« (»Weitere Ratschläge zur Technik der Psychoanalyse«, II). GW 10, 126–136.

Freud, S. (1915a). Bemerkungen über die Übertragungsliebe. GW 10, 305–321.

Freud, S. (1915b). Zeitgemäßes über Krieg und Tod. GW 10, 210–232.

Freud, S. (1915c). Triebe und Triebschicksale. GW 10, 210–232.

Freud, S. (1915d). Die Verdrängung. GW 10, 248–261.

Freud, S. (1915e). Das Unbewußte. GW 10, 264–303.

Freud, S. (1915f). Mitteilung eines der psychoanalytischen Theorie widersprechenden Falles von Paranoia. GW 10, 234–246.

Freud, S. (1916–17a). Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. GW 11.

Freud, S. (1916–17e). Über Triebumsetzungen, insbesondere der Analerotik. GW 10, 402–410.

Freud, S. (1916–17f). Metapsychologische Ergänzung zur Traumlehre. GW 10, 412–426.

Freud, S. (1916–17g). Trauer und Melancholie. GW 10, 428–446.

Freud, S. (1916d). Einige Charaktertypen aus der psychoanalytischen Arbeit. GW 10, 364–391.

Freud, S. (1917a). Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse. GW 12, 3–12.

Freud, S. (1918a). Das Tabu der Virginität. GW 12, 159–180.

Freud, S. (1918b). Aus der Geschichte einer infantilen Neurose (Der »Wolfsmann«). GW 12, 27–157.

Freud, S. (1919a). Wege der Psychoanalytischen Therapie. GW 12, 183–194.

Freud, S. (1919e). Ein Kind wird geschlagen. Beiträge zur Kenntnis der Entstehung sexueller Perversionen. GW 12, 197–226.

Freud, S. (1919h). Das Unheimliche. GW 12, 229–268.

Freud, S. (1920g). Jenseits des Lustprinzips. GW 13, 1–69.

Freud, S. (1921c). Massenpsychologie und Ich-Analyse. GW 13, 71–161Freud, S. (1922b). Über einige neurotische Mechanismen bei Eifersucht, Paranoia und Homosexualität. GW 13, 195–207.

Freud, S. (1923a). ›Libidotheorie‹ ›Psychoanalyse‹. GW 13, 211–233.

Freud, S. (1923b). Das Ich und das Es. GW 13, 237–289.

Freud, S. (1923c). Bemerkungen zur Theorie und Praxis der Traumdeutung. GW 13, 299–314.

Freud, S. (1923d). Eine Teufelsneurose im siebzehnten Jahrhundert. GW 13, 317–353.

Freud, S. (1923e). Die infantile Genitalorganisation (Eine Einschaltung in die Sexualtheorie). GW 13, 293–298.

Freud, S. (1924b). Neurose und Psychose. GW 13, 387–391.

Freud, S. (1924c). Das ökonomische Problem des Masochismus. GW 13, 367–383.

Freud, S. (1924d). Der Untergang des Ödipuskomplexes. GW 13, 395–402.

Freud, S. (1924e). Der Realitätsverlust bei Neurose und Psychose. GW 13, 395–402.

Freud, S. (1924f). Kurzer Abriß der Psychoanalyse. GW 13, 405–427.

Freud, S. (1925a). Notiz über den Wunderblock. GW 14, 3–8.

Freud, S. (1925d). Selbstdarstellung. GW 14, 31–96.

Freud, S. (1925f). Geleitwort zu »Verwahrloste Jugend«. GW 14, 565–567.

Freud, S. (1925h). Die Verneinung. GW 14, 11–15.

Freud, S. (1925j). Einige psychische Folgen des anatomischen Geschlechtsunterschieds. GW 14, 19–30.

Freud, S. (1926d). Hemmung, Symptom und Angst. GW 14, 111–205.

Freud, S. (1926e). Die Frage der Laienanalyse. GW 14, 207–286.

