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In diesem Buch gibt es eine Vielzahl von lustigen, spannenden, aber auch nachdenklichen Geschichten, Gedichten und Bildern von großen und kleinen Menschen, Tieren und Natur. Ein Buch, so bunt und lebendig wie das Leben selbst.
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Seitenzahl: 111
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Die Mitglieder des Gartens der Poesie widmen diese Anthologie allen Kindern dieser Welt.
Kinder sind unsere Zukunft, dennoch müssen sie in vielen Teilen der Welt hungern, erfrieren, werden gedemütigt und fallen Kriegen zum Opfer.
Kinder sind unschuldigen Opfer!
Die SOS Kinderdörfer versuchen seit Jahrzehnten den Kindern eine Heimat zu geben.
Wir möchten sie unterstützen und spenden 0,50 € von jedem verkauften Buch dieser großartigen Organisation, den SOS Kinderdörfern.
Projektleiterin
Herausgeber
Sabine Brauer
Bernd Rosarius
Siehe, es war sehr gut
Zur ewigen Lampe
Noch einmal Kind sein
Blindlinks
Essen bildet...
So ein Frechdachs
Sandmännchenringe
Jakob-mein-Rabe
Schwäne
Frühlingstanz
Frühlingszeit
Wenn …
Wonnemonat Mai Es war einmal.......
Eichhörnchen
Gestatten?
Zarte Knospen
Der Mietnomade
Simba
Herr Otto
Die Sache mit dem Vertrauen
Das Trampeltier
Die WG
Familienausflug
Ein Tag beginnt
Der Krötenkönig Willibald
Falscher Landeplatz
Leo Löwenzahn
Meistens arbeitet er Untertage
Eine kurze lustige Geschichte
Wanderndes Völkchen
Lach mal wieder: Wer hat mein Ei aufgehängt?
Mahlzeit
Reisgericht
Das Gummibärchenpärchen
Mehrbrecher
Warum wie Opa?
Fußball
Unter drei Augen
Wo sind sie geblieben?
Eine verrückte Familie
So ein Mist
Familientag - mal etwas anders
Meine Rosine
Theodor lernt schwimmen
Saufesack
Sowas aber auch (Anekdote)
Obsigar
Der Streich
Wie ist der Name?
Eiszeit
Das ganz besond' re Ei
Die es war einmal Zeit...
Der neue Bruder
Kartoffelsuppe
Paulchens Glückstag
Der müde Bruder
Kinder und Lehrer
Jesus kann
Ein Geschöpf Gottes
Ein Bohnenkern
Der Baum des Lebens
Der Waldspaziergang
Der alte Baum
Ich hatte einen Traum
Waldgeister
Zeit für ein neues Kleid
Mondgarn
Herbst-Time - Denglisch -
Abgenabelt?
Ändere dich
Konsequent
Dana-Sophie
Per Mausklick „Freunde“ sammeln
Chatterfreundschaft
Leseratte
Das Tagebuch
Teenager Blues
Manchmal
Der Fluch des freundlichen Mannes
Das Scheidungskind
Hoffnung
Hilfeschrei
Radfahrer
Kugelblitz
Jugendliche
Zuhause
Gib nicht auf!
Was ist Glück?
Eine Mutter und ihre Kinder
Nikolaus verpasst?
Der alte Mann und der Wald
Winter in Wolfshagen
Winterzauber
Heiligabend
Kater Schnurz
Streifzug
Liebeleien: Jugend
Wo die Liebe hinfällt
Liebesgruß
Zustände
Frisch verliebt
Wenn alle Tage jubilieren
Unvergessen
Teenieliebe 2016
Die erste große Liebe
Sprachlos
Latzhose und Kaugummi
Kribbeln im Bauch
Auf dem Bahnhof
Junges Mädchen
Schenk mir keinen Stern
Für dich hat Gott das All geschaffen,
die Sterne und das Himmelszelt.
Für dich gemacht den kleinen Affen,
der dich erfreut in dieser Welt.
Er schuf das Meer und auch die Berge,
die Menschen, groß, und klein wie Zwerge.
Er schuf die Sonne und den Regen.
Obst und Gemüse, dir zum Segen.
Gott schuf!!! So schallt zu dir der Ruf.
Und dieser Satz gibt Hoffnung, Mut!
Denn was Gott schuf, das war sehr gut!
© Sabine Brauer
Zur ewigen Lampe, so hieß uns`re Kneipe,
der Name, er kommt mir noch heut in den Sinn.
Dort gingen die Männer des Dorfes gemütlich
zum Trinken, Erzählen und Skat dreschen hin.
Und rechts um die Ecke, da hing an der Mauer
für unsere Dorfjugend immer parat
für müde zehn Pfennig; man war ja genügsam,
ein alter und drehbarer Nuss-Automat.
Es sind oft die scheinbaren Dinge im Leben,
die man nie vergisst und die doch so viel wert.
Die ewige Lampe, schon lange erloschen,
hat heute mir Kindheitsgefühle beschert.
© Lizzy Tewordt
Ich möchte gern noch einmal Kind sein,
so richtig toben, kreischen, schrei´n,
Versteck spielen in Wald und Büschen,
Froschlaich aus den Teichen fischen.
Aus Brettern eine Bude bauen,
beim Nachbarn auch mal Äpfel klauen,
den Fußball gegen Scheiben kicken,
und Omis in den Hintern zwicken.
Tagtäglich kleine Streiche machen,
die Leute necken, bis sie lachen,
von wunderschönen Dingen träumen,
vor Freude völlig überschäumen.
Einfach nirgends mehr hinein stressen,
die Alltagssorgen auch vergessen,
leben ungeniert, wie´s früher war,
noch mal Kind sein, wär doch wunderbar.
© Horst Rehmann
Manchmal schließe ich die Augen
stell mir vor wie es wäre
blind zu sein .
Als erstes würde ich die Abstände verringern
Nähe suchen und Halt.
Und was ich in die Hand nehmen würde
weniger schnell " loslassen " als bisher.
Vielleicht würde mir wieder warm werden
ums Herz wenn ich wieder lernte :
zu befühlen zu streicheln zu umarmen
die Menschen " Blindlinks " zu lieben.
© Christine Bücker
Heut' gibt es Lisa's Lieblingsspeise.
Sie kann es kaum erwarten.
Die schmeckt ihr auf besond're Weise,
mit Kräutern aus dem Garten.
Oh ja, sie liebt die kleinen Nudeln.
Man kann mit ihnen schreiben,
beim Suchen mit der Suppe sudeln,
die Essenszeit vertreiben.
Ein großes L für ihren Namen,
das hat sie rasch gefunden.
Sie legt es auf den Tellerrahmen
Die and'ren brauchen Stunden.
Die Mama sagt: „Du musst nun essen.
Das magst du doch so gerne.“
Ach je, das hab' ich ganz vergessen,
weil ich doch Schreiben lerne.
© Greta Hennen
Die Mama hat ein Brot gebacken,
der Duft zog durch das Haus.
Hab mir ein Stückchen abgeschnitten.
Bin schnell zur Tür hinaus.
Die Mama meckert sicher rum:
„Das Brot ist noch ganz frisch.
Es sollte doch erst morgen früh
auf unsern Essenstisch.“
Ich schleiche hinters Blumenbett
und halte mich versteckt.
Ich hoffe, dass mein Mütterlein
mich dort jetzt nicht entdeckt.
Wenn ich dann nachher Bauchweh hab,
vom süßen Zuckerbrot,
dann lasse ich ein Windchen weh´n
und werde nicht mal rot.
© Bild und Text Sabine Brauer
Es war wieder so eine Nacht
die hat mich um den Schlaf gebracht.
Ich grübelte hin, grübelte her
einzuschlafen viel mir schwer.
Der Sandmann fand es nicht zum Lachen
er wollte Feierabend machen.
Sein Sandsack war schon lange leer,
der Sand hat keine Wirkung mehr.
Der Sandmann, voller Ungeduld,
gab seinem Sand die ganze Schuld.
