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Amüsante Erlebnisse einer Hundedame und ihren Freunden mit den Zweibeinern In diesem einfühlsam verfassten Buch erzählen Hundehalter wahre Begebenheiten aus dem Leben Ihrer Hausgenossen. Die individuelle Eigenart eines jeden Tieres treten hervor und die einzelnen Stationen ihres Daseins werden, mal vom Herrchen, Frauchen oder ihren vierbeinigen Schützlingen bewegend und sachkundig dargestellt. Für jeden Tierfreund ist dieses Buch ein hilfreicher Berater sowie willkommene Lektüre und Bestätigung, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist.
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Seitenzahl: 138
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Ein herzliches Dankeschön spreche ich den weiteren Protagonisten unseres Streifzuges aus einem Hundeleben aus, der Hundehaltergruppe, die sich an jedem Morgen völlig zwanglos im Großen Garten trifft. Einige dieser Hunde stammen aus dem Tierheim und haben neue liebevolle Besitzer gefunden. Die gemeinsamen Stunden sind für die Tiere und Halter eine Bereicherung an tierischer und menschlicher Wärme und Herzlichkeit. Und meiner Mutter, Ruth Kopta, die mir Episoden aus dem Leben von Jacky zuarbeitete. Mein größter Dank gilt Herrn Wolfgang Nicklas, der mich bei der schriftlichen Ausarbeitung als Lektor beriet, meine größte Bewunderung zolle ich den Co-Autoren; H. Winkler, V. Haugwitz, M. Großmann, Tifany aus Dresden, Lehmann & Kneschke, S. Neutsch und Familie Seifert , für die Zuarbeit und Fotos.
Ich weiß nicht, ob Vogelbesitzer oder Katzenhalter sich untereinander so viel begegnen, wie die Hundeliebhaber.
Die Liebe eines Hundes zu seinem Frauchen oder Herrchen und deren Angehörige ist unermesslich und der Hund wird seine Beschützerfunktion für sein Familienrudel nie aufgeben. Das unsichtbare Band eines Hundehalters geht meist über den Tod hinaus. Ich erinnere Sie, liebe Leser, an bewegende Filme und deren Helden auf vier Pfoten, wie „Grambambuli“, „Lessi“, und nicht zu vergessen, „Rex“.
Wie über eine Buschtrommel verbreiten sich unter den Hundeliebhabern Nachrichten über gute Tierärzte, Hundekrankheiten, besondere Nahrungsmittel oder wo es einfach noch Beutel gibt, um den Hundekot zu entsorgen. Nicht selten ist zu erleben, dass ein Sturm auf die Discounter einsetzt, wo sich die Regale mit Trocken- und Dosenfutter blitzschnell leeren, drei Stück für einen €.
Schon in den Morgenstunden werden beim „Gassigehen“ Erziehungs-, Ernährungs- und Gesundheitstipps im Interesse ihrer vierbeinigen Lieblinge angesprochen. Manche Hundefreundschaft geht nicht zuletzt auf die Halter über. So unterstützen sich die Hundefreunde ohne große Überredungskunst beim Hundesitting. Können sich einige Hunde nicht riechen, gehen die Besitzer diplomatisch auf die andere Straßenseite, um Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die Halter wissen, dass Rüden sich mächtig quälen, wenn sie eine heiße Hündin wittern, deshalb nehmen alle untereinander Rücksicht.
Gegen ein Problem sind die Hundehalter machtlos – das sind Hundehasser!
Aber eins sollte gerade diese Bevölkerungsminderheit bedenken: Die Hundehalter stützen mit keiner geringen Hundesteuer das Stadtsäckel. Was alles damit gefördert wird, weiß nur der Stadtkämmerer.
Dieses Buch soll einen kleinen Beitrag dazu leisten, sich gegenseitig besser zu verstehen. Jeder Hund ist eine unverwechselbare Persönlichkeit, die unsere Gesellschaft braucht und sehr empfindlich auf Lob und Tadel reagiert. Schlechte Gewohnheiten werden erst dann entwickelt, wenn unsere Vierbeiner gereizt werden oder sich langweilen. Hunde waren und sind zu jeder Zeit der beste Freund des Menschen.
Wir Hundehalter bedanken uns bei den vielen Tierärzten, den unzähligen Tierschutzvereinen und Initiativen, die für das Wohl und Gedeih unserer Vierbeiner unermüdlich tätig sind.
