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Heroes Bellum. Eine fiktive Welt, mittelalterlich angehaucht, in welcher sich verschiedene Helden hervortun, bis Verrat, Intrigen und offene Duelle nur einen der Charaktere als wahren Helden herauskristallisieren. Zitat: "Es soll sich erfüllen, dass sich dieser als König hervortun wird und eines Tages uns Frieden bringt. Er soll unsere Feinde für uns besiegen und uns fortan schützen."
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Vorwort
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Hallo,
dieses Buch ist mein erstes. Es war der Versuch mal eines Tages ein großer Schriftsteller zu werden. Das wird wohl nicht mehr passieren. Aber dennoch hoffe ich, dass dich dieses kleine Meisterwerk unterhält und dich vielleicht auch etwas beschäftigt. Es stecken viele Ideen darin, versteckte Bedeutungen und viele, aber auch vielschichtige Charaktere, die dich nicht allzu sehr verwirren. Vielleicht kannst du ja auch mal zu einem Bekannten oder einem Freund sagen „Zu diesem Charakter hatte ich eine Verbindung, ich konnte ihn genau nachvollziehen“. Das wäre mir viel wert, wenn ich ehrlich bin.
Was ich noch sagen möchte: Immer wenn ich in den Schreibprozess dieses fiktiven Werkes gestartet habe, bin ich in meine eigene kleine Fantasy-Welt getaucht. Ich habe die Figuren gespürt und gelebt. Und ich habe den Funken Hoffnung dass es bei dir genau gleich während des Lesens ist.
Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen!
Ein kalter Wind zieht auf.
Balor stand am Rand der Greifenklippe. Es war zwei Sonnenumrundungen her, als er das letzte Mal an diesem Ort war. Zu dieser Zeit hatte Balor bei der Felsengarde begonnen, einer Mannschaft, die das Reich der Steine seit tausenden von Sonnenumrundungen beschützt. Er hatte seitdem keine Möglichkeit mehr gehabt, hinauf zur Greifenklippe zu steigen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.
Balor war ein groß gewachsener, junger Mann. Nicht unbedingt der dünnste, doch das lag alles an seinen Muskeln. In der Garde musste man durchtrainiert sein. Arme, an denen die Venen fast platzten und ein Bauch, so hart wie Metall. Sein Gesicht war sehr markant und er trug einen leichten, dunklen Bart und mittellanges Haar. Doch was besonders herausstach, waren seine Augen. Man sagte, sie hätten einen dämonischen Glanz.
Sein Gesicht und sein ganzer Körper waren gezeichnet von den Übungskämpfen, voller Narben, jede mit einer Geschichte dahinter. Und jede erzählte von Mut und Geschick, trotz seines jungen Alters. Er war begabt, wie kein anderer. Darum wurde er beneidet, unter anderen von seinen zwei Stiefbrüdern. Denn nur er konnte von Kindheit an sein Schwert schwingen, wie kein zweiter. Er war der Aktive, der Intelligente und Gewandte von ihnen. Balor war konkurrenzlos.
Im Steinernen Reich war es allerdings auch üblich, dass nur ausgebildete Krieger den Kampf beherrschten. Der Rest des Volkes war überaus friedlich. Sie widmeten sich dem Bergbau und der Architektur. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung verbrachte sein Leben damit, für Nahrung zu sorgen oder irgendwelche Dienstleistungen für den Lebensunterhalt auszuführen. Ganz anders als die Menschen des Schutzmeeres. Das Wasser bot nicht viel Gelegenheiten für Landwirtschaft oder Industrie. Lediglich die seltenen Materialien, die Unterwasser zu finden waren, waren dort industriell oder für sonstige Zwecke nutzbar. Deshalb lag dort der Schwerpunkt auf Gesellschaftszwecke zum Verdienen des Goldes. Es war bekannt für Eisenbier und „andere“ Leistungen, besonders im Rotlichtsektor.
Der Grüne Wald war dagegen Hauptumsatzgebiet der Landwirtschaft. Die Bewohner des Dschungels waren für ihren Anbau alles Essbaren bekannt und exportierten dies alles auf die gesamte ihnen bekannte Welt. Dadurch waren sie auch das reichste Land, denn Nahrung war immer gefragt.
Das riesige Sandschloss war eine Mischung aus all dem. Sie besaßen Landwirtschaft an der Küste, bauten seltene Mineralien im Untergrund ab und besaßen eine gigantische Kaserne zum Ausbilden von Söldnern und Kopfgeldjägern.
Hier oben, auf der Klippe, fühlte man sich freier als an sonst einem Punkt im Steinernen Reich und dieses Gefühl liebte Balor: die Freiheit, die Unabhängigkeit und seine Entscheidungsfreudigkeit. Auch wenn die Geschichte des Ortes nicht so entspannt war, wie das Gefühl, dass man dort hat, so liebte er diesen Ort dennoch.
