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Beschreibung

Unter dem Motto „ICH HABE EINEN TRAUM – I HAVE A DREAM“ suchte das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Aufbau Verlag, der Thalia-Buchhandlung und dem Tagesspiegel schreibbegeisterte Kinder und Jugendliche, die ihre eigenen Texte veröffentlichten wollten. Die Patenschaft des E-Books übernahm der Bestseller-Autor und Entertainer Riccardo Simonetti. Junge Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt waren aufgerufen, ihren Traum von der Zukunft, der Zukunft ihrer Familie und Freunde, von ihrem Zuhause, ihrer Stadt oder ihrem Land zu teilen. Auch ihre Hoffnungen, Wünsche oder Ängste auf dem Weg zum Erwachsenwerden waren Teil der über 1000 Einsendungen, die uns erreicht haben. In diesem E-Book die Texte der Altersgruppe bis 10 Jahre enthalten.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 211

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Ich habe einen Traum – I have a dream

Herausgegeben vom Auswärtigen Amt

Mit einem Vorwort von Riccardo Simonetti

I Have a Dream

Schlägt man im Wörterbuch den Begriff „Traum“ nach, steht dort „im Schlaf auftretende Abfolge von Vorstellungen, Bildern, Ereignissen“ oder „sehnlicher, unerfüllter Wunsch“.

Es wird einem also irgendwie immer suggeriert, dass es sich bei einem „Traum“ um etwas Entferntes oder Unerreichbares handelt. Das kommt wahrscheinlich daher, weil man meist, wenn man anfängt einen Traum zu formulieren, noch sehr weit weg davon ist, diesen Traum in seine eigene Realität zu holen. Dennoch ist es möglich aus einem Traum auch eine Wirklichkeit zu machen, wenn man daran glaubt und es auch schafft, andere Menschen davon zu überzeugen, an die Erfüllung seiner Träume zu glauben.

Als ich ein kleiner Junge war, träumte ich davon langes Haar zu haben und in glitzernden Outfits auf einer Bühne zu stehen, mit vielen Menschen davor, die meinen Namen schreien würden. Dieser Traum ist inzwischen meine Wirklichkeit geworden, weil ich schon immer so gelebt habe, als wäre er wahr. Im Hier und Jetzt. Also eigentlich genau das Gegenteil, von dem, was das Wörterbuch uns wissen lassen möchte. Und das ist das Schöne an Träumen: Sie müssen nicht logisch oder rational sein, um zu funktionieren.

Ich glaube, man ist niemals zu alt, um Träume zu haben. Aber gerade in jungen Jahren ist es mitunter das Wichtigste, einen Traum zu haben. Eltern, Lehrer, Mitschüler – alle können versuchen einen zu besseren Noten und Leistungen zu motivieren, aber ein Schüler oder eine Schülerin wird sich nie so anstrengen, wie von dem Zeitpunkt an, an dem er oder sie versteht, dass das dabei helfen könnte, später einmal den Beruf auszuüben, von dem er oder sie träumt.

Träume sind das Licht, das uns dazu bringt, uns anzustrengen, uns über uns hinauswachsen lässt und uns Hoffnung schenkt, in Momenten, in denen wir vielleicht nur Dunkelheit sehen.

Dieses Buch und die Geschichten darin sind von Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Welt unter dem Motto „I Have a Dream“ verfasst worden – „Ich habe einen Traum“. Und wenn ihre Träume uns eines lehren sollen, dann, dass es wichtig ist, an sie zu glauben. Egal woher man kommt, egal wie groß einem die Träume erscheinen mögen. Jeder von uns hat andere, manche davon sind ähnlich, andere wiederum verändern sich im Laufe des Lebens. Doch man sollte jeden Tag mit der Gewissheit starten, dass man das Wörterbuch eines Besseren belehren kann, wenn man so lebt, als wären die eigenen Träume bereits wahr geworden. Das ist mein Wunsch für Sie beim Lesen.

Riccardo Simonetti

Texte und Bilder der Altersgruppe bis 10 Jahre

Eine unheimliche Nacht

Ich bin mit meiner Familie zu unserem Sommerhaus gefahren. Es war ein ganz normaler Tag: Die Sonne hat geschienen und es war sehr heiß. Dann sind wir an den Strand gegangen und im Meer geschwommen. Wir haben Eis gegessen und Wasser getrunken. Danach bin ich mit meinem Opa Fahrrad gefahren. Zu Hause habe ich geduscht. Dann habe ich Hähnchen mit Reis zu Abend gegessen.

