Iron Flowers 2 – Die Kriegerinnen - Tracy Banghart - E-Book
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Beschreibung

Sie haben alles verloren. Doch sie kämpfen weiter. Denn das Schicksal aller Frauen und Mädchen liegt allein in ihrer Hand. Die Schwestern Serina und Nomi sind Gefangene: Nomi in der Gewalt eines brutalen Regenten, der alle Frauen unterdrückt. Serina auf einer Gefängnisinsel, auf die sie verschleppt wurde. Um in dem brutalen Regime zu überleben, bleibt den Schwestern nur eins: erbittert zu kämpfen – gegen die Unterdrückung und für ihre Liebe. Mit allen Mitteln und jede auf ihre Weise. Atemberaubende Spannung, mitreißende Gefühle und der Kampf gegen Unterdrückung: der zweite und abschließende Band der fulminanten Serie! Hochwertig ausgestattet mit Schutzumschlag und Silberfolienveredelung Die Bände der zweiteiligen Serie: Band 1: »Iron Flowers – Die Rebellinnen« Band 2: »Iron Flowers – Die Kriegerinnen«

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Leseprobe zu:

Tracy Banghart

Iron Flowers

Die Kriegerinnen

Aus dem Amerikanischen von Anna Julia Strüh

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© S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

Inhalt

1 Serina2 Nomi3 Serina4 Nomi5 Serina6 Nomi7 Serina8 Nomi9 Serina10 Nomi11 Serina12 Nomi13 Serina14 Nomi15 Serina16 Nomi17 Serina18 Nomi19 Serina20 Nomi21 Serina22 Nomi23 Serina24 Nomi25 Serina26 Nomi27 Serina28 Nomi29 Serina30 Nomi31 Serina32 Nomi33 Serina34 Nomi35 Serina36 Nomi37 Serina38 Nomi39 Serina40 Nomi41 Serina42 Nomi

1Serina

Mit jedem Atemzug schoss ein scharfer Schmerz durch Serina Tessaros gebrochene Rippe. Der kaum verheilte Schnitt an ihrem Arm brannte, die Schusswunde in ihrer Schulter pochte, und die Blutergüsse, die Kommandant Riccis Fäuste in seiner rasenden Wut hinterlassen hatten, taten immer noch weh. Genau genommen war es schwierig, eine Stelle zu finden, wo die Schmerzen nicht heiß und hungrig an ihr zehrten.

Doch die größte Qual bereitete ihr die Erinnerung an Jacanas leblosen Körper, an Oracles blicklose Augen und an die unzähligen Frauen, die in der Schlacht mutig gekämpft und doch ihr Leben verloren hatten.

Sie hätte wissen müssen, dass Überleben hier auf dem Berg des Verderbens Schmerz bedeutete.

Schon seit sie diese Insel betreten hatte, seit sie in Ketten hierher geschleppt worden war, weil sie angeblich lesen konnte – ein Verbrechen, das ihre Schwester begangen hatte, nicht sie selbst –, war sie davon umgeben gewesen. Der Schmerz, den ihr die Eisenfesseln an ihren Handgelenken zufügten und den sie im Klagen ihrer Mitgefangenen hörte. Der Schmerz, den es ihr bereitete, sich vor Kommandant Ricci ausziehen und von ihm untersuchen lassen zu müssen. Und dann war da auch noch das unerträgliche Leid, das die Kämpfe mit sich gebracht hatten – zusehen zu müssen, wie sich die Frauen im Kampf um Rationen gegenseitig umbrachten. Zusehen zu müssen, wie ihre Freundin Petrel starb. Als Serina an der Reihe gewesen war zu kämpfen, war ihr klargeworden, dass sie dazu nicht imstande war. Sie hatte sich lieber ergeben, als Anika, ein Mädchen aus dem Hotel Misery, zu töten. Und auch für diese Entscheidung hatte sie mit Schmerz bezahlt. Verbannung, Angriffe und letztendlich gestern Abend Kommandant Riccis Rache. Er hatte sie gefangen genommen, auf die Bühne gezerrt und sie dann vor die Wahl gestellt, gegen welche der Frauen sie kämpfen würde.

Als Serina ihm die Stirn geboten und sich geweigert hatte, gegen irgendeine der Frauen zu kämpfen, als sie stattdessen ihn herausgefordert hatte, gegen sie zu kämpfen, war sie fest davon ausgegangen, dass sie sterben würde.