Er glaubte, dass der Sand nichts tauge
und schlug mir dann, ganz fest, aufs Auge.
So ging ich dann auch prompt k. o.
und das Sandmännchen war wieder froh.
Es ging nach Haus, war guter Dinge
und ich hatte die Augenringe.
Der Augenring, wer hätt‘ s gedacht,
wird vom Sandmännchen gemacht.
© Michael Jörchel
Es war ein schöner Wintertag und Weihnachten nicht mehr weit. Ein klar blauer Himmel und Sonnenschein. Zwar war es bitterkalt; aber sie Sonne lockte uns heraus. Auf unserem Stundenplan stand „Sport“. Jedoch eine Halle dafür hatten wir nicht. Wir waren schließlich nur Dorfschulkinder. So gingen wir mit unserem Lehrer entweder zur Rodelbahn oder wenn der kleine Bach am Dorfrand zugefroren war, zum Schlittern auf das Eis. Es hatte genug gefroren und das Eis war dick und fest, um uns alle zu tragen. Wir Kinder hatten eine große Freude und tobten nach Herzenslust. Ich war auch nie ein Stubenhocker.
Dann aber herrschte plötzlich Stille. Eines der Kinder hatte im Gebüsch einen großen schwarzen Vogel gefunden. Es war ein kranker Rabe. Er konnte nicht mehr fliegen, weil der eine Flügel verletzt war. Wir alle hatten Tiere sehr lieb. In unserem Dorf gab es viele davon.
Nun mussten wir schnell beratschlagen, was wir tun wollten. Ich meldete mich und erklärte unserem Lehrer, dass ich eine Unterkunft für unseren Raben hätte und auch Futter. So bekam ich ihn zur Pflege. Ich wickelte das Tierchen in meinen Wollschal und durfte schnell heimgehen. Es war sehr kalt und unser Rabe sollte nicht länger frieren müssen. Ich sagte „Tierchen“, aber es war ja ein großer schwarzer Vogel mit einem großen Schnabel. Angst konnte man schon bekommen vor ihm, aber ich nicht.
Ich war schon immer mit vielen Tieren zusammen gewesen und verstand mit ihnen umzugehen. Zu Hause angekommen, machte die Mutter erstaunte Augen:
„Was bringst du denn da mit?“ sagte sie. „Ja, Mutter, hilf mir man gleich, der arme Kerl ist krank und ich will ihn gesund pflegen!“,sagte ich. „Na, das wird sicher nicht leicht werden.“ meinte die Mutter.
Wir hatten einen leeren Kaninchenstall und den bekam Jakob, so nannte ich ihn, als Quartier. Ich gab ihm gleich Futter und zwar das, was unsere Hühner auch bekamen und einen Napf mit Wasser. Sein Krankenzimmer hatte ich schön mit Heu ausgepolstert, damit er ja nicht frieren sollte. Dann musste er sich erst einmal erholen, sicher hatte er auch Schmerzen. Ich war sehr um meinen kleinen Freund besorgt. Mit seinen schwarzen Kulleraugen sah er mich ängstlich an und dachte sicher: „Was machst du nur mit mir?“ - Ab und zu wollte er mich auch beißen. Der verletzte Flügel musste nun noch mit Holzstäbchen und Leinen-Bändchen geschient werden, was ihm sicher wehtat.
Es musste aber sein, schließlich wollte Jakob doch wieder gesund werden. Ich war schon ein halber Vogeldoktor und Tierarzt geworden. Tiere waren immer meine besten Kameraden und Freunde und ich hatte sie sehr lieb. Das ist immer so geblieben.
Jakob nahm auch bald das Futter von mir an und darüber war ich sehr froh. Es ist gar nicht einfach, Vögel die im Freien leben so um zu gewöhnen. Jeden Tag war ich bei ihm, wenn ich nicht gerade zur Schule musste. Morgens war er der erste und abends der letzte, um den ich mich kümmerte. Wir wurden die besten Freunde und Jakob hatte bald keine Angst mehr vor mir.
