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Die metrischen Übersetzungen von 100 Liedern nach Professor Dr. Julius Grill. I. Gebete und Zaubersprüche. A. Zur Abwendung des Uebels. 1. Dämonen. 2. Schlangen. 3. Würmer. 4. Krankheit. 5. Blutung. 6. Wunden. 7. Aussatz. 8. Fehlgeburt. 9. Irrsinn. 10. Feinde. 11. Speiseräuber. 12. Verfluchung. 13. Zauberei. 14. Vergiftung. 15. Eifersucht. 16. Zorn. 17. Uneinigkeit. 18. Unredlichkeit. 19. Verschiedene schädliche Wesen. 20. Allerlei Übel. 21. Missgeschick. 22. Unglücksvogel. 23. Schlimmes Zeichen. 24. Eingriff in priesterliches Recht und Eigenthum. 25. Opferversehen. 26. Allerlei Versündigung. 27. Feindlicher Gottesdienst. B. Zur Erlangung eines Guts. 1. Langes Leben. 2. Segen beim Kommen der beiden ersten Zähne. 3. Haarwuchs. 4. Schlafzauber. 5. Liebeszauber. 6. Verschaffung eines Gatten. 7. Gewinnung einer Gattin. 8. Hochzeitssegen. 9. Wiedergewinnung eines abspenstigen Gatten. 10. Einweihung eines Hauses. 11. Wiedererrichtung eines durch's Feuer zerstörten Hauses. 12. Segen für's Vieh. 13. Gewitterspruch. 14. Getreidesegen. 15. Segen über Eigenthum und Opfer. 16. Königssegen. 17. Schlachttrommellied. 18. Krämerlied. 19. Gesellschaftssegen. 20. Würfelglück. 21. Hellsehen. 22. Erlangung der Seligkeit. II. Betrachtung. Die Zeit. Bemerkungen.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Hundert Lieder des Atharva-Veda
In der Übersetzung von Julius Grill
Inhalt:
I. Gebete und Zaubersprüche.
A. Zur Abwendung des Uebels.
1. Dämonen.
2. Schlangen.
3. Würmer.
4. Krankheit.
5. Blutung.
6. Wunden.
7. Aussatz.
8. Fehlgeburt.
9. Irrsinn.
10. Feinde.
11. Speiseräuber.
12. Verfluchung.
13. Zauberei.
14. Vergiftung.
15. Eifersucht.
16. Zorn.
17. Uneinigkeit.
18. Unredlichkeit.
19. Verschiedene schädliche Wesen.
20. Allerlei Übel.
21. Missgeschick.
22. Unglücksvogel.
23. Schlimmes Zeichen.
24. Eingriff in priesterliches Recht und Eigenthum.
25. Opferversehen.
26. Allerlei Versündigung.
27. Feindlicher Gottesdienst.
B. Zur Erlangung eines Guts.
1. Langes Leben.
2. Segen beim Kommen der beiden ersten Zähne.
3. Haarwuchs.
4. Schlafzauber.
5. Liebeszauber.
6. Verschaffung eines Gatten.
7. Gewinnung einer Gattin.
8. Hochzeitssegen.
9. Wiedergewinnung eines abspenstigen Gatten.
10. Einweihung eines Hauses.
11. Wiedererrichtung eines durch's Feuer zerstörten Hauses.
12. Segen für's Vieh.
13. Gewitterspruch.
14. Getreidesegen.
15. Segen über Eigenthum und Opfer.
16. Königssegen.
17. Schlachttrommellied.
18. Krämerlied.
19. Gesellschaftssegen.
20. Würfelglück.
21. Hellsehen.
22. Erlangung der Seligkeit.
II. Betrachtung.
Die Zeit.
Bemerkungen.
Hundert Lieder des Atharva-Veda, Julius Grill
Jazzybee Verlag Jürgen Beck
Loschberg 9
86450 Altenmünster
ISBN: 9783849600068
www.jazzybee-verlag.de
Im Verlauf eines eingehenderen Studiums der Atharva-Samhita drängte sich mir das Bedürfniss auf, eine grössere Anzahl von Liedern metrisch in's Deutsche zu übertragen, theils um vermittelst dieser gebundenen Form der Wiedergabe das Poetische oder doch das Alterthümliche und orientalisch Naive des Inhalts besser nachempfinden und richtiger bemessen zu können, theils um überhaupt an der Uebersetzung die Schwierigkeiten, die auch dieser Theil des Veda darbietet, mir noch nachdrücklicher im Einzelnen zum Bewusstsein zu bringen und mir über Art und Umfang derselben ein sichereres Urtheil zu bilden. Auf solche Weise ist die Sammlung von 100 Liedern entstanden, die ich hiemit vor die Oeffentlichkeit treten lasse.