Früher, vor hunderten Sonnenumrundungen, wurde hier an jedem fünften Tag ein Jüngling geopfert, um Hades zu beschwichtigen.
Hades hieß der Gott des Steinernen Reichs. Jedes Land hatte seine Gottheit. Sowie die Steinmetze den Hades sowohl verehrten als auch fürchteten, hatte auch jedes Land seinen Schutzpatron, wie Peiniger.
Hades zum Beispiel, war ein unbarmherziger Gott. Diejenigen Bewohner der Felslande, die kein ehrenvolles oder gutes Leben führten, so hieß es, nahm er zu sich in die Unterwelt und wenn eines dunklen Tages die Welt nur noch vom Schlechten, Bösen und Dunklen befallen sei, so würde er mit seiner Armee der Unterwelt-Dynastie auf die Welt zurückkehren, um sie auszulöschen und die Natur neu erblühen zu lassen.
Die Menschen vom Grünen Wald im Gegensatz, beteten zu Morrigan, einer Göttin, die ihnen von Kampf bis Fruchtbarkeit alles bot; die des Schutzmeeres zu Erebos, einen dunklen Gott des Todes und die des Sandschlosses zu Mars, welcher den Kampf symbolisierte.
Dinge, wie diese lernte man in dieser Welt bereits sehr früh, doch konnten nicht viele außerhalb der Garde behaupten, jemals in einem Teil der Welt gewesen zu sein, der eine andere Gottheit verehrte. Andere hatten keinen Grund, in ein anderes Land zu reisen. Ob da die Angst vor einem anderen oder dem eigenen Gott verurteilt zu werden eine Rolle spielte, wurde von niemand ausgesprochen.
„Schon bald.“ Dachte sich Balor.
Er war sich sicher, dass die Walküren keine guten Neuigkeiten bringen werden. Diese hatten durch einen Boten vermitteln lassen, dass sie in naher Zeit mit dem Oberhaupt der Steinmetze zu reden hatten.
Die Walküren waren ein weibliches Kämpfervolk, dass behauptete mit Uranos, dem Gott des Himmels, in den Wolken zu leben. Der einzige Mann unter ihnen, der kein Gast war. Sie sollten durch ihn ihre Kraft schöpfen. Sie selbst, wurden angeblich in Kampf, Weisheit und Gutmütigkeit unterrichtet, um so Helfer und Vermittler für alles und jeden zu sein.
Ob ihre Geschichten stimmten, wusste Balor nicht, er wusste nur, dass sie respektiert wurden; und das zu Recht. Er hatte einmal mit angesehen, wie eine Walküre gekämpft hatte.
Sie ging damals einfach nur auf dem gepflasterten Pfad durch die Stadt, als irgendein Idiot, der wahrscheinlich schon das ein oder andere Eisenbier hatte, sie von der Seite anrempelte und währenddessen etwas murmelte. Die Walküre brachte ihn trotz ihrer silbernen Rüstung in weniger als einer Sekunde runter auf den Boden und hielt ihr Schwert an seine Kehle, doch stach nicht zu.
Die Frau bewegte sich damals so schnell und stark und trotzdem elegant, es war für ihn unbegreiflich, wie sie dies fertigbrachte.
Er war damals zwar noch sehr jung, oder zumindest noch jünger als jetzt, aber trotz seiner damaligen Kinderaugen konnte er ausmachen, dass mit diesen Frauen nicht zu spaßen war.
Nun wurde es Zeit, dass er sich auf den Weg zurück in sein Quartier machte. Es war zwar sein erster freier Nachmittag seit zwei Sonnenumrundungen, doch trotzdem hatte er keinen Grund es locker anzugehen. Dies hatte einen äußerst besonderen Grund:
Im Steinernen Reich wurde einmal im Jahr ein riesiges Turnier ausgetragen, mit Teilnehmern aus allen Ländern. Dem Gewinner wurde immer ein hohes Preisgeld, sowie eine weitere Prämie versprochen. Besonders war, dass nur einer überleben konnte. Wer aufgab, wurde getötet. Wer verwundet war, wurde getötet. Wer dem Tod schon in die Augen blickte, wurde erst recht von seinem Leid erlöst.
Es war der Kompromiss, der vor vielen Jahren eingegangen wurde, um die stetigen Jünglingsopfer zu ersetzen und bisher hatte es sich ausgezahlt. Das Reich wurde seitdem von keiner Krankheit oder irgendwelchen Angriffen geplagt, Und nun konnte Balor auch Teil dieser Tradition sein.
Schon im jungen Alter hatte er davon fantasiert, als Gewinner des Großen Turniers auf dem großen Steinpodest zu stehen, mit dem Blut seiner Gegner auf dem Körper, überschüttet mit Gold und Frauen. Schließlich war er ein überaus stolzer Mann. Loyal bis zuletzt, als auch furchtlos und ehrenvoll.
