Hundeherz - Hiromi Itō - E-Book

Hundeherz E-Book

Hiromi Ito

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Beschreibung

Die letzten zwei Jahre im Leben eines Familienhunds, durchzogen von Erinnerungen und mit Seitenblicken auf den gebrechlichen Vater der Erzählerin – Stoff für ein Buch, das viele Fragen stellt und so nüchtern-prosaische wie poetische Antworten bereithält. Die drei Töchter der Erzählerin und ihr Mann, der »Hundehasser«, aber auch die drei Hunde, der Vogel und alle anderen Haustiere bilden eine Familie mit einzigartigen Persönlichkeiten. Ihnen allen verleiht die Autorin eine Stimme, begibt sich auf ihre Augenhöhe und zeichnet in kuriosen wie rührenden, amüsanten und nachdenklichen Anekdoten das Bild dieser besonderen Familienkonstellation, wobei oft ein übler Gestank über der Szene liegt. Dabei überlegt sie: Was bedeuten Fürsorge, Verantwortung und Zuneigung zwischen Mensch und Tier? Wie weit reicht das gegenseitige Verstehen? Wo sind Grenzen, wo werden sie überschritten? Das offenbart sich am südkalifornischen Familienwohnsitz ebenso wie in Japan, wo der alte Vater die Tage mit seinem Hund verbringt.  Mit Geduld und Zurückhaltung wird hier beobachtet und zugleich mit Witz, Selbstironie und Sprachgewalt aus den ineinandergreifenden Perspektiven von Mensch und Hund erzählt. Selten hat jemand so offen und schonungslos über Leben und Sterben nachgedacht.

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Seitenzahl: 244

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Hundeherz

Hiromi Itō

Hundeherz

Aus dem Japanischen und mit einem Nachwort von Irmela Hijiya-Kirschnereit

Inhalt

KAPITEL 1: Hundeherz

Hundeherz

Fußball spielen mit Take

Nico ist verwöhnt

Meine Pfoten tun weh

Ob Frauchen da ist?

Take ist ungeduldig

Takes schwere Krankheit

KAPITEL 2: Räusper, räusper – ein bisschen was über Fäkalien

Takes Platz

Ich helfe mit!

Gohan und Sanpo – Fressen und Gassigehen

Nur noch ein kleines Stückchen

Ein paar Kotgeschichten

Takes Zimmer

Opfergaben darbringen

KAPITEL 3: Louis’ Großvater

Der Großvater von Louis

Happy Birthday!

Take und Ohrfluss

Louis in der Ferne

Jemandem bei der Verrichtung seiner Notdurft zu helfen, ist nichts, wovor man sich fürchten müsste

KAPITEL 4: Leben, das geht, Leben, das kommt

Leben geht, Leben kommt

Die Katze, die Mutter und der Pitbull

Mississippi, Kalifornien

KAPITEL 5: Louis auf Reisen

Mit Louis zu zweit

Louis’ Reise

Mission erfüllt

Epilepsie-Tage

KAPITEL 6: Takes Liebe

Ich war auf Reisen

Take ist hetero und sexistisch

Takes Liebe

Mit Pi-chan spielen

Louis’ Gefühle, Nicos Gefühle

Nico trifft auf einen Kojoten

KAPITEL 7: Es ist so weit

Es ist so weit

Louis’ Hundeherz

Schaut her, Takes Gebeine!

So möchte ich werden

Nachwort

Irmela Hijiya-Kirschnereit: Chronik eines angekündigten Abschieds

KAPITEL 1

Hundeherz

Hundeherz

Ich sollte mich wohl beeilen mit dem Schreiben, bevor mich Take allein zurücklassen wird.

Take ist eine Deutsche Schäferhündin im reifen Alter von dreizehn Jahren. Und ich ein Mensch von sechsundfünfzig, als Hund wäre ich längst tot. Es ist fünfzehn Jahre her, dass ich mit meinen Kindern nach Südkalifornien gezogen bin, und eineinhalb Jahre später kam Take. Mit anderen Worten: Fast mein ganzes Leben hier habe ich mit diesem Hund verbracht.

Heute ging ich wieder mit Take im nahegelegenen Park spazieren. Dabei schlagen wir unwillkürlich immer denselben Weg ein. Die Strecke sind wir denkbar oft gegangen, seit sie klein war. Stur, wie wir beide sind, müssen wir den angefangenen Weg bis zum Ende gehen. Um sie zu entlasten, nehme ich in letzter Zeit das Auto für die Strecke zum Park und wieder zurück. Wir drehten also unsere Runde und kehrten zum Wagen zurück. Da merkte ich, der Schlüssel ist weg. Hatte ihn wohl unterwegs verloren. Als ich die Strecke zurückgehen wollte, wurde Take störrisch und bewegte sich nicht vom Fleck.

