Jungbrunnen Entsäuerung - Kurt Tepperwein - E-Book

Jungbrunnen Entsäuerung E-Book

Kurt Tepperwein

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Beschreibung

Unser Körper ist dafür geschaffen, etwa 130 Jahre alt zu werden. Es ist unsere Lebensweise, die uns vorzeitig altern oder krank werden lässt und unseren Tod beschleunigt. Übersäuerung ist die Grundlage der meisten Krankheiten. Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten haben dazu geführt, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Kurt Tepperwein, der sich seit Jahrzehnten mit den Ursachen von Krankheiten beschäftigt, erläutert in seinem Buch, warum die Übersäuerung des Körpers so gefährlich ist und was wir tun können, um das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder in Harmonie zu bringen. Der Leser wird angeregt, sein Säurepotential zu bestimmen und seine individuelle Säuregrafik zu erstellen. Darüber hinaus enthält das Buch eine Fülle von Informationen für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise sowie einen Bezugsquellennachweis für Basenprodukte.

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Seitenzahl: 215

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Inhaltsverzeichnis
 
Buch
Autor
Einleitung:
 
Kapitel 1 - Warum wir sauer sind
Die Hauptursachen für die Übersäuerung des Körpers
Das Bindegewebe: Puffersystem und Säurespeicher
Der Magen: ein Säure- und Basenproduzent
Das Blut: ein ganz besonderer Saft
Woher kommt die viele Säure?
 
Copyright
Buch
Unser Körper ist dafür geschaffen, etwa 130 Jahre alt zu werden. Es ist unsere Lebensweise, die uns vorzeitig altern oder krank werden lässt und unseren Tod beschleunigt. Übersäuerung ist die Grundlage der meisten Krankheiten. Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten haben dazu geführt, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Kurt Tepperwein, der sich seit Jahrzehnten mit den Ursachen von Krankheiten beschäftigt, erläutert in seinem Buch, warum die Übersäuerung des Körpers so gefährlich ist und was wir tun können, um das Säure-Basen-Verhältnis wieder in Harmonie zu bringen. Der Leser wird angeregt, sein Säurepotenzial zu bestimmen und seine individuelle Säuregrafik zu erstellen. Darüber hinaus enthält das Buch eine Fülle von Informationen für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise sowie einen Bezugsquellennachweis für Basenprodukte.
Autor
Prof. Kurt Tepperwein, geboren 1932 in Lobenstein, war erfolgreicher Unternehmer und Unternehmensberater, ehe er sich 1973 aus dem Wirtschaftsleben zurückzog. Er wurde Heilpraktiker und Forscher auf dem Gebiet der wahren Ursachen von Krankheit und Leid. Seit 1984 leitet er die Internationale Akademie für geistige Wissenschaften. Die Anwendung der von ihm geschaffenen Technik des Mental- und Intuitionstrainings ist heute für viele Menschen unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. 1997 wurde Tepperwein, dessen Lebens- und Selbsthilfebücher in vielen Sprachen erhältlich sind, für sein Lebenswerk mit dem »Ersten deutschen Esoterikpreis« ausgezeichnet.
Bei Goldmann sind von Kurt Tepperwein bereits erschienen: Die Geistigen Gesetze (12160) Geistheilung durch sich selbst (11738) Kraftquelle Mentaltraining (12141) Bewusstseinstraining (21549) Der Weg zum Millionär (21551)
Die hier vorgestellten Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, dennoch übernehmen der Autor und der Verlag keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier vorgestellten Anwendungen ergeben. Bitte nehmen Sie bei ernsthaften Beschwerden professionelle Diagnose und Therapie durch ärztliche und naturheilkundliche Hilfe in Anspruch.
 
Umwelthinweis: Alle bedruckten Materialien dieses Taschenbuches sind chlorfrei und umweltschonend. Das Papier enthält Recycling-Anteile.
Wenn du nicht bereit bist, dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.
HIPPOKRATES (460-377 v. Chr.)
Einleitung:
Entsäuerung tut Not
Jeder hat einen Körper, der dafür geschaffen ist, etwa 130 Jahre alt zu werden. Es sind unsere Gewohnheiten, die uns gesund alt werden lassen oder zu Krankheit und frühem Tod führen.
Jeden Ärger, jeder Stress, jede unnatürliche Nahrung, jedes unnatürliche und damit lebensfremde Verhalten bucht von unserem »Lebenskonto« etwas ab, bis nur noch ein kleiner Teil dessen bleibt, was hätte sein können. Gleichzeitig wird damit die Ursache gesetzt für Krankheit und Leid. Das Schöne ist, wir können das jederzeit stoppen und ins Gegenteil verkehren. Lange zu leben in Gesundheit und Vitalität ist ein höchst erfreulicher Vorgang, ein Geschenk, das wir uns selbst jederzeit machen können. Es erfordert keine großen Anstrengungen und es führt bei jedem zum gleichen erfreulichen Ergebnis, wir bleiben deutlich länger jung und bis ins hohe Alter gesund und vital.
Es gibt unzählige Krankheiten, aber nur eine einzige Ursache: eine unnatürliche, nicht lebensgerechte Lebensweise. Die Lebensweise ist falsch, wenn wir nicht gesund sind und uns nicht in uns wohl fühlen. Für die unnatürliche Lebensweise gibt es zwei mögliche Ursachen: 1. Unwissenheit und 2. Nachlässigkeit. Beide sind jederzeit zu beheben. Und das einzige wirksame Medikament ist Einsicht. Viele aber nehmen ein Mittel gegen den Schmerz, und wenn der Schmerz verschwindet, bilden sie sich ein, gesund zu sein.
Übersäuerung gilt heute als eine der gefährlichsten Zivilisationskrankheiten, denn die Gesundheit ist unmittelbar abhängig vom Säure-Basen-Gleichgewicht unseres Körpers. Übersäuerung ist die Grundlage der meisten Krankheiten, und eine gründliche Entsäuerung und Remineralisierung des Körpers ist die Grundlage jeder Therapie. Das geschieht vor allem durch eine natürliche, basenreiche Ernährung. Alle sprechen vom Waldsterben und vom sauren Regen. Aber die gleichen Schadstoffe, die unsere Wälder sterben lassen, zerstören auch unsere Gesundheit. Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch. Der saure Regen führt zu sauren Böden, und saure Nahrung führt zum übersäuerten Menschen. Diese unnatürliche Übersäuerung des Menschen führt auch zu früher Krankheit und vorzeitigem Altern.
Der erste Schritt, das zu ändern, besteht darin, die Unwissenheit darüber zu beseitigen. Der zweite Schritt ist, das NOT-wendige zu tun und natürliche Lebensgewohnheiten anzunehmen.
Früher oder später müssen wir uns alle mit unserer Gesundheit befassen. Je früher wir damit beginnen, desto erstaunlicher und großartiger ist das, was wir erreichen können. Nun ist es zwar wichtig, damit so früh wie möglich zu beginnen, aber auch ein Achtzigjähriger kann innerhalb weniger Stunden seine Gesundheit entscheidend verbessern.
Die Schritte zu optimaler Gesundheit sind weitgehend bekannt, und es zeigt sich eindeutig: Krankheit und vorzeitiges Altern sind ein Produkt unnatürlicher Lebensgewohnheiten. Die medizinische Forschung hat in letzter Zeit geradezu revolutionäre neue Erkenntnisse gebracht, die zu einem unglaublichen Durchbruch geführt haben, auf dem Weg zu vollkommener Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter. Wir leben heute im Informationszeitalter, und doch sind wichtige, oft sogar lebenswichtige Informationen weitgehend unbekannt.
