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Das Leben von Josef gleicht einer Achterbahn. Doch in allen Höhen und Tiefen geht er unbeirrt seinen Weg mit Gott. Die 30 Bibellese-Einheiten mit fundierten Erklärungen sind zum großen Teil den Bibellese-Büchern mittendrin entnommen. Sie wollen helfen, das Thema in der persönlichen Stille vor Gott zu vertiefen. Mit Impulsen und einer Übertragung in den Alltag.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Monika Büchel (Hrsg.)
Josef
Ein Mann mit einer „Traum“-Karriere
30 Bibellese-Einheiten
www.bibellesebund.net
Impressum
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© 2017 Bibellesebund Verlag, Gummersbach
© 2023 der E-Book-Ausgabe
Bibellesebund Verlag, Marienheide
https://www.bibellesebund.de/
Autor: Monika Büchel (Hrsg.)
Titelgestaltung: Luba Siemens
Layout des E-Books: Inge Neuhaus
Printausgabe: ISBN 978-3-95568-214-9
E-Book: ISBN 978-3-95568-530-0
Alle Bibelverse, wenn nicht anders vermerkt: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Hinweise des Verlags:
Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des Textes und der Bilder kommen.
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Inhalt
Titel
Impressum
Vorwort
Impulse für Ihre Zeit mit Gott
Josefs Geburt und Jugend
1 | Neid und Eifersucht – typisch menschlich?
2 | Gefährliche Sucht
3 | Abserviert
4 | Heuchelei
Josef in Ägypten
5 | Wie gewonnen, so zerronnen
6 | Aufstehen statt Liegenbleiben
7 | Willkür hoch drei
8 | Seltsame Wege
9 | Eine weitreichende Entscheidung
10 | Vom Tellerwäscher zum Millionär
11 | Noch mehr seltsame Wege
Josef begegnet seinen Brüdern
12 | „Showdown“ der anderen Art
13 | Zwickmühle
14 | Die Qual der Wahl
15 | Sinnloses Sorgen
16 | „All you need is love”
17 | Ungerecht
18 | Mut zur Veränderung
19 | Echte Helden
20 | Unverhofft kommt oft
21 | Freudensprung des Glaubens
Josef sieht seinen Vater Jakob wieder
22 | Heilsames Wiedersehen
23 | Verkehrte Verhältnisse
24 | Freie Sklaven – Knechte Gottes
25 | Letzter Wille
26 | Ende gut …
27 | Zuerst ein Kind Gottes
Jakobs Tod
28 | Ein Blick in die Zukunft
29 | Trauern erlaubt!
Josefs Tod
30 | Versöhnung
Vorwort
Josef, der Sohn von Rahel und Jakob, wurde von seinem Vater vorgezogen und träumte viel. Seine Brüder beneideten ihn und hätten ihn am liebsten getötet. Sie verkauften ihn nach Ägypten. Dort durchlebte Josef Tiefen und Höhen, aber er hielt an Gott fest und blieb gehorsam.
Warum ein Lebensbild?
Lebensbilder können eine gute Einstiegshilfe für Anfänger im Glauben sein. Josef ist in seinem festen Glauben und Vertrauen auch ein Vorbild für Fortgeschrittene im Glauben. Personen der Bibel sind uns modernen Menschen oft ähnlicher, als wir denken. Das Lesen der Bibel wirkt wie ein Spiegel: Wir erkennen uns im Verhalten der verschiedenen Personen wieder und sehen oft die ungeschminkte Wahrheit über uns.
Dieses Buch möchte bei Ihnen die Freude am Bibellesen wecken und Ihnen helfen, auf Gott und sein Wort zu bauen. Vielleicht erleben auch Sie eine schwere Lebensphase. Dann könnte Josef Ihnen ein Vorbild in seinem Vertrauen auf Gott sein. Gott möchte Sie durch Ihren Alltag begleiten.
Noch ein Hinweis: Im Buch ist die Übersetzung der Guten Nachricht Bibel verwendet worden.