Take kehrt nicht gern um, sie nimmt auch nicht gern einen anderen Weg. Zudem war sie heute mehr gelaufen als sonst, ihre Gelenke müssen geknirscht haben. Ich kann Take nicht einfach hier stehen lassen, auch wenn ich weiß, dass Widerstand zwecklos ist. Also tat ich, was ich in solchen Situationen oft tue: Ich nahm ihr die Leine ab und ging los, ohne mich umzudrehen. Nun folgte sie mir widerwillig.

Take lässt mich nicht im Stich. Nie, egal, zu welcher Tageszeit, egal, wie fest sie an der Leine zieht und mich wissen lässt, da geht nichts – sobald ich ohne Leine loslaufe, hat sie keine andere Wahl, als mir zu folgen. Es ist der innere Hund, der sie dazu treibt. Dem Willen des Besitzers kann man sich widersetzen, das Hundeherz aber ist unbezwingbar.

Langsam, die Augen am Boden, trottete sie voran, getrieben von ihrer Hundenatur. Ich lief weiter und munterte sie auf: »Komm schon, Take, wir sind gleich da.«

Denselben Weg war ich schon vor dreizehn Jahren gegangen, damals mit rücksichtsvollem Blick, ob es das junge Hündchen schaffen könne. Tome, meine Jüngste, war fast drei Jahre alt, konnte aber noch nicht so lange am Stück laufen, also nahm ich den Buggy mit. Take war gerade erst, mit vier Monaten, bei uns eingezogen, ich war noch unsicher im Umgang mit ihr, und sie vertraute mir noch nicht ganz. Manchmal wollte auch ihre Welpenenergie explodieren. Wenn ich sie von der Leine ließ, lief sie weg und kam nicht mehr zurück. Wenn ich sie verfolgte, lief sie erst recht weiter. So schob ich auf meiner Verfolgungsjagd den Kinderwagen mit meinem Kleinkind darin in voller Fahrt durch die Gegend.

Eines Tages wurde Take auf halber Strecke müde. Sie sah mich mit traurigem Blick an, und als ich auf Japanisch fragte »Magst du einsteigen?«, nickte sie und kletterte ohne zu zögern auf den Wagen. Also nahm ich mein Kind auf den Arm und schob den Buggy mit dem Hund heim. Damals war sie richtig süß. Sie hatte große Ohren, die schön gerade hochstanden. Als sie erwachsen wurde, schrumpften ihre Ohren. Ach was, große Ohren können natürlich nicht wieder kleiner werden, es sah in ihrem jungen Gesicht, das klein und schmal war, nur so aus, als habe sie große Ohren. Als sie heranwuchs, wurde ihr Gesicht größer und die Ohren im Verhältnis dazu kleiner.

Dann wuchs Take zum Junghund heran. In dieser Zeit war es schwer, ihre Energie unter Kontrolle zu halten. Meine Aufgabe war es, morgens mit ihr spazieren zu gehen. Am Nachmittag war Sarako dran. Kurz nach der Umstellung auf Winterzeit wurde es rasch dunkel. Ich achtete immer sehr auf die Zeit für den Hundespaziergang im Winter.

Damals begannen wir mit dem Training. Dafür war Sarako, meine zweite Tochter, zuständig, aber sie war noch in der Junior High School und hatte weder Führerschein noch Geld, also war ich es natürlich, die Take zu den Trainingskursen brachte und bezahlte. Und ich war es auch, die morgens mit ihr Gassi ging, sie fütterte und sie in allen Einzelheiten des Lebens unterwies.

Takes Hundeschule war ein vollwertiges Ausbildungszentrum, wo auch Polizeihunde trainiert wurden. Ein Deutscher Schäferhund kann aggressiv sein und braucht, um ihn unter Kontrolle zu halten, ein gründliches Gehorsamkeitstraining, heißt es, sowie ein Angriffstraining, um ihn zu stoppen, wenn er aggressiv wird. Also ließen Sarako und ich die Sache nicht schleifen, sondern fuhren jeden Samstag mit ihr zur Hundeschule. Anfangs klappte nicht mal der Befehl »Sitz!«. Sobald Sarako sich umdrehte, stand sie auf, wenn man sie rief, bockte sie und lief weg, versteckte sich manchmal hinter mir oder floh zurück in den Wagen. »Take will einfach nicht gehorchen, ich glaub, sie pubertiert«, meinte Sarako, die selber mitten in der Pubertät steckte, ein ums andere Mal mit weinerlicher Stimme. Nachdem sie diese Befehle beherrschte, machten wir fleißig allerlei fortgeschrittene Übungen mit ihr, zum Beispiel einen Bösewicht (einen Trainer mit Schutzkleidung) furchteinflößend anzubellen, den Bösewicht zu verfolgen und ihn auf Zuruf von Sarako anzugreifen oder den Angriff auf ihren Zuruf hin zu stoppen.

