Loslassen, was nicht glücklich macht - Kurt Tepperwein - E-Book + Hörbuch

Loslassen, was nicht glücklich macht E-Book und Hörbuch

Kurt Tepperwein

4,6

Beschreibung

Loszulassen fällt nicht jedem leicht. Dabei sehnt man sich oft so sehr danach, sich freimachen zu können von Ängsten, Vorurteilen, Problemen, Ärger, Streß und einem negativen Selbstbild. Kurt Tepperwein zeigt den Weg zu mehr Harmonie und Ausgeglichenheit und macht Mut, das Leben neu zu ordnen. Arbeitsblätter und Meditationen machen es möglich, den persönlichen Fortschritt zu kontrollieren und sich auf das zu konzentrieren, wovon künftig das Leben bestimmt sein soll.

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Seitenzahl: 135

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Zeit:3 Std. 2 min

Sprecher:Thomas Birnstiel

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KURT TEPPERWEIN

Loslassen, was nicht glücklich macht

KURT TEPPERWEIN

Loslassen, was nicht glücklich macht

DER WEG ZUR INNEREN FREIHEIT

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

24. Auflage 2020

© 1991 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Türkenstraße 89

80799 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Redaktionelle Mitarbeit: Birgit Rupprecht-Stroell/Felix Aeschbacher

Umschlaggestaltung: Laura Osswald

Satz: Sandra Wilhelmer, Landsberg am Lech

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-636-07097-5

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96121-027-5

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96121-028-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhalt

Einleitung

Kapitel 1: Vollkommenheit

Der Sinn unseres Lebens – unsere Lebensaufgabe

Wo stehen wir heute?

Harmonie

Kapitel 2: Loslassen

Warum?

Es ist nie zu spät!

Sie sind, was Sie denken

Ursache und Wirkung

Was wollen Sie loslassen?

Intuition wecken

Kapitel 3: Wie lernen wir loszulassen?

Konzentration

Ziele festlegen

Geistige Entwicklung

Lächeln

Kapitel 4: Was lassen wir los?

Unbewußtes Denken

Unbewußtes Reden

Wünsche an Kinder

Angst

Urteilen und Verurteilen

Probleme

Ungerechtigkeit

Ärger

Erwartungen

Streß

Unehrlichkeit

Partnerschaftsprobleme

Negatives Selbstbild

Krankheit

Psychosomatische Zusammenhänge

Kapitel 5: Die Schlußmeditation

Kapitel 6: Worte zum Nach-Denken

Der Sinn des Lebens

Die 7 Schlüssel zum Glück

Entwicklung und Entfaltung

Nie mehr Ärgern

Gewohnheiten Ändern

So ändere ich meine Situation

Der Weg ist in Dir

Drei Regeln, um ein glückliches und erfülltes Leben zu leben

Loszulassen sind

Anhang

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser,

glücklich und zufrieden sein, in Harmonie leben und Erfolg haben – wer möchte das nicht? Fast jeder strebt es an und nur ganz wenigen gelingt es. Doch es ist gar nicht so schwierig, sein Leben erfüllt und glücklich zu leben. Die Devise heißt: Loslassen – loslassen von allem, was uns belastet und uns daran hindert, unserer Bestimmung gemäß zu leben. Den wahren Sinn Ihres Lebens zu finden, Ihre Ziele zu erkennen und zu erreichen, dabei will ich Ihnen helfen.

Werfen Sie alles ab, was nicht zu Ihnen gehört. Manches war notwendig, doch jetzt brauchen Sie es nicht mehr. Jetzt ist die Zeit für Sie gekommen, sich um die wesentlichen Fragen des Seins zu kümmern.

Lassen Sie los, was Sie nicht glücklich macht, und aus der inneren Freiheit wird die Kraft wachsen, die Ihnen hilft, Ihre Wünsche zu verwirklichen. Viel Freude beim Lesen und viel Erfolg bei der Arbeit an sich selbst!

Kurt Tepperwein

Kapitel 1: Vollkommenheit

Der Sinn unseres Lebens – unsere Lebensaufgabe

Der Sinn unseres Lebens liegt darin, Vollkommenheit zu erreichen. Schon in der Bibel heißt es: „Ihr sollt vollkommen sein, wie der Vater im Himmel vollkommen ist.“ Machen wir uns einmal bewußt, daß unser wahres Selbst von jeher vollkommen war, daß es immer noch vollkommen ist und daß es auch vollkommen bleiben wird. Somit bräuchten wir eigentlich für unