1,49 €
Dieses Buch , bzw diese Geschichte, ist für junge Frauen bis hin zu allen anderen Personen geeignet. Es handelt von einer fiktiven Handlung welche ein wenig Alltag, ein wenig Zauber und ein wenig Sexualität beinhalltet. Es geht sich um ein junges Mädchen, welches ihren Alltag hasst und Dank einer Uhr nicht nur ihre Welt auf den Kopf stellen wird.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 85
Veröffentlichungsjahr: 2022
Im Besitz der Zeit
Im Besitz der Zeit
Es ist ein dunkler Wintermorgen. Joanna, die 17 Jährige aus einem Stadtteil von Köln steht gerade auf.
Es ist Chorweiler von seiner grausten Seite. Durch die kaputten Rolläden konnte Joanna die ganze Nacht sehen wie es geschneit hatte.
Nun wälzt sie sich noch in ihrem kleinen Jugendbett hin und her und weigert sich wehement aufzustehen. Außerhalb ihres warmen Bettes wartet nur ein 15qm großer Kühlschrank mit der Innenausstattung eines Zimmers, welcehs sie als 12 Jährige bevorzugt hatte. Es ist klamm und kalt obwohl die Heizung auf fünf steht und alle paar Minuten ein Blubbern oder Klopfen von sich gibt.
Langsam zeigt sich ein schön bemalter nackter Fuß außerhalb des Plümmos. Joanna streckt das erste Bein aus dem Bett und rafft sich auf. Ihr zweiter Fuß folgt ebenfalls und berührt neben dem Rechten den Fußboden. Anders herum die Beine Füße aus dem Bett würde Joanna nie machen. Dies würde Unglück bringen und davon hat sie schon genug.
Der linke Fuß ist weniger schön. Dieser weist an den bemalten Stellen ihrer Fußnägel bereits die ersten Fehler auf.
Joanna überlegt kurz als sie den unschönen Nagellack ihrer Zehen bemerkt. Um diesen neu zu machen ist sie viel zu spät jetzt aufgestanden. Um ihre Zehen vom Nagellack zu befreien fehlt ihr der nötige Entfernen. Sie hatte den letzten Rest gestern bei Ihren Fingernägeln aufgebraucht kurz bevor sie eingeschlafen war.
Ihre Laune sinkt stetik. Dabei ist heute wieder der gehasste Sportunterricht und das einzige was akzeptabel ist sind gepimte Zehen. Klar könnte sie auch Socken anziehen und man würde ihre Füße in der Umkleidekabine dann nicht sehen, jedoch hat Joanna keine Sneakersocken mehr und für ihre normalen Socken wurde sie immer ausgelacht, weil kaum welche keine Löcher aufweisen. Lange Socken gehen also nur wenn niemand diese sehen wird und sie eine lange Hose trägt.
Joanna entschließt sich wie so oft sie Socken wegzulassen. Das Winter ist und draußen Schnee liegt ist da ein Übel, welches sie immer gerne eingeht.
Sie schiebt ihr warmes Plümmo auf Seite und steht auf. Der erste Blick geht aus Sicherheitsgründen zum Fenster raus bevor sie das Licht in ihrem Zimmer anschaltet. Obwohl Sie und Ihre Familie im vierten Stock wohnen, kann ein ekliger Nachbar vom Hochhaus gegenüber genau in ihr Zimmer schauen. Oft hat er sie schon heimlich beim umziehen beobachtet und dann panisch seine Vorhänge zugezogen als sie ihn bemerkte.
Joanna bemerkt den besagten Nachbarn und sieht ihn durch seine Wohnung laufen. Also tut sie das wie fast jeden morgen. Sie sucht im Dunkeln ihre Kleidung zusammen. Hätte sie jetzt nicht so viel Kram herum fliegen würde sie einiges schneller Finden. Beim Suchen eines frischen Höschens tritt sie auch noch ausgerechnet n den Teller von gestern Abend. Furchtbares Gefühl Milch und Kellogsreste unter dem Fuß kleben zu haben.
Mit noch mehr getrübter Stimmung sucht Joanna weiter ihren Kram zusammen. Ein Höschen hat sie. Den Bh auch, obwohl dieser schon länger ungewaschen und in Benutzung ist. Sie greift sich noch ein Shirt aus dem Schrank, die Hose vom Stuhl und stapelt auf dem Wäschehaufen auf Ihrem Arm an oberster Stelle noch ihr Handy.
