Herzblut - Gegen alle Regeln - Melissa Darnell - E-Book

Herzblut - Gegen alle Regeln E-Book

Melissa Darnell

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Beschreibung

Eine verbotene Liebe, Blutsgeheimnisse und eine Heldin zwischen zwei Welten: Melissa Darnells mitreißendes Romandebüt! Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst - was würdest du tun? Als Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der anderen Clanns nicht zu spüren bekommt … Dennoch fühlt sie sich immer noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber Savannah ist anders - und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden! Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit ihr treffen will …

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Seitenzahl: 588

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IMPRESSUM

books2read ist ein Imprint der HarperCollins Germany GmbH, Valentinskamp 24, 20354 Hamburg, [email protected]

Geschäftsleitung:Thomas BeckmannRedaktionsleitung:Claudia Wuttke

Copyright © 2011 by Melissa Darnell Originaltitel: “Crave” Erschienen bei: Harlequin TEEN, Toronto Published in Arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.ár.l Deutsche Erstausgabe Copyright © 2013 bei darkiss ® in der Harlequin Enterprises GmbH Übersetzung: Peer Mavek Copyright © 2015 by books2read in der HarperCollins Germany GmbH, Hamburg

Umschlagmotiv: Yuliya Yafimik/Fotolia.com Umschlaggestaltung: Deborah Kuschel

Veröffentlicht im ePub Format im 11/2015

E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN 9783733785291

Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten. books2read Publikationen dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

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PROLOG

Savannah

orsichtig näherte ich mich meinem bewusstlosen Freund, der an einen Stuhl gefesselt war.

Meine Richter hatten sich, ein paar Schritte entfernt, zu einem engen Halbkreis aufgebaut. Wahrscheinlich wollten sie eine gute Sicht haben, wenn ich bei ihrer Prüfung versagte.

Der Wächter sah gelangweilt aus, gerade so, als wollte er sagen, dass das hier nicht persönlich gemeint war. Was eine Lüge war. Es war eindeutig persönlich gemeint. Und es war ganz allein meine Schuld.

Er griff in die Innentasche seiner Jacke und holte zwei Gegenstände heraus – eine Spritze und ein Skalpell. Ihre durchsichtigen Plastikschutzhüllen schnackten laut, als er sie abzog.

Ich schluckte schwer. Mein Keuchen war in der Stille des kalten, betonierten Raums nicht zu überhören.

Als der Wächter näher kam, schrie alles in mir danach zu kämpfen, und ich spannte die Oberschenkel an. Der Wächter blickte mich misstrauisch an. Er wusste, dass ich verzweifelt war. Aber das ließ mich nicht leichtsinnig werden. Der Mann war kräftig gebaut, in seinem schlecht sitzenden Anzug steckte der Körper eines Footballspielers. Und falls ich ihn trotzdem irgendwie abwehren könnte, würden die Richter, die zuschauten, eingreifen und mich aufhalten.

Ich versuchte, normal zu atmen, mich zu beruhigen und klar zu denken. Nicht Gefühle, sondern Logik war jetzt gefragt.

Also gut. Dieses Mal sind wir ihnen wirklich in die Falle gegangen.

Aber wir waren nicht verloren. Noch nicht. Die Richter hatten versprochen, dass ich nur eine Prüfung bestehen müsste, damit sie meinen Freund freilassen würden.

Einen unschuldigen Jungen, der nicht einmal hier wäre, wenn ich mich nicht in ihn verliebt hätte. Wegen mir war er in Gefahr …

Nein, jetzt war nicht die Zeit für Schuldgefühle. Ich musste mich auf die Prüfung konzentrieren, damit wir nach Hause gehen konnten.

Nur eine einzige Prüfung musste ich bestehen.

Eine Prüfung, der ich genetisch nicht gewachsen war.

KAPITEL 1

Savannah

ein letzter Tag als richtiger Mensch begann wie jeder andere Montag im April in Osttexas. Klar, es gab alle möglichen Warnsignale, dass meine ganze Welt zusammenbrechen würde. Aber die erkannte ich erst, als es zu spät war.

Ich hätte wissen sollen, dass etwas ganz schön schieflief, als ich mich morgens beim Aufwachen hundeelend fühlte, obwohl ich ganze neun Stunden geschlafen hatte. Ich war noch nie krank gewesen, hatte nicht mal eine Grippe oder Erkältung gehabt, das konnte es also nicht sein.

„Guten Morgen, mein Schatz. Dein Frühstück steht auf dem Tisch“, begrüßte mich meine Großmutter Nanna, als ich in die Küche schlurfte. Wie immer war sie die Widersprüchlichkeit in Person. Ihre Stimme und ihr Lächeln zeigten diese typische Südstaatenmischung – warmherzig und eisern zugleich. Als würde man seine alte Schmusedecke um einen Morgenstern wickeln. „Iss schnell. Ich suche schon mal meine Schuhe.“

Ich nickte und ließ mich auf einen der knarrenden Stühle am Tisch fallen. Was das Kochen anging, war Nanna die Größte. Und sie machte den besten Haferbrei der Welt, mit Ahornsirup, braunem Zucker und einer Tonne Butter, genau, wie ich es mochte. Aber an diesem Tag schmeckte er wie fade Pampe. Nach zwei Löffeln gab ich auf und kippte das Essen in den Mülleimer unter der Spüle. Eine Sekunde später kam sie rein.

