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Der Band ist eine Zusammenfassung der, im Moment greifbaren, Bodenfunde in Hettstadt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Merowinger Gräberfeld zwischen Neuer Weg und Greußenheimer Straße. Der vorliegende Band soll der Auftakt einer losen Reihe über Geschichte und Geschichten Hettstadts sein.
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Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2018
Zum Geleit
Weitere Funde, wie sie in der Literatur beschrieben sind
Weitere gemeldete Funde
Das Merowinger Gräberfeld in Hettstadt
Grab 1 – Mann
Grab 3 – Kind, weiblich – Datiert in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts
Grab 2 – Frau
Grab 4 – Kind, weiblich – Erste Hälfte des 7. Jahrhunderts
Grab 5 – Frau – Datiert in die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts
Grab 6 – Frau – Datiert auf Ende des 6. bis Anfang des 7. Jahrhunderts
Grab 7 – Frau
Grab 8 – Frau – Datierung in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts.
Grab 9 – Frau – Datierung in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts.
Grab 10 – Frau
Grab 11 – Mann
Grab 12 – Mann
Grab 13 – Mädchen – Datiert in die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts
Literatur
Ablagen Nummern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Unerlässliche Hilfe erhielt ich durch
Skizzen der Gräber
Im Zuge meiner Forschungen über die Geschichte Hettstadts, stieß ich immer wieder auf einzelne Artikel, Buchhinweise, Notizen auch Erzählungen von Bodenfunden.
Diese Funde gehen sehr weit zurück. Gerade die ältesten sind dabei nicht immer genau zeitlich einzuordnen.
Einfacher wird es dann bei den Gräbern die aufgefunden wurden. Das Hockergrab aus der Hallstadtzeit (ca. 4000 – 2000 v. Chr.) oder aber das große Gräberfeld aus der Merowinger Zeit. Gerade letzteres ist immens interessant, da es den Hinweis liefert, dass Hettstadt im 6. Und 7. Jahrhundert schon ein, mit mehreren Höfen, besiedelter Ort war. Und zwar im Bereich des heutigen Altortes.
Demgemäß finden vor allem diese Funde auch Beachtung in meinem Buch. Ich beziehe mich sowohl auf Fundbeschreibungen und Skizzen aus dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als auch auf Artefakte aus dem Museum für Franken (ehemals Mainfränkisches Museum) in Würzburg, die ich fotografieren durfte.
Aufgrund des umfangreichen Materials habe ich mich entschlossen. die vorhandenen Aufzeichnungen und Veröffentlichungen zusammen zu fassen, um so einen Überblick über Bodenfunde in Hettstadt zu schaffen. Da ich die Informationen aus verschiedenen Quellen entnahm und die Beschreibungen manchmal ungenau waren, kann es sein, dass manche Objekte doppelt aufgeführt sind.
Neben den vielen Informationen, die ich in Büchern, im Internet, in alten Aufzeichnungen, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Museum für Franken gefunden hatte, fand ich wunderbare Unterstützung durch die Institutionen, die für solche Funde zuständig sind.
Leider sind die Fundstücke, die in der Archäologischen Staatssammlung liegen, erst wieder im Jahre 2021 greifbar. Dort erfolgt derzeit ein großangelegter Umbau. Da ich aber nicht so lange warten wollte, soll dieses Buch den momentanen Stand darstellen.
Mike Geis, Hettstadt 2017
Die älteste, schriftliche Mitteilung über Funde in Hettstadt findet sich 1832. Der Distrikt-Ingenieur Friedrich Panzer führte Grabungen „Am Schloss“ durch. Er hielt diesen Ort für einen heidnischen Opferplatz. Er fand dort:
Scherben von
Keramik
in Urnenform aus roter Tonerde, schwach gebrannt.
Rippen
und
Klauen
eines Rindes oder Hirsches
Den
Oberschenkelknochen
eines starken Menschen
(Panzer sieht dies als Beweis für Menschenopfer an diesem Ort)
Knochen
einer Katze und eines „hundeartigen“ Tieres
Leider war dies der Beginn einer immer wieder kehrenden Raubgrabung an diesem Ort. So sind heute keine wirklich aussagekräftige Artefakte vom „Schloss“ zu finden. Die Abfuhr von Steinen oder auch Erde im 19. Jahrhundert, haben die Formation dort stark verändert. Nur flache Hügelchen lassen erkennen, dass hier einst etwas Größeres gewesen sein muss. Nur im Geländerelief des Bayern Atlas plus, sind die Formen recht genau zu erkennen. Es hat einen Durchmesser von ca. 25 m und war rund. Eine Öffnung lag in Richtung Süden.
