Hühner - 500 Fragen, 500 Antworten - Wilhelm Bauer - E-Book

Hühner - 500 Fragen, 500 Antworten E-Book

Wilhelm Bauer

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Beschreibung

Keine Zeit, ein komplettes Buch zu lesen? Es muss schnell gehen? Dann sind Sie hier richtig: Alle Fragen und Antworten rund um die Hühnerhaltung finden sich in diesem kompakten Ratgeber. Kurze Fragen und kurze, aber präzise Antworten zu allen Themen rund ums Huhn: Haltung, Pflege, Fütterung, Stall und Auslauf, Verhalten, Gesundheit, Kükenzeit sowie Fragen, die sich sonst keiner zu fragen traut: Legen Hühner auch ohne Hahn Eier? Legen auch Zwerghühner Eier und kann man die essen? Was passiert, wenn ein Huhn versehentlich in einen Swimmingpool fliegt …? Warum lieben Hühner die Farbe Rot? Hier bleibt (fast) keine Frage unbeantwortet …

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 168

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Yvonne und Wilhelm Bauer

HÜHNER

500 Fragen500 Antworten

Alles was Sie schon immer über Hühnerhaltung wissen wollten

… und noch viel mehr

Was gackert hier?

Noch ein Hühnerbuch?

Hühner kennenlernen

Wie das Haushuhn zu uns kam

Die lieben Verwandten: weitere Vertreter der Hühner

Von Rassehühnern, Zwerghühnern und Hybriden

Von Lege-, Fleisch- und Zweinutzungshühnern

Von Kampfhühnern, Haubenhühnern und anderen Besonderheiten

Das Ei – ein außergewöhnliches Meisterwerk

Der Hühnerkörper und wie er funktioniert

Von vorn nach hinten: der Hühnerkörper

Von Federn und Daunen: das Gefieder

Sehen

Riechen, schmecken und hören

Weiteres Wissenswertes zum Hühnerkörper

Das Verhalten der Hühner

Hühner unter sich

Wenn der Hahn kräht … und wütet

Werben und Treten: die Fortpflanzung

Hühner und ihre Menschen

Hühner halten

Darf jeder Hühner halten?

Auswählen und kaufen: das richtige Huhn für mich und meine Familie

Rechtliches und Offizielles zur Hühnerhaltung

Hühner fangen und festhalten

Hühner pflegen

Hühner füttern: das beste Futter

Die Tränke: Wasser für die Hühner

Gerätschaften bei der Hühnerfütterung

Die Futter-Routine

Weiteres Wissenswertes zur Hühner-Fütterung

Hühnerfutter lagern

Hühner und andere Tiere

Stall und Auslauf: das perfekte Hühner-Zuhause

Hühner brauchen einen Stall

Der optimale Stall: Tipps für bauliche Details

Die Inneneinrichtung im Stall

Der Auslauf: Hühner im Freien

Kükenzeit – Nachwuchs im Hühnerstall

Alles beginnt mit dem Ei

Das Abenteuer Brüten

Naturbrut: die Glucke brütet

Kunstbrut: Brüten im Brutapparat

Die Küken schlüpfen

Aus Küken werden Junghühner

Rund um die Hühner-Gesundheit

Beschwerden ganz allgemein

Hilfe, meine Hühner zeigen Marotten und Verhaltensstörungen

Ernste Krankheiten

Parasiten und lästige Krabbeltiere

Weitere Probleme

Gute Pflege ist die beste Krankheitsvorbeugung

Bekömmliches Hühnerfleisch: das Schlachten

Sind alle Hühner zum Schlachten geeignet?

Das Schlachten: So geht’s

Hühnerfleisch in der Küche

Service

Zum Reinklicken

Zum Weiterlesen

Bezugsquellen

Impressum

Noch ein Hühnerbuch?