Freud, S. (1926f). ›Psycho-Analysis‹. GW 14, 299–307.

Freud, S. (1927c). Die Zukunft einer Illusion. GW 14, 325–380.

Freud, S. (1927d). Der Humor. GW 14, 383–389.

Freud, S. (1927e). Fetischismus. GW 14, 311–317.

Freud, S. (1930a). Das Unbehagen in der Kultur. GW 14, 419–506.

Freud, S. (1931a). Über libidinöse Typen. GW 14, 509–513.

Freud, S. (1931b). Über die weibliche Sexualität. GW 14, 517–537.

Freud, S. (1933a). Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. GW 15.

Freud, S. (1933b). Warum Krieg? GW 16, 13–27.

Freud, S. (1935b). Die Feinheit einer Fehlhandlung. GW 16, 37–39.

Freud, S. (1936a). Brief an Romain Rolland: Eine Erinnerungsstörung auf der Akropolis. GW 16, 250–257.

Freud, S. (1937c). Die endliche und die unendliche Analyse. GW 16, 59–99.

Freud, S. (1937d). Konstruktionen in der Analyse. GW 16, 114–155.

Freud, S. (1939a). Der Mann Moses und die monotheistische Religion. GW 16, 103–246.

Freud, S. (1940a). Abriß der Psychoanalyse. GW 17, 63–138.

Freud, S. (1940b). Some elementary lessons in psychoanalysis. GW 17, 139–147.

Freud, S. (1940e). Die Ichspaltung im Abwehrvorgang. GW 17, 57, 59–62.

Freud, S. (1941d). Psychoanalyse und Telepathie. GW, 17, 25, 27–44.

Freud, S. (1950a). Aus den Anfängen der Psychoanalyse, Briefe an Wilhelm Fließ, Abhandlungen und Notizen aus den Jahren 1887–1902. In M. Bonaparte, A. Freud und E. Kris (Hg). London, 1950.

Freud, S. (1950c). Entwurf einer Psychologie. GW Nachtr., 387–477.

Freud, S. (1960a). Briefe 1873–1939. Hg. von Ernst und Lucie Freud. Frankfurt/M., 3. korr. Aufl., 1980.

Freud, S. (1974a). Briefe an Carl Gustav Jung. In Sigmund Freud/C.G. Jung: Briefwechsel. Frankfurt/M.

Freud, S. (1985c). Briefe an Wilhelm Fließ. 1887–1904. Ungekürzte Ausgabe, hg. von Jeffrey Moussaieff Masson. Dt. Fassung von Michael Schröter. Frankfurt/M.

Freud, S. (1992). Zur Auffassung der Aphasien. hg. von Paul Vogel, bearb. von Ingeborg Meyer-Palmedo. Frankfurt/M.

Freud, S. und Ferenczi, S. (2005). Briefwechsel. Band III/2. Böhlau, Wien, Köln, Weimar.

A

 

 

 

Abstinenz

von Jürgen Körner

abstinence – abstinence

1              Definition

»Abstinenz« ist ein Begriff aus der psychoanalytischen Behandlungsmethode. Als Regel formuliert, wendet sie sich an den Analytiker und seinen Patienten zugleich. Sie fordert von beiden, einander innerhalb der psychoanalytischen Behandlungssituation nicht zur Befriedigung ihrer Beziehungswünsche zu gebrauchen, und sie verpflichtet beide, in der psychoanalytischen Arbeit zu sprechen, aber nicht zu handeln.

Die Abstinenzregel wirkt nicht in Form einer Anweisung – im Gegensatz zur Grundregel, die als Verpflichtung zur freien Assoziation verstanden werden kann –, sondern eher implizit als eine Verständigung darüber, wie die analytische Arbeit zu führen ist. Insofern sie beide Beteiligten anhält, ihre Beziehungsphantasien und -wünsche nicht im Handeln zum Ausdruck zu bringen, schützt sie die psychoanalytische Situation; damit ist sie ein wesentlicher Teil des psychoanalytischen Rahmens.