I. JACKY & CO.
Meine Tierärztin
Der Kranke und ich
Benny der Rauhaardackel und die Hundeallergie
Der Hundehasser
Hundesitting
Der Seelenretter
Die Osterreiter oder die Heilung einer Lähmung
Eine tiefe Freundschaft
Ist der Hund gesund – freut sich der Mensch
Das Hundehäufchen
Auf Ewig, Eure Jacky
Wieder ein Yorkshire Terrier
Wirkung eines Hundes auf alte Menschen
Blinder Hund na und ?
Schnauzer Mix sucht dringend ein neues Zuhause
Shyras Phobie
II. TIERLIEBE MIT HERZ UND VERSTAND -
Reise ins Tierheim nach Cegléd / Ungarn
Hunde Begegnungen im Großen Garten
Auf den Hund gekommen
Eine ungewöhnliche Tierfreundschaft
Speddy
Tinka
Mit Hund nicht rund
Liebe auf den ersten Blick
Rocco im Hundesalon
Unsere Hunde -Familie
Was dem Mensch sein Steak
Wo die Vierbeiner selbst einkaufen
Hundezucht mit Herz und Verstand
I. Jacky & Co.
Darf ich mich vorstellen? Ich bin eine kleine Hundedame, heiße Jacky und das ist meine Geschichte:
In Radebeul, in der Nähe des legendären Verfassers von unzähligen Romanen über Indianer, Karl May, erblickte ich das Licht der Welt. Ich ließ mir berichten, dass mein Vater ein strammer Bursche war, dem ich ausgesprochen ähnlich sein soll.
Meine Mutter war, das weiß ich aus meiner Erinnerung, sehr zierlich. Ich bin mir sehr wohl bewusst, aus einer sehr guten Familie zu stammen.
Völlig nass kam ich als vierter Welpe meiner Mutter, auf die Welt. Obwohl sie sehr viel zu tun hatte, leckte sie mich trocken und schützte mich und meine drei Geschwister mit ihrer Körpertemperatur von 38 Grad Celsius, damit wir Welpen uns nicht erkälten, weil sich unsere Körpertemperatur erst nach dem zehnten Lebenstag selbst reguliert. Die Zweibeiner halfen meiner Mutter mit einer Wärmedecke. Die eigenartigen Laute der Zweibeiner hörte ich, nachdem ich 14 Tage alt war. Schon eine Woche später nahm ich meine Umwelt bewusster wahr. Nicht schlecht war ich erschrocken, als ein Zweibeiner mich von meiner Mutter wegnahm und eingehend betrachtete. Dieser öffnete mein Maul und machte auch sonst noch eigenartige Dinge mit mir, die mächtig wehtaten. Mir wurden der Schwanz und die Ohren kupiert, danach bekam ich meine Krallen geschnitten, damit ich meiner Mutter beim Säugen nicht die Bauchhaut aufkratzte. Obwohl ich noch sehr winzig war, fühlte sich mein Fell elastisch, warm und trocken an, natürlich war ich schon muskulös. Sobald sich unsere Mutter mit viel Hingabe um uns kümmerte, begannen wir sanft zu schnurren und wenn die Zweibeiner Leckerbissen in ein kleines Schüsselchen schütteten, quiekte ich genau so begeistert, wie meine drei Geschwister. Dann tat eines Tages mein Maul mächtig weh, der Zweibeiner, der mich so unsanft angefasst hatte, meinte, dass ich zahnen würde. Dieser gab mir bittere Medizin die ich schlucken musste, und diese Wurmkur sollte dann auch noch bis zu meiner 16. Lebenswoche andauern. Etwas Gutes hatte es, dass ich nun kleine spitze Zähnchen hatte, ich konnte damit auf festem Futter herumbeißen, manchmal waren es der Stummelschwanz meiner Mutter oder die Ohren meiner Geschwister. Das Beste dabei, ich musste nicht mehr die Haferflocken mit Milch in mich hineinzwingen. Langsam begann ich meine weitere Umgebung zu ergründen und mit meinen Geschwistern herumzutollen. Wir durften mit unserer Mutter einige Minuten am Tag aus dem Haus stolpern. Die sechste Woche war das eingreifendste Datum für uns Welpen. Ich wurde von dem Zweibeiner geimpft. Verheißungsvoll sprach er auf