So gibt es Volksgruppen und sogar ganze Völker, bei denen es ganz normal ist, über hundert Jahre alt zu werden, ohne jemals krank zu sein. Das beweist doch, dass es anscheinend auch in der heutigen Zeit möglich ist. Dabei ist erstaunlich, wie oft ganz einfache Schritte in kürzester Zeit eine fast unglaubliche Verbesserung der Gesundheit bewirken können. Der wichtigste Schritt, Grundlage jeder Therapie und Voraussetzung jeder Heilung und Gesundheit bis ins hohe Alter, ist die Entsäuerung und Remineralisierung des Körpers.
In der heutigen Zeit sagt dazu Professor H. Heine, Leiter des Anatomischen und Klinisch-Morphologischen Instituts der Universität Witten-Herdecke: »Jede chronische Krankheit beginn zunächst mit lokalen, ›versteckten‹ Azidosen, die in einer globalen, latenten Azidose der Grundsubstanz mit entsprechend entzündlichen Zellreaktionen und schließlich einer Etablierung eines Circulus vitiosus mit zunehmendem Verlust der Regelmöglichkeiten (›Erstarren‹) der Grundsubstanz bei manifester Azidose enden.«
Eine Heilungschance eröffnet nach Prof. Heine allein »der Abbau der chronischen Azidose (u. a. durch Anheben der Alkalireserven und Radikalenfang (u. a. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vitamin C)«. Andere schulmedizinische Therapien, so sein Fazit, die die Azidose beseitigen könnten, gibt es nicht.
Das, was Sie tagtäglich tun, bestimmt, wie und wie lange Sie leben werden!
1
Warum wir sauer sind
Alles Leben begann im Meer, und auch heute noch besteht unser Körper zu mehr als 70 % aus Wasser. Der pH-Wert des Meerwassers liegt bei 8 bis 8,5. Unser Körper hält im Blut einen pH-Wert von 7,35 bis 7,4 mit nur ganz geringen Schwankungen aufrecht. Würde er nur etwas tiefer sinken, müssten wir sterben. Unser Leben hängt also davon ab, dass der Körper im neutralen, eher leicht basischen Bereich bleibt.
In der Naturheilkunde ist der Ausgleich des Säure-Basen-Zustands des Körpers die wichtigste Grundlage jeder Behandlung, ohne die jede andere Behandlung nicht wirken kann. Ernährungsforscher wie Ragnar Berg, Dr. Franz Mayr, Maximilian Bircher-Benner oder Friedrich Sander haben immer wieder auf den Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes des Körpers als wichtigste Grundlage unserer Gesundheit hingewiesen, auch wenn sie den dafür geforderten wissenschaftlichen Nachweis nicht erbringen konnten. So blieb diese lebenswichtige Tatsache bis heute medizinisch unbeachtet, und die meisten Ärzte erkennen die Azidose nicht als die große Gefahr für unsere Gesundheit, verharmlosen sie eher als Stoffwechselstörung. Hinzu kommt, dass medizinisch der Säurezustand des Körpers üblicherweise im Blut gemessen wird, und das hält der Körper bis auf seltene Ausnahmen streng im neutralen Bereich.
Machen wir uns bewusst: Die Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes, wie sie heute schon fast normal ist, tötet nicht nur menschliche Zellen, sondern jedes Leben.
Nun entstehen durch den Stoffwechselprozess ständig Säuren im Körper, wie Harnsäure, Kohlensäure, Milchsäure, Essigsäure und sogar Salzsäure, die den Zustand der Körperübersäuerung und damit Zellzerstörung noch beschleunigen, wenn sie nicht durch gesunde Nieren abgebaut und ausgeschieden werden.
Säuren haben einen zerstörenden Einfluss. Sie können sogar Stein oder Metall zerstören. Bleiben sie im Körper, ohne dass sie durch Basen neutralisiert werden, führt dies zwangsläufig zu den verschiedensten Krankheiten.
Wir brauchen uns nur umzuschauen, um zu erkennen, wie wichtig das Säure-Basen-Gleichgewicht für unseren Körper ist und wie gefährlich, ja Leben zerstörend die Übersäuerung wirkt. Das Waldsterben ist auf die Übersäuerung des Bodens zurückzuführen, der durch den sauren Regen entsteht. Derselbe saure Regen zerfrisst in wenigen Jahren jahrhunderte alte Dome, sodass die Figuren an den Fassaden heute oft keine Gesichter mehr haben. Wenn die Säure sogar dem Stein so zusetzt, können Sie sich vorstellen, welch große Belastung die Übersäuerung für Ihren Körper darstellt.