2              Klassische Auffassung und ideengeschichtlicher Hintergrund

Freud wandte sich mit seiner Mahnung, »die Kur muß in der Abstinenz durchgeführt werden« (1915a, S. 313) zuallererst an die Patienten. Und: »Der Kranke soll, was sein Verhältnis zum Arzt betrifft, unerfüllte Wünsche reichlich übrigbehalten« (Freud 1919a, S. 189). Diese Forderungen erschienen zunächst mit einer ökonomischen Begründung: Die »Versagung« innerhalb und auch außerhalb der psychoanalytischen Situation sollte bei den Patienten ein gewisses »Maß von realem Leiden« durch »Libidostauung« (Freud 1937c, S. 76) hervorrufen. Diese libidinöse Energie sollte die Übertragung füllen und damit auch der Einsicht zugänglich werden.

Diese ökonomische Begründung der Abstinenzregel entspricht Auffassungen Freuds über die Dynamik psychischer Erkrankung und den Prozess der Heilung: Das verdrängte, unbewusst gewordene Erleben des Patienten war gleichsam aus der Sprache gefallen, sucht sich aber in der Symptomhandlung und der neurotischen Lebensgestaltung seine Ersatzbefriedigungen. Die Abstinenzregel sollte diese Nebenwege versperren und dem Patienten ein Maß an »kontrollierter therapeutischer Versagung« (Klemann 1995, S. 223) zumuten, das die therapeutische Arbeit mit Inhalt und Dynamik bereicherte.

Das Latente sollte manifest, das Unbewusste bewusst werden, und die Übertragung sollte sich entfalten wie eine Disposition zu einer infantil, inadäquat wirkenden Beziehungserwartung. Der Analytiker, obschon bereitwillig Adressat solcher Übertragungen, ist insofern passiv, als er selbst an der Gestaltung der Übertragung nicht mitwirkt; er ermöglicht sie nur mit Hilfe der Abstinenzregel und eigener, maximaler Zurückhaltung. Die Gegenübertragung muss im Zusammenhang dieses Konzeptes noch als Störung verstanden werden, als ein Einfluss, der »niedergehalten« (Freud) werden muss.

Insofern wurzelt also das Abstinenzkonzept noch in einer Ein-Personen-Psychologie, in einer patientenzentrierten Auffassung. Wissenschaftstheoretisch gehört die Abstinenzregel in eine naturwissenschaftlich verstandene Psychoanalyse, eine Vorstellung, die Freud schon frühzeitig (1950a) in seinem »Entwurf einer Psychologie« entwickelt hatte, den er Zeit seines Lebens niemals gänzlich fallen ließ. Diese Ausrichtung zeigt sich auch in der frühen Behandlungstechnik, die ganz auf die Entfaltung der dispositionellen, weil unbewussten Beziehungserwartungen des Patienten abzielt und den Einfluss des Analytikers auf den eines Beobachters, vielleicht eines Katalysators einschränkt.

Die ökonomische Begründung verdeckt ein zweites Motiv, dem Freud mit seinen Hinweisen auf die Abstinenzregel folgte. Indem er die Patienten darauf verpflichtete, ihre Beziehungswünsche nur verbal, aber nicht im Handeln zum Ausdruck zu bringen, schützte er auch die Analytiker seiner Zeit; nicht wenige von ihnen hatten die Übertragungsphantasien als alltägliche Beziehungsangebote missverstanden und waren auf sie eingegangen. Insofern galt die Abstinenzregel indirekt auch dem Analytiker: Auch er sollte die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Patient spricht, aber nicht handelt.

Auch wenn das normative Motiv bei der Einführung der Abstinenzregel sehr einflussreich gewesen sein mag, wollte Freud die Abstinenzregel von Anfang an methodisch verstanden wissen, nämlich als ein Prinzip, das die Arbeit an unbewussten Beziehungsphantasien ermöglicht und zugleich schützt.