„Bist du schon fertig?“, fragte sie, bevor sie ihren Tee schlürfte. Das Geräusch fuhr mir durch Mark und Bein.

„Äh, ja.“ Ich stellte die Schüssel mit dem Löffel in die Spüle. Dabei drehte ich ihr den Rücken zu, damit sie nicht sah, dass ich rot wurde. Ich war eine schrecklich schlechte Lügnerin. Ein Blick auf mein Gesicht hätte ihr verraten, dass ich ihr Frühstück gerade weggeworfen hatte.

„Und dein Tee?“

Ups. Ich hatte meine tägliche Tasse Tee vergessen, eine spezielle Mischung für mich aus Kräutern, die Nanna über Monate in unserem Garten zog. „Keine Zeit, Nanna, tut mir leid. Ich muss mir noch die Haare machen.“

„Du schaffst beides.“ Mit einem strahlenden Lächeln, das ihren strengen Blick jedoch nicht verschleiern konnte, streckte sie mir die Tasse entgegen.

Seufzend nahm ich die Tasse mit ins Badezimmer und stellte sie auf den Waschtisch. So hatte ich beide Hände frei, um meine wilden, karottenroten Locken zu bändigen.

„Hast du deinen Tee schon getrunken?“, fragte sie zehn Minuten später, als ich meine langen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte.

„Mann, Mann, Mann“, grummelte ich.

„Das habe ich gehört, Fräulein“, rief sie aus dem Wohnzimmer, und ich musste lächeln.

Ich trank den kalten Tee auf ex aus, knallte die leere Tasse auf den Waschtisch, damit sie es auch hörte. Dann ging ich in mein Zimmer, um meinen Rucksack zu holen. Und es haute mich fast hin, als ich ihn hochheben wollte. Oje. Anscheinend hatte ich letzte Woche vergessen, ein paar Bücher im Spind in der Schule zu lassen. Mit beiden Händen wuchtete ich mir einen Tragegurt über die Schulter, um dann durch den Flur zurückzustapfen.

Am Esstisch wühlte Nanna in ihrer riesigen Handtasche nach ihren Schlüsseln. Das konnte dauern.

„Treffen wir uns am Auto?“, fragte ich.

Sie winkte abwesend, was ich als Ja deutete, also durchquerte ich das Wohnzimmer Richtung Haustür.

Mom saß wie immer schon seit Stunden auf dem Sofa und redete in ihr Handy, umgeben von Papierstapeln. Die Stifte, die überall herumflogen, waren sicher bis heute Abend unter den Sofakissen verschwunden. Ich begriff nicht, warum sie nicht wie jede andere Vertreterin für Arbeitsschutzprodukte an einem Schreibtisch arbeiten konnte. Aber anscheinend fühlte sie sich in diesem Chaos wohl.

Als sie gerade ein Gespräch beendet hatte, klingelte das Handy schon wieder aufdringlich. Es hatte keinen Sinn, zu warten, also winkte ich ihr nur zu.

„Bleib mal dran, George.“ Sie schaltete das Handy auf stumm und breitete die Arme aus. „He, was soll das? Kein ‚Guten Morgen, Mom‘, keine Abschiedsumarmung?“

Grinsend ging ich zu ihr und drückte sie. Ich musste ein Husten unterdrücken, als mir ihr Lieblingsparfüm, ein Blumenduft, in Nase und Kehle stieg. Als ich wieder aufstand, knackte es in meinem Rücken.

„War das dein Rücken?“, fragte sie erschrocken. „Meine Güte, du klingst heute ja schlimmer als Nanna.“

„Das habe ich gehört“, rief Nanna aus dem Esszimmer.

Ich verkniff mir ein Grinsen und zuckte die Schultern. „Wahrscheinlich habe ich am Wochenende zu viel trainiert.“ Wir sollten mit meinem Anfängerkurs in Ballett und Jazztanz demnächst in Miss Catherines Tanzschule bei der Frühjahrsaufführung auftreten. Während meine neueste öffentliche Demütigung immer näher rückte, wurde ich langsam wahnsinnig.

„Ach so. Geh es doch etwas ruhiger an. Es sind noch zwei Wochen bis zu der Aufführung.“

„Ja, schon, aber ich muss so viel üben, wie ich kann.“

Zumindest, wenn ich meinen Vater nicht schon wieder enttäuschen wollte.

„Wenn du dich im Garten zu Tode schuftest, ist dein Vater aber auch nicht beeindruckt.“

Ich erstarrte. Scheußlich, wenn man so leicht durchschaut wurde. „Den beeindruckt gar nichts.“ Wenigstens nicht genug, um mich öfter als zweimal im Jahr zu besuchen. Wahrscheinlich, weil ich im Sport so eine Niete war. Der Mann bewegte sich leicht und anmutig wie ein Profitänzer, aber offenbar hatte ich nicht einmal einen Hauch seiner Gene geerbt. Mom hatte mich im Laufe der Jahre bei allen Aktivitäten angemeldet, bei denen die Auge-Hand-Koordination trainiert wurde – Fußball, Twirling, Gymnastik, Basketball. Letztes Schuljahr war Volleyball dran gewesen. Dieses Jahr war es Tanzen, sowohl in Miss Catherines Tanzschule als auch an meiner Highschool.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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