mich ein und hinterhältig bekam ich dabei in mein Gesäß eine Spritze, die mächtig wehtat. Zur Strafe, weil wir fiepten, anders kann ich mir diese nicht erklären, durften wir einige Tage nicht mehr auf den öffentlichen Plätzen spazieren gehen und unsere Mama bekamen wir nicht mehr zu Gesicht. Dann wurde alles sehr traurig, immer wieder verschwand eins meiner Geschwister, bis ich schließlich ganz allein in unserem Körbchen saß. Ich fühlte mich von der ganzen Welt verlassen, dass Schlimmste, ich musste mich nun ganz allein säubern. Ich war gewohnt, dass mich meine Mutter nach dem Essen immer ableckte, damit die normale Funktion der Verdauung und der Harnblase angeregt wurde. Eines Tages kam eine Zweibeinerin, die ich sehr gut riechen konnte. Sie hob mich aus dem Körbchen und nahm mich zärtlich in die Arme. Ich schmiegte mich dankbar für ihre Zuneigung, an sie. Weil ich noch so klein war, kroch ich in ihre Jacke. Ich wollte nicht mehr weg von diesem schönen Ort und das hat dieses Geschöpf gespürt, denn es nahm mich mit und wurde meine Ersatzmama.
Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, dass ich glücklich war, an dem Tag, an dem ich die Zweibeinerin „Frauchen“ nennen durfte. Mit viel Sorgfalt hatte sie sich auf mein Kommen in ihrer Wohnung vorbereitet. Ich bekam ein Bettchen, keinen klassischen geflochtener Korb, sondern aus weichem kuscheligem Material. Frauchen war sich bewusst, dass ich sehr lebhaft, also ein echtes Energiebündel bin. Für mich standen zwei Schüsseln für Futter und Wasser aus rostfreiem Material bereit. Ein Gummiball und ein Gummiknochen kamen meinem Spieltrieb zugute. Sie legte mir das Halsband nicht um den Hals, sondern um die Brust. Das abwechslungsreiche Futter passte sie meinem Lebensalter an, selten erhielt ich grundlos ein Leckerli.
Mein Frauchen war sehr streng zu mir, wenn ich mal ein Pfützchen auf den Fußboden machte. Am Morgen, noch ganz verschlafen, brachte sie mich aus meinem warmen Körbchen an die kalte Luft. Glauben Sie aber nicht, dass sie mich trug, nein, sie verlangte von Anfang an, dass ich ihr nachlaufe. Manchmal habe ich sie dafür ein klein bisschen verachtet, da bin ich ganz einfach weggelaufen. Aber mein Frauchen war schlauer, sie hat mir nur so viel Leine gelassen, um mich durch ein leichtes Ziehen ganz sanft daran zu erinnern, dass ich mich ohne ihre Hilfe verlaufe. Da sind wir gleich bei einem ganz unnützen Gegenstand, der Nabelschnur, die mich mit meiner Hundemutter und nun mit meinem Frauchen verband. Die Spaziergänge mit meinem Frauchen wären für mich ein reines Vergnügen gewesen, wenn da nicht diese verdammte Leine gewesen wäre. Sie wusste mich zu überlisten. Dabei fasste sie an mein Halsband, wie unfein. Ich bekam ein rotes Halsband und sie nannte mich immer wieder bei meinem Namen. Sie hielt mir ein ganz besonderes Leckerli hin, gab es mir aber nicht, sondern lief damit weg und meinte „Bei Fuß!“, ich eilte dem Duft des Leckerlis nach und damit meinem Frauchen. Die wusste manchmal nicht, was sie wollte. Plötzlich blieb sie stehen, sprach auf mich ein und kniete rechts neben mir nieder, dabei hielt sie das Leckerli so hoch, dass ich es fast erreichen konnte. Stellen Sie sich vor, dann nahm sie ihre andere Hand und hielt mich unter dem Leib fest. So fest, dass ich nicht an das Leckerli gelangte. Gleich danach stand sie wieder auf, immer noch hielt sie das Leckerli, für mich unerreichbar, vor meine Nase und