Beim verlassen ihres Zimmers schlüpft sie mit einem Bein in die Schlaufe ihrer Schultasche welche neben ihrer Zimmertüre steht, um diese einfach direkt mit in den Flur zu ziehen.
Im Flur stehend angekommen bemerkt sie, dass dieser hell beleuchtet ist. Das verwundert sie. Um diese Uhrzeit ist sie eigentlich die Einzige, welche in der Wohnung wach ist. Sechs Uhr morgens ist für den Rest in diesem Haushalt eine unmögliche Uhrzeit. Ihre ältere Schwester pennt lieber bis in die Mittagsstunden. Da diese die Schule unfreiwillig aber in eigenem Interesse vorzeitig beendet hat, nutzt diese Lieber die Nächte um zu feiern, statt sich um ihre Zukunft zu sorgen. Wenn Franziska also jetzt nicht in ihrem Bett liegt, dann wird sie das mit absoluter Sicherheit in einem anderen Bett tun.
Sicher über diesen Gedanken, öffnet Joanna leise die Zimmertüre von der 19 jährigen Franziska. Siehe da. Sie schläft noch tief und fest. Franzi kam mit garantiert auch auch erst zugedröhnt mitten in der Nacht nach Hause.
Die macht aber dabei nie das Licht im Flur an, weil ihre Mum ansonsten zu viel bekommt weil Licht im Flur anlassen und damit Stromkosten produzieren immer zu riesigem Stress führt.
Joannas Mutter ist aber an so Tagen wie heute nicht zuhause. An diesen Tagen ist sie immer wie bekannt bei ihrem Stecher.
Um zu erklären wie sich die Situation im Haus darstellt:
Joanna ist die jüngste Tochter und geht pflichtbewusst ihrem Alltag nach. Franziska ist die Ältere und strebt nach ihrer Schulzeit aktuell einfach etwas Ruhiges an. Die Mutter der Beiden ist seit Ewigkeiten von dessen Vater getrennt. Die letzten Jahre hat die Mum eher die Zeit dafür genutzt um bei einem Glas Prosecco aus dem Penny zu philosophieren, weshalb sie keinen neuen Job bekommen würde. Im Gegenzug macht sie sich dann aber jeden Mittwoch das Leben schöner und schleppt fremde Männer bei einem Singleabend in der benachbarten Bar ab. Zumindest ist heute Donnerstag und an solchen Tagen ist auch die Mutter erst gegen Mittag von Ihrem Fickdate zurück. Die erste Regel ist immer, dass sie Niemanden mit nachhause nimmt.
GEDACHT!
Joanna steht immer noch vor der Zimmertüre ihrer Schwester, welche sie gerade wieder geschlossen hat.
Nur in einem Slip bekleidet steht sie in mitten unter der Flurlampe, als sie aus dem Badezimmer die Toilettenspülung hört. Kaum hörte diese auf zu rauschen, ging auch schon die Türe des Badezimmers auf..... ohne das man den Wasserhahn gehört hatte.
Ein junger Mann tritt aus dem Raum und schaut Joanna leicht irritiert aber ungeniert an. Ihr Blick wandert zu ihm und über seinen Körper. Warum trägt er keine Kleidung?
Kaum sich ihrer Frage bewusst, wird es Joanna gerade bewusst, dass sie ebenfalls nur ein Höschen trägt und der Mann direkt auf ihre Nippel schauen kann. Peinlich berührt, irritiert und absolut panisch, stürzt Joanna an dem Mann vorbei ins Bad und knallt blitzschnell die Türe hinter sich zu.
Sie horcht an der Türe um herauszufinden wer der Mann ist. Sie hat ihn schon mal irgendwo gesehen aber erinnert sich jetzt nicht daran weil ihr Puls gefühlt immer noch bei über 300 liegt. Ganz leise hört sie ihre Mutter murmeln das er gehen müsste bevor die Töchter wach werden.....
Zu spät.