Als nun der Frühling kam, durfte Jakob endlich ins Freie auf unseren Hof und in den Garten. Ich blieb immer bei ihm, damit ihm nichts Böses geschah. Es sah schon komisch aus, wenn Jakob zwischen unseren Hühnern herum hopste und ich musste oft über ihn lachen. Wie ein kleiner König aus dem Morgenland kam er mir vor.
Stolz behauptete er sich zwischen der Hühnerschar. Da ich einmal hörte, Raben erlernen auch das Sprechen, hatte ich mir vorgenommen, er sollte wenigstens Jakob sagen können. Aber soviel ich auch mit ihm übte, er tat es einfach nicht. Ich hatte ihn aber deswegen genau so lieb. So verbrachten wir gemeinsam viele schöne Tage.
Dann machte Jakob plötzlich die ersten Flugübungen. Über einen hohen Zaun konnte er schon hinweg; aber er kam immer wieder zurück. Ich freute mich natürlich sehr, dass es meinem kleinen Freund so gut erging. Allerdings musste ich von jetzt an damit rechnen, dass er auch einmal weitere Ausflüge unternahm. So geschah es eines Tages, dass er weit davon flog. Es waren viele Raben auf den Feldern vor dem Dorf und auf den Wiesen und er kam diesmal nicht mehr zurück. Sicher war ich zuerst sehr sehr traurig und habe auch geweint. Das ist immer so, wenn man etwas hergeben muss, was man sehr lieb hat. Die Mutter tröstete mich dann aber und sagte: „Mein liebes Kind, freue dich von ganzem Herzen, das du deinem Jakob so helfen konntest; aber ein Tier bleibt ein Tier und man kann es nicht wie einen Menschen behandeln wollen. Es würde ihm nur schaden und er wäre traurig, so wie du jetzt und das wolltest du doch auf keinen Fall, nicht wahr?“
Damit war ich auch zufrieden, wenn ich allerdings Raben schreien höre, denke ich heute noch gern an meinen lieben Jakob.
© Foto + Text Ilse Reese 24.02.2015
© Kurt von der Heide
Ach was für eine Wonne
mein Herz das jubiliert,
wenn warme Frühjahrssonne
den Pulsschlag dirigiert,
dann geht mein Rhythmus schneller
treibt mir die Flausen aus,
vorbei die trüben Tage
ich ziehe froh hinaus,
um Blumen wach zu küssen
bis meine Wangen glüh'n,
den Frühling zu begrüßen
tanz ich durchs frische Grün.
© Heike Schmidt
Er lächelt wieder in die Tage,
malt unsre Welt mit Farben an.
Macht, dass sie neues Leben trage,
färbt alles ein, so bunt er kann.
Wir lieben ihn, den Frühlingsknaben,
der Blumen auf die Wege streut,
und ringsum alle seine Gaben,
den Überfluss, die Blütenzeit.
Geflatter, Summen, hat kein Ende.
Im Sonnenlicht die Liebe glüht.
Doch auch bei lauer Tageswende,
der Mond, die Liebe blühen sieht.
Ach Frühling, schenke uns noch Zeit,
und gehe nicht so schnell vorüber.
Noch scheint das Abschied nehmen weit,
doch du wirst gehn. Ach komm bald wieder.
© Barbara Kopf
Wenn Wäsche flattert an den Leinen,
die grauen Wolken nicht mehr weinen,
wenn Vögel ihre Liedlein singen,
die Bienen süßen Honig bringen,
wenn Schwalben ihre Nester bauen,
die Hennen nach den Küken schauen,
wenn in den Teichen Frösche laichen,
die Maler frisch Fassaden streichen,
wenn Pärchen sich im Grase räkeln,
die Omis neue Deckchen häkeln,
wenn Blumen in den Beeten sprießen,
die Menschen ihre Gärten gießen,
wenn Bauern ihren Weizen säen,
die ersten grünen Wiesen mähen,
wenn die Sonne lacht am Firmament,
sich der Mensch vom Wintermantel trennt,
und die Landschaft strahlt im neuen Kleid,
dann ist sie da – die Frühlingszeit.
© Horst Rehmann