drängte mir, mit dem Wort „Fuß“ ihren Willen auf. Ich hatte es langsam satt, als sie mich am Halsband führte, meinen Gefühlszustand wohlweislich bemerkend, noch mit „Ruhig“ ansprach. In diesem Moment ergab ich mich und lief ihr einfach nach. Die Klügere gibt nach, dachte ich, und können Sie sich vorstellen, durch diesen Schachzug erhielt ich endlich mein Leckerli. Diesen Zirkus machte sie mit mir noch einige Male. Ich war aber klüger und ließ sie gar nicht lange fackeln, machte das, was sie wollte und kam dabei sehr schnell zu meinem Leckerli. So habe ich meinem Frauchen das Gehen neben mir beigebracht. Natürlich hatte ich mein Frauchen nicht für mich allein. Zu ihrem Rudel gehörten eine Mutter, Großmutter und ein vierjähriger Bruder. Ich habe meine Wurfgeschwister also nur mit vier Zweibeinern eingetauscht. Alle konnte ich gut riechen; nachdem ich sie musterte und prüfte, wie weit ich mit ihnen gehen konnte, verbrachten wir innige gemeinsame Stunden. „Ist die Jacky aber niedlich, oder gucke mal wie süß.“ Waren wohl eher Gefühlsausbrüche, denn dabei bekam ich kein Leckerli. Während des schönsten Spielens mit dem Bruder, der nicht ganz so riesig war wie die anderen Zweibeiner, nahm mich mein Frauchen und setzte mich ganz allein vor die Tür. Was hatte sie nur? Schön war die Versöhnung, denn kurz darauf hat sie wohl mein klägliches Bellen nervös gemacht. Ich bekam eine besonders lange Streicheleinheit. Wenig später kam ich dahinter. Sie hatte entdeckt, dass ich vor Aufregung auf dem Teppich eine kleine Pfütze hinterlassen hatte, wieder wurde ich ausgesperrt. Noch drei Mal passierte mir das Malheur, dann wusste ich, wenn ich von den Anderen getrennt wurde, sollte das eine Strafe sein und so empfand ich dies auch später, als mein Spielen noch viel interessanter wurde, als sehr ungerecht.
Meine Meinung zur Tierärztin vom Kirchberg hat sich mit der Zeit geändert. Sie setzte ihr ganzes Können ein und mein Frauchen ihre ganze Liebe um meine jeweilige Pein: Zahnstein, lange Nägel, eine kleine Magenverstimmung, zu beheben.
Die Tollwut war für mich ein Horrorbegriff, der mich damit verband, dass ich mich einmal im Jahr impfen lassen musste. Ich hatte zur Tollwut ein ganz besonders schlimmes Erlebnis. Gerade, als ich mit meinen Artgenossen im Wartezimmer auf das Impfen wartete, erhielt die Ärztin einen Anruf. Ein herrenloser, seuchenverdächtiger Hund streifte ganz in der Nähe ihrer Praxis herum. Die Ärztin sollte den Hund untersuchen, bevor er erschossen wurde. Nach ihrer Rückkehr berichtete die Ärztin ihrer Krankenschwester, dass sie sofort nachdem sie den Hund gesehen hatte, Tollwut diagnostizierte. Der Hund glotzte sie an, um den Mund hatte er Schaum. Die Ärztin nickte dem Polizisten zu, dieser schoss vorbei und der Hund befreite sich mit einer gewaltigen Kraft von der Leine. Erst der zweite Schuss befreite den Hund von seinem Leiden. Er war auf seiner Flucht eine Gefahr für uns anderen Hunde geworden.
Nun begriff ich, warum die Impfung für uns Hunde sehr wichtig ist. Die Aufgabe eines Tierarztes ist es, nicht bloß einer Hundemutter bei der Geburt ihrer Welpen zu helfen, sondern auch Leiden zu beenden. Zu dieser Zeit verstand ich nichts davon, ich war zu jung dafür und wollte das Leben kennen- und ergründen lernen. Erst später, als ich den einen oder anderen Hundefreund nicht mehr sah, hörte ich, dass er eingeschläfert werden musste. Da merkte ich, dass der Tod zum Leben gehört.