Ein Traum, der vielleicht bald in Erfüllung gehen sollte, doch auch wenig Realismus in sich hatte. Man wusste nie, wer oder was sich in den Weg stellen würde, ob Bauern, die ihr großes Glück versuchten, Stadtbewohner, in denen das Adrenalin kochte, Soldaten, die ihre Erfahrung für Massen von Gold nutzen wollten, Walküren, die Uranus eine Freude machen wollten, und es gab jegliche andere Fremdlinge mit ihren eigenen Beweggründen.
Doch heute war endlich sein Tag. Der Tag, für den er sein Leben lang trainiert hatte, war nun endlich gekommen. Das Turnier stand heute Nachmittag an und es kribbelte ihn in den Fingern, wenn er daran dachte mit etlichen anderen Kämpfern in der runden Arena zu stehen und mit seinen Fähigkeiten über alle zu dominieren. Nichts würde ihn aufhalten.
In der letzten Zeit war im gesamten Land von nichts anderem mehr die Rede gewesen und genauso war es auch für ihn. Es war das Einzige, woran er denken konnte. Er konnte endlich vor aller Welt sein Können unter Beweis stellen.
Doch hieß das ebenso, dass es für ihn heute Abend nur zwei Möglichkeiten gab. Die eine war, dass er begraben mit einigen anderen Leichen wurde, ohne jegliche Möglichkeit, sich zu verabschieden von seinen Freunden. Leibliche Familie hatte er keine mehr. Sie starben alle sehr früh. Er wusste nicht woran, es wurde ihm nur zugetragen.
Die andere Möglichkeit war, dass er überlebte, gewann und gefeiert wurde und ebenso feierte. Selbstverständlich war dies die Option, die er bevorzugte und aus seiner Sicht wahrscheinlicher war.
Am Fuß des Berges wartete noch immer Proditor, ein guter Freund und Kamerad Balors, der mit ihm in der Garde diente. Sie waren sich ziemlich nahe gekommen seit Beginn ihrer Gardezeit und wurden Freunde. Sie hatten schon tausende Kämpfe gehabt und mindestens genauso oft Seite an Seite gekämpft, wie trainiert.
„Wird auch Zeit“ ließ er lediglich verlauten, als er sich umdrehte, um mit ihm fortzugehen, „Bist du bereit für die Arena?“
„Schon mein ganzes Leben“ antwortet Balor, den Blick, zielend auf die Stadt gerichtet.
„Ich weiß. Ich hoffe nur, du kommst lebend wieder, die Chancen stehen gegen dich.“
„100 Männer, nur einer kommt lebendig wieder heraus und wird sich als Sieger hervortun. Ich werde dieser eine sein! Und danach werden wir gemeinsam meinen Triumph feiern. Das verspreche ich dir!“
„Abwarten. Du kannst aber nicht wissen, was dich in der Arena erwartet. Du musst über viele Leichen gehen. Vielleicht sogar auch über die von Freunden.“
Nach diesem Satz verstummte Proditor, während Balor ihn nur schweigend und durchdringend ansah.
„Jeder weiß, dass ich dabei sein werde, ich denke nicht, dass jemand mir nahe stehendes teilnehmen wird, Proditor.“
„Ich wollte es nur gesagt haben.“
Balor sah sich sein geschärftes Breitschwert in der Hand an. Der Vorteil an Breitschwertern ist, dass diese eine lange Parierstange haben. Er nahm noch seinen Schild in die Hand, dann stellte er sich in seiner schwarzen Rüstung der Felsengarde vor das Tor, das in den Kampfbereich der Arena führte.
Man hörte das tosende Gebrüll draußen auch durch das geschlossene Tor. Bei jeder weiteren Tür, die sich öffnete, wurde der Jubel lauter. Und nun zum Schluss öffnete sich auch der Ausgang, vor dem Balor stand und gierig auf das Tor und beim Öffnen auf die Menge starrte.
Die Meute im Publikum erkannte seine schwarze Rüstung, was einen noch größeren Applaus verursachte. Während er sein Schwert zum Gruß hob, fiel sein Blick auf einen der anderen vielen Teilnehmer. Dieser trug dieselbe Rüstung wie er, doch er hatte den zugehörigen Helm auf, im Gegensatz zu Balor, welcher sein Gesicht zeigte.
Der Blick aller Kämpfer galt der Königsloge, in der Zelos saß, der Herrscher des Steinernen Reichs. Als Ruhe eingekehrt war, erhob sich der König und begann zu sprechen:
„Kämpfer! Ihr seid alle hier, um zu beweisen, dass ihr einer der besten Krieger unserer Zeit seid, doch nur einer von euch wird überleben und sich als Sieger des Großen Turniers hervortun. 99 von euch werden für den Hades sterben, einer von euch wird im Ruhm und Wohlstand leben. Es wird hier Blut tropfen. Es werden hier Köpfe rollen. Und es werden hier mehr Tote liegen, als Lebende stehen. Und nun wollen alle hier sehen, was ihr zu bieten habt. Blast das Horn!“
Balor wusste, dass sobald das Horn ertönt, sich die ganzen ohne richtige Kampfausbildung zunächst auf ihn konzentrieren werden, da man ihm ansehen würde, dass er Erfahrung im Kampf hat. Für sie war Balor die größte Gefahr innerhalb dieser Arena. Er spürte bereits die Blicke von allen Seiten und bemerkte, dass von allen Ländern Teilnehmer dabei waren: Sandmänner, Randtaucher, Gründornen, Steinmetze und sogar eine Walküre war zu entdecken. Sekunden später hallte das Horn durch die Arena.
Direkt, ohne zu zögern, schlugen die Anfänger zu. Allerdings waren die Schläge stumpf und aggressiv und kaum mit Präzision. Es war ein Leichtes, die Schläge abzublocken, doch das Zurückzuschlagen war bei der Masse der Angriffe schwierig. Um das zu beenden, musste er einen schnellen Schlag ausführen, der alle Gegner aus dem Gleichgewicht bringen würde. Balor zielte nach unten, auf die Beine der Gegner, bis die Hälfte der Angreifer auf dem Boden lag und die andere Hälfte sich darauf besann, nicht auch hinzufallen.
Daraufhin kamen zwei Sandmänner mit ihren Speeren auf ihn zugerast, noch voller Sicherheit, die jedoch schnell verflog, denn während Balor denn ersten mit dem Schild zur Seite schlug, durchstach sein Breitschwert den Magen des zweiten Angreifers. Der Erstere war noch so vom Schock erstarrt, dass er zu langsam reagierte, um den nächsten Schildschlag gegen die Schläfe abzuwehren. Beim dritten Schlag mit dem Schild war dieser dann außer Gefecht. Endgültig.
Balor schlug sich weiter durch, bis nur noch fünf Steinmetze, zwei Gründornen, sowie zwei Randtaucher, drei Sandmänner, die Walküre und der andere Felsengardist mit ihm übrig waren. Die Randtaucher und die Gründornen gingen aufeinander los und die Steinmetze stürzten sich in Überzahl auf die Sandmänner. Währenddessen lieferten sich die Walküre und der Felsengardist ein herausragendes Duell, welches die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog.
Balor zog seine Vorteile aus dem Unbeachten ihm gegenüber und ermordete die drei Sandmänner, während ihrem Kampf mit den Steinmetzen. Die Steinmetze konnten sich nur kurz über diese Hilfe freuen, denn im nächsten Moment wurde klar, dass sie sich gegen den Gardisten stellen mussten. Erneut konnte Balor sich durch sein Training und durch simple Abwehrtechniken als dominanter Sieger hervortun. Bei einen kurzem Blick hinüber zum Duell zwischen Gardist und Walküre schien es so, als würde der Mann in der dunklen Rüstung die Oberhand gewinnen.
Der Gewinner dieses Duells würde sich als würdiger Gegner herausstellen.
Zunächst wollte er jedoch das Ungeziefer loswerden. Einer der Randtaucher war noch am Leben, lag jedoch entwaffnet am Boden. Eine der Gründornen setzte gerade zur Enthauptung an, während die andere verletzt am Boden lag. Balor wartete noch das Ende des Randtauchers ab, danach setzte er in Windeseile das Schwert an der Kehle der Gründorne an und durchtrennt diese. Der leblose Körper sackte zu Boden, während Balor sich wieder umdrehte.
Fünf Meter entfernt durchstach der andere Gardist die Brust und das Herz der Walküre, während deren Stimme verstummte. Er wollte zunächst weiter auf den Gardisten losgehen, als die Hand der verletzten Gründorne sein Bein umklammerte. Balor drehte sich um und durchstach den kompletten Hals der Frau.
Er drehte sich wieder um zum anderen Finalisten, als er plötzlich dessen Schwert in seinem Gesicht spürte. Es war kein tödlicher Schlag, doch der Schnitt war tief und ging auf die linke Gesichtshälfte. Der Schlag ging so tief, dass sein Auge zerschnitten wurde.
Ein Loch in seinem Schädel verblieb und seine Sehkraft war nur noch halb so groß. Aus dieser Kuhle rann rote Flüssigkeit, ohne Aussicht auf ein Stoppen der Blutung.
Schreiend, blutend und auf dem Boden liegend, blickte er mit seinem letzten Auge auf seinen Widersacher. Sein Blick war schmerzverzerrt. Sein Gegner stand mit dem Schwert in der Hand über ihm, bereit für den letzten Schlag. Dann zog er seinen Helm ab.