Das Belltraining hat sich immer dann als nützlich erwiesen, wenn wir Gäste hatten, und das Angriffstraining hat zumindest in einem Fall geholfen. Bei einem Spaziergang biss sie einen Parkwächter, der Sarako kontrollieren wollte. Wir Eltern gingen in den Park und entschuldigten uns, aber der Wachmann redete merkwürdig vage und verworren, und Sarako erzählte uns später, wie dieser Parkwächter sein Amt missbraucht hatte, indem er sie, ein Mädchen, das allein unterwegs war, verfolgte, belästigte und zum Weinen brachte. Take wurde von allen gelobt: »Gut so, du hast sie beschützt.«

Ein andermal hatte sie einen Elektriker gebissen, der zu Renovierungsarbeiten mit einer langen Messlatte ins Haus kam. Der Elektriker war ein Bösewicht, ein »Fremder«, ein »Mann mit einer Waffe« und ein »Eindringling«, so wie es ihr beigebracht worden war, also waren sich alle einig, dass es so kommen musste (der Elektriker war auch ein Hundehalter), und die Sache wurde beigelegt.

Damals war Take stark und groß und konnte alles. Mit mir ging sie im Park spazieren, aber wenn Sarako, Take und Tome rausgingen, machten sie alles Mögliche, zum Beispiel zu zweit auf dem Roller stehen und sich von Take den Hügel hinunterziehen lassen. Verletzungen gab’s jede Menge, aber auch jede Menge Spaß.

Wenn die Freundinnen von Sarako und Tome mitkamen, weckte das in Take ihr über viele Generationen geprägtes Hundeherz, sie rannte umher und umkreiste die Mädchengruppe. Wann immer ein Kind aus der Gruppe ausscherte, rannte sie zu ihm und versuchte, es wieder zu den anderen zurückzubringen. Man konnte förmlich hören, wie sie zählte: »eins, zwei, drei. Eins, zwei, drei, oh, da fehlt ja eine!«

Das Rudel zusammenzuhalten und zu zählen, gehört zum Wesen von Schäferhunden. Ihr Stammbaum wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland festgelegt. Es heißt, die Rasse entstand aus einer Mischung aus lokalen Schäferhunden und Wölfen. Im Ersten Weltkrieg wurden sie für militärische Zwecke eingesetzt, sie überraschten mit ihren Fähigkeiten und wurden anerkannt, und so verbreitete sich die Rasse über die ganze Welt, aber warum auch immer, in England heißt er Elsässer und nicht Deutscher Schäferhund.

In Hundebüchern wird er als stark, groß, klug, treu, gelehrig beschrieben, als geschickter Verteidiger und fähig, Home-Runs zu schlagen wie ein Rekordhalter in der Baseball Hall-of-Fame, was ich aufgrund meiner Eindrücke im Alltag nur bestätigen kann. Er kann so viel mehr als die kleinen Hunde, die Shiba Inus und Spitz-Mischlinge, die ich bisher hatte. Es ist eine wahre Freude. Mal abgesehen von ihrer übermenschlichen Begeisterung für Essen und Spaziergänge lebt es sich ansonsten ziemlich ähnlich wie mit Menschen. In ihren mittleren Lebensjahren lag Take oft mit melancholischer Miene in ihrem Hundebett, und Familie und Freunde, die vorbeikamen, flüsterten: »Vielleicht solltest du ihr Antidepressiva geben.« Wirklich ziemlich menschlich. Als sie noch älter wurde, kam sie aus ihrer Depression heraus. Vielleicht hatte sie sich abgefunden. Auch meine Mutter war schon in jungen Jahren depressiv und reizbar, aber im Alter, als sie im Krankenhaus lag und bettlägerig wurde, erholte sie sich von ihrer Depression (kurz nachdem eine Lähmung ihrer Gliedmaßen eingesetzt hatte, fiel sie in eine weitere Depression, überwand sie aber schließlich) und beendete ihr Leben als fröhliche und friedliche alte Frau. Vielleicht ist das bei Take ja genauso.

Der Park bestand aus einer großen Rasenfläche, einem Eukalyptushain und einem Areal mit einheimischer Vegetation dahinter. Wir erschlossen uns das Gelände in alle Richtungen. Doch schließlich wurde die Rasenfläche zu einem Parkplatz. Der Eukalyptushain wurde zur Hälfte zerstört. Auf einem Hügel wurde ein Gebäude errichtet. Heute ist es ein Gemeindezentrum mit Seniorenhaus, eine unverzichtbare Anlaufstelle für ältere Menschen aus der Gegend.

