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Der faszinierende Märchen- und Sagenschatz Islands, jener wilden Insel aus Feuer und Eis, deren urwüchsige Landschaften noch heute von Göttern und Feen, Dämonen und Trollen bevölkert scheinen, speist sich vor allem aus der herben skandinavischen Mythologie. Doch neben den oft düster-bedrohlichen Motiven und Gestalten vieler Sagen finden sich auch Geschichten, die an das traditionelle europäische Zaubermärchen mit seinen magischen Verwandlungen erinnern. Für diesen Band hat der Herausgeber eine umfassende Auswahl der schönsten und eindrucksvollsten isländischen Sagen und Märchen zusammengetragen.
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Seitenzahl: 377
Veröffentlichungsjahr: 2013
Isländische Märchen und Sagen
Herausgegeben vonErich Ackermann
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© 2011 Anaconda Verlag GmbH, Köln
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN 978-3-86647-692-9
eISBN 978-3-7306-9023-9
www.anacondaverlag.de
Königssohn Ring und sein Hund Snati-Snati
Fertram und Isol
Die Kuh Bukolla
Hlini, der Königssohn
Ingibjörg, die Königstochter
Jonides und Hildur
Das Pferd Gullfaxi und das Schwert Gunnfjödur
Lineik und Laufey
Litill, Tritill und die Vögel
Bangsimon und das Trollweib
Die Riesin im Steinboot
Helga, das Aschenbrödel
Vilfridur Völufegri
Finna, die Kluge
Hermod und Hadvör
Der Huldrekönig auf Selö
Die Alfkönigin
Der Ernteknecht
Da lachte das Seemännchen
Jon und die Riesin
Der Bräutigam und das Gespenst
Der Küster von Mörkaa
Sigurd und das Gespenst
Der Südfahrer-Asmund
Der Mann von Grimsö und der Bär
Das Seehundsfell
Die Sennerin
Gullbra und Skeggi zu Hvammur
Gilitrutt
Der Hirt zu Silfrunarstadir
Der Hexenritt
Der Sendling
Zauber-Brandur
Die Heuernte
Wie die Insel Drangey geweiht wird
König Oddur und der Wintergast
Thorstein mit dem Goldhaar
Rósald und Geirald
Der Königssohn und der Tod
Rolf Kraki und seine Mannen
Grettir und die Trollriesin
Nachwort
Literatur in Auswahl
Quellenverzeichnis
Es waren einmal ein König und eine Königin in ihrem Reiche; sie hatten eine Tochter, welche Ingibjörg hieß und einen Sohn namens Ring. Dieser war nicht so mutig, wie es sonst die Söhne der vornehmen Leute zu jener Zeit zu sein pflegten, und verstand sich auch nicht auf ritterliche Künste.
Als Ring zwölf Jahre alt war, ritt er eines schönen Tages mit seinem Gefolge in den Wald hinaus, um sich zu erlustigen. Sie ritten lange, bis sie eine Hindin erblickten, welche goldene Ringe auf dem Geweih hatte. Der Königssohn wollte die Hindin fangen, und sie verfolgten daher dieselbe so lange, bis sie alle ihre Pferde zu Tode geritten hatten und endlich auch das Pferd des Königssohnes tot zusammenstürzte.
Da fiel plötzlich so finsterer Nebel ein, dass sie die Hindin nicht mehr sehen konnten. Sie hatten sich sehr weit von allen Menschenwohnungen entfernt und wollten jetzt umkehren; allein sie hatten sich verirrt. Sie gingen nun zuerst alle zusammen, bis jeder von ihnen einen anderen Weg für den richtigen hielt, und sie trennten sich daher und gingen jeder nach einer anderen Richtung weiter.
Der Königssohn ging ebenfalls irre und wanderte umher, ohne zu wissen wohin, bis er zu einem kleinen offenen Platz im Walde kam, der nicht weit vom Meer entfernt war. Hier sah er ein Weib auf einem Stuhle sitzen, neben dem sich ein großes Fass befand. Der Königssohn schritt auf das Weib zu und begrüßte es höflich, worauf dasselbe seinen Gruß freundlich erwiderte. Er blickte in das Fass hinein und sah auf dem Boden desselben einen überaus schönen goldenen Ring liegen. Da wurde er von einer unbezwinglichen Begierde erfüllt, diesen Ring zu besitzen, von dem er die Augen nicht abwenden konnte.
Das Weib bemerkte dies und sagte, es sehe, dass er große Lust nach dem Ringe habe, der in dem Fass liege.
Dies sei auch der Fall, entgegnete der Königssohn.
Das Weib sagte hierauf, dass er denselben erhalten solle, wenn er sich die Mühe nehmen würde, ihn aus dem Fasse hervorzuholen.
Der Königssohn begann nun, sich in das Fass hinein zu strecken, welches ihm nicht sonderlich tief zu sein schien, und wollte sich beeilen, den Ring herauszunehmen; aber je mehr er sich streckte, desto tiefer wurde das Fass. Als er zur Hälfte über die Kante des Fasses gebeugt war, stand das Weib auf, stürzte ihn kopfüber in das Fass und sagte, dass er darin bleiben solle. Hierauf verschloss sie das Fass und rollte es hinaus ins Meer.
Der Königssohn fühlte nun wenig Behagen. Er merkte, dass das Fass sich vom Lande entfernte und lange von den Wogen umhergetrieben wurde; wie viele Tage aber dies dauerte, wusste er nicht. Endlich merkte er, dass dasselbe gegen einen Felsen stieß; er war darüber sehr erfreut, denn er dachte, dass es Land, nicht etwa eine Klippe sei. Er kam auf den Gedanken, den Boden des Fasses mit den Füßen auszustoßen, denn er konnte etwas schwimmen.
Er tat dies auch, obschon er fürchtete, dass er das Land nicht erreichen werde; da aber flache und niedrige Felsen in das Meer hinausragten, so gelang es ihm doch, ans Land zu kommen. Hier waren aber hohe Berge, und es schien ihm schwierig zu sein, landeinwärts zu kommen; er ging eine Strecke weit am Fuße der Berge hin und versuchte sodann, emporzuklettern, was er schließlich auch zustande brachte. Als er die Höhen erreicht hatte, blickte er um sich und sah, dass es eine Insel war; dieselbe war mit Wald bewachsen und schien ihm sehr fruchtbar zu sein; es wuchsen auf derselben gute Äpfel zum Essen und er fand, dass es hier allem Anscheine nach ganz behaglich zu leben sein müsse.
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