Joanna atmet kurz durch und fängt an sich im Badezimmer anzuziehen. Sie sitzt auf dem Klo und schiebt ihren Slip mit dem Fuß rüber zum Wäschekorb. Nimmt sich den schönsten Tanga, welchen sie eben in ihrem Darkroom gefunden hat und schlüpft bereits mit den Füßen rein. Abgewischt und gerade beim Hochziehen von ihrer Wäsche , fällt ihr trotz Zahnbürste im Mund auf, dass der Mann sich nicht mal nach seinem Geschäft zuvor die Hände gewaschen haben müsse. Leicht angeekelt geht Joanna zum Waschbecken rüber und spült sich die Zahnpasta aus dem Mund.
Hose, Shirt und Schminke sind auch flott auf den Körper geschossen.
Geplant barfuß verlässt Joanna das Badezimmer und wandert rüber in die Küche. Wie nun unerwartet aber erkannt, sitzt ihre Mutter dort. Ein Bademantel hüllt ihren Körper und zwei noch halbvolle Weingläser stehen auf der Arbeitsplatte. Ihre Mum scheint definitiv noch unter Alkoholeinfluss zu stehen, da sie einfach nur leicht grinsend aber noch stillschweigend auf dem Stuhl sitzt.
Joanna schaut nach etwas Essbaren im Kühlschrank. Sie weiß, dass sie gestern noch ´´Maxi King´´ deponiert hatte. Sie findet es aber nicht. Frage suchend schaut sie zu Ihrer Mum rüber. Diese lallt sich leiht etwas in den ´´Bart´´. Joanna fragt genauer was sie gesagt habe. Natürlich kam raus, dass die Popptruppe diese Nacht den Kühlschrank geräubert hat und sie nun ohne Essen zur Schule gehen muss. Ihre Mutter macht nicht einmal die Anstanden ihr eventuell etwas Geld geben zu wollen damit sie über den Tag etwas essen könne. Aber mit Sicherheit, hat sie alles Geld aus ihrer Tasche in der Bar gelassen. Wohl wissentlich, dass es jetzt zu keinem Ergebnis kommt, verlässt Joanna einfach die Küche. Auf dem Weg das Haus zu verlassen, fällt ihr ein noch ihre Sporthose in ihrem Zimmer einzusammeln.
Jetzt kann sie das Licht auch anmachen. Die Hose in ihre Tasche gestopft und mit blanken Füßen in ihre Turnschuhe gestiegen, verlässt Joanna die Wohnung.
Vor der Haustüre kommt der gewohnte Kälteschlag. Die Schuhe sind nichts für den Winter, ihre Winterjacke von Primark ist eher was für den Sommer, ein Shirt nur unter der Winterjacke war Müll und Socken wäre sinnvoller gewesen als sich der Schritt in den Schnee bemerkbar machte. Wenigstens trägt sie einen richtig dicken Schal.
Durch den Schnee stapfend und knirschend wandert Joanna aus der Hochhaussiedung richtung S-Bahnhof.
Zum Glück liegt diese in Chorweiler unter der Erde und könnte auch ein U-Bahnhof sein.
Auf dem letzten Drücker erreicht sie die Bahn und springt als die Türen zugingen noch gerade so rein.
In Ehrenfeld angekommen steigt Joanna´s Freund Lukas mit in die Bahn.
Lukas ist im alter von Franzi und war mit dieser zusammen auf einer Schule. Aktuell macht er eine Maßnahme über die Bundesagentur und muss ebenfalls so früh zu seinem Praktikumsbetrieb.
Zu Lukas gibt es nicht viel zu sagen. Er erzählt viel davon was er alles mal haben will und meint es sei alles immer ganz locker. Ab und zu dufte er auch mal über Joanna rutschen wie er es selbst immer ausdrückt. Gelegentlich trifft man ihn auch auf den Partys auf die Franziska geht. Er streitet aber wehement ab, dass er sich dort missverhällt, auch wenn er anderes unter seinen Freunden rumprahlt. Lukas kommt halt aus relativ gutem Hause. Man merkt ihm aber bei seiner Aussprache nicht an woher er kommt. Man würde ihn auch eher nach Chorweiler schieben von der Herkunft her. Ein richtig geiler Motherfucker wie er selbst von sich behauptet.
Man wundert sich, warum er mit 19 Jahren noch keinen Autoführerschein hat? Also das Geld hätte er. Er fibt es nur lieber für Kleidung, Party und ähnlichem aus. Laut eigener Aussage ist Bahnfahren auch bequemer weil er ansonsten eh jedes Wochenende besoffen Auto fahren würde.