Niemals hätte sie mit einer Rebellion gerechnet.

Doch Slash und die ganze Crew vom Hotel Misery hatten die Wachen angegriffen, Oracle und Ember hatten sich auf Kommandant Ricci gestürzt, und Serina hatte – im Gegensatz zu so vielen anderen – irgendwie die Nacht überlebt.

Jeder schmerzhafte Atemzug war ein Geschenk, das Oracle, Slash und all die anderen Frauen ihr gemacht hatten, indem sie die Wachen bekämpften statt einander. Während Serina das Blut vom Boden des Amphitheaters wischte, schwor sie sich eins: Sie würde nicht zulassen, dass sie umsonst gestorben waren. Und sie würde auch jene, die überlebt hatten, nicht enttäuschen.

Die ersten Sonnenstrahlen tanzten über die Insel wie Graces in goldenen Kleidern und sprenkelten jedes Blatt und jeden schroffen Felsen mit zarten Lichtmustern, während Serina und ihre Kameradinnen noch hart daran arbeiteten, jeden Hinweis auf das Gemetzel letzte Nacht zu tilgen. Die Leichen waren alle fort – die gefallenen Kriegerinnen waren dem Feuer des Vulkans und die Wachen den kalten Tiefen des Ozeans übergeben worden. Bald würden auch alle Blutspuren beseitigt sein.

Serina unterdrückte ein Stöhnen und richtete sich vorsichtig auf. Sonnenlicht wärmte ihr Gesicht. Neben ihr hievte Cliff einen Eimer mit rotgefärbtem Wasser hoch. Ihre breite, sonnengegerbte Stirn furchte sich – ob vor Konzentration oder Erschöpfung, konnte Serina nicht sagen. Die ältere Frau kümmerte sich um die Neulinge der Höhlencrew und war neben Oracle eine der Ersten, die Serina auf der Insel kennengelernt hatte.

Serina stockte der Atem. Sie erinnerte sich noch genau an jene Nacht – wie verängstigt sie gewesen war, schon bevor der Kampf losging und die Frauen sich gegenseitig umbrachten, um die Rationen für ihre Crew zu gewinnen. Wie allein sie sich gefühlt und wie sehr sie ihre Schwester vermisst hatte.

Daran hatte sich nichts geändert. Von Nomi getrennt zu sein schmerzte Serina noch viel mehr – und viel tiefer im Innern – als jede gebrochene Rippe oder Schussverletzung.

Cliff trug den Eimer zum Rand des halbzerstörten steinernen Amphitheaters, wo das gelbe Gras, die einzige Vegetation hier auf dem Berg des Verderbens, im Wind wogte. Eine andere Frau, gebeugt und sichtlich erschöpft von der Arbeit, sammelte die Stofffetzen auf, mit denen sie das Blut von den Steinen geschrubbt hatten. Serina wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn.

Nomi.

Serina brauchte einen Plan. Ihre Schwester saß in Bellaqua fest als eine der drei Graces des Thronerben. Vor gar nicht langer Zeit hatte sich Serina genau das gewünscht, was Nomi nun vergönnt war – ein Leben, erfüllt von Luxus und Schönheit, an der Seite des mächtigsten Mannes von ganz Viridia –, doch für ihre Schwester war dieses Leben ein ebenso schreckliches Gefängnis wie der Berg des Verderbens für sie. Und Serina war fest entschlossen, Nomi zu befreien.

Anika und Val erschienen am oberen Rand des Amphitheaters, mit einem rostigen Karren, auf dem sich einige Jutesäcke türmten; die Rationen, die Kommandant Ricci gehortet hatte. Als sie die Beute den Gang hinunter auf sie zuschoben, bildeten die Frauen hinter ihnen eine lange Schlange, vorbei an dem Vulkangestein, das sich über einen Bereich der Steinbänke ergossen hatte. Noch mehr kamen aus dem unteren Teil des Theaters herbei, wo eine Handvoll Frauen an der Mauer des Wachturms gelehnt hatte. Serina schätzte, dass noch etwa hundertfünfzig Frauen übrig und am Leben waren, vielleicht ein Dutzend mehr oder weniger. Und sie alle starrten die Jutesäcke hungrig an.