Ähnlich wie die Konzepte von der Übertragung und der Gegenübertragung wirkt die Abstinenzregel auf eine scheinbar widerspruchsvolle Weise: Auf der einen Seite schränkt sie ein, indem sie eng begrenzt, was in der therapeutischen Beziehung real geschehen darf, auf der anderen Seite aber öffnet sie gerade dadurch den psychoanalytischen Raum für die Gestaltung mit unbewussten Beziehungsphantasien und -wünschen.

3              Wesentliche Erweiterungen und Differenzierungen

Das Abstinenzkonzept unterlag im Verlauf der Entwicklung psychoanalytischer Methodik einigen weit reichenden Veränderungen. Hatte Freud mit seinen Auffassungen von der Abstinenz primär den Patienten und nur indirekt den Analytiker angesprochen, geriet nun auch der Psychoanalytiker in den unmittelbaren Einfluss dieser Regel. Unter Berufung auf die Freud’schen Metaphern von der Spiegel- und Chirurgenhaltung des Psychoanalytikers verlangten »neo-klassische« Psychoanalytiker (Stone) von ihren Kollegen extreme Zurückhaltung, um dem Patienten die ungestörte Entfaltung seiner Übertragung zu erleichtern. Ein unkenntlich gewordener Analytiker würde die Entfaltung der Übertragungsphantasien nicht stören – auch das ist ein später Versuch einer Ein-Personen-Psychologie.

Bis Anfang der sechziger Jahre blieb dieses »defensiv-objektivierende« Abstinenzkonzept (Körner und Rosin 1985) sehr einflussreich. Zwar verstanden die Psychoanalytiker zunehmend besser, wie sehr sie selbst auch in der Gestaltung der psychoanalytisch-therapeutischen Situation mitwirkten, aber sie folgerten daraus zunächst nur, dass es darauf ankäme, diese Mitwirkung zu begrenzen und möglichst zu kontrollieren. Anna Freud hatte 1936 gefordert, der Analytiker müsse einen gleichmäßigen Abstand zu Es, Ich und Überich des Patienten halten, um so eine maximale Neutralität zu gewinnen. Aber auch hier wurde schon sichtbar, dass die Übertragung (wie auch die Abwehr und der Widerstand) des Patienten kein intrapersonales Geschehen ist, sondern den Analytiker immer mit einbezieht. Lange Zeit jedoch beharrten die Psychoanalytiker noch darauf, jedes »Mitspielen« als Störung aufzufassen und mit Hilfe der Abstinenzregel zu unterbinden.

Anfang der 1960er Jahre erfuhr die psychoanalytische Methode einige grundlegende Änderungen. Angeregt durch die kritischen Arbeiten von Paula Heimann (1950) und einiger weiterer Frauen wie Margret Little (1951), Therese Benedek (1953), Clara Thompson (1952) und Annie Reich (1951) wuchs die Bereitschaft, in der psychoanalytisch-therapeutischen Situation ein interaktionelles Geschehen zu erkennen und dem Einfluss des Psychoanalytikers in der Gestaltung der Situation Rechnung zu tragen. Diese Veränderung führte zu einem »instrumentellen« Begriff von der Gegenübertragung (Körner 1990), und auch das Abstinenzkonzept veränderte sich gleichsinnig. Der Psychoanalytiker wurde ermutigt, sich verwenden zu lassen, die ihm übertragene Rolle zu übernehmen (Sandler 1976). Hatte die alte Konzeption von der Gegenübertragung vor allem die Fehlwahrnehmungen im Auge, die mit Hilfe einer strikten Abstinenz objektivierend zu erfassen war, ließ sich die therapeutische Beziehung nunmehr als eine wechselseitige Verwendung verstehen, als ein Zusammenspiel, in dem der Patient seine Beziehungsphantasien in der Gestaltung der therapeutischen Situation zum Ausdruck bringt. Die Abstinenz dient nun nicht mehr dazu, die inadäquate, übertragungshafte Beziehungsphantasie von einer (fiktiven) nicht-neurotischen Realität angemessen zu unterscheiden, sondern sie hilft, die Verwendung in der Übertragung geschehen zu lassen, zu begrenzen und dann von einem »exzentrischen Standpunkt« (Körner 1990) aus zu betrachten und in einer Übertragungsdeutung in Worte zu fassen.