In der Nähe von unserem Sommerhaus gibt es einen schönen Spielplatz. Ich bin dort hingegangen und habe meine Freundin gesehen. Wir haben Volleyball gespielt. Es war spät und wir haben immer noch auf dem Spielplatz gespielt. Es wurde dunkel und die Lichter waren aus. Wir hatten plötzlich Angst.

Meine Freundin hat von weitem gesehen, dass ein gefährlicher Hund gekommen ist. Dann hat sie noch einmal nach hinten geguckt und es waren sogar zwei Hunde. Die Hunde sind auch auf den Spielplatz gekommen. Sie waren sehr angsteinflößend! Sie hatten schwarze Augen, die Zähne waren sehr groß und sie haben gebellt. Wir hatten große Angst. Meine Freundin und ich sind schnell weggelaufen. So schnell wie Pferde. Es war 23 Uhr. Wir sind 15 Minuten gelaufen. Dadurch sind wir die Hunde losgeworden.

Meine Freundin und ich sind nach Hause gegangen. Wir waren still. Ich habe meiner Mutter und meinem Vater alles erzählt. Sie waren erschrocken und traurig.

Ich bin in mein Zimmer gegangen und habe aus dem Fenster geschaut. Der Himmel war anders als an den anderen Tagen. Ich habe keine Wolken, keinen Mond oder keine Sterne gesehen. Es war sehr dunkel.

Am Himmel habe ich plötzlich zwei Augen gesehen. Es war wie ein Geist. Ich habe schnell meine Augen zu- und wieder aufgemacht. Es war eine Schrift am Himmel zu sehen: Du musst jetzt schlafen!

Plötzlich hat mein Wecker geklingelt und ich bin aufgewacht. Alles war zum Glück nur ein Traum. Ich bin nach dem Abendessen auf meinem Bett eingeschlafen, weil ich so erschöpft vom Schwimmen und Fahrradfahren war. Ich war also nicht mit meiner Freundin auf dem Spielplatz und uns sind keine zwei gefährlichen Hunde gefolgt. Das hat mich sehr glücklich gemacht!

Ada Torun, 10 Jahre, Türkei

Wie schön ist diese Welt

Ich habe einen Traum,

Ich liege unter einem Apfelbaum,

Ein kleiner Apfel fällt auf mich,

Oh! Da ist etwas, das bewegt sich,

Sieh einmal an,

Wie die Raupe krabbeln kann!

Schmetterlinge fliegen hoch in der Luft,

Suchen nach einem Blumenduft,

Sie saugen süßen Blütensaft,

Das gibt den bunten Fliegern Kraft.

Die Biene summt,

Die Hummel brummt,

Wie schön ist diese Welt,

Ein schönes, grünes Feld.

Adam Ahmed, 10 Jahre, Ägypten

Mein Traum: Sparen mit Gesundheit

Ich habe viele Träume, aber ein Traum ist für meine Mama. Wenn ich ein Bauingenieur werde, baue ich ein Übungsfahrrad. Wenn man in die Pedale tritt, erzeugt es Strom. Je mehr man tritt, desto mehr Strom erzeugt es. Um Strom zu sparen, benutze ich eine Batterie. Ich lade diese Batterie mit dem Strom in meiner Wohnung auf. Wenn meine Mama eine halbe Stunde mit dem Übungsfahrrad fährt, sparen wir viel Strom und meine Mama bleibt gesund. So können wir viel Geld sparen!

Muhammad Ahmad Ashfaq, 7 Jahre, Deutschland

My Dolphin Encounter

It was a warm day in Florida. I looked up and the sky was blue with white clouds. Today my parents took me to the beach. Armed with flippers, snorkel and diving mask, I couldn’t wait to jump into the big waves of the Atlantic Ocean with my father. We enjoyed ourselves in the warm waves.

We looked back when four fins and large dark shadows suddenly moved towards us. My heart started racing: Could a group of sharks have sneaked up on us? I took a quick look through my diving goggles underwater to make sure. But then I noticed the friendly faces of the visitors. It was a group of dolphins that had approached us.

Although I was not afraid, we returned to the dry bank. My heart was pounding. What would my Mom say about the encounter? But she just shrugged her shoulders and said that dolphins were actually friendly animals. From that day onwards I dreamed of being out there somewhere and going diving with these free, wonderful animals every day. There had to be a way to communicate with the dolphins and dive into their world.