Die einheimischen Pflanzen wurden unter Schutz gestellt. Wo das Gelände bisher sich selbst überlassen war, wurden Wege angelegt, auf denen man gehen konnte, und Zäune um Gebiete errichtet, die nicht betreten werden durften, dazu Verbotsschilder aufgestellt. Nicht, dass wir daran gedacht hätten, die Verbotsschilder zu entfernen, aber da, wo keine standen, schlüpften wir hinein, um die geliebten einheimischen Pflanzen zu bestaunen. Was wo wächst, wann es blüht und wann die Beeren reifen, all das wissen wir. Ich fühlte mich wie ein Trapper mit seinem Hund. Sie wissen schon, die Sorte, die allein in den wilden Bergen Nordamerikas lebt, jagt, die Truppen durchs Gelände lotst, Bärenschinken und getrocknetes Hirschfleisch herstellt, fließend »Indianisch« spricht und schließlich, auf sein Lieblingsgewehr gestützt, auf freiem Feld tot umfällt. Das bin ich. Allerdings ist das Gelände bestens geeignet, um seinen Hund auszuführen, und so laufen hier auch andere Trapper mit ihren Hunden entlang. Wenn Take mit Kindern zusammen ist, ist sie ein Hund, der die Herde zusammenhalten will, aber wenn sie mit mir in der Wildnis unterwegs ist, geht sie ganz in ihrer Hundeherz-Rolle auf, die Schafe und mich zu beschützen, und jeder Hund, dem wir begegnen, ist ein Wolf oder Bär, den sie zu meinem Schutz verbissen bekämpfen muss.

Take war groß und stark, und meistens wurde der andere Hund verletzt. Ich musste mich häufig entschuldigen und des Öfteren auch für die Behandlung bezahlen. Um sicherzugehen, dass Take nicht vor mir auf einen anderen Hund traf, spitzte ich die Ohren, lauschte fernen Geräuschen und beobachtete die Büsche. Beim Gehen sagte ich immer wieder: »Ich zuerst«, »ich zuerst«. Take lernte diese Worte, und wenn sie das hörte, wich sie geschwind hinter mich.

Hier und da gab es Trampelpfade. Manchmal sah man Leute an Stellen, wo wir nie hingegangen wären. Im Gebüsch waren sogar Spuren von Übernachtungen. Weggeworfene Kondome.

Take macht sich im Gebüsch zu schaffen. Wenn man sie ruft, kommt sie zurück, manchmal kommt sie aber auch nicht. Wenn sie nicht zurückkommt, obwohl man sie wiederholt gerufen hat, dann deshalb, weil sie ihren antrainierten Hundeverstand beiseiteschieben musste, um ihrem Hundeherzen treu zu sein. Wenn sie dann endlich zurückkommt, leckt sie sich das Maul, man sieht, dass sie etwas gefressen hat. Essensreste von dem Nachtlager oder menschliche Exkremente, ich erkenne es am Geruch. »Was frisst du denn! Wie eklig!«, schelte ich sie laut, aber Take tut so, als hörte sie nicht.

An einer Stelle unseres Wegs gibt es einen mit roter Erde bedeckten steilen Felsen.

Als Take jung und stark war und so weit rennen konnte, wie sie wollte, ohne je müde zu werden, stellte ich mich auf die Klippe und warf einen Ball weit in die Gegend. Take jagte ihm hinterher. Egal, wohin ich den Ball warf, sie durchkämmte jeden Fleck unterhalb der Klippe und fand ihn immer. Während ich von oben zusah, dachte ich: Was treibt einen Hund so weit?

Manchmal steckt der Ball im Geäst eines Baumes fest. Dann springt sie aufrecht auf ihre Hinterbeine, drückt sich mit dem Bauch an einen Ast, als wolle sie sich daran hochhangeln, um den Ball zu erwischen. Oder aber sie rollt sich tief unter das Gebüsch, gräbt sich regelrecht ein und kommt, den Körper in Spinnweben eingehüllt, wieder heraus. Nur um sich gleich darauf wieder mit neuem Elan hineinzustürzen. Immer und immer wieder holt sie den Ball. Und wenn sie ihn holt, ist es nur ein Ball. Ein schmutziger Ball, der ihr gleich wieder weggenommen wird. Wenn er denn weggenommen werden kann! Wenn du ihn ehrlich rausrückst, werde ich ihn bestimmt wieder werfen. Dieses Spiel kann ewig weitergehen. Aber Take fällt es schwer, den Ball loszulassen.