Die jüngere psychoanalytische Diskussion gewichtet immer stärker die interaktionellen Aspekte des psychoanalytisch-therapeutischen Dialoges. »Konstruktivistische« Psychoanalytiker, zu diesen zählt Schachter (1994) unter anderem Gill und Hoffman, konzentrieren sich sehr stark auf den Beitrag des Analytikers in der Gestaltung der therapeutischen Situation. Sie fordern demgemäß, dass sich die Abstinenz weniger als Neutralität gegenüber den Übertragungsphantasien des Analysanden zu zeigen habe. Vielmehr stünde der Analytiker in der Verpflichtung, die eigenen unbewussten Beziehungsphantasien zu explorieren und dadurch erst den Dialog mit dem Patienten auch im Hinblick auf das Zusammenspiel unbewusster Beziehungsphantasien zu verstehen und deuten zu können.

Intersubjektivistisch orientierte Autoren (Altmeyer und Thomä 2006, Ermann 2014) erweiterten die Konzepte von einem notwendigen Zusammenspiel von Patient und Analytiker. Sie betonen, dass der Patient seine inneren Konflikte oder auch seine strukturellen bzw. Entwicklungsdefizite in der Beziehung mit seinem Analytiker durcharbeiten müsse. Dieser müsse dem Patienten »auf Augenhöhe« begegnen und dessen Beziehungswunsch wahrhaftig beantworten.

4              Die Bedeutung des Begriffs in den verschiedenen psychoanalytischen Schulrichtungen

Die psychoanalytischen Schulrichtungen sind sich darin einig, dass die Abstinenzregel heute als ein methodisches Prinzip verstanden werden muss, das im Dienste der psychoanalytischen Arbeit steht, den Rahmen schützt und – methodisch begründet – elastisch gehandhabt werden sollte (Cremerius 1984, Klemann 1995). Die abstinente Haltung des Analytikers geht der Analyse nicht voraus, sondern er muss sie in der Arbeit mit seinem Patienten immer wieder aufs Neue finden. Ähnlich wie die freie Assoziation und die gleichbleibende Aufmerksamkeit zielt auch die Abstinenzregel auf ein fiktives Ideal, auf das sich die Arbeit ausrichtet.

Die Unterschiede zwischen den psychoanalytischen Schulrichtungen gründen in divergierenden Auffassungen über die Dynamik der psychoanalytisch-therapeutischen Situation. Je mehr ein Psychoanalytiker der klassischen, triebtheoretisch orientierten Auffassung zuneigt (z. B. Adler und Bachant 1996), desto eher wird er dem Analytiker Zurückhaltung und Kontrolle seiner Gegenübertragung empfehlen. Diese Empfehlung gründet in der Auffassung, dass der Patient Gelegenheit haben soll, seine unbewussten Phantasien im Verlaufe des psychoanalytischen Prozesses zu erleben und dabei zu erfahren, wie widersprüchlich diese Phantasien sein können und wie sich unterschiedliche, geradezu gegensätzliche Beziehungsphantasien übereinander schichten und wie sie nacheinander abgetragen werden können. Ein abstinenter Analytiker verhält sich – nach dieser Auffassung – respektvoll gegenüber der vielgestaltigen Psyche seines Analysanden und der Beweglichkeit seiner Übertragungsentwürfe.