Krankheiten sind keineswegs etwas Unvermeidliches, wie uns die Hunza und andere langlebige Völker in der heutigen Zeit eindeutig beweisen, sondern Gesundheit ist unser ganz natürlicher Zustand. Unsere Krankheiten ziehen wir uns erst durch jahrelanges Fehlverhalten zu. So hat die Zahnkaries wie unzählige andere Erkrankungen nur einen Grund, eine einzige Ursache: die Übersäuerung. Aber auch Rheuma, Gicht, Arthritis und Nierensteine werden durch Säuren verursacht. Wenn wir uns bewusst machen, dass nichts, was uns die Natur als Nahrung ursprünglich anbietet, Säuren enthält, können wir erkennen, dass unser Stoffwechsel auf die Verwertung von Säuren nicht angelegt ist. Selbst die Säuren im Obst werden mit dem Reifeprozess des Obstes weitgehend abgebaut. Wir aber ernten es unreif, weil es so leichter zu vermarkten ist, und schaden uns damit.
Unsere unnatürlichen Ernährungsgewohnheiten haben dazu geführt, dass der Basenanteil praktisch ständig zu gering und der Körper bei den meisten Menschen übersäuert ist. Dazu kommen unnatürlich viel Ärger und Stress, die zusätzlich den Säureanteil erhöhen. Solange der Körper noch Basen aus dem Bindegewebe, den Blutgefäßen und Knochen entnehmen kann, versucht er, damit den Säureüberschuss zu neutralisieren. Dadurch aber wird der Körper entmineralisiert, die Adern und Knochen werden brüchig, was zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Osteoporose führt, aber auch zu Rheuma, Gicht, Arthrose, Wirbeldeformationen usw. Wer hätte gedacht, dass auch Haarausfall, Depressionen, Ekzeme und Karies die Folge von Übersäuerung sind? Die Übersäuerung hat eine aufputschende und lähmende Wirkung zugleich. Man fühlt sich aufgedreht und doch schlapp, ermüdet sehr schnell und braucht lange Erholungsphasen.
Ein übersäuerter Organismus kann nicht gesund sein. Je größer die Säurebelastung, desto schwer wiegender die Krankheit.
Zusätzlich wird jeder Mensch unzähligen und leider oft auch unerkannten Giften ausgesetzt. Ich spreche von den Rückständen der Insektizide, Pestizide und Herbizide, aber auch von den unzähligen Nahrungszusätzen, wie Konservierungsstoffen, Farbstoffen u. a., nicht zu vergessen die Chlorierung von Trink- und Badewasser. Alles zusammen ergibt eine Vielzahl meist unbekannter Spätfolgen.
Der Körper gibt sein Bestes, um sich schlackenfrei zu halten. Vor allem die höheren Funktionen, wie Gehirn, Augen, Ohren und das Herz, werden nur im äußersten Notfall als Schlackendeponien genutzt. Umso ernster ist es zu nehmen, wenn die Sicht getrübt ist, oder gar ein Gehörsturz eintritt. Schlaganfall und Herzinfarkt sind dann die letzten Stationen eines übersäuerten und verschlackten Körpers und oft auch sein Ende.
Es beginnt damit, dass der Körper gezwungen ist, seine wertvollen Mineralstoffdepots aufzubauen, um die Säureflut zu neutralisieren. Als Folge davon muss er eine Mülldeponie nach der anderen anlegen, weil er keine andere Möglichkeit hat, so viele Säuren auszuscheiden. Dabei ist diese ganze Entwicklung nicht nur leicht vermeidbar, sie ist vor allem jederzeit reversibel. In ein bis drei Jahren kann der Körper wieder gereinigt sein, die Sondermülldeponien sind aufgelöst und die Mineralstoffdepots wieder randvoll gefüllt. Der Geist ist wieder klar, wie wir es längst vergessen, vielleicht in der Jugend einmal erlebt haben, und die innere Schönheit des Menschen tritt wieder hervor.