Die Gesichtspunkte, die mich bei der Auswahl hauptsächlich leiteten, waren einmal das Bestreben, dem Leser einen etwas umfassenden Einblick in den manchfaltigen Inhalt des Atharvan zu ermöglichen, sodann aber auch die negative Rücksicht der Beiseitsetzung solcher Stücke, die sei es wegen ihres Inhaltes, sei es wegen unlösbarer sprachlicher Schwierigkeiten oder allzuverdorbener Textgestalt für eine Wiedergabe zumal an diesem Ort sich nicht eignen. Was in erstrer Beziehung geboten ist, wird der Leser rasch aus den Ueberschriften ersehen. Dass es sich um eine materielle Vollständigkeit nicht handeln konnte, braucht im Uebrigen kaum bemerkt zu werden. Ich habe namentlich von einer Aufnahme solcher Lieder Umgang genommen, die sich in abstruser Speculation über das geheimnissvolle Wesen des Cultus, seiner Organe und ihrer einzelnen Verrichtungen, oder über metaphysische und kosmogonische Fragen ergehen, obwohl dieselben einen nicht unbeträchtlichen Theil der Samhita ausmachen. Es erklärt sich unter andrem daraus, dass mehreren Büchern der Sammlung nichts, oder nur weniges entnommen wurde. Ebenso begründet dürfte es auch sein, dass Stücke, die mehr oder weniger gleichlautend und vollständig in einer andern vedischen Samhita sich finden, im Allgemeinen nicht berücksichtigt wurden, da eben das Eigenthümliche des Atharvan zur Anschauung gebracht werden sollte. Damit war z.B. von vorn herein das grosse 20. Buch ausgeschlossen, dessen einziger eigenthümlicher Bestandtheil (die sog. Kuntapalieder 127-136) aus andern Gründen ebenfalls sich als ungeeignet erwies. Vollends klar lagen die Dinge bei Liedern oder Sprüchen mit mehrfachen Wertformen, deren Sinn in keiner Weise sicher zu bestimmen ist, – ein Fall, vor dem der Uebersetzer und Erklärer des Atharvaveda nur zu oft steht, und der häufig mit jenem andern Uebelstand deutlich genug zusammentrifft, dass der Text der Samhita in mehr oder weniger entstellter und für jetzt nicht wiederherzustellender Form vorliegt.
Je zahlreicher auch abgesehen hievon die Schwierigkeiten des Textes sind, desto mehr schien mir für eine Uebersetzung auch hier der Kanon des Meng-Tsö Geltung zu haben: Shue shi tshè, pu i wen hai ts'ö, pu i ts'ö hai tshi, i i ni tshi, shi wei te tshi d.i. »Willst du ein Lied erklären, so thue nicht um eines Worts willen dem Satz, noch um eines Satzes willen dem Sinn des Ganzen Gewalt an; komme dem Gedanken des Dichters ahnend entgegen, so wirst du ihn verstehen lernen« (V, 1, 4, 2. S. Legge, the Chinese classics i, 229). In wie weit es mir gelungen ist, dieser unanfechtbaren Vorschrift zum Heil der Sache nachzukommen, mögen sachverständige und billige Beurtheiler entscheiden. Ich bin mir selbst der mancherlei Mängel dieses Versuches viel zu sehr bewusst, um nicht zum Voraus mich für jede freundliche Belehrung und Berichtigung dankbar zu bekennen. Ich habe namentlich mein lebhaftes Bedauern darüber auszusprechen, dass ich nicht in der Lage war, das Kauçika-Sutra für die Zwecke der Uebersetzung und Erklärung der ausgewählten Lieder in der wünschenswerthen Weise zu nützen, – ein Bedauern, das nur einigermassen durch die Erwägung gemildert wird, dass der überaus fehlerhafte Text der wenigen zur Zeit in Europa befindlichen Copieen dieses Sutra1, zumal in Ermanglung eines Commentars dazu, muthmasslich nur in verhältnissmässig seltneren Fällen eine hinreichend klare und sichere Auskunft geboten hätte.