Four months later I celebrated my seventh birthday. My parents gave me a great present: a visit to the sea aquarium: Dolphin Trainer for a Day.

I could hardly wait. The day had finally come and we finally found the dolphinarium.

I assisted the dolphin trainer during the dolphin training. I was also allowed to play with the dolphins and learned a lot about them. I will never forget this day and I already dream of becoming a real dolphin trainer myself.

Alessandra Eckermann, 7 Jahre, USA

Mein Reisetraum

Hi, ich bin Sophie. Heute bin ich neun Jahre alt geworden. Mein Geburtstag ist der beste Tag im Jahr, mit vielen Freunden, Geschenken und Spielen, die sich meine Eltern und meine ältere Schwester Tina für uns ausdenken. Mein Geburtstag ist mein Lieblingsfeiertag.

Aber heute war der schlimmste Geburtstag in meinem Leben. Meine Freunde durften nicht zu uns kommen, denn Feste feiern ist verboten. Spielplätze, Museen und Kinos sind zu. Auch mein Vater durfte nicht dabei sein, weil er im Ausland arbeitet und Reisen verboten sind. Er gratulierte mir per Skype. Ich war danach so traurig. Es gab kaum lustige Spiele und kaum Geschenke. Meine Mutter und Tina gaben sich viel Mühe, um meinen Geburtstag schön zu machen. Mama backte eine schöne Geburtstagstorte und Tina bereitete eine Schnitzeljagd vor. Aber ohne meine Freunde war das nur halb so lustig. Als ich das schöne sonnige Wetter draußen sah, standen mir Tränen in den Augen. Ich ging in mein Zimmer.

Am Fensterbrett sitzend schaute ich die weißen kuscheligen Wolken an. Sie hatten verschiedene Formen: ein Schaf, ein Drache oder eine Wollmütze mit Pompons.

Plötzlich hörte ich: „Hallo Sophie! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“

Ich wäre fast vom Fensterbrett gefallen. Direkt vor dem Fenster sah ich meinen Freund Teo. Halb Pfau, halb Rabe sah er zwar etwas komisch aus, war aber sehr gutherzig und lustig. Dazu konnte er schnell fliegen.

„Warum bist du an so einem schönen Tag traurig?“, fragte Teo.

„Es ist kein schöner Tag“, murmelte ich und erzählte ihm von dem Coronavirus und von meinem tristen Geburtstag.

Teo lächelte: „Ich habe ein Geschenk für dich. Wovon träumst du?“

„Von vielen Dingen. Ich will eine schöne Reise machen und mit meinen Freunden spielen. Aber das ist unmöglich.“

„Nichts ist unmöglich, wenn man sich das stark wünscht“, sagte Teo überzeugt. „Setze dich auf meinen Rücken und schließ die Augen!“

Das machte ich und wir flogen los. Das war eine tolle Reise! Zuerst flogen wir nach England. Dort lernten wir die Königin kennen und tranken mit ihr zusammen englischen Tee mit Milch.

Dann besuchten wir Frankreich. In Paris landeten wir auf dem Eiffelturm und spielten lustige Spiele. Als Nächstes flogen wir zu Russlands Hauptstadt Moskau. Auf dem Roten Platz trafen wir viele Kinder und spielten mit ihnen. Schließlich kamen wir nach Italien, schwammen im Meer und bauten schöne Sandtürme am Strand.

Als wir zurück nach Berlin kamen, verabschiedete sich Teo: „Ich hoffe, du hattest Spaß. Vergiss nicht: Nichts ist unmöglich, wenn man es sich stark wünscht und fest daran glaubt.“

Ich wünschte mir, dass die Corona-Zeit endlich vorbei war und dass ich meinen Geburtstag mit meinen Freunden feiern durfte. Und ich glaubte fest daran, dass alles bald wie früher sein würde.

Ich öffnete die Augen. Vor mir stand Tina und strahlte vor Freude.

„Ein Impfstoff ist da. Man beginnt nächste Woche mit den Impfungen!“, sagte sie begeistert. „Bald darfst du deine Freunde treffen!“

„Hurra!“, rief ich.

Mein Traum hat sich erfüllt.