Val und Anika blieben stehen, als sie das Podest unten im Amphitheater erreichten.

Vals widerspenstige braune Haare kräuselten sich in alle Richtungen um sein braungebranntes Gesicht. Auf seinem Kiefer prangte ein dunkler Bluterguss, und sein Hals war mit Dreck beschmiert. Serina strahlte ihn dankbar an. Er hatte die Möglichkeit gehabt zu fliehen, sie zurückzulassen. Doch er hatte es nicht getan. Er war geblieben und hatte ihnen geholfen. Als er bemerkte, wie sie ihn ansah, entspannte er sich, und auf seinem Gesicht erschien ein Lächeln.

»Wie sollen wir die zusätzlichen Rationen verteilen?«, fragte Anika. Das Sonnenlicht überzog ihre tiefbraune Haut mit einem goldenen Schimmer. Ihr eines Auge war zugeschwollen, und einige Strähnen hatten sich aus ihren straffen Zöpfen gelöst, doch sie strahlte noch das gleiche Selbstvertrauen – den gleichen Widerstandswillen – aus wie von dem Moment an, als sie auf die Insel gekommen waren.

Serina hatte ein Gerücht gehört, dass die Frauen im Hotel Misery Anika hatten Shade nennen wollen, sie sich jedoch geweigert hatte, auf irgendeinen anderen Namen als Anika zu hören, weil dieser das Einzige war, was sie von ihrer Mutter je bekommen hatte.

Es war Anika, der sich Serina ergeben hatte, anstatt sie zu töten, als sie an der Reihe waren zu kämpfen. Dieser Moment hatte all das hier ins Rollen gebracht und eine Zielscheibe auf Serinas Rücken hinterlassen. Wenn Kommandant Ricci sie nicht zu einem weiteren Kampf gezwungen hätte, wäre es vielleicht nie zu diesem Aufstand gekommen.

»Das Essen wird leichter gerecht zu verteilen sein, wenn wir alle in einem Camp bleiben«, sagte Serina. »Denkst du, das Hotel Misery wäre groß genug für uns alle?« Sie hatten bereits eine Art Lazarett in einem der alten Ballsäle im ersten Stockwerk eingerichtet.

Serina wäre froh, wenn sie nie wieder auch nur eine Nacht in dem Lavatunnel verbringen müsste, den ihre Crew ihr Zuhause genannt hatte. Oracle hatten der Schwefelgestank, der vom Krater ausströmte, und die Nähe zum aktiven Teil des Vulkans offenbar nicht gestört, aber für Serina hatte es sich immer angefühlt, als würde der Fels sie niederdrücken, und sie hatte nie vergessen können, dass der Tunnel von fließender Lava ausgehöhlt worden war … was ihr vor Augen führte, dass der Vulkan jederzeit aufs Neue würde ausbrechen können.

Anika sah zu den anderen Frauen aus ihrer Crew. Nach dem Kampf, in dem Slash gefallen war, hatte Anika die Rolle der Anführerin vom Hotel Misery übernommen und ihren Kameradinnen Befehle erteilt, während sie Val half, die fünf noch lebenden Wärter in die Zellen auf dem Wachgelände zu schaffen.

Schließlich wandte sie sich wieder Serina zu und nickte. »Wir haben genug Platz.«

»Wie können wir der Crew vom Hotel Misery trauen?«, fragte jemand. »Sie werden uns alle im Schlaf umbringen.«

Serina fand den Ursprung der Stimme in der Menge – eine Frau in den Zwanzigern mit langen weißblonden Haaren und einem verkniffenen, vor Wut geröteten Gesicht.

»Wie heißt du?« Serina spannte die Muskeln in ihren Beinen an, um nicht ins Wanken zu geraten. Sie war so müde.

»Fox«, fauchte die Frau. »Ich führe die Dschungelcrew an, jetzt, wo Venom tot ist.« Ihr grimmiger Blick richtete sich auf Anika. »Dank ihr.«

»Venom hat auch viele von uns getötet«, erwiderte jemand anderes ebenso zornig. Lautes Stimmengewirr erhob sich, so beharrlich und wütend wie ein aufgescheuchter Wespenschwarm.