Take kommt also mit großer Begeisterung zu mir zurückgerannt, nach all den Schwierigkeiten, mit dem Ball im Maul. Aber sie lässt den Ball nicht los. Sie will nicht loslassen, also kann das Spiel nicht weitergehen. Ich schimpfe lautstark mit ihr. Ich versuche sogar, ihren Kiefer aufzuzwingen, um ihr den Ball zu entreißen. Aber sie gibt nicht nach. Mit ihren scharfen Zähnen hält sie den Ball fest, mit solcher Kraft, dass man ihr selbst mit einem Werkzeug nicht hätte beikommen können. Sie schließt die Augen, beißt die Zähne zusammen und wartet einfach ab, bis meine irrationale Erregung irgendwann verfliegt, Hauptsache, sie hat den Ball.

Ich war empört, dass Take, die in anderen Dingen fügsam war, sich so stur verhielt, was den Ball anging, so hartnäckig ihre eigenen Wünsche verfolgte. Ich war sogar wütend. Ich konnte es nicht begreifen. Was gab es denn an dem Ball, das für einen Hund wichtiger war als die Stimme seines Besitzers?

Ich war es, die die Geduld verloren hatte. Ich schämte mich dafür, dass ich wütend wurde und den Hund wegen eines Balls anschrie. Schließlich fand ich die Lösung, wie man ihn aus Takes Maul herausbekommt. Du musst eben zwei Bälle mitnehmen. Sobald sie einen apportiert, wirfst du den anderen. In dem Moment, wo der zweite Ball losfliegt, lässt Take den ersten mir nichts, dir nichts fallen.

Dass sie den Ball aufnimmt und im Maul behält, ist nicht ihre eigene Entscheidung und auch nicht nur ein Erbe ihrer Eltern, die Polizeihunde waren, sondern ihr Wesen als Hund. Es muss so etwas sein wie ein kollektiver Konsens der Hundeherzen über alle Generationen, in alle Ewigkeit, dachte ich immer und immer wieder, als ich auf dem Felsen stand.

Nach einiger Zeit begannen wir ein neues Spiel. Ich stand am Fuße der Klippe und warf ihr Zweige zum Apportieren hin. Das war damals, als Take alle meine Kinder überholt hatte und man sie, wäre sie ein Mensch, Tante genannt hätte, ungefähr im gleichen Alter wie ihre Besitzerin, und nachdem wir sie sterilisieren ließen. Sie wurde dicker. Auch ich hatte zugenommen. Sarako zog aus, um an die Universität zu gehen (sie sollte später zurückkehren), also begann ich, morgens und abends mit Take spazieren zu gehen. Abends kam Tome mit, mir war aber nicht wohl bei dem Gedanken, die beiden allein gehen zu lassen, sie könnten schließlich einem anderen Hund begegnen.

Am Fuß der Klippe wachsen Eukalyptusbäume. Eukalyptus hat einen schnellen Stoffwechsel. Blätter, Zweige und Rinde fallen ab, sobald sie wachsen. An Ästen zum Werfen mangelt es also nicht. Sobald ich einen Zweig in der Hand halte, senkt Take ihren Unterkörper, bereit, jeden Moment loszustürmen, und starrt mit einem Glitzern in den Augen auf meine Hand.

So ging das lange Zeit. Über viele Jahre.

Jetzt ist Take blind und taub und kann keinen der geworfenen Zweige mehr apportieren. Jetzt gehen Take und ich nicht mehr den Abhang hinunter. Denn sonst müssten wir ihn ja wieder hochklettern. Es gibt zwei Wege – einen steilen, kurzen Anstieg und einen längeren, langsameren –, aber beide werden für Take immer mühsamer.

Den verlorenen Schlüssel fand ich am Beginn des schmalen Pfades, der den Felsen hinunterführt. Auf dem Rückweg trottete Take schweigend weiter. Sie starrte nur auf den Weg vor sich und keuchte im Gehen. Dabei schienen ihre Gelenke in Beinen und Hüften zu schmerzen. Es heißt ja, dass viele Schäferhunde Probleme mit den Gelenken haben. Obwohl Take ein relativ gesundes Leben führte, könnte es sein, dass sie im hohen Alter schließlich doch die Krankheit befiel, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Man spricht oft von »karmischer Krankheit«. Take ist jetzt so alt wie mein Vater, der allein in Kumamoto lebt, nachdem meine Mutter starb, und so läuft sie nun mühsam mit mir durch die Gegend.

Take kam zu uns, und ich begann, mit ihr spazieren zu gehen. Dann betraten wir zum ersten Mal den Park. Bis dahin hatte ich nicht einmal bemerkt, dass es nebenan einen Park gab. Wir bekamen Take im Spätsommer. Die Pflanzen waren verdorrt und abgestorben. Im Gehen gab ich dem Park den Namen »Das wüste Land«. Der Winter kam und es regnete. Der Frühling kam und die Blumen blühten. Überall im wüsten Land blühten Blumen. Ich staunte über die Menge der Blumen, ihre Vielfalt und die Lebendigkeit der Farben. Der Frühling ging vorbei, alles trocknete aus und starb ab. Der Sommer ging zu Ende, der Winter kam, und dann regnete es wieder, und ich sah die Blumen blühen. Immer war Take dabei.