Viel Segen beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr Bibellesebund
Impulse für Ihre Zeit mit Gott
Bibellesen! Aber wie?
Probieren Sie die folgende Methode einmal aus:
Beten
Reden Sie mit Gott und bitten Sie ihn, dass er durch die Bibel zu Ihnen spricht.
Lesen
Lesen Sie den Bibeltext, am besten mehrmals und vielleicht auch halblaut.
Entdecken
Nehmen Sie sich Zeit, den Bibeltext und danach die Erklärungen zu bedenken:
Welche Gedanken lösen sie in mir aus?
Welcher Satz, welches Wort berührt mich?
Welche Fragen kommen auf?
Antworten
Was hat Gott Ihnen durch den Bibeltext und die Erklärung gezeigt? Welche Impulse nehmen Sie mit in den Alltag?
Vielleicht schreiben Sie auf, was Ihnen wichtig geworden ist. Oder suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihre Bibelentdeckungen mit anderen zu teilen.
Josefs Geburt und Jugend
Josefs Geburt und Jugend
1 | Neid und Eifersucht – typisch menschlich?
1 Mose/Genesis 29,31-32; 30,1.22-24
31 Der Herr sah, dass Jakob Lea zurücksetzte, deshalb schenkte er ihr Kinder, während Rahel kinderlos blieb.
32 Als Lea ihren ersten Sohn geboren hatte, sagte sie: „Der Herr hat meinen Kummer gesehen; jetzt wird mein Mann mich lieben.“ Deshalb nannte sie das Kind Ruben.
30,1 Als Rahel sah, dass Lea Kinder bekam und sie nicht, wurde sie eifersüchtig auf ihre Schwester und sagte zu Jakob: „Sorge dafür, dass ich Kinder bekomme, sonst will ich nicht länger leben“.
22 Da endlich dachte Gott an Rahel: Er erhörte ihr Gebet und öffnete ihren Mutterschoß.
23 Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Da sagte sie: „Gott hat meine Schande von mir genommen.“
24 Sie nannte ihn Josef und sagte: „Möge der Herr mir noch einen Sohn dazugeben!“
Zwei Frauen und ein Mann – das ist Stoff für eine filmreife Geschichte. Hinzu kommt: Die beiden Frauen sind Schwestern. Dass ein Mann mehrere Frauen hat, ist zu der Zeit nicht ungewöhnlich, führt aber schon damals zu familiären Spannungen. Rahel ist die Frau, die Jakob liebt. Lea dagegen, die ältere der beiden, ist nicht so hübsch und mit Jakob zwangsverheiratet worden. Dafür ist sie mit vielen Söhnen und einer Tochter sichtbar gesegnet. Beide Frauen reagieren typisch menschlich mit Neid und Eifersucht. Neid hat scharfe Zähne und quält uns, wenn er Nahrung bekommt. Und die gibt es reichlich. Ich muss mich nur umsehen und mit anderen vergleichen, denen es augenscheinlich besser geht als mir. Rahel leidet unter ihrer Kinderlosigkeit. Denn in Israel und in der gesamten Antike gilt Kinderlosigkeit als Schande und wird stets der Frau angelastet.
In ihrer Verzweiflung bringt Rahel ihre Not vor Gott. Das kenne ich nur zu gut: Im Gebet lege ich Gott meine Sorgen hin. Aber es strapaziert oft meine Geduld bis sich endlich etwas ändert.
Nach vielen Jahren bekommt Rahel ihren Sohn Josef. Doch durch das Leben von Josef ziehen sich der Neid und seine Auswüchse wie ein roter Faden.
Neid und Eifersucht sind typisch menschlich und sie schmerzen wie ein eitriges Geschwür. Das muss entdeckt und entfernt werden. Wir sollten versuchen, Eifersuchtsgedanken keinen Raum in uns zu geben. Und wir dürfen Gott durch Jesus Christus um Vergebung solcher Gedanken und Gefühle bitten.
Achten Sie doch heute besonders auf das Gute, das Gott Ihnen schenkt!