Alexandra Vogt, 9 Jahre, Deutschland

We Are One

We are all blessed

By God’s mercy

We are one blood

And should live in unity

Our legacy doesn’t have to be

One of fear or one of hate

We can start a new generation

It’s much more than fate

There don’t have to be barriers

Separating black and white

There can be unity

Even in the dark of night

We aren’t defined

By our ethnicity

We are one blood

We should live in unity

We are one people

We can unite

We are one people

No matter if black or white

Nothing will be perfect

People will still do wrong

But it’s the hurt and the scars

That make a person strong

We are one nation

We can unite

We are one people

No matter if black or white

Race doesn’t define us

We will unite

We are one nation

We can put things right

Amanda Spens, 10 Jahre, USA

Mein Traum ist es, Astronomin zu sein

Hallo, mein Name ist Ana Sofía Hernández Bedoya. Ich bin zehn Jahre alt und lebe in Kolumbien. Heute erzähle ich Ihnen von meinem Traum:

Als ich drei Jahre alt war, sagte mein Vater mir jeden Abend, ich solle in den Himmel schauen und mit meinen Händen den Mond erreichen und die Sterne zählen, die am Himmel von Barranquilla, der Stadt, in der ich lebe, zu sehen sind. Es hat großen Spaß gemacht, Zeit mit meinem Vater zu verbringen und in den Himmel zu schauen. Dann ging ich mit meinen Eltern zum Planetarium von Barranquilla, sah eine Projektion von Sternen und Sternbildern und einen Film über Astronomie. Von da an mochte ich das Universum und ich wollte Astronomin werden.

Aber warum will ich nicht Schauspielerin, Sängerin, Tierärztin oder Model sein, wenn ich groß bin? Ich möchte keinen konventionellen Job, das erscheint mir langweilig. Also fragte ich meine Eltern: „Gibt es einen Beruf, der untersucht, was im Universum passiert?“

Ich möchte alle Fragen beantworten, die ich mir über das Universum und all seine Galaxien stelle. Ich möchte wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wenn es Leben in anderen Galaxien gibt, möchte ich wissen, ob es einen erdähnlichen Planeten gibt und ob wir versuchen werden, diesen zu bewohnen. Wir können all dies mithilfe der Astronomie entdecken.

Einer meiner Träume ist es, eine der Frauen zu sein, die sich in der Astronomie hervorgetan haben. Ich bewundere z. B. die deutsche Astronomin Carolina Herschel, die acht Kometen und 1.000 Doppelsterne entdeckte, oder Vera Rubín, eine US-Amerikanerin, die Dunkle Materie studierte (dies entspricht 25 Prozent der Materie im Universum). In Kolumbien ist Dr. Paola Pinilla in diesem Beruf hervorragend und sie hat den Sofja-Kovalevskaja-Preis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gewonnen. Sie studiert die Planetenbildung um junge Sterne und ist die einzige Lateinamerikanerin, die diese Auszeichnung aus Deutschland erhalten hat. Wie sie möchte auch ich einen Beitrag zur Wissenschaft und Gesellschaft leisten.

Die Astronomie dient nicht nur dazu, das Universum zu studieren, sondern hilft uns auch, die Technologie und unsere Lebensqualität zu verbessern. Wussten Sie, dass sich die auf Ihrem Handy verwendeten Kameras mithilfe der in der Astronomie verwendeten Geräte verbessert haben? Oder dass Weltraumteleskope außerhalb der Atmosphäre zur Entwicklung von Telekommunikationssatelliten, GPS und Satellitenübertragungen beigetragen haben?

Und jetzt, wo Sie in den Himmel schauen, werden Sie feststellen, dass Sie in diesem Universum einzigartig sind und dass Ihre Träume keine Grenzen haben.

Ana Sofía Hernández Bedoya, 10 Jahre, Kolumbien

Ana und Florentine haben Träume

Wir wünschen uns, dass schwarze und weiße Menschen in Zukunft hell und dunkel genannt werden – weil wir uns dann alle besser fühlen. Und die Menschen, die das sagen, fühlen sich dann auch besser.

Wir wünschen uns, dass alle Menschen ein Zuhause haben. Unsere Idee ist, dass Leute mit vielen Häusern Platz an die armen Menschen abgeben.

Unser Traum ist es, dass nach Corona die Natur von allen Menschen weiter geschützt wird! Unsere Idee ist, dass wir mehr selbst machen und nicht so viel einkaufen.

Wir wollen unser ganzes Leben lang Freundinnen sein – uns ist es egal, dass wir hell und dunkel sind. Im Herzen fühlen wir uns gleich!