Na klar! Und zwar mal ein etwas anderes, als Sie es vielleicht schon kennen. Und das hat folgenden Hintergrund: Wir leben seit Jahrzehnten mit Hühnern, halten landauf, landab Vorträge zur Hühnerhaltung und gehören für den Landesverband der Rassegeflügelzüchter von Württemberg-Hohenzollern zu den ersten Ansprechpartnern, wenn es um Fragen rund ums Huhn geht. Das bringt einen gewissen Bekanntheitsgrad mit sich, und es gibt kaum eine Woche, in der nicht mehrere Anrufe und Mails mit Fragen bei uns eingehen. Ratschläge und Tipps sind gewünscht, wie es mit den eigenen Hühnern klappt. Manchmal sorgen die Anliegen bei uns, die wir eigentlich schon immer mit Hühnern leben, für Verwunderung oder entlocken uns hin und wieder ein Schmunzeln. Manche Fragen scheinen so einfach zu sein, dass man sich als langjähriger Hühnermann oder Hühnerfrau gar nicht vorstellen kann, dass sie überhaupt aufkommen. Aber die Hühnerfans wollen möglichst alles richtig machen, sich gut informieren und haben echtes Interesse fürs Federvieh. Und so ist es uns ein großes Anliegen, Wünsche und Erwartungen ans Huhn, Anekdoten, Klischees, Vorurteile und ja, auch die scheinbar banalsten Sorgen unter die Lupe zu nehmen.

Immer wieder kam in unseren Gesprächen und E-Mail-Korrespondenzen der Wunsch auf, Antworten auf die vielen Fragen in gebündelter Form zu finden – unabhängig von den vielen Internetforen und Social-Media-Kanälen. Also bitte schön! Die in diesem Buch zusammengefassten Fragen entspringen direkt Ihrer Neugierde und Ihrem Interesse für Hühner. Die Antworten spiegeln unsere langjährige Erfahrung und viele Stunden der Beschäftigung mit dem Thema Federvieh wider.

Egal, ob es um die praktische Hühnerhaltung, ihr Verhalten oder das Erbe unseres Haushuhns, das es von seinen wilden Vorfahren mitbekommen hat, und all die anderen Themen rund ums Huhn geht – alles hängt miteinander zusammen. Es gibt nur ganz wenige Aspekte, die einzeln betrachtet werden können. Das wird auch in diesem Frage-Antwort-Buch deutlich: Entsprechend haben wir immer wieder Verweise auf andere Themen und Seiten eingearbeitet. Zur leichteren Orientierung war es uns wichtig, die Vielzahl der Fragen zu gliedern. Aber Sie werden feststellen, dass manche Fragen sowohl unter diesem als auch unter jenem Kapitel vorstellbar wären. Also querlesen lohnt sich!

Natürlich können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Ein Frage-Antwort-Buch lebt von einer ständigen Weiterentwicklung. Wie gesagt ist im Grund jeder von Ihnen mit seiner gestellten Frage in gewisser Weise an diesem Buch beteiligt. Dafür möchten wir Ihnen danken! Ohne Sie wäre dieses Buch nicht entstanden. Und auch in Zukunft freuen wir uns, wenn Sie uns weiter Fragen stellen. Fragen, die möglicherweise in diesem Buch noch nicht gestellt wurden.

Wir bedanken uns beim Verlag Eugen Ulmer für das Vertrauen, das er uns zum wiederholten Mal entgegenbringt. Der Dank gilt insbesondere Antje Munk als unserer direkten Ansprechpartnerin im Verlag, die all unsere Wünsche umgesetzt hat, sowie Antje Krause für die Übernahme des Lektorats – beide begeisterte Hühnerliebhaberinnen!

Ein großer Dank auch an unsere beiden Töchter, Anna und Klara, denen wir dieses Buch widmen.

Herzlichst,

Hühner kennenlernen

In diesem Kapitel schlagen wir den Bogen vom Wildhuhn zu unserem Haushuhn. Wir entdecken dabei viele Parallelen, aber auch gravierende Unterschiede, zum Beispiel hinsichtlich ihrer Leistung beim Eierlegen. Grund genug, uns auch das Ei einmal genauer anzuschauen. Außerdem klären wir viele wichtige Begriffe, die dem Hühnerhalter immer wieder begegnen.

Wie das Haushuhn zu uns kam

Eine Legehenne mit viel Auslauf.

001 Wer ist der wildlebende Vorfahre unserer Haushühner?

Das Bankivahuhn (Gallus gallus) ist die Stammform aller unserer Haushühner (Gallus domesticus). Es gehört ebenfalls zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes), zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und zur Gattung der Kammhühner (Gallus). Ursprünglich stammt das Bankivahuhn aus Süd- und Südostasien, ist aber schon sehr früh auch in andere Regionen verbracht worden und lebt auch heute noch dort wild in Wald- und Buschgebieten.