Fußball spielen mit Take

Seit langer Zeit ging ich erstmals wieder auf den Parkplatz, um Fußball zu spielen. Für die gerade mal drei Minuten Entfernung nahmen wir den Wagen.

Take jagte fröhlich dem Fußball hinterher. Doch dann wurde mir etwas klar. Wenn wir früher Fußball spielten, fand ich Take trotz ihres Alters immer sehr energisch. Sie rannte überall hin, und wenn der Ball gekickt wurde, jagte sie ihm hinterher. Heute aber lungerte sie nur zwischen Tome und mir, die wir uns den Ball zuspielten, herum, »ach rechts, ach links«, sie bewegte fast nur ihren Kopf hin und her.

Als Take, Tome und ich anfingen, Fußball zu spielen, galten folgende Regeln:

Tome und ich spielten uns den Ball zu, dann jagte Take ihm hinterher. Wenn der Ball von dem Kurs abwich, den wir grob festgelegt hatten, packte ihn Take, nahm ihn zwischen die Zähne und brachte ihn wieder in Stellung.

Die Regeln hatte Take ausgearbeitet. Sie pflanzte sich mal hier und mal dort auf und wechselte die Position. Sobald sie den Ball erwischt hatte, musste sie ihn loslassen, anderenfalls hätte sie so stark zugebissen, dass er schnell unbrauchbar geworden wäre. Dann riefen wir unisono: »Take, ein Punkt«, worauf Take den Ball fallen ließ und sich entfernte, erwartungsvoll mit den Hüften wackelte und zusah, wie der Ball wieder getreten wurde, um ihm dann erneut hinterherzujagen.

Manchmal platzierte sich Take zwischen uns und nahm eine Verteidigerposition ein. Wir versuchten dann, zwischen ihren Beinen durchzuspielen, was manchmal misslang, sodass wir ihr den Ball ins Gesicht schlugen. Sie stoppte den Ball mit ihrem Körper, zwar lächelte ihr Gesicht nicht, aber man sah sie mit den Hüften wackeln, als ob sie vor Freude lachte. Sie stand auf und lief weiter, wackelte wieder mit den Hüften. Und jagte wieder dem Ball nach.

Das tut sie jetzt nicht mehr. Seit wann eigentlich?

Damals benutzten wir einen löcherigen, schlappen Fußball. Daher sprang er nicht gut. Immer wenn der Ball aus dem imaginären Spielfeld flog, biss Take zu und brachte ihn wieder in Position, sodass er noch mehr ausleierte. Schließlich war er so schlapp, dass man ihn überhaupt nicht mehr treten konnte. Also kaufte ich einen neuen Ball. Es war ein billiger, aber ordentlicher Fußball mit einer glatten Oberfläche, richtig prall aufgepumpt. Doch Take schlug erbarmungslos ihre Zähne hinein, sodass er sofort erschlaffte. Nun überlegten wir uns, Take mit einem Tennisball zu beschäftigen.

Sosehr Take es auch genoss, in den Fußball zu beißen, sobald der Tennisball losgeworfen wurde, war sie so aufgeregt, dass sie nicht anders konnte, als diesem rücksichtslos hinterherzujagen. Sie vergaß ganz und gar den Fußball und musste den Tennisball jagen, fangen und ins Maul nehmen. Auch hier regiert sie ihr Hundeherz. Take hat ein großes Maul. Wenn sie einen Ball erwischt und ein weiterer geworfen wird, muss sie unbedingt den zweiten auch noch auffangen. Und das war unsere Strategie. Wenn wir sie zwei Bälle schnappen lassen, wird sie dem Fußball hinterherjagen, ohne reinzubeißen. Meine Güte, warum ist mir so etwas Einfaches nicht schon früher eingefallen, fragte ich mich und schämte mich, so viele Fußball-Existenzen verschwendet zu haben.

In meinen Kindertagen in den 1960er Jahren kam in den ärmeren Vierteln von Tokyo der Grubenentleerer mit einem Pumpwagen herum und saugte die menschlichen Fäkalien aus den Abortgruben der Häuser auf. Nach getaner Arbeit steckte der Mann einen Baseball in die Mündung des Vakuumschlauchs. Daran denke ich jedes Mal, wenn ich Take dazu bringe, einen Tennisball ins Maul zu nehmen. Der japanische Lorbeer und die Aralien in den feuchten Gassen der Seitenstraßen, wo die Vakuumwagen geparkt waren. Wie viel ich Tome auch davon erzähle, sie versteht sie nicht, diese Gerüche, meine Kindheit in den Hinterhöfen und die Farben der Stadt.

