Heinrich Stegemann 1880 – 1945 -  - E-Book

Heinrich Stegemann 1880 – 1945 E-Book

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Beschreibung

Dies ist der Katalog für die Ausstellung "Heinrich Stegemann 1888 - 1945: Bilder vom Krieg." Vor 70 Jahren starb in Hamburg der Maler und Bildhauer Heinrich Stegemann, den Zeitgenossen als „einen der besten Repräsentanten der deutschen Kunst“ ansahen. Der Krieg bildet in seinem großen Oeuvre einen Schwerpunkt. Als 26jähriger wurde er, 1915 aus dem Studium in Italien zurückkehrend, an die Westfront geschickt. Stegemann kämpfte bis 1918 teilweise an schweren Frontabschnitten, wurde verwundet und verschüttet, nach einem Lazarettaufenthalt erneut an der Front eingesetzt. Die Front-Erlebnisse gehörten zu den bittersten seines Lebens und verfolgten ihn traumatisch bis zum Lebensende. Der Einsicht in die eigene Machtlosigkeit begegnete er, indem er sich den Druck von der Seele malte. Die Ausstellung spannt den Bogen vom Ersten bis zur Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg.

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EPUB

Seitenzahl: 34

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhalt

Vorwort

Bilder der Ausstellung

1919

1937

1943

1945

Dr. Maike Bruhns

„Dem tiefen menschlichen Geschehen irgendwie Form geben“

Bojé Postel

Abschied von einem großen Künstler

Hans Henny Jahnn

Mein Freund Heinrich Stegemann

Vorwort

Vor 70 Jahren starb der Maler und Bildhauer Heinrich Stegemann. Mit der Ausstellung bei der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. wollen wir an den herausragenden Künstler erinnern. Die Breite seines Schaffens verbietet es, ihn auf das Thema Krieg zu beschränken. Aber die im Ersten Weltkrieg an der Westfront erfahrene Traumatisierung hat ihn sein Leben lang nicht losgelassen, hat ihn immer wieder auf den Krieg zurückkommen lassen. Sein Lebenswerk hat er 1945 mit dem Zyklus „Totentanz“ abgeschlossen. 1937 schuf er Bilder nach seinen Kriegserfahrungen, als Warnung vor dem von den Nationalsozialisten vorbereiteten Zweiten Weltkrieg.

Noch nie haben Kriegsgräuel gleichzeitig so viele Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wie heute. Die ergreifenden Bilder Stegemanns haben eine erschreckende Aktualität.

Wir danken der Kuratorin Dr. Maike Bruhns, die mit ihrer Hartnäckigkeit maßgeblich die Ausstellung möglich gemacht hat und die aus ihrer eigenen Sammlung wichtige Bilder beigetragen hat. Unser Dank gilt der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. für die Zurverfügungstellung der Ausstellungsräume und den großen organisatorischen Einsatz, vor allem durch das tatkräftige Engagement von Frau Ricarda Luthe. Wir danken dem Hamburg Museum und dem Museumsberg Flensburg für die Überlassung wesentlicher Bilder und dort speziell Frau Birgit Delius und Frau Maria Migawa.

Hamburg, Oktober 2015

Der Vorstand der Kunststiftung Heinrich Stegemann

Dr. Burchard Bösche, Annegret Moderegger, Elke Fontaine

Bilder der Ausstellung

1919

„Verklärung“, 1919 – MBr

„Nahkampf“, 1919 – MBr

Bilder der Ausstellung

1937

„Im Schützengraben“, 1937 – MBr

„Gefallene Soldaten“, 1937 – MBr

„Soldat mit Verwundetem“, 1937 – MBr

„Soldaten in Gasmasken“, 1937 – MBr

„Totes Pferd“, 1937 – MBr

„Vorgehen während eines Angriffs“, 1937 – MBr

„Im Stollen in Bereitschaft zum Sturmangriff“, 1937 – MBr

„Vorstürmende Soldaten“, 1937 – MBr

„Verwundeter und Sanitäter“, 1937 – MBr

„Marschierende Soldaten in zwei Zügen“, 1937 – MBr

„Blick über ein Kampfgelände“ 1937 – MBr

„Heerstraße“, 1937 – MBr

„Sturmangriff“, 1937 – MBr

„Christus in Flandern“, 1937 – MBr

Bilder der Ausstellung

1943

„Im Schützengraben“, 1943 – MFl

„Brennender Lohhof“, 1943 – MFl

„Stalingrad“, 1943 – MFl

„Häuser zwischen Plan und Hermannstraße“. 1943 – MHG

Blick zur Nikolaikirche nach einem Bombenangriff“. 1943 – MHG

„Chor der Katharinenkirche nach der Zerstörung“. 1943 – MHG

„Neueburg Blick auf St. Katharinen“. 1943 - MHG

„Millionenbau in Trümmern“. 1943 – MHG

„Blick v. Neueburg zum Grimm“. 1943 – MHG

„Blick von der Katharinenstrasse“. 1943 – MHG

„Katharinenstr.“. 1943 – MHG

„Amelungstr.“, 1943 – MHG

„Hamburg, Lohhof“. 1943 – MHG

Bilder der Ausstellung

1945

Titelblatt „Totentanz“, 1945 – MoBö

„Marschierende Soldaten“, Totentanz, 1945 - MoBö

„Barkasse“, Totentanz, 1945 - MoBö

„Im Gefährt“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Der Akt“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Im Parkett“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Proszeniumloge“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Pianist“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Sängerin“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Lesende“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Ruhendes Paar“ Totentanz 1945 – MoBö

„Angler“, Totentanz, 1945 – MoBö

„Selbstbildnis“, Totentanz, 1945 - MoBö

Dr. Maike Bruhns

„Dem tiefen menschlichen Geschehen irgendwie Form geben“

Dreimal wurde Stegemanns Leben seit dem Erwachsenwerden nachhaltig fremdbestimmt: Durch den ersten Weltkrieg, die NS-Zeit, den erneuten, zweiten Weltkrieg und, in seinem Gefolge, die Zerstörung Hamburgs. Er versuchte, den Verletzungen, die er durch Dirigismen militärischer Instanzen, Gängelungen politischer Art erfuhr und den Erfahrungen der eigenen Machtlosigkeit zu begegnen, in dem er sich den Druck von der Seele malte.