002 Inwiefern unterscheiden sich Bankiva- von Haushühnern?

Haushuhnrassen haben sich in der Größe, dem Gewicht und dem Aussehen weit von ihren Vorfahren entfernt. Besonders die durch gezielte Zucht erreichte Steigerung der Legeleistung ist frappierend: Während Bankivahennen durchschnittlich vier bis sechs Eier in zwei bis drei Legeperioden im Jahr legen, schaffen es ausgewiesene Legehybriden im ersten Legejahr auf mehr als 300 Eier. Interessant ist: Im Verhalten sind Haushühner den Bankivahühnern sehr ähnlich geblieben.

003 Was ist Domestikation?

Unter dem Begriff versteht man den Prozess der Haustierwerdung, also den Weg vom Wild- zum Haustier. Die Domestikation führt fast immer zu Veränderungen im Aussehen und in einigen Verhaltensweisen.

004 Wann fand die Domestikation des Huhnes statt?

Die ersten Funde stammen aus Mesopotamien, und zwar aus der Zeit etwa 2000 v. Chr. Um 1400 v. Chr. kamen sie nach Ägypten und von dort über Griechenland nach Italien. Die Anspruchslosigkeit in der Haltung, die vergleichsweise hohe Eierzahl und das Fleisch waren mit Sicherheit die ersten Gründe, Hühner zu domestizieren.

005 Wie viele Hennen werden in Deutschland gehalten?

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland etwa 43 Millionen Legehennen gehalten, die etwa 13 Milliarden Eier legten. Verbraucht werden in Deutschland etwa 20 Milliarden Eier, sodass noch immer große Mengen an Eiern importiert werden müssen.

Auch interessant

→ Was sind Kammhühner? Seite 9

→ Was sind Rassehühner? Seite 10

→ Was sind Hybridhühner? Seite 10

→ Was sind Urzwerghühnerrassen? Seite 11

Die lieben Verwandten: weitere Vertreter der Hühner

006 Was sind Bankivahühner?

→ Wer ist der wildlebende Vorfahre unserer Haushühner? Seite 8

007 Was sind Kammhühner?

Obwohl alle Hühner einen Kamm haben, ist mit Kammhühner (Gallus) eine Gattung der Hühnervögel gemeint, die aus vier Arten besteht.

Bankivahuhn (Gallus gallus)

Ceylonhuhn, Lafayettehuhn, Gelbes Kammhuhn (Gallus lafayettei)

Sonnerathuhn (Gallus sonneratii)

Gabelschwanzhuhn (Gallus varius)

008 Was verbirgt sich hinter dem Begriff Deutsches Buschhuhn?

Schon vor dem Ersten Weltkrieg wurde in Ostpreußen durch verschiedene Kreuzungen von Kamm- und Haushühnern versucht, ein bei uns wildlebendes Huhn zu züchten. Zwei Weltkriege und viele Rückschläge später ist das Zuchtziel noch immer dasselbe, allerdings noch nicht so sehr von Erfolg gekrönt. Vom Aussehen her entsprechen sie in etwa den Javanesischen Zwerghühnern.

Hühner sind vielfältig – eine bunt gemischte Truppe.

Von Lege-, Fleisch- und Zweinutzungshühnern

Brahma.

023 Was versteht man unter Legerasse?

Wenn bei Hühnerrassen der züchterische Schwerpunkt auf die Leistung im Eierlegen gelegt wird, die Fleischproduktion also in den Hintergrund rückt, spricht man von einer Legerasse. Typische Beispiele dafür sind Italiener, Amerikanische Leghorn, Appenzeller Spitzhauben usw.

024 Was bedeutet der Begriff Legeleistung?

Die Legeleistung beschreibt die Anzahl der Eier, die eine Henne pro Jahr legt.

025 Was versteht man unter Fleischrassen?

Bei Fleischrasse liegt der züchterische Schwerpunkt auf der Fleischleistung, die Legeproduktion rückt in den Hintergrund. Rassebeispiele sind Orpington, Brahma und Deutsche Lachshühner.