Je mehr hingegen ein Analytiker den psychoanalytischen Dialog als ein interaktionelles Geschehen auffasst und den Beitrag des Analytikers als unvermeidlich einflussreich gewichtet (z. B. Greenberg 1986), desto stärker befürwortet er eine elastischere Handhabung der Abstinenzregel mit der Empfehlung an den Analytiker, sich auch in seiner Besorgnis und seinem Wohlwollen zu zeigen. Einige Autoren, z. B. Renik (1996), gehen so weit zu behaupten, dass die Abstinenz des Analytikers dem psychotherapeutischen Prozess schade. Renik vermutet, dass abstinente Analytiker dazu neigen könnten, sich selbst als moralische Autorität zu idealisieren; mit dieser Haltung, die in einer wissenschaftlich begründeten psychoanalytischen Methode keinen Platz finden dürfe, schadeten sie dem Patienten auf seinem Wege, sich selber besser zu verstehen.

Eine weitere Kontroverse entzündete sich an der Frage, ob schwerer erkrankte Patienten, z. B. Borderline-Persönlichkeiten, einer weniger strikten Abstinenz bedürften. Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Möglicherweise liegt eine Kompromissformel nach Kernberg (1993, S. 667) darin, dass der Psychoanalytiker einerseits zwar bereit sein muss, Modifikationen auch in seiner Abstinenz vorzunehmen, wenn es die Ich-Schwäche seines Patienten erfordert. Andererseits sollten alle Veränderungen im Setting und in der Abstinenz des Analytikers unbedingt analysiert werden, weil sonst der Rahmen der psychoanalytischen Situation zerstört würde und die Arbeit letzten Endes misslingen müsste.

In der englischsprachigen Literatur war es lange Zeit üblich, neben der Abstinenz auch von der »Neutralität« des Analytikers zu sprechen. Freud selbst verwendete den Begriff der »Neutralität« nicht; »neutrality« tauchte im Englischen dadurch auf, dass Strachey den Begriff »Indifferenz« in dem berühmt gewordenen Freud-Zitat: »Ich meine also, man darf die Indifferenz, die man sich durch die Niederhaltung der Gegenübertragung erworben hat, nicht verleugnen« (1915a, S. 313) mit »neutrality« übersetzte. Allerdings hat der Begriff der »neutrality« zunehmend die Bedeutung des deutschen Wortes »Abstinenz« übernommen. Diese Tendenz hat sich verstärkt: Seit den fünfziger Jahren wächst die Zahl der Veröffentlichungen zur »neutrality«, während die zum Thema »abstinence« in gleichem Ausmaße zurückgeht (Schachter 1994, S. 713).

5              Interdisziplinäre Beiträge und Befunde

In kommunikationstheoretischer Betrachtung stellt die Abstinenzregel zweifellos eine für den psychoanalytischen Prozess spezifische, restringierte Interaktionssituation her. Denn vom Standpunkt des Patienten aus handelt der Analytiker erwartungswidrig, er gibt sich und seine Werturteile nicht zu erkennen, so dass der Patient gleichsam in einen Deutungsnotstand gerät. Um die Wirkung dieses Interaktionsvorbehaltes zu erfassen, ist es nützlich, sich auf mikrosoziologische Forschungen über die wechselseitigen Beziehungsregulationen im alltäglichen Interaktionsprozess zu stützen. Dann wird – im Vergleich zu Alltagssituationen – deutlich, dass die Abstinenz des Analytikers den Analysanden in die schwierige Lage versetzt, einen Text (nämlich die Deutungen des Analytikers) verstehen zu müssen, ohne ausreichend über den Kontext informiert worden zu sein. Während sich die Interaktionspartner in alltäglichen Situationen mit außersprachlichen Mitteln, mimisch und gestisch wechselseitig über den Kontext, den Rahmen der Situation informieren (Körner 1995), bleibt der Analytiker in der psychotherapeutischen Situation auch in dem Sinne »zurückhaltend«, dass er diese Informationen weitgehend zurückhält. Daher ist der Analysand gezwungen, seine Vorstellung von der aktuellen sozialen Beziehung zum Analytiker ohne ausreichende Information, allein aus dem sprachlichen Dialog heraus zu entwerfen. Er greift auf seine eigenen, teils unbewusst wirksamen Beziehungsentwürfe zurück und entfaltet so die Übertragung.