Take hielt sich an die Regeln. Schließlich waren es Regeln, die sie selbst aufgestellt hatte. Von hier ab ist es Frauchens Ball, und von hier bis hier ist es meiner.

Als es darum ging, den Tennisball ins Maul zu nehmen, fand sie den Dreh, ihn mit der Schnauze zu stupsen, anstatt reinzubeißen. Sie stoppte den Ball, den ich Tome zugeschossen hatte, und gab ihm einen kleinen Stups. Wenn der Ball auf Pflanzen zurollte und von ihnen gestoppt wurde, holte sie ihn ein und stupste ihn ein wenig an. Sie bewegte ihn nicht etwa. Sie stupste den Ball nur ein wenig und betrachtete ihn mit einem Ausdruck, als hielte sie ihn für lebendig und als wollte sie sagen: »Na, ob er sich wohl bewegt?«

Ich hätte nie gedacht, dass man auf diese Weise mit einem Hund ein fußballähnliches Spiel spielen könnte. Take brauchte zehn Jahre, um auf dieses Niveau zu kommen. Ein sehr großer Hund hätte schon das Ende seiner Lebensspanne erreicht.

Zu der Zeit, als wir diesen Fußball spielten, starben Takes Mutter, ihr Hundebruder und die Besitzerin der beiden, meine eigene Mutter starb, mein Vater blieb allein zurück, und ich war sehr damit beschäftigt, über den Tod nachzudenken. Oft dachte ich: Take, jetzt läuft’s so schön, aber du musst bald sterben. Wie kurz ist doch die Zeit! Doch seither sind drei Jahre vergangen, und Take lebt immer noch. Sie kann nicht mehr Fußball spielen, aber sie kann immer noch »ach rechts, ach links«.

Nico ist verwöhnt

Im Winter regnet es. In dieser Region regnet es nur im Winter. Es gibt nie sanften oder Nieselregen, Stürme kommen und bringen Regen mit. Auch die See ist rau. Die Pflanzen, die normalerweise ausgetrocknet sind, erwachen zum Leben. Mein Herz ist in Hochstimmung und sagt »Regen, Regen, hör nicht auf«, aber es gibt ein Problem: Die Hunde wollen nicht nach draußen gehen.

Ein Haus im kalifornischen Stil denkt nicht an Regen. Es gibt weder Dachrinnen noch Dachvorsprünge, und sobald man die Tür öffnet, ergießt sich das Regenwasser in Strömen. In dem Moment, in dem die Hunde, die normalerweise draußen ihren Kot absetzen, hinauszugehen versuchen, schrecken sie vor dem Regen zurück, und anscheinend versiegt auch ihr Harn- und Kotdrang. Und so hinterlässt Nico wie üblich ganz ohne zu zögern überall seine Pfützen, und manchmal liegt von Take – »was soll ich machen?« – ein großer Haufen schuldbewusst neben der Treppe. Das Haus ist gefliest, hell, und überall stehen Topfpflanzen herum. Als Take ein Welpe war, habe ich ihr beigebracht, dass es in Ordnung ist, dort zu koten, weil es fast dasselbe ist wie draußen. Zwar habe ich’s ihr beigebracht, aber sie betrachtet es als Notmaßnahme, nur wenn sie keine andere Wahl hat, normalerweise hält sie durch, bis sie draußen ihr Geschäft erledigen kann.

Nicos Toilettenmanieren sind haarsträubend. Er wohnt seit fünf Jahren in diesem Haus, also sollte jeder Zentimeter sein Revier sein. Und trotzdem setzt er im ganzen Haus seine Haufen ab und pinkelt überall hin. Er hat weder den Verstand noch die Gewohnheit entwickelt, das an einem bestimmten Ort zu tun wie Take. Jeden Tag finde ich seine Hinterlassenschaften woanders und bin entsetzt. Es ist wie ein Versteckspiel. Er mag anscheinend Telegrafenmasten. Wenn im Schlafzimmer das Bettlaken über den Bettrand hängt und den Boden berührt, scheint er das für einen Telegrafenmasten zu halten, der von oben nach unten und nicht von unten nach oben wächst. Wenn Tomes Tasche oder ihr Pullover auf dem Boden liegen, hebt er das Bein, denn das ist auch ein Telegrafenmast. Neulich hat er in mein Arbeitszimmer einen Haufen gesetzt. Nico verbringt die meiste Zeit des Tages in meinem Arbeitszimmer. Ich hatte Lust, ihn bei der Brust zu packen und zu fragen, ob er die Hunderegel nicht kenne, dass man nicht im eigenen Revier kotet (das weiß sogar ich!).

Upps, ich habe vergessen, Nico vorzustellen. Er ist ein fünfjähriger Papillon-Rüde. Als Take acht Jahre alt war, stieß der drei Monate alte Nico zu uns.