Die der Uebersetzung beigegebenen Bemerkungen haben nicht den Zweck einer eigentlichen, zusammenhängenden Erklärung. Sie sollen dem mit der altindischen Sprache und Literatur vertrauten Leser sagen, wie ich mich in der Hauptsache zu der überlieferten Textgestalt des vierten Veda gestellt, wie ich im einzelnen Fall gelesen, aus metrischen oder sachlichen Gründen corrigirt und demgemäss übersetzt habe. Um mehr als einen kritischen Versuch konnte es sich nach Lage der Dinge ganz und gar nicht handeln. Ich gebe mich der Hoffnung hin, dass manche Beobachtung im Lauf der ferneren Untersuchung sich bestätigen werde. Welch ein grosses und schwieriges Stück Arbeit auf diesem Gebiet noch vorliegt, weiss jeder, der diesen Veda aus eigner Anschauung kennt. Der Erklärung unbekannter Namen und Sachen für Nicht-Sanskritisten habe ich, soweit es mir nöthig und thunlich schien, Rechnung getragen: hätte ich alles, was dem Verständniss der Lieder in dieser Richtung Vorschub leisten könnte, aufnehmen wollen, so wäre eine ungebührliche Ueberschreitung der Grenzen eines Programms unvermeidlich gewesen.
Bis zu einem gewissen Grad dürfte dem in den Bemerkungen entfernt nicht vollständig zu erreichenden Zweck der Erklärung die nach dem sachlichen Gesichtspunkt des gleichen oder verwandten Inhalts getroffene Anordnung der Lieder dienen. Eine solche war der Natur der Sache nach nicht ohne eine gewisse Willkür möglich, da es z.B. in vielen Fällen eine Sache rein subjectiven Ermessens ist, zu bestimmen, ob der Zweck eines Lieds oder Spruchs im Bewusstsein des Verfassers mehr ein negativer oder ein positiver war. Für die Bemerkungen schien es zweckmässiger zu sein, die behandelten Lieder nach ihrer ursprünglichen Reihenfolge in der Samhita aufzuführen.
Dass ich für meine Arbeit die tüchtigen Vorarbeiten einer Reihe namhafter Sanskritforscher und Kenner des Veda nach Kräften benützte, versteht sich von selbst. Der der Uebersetzung zu Grund liegende Text ist die treffliche Ausgabe des Atharva-Veda von Roth und Whitney (Berlin 1856). Leider ist es den Herausgebern bis jetzt nicht vergönnt gewesen, den in Aussicht gestellten zweiten Theil des Werkes folgen zu lassen, der »eine Einleitung in den Atharvaveda, kritische und erklärende Noten, Nachweisungen aus dem Padapatha, aus der zu dieser Sanhita gehörigen Grammatik (A.V. Pratiçakhya), aus der Anukramani und aus dem Ritual des Veda (Kauçika-Sutra), nebst einer Concordanz des Atharvaveda mit den übrigen vedischen Sanhita's enthalten« soll. Um so werthvoller war es für mich, dass Herr Professor Dr. von Roth, d.z. Rector magnificus, meiner vorliegenden Arbeit seine kräftige und einsichtsvolle Unterstützung angedeihen liess. Ich verdanke diesem Gelehrten nicht nur eine grössere Anzahl von Berichtigungen und Verbesserungen der Uebersetzung, sondern namentlich auch eine ganze Reihe von Nachweisen aus der erst vor Kurzem aufgefundenen, bis jetzt noch nicht veröffentlichten und verarbeiteten Paippalada-Recension des Atharvaveda (über welche vgl. die genannte Abhandlung von Roth), die grossentheils der Feststellung des Texts für die Uebersetzung sehr zu Statten kamen, sowie manchfache Parallelstellen aus der Veda- und Brahmana-Literatur und Bemerkungen zum Kauçika-Sutra. Es ist mir eine angenehme Pflicht, meinem verehrten Lehrer hiemit auch öffentlich für den mir trotz Geschäftsüberbürdung bereitwilligst geleisteten Dienst meinen ehrerbietigen und verbindlichsten Dank auszusprechen. Nicht unterlassen kann ich es aber auch, die reiche Belehrung und Anregung rühmend hervorzuheben, die mir besonders bei Benützung der Arbeiten Prof. Dr. Albrecht Weber's in seinen »Indischen Studien« (Band IV. V. XIII) und Prof. Dr. Ludwig's im dritten Band seines Werks über den Rigveda (Prag. 1876-78) zugeflossen ist.
In Betreff der metrischen Form, in die ich die Lieder gebracht habe, wird es nicht nöthig sein, eine Erklärung oder Rechtfertigung anzufügen: das jambische Metrum wäre mir, auch ohne Vorgänge, in den hier zur Sprache kommenden Fällen als das natürlichste erschienen, obgleich ich zugebe, dass die Einwendungen Ludwig's (Rv. III. Vorrede p. VIII. IX) nicht unbegründet sind.