In eine ähnliche Richtung weisen Überlegungen über die Bedeutung des sprachlichen Austausches für die Interaktionsregulierung (Raguse 1998). Die Unterscheidung in einen semantischen, einen syntaktischen und einen pragmatischen Aspekt der Sprache z. B. lässt erkennen, wie wirksam die Abstinenzregel sein mag: Insbesondere die Pragmatik, die »Wirkabsicht« des Sprechers, wird von der Abstinenz des Analytikers stark eingeschränkt. Denn der Analysand erfährt nur wenig darüber, was er mit seinem Sprechen beim Analytiker bewirkt. Daher fehlen ihm wesentliche Rückmeldungen für die Verständigung über die Bedeutung des Gesprochenen.

Die Abstinenzregel legt gewiss nahe, die Psychotherapieforschung vor allem auf die Prozesse des verbalen Austausches von Analysand und Analytiker zu konzentrieren. Diese Konzentration auf den sprachlichen »Kanal« der Verständigung wird aber dem komplexen, »multikanalen« (Krause) Austausch zwischen Analytiker und Analysand nicht gerecht. Die von Krause durchgeführte »multikanale Psychotherapie-Prozessforschung« (Krause 1997) hat gezeigt, wie sehr insbesondere das nonverbale Verhalten von Patient und Therapeut die Interaktion schon in der ersten Stunde steuert und wie es gelingt, die Formen dieser Interaktion schon frühzeitig als Prädiktoren für den späteren Erfolg psychotherapeutischer Prozesse zu erfassen. Krauses Befund, dass »komplementäre« Leitaffekte in der ersten Stunde (z. B.: Der Patient drückt negative Gefühle aus, der Therapeut lässt positive Gefühle erkennen) ein größeres Veränderungspotential voraussagen lassen als »konkordante« Leitaffekte (z. B. beide zeigen positive Affekte), ist ein indirekter, aber sehr bedeutsamer Beitrag für die Wirkung einer abstinenten psychotherapeutischen Haltung.

Nach den bisher vorliegenden Forschungsergebnissen der kognitiven Neuropsychologie lässt sich die »Multikanalität« des Austausches zwischen Analysand und Analytiker auch als eine Mischung aus Beziehungsentwürfen verstehen, die unterschiedlichen Subsystemen des Gedächtnisses entstammen: Zum einen handelt es sich um basale Überzeugungen, »working models« über menschliche Beziehungen, die lebensgeschichtlich schon früh im nichtdeklarativen Gedächtnis, v. a. im emotional prozeduralen Modul, gespeichert wurden. Zum anderen greifen die beiden Beteiligten auf Beziehungsentwürfe zurück, die im deklarativen Gedächtnis repräsentiert sind.

In kognitionspsychologischer Sicht lässt sich die analytische Psychotherapie als Lernprozess auffassen, in dem ein Pat. angeregt wird, seine basalen Beziehungsphantasien des emotional prozeduralen Gedächtnisses zu korrigieren. Weil derartige Lernprozesse aber durch sprachliche Deutungen allein kaum zu erreichen sind, verstehen Analytiker ihre Methode immer schon als Beziehungsarbeit. In diesem Kontext könnte die Abstinenzregel dazu beitragen, dass der Pat. in eine erwartungswidrige Situation gerät, weil es ihm nicht gelingt, seine basalen Beziehungsentwürfe durchzusetzen. Denn der Analytiker akzeptiert die ihm angetragene Rolle zwar, aber er spielt sie nicht mit und er antwortet auch nicht im gewünschten Sinne.

