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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 2,7, Universität Leipzig (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Wissen und Macht: Politische Ideengeschichte im Kontext, Sprache: Deutsch, Abstract: In diesem Essay soll die Beziehung der politischen Theorie von Karl Marx, explizit das Manifest der Kommunistischen Partei, zu Jean-Paul Sartres Werk erörtert werden. Da Sartre im zwanzigsten Jahrhundert einer der zentralen Akteure war, die den Marxismus mitdiskutiert haben, gilt es den marxistischen Einfluss auf ihn und vor allem seine Gedanken zum klassischen Marxismus zu fokussieren. Als notwendig erscheint dabei eine kurze Vorbetrachtung der beiden Charaktere. Vor allem da Marx ursprünglich Ökonom war, Sartre hingegen primär Philosoph, fungiert in diesem Fall die politische Theorie möglicherweise als eine Art Schmelztiegel zwischen den beiden Wissenschaftsbereichen. Deutlich wird dies bereits im Manifest der Kommunistischen Partei, wo sich Marx gegen jegliche Kritik aus philosophischen Gesichtspunkten ausspricht. Auch die Formulierung im Manifest von diversen Stereotypen der sozialistischen und kommunistischen Literatur knüpft daran an: „unter die französischen Entwicklungen tauften sie (...) ‚philosophische Begründung des Sozialismus‘ “.

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Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

 

Einleitung

Die Beziehung zwischen Proletariat und Bourgeoisie

Ansätze zum revolutionären Prozess

Die Rolle der Arbeit

Unvereinbarkeit mit dem Existenzialismus?

Fazit

Literaturverzeichnis

 

Einleitung

 

In diesem Essay soll die Beziehung der politischen Theorie von Karl Marx, explizit das Manifest der Kommunistischen Partei[1], zu Jean-Paul Sartres Werk erörtert werden. Da Sartre im 20. Jahrhundert einer der zentralen Akteure war, die den Marxismus mitdiskutiert haben, gilt es den marxistischen Einfluss auf ihn und vor allem seine Gedanken zum klassischen Marxismus zu fokussieren.

 

Als notwendig erscheint dabei eine kurze Vorbetrachtung der beiden Charaktere. Vor allem da Marx ursprünglich Ökonom war, Sartre hingegen primär Philosoph, fungiert in diesem Fall die politische Theorie möglicherweise als eine Art Schmelztiegel zwischen den beiden Wissenschaftsbereichen. Deutlich wird dies bereits im Manifest der Kommunistischen Partei, wo sich Marx gegen jegliche Kritik aus philosophischen Gesichtspunkten ausspricht.[2] Auch die Formulierung im Manifest von diversen Stereotypen der sozialistischen und kommunistischen Literatur knüpft daran an:

 

„unter die französischen Entwicklungen tauften sie (...) ‚philosophische Begründung des Sozialismus‘ “.[3]

 

Ungeachtet dessen, dass Marx dies bereits im 19. Jahrhundert, also deutlich bevor Sartre lebte, formulierte, ist diese Aussage, zumindest was die französische Philosophie angeht, auf Sartre merklich zutreffend. Doch gerade dieser Widerspruch, dass Sartre als existenzialistischer Philosoph auf eine etablierte Politik- und Gesellschaftstheorie mit einem Klassendenken trifft, macht die gewählte Thematik umso interessanter. Wie passt Marx Zweiklassentheorie in das Bild von Sartres Auffassungen, lässt sich hier als eine zentrale Frage formulieren.

 

Darüber hinaus sollen Sartres Ansichten von der Revolution, die Frage nach dem Zweck von Arbeit und abschließend sein existenzialistisches Menschenbild in Bezug auf den klassischen Marxismus diskutiert werden.

 

Die Beziehung zwischen Proletariat und Bourgeoisie

 

Für jene Zweiteilung der Gesellschaft, im 19. Jahrhundert nunmehr die in Bourgeois[4] und Proletarier, argumentierte Marx im Manifest der Kommunistischen Partei als anthropologischer Konstante mit Hilfe verschiedener historischer Beispiele.[5] Paradox wirkt dabei allerdings die „höchst revolutionäre Rolle“[6] welche der Bourgeoisie, als doch reaktionärer Klasse, von Marx zugeschrieben wird. Dass es sich dabei allerdings nur um eine ironische Hyperbel handelt, wird unmittelbar im Anschluss klar, da er auf die Beziehung zu den Arbeitern bezugnimmt. So gibt es mit der Entstehung dieser, durch die Industrialisierung neu gebildeten Klassen nach Marx gänzlich keine Beziehung mehr, die über die des pragmatischen Kapitalinteresses hinausgeht.