Balor murmelt zunächst nur leise. „Proditor!“, dann schrie er, „Verräter! Du wusstest, dass ich dieses Jahr teilnehmen würde!“
Proditor antwortete nicht, er stach einfach zu. Das Adrenalin in Balors Blutbahn sorgte dafür, dass er sich von dem kräftigen Schlag wegrollen konnte. Er schob seinen Körper mit einer Hand unter dem seines alten Freundes hinweg. Er nahm im Liegen das Schwert eines anderen Gefallenen, sodass er es zur Verteidigung gegen den herumwirbelnden Proditor diente.
Er musste beide Hände zur Verteidigung benutzen und enthüllte damit sein entstelltes Gesicht.
Vom Anblick scheinbar erschrocken, konnte sich Balor von seinem Scheinfreund befreien und schaffte es, sich wieder aufrecht hinzustellen.
Die beiden Kontrahenten lieferten sich ein Fechtduell, doch die Zuschauer waren mehr vom Gesicht Balors abgelenkt, als dass sie auf den Kampf achteten, während dem sich die Beiden immer mehr Schnittwunden am Körper zuzogen.
Balor konnte einen Tritt landen, welcher scheinbar Proditor betäubte. Doch dies nur scheinbar, denn plötzlich schnitt dieser eine tiefe Wunde in Balors Oberschenkel. Balor war nur noch auf einem Knie und Proditor erhob sich wieder. Balor blendete den Schmerz aus und als sein Gegner ihm mit dem Sockel des Schwertes ausschalten wollte, reagierte er schnell genug, um ihm die Schwerthand abzutrennen. Proditor brüllte vor Schmerz, doch mit seiner schwachen Hand hob er trotzdem seine Waffe wieder auf. Erneut versuchte er einen Schlag, doch Balor rammte ihm das Schwert durch das Unterbein und brachte ihn zu Fall. Balor schlug mit der Faust zu und versuchte daraufhin so gut wie möglich wieder aufzustehen. Sein Bein war voll mit Blut, doch er nahm eine Axt aus der Hand eines Toten.
Er blickte Proditor an. Sah seinen Schmerz. Sein schweres Atmen. Sein Blut. Balors Blick jedoch war vor Wut und Zorn erfüllt. Das einzige woran er dachte, war Proditors Verrat an ihm.
Er hob die Axt und ließ sie herunter krachen auf den Hals seines ehemaligen Kameraden.
Er blickte auf den Kopf herunter, dann sackte er zu Boden und ihm wurde schwarz vor Augen. Er war ohnmächtig.
Es war still.
Alle standen um ein Grab herum. Auf dem Grabstein war der Name „Pan“ eingraviert. Es war der Name des ehemaligen Beiherrschers des Grünen Waldes.
Seine Frau, Tisiphone, und damit die Königin des Pflanzenhains stand mit ihrem jadefarbenen Trauerschleier in der Mitte vor seinem Grab. Sie hob den Schleier zurück und begann ihre Trauerrede.
„Freunde, wir sind heute nicht zusammengekommen, um den Tod meines Ehemannes zu betrauern. Das Schicksal wollte es so. Doch sind wir vielmehr zusammengekommen, um uns für diese skrupellosen Taten zu rächen, die diese Sandmänner begangen haben.“
Die Zuhörer lauschten gespannt der Ansprache. Chloris war auch darunter. In ihrer smaragdgrünen Rüstung schaute sie ebenfalls erwartungsvoll ihre Herrin an.
„Wir werden vom heutigen Tage an unser Training darauf ausrichten, unsere Blutrache an den Männern der Ödnis zu nehmen und ihr Land wieder fruchtbar und grün zu machen. Sie sollen auf alle möglichen Wege für diese Tat bezahlen.“
Tosender Applaus tobte durch die Gegend beim Hall dieser Worte. Chloris blickte nach rechts. Neben ihr stand Elada, Befehlshabende ihres Trupps und eine gute Freundin von Chloris.
Die Rede der Königin endete und das Volk verteilte sich wieder in der Stadt, während Elada und Chloris noch einen Moment stehen blieben. Ihr Blick war auf das Grab gerichtet.
„Wie gut kanntest du ihn?“ fragte Chloris die Ranghöhere. „Nicht besonders gut. Er hat sich ja nicht so um sein Volk gekümmert, wie die Königin. Sie kennt jeden einzelnen Soldaten im Land, während er nur die Vorzüge des Leben eines Reichen genießt.“ Ihre Blicke wanderten während des Gesprächs zur Königin, welche sich zunächst noch mit anderen hohen Persönlichkeiten unterhielt, dann jedoch ihre Blicke bemerkte und sich in deren Richtung bewegte. Die beiden Soldatinnen standen stramm bis die Königin sie erreichte und ihnen die Erlaubnis zum Rühren gab.