Der Pat. gerät also in einen »Deutungsnotstand«, weil seine gewohnten Bewertungen (z. B. »Alle Menschen sind willkürlich, man muss sich in Acht nehmen«), die bislang als Automatismen abliefen, nicht mehr passen; dadurch werden diese analogen Bewertungen zur Digitalisierung gezwungen und so dem Nachdenken und auch der Deutung des Analytikers zugänglich. Wenn man aber annimmt, dass analoge Bewertungen auch dann zur »Digitalisierung« gezwungen werden, wenn sie sich nachhaltig nicht einlösen lassen, dann könnte man wiederum die Abstinenz des Analytikers als eine Voraussetzung dafür betrachten, dass der Pat. ganz gegen seine Alltagserfahrung eine Beziehung erlebt, in der sich ein anderer seiner Verwendung entzieht.

Literatur

Adler, E. and Bachant, J. L. (1996). Free association and analytic neutrality: The basic structure of the psychoanalytic situation. Journal of the American Psychoanalytic Association, 44, 1021–1046.

Altmeyer, M. und Thoma, H. (Hg.) (2006). Die vernetzte Seele. Stuttgart: Klett-Cotta.

Benedek, T. (1953). Dynamics of countertransference. Bulletin of the Menninger Clinic, 17, 201–208.

Cremerius, J. (1984). Die psychoanalytische Abstinenzregel. Vom regelhaften zum operationalen Gebrauch. Psyche – Z Psychoanal, 38, 769–800.

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Freud, A. (1936). Das Ich und die Abwehrmechanismen. London: Imago.

Greenberg, J. R. (1986). Theoretical models and the analyst’s neutrality. Contemporary Psychoanalysis, 22, 87–106.

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Körner, J. und Rosin, U. (1985). Das Problem der Abstinenz in der Psychoanalyse. Forum der Psychoanalyse, 1, 25–47.

Krause, R. (1997). Allgemeine Psychoanalytische Krankheitslehre. Bd. I, Grundlagen. Stuttgart: Kohlhammer.

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Raguse, H. (1998). Psychoanalytische Hermeneutik – Weltanschauung oder Regelcorpus? Psyche – Z Psychoanal, 52, 648–703.

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Renik, O. (1996). The perils of neutrality. Psychoanalytic Quarterly, 65, 495–517.

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Schachter, J. (1994). Abstinence and neutrality: development and diverse views. International Journal of Psycho-Analysis, 75, 709–720.

Thompson, C. (1952). Die Psychoanalyse. Zürich: Pan.

Abwehr

von Joachim Küchenhoff

defense – défense

1              Definition

Für Freud ist Abwehr zunächst ein Phänomen, das jeder erlebt, der sich mit unbewussten Triebansprüchen oder Wünschen konfrontiert sieht, die nicht bewusst werden sollen: Er verspürt eine Abwehr gegen die Bewusstmachung der an diese Wünsche gekoppelten Gedanken; in der Therapie beobachtet der Analytiker entsprechend einen Widerstand. Als Abwehr wird sodann das diesem Phänomen zugrunde liegende Funktionsprinzip bezeichnet: »Die Unterscheidung zwischen vorbewußter und unbewußter Tätigkeit ist keine primäre, sondern wird erst hergestellt, nachdem die Abwehr ins Spiel getreten ist« (Freud 1912g, S. 436). Im Rahmen der Traumdeutung wird die dynamische Form der Trennung von Bewusstem und Unbewusstem als Zensur bezeichnet. Nach der Einführung des Strukturmodells wird Abwehr als eine Ich-Funktion verstanden, als »allgemeine Bezeichnung für alle die Techniken, deren sich das Ich in seinen eventuell zur Neurose führenden Konflikten bedient« (Freud 1926d). Das Strukturmodell ermöglicht es, die Abwehr selbst als eine unbewusste Ich-Tätigkeit aufzufassen.