In den acht Jahren, bis Nico kam, hatte Take andere Hunde gehasst. Wenn sie einen Hund sah, griff sie ihn an. Als Nico dann kam, waren alle sehr besorgt. Die Pflegemutter (d. h. die Züchterin), die Nico zu uns brachte, musste anscheinend auch schlucken, als sie Take sah (ich war nicht dabei). Sie soll mehrfach betont haben, sie sei sich nicht sicher, ob dieser Welpe hier wirklich überleben würde.

Eine achtjährige Deutsche Schäferhündin ist eine alte Frau und ein drei Monate alter Papillon ein argloses, liebenswertes Kleinkind. Trotzdem ging Take grob mit Nico um, ließ ihren Ärger an ihm aus, fletschte die Zähne, drohte ihm, wurde emotional und schimpfte mit ihm. Sie biss ihn mehrmals, bis er blutete. Man könnte sagen, sie hat ihm das Leben reichlich schwer gemacht, andererseits könnte man auch sagen, es lief größtenteils friedlich, denn ihm ist ja nichts weiter passiert.

In einem Hunderudel gibt es keine Demokratie. Es ist eine Beziehung zwischen einem tyrannischen Vorgesetzten ohne Mitgefühl und unterwürfigen Untergebenen, die darauf gepolt sind, seine Stimmung zu lesen. Familienähnliches Mitgefühl und Liebe sind ein Mechanismus, der nur zwischen einzelnen Individuen funktioniert.

Übrigens, offiziell (ich frage mich, was offiziell heißt) ist Nico der Hund meiner Jüngsten, Tome.

Vor fünf Jahren verbrachte ich ein paar Monate mit Tome in Kumamoto. Mein Mann blieb allein zu Hause in Kalifornien. Meine älteren Töchter waren schon aus dem Haus. Ich hatte Tome mitgenommen, um sie ans Japanische zu gewöhnen, und nicht etwa mit der Absicht, sie zu entführen. Mein Mann hätte uns begleiten können, aber aus verschiedenen Gründen, etwa weil er kein Japanisch spricht, wegen der Luftfeuchtigkeit in Südjapan und beruflichen Problemen, entschied er sich dagegen. Doch dann machte er sich Sorgen, dass er Tome womöglich nie wiedersehen würde, also tat er alles, was er nur konnte, um sie wieder heimzulocken, und besorgte ihr den Papillon-Welpen, den sie sich gewünscht hatte. Als wir kurz vor Weihnachten nach Hause kamen, gab es einen Baum und einen Welpen. Und der Welpe hing mehr an mir als an Tome.

Der Welpe war schwach, abgemagert und fragil. Er ging unbeholfen, nur seine Ohren waren groß genug, um ihn in die Luft zu heben, und sein Körper zitterte unter dem Gewicht seiner Ohren. Eigentlich hatte ich die Verantwortung Tome übergeben wollen, doch ich konnte ihn nicht sich selbst überlassen und ging dazu über, ihn wie ein Känguru unter meinen Pullover zu stecken, sodass sich der Kragen klebrig-wabernd weitete. Nico war ein wählerischer Esser und wurde leicht hibbelig, also hielt ich ihn auf meinem Schoß und fütterte ihn Bissen für Bissen mit einem Löffel. Im Englischen nennt man einen handzahmen Vogel handgefüttert (hand-fed), genau das war’s auch hier: ein handzahmer Hund. Nico konnte gar nicht anders, als sich an mich zu binden. Er liegt wie ein Schatten zu meinen Füßen, wenn ich arbeite, und wenn ich schlafe (vorausgesetzt, mein Mann ist nicht da), kommt er ins Bett und kuschelt sich an mich. Wenn ich Auto fahre, sitzt er immer auf der Armstütze und starrt in die Richtung, in die ich schaue. Und manchmal schmiegt er sich wie ein Verliebter an meinen Arm.

Ich machte ein Experiment. Im Park ließ ich Nico auf einer Seite stehen und platzierte mich mit meinen Töchtern, eine neben der anderen, ihm gegenüber; dann riefen wir alle gleichzeitig: »Nico, komm her.« Da kam Nico doch direkt auf mich zugelaufen! Ich war glücklich. Wie oft wir’s auch wiederholten, das Ergebnis war immer dasselbe. Es tat mir richtig gut. Tome war frustriert: »Du bist gemein, wenn du ihn in so hohen Tönen rufst, läuft er natürlich zu dir!« Doch auch wenn ich meine Stimme verstellte und ihn in männlich-strengem Ton herzitierte, schoss er wieder direkt vor meine Füße. Ich war so glücklich, dass ich nicht aufhören konnte zu lachen. Nun wusste ich, dass er mein Hund war.