Fußnoten
1 Siehe hierüber: Roth, der Atharvaveda, in Kaschmir. Tüb. 1875. S. 21f.
I, 16.
1. So viel auch in der Neumondnacht zu Hauf kommt von dem Fresserpack,
Der vierte Agni wehrt dem Spuk; der thue über uns den Spruch.
2. Das Blei hat Varuna geweiht, dem Blei ist Agni zugethan;
Auch Indra reichte mir das Blei; das eben scheucht die Geister fort.
3. Es heilt von dem Viskandha auch, und die Gefrässgen treibt's hinweg.
Mit diesem Mittel zwinge ich sie alle, die Piçaçibrut.
4. Bringst du uns eins der Rinder um, ermordest du Ross oder Mensch,
Verletzen wir dich mit dem Blei, damit du fürder keinen schlägst.
II, 14.
1. Die dreiste Dhisan muss vor's Haus, die Fresserin Ekavadya,
Die Candatöchter insgesammt, die Sadanvas, vertreiben wir.
2. Vom Kuhstall scheuchen wir euch fort, von Wagenachs und Wagenlast,
Von unsern Häusern treiben wir, Magundi's Töchter, euch hinweg.
3. Die Wohnung dort in tiefer Erd, Unholdinnen, sei euer Heim,
Da niste sich das Elend ein mitsammt dem ganzen Hexenchor.
[4. Der Koboldherrscher scheuch sie weg und Indra, die Sadanuas,
Und krochen sie in's Erdgeschoss, komm über sie sein Donnerkeil.]
5. Ob ihr vom eignen Orte seid, ob euch ein Mensch hat hergesandt,
Ob böse Geister euch erzeugt, – hinweg mit euch Sadanuas!
6. In Haufen rennen sie umher, gleichwie das Ross die Bahn umkreist,
Wie ihr euch tummelt, ich gewinn's! Hinweg mit euch, Sadanuas!
IV, 36.
1. Den brenn Agni Vaiçvanara, der männlich kräftige, hinweg,
Der uns beschädigt und berückt, der uns in's Unglück bringen will.
2. Wer uns durch Trag beschädgen will, von uns betrogen oder nicht,
Dem Agni in den Rachen steck ich den, dem Gott Vaiçvanara.
3. Die bei der Wohnung machen Jagd, anheulend, in der Neumondnacht (?),
Fleischfresser, die uns Schaden thun, die meistr' ich alle meisterlich.
4. Mit Macht zwing die Piçacas ich und nehme ihre Schätze weg,
Tödt alle, die gefährlich sind; was ich vorhabe, glücke mir!
5. Bei Göttern, die sich mit der Sonn im Wettlauf messend eilen hin,
Bei jenen in Fluss und Gebirg und bei den Herden find ich mich.
6. Kobolden bin ich eine Plag, dem Tiger unter Rindern gleich;
Wie Hunden, die den Leu erblickt, reicht's ihnen nicht mehr zum Versteck.
7. Mit den Piçacas kann ich's nicht, mit Räubern und Strauchdieben nicht;
Zieh ich in einem Dorfe ein, so schwinden die Piçacas draus.
8. Wenn ich mich in ein Dorf begeb mit dieser meiner Wunderkraft,
So schwinden die Piçacas draus, zu schaden wissen sie nicht mehr.
9. Die, deren Zischeln mich erzürnt, wie Mückenstich den Elephant,
Mit denen als mit lästgem Volk geh gleich wie mit Geschmeiss ich um.
10. Wie's Halfter um des Pferdes Hals leg Nirriti um den sich her,
Der tölpelhaft auf mich ergrimmt; der zieht sich nicht aus ihrem Strick.
VI, 16.
1. Nicht tödte, Götter! uns die Schlang sammt unsern Kindern und Gesind,
Geschlossnen Rachen sperr sie nicht, geöffneten klapp sie nicht zu.
2. Wir beugen vor der schwarzen uns, vor der gestreiften unsre Knie,
Der braunen Viper geben wir und den Dämonischen die Ehr.
3. Der Zähne Reihn drück ich dir zu, zusammen auch der Kiefern Paar,
Zusammen drück ich dir die Zung, das Maul auch schliesse ich dir zu.
VII, 56.
1. Das Gift, das von der Otter kommt, die quergestreift ist oder schwarz,
Der Kankaparvan-Schlange Gift macht uns unschädlich dieses Kraut.