026 Was sind Zwiehühner?

Unter Zwiehühnern versteht man Hühnerrassen, bei denen ausgewogene Nutzungseigenschaften in Fleisch- und Eierproduktion angestrebt werden. Sie erreichen bei beiden Nutzungen gute Leistungen, kommen aber an die der einseitig auf Eier- oder Fleischproduktion spezialisierten Rassen nicht heran, da sie gewissermaßen zweigleisig fahren. Ein anderer Begriff für Zwiehühner ist Zweinutzungshühner. Typische Beispiele für Zwiehuhnrassen sind Rhodeländer, Welsumer, Barnevelder und Sundheimer.

027 Was sind Zweinutzungshühner?

→ Zwiehühner

028 Was sind Nutz-Zwerghühner?

Darunter versteht man Zwerghuhnrassen, die die verkleinerte Form der Großrasse darstellen und in den Leistungsmerkmalen mit diesen durchaus konkurrieren können. Eine klare Einteilung, welche Rassen dazu gehören und welche nicht, gibt es aber nicht. Oft werden Deutsche Zwerg-Wyandotten, Zwerg-Welsumer, Zwerg-Barnevelder und Zwerg-Sundheimer u. a. dazugezählt.

029 Was sind Winterleger?

Darunter versteht man Rassen, die auch im Winter unter normalen Haltungsbedingungen bei geringem Lichtangebot und kälteren Temperaturen verhältnismäßig häufig legen. Dazu rechnet man vor allem Rhodeländer, Deutsche Lachshühner und auch Deutsche Wyandotten.

Der energetische Aufwand, den Hühner in die Bildung von „Wintereiern“ stecken müssen, sind um ein Vielfaches höher als bei Eiern, die im Sommer gelegt werden. Daher rührt wohl auch der alte Ausspruch her „Ein Winterei frisst zwei Sommereier.“

Auch interessant

→ Wie viele Eier legen Hühner? Seite 17

→ Was versteht man unter dem Begriff Legeleistung? Seite 13

→ Was sind die besten Fleischrassen? Seite 118

→ Kann man auch Zwerghühner schlachten? Lohnt sich das? Seite 118

→ Darf man seine Hühner selber schlachten? Seite 118

→ Welche Schritte vollzieht man beim Schlachten? Seite 119

Zwerg-Barnevelder.

Von Kampfhühnern, Haubenhühnern und anderen Besonderheiten

030 Was sind Kampfhühner?

Kampfhühner, auch kurz Kämpfer genannt, sind Rassen, die in früheren Zeiten für Hahnenkämpfe erzüchtet wurden. Sie entstanden meist in Südostasien, Großbritannien und Belgien. Heute ist der Hahnenkampf in Europa aus Tierschutzgründen verboten, die Rassen gibt es immer noch. Kampfhühner sind sehr auf den Menschen bezogene Rassen und in der Regel sehr zutraulich, insbesondere die Zwerg-Kampfhuhnrassen. Die sogenannten Modernen Englischen Zwerg-Kämpfer wurden zum Beispiel nur als verkleinerte Form der Großrasse erzüchtet und nie zu Kampfzwecken verwendet.

031 Was sind Langkräher?

Langkräher sind Rassen, die als Zuchtziel einen besonders langen Krähruf haben, der zum Teil viel leiser als der „normaler“ Hühnerrassen ist und sich auch völlig anders als „Kikeriki“ anhört. Langkräherrassen können also trotz längerem Krähruf nachbarschaftsfreundlicher sein als manch kleiner Zwerghahn. Je nach Rasse hört sich der Krähruf, gerne auch als Gesang bezeichnet, komplett unterschiedlich an. Die Krährufdauer kann bis zu 20 Sekunden betragen.

Die Entstehung der Kräherrassen hat ganz entscheidend mit der früher großen Bedeutung des Hahnes in der jeweiligen Kultur zu tun. Typische Vertreter sind Bergische Kräher, Denizli, Totenko und Koeyoshi.

032 Was sind Haubenhühner?

Haubenhühner, oder ganz korrekt gesagt Vollhaubenhühner, sind Hühner, die auf dem Kopf eine sogenannte Protuberanz, eine Erhöhung der Schädeldecke, haben und eine Federhaube ausbilden. Rassen mit Vollhauben sind unter anderem Holländer Haubenhühner, Paduaner, Houdan und ihre Zwergformen.