Ana Jobst, 7 Jahre, und Florentine van de Laar, 7 Jahre, Deutschland

Der Maler des Mondes

Juan war ein Kind, das davon träumte, den Mond zu erreichen. Eines Tages traf Juan ein anderes Kind, das sehr intelligent wirkte, und er fragte es: „Weißt du, wie man zum Mond kommt?“

Das Kind sagte, dass es das nicht wisse, aber das konnte man in Büchern herausfinden.

Also begann Juan zu lesen und er erkannte, dass Bücher ihm erlaubten zu träumen. Es war das, was er sich immer gewünscht hatte, jetzt flog er in seiner Fantasie zum Mond, wann immer er wollte! Aber Juan wollte den Mond wirklich berühren. Er dachte, wenn er weiterlesen würde, würde er den Mond möglicherweise eines Tages erreichen.

Juan las viele Astronomiebücher über neue Galaxien und Planeten. Als er feststellte, dass er so viele Bücher gelesen hatte, dass sich ein großer Berg mit Stufen gebildet hatte, stieg Juan auf sie und erreichte den Mond. Er war so glücklich ... Er rannte und er sprang. Als er plötzlich ein kleines Haus sah, blieb er stehen.

Ein Haus auf dem Mond? Er klopfte an die Tür ... er klopfte noch einmal ... Ein alter Mann mit einem weißen Bart öffnete die Tür und begrüßte ihn freundlich: „Guten Morgen, junger Mann! Wie heißt du?“

„Mein Name ist Juan“, antwortete der Junge.

Der Alte erwiderte: „Mein Name ist Mr Pinto.“

„Und was machen Sie hier, Mr Pinto?“

„Ich bin der Maler des Mondes.“

„Der Maler des Mondes? Was macht der Maler des Mondes?“, fragte Juan.

„Ich male den Mond an. Wenn ich den halben Mond in Schwarz anmale, kann man ihn als C sehen. Dann gebe ich ihm einen Anstrich mit weißer Farbe und er wird zum Vollmond.“

Aber Mr Pinto war ein wenig traurig und erzählte Juan, dass seine Zeit knapp wurde. Er hatte fast 2.000 Jahre damit verbracht, den Mond anzumalen, und in drei Wochen musste er in den Ruhestand gehen: „Jetzt muss ich einen Lehrling suchen.“

Er strich mit der Hand über seinen Bart und ging, dann drehte er sich um und fragte: „Wie alt bist du, Juan?“

„Ich bin acht Jahre alt“, antwortete der Junge.

Der alte Mann sah ihn an und sagte: „Du bist der Auserwählte, du hast den Mond immer gemocht und die Bücher haben dich hierhergebracht, gerade jetzt, wo meine Zeit abläuft ...“

Im Laufe der nächsten drei Wochen brachte Mr Pinto Juan nach und nach bei, wie man dunkle und helle Töne anbringt, damit der Mond ein hübsches Lächeln bekam, und so wurde Juan schließlich zum Experten.

Als der Ruhestandstag von Mr Pinto kam, gab er Juan den magischen Pinsel und sagte: „Ich lasse den Mond in sehr guten Händen, deine zarten Pinselstriche und deine Liebe für ihn werden ihn zum Leuchten bringen.“

Und seitdem, wenn alle Menschen auf der Erde schlafen, wacht Juan auf und geht hinaus, um den Mond zu umarmen und ihn anzumalen, und er schenkt ihm so ein schönes Lächeln.

Anapaula Ponce Paredes, 9 Jahre, Ecuador

Auto ohne Benzin

1. Kapitel

Es war einmal ein Professor, der arbeitete in einem Labor. Eines Tages rief ihn jemand an und er nahm den Hörer ab. Der Professor fragte: „Wer ist da?“

Da antwortete eine Stimme: „Hier ist Dan! Wer bist du?“

Dies geschah am 23. April 2050.

2. Kapitel

Dan erzählte: „Gestern ist ein Meteorit in meinen Garten gefallen. Ich hatte Angst, weil ich erst nicht wusste, was es war – aber dann habe ich ins Internet geguckt. Zufällig habe ich eine Anzeige gesehen, in der stand, dass du über Meteoriten forschst. Du kannst den Meteoriten gerne aus meinem Garten abholen und mitnehmen.“

Der Professor antwortete: „Gerne, ich werde zu dir fahren.“

Nachdem er den Hörer aufgelegt hatte, packte der Professor seinen Koffer und stieg ins Auto.