»Hey!«, rief Serina und hob die Hände, um für Ruhe zu sorgen. »Die Kämpfe wurden von Kommandant Ricci angeordnet, schon vergessen? Anika hat Venom nicht freiwillig getötet. Niemand von uns hat freiwillig getötet. Wir sind keine Feinde. Wir brauchen einander. Wir werden nur überleben, wenn wir zusammenarbeiten, wie wir es letzte Nacht getan haben.«

»Du denkst, wir werden überleben?« Claw, eine gnomenhafte Frau aus der Höhlencrew, stieß ein raues Lachen aus. »Wir haben nur wenig zu essen und keine Möglichkeit, mehr zu beschaffen. Wir werden alle hier sterben.«

Serina verschränkte die Arme vor der Brust und ignorierte den scharfen Schmerz, der durch ihren Oberkörper fuhr. »Nein, werden wir nicht. Die nächste Bootsladung Gefangene wird in ein, zwei Wochen ankommen. Mit Rationen. Wir können die Wachen überwältigen und uns das Essen holen. Wir können mit dem Schiff fliehen …«

Sie verstummte, als sie die Zuversicht auf einmal verließ. Wohin sollten sie gehen? Und was war mit Nomi?

Anika neigte den Kopf zur Seite. »Hatten die Wachen nicht ihre eigenen Boote? Können wir nicht die nehmen? Wir können jetzt gleich von diesem verdammten Felsen verschwinden und zu unseren Familien zurückkehren.«

»Meine Familie hat mich hierhergeschickt!«, schrie jemand.

»Es gibt keine Boote.« Val erhob die Stimme, um sich über den anschwellenden Lärm Gehör zu verschaffen. »Diese Insel war auch für die Wachen eine Strafe. Selbst für Kommandant Ricci. Wir haben den Regenten alle auf irgendeine Weise enttäuscht – zu skrupellos, nicht skrupellos genug. All seine gescheiterten Soldaten hat er hierhergeschickt. Wir hatten keine Boote, nicht einmal für eine Notfallevakuierung. Die Schiffe, in denen die Gefangenen ankommen, sind unser einziger Kontakt zur Außenwelt.«

Er sah Serina an, und in seinen Augen glitzerte eine unausgesprochene Frage.

Sie wusste, was er wissen wollte. Val hatte ein Boot, ein Geheimnis, das er jahrelang verborgen gehalten hatte. Sie hatten geplant, damit zu fliehen, nach Bellaqua zurückzukehren und Nomi zu retten. Ein diskretes Nicken von ihr, und er würde Schweigen bewahren. Das Boot würde ihr Geheimnis bleiben – und Serinas beste Chance, ihre Schwester wiederzusehen.

Gestern war sie drauf und dran gewesen zu verschwinden, aber sie hatte es nicht über sich gebracht, Jacana zurückzulassen, die ihr bei der Suche nach einem Fluchtweg geholfen hatte. Jetzt war Jacana tot. Serina hatte sie nicht retten können. Es gab nichts mehr, was sie zurückhielt, nichts, was sie daran hinderte, Vals Boot zu nehmen und ihre Schwester zu retten.

Nichts außer den Frauen auf dem Berg des Verderbens. Die Toten, wie Jacana und Oracle, die sie geschworen hatte zu rächen. Und die Lebenden, denen sie zur Freiheit verhelfen wollte, was immer es kostete.

Serina konnte sich nicht zu einem versteckten Boot davonstehlen und die Frauen zurücklassen. Nicht einmal für Nomi. Sie würde ihre Schwester aus den Fängen des Thronerben befreien, sie vor dem kalten, wachsamen Blick des Regenten in Sicherheit bringen. Aber nicht so.

»Es gibt ein Boot auf der Insel«, sagte sie, ohne den Blick von Val abzuwenden. Er nickte leicht, aber seine Brauen zogen sich zusammen – ein deutliches Zeichen, dass er ihren Kummer teilte. »Es ist klein, gerade mal groß genug für zwei oder drei Leute. Aber es könnte trotzdem von Nutzen sein.«

»Und woher weißt du von diesem Boot?«, fragte Anika mit misstrauisch zusammengekniffenen Augen.