Die Hauptursachen für die Übersäuerung des Körpers

Im Allgemeinen:
• falsche Ernährung (denaturierte Nahrungsmittel)
• falsche Essgewohnheiten
• falsche Lebensweise
Im Einzelnen:
• zu viel Eiweiß
• Zucker
• Alkohol
• Nikotin
• gesättigte Fettsäuren
• Umweltgifte
• Genussmittel (besser: Genussgifte)
• Elektrosmog
• chemische Arzneimittel
• Ärger und Aggressionen
• Stress und unverarbeitete seelische Belastungen

Das Bindegewebe: Puffersystem und Säurespeicher

Säuren gelangen zunächst ins Blut. Ist die Pufferkapazität des Blutes jedoch erschöpft, wird der Säureüberschuss im Bindegewebe abgelagert. Die Zellen des Bindegewebes sind robuster und werden nicht so leicht durch die Giftstoffe geschädigt. Hier lagern die Säuren, bis sie von den Nieren entsorgt werden können. Das andere große Ausscheidungsorgan ist die Lunge. Über diese beiden Ausscheidungsorgane versucht der Organismus, überschüssige Säuren schnellstmöglich zu entsorgen. Bevor Säuren in den Urin abgegeben werden können, müssen sie durch Basen neutralisiert werden.
Das Bindegewebe umgibt alle Körperzellen wie eine Schutzschicht. Die gesamte Versorgung der Zellen sowie der Abtransport der Abbauprodukte erfolgt über das Bindegewebe. Aber auch die Informationsweitergabe vom Nervensystem zu den Zellen und umgekehrt kann nur auf diesem Weg erfolgen, andernfalls wird der Stoffwechsel der Zellen erheblich beeinträchtigt. Ist das Bindegewebe überlastet und kann keine weiteren Säureschübe mehr aufnehmen, bleiben diese oft in den Gelenken hängen, wo sie schmerzhafte Entzündungen verursachen und als Gicht, Rheuma oder Polyarthritis diagnostiziert werden. Zerstören die säurehaltigen Ablagerungen das Knorpelgewebe, führt das zu Arthrose.
In einem übersäuerten Gewebe verschlechtern sich auch die Fließeigenschaften des Blutes; die roten Blutkörperchen verlieren zunehmend ihre Elastizität und können die Kapillaren, die feinen Blutgefäße, nicht mehr ausreichend passieren, was zu Mangelversorgung und Sauerstoffdefizit führt. Säuren zerstören aber auf Dauer auch die Kollagenfasern des Bindegewebes, was Erschlaffung und frühe Alterung zur Folge hat. Der Organismus versucht, die Schäden mit dem körpereigenen Eiweiß Fibrin zu reparieren, aber dadurch wird das Bindegewebe zunehmend unelastischer, und seine Speicherkapazität wird immer geringer. Es kann seine Pufferfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen, und der Körper altert vorzeitig, wobei Falten und Zellulitis nur der Anfang sind. Die Kollagenfasern des Bindegewebes quellen auf, sodass jede Bewegung schmerzhaft wird. Länger anhaltende Übersäuerung führt zu chronischen Entzündungen und damit ständigen Schmerzen. Wird das Bindegewebe zunehmend unpassierbar, ersticken die Zellen wegen unzureichender Versorgung. Weil das Bindegewebe den ganzen Körper umfasst, ist davon auch immer der gesamte Körper betroffen, und daher ist es lebenswichtig, im wahrsten Sinne des Wortes, den Körper gründlich zu entsäuern.