3. Kapitel

Der Professor fuhr in eine neue Stadt. Es war sonnig und es gab viel frische Luft. Aber dann ging ihm das Benzin aus, weil er nicht auf die Tankanzeige geguckt hatte. Er war so nervös und voller Vorfreude auf den Meteoriten, dass er es vergessen hat.

Da kam ihm eine gute Idee! Er fuhr schnell zur Tankstelle, tankte voll und brachte sein Auto nach Hause. Zu Hause ging er in seine Werkstatt und am nächsten Morgen fuhr er wieder los, aber mit einem neuen Auto. Dieses Auto brauchte kein Benzin, denn es bekam seine Energie aus der Straße. Der Professor war sehr stolz und glücklich über seine Erfindung!

4. Kapitel

Mit dem neuen Auto machte sich der Professor nun auf den Weg zu Dan. Schon von weitem sah er den riesigen Meteoriten. Dieser war ungefähr zehn Meter hoch und breit.

Dan betrachtete das kleine Auto des Professors und schüttelte den Kopf: „Der Meteorit wird nicht ins Auto passen!“

„Kein Problem!“, sagte der Professor. „Mein Auto kann auch fliegen und große Gewichte tragen – bis zu 5.000 kg!“

Der Professor befestigte den Meteoriten an seinem Auto und hob ab. Dan guckte verdutzt und der Professor verschwand mit dem Meteoriten und seinem Superauto am Himmel.

Andrey Ermolin, 8 Jahre, Lettland

Wir machen das Plastik weg

I have a dream!

Ich sehe einen grünen Baum.

Ich habe einen Traum.

Ich wünsche mir zum Ende des Jahres

Kein Plastik mehr im grünen Gras.

Ich habe ein Einhorn.

Es zeigt mir die ganze Welt.

Wir gehen an den Strand.

Aber leider ist das ganze Meer voller Plastik ...

Wir fischen es heraus.

Jetzt sind alle fröhlich und die Tiere auch.

Die Welt ist voller Plastik.

Wir machen sie sauber und alle sind froh.

Annabella Zoe Spahn, 7 Jahre, USA

Damals, als die Menschen noch mehr Zeit füreinander hatten

Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr Zeit füreinander haben. Ich lese gerade die Buch-Reihe „Unsere kleine Farm“ von Laura Ingall. Obwohl die Menschen damals nicht viel besaßen und wesentlich ärmer waren, schienen sie dennoch glücklicher und netter zueinander zu sein. Sie haben sich gegenseitig viel mehr geholfen. Die Leute mussten sich auch noch nicht so sehr über nicht mehr funktionierende Hightech-Geräte ärgern. Die Qualität vieler Produkte war einfach besser.

Damals, als meine Großeltern noch Kinder waren, wurde noch vieles selber hergestellt. Aber auch etwas später haben Geräte, wie z. B. der Kühlschrank, die Waschmaschine oder der Fernseher wesentlich länger gehalten als heute. Meine Mama hat mir erzählt, dass der alte Kühlschrank von ihrer Oma und ihrem Opa 40 Jahre lang funktionierte und unserer gerade mal sieben Jahre. Es gab so einiges, was wir in den letzten Jahren ersetzen mussten. Das ist wirklich traurig.

Ich finde es schlimm, dass die Umwelt jetzt noch mehr verschmutzt wird. Unser Laptop hielt auch nur zwei Jahre und liegt nun auf dem Müll. Wir wollten ihn reparieren lassen, aber man hat uns geraten, einen neuen Laptop zu kaufen, da die Reparatur wahrscheinlich nicht viel günstiger gewesen wäre.

Ich mag es auch nicht, wenn Mama und Papa ständig an ihren Handys hängen und über Facebook oder WhatsApp mit ihren Freunden sprechen. Es wäre doch so viel schöner, wenn man sich öfters treffen würde. Aber keiner scheint mehr Zeit zu haben. Alle sind ständig unterwegs und verbreiten große Hektik.

Wenn wir uns alte Spielfilme von früher anschauen, sieht alles so viel einfacher aus und die Menschen wirken glücklicher. Deshalb denke ich, dass die Menschen früher ein schöneres Leben hatten.