Wenn mein Frauchen zur Arbeit ging, blieb ich bei ihrer Mutter und dem kleinen Bruder. Eines Tages konnte der Junge nicht in den Kindergarten gehen, weil er krank im Bett lag. Seine Mutter hatte auf dem Herd Knochen aufgesetzt. Die kräftige Brühe bekam der Kranke und die Knochen durfte ich abknabbern. Die Mutter hatte vergessen, Suppengrün einzukaufen, das wollte sie schnell nachholen. Sie trug mir auf, die Wohnung zu bewachen und nach dem kranken Bruder zu sehen. Mit den Worten; „Jacky, ich muss ganz schnell noch etwas aus der Kaufhalle holen, achte Du aufmerksam auf die Wohnung“, übergab sie mir eine große Verantwortung. Sehr gern hätte ich sie begleitet, aber ich wurde hier gebraucht. Während ich aus dem Fenster sah und vor mich hindöste, spürte ich in meiner Nase einen beißenden Geruch. Schnell hatte ich die Ursache erspürt. Die Flüssigkeit im Topf auf dem Herd war verdampft, dann verkohlten die Rindfleischknochen, auf die ich mich schon gefreut hatte. Schnell rannte ich in das Zimmer des kleinen Bruders, sprang auf sein Bett und stupse seine Hand mit der Nase an. Er schlief fest. Ich fuhr nochmals mit meiner rauen trockenen Zunge über seinen Arm. Daraufhin drehte er sich um und deckte sich bis zum Hals mit der Decke zu. Der scharfe Gestank drang nun auch in das Kinderzimmer ein. Vor der Tür hörte ich endlich die Mutter mit der Nachbarin sprechen. Ich rannte zur Eingangstür und veranstaltete einen fürchterlichen Lärm. Damit die Mutter die Gefahr bemerkte begann ich jämmerlich zu jaulen. Gleich darauf hörte ich die Tür knarren, die Mutter stürzte in die Wohnung, öffnete die Fenster, schaltete den Herd ab und begoss die verkohlten Knochen mit Wasser, um sie abzukühlen. Als mein Frauchen am Abend nach Hause kam, war nichts mehr von dem beißenden Geruch zu spüren. Nachdem als sie meine Erlebnisse am Abend hörte, streichelte sie mich besonders zärtlich und sagte dankbar; „Jacky, du hast einen großen Schaden verhindert. Danke, mein kleiner Liebling!“
Das Frauchen von Benny hatte ein großes Problem. Sie musste sich von ihrem Benny, ihrem reizenden Rauhaardackel trennen.
Mein Frauchen fragte meinen Hundefreund tief bewegt: „Benny, ich hörte Du musst weg von Deinem Frauchen?“ Mit ihrer Ansprache meinte mein Frauchen natürlich das Frauchen von Benny, aber wie bereits erwähnt, sprechen Hundehalter immer mit den Besitzern über den Vierbeiner. Diese antwortete für Benny.
„Seit einiger Zeit leidet Bennys Herrchen an einer Hundeallergie.“, dabei traten ihr Tränen in die Augen.
Sie atmete tief durch und streichelte Benny leidenschaftlich, dann sprach sie weiter; „Sehr selten kam Bennys Herrchen mit ihm in Kontakt. Erst in seinem Urlaub nahm er eines Abends beim Fernsehen Benny auf den Schoß. Benny leckte ihm dafür dankbar das Handgelenk. Am nächsten Morgen hatte sein Herrchen einen entzündeten Fleck an der Stelle, wo Benny ihn geleckt hatte. Wir nahmen dies nicht so ernst, weil die Entzündung schnell wieder abgeklungen war. Einige Tage später stellten wir fest, egal, wo Benny sein Herrchen berührte oder nur anschnaufte, bekam das Herrchen brennende Ekzeme. Es wurde so schlimm, dass Bennys Herrchen ins Krankenhaus musste, übermorgen wird er entlassen und Benny muss noch vorher aus dem Haus. Wir haben für Benny bei den Großeltern auf dem Lande ein neues Zuhause gefunden.“
Jacky schaute Benny traurig an, und er blickte traurig zurück. So verlor Jacky ihren ersten treuen Freund.
Mein Frauchen wurde eines Tages von einem Hundehasser, einen ständig unzufriedenen Zweibeiner gefragt; “Mögen Sie wirklich die ständig bellenden, sabbernden, nervigen Streuner?
Ich teile die Ansicht von August Strindberg, der schrieb.“
Ich verabscheue Menschen, die sich Hunde halten. Das sind Feiglinge, die nicht den Mut haben andere Leute zu beißen.