„Elada, Chloris.“ begrüßte sie die beiden Soldatinnen. „Meine Königin.“ gaben sie gleichzeitig zurück.
„Ich habe einen länger andauernden Auftrag zu vergeben und ich vertraue euch, also solltet ihr ihn ausführen. Es hat höchste Priorität.“
„Danke für euer Vertrauen, meine Königin“ dankte Elada. Herrscherin Tisiphone fuhr fort „Ich will, dass ihr in das Steinreich reist. Dort hat der Gewinner des Großen Turniers eine Prophezeiung erfüllt. Er hat einen seiner Eigenen besiegt, obwohl er mit nur einem halben Gesicht kämpfte. Ihr kennt sie bestimmt:
Es soll sich erfüllen, dass sich dieser als König hervortun wird und eines Tages uns Frieden bringt. Er soll unsere Feinde für uns besiegen und uns fortan schützen.
Die Sandmänner wissen von dieser Prophezeiung, an die wir glauben. Sie werden versuchen, diese Unwahrheit werden zu lassen und uns dadurch noch mehr zu demoralisieren als sie es durch den Tod meines Mannes geschafft haben. Nun sollt ihr zwei deshalb zum besagten Gewinner reisen und ihn vor den Sandmännern und jeglichem anderen schützen. Er muss überleben und zu uns gebracht werden.“
Chloris akzeptierte den Auftrag mit einem Gefühl von Ehre und Besorgnis, genauso wie Elada. Sie fand es allerdings auch schade, denn sie wusste, dass während sie weg waren, bereits der Angriff auf das Sandschloss laufen würde.
Chloris Gesichtsausdruck wirkte als denke sie genauso, doch die Königin beschwichtigte sie „Glaubt mir, meine Freundinnen, dieser Auftrag ist wichtiger als jeder Krieg, den wir führen könnten.“
Sie nickten wieder verstehend. Doch war zu bedenken, dass sie auch ein Limit hatten. Was, wenn die Sandmänner zu stark für die Gründornen sind? Schließlich waren diese ein Volk voll mit Söldnern, Jägern und überhaupt Mördern.
Am frühen Nachmittag waren die beiden bereits mit voller Ausrüstung und Montur am Stadttor und warteten auf ihre Pferde. Sie tauschten nur Blicke aus. Sie mussten nicht reden, um zu wissen, was die andere denkt.
Es war offensichtlich, dass beide nicht wussten, in was sie da hineingeraten. Sie konnten nicht sagen, ob diese Prophezeiung sich bewahrheitete und insgesamt war zumindest Chloris nicht besonders religiös und zweifelte an solchen Geschichten.
Sie wurden aus ihren Gedanken gerissen, als zwei noch sehr junge Kämpferinnen ihre weißen Pferde mit giftgrünen Augen zu ihnen brachten. Eine kurze Dankesgeste, dann stiegen sie auf und ritten aus dem Tor. Die weißen Pferde aus dem Grünen Wald waren berühmt für ihre Stärke und Ausdauer. Sie wurden von den Männern ihres Volkes trainiert. Der männliche Teil ihres Volkes waren keine Kämpfer, sie waren für alle anderen Arbeiten verantwortlich, wie den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse. Im Grunde genommen war die Rollenverteilung im Grünen Wald genau gegensätzlich zu dem der Randtaucher. Die Randtaucher verließen sich auf die männliche natürliche Stärke, während die Gründornen sich auf die weibliche Intelligenz und Strategie verließen.
Im Grünen Wald waren die Frauen dominant. Sie waren der starke Teil der Bevölkerung. Sie mussten kämpfen. Sie mussten Härte zeigen. So mussten auch sie die Männer wählen. Daraus folgte das viele Frauen einen jüngeren Mann hatten und sie sich erst mit über dreißig Sonnenumrundungen mit einem Mann vermählten. Deshalb war Chloris auch noch unverheiratet. Genauso wie Elada.
Chloris Mutter zeigte ihr immer auf, wie wichtig der Grüne Wald war. Ihr wurde beigebracht, dass zuerst sie selbst, dann der Grüne Wald und dann der Rest der Welt kam. Ihre Mutter war auch eine Kriegerin gewesen. Eine Frau von Edelmut und Kraft. Ein starkes Vorbild. Deshalb war es für Chloris auch eindeutig gewesen, ehrgeizig die Ränge der Armee zu erklimmen. Sie war auf jeden möglichen Fehler bedacht und zeigte stets Mut und Wille zum Sieg und Verbesserung.
Es war ein weiter Weg von der Hauptstadt des grünen Landes bis zum Steinernen Reich, da diese genau am anderen Ende des Grünen Waldes lag als in Richtung des Steinernen Reichs.