033 Sind Schwedische Blumenhühner eine eigenständige Hühnerrasse?

Schwedische Blumenhühner sind eine schwedische Hühnerrasse, die sich durch ihr „buntes“ Federkleid, gebildet durch weiße Tupfen am Federende, auszeichnet. Diese weißen Tupfen werden mit zunehmendem Alter der Tiere, also nach jeder Mauser, größer. Der Name entstand, weil man fand, dass die Hühner auf der Wiese wie „bunte Blumen“ aussehen.

Da diese Hühnerrasse zurzeit bei vielen Hühnerhaltern sehr beliebt ist, haben einige Personen zahlreiche bunte Hühner (zum Beispiel Italiener in verschiedensten porzellanfarbigen und gescheckten Farbvarianten, Sulmtaler, braun-porzellanfarbige Sussex usw.) gekreuzt und verkaufen diese nun als Schwedische Blumenhühner – was sie definitiv nicht sind.

034 Easter Egger – was ist das denn?

Frei übersetzt sind damit „Oster-Eierleger“ gemeint. Easter Egger sind keine Rasse, sondern verweisen auf die Zusammenstellung der Hühnerschar. Das Ziel bei Easter Eggern ist die Haltung von Hühnern, die möglichst verschiedene Schalenfarbe legen, sodass es im Nest immer wie an Ostern aussieht. Ob Hybriden, Rassehühner oder Zwerghühner am Werk sind, spielt keine Rolle. Frei übersetzt wird Easter Egger als Sammelbegriff für bunt legende Hühner verwendet.

035 Was sind „Nato-Eier“?

Unter den Liebhabern von Easter Eggern versteht man darunter olivfarbene Eier. Die Hühner, die „Nato-Eier“ legen, sind durch Kreuzungen verschiedener Rassen und Hybriden entstanden.

036 Was sind Ameraucana?

Darunter versteht man eine amerikanische Hühnerrasse, die auf Araucana zurückgeht, aber einen Schwanz hat (das Charakteristische der Rasse Araucana ist, dass sie eben keinen Schwanz haben). Je nach Farbenschlag legen sie unterschiedlich gefärbte Eier. Die Rasse ist bei uns nicht anerkannt.

037 Sind Königsberger-Hühner eine echte Hühnerrasse?

Königsberger sind keine eigenständige Hühnerrasse, sondern ein Hybridhuhn. Landwirtschaftliche Konzerne wollten den Hühnerliebhabern ein besonders attraktives Huhn anbieten, das sich von den üblichen braunen und weißen Hybridhühnern absetzt. Die Namensgebung ist einzig unter Vermarktungsaspekten zu sehen. Mit der ostpreußischen Stadt Königsberg (Kaliningrad) hat es nichts zu tun.

038 Wyandotten und Deutsche Wyandotten – alles dasselbe?

Bis zum Jahr 2018 sprach man in Deutschland einfach von Wyandotten bzw. Zwerg-Wyandotten. Da die Rasse aber in Deutschland nach einer besonderen Formausprägung gezüchtet wird, die sich von der ursprünglichen Form, die eigentlich nur noch in Großbritannien, den USA und dort in sehr kleinen Beständen gezüchtet wird, unterscheiden, hat man der Rasse den Zusatz „Deutsch“ gegeben.

Die Bezeichnung hat sich aber im Sprachgebrauch noch nicht durchgesetzt. Man kann also davon ausgehen, dass man hierzulande Deutsche Wyandotten oder Deutsche Zwerg-Wyandotten bekommt, Namenszusatz hin oder her.

039 Sind Grünleger eine Hühnerrasse?

Grünleger sind keine Hühnerrasse, sondern ein „Produkt der Hühnerindustrie“. Es handelt sich um Hybridhühner (Seite 10), die in einem landwirtschaftlichen Konzern immer wieder aus Kreuzungen entstehen. Sie sind in ihrem Erscheinungsbild und in der Eifarbenintensität immens unterschiedlich.

Auch interessant

→ Was sind Farbenschläge? Seite 27

→ Was sind Winterleger? Seite 14

→ Was ist ein Federschopf? Seite 27

→ Was ist eine Haube? Seite 27

→ Brauchen Haubenhühner eine besondere Pflege? Seite 55

→ Wie entsteht die Eierschalenfarbe? Seite 18

→ Welche Hühnerrassen legen grüne Eier? Seite 19