2. Diess Kräutlein ist ein Honigspross, von Honig triefend, honigsüss,
Gebrochne Glieder heilt es uns und dient uns auch als Fliegentod.
3. Sticht uns was oder saugt an uns, so holen wir dich gleich herbei;
Der kleinen, hastig beissenden Stechmücke Gift wird kraftlos dann.
4. Hier windet sich ohn Glieder und Gelenke
ein Thier, das Maul und Rachen biegt und krümmet;
Die biege, Brahmanaspati! wie eine Binse du gerad.
5. Unschädlich der Çarkota wird, der an dem Boden kriecht heran;
Denn ich entziehe ihm sein Gift, und darnach bringe ich ihn um.
6. Mit beiden Armen, die du hast, mit Haupt und Leib vermagst du nichts.
Was trägst du denn an deinem Schwanz für ein verwünschtes, winzges Ding?
7. Dich fressen die Ameisen auf, Pfauhennen auch zerpicken dich.
Ihr alle sprecht doch ja gewiss unschädlich das Çarkotagift!
8. Der du mit beiden um dich haust, mit deinem Schwanz und deinem Maul,
In deinem Maul hast du kein Gift, was hast du denn an deinem Schwanz?
II, 31.
1. Indra hat einen grossen Stein, damit er jeden Wurm zermalmt;
Mit diesem Stein zerreibe ich die Würmer, wie man Körner mahlt.
2. Den Sichtbarn und den Unsichtbarn zermalm ich, den Kururu auch,
Die Alandus und Çalunas zerquetschen alle wir durch's Wort.
4. Die Würmer in dem Eingeweid und was in Kopf und Rippen sitzt,
Den Nager, den Avaskava, zerquetschen wir durch unser Wort.
3. Mit wuchtgem Schlage tödt ich die Alandus,
unschädlich wird was heil und was versengt ist,
Was übrig, wie das Abgethane, zwing ich
durch's Wort: kein einzger Wurm soll mir entkommen.
5. Die Würmer, die in Berg und Wald sich finden,
und die in Pflanzen, Vieh und Wasser hausen,
Die uns in unsern Leib sind eingedrungen,
die tödt ich all, das giftge Wurmgezüchte.
II, 32.
1. Die Morgen- und die Abendsonn zerstöre strahlend das Gewürm,
die Würmer drinnen in der Kuh.
2. Das schillernde, vieräugige, gefleckte, weissliche Gewürm,
Dem drücke ich die Seiten ein, dem haue ich den Kopf entzwei.
3. Wie Atri und Jamadagni, wie Kanva tödt ich, Würmer! euch,
Mit des Agastya Zauberspruch zermalm das Ungeziefer ich.
4. Erschlagen liegt der Würmer Fürst, todt ist ihr Landeshauptmann auch,
Sammt seiner Mutter starb der Wurm, und die Geschwister auch mit ihm.
5. Dahin ist seine Dienerschaft, mit seinen Nachbarn ist es aus;
Und ob kleinwinzig nur er war: jedweder Wurm ist umgebracht.
6. Ich hau dir beide Hörner ab, die du zu Stoss und Stich gebrauchst,
Ich ritze dir das Bläschen auf, aus dem dein tödtlich Gift entquillt.
II, 9.
1. Daçavrixa, heil diesen Mann von einer Grahi Hexerei,
[die seine Glieder hat erfasst,]
Und hilf ihm, Holz! vom Grabesrand zur Welt der Lebenden empor.
2. Schon kommt er zu sich, kehret frisch zur lebensfrohen Schar zurück;
Es blüht ihm reiche Vaterfreud, der Männer glücklichster ist er.
3. Neu geht ihm die Erinnrung auf, zu Menschenwohnungen zieht's ihn,
So viel wie hundert Arzenein und tausend Kräuter hat er ja.
4. Den Göttern und den Priestern ward's, wie man dich Pflanze sammeln soll;
Die Götter all ersahn, wie man am Boden dich zusammensucht.
5. Der diess gemacht hat heile dich, das ist der allerbeste Arzt;
Der selbst bestelle dir den Arzt sammt Arzenein, der Glänzende!
III, 7.
1. Die hurtige Gazelle trägt ein heilsam Mittel auf dem Haupt,
Ihr Horn stösst dir das Xetriya nach allen Seiten aus dem Leib.
2. Auf ihren Vieren setzt sie dir, die männliche Gazelle, nach;
Lös auf, Geweih! das Xetriya, damit sein Herz durchflochten ist.
3. Es gleicht der Schmuck auf ihrem Haupt dem Dach, das auf vier Pfosten ruht,