Ein ewig scheinender Weg von hunderten Kilometern. Sie würden nicht eher als in einer vollen Sonnenumrundung ankommen, deswegen konnten sie etwas Unterhaltung gebrauchen. Zunächst redeten sie über den bevorstehenden Krieg mit den Sandmännern, dann über ihre Zukunft im Militär und dass sie von Morrigan geschützt werden, vielleicht zumindest.
All das, nur um nicht über den Auftrag zu reden, den die Königin ihnen gab. Wieso sollte ein Turniersieger sich nicht selbst vor irgendwelchen Attentätern verteidigen können? Es war für sie unverständlich, aber sie stellten eine Autoritätsperson nicht in Frage, dies war für sie selbstverständlich. Doch vorerst galt für sie sowieso nur, den Willen der Königin durchzusetzen und die Sandmänner auch im Steinernen Reich zu beseitigen, was auch Teil des Konflikts war.
Überall hörte man Geschrei… eine Gaststätte, laut und dreckig. Überall Scherben, leere, halbvolle und volle Krüge mit Eisenbier. So sah es eben in einer typischen Kneipe am Rand der Welt aus. Männer stießen an, mit Frauen auf dem Schoß und ihre Waffen an den Tisch gelehnt. In einer Ecke saß Noden, ein typischer Randtaucher, der sich wie all die anderen Krieger des Schutzmeeres, dem Schutz vor dem, was hinter der rot gefärbten Meerenge war, verschrieben hatte.
Die Länder fürchteten schon immer, was hinter dem Roten Meer war, da dieser sagenumwobene Weltteil bisher noch nie etwas Gutes hervorgebracht hatte.
Es hieß, dass dort, wo das Meer blutrot war, das Meer so heiß wäre, dass jedes Element sofort schmolz, egal ob Mensch, Tier, Waffe oder Stein.
Es hieß, dass irgendwo hinter der Meerenge wieder Land zu finden sei. Doch die bekannteste Sage war, dass mal ein Mann aus Richtung des Roten Meeres geschwommen kam von einem roten Aussehen mit wütendem Gesichtsausdruck. Er soll in der Lage dazu gewesen sein, mit Feuer um sich zu schmeißen und seine Klinge zu erhitzen und diese mit einem Feuerschweif zu führen.
Ob die Geschichten stimmten, wusste Noden nicht, er wusste nur, dass die Randtaucher bereit sein würden, sollten sich solche Erzählungen mal bewahrheiten. Schließlich war ihr kämpferisches Volk der Grund für die Sicherheit ihrer heiligen Welt.
Noden selbst, war ein breiter, muskulöser Mann um die fünfundzwanzig. Wohl geformtes Gesicht, Drei-Tage-Bart passend zum blonden, kurzen Haar. Er besaß eine ruhige Ausstrahlung, doch er konnte auch anders. Noden war leicht reizbar und konnte seine ruhige Ader schnell zu einer sehr aggressiven umschlagen lassen mit einem äußerst unschönen Wesen.
In der Gaststätte wurde immer gefeiert, selbst wenn es keinen besonderen Anlass gab. Die Randtaucher waren einfache Gesellen, ein glückliches, emotionales Volk, denn dank ihnen herrschte Frieden. Da gab es keine Ausnahmen. Trotzdem hatten sie sich Erebos als Gott gewählt, obwohl dieser für die Finsternis stand. Die Religion ihres Volkes sagte, dass eine Finsternis einbrechen würde, doch das allgemeine Volk antwortete darauf, dass es Ironie sei und dass sie deswegen feierten, weil keine Finsternis einbrechen würde.
Noden war sich sicher, dass diese Finsternis eintreffen würde, auch wenn der Zeitpunkt ungewiss war und auch erst in hunderten Sonnenumrundungen passieren könnte. Da diese Dunkelheit auch noch nicht eingetroffen war, konnte er sich auch ohne Bedenken und Gewissen zu den anderen gesellen. Am nächsten Morgen wachte er auf, noch mit Kopfschmerzen vom Eisenbier. Als er nach seiner Morgenroutine aus dem Haus trat, das auf Baumstämmen im Wasser gebaut war, hörte er, wie man über das Große Turnier redete. Er kriegte so viel mit, dass wohl zwei Männer der Felsengarde am Ende in einem persönlichen Duell gegeneinander angetreten waren und einer schwer verletzt wurde und einer selbstverständlich starb. Auf dem Weg zu seinem Wachposten war es das einzige Thema, dass man mithören konnte. Angekommen diskutierten auch bereits seine Kollegen über die Brutalität des Turniers.
Die anderen Wächter musterten ihn, dann meinten sie nur beiläufig „Der zuständige Kommandant wollte dich sehen.“ Noden nickte lediglich, dann setzte er seinen Weg fort zum Quartier des Kommandanten.