Der Magen: ein Säure-undBasenproduzent

Der Magen erzeugt Salzsäure, die so genannte Magensäure mit einem pH-Wert zwischen 2,8 und 1,2, durch die Aufspaltung von Kochsalz, einem natürlichen Bestandteil unseres Blutes und unseres Gewebes. Kochsalz ist eine einfache Verbindung von Natrium und Chlor. Die Kochsalzspaltung geschieht durch die so genannten Belegzellen des Magens. Er braucht dazu Kochsalz, Kohlendioxid und Wasser. Dabei verbindet sich das Chlor mit Wasserstoff zu Salzsäure. Gleichzeitig fällt eine andere Verbindung an, die aus Natrium, Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff entsteht, das Natriumbikarbonat, besser bekannt als »doppeltkohlensaures Natron« - eine Base. Mit einem Gramm Salzsäure entstehen so 2,3 Gramm Natriumbikarbonat. Es verteilt sich mit dem Blut im ganzen Körper und neutralisiert später im Darm die Magensäure.
Fehlen dem Körper Basen, spaltet er mehr Kochsalz auf und produziert so die dringend benötigten Basen, aber dabei entsteht natürlich auch mehr Magensäure, die jetzt nicht gebraucht wird und Sodbrennen verursacht. Wird nun etwas gegessen, verschwindet das Sodbrennen meistens, weil die Magensäure sich mit der Nahrung verbindet, aber dadurch wird auch weitere Magensäure produziert, und so erzeugt zu viel Säure noch mehr Säure. Wird der Magen der Säure nicht mehr Herr, gibt er einen Teil in den Zwölffingerdarm ab, wodurch seine Säurekonzentration zwar verringert wird, was aber wieder zu erneuter Säureproduktion führt, und der Zwölffingerdarm reagiert darauf mit Geschwüren.
Ausreichend Basen sind daher wichtig, sogar lebenswichtig, denn sie haben eine doppelte Aufgabe. Erstens benötigen die Verdauungshilfsorgane Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sehr viele Basen zur Bildung des Verdauungssaftes: einen halben Liter Gallenflüssigkeit, bis zu einem Liter Bauchspeicheldrüsensekret und etwa drei Liter Darmdrüsensaft. Noch wichtiger aber ist die zweite Aufgabe der Basen, die Entsäuerung des Körpers, vor allem des Bindegewebes. Kann diese Aufgabe durch Basenmangel nur unzureichend erfüllt werden, muss der Körper früher oder später erkranken.
Da die Basen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben verbraucht werden, müssen sie ständig dem Körper in ausreichender Menge zugeführt werden, zumeist über eine basische Nahrung oder Nahrungsergänzung. Werden in dieser Situation säurehemmende Medikamente genommen, wird dadurch die Säureproduktion des Magens gestoppt oder reduziert, aber damit natürlich auch die wichtige Basenproduktion, ein neuer Teufelskreis beginnt.
Sodbrennen ist also immer ein Notruf des Magens nach fehlenden Basen und nicht nach einer Hemmung der Säureproduktion. Durch die aufsteigende Säure beim Sodbrennen wird die empfindliche Speiseröhre verätzt und mit der Zeit geschwächt, sodass sich dort Krebs bilden kann. Letztlich können auch die Nieren mit dem Überangebot an Säure nicht mehr fertig werden, und so kommt es auch in diesem Bereich zu Erkrankungen. Die Folgen der Übersäuerung sind vielfältig und katastrophal, aber leicht zu vermeiden, wenn man den Zusammenhang einmal erkannt hat.

Das Blut: ein ganz besonderer Saft

Man sagt, das Blut sei der Sitz der Seele, und wenn jemand verblutet, dann ist er entseelt. Blut ist aber auch unser flüssiges Transportorgan für die Zufuhr der Nähr- und Baustoffe, die der Körper ständig benötigt, sowie für den Abtransport der Stoffwechselschlacken. Beim Blut erkennen wir besonders deutlich, wie wichtig der pH-Wert für den Körper ist, denn der Normalwert von 7,35 bis 7,4 wird mit nur ganz geringen Schwankungen eingehalten, weil ein Absinken auf einen pH-Wert von 7 oder ein Ansteigen auf einen pH-Wert von 7,6 im Blut bereits tödlich wäre.
Bindet sich zu viel Säure an die roten Blutkörperchen, können sie nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen, und der Körper leidet an Sauerstoffmangel, auch wenn die Lungen genügend Sauerstoff anbieten. Außerdem wird bei einer höheren Säurekonzentration die Elastizität der roten Blutkörperchen verringert, oder es kommt zur so genannten Säurestarre, wodurch sie die feinen Kapillaren nicht mehr passieren können und sie verstopfen. Auch dadurch entsteht eine Mangelversorgung, die tödlich sein kann. Es ist also auch für das Blut unverzichtbar, dass genügend Basen angeboten werden, weil es sonst seine lebenswichtige Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Woher kommt die viele Säure?

Wieso ist eine Übersäuerung des Organismus so viel wahrscheinlicher als ein Zuviel an Basen? Säuren produziert der Körper teilweise selbst, ich erinnere nur an die Magensäure, Basen aber können wir ausschließlich mit der Nahrung aufnehmen, und sie werden ständig verbraucht. Außerdem geben wir unserem Organismus zu wenig Gelegenheit,
Originalausgabe Mai 2001
© 2001 Wilhelm Goldmann Verlag, München in der Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH
Umschlagfoto: Design Team München Verlagsnummer: 14207 Redaktion: Gerhard Juckoff WL · Herstellung: WM
eISBN : 978-3-641-03498-6
www.goldmann-verlag.de
 
1. Auflage
 
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