»Es gehört mir«, sagte Val. »Und es ist so gut versteckt, dass keiner der Wärter oder Gefangenen es finden konnte. Ich habe es auf die Insel geschmuggelt, um meine Mutter zu retten, die hier gefangen gehalten wurde, aber …« Seine Stimme stockte. »Als ich ankam, war sie schon fort.«

Anikas Misstrauen legte sich. Vals Antwort hatte sie sichtlich erschüttert.

»Aber … aber das verstehe ich nicht«, meldete sich eine der anderen Frauen mit leiser Stimme zu Wort. Theodora, die aufgrund ihrer hochgewachsenen, schlaksigen Statur und ihres runden, goldbraunen Gesichts inzwischen nur noch Doll genannt wurde. Sie war mit Serina auf der Insel angekommen und ebenfalls der Höhlencrew zugeteilt worden. »Was sollen wir machen, wenn das Schiff mit den Gefangenen kommt? Du sagtest, wir würden fliehen. Aber wohin?«

Serina öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, musste sich aber eingestehen, dass sie darauf keine Antwort hatte.

Val trat neben sie auf das Podest und wandte sich der Menge zu, die sich im Amphitheater drängte. Er räusperte sich. »Es gibt ein Land namens Azura, östlich von Viridia, jenseits der Gallatianischen See«, sagte er. »Mein Vater, ein Kaufmann, war einmal auf Geschäftsreise dort. Er hat mir erzählt, dass Frauen in Azura viel mehr Freiheiten haben – dass sie arbeiten, Grundbesitz haben und ihr Geld selbst verwalten dürfen. Sie können lesen. Die Grenze ist nicht weit von hier, doch abgesehen von der einen oder anderen Delegation, die der Regent zu sich einlädt, darf nicht nach Viridia eingereist werden. Doch ihre Grenze ist für uns nicht gesperrt.«

Val hatte Serina erzählt, dass sein Vater in Azura gewesen war. Dieses Erlebnis hatte ihn dazu inspiriert, seiner Frau Lesen beizubringen und mit ihrer Hilfe heimlich eine Schule für Mädchen in ihrem Haus einzurichten. Deswegen war er getötet und seine Frau auf den Berg des Verderbens geschickt worden.

»Und dort sollen wir hin?«, fragte Fox und strich sich die weißen Haare von ihrer gerunzelten Stirn. »Warum sollten sie uns aufnehmen?«

Val zuckte die Achseln. »Ich kann nicht sicher sagen, dass sie das tun würden. Aber es wäre sicherer, als hierzubleiben oder nach Viridia zurückzukehren.«

Dann werde ich gehen, dachte Serina. Wenn wir das Schiff haben, wenn die Frauen auf dem Weg nach Azura und in Sicherheit sind, wenn sie mich nicht mehr brauchen, werde ich Vals Boot nehmen und Nomi retten.

[...]

Über Tracy Banghart

Als bekennender Fan der Serie »The 100« hat Tracy Banghart mit ihren E-Book-Serien »Rebel Wings« und »By Blood« irgendwann angefangen, selbst Stoffe mit starken Frauenfiguren zu erschaffen und so eine große Fangemeinde gewonnen. Sie wuchs in Maryland, USA auf, studierte in England Buchwissenschaften und lebt heute auf Hawaii.

 

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchprogramm der S. Fischer Verlage finden sich auf www.fischerverlage.de

Über dieses Buch

Sie haben alles verloren.

Doch sie kämpfen weiter.

Denn das Schicksal aller Frauen und Mädchen liegt allein in ihrer Hand.

 

Die Schwestern Serina und Nomi sind Gefangene: Nomi im Palast eines brutalen Regenten, der alle Frauen unterdrückt. Serina auf einer Gefängnisinsel, auf die sie verschleppt wurde. Um in dem brutalen Regime zu überleben, bleibt den Schwestern nur eins: erbittert zu kämpfen – gegen die Unterdrückung und für ihre Liebe. Mit allen Mitteln und jede auf ihre Weise.

Der zweite und abschließende Band der fulminanten Serie

Impressum

Erschienen bei FISCHER E-Books

 

Alloy Enterainment

Produced by Alloy Entertainment, LLC

Published by arrangement with Rights People, London

 

Titel der amerikanischen Originalausgabe: ›Queen of Ruin‹ (Hachette)

© 2019 Tracy Banghart

Für die deutschsprachige Ausgabe:

© 2018 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

 

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ISBN 978-3-7336-5081-0