Renate Stahl
Josefs Geburt und Jugend
2 | Gefährliche Sucht
1 Mose/Genesis 37,1-11
1 Jakob nahm seinen Wohnsitz im Land Kanaan, dem Land, in dem schon sein Vater als Fremder gelebt hatte.
2 Dies ist die Familiengeschichte Jakobs: Jakobs Sohn Josef war noch ein junger Bursche von siebzehn Jahren. Er half seinen Brüdern, den Söhnen von Bilha und Silpa, beim Hüten der Schafe und Ziegen. Er hinterbrachte seinem Vater immer, was die Leute sich von dem Treiben seiner Brüder erzählten.
3 Jakob hatte Josef von allen seinen Söhnen am liebsten, weil er ihm erst im Alter geboren worden war. Deshalb ließ er ihm ein prächtiges Gewand machen.
4 Als seine Brüder sahen, dass der Vater ihn mehr liebte als sie alle, begannen sie ihn zu hassen und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm reden.
5 Einmal hatte Josef einen Traum. Als er ihn seinen Brüdern erzählte, wurde ihr Hass noch größer.
6 „Ich will euch sagen, was ich geträumt habe“, fing Josef an.
7 „Wir waren miteinander auf dem Feld, schnitten Getreide und banden es in Garben. Auf einmal stellt sich meine Garbe auf und bleibt stehen. Und eure Garben, die stellen sich im Kreis um sie herum und verneigen sich vor meiner.“
8 Seine Brüder sagten zu ihm: „Du willst wohl noch König werden und über uns herrschen?“ Wegen seiner Träume und weil er sie so offen erzählte, hassten ihn seine Brüder noch mehr.
9 Er hatte nämlich noch einen anderen Traum, und auch den erzählte er ihnen. „Ich habe noch einmal geträumt“, sagte er. „Ich sah die Sonne, den Mond und elf Sterne. Stellt euch vor: Die alle verneigten sich vor mir.“
10 Als er das seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, fuhr sein Vater ihn an und sagte: „Was ist das für ein dummer Traum, den du da geträumt hast? Ich und deine Mutter und deine Brüder, wir alle sollen uns vor dir niederwerfen?“
11 Die Brüder waren eifersüchtig auf Josef; aber sein Vater behielt die Sache im Gedächtnis.
Mal ehrlich: Was kann Josef dafür, wenn ihn sein Vater mehr liebt als seine Brüder? Eigentlich hätte sich der Hass der Brüder auf Jakob richten müssen. Vielleicht erhofft sich Josef von seiner Familie Unterstützung dabei, wie er seine Träume einordnen sollte. Doch vertieft sich dadurch nur die Kluft zwischen ihm und seinen Brüdern. Der kleine Bruder wird endgültig zum Rivalen der schon erwachsenen Männer. Es bahnt sich eine Tragödie an, die in den Herzen der Männer ihren Ursprung hat. Zuerst ist da die Eifersucht – und daraus erwächst tödlicher Hass. Genauso funktioniert das heute noch. Wir neigen schnell dazu, andere Menschen zu beneiden. Wir vergleichen uns mit ihnen – und zwar vor allem in den Bereichen, in denen es ihnen scheinbar besser geht als uns. Vergleichen aber führt schnell zu Eifersucht und Eifersucht kann in Hass umschlagen. Hass aber kann uns innerlich auffressen und wird immer Leben zerstören – unseres und das von anderen. Überlegen Sie, ob Sie auf jemanden in Ihrem Umfeld neidisch sind. Hat sich der Neid vielleicht schon in Hass verwandelt? Eifersucht ist eine gefährliche Sucht! „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft“ (F. Schleiermacher).
Jürg Birnstiel
Josefs Geburt und Jugend
3 | Abserviert
1 Mose/Genesis 37,12-27a
12 Einmal waren Josefs Brüder unterwegs; sie weideten die Schafe und Ziegen ihres Vaters in der Nähe von Sichem.
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