Annika Zitterer, 10 Jahre, Kanada

Mein Traum

Ich träume von einer Reise in die Selvas, denn ich möchte sehr gerne in den tropischen Regenwäldern die dortigen Schmetterlinge erforschen. Dann werde ich meine Beobachtungen im Internet publizieren. Als Videoblogger möchte ich darüber auch bei YouTube berichten. Ich werde von Schmetterlingen erzählen, die ich während meiner Reise untersuche. Ich möchte ein Bestimmungsbuch über die Schmetterlinge der Selvas zusammenstellen.

Die Reise in die Selvas passt gar nicht zu Menschen, die wenig Mut haben! Denn da leben viele gefährliche Tiere. So z. B. Kaimane. Sie können aus dem Wasser springen, um ihre Beute zu fangen. Es gibt dort auch eine ganz besondere Ameisenart. Diese Ameisen können mit ihrem Gift sogar einen Menschen töten! Außerdem ist hier der Lebensraum der Jaguare, die eigentlich selten Menschen angreifen. Im tropischen Regenwald im Amazonasgebiet leben auch Schlangen und viele andere nicht so nette „Tierchen“.

Aber es lohnt sich, alle Schwierigkeiten zu überwinden! Denn in den Selvas leben Morphofalter – wunderschöne blaue Schmetterlinge. Ich werde meine Forschung den Morphofaltern widmen. Außerdem möchte ich einen Fotobericht über verschiedene Papageienarten und andere exotische Vögel machen.

Morphofalter mögen durch Zucker gegorene Bananen sehr. Meine Lieblingsart der Morphofalter heißt Morpho sulkovski. Diese wunderschönen Schmetterlinge leben auch in den Selvas. Sie locken mich sehr mit ihren Perlmutterflügeln. Doch es ist nicht so einfach, Morpho sulkovski zu finden und zu fotografieren! Denn sie fliegen vier bis acht Meter hoch über der Erde, sodass man sie schlecht entdecken kann.

Mir gefällt auch Morpho rhetenor sehr. Das ist eine schöne strahlende Art des blauen Morphos. Morpho rhetenor ist einer der schönsten Schmetterlinge unter den Morphofaltern. Aber auch von ihm ist es schwierig, ein Foto zu machen ...

Ich weiß, die Mehrheit der unbekannten Insekten befindet sich gerade im tropischen Regenwald im Amazonasgebiet. Aber ich habe einen Traum, eine ganz neue Schmetterlingsart zu entdecken!

Anton Alimpiew, 10 Jahre, Russland

Post aus der Zukunft

Liebe Mama, lieber Papa,

ich habe es geschafft! Ich weiß, dass ihr es für unmöglich gehalten habt, aber ich habe eine völlig unbewohnte Insel im Indischen Ozean kurz vor Australien entdeckt. Na gut, entdeckt wurde die Insel schon früher, aber man hielt sie für unbewohnbar, da es hier einen riesigen Vulkan gibt, der alles überragt. Aber er ist nun schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr aktiv.

Hier lebe ich seit drei Jahren und ich habe die meisten meiner besten Freunde, die ich während meiner Reise kennengelernt habe, überzeugen können, mit mir auf die Insel zu ziehen. Gemeinsam haben wir etwas ganz Neues gegründet. Jeder tut hier das, was er oder sie am besten kann. Mein bester Freund Jonas hat z. B. eine Olivenbaumplantage angelegt, damit uns nie das Öl ausgeht. Ihr glaubt nicht, wie schnell hier alles wächst.

Es ist so toll, dass jeder hier leben will. Alles, was auf der Insel gebaut wird, enthält meine fünf Lieblingselemente: Smaragde, Rubine, Silber, Gold und Obsidian. Wo wir die ganzen Edelmetalle und -steine herhaben, darf ich leider nicht verraten.

Fotos und Videos können gar nicht zeigen, wie schön und friedlich es hier ist. Stellt es euch vielleicht so vor: Die Stadt ist so modern wie Tokio. Es gibt viele Wolkenkratzer und ausgefallene Gebäude, viele Automaten statt Supermärkte, kleine Roboter, die uns helfen, aber keine Autos. Wir laufen oder fahren mit dem Rad oder E-Bike. Außerdem gibt es so viele Casinos wie in Las Vegas, und jeden Abend gibt es tolle Konzerte von Bands und Sängerinnen, die hier noch berühmter sind, als Lady Gaga und Taylor Swift es früher waren, als ich noch ein Kind war.