„Lass uns anfangen“, hieß es lediglich. Keine Begrüßung, direkt zur Sache. Ein kurzes Nicken genügte als Begrüßung beiderseits. „Ich will, dass du ins Steinerne Reich gehst.“
„Wieso, mein Lord?“
„Du weißt, dass gestern das Große Turnier war. Besuche den Gewinner und finde heraus, was du kannst. Deren König Zelos ist bereits informiert, dass wir jemanden ausschicken. Geh zum Hafen, ein weiterer Wächter erwartet dich.“
Während der Kommandant sich umdrehte, fragte Noden noch hinterher „Was soll ich denn fragen?“, aber er erhielt keine Antwort mehr.
Am Hafen wartete ein Wächter auf ihn. Er hatte keine marineblaue Rüstung an, wie alle anderen Randtaucher, die als Wachleute dienten, aber man erkannte, dass er zu den Wächtern gehörte. Oder zumindest irgendwann mal gehört hat, denn der Mann schien bereits im hohen Alter zu sein.
„Ah mein guter Junge, da bist du endlich. Na komm schon, wir haben keine Zeit zu verlieren.“
„Kenne ich euch?“
„Nein, aber ich kenne euch, Noden.“
Sie stiegen ins Boot, während sie sich weiter unterhielten. Noden hatte die Aufgabe. zu rudern, schließlich konnte man nicht von einem einem älteren Herrn erwarten, dass seine abgenutzten Muskeln anzustrengen.
„Warum gehen wir ins Steinerne Reich?“ fragte Noden.
„Dort wurde das Große Turnier gestern abgehalten. Wir besuchen den Gewinner.“
„Ja, dies hat mir der Kommandant bereits zugetragen.“
Der Alte schien zu erkennen, dass der junge Wachmann noch nicht viel gehört hatte über den Ausgang des Turniers.
„Einer der Finalisten hat eins seiner Augen verloren während des Finalwettkampfs. Er hat es zwar geschafft noch als Sieger hervorzugehen, doch wir können nicht sagen, was passieren wird.“ „Was ist an dem Jungen so wichtig?“
„In einer alten Legende wird von einem Kämpfer berichtet, der im Zweikampf ein Auge verliert. Dann spaltet sich die Geschichte in zwei. In einer wird der Junge zum Helden und rettet seine Welt vor dem Untergang. In der anderen wird er zum Berserker und tötet alles, was sich ihm in den Weg stellt, bis er alleine übrig ist auf seiner trostlosen, schmerzhaften Welt.“
Von der Legende gefesselt, fragte Noden weiter „Seht ihr das Finale des Turniers als diesen Zweikampf?“
„Möglich ist es. Deswegen wirst du ja auch mit dem Sieger reden.“
„Was soll ich ihn denn bitte fragen?“
„Gefühle, Wut, Entzürnung, Glück oder Freude. Du weißt nicht, wie er über das Turnier denkt.“
Während er verstehend nickte, dabei aber auch nicht wusste, warum er diesen Auftrag bekommen hatte, wanderte sein Blick über seine Schulter auf das Festland.
Am Festland lebte die ärmere Bevölkerung des Schutzmeeres. also Tagelöhner, Heimatlose und Huren. Daraus bestand die Unterschicht. Alles darüber hatte genug, um sich ein kleines Haus auf dem Meer leisten zu können. Die Arbeiter des Schutzmeeres rollten Baumstämme, die sie am Rand zu den anderen Ländern abholzten, in das Meer, und banden sie zusammen, sodass man darauf bauen konnte. Dadurch entstand eine riesige Stadt auf dem Meer. Und diese Stadt war ein einzigartiger Anblick.
Alles um ihn herum war dunkel.
Das Licht wurde durch die Vorhänge gedämpft. Balor versuchte sich aufzurichten, doch er war nicht stark genug. Er bemerkte, dass noch jemand im Raum war und machte sich bereit, zur Seite zu rollen, wie im Duell mit Proditor. Doch es blieb still. Seine Gedanken verharrten bei Proditor.
Verräter.
Er war davon ausgegangen, dass er nach dem Turnier mit Proditor feiern konnte. Wie sonst immer an den freien Abenden. Doch anscheinend hat dieser ihn genügend Wunden hinzugefügt, um ihn schwer zu verletzen. So war keine Siegesfeier möglich und gewiss keine an der Proditor teilnahm.
Er erinnerte sich.
Er fasste sich an die Stelle, an der einst sein linkes Auge saß. Zu fühlen war nur etwas ledriges was die Stelle abdeckte. Daraufhin hörte er eine weibliche Stimme.
„Du bist wieder erwacht. Und wie es scheint, erinnerst du dich, Balor.“
Er kannte die Frauenstimme nicht.
„Wer seid ihr?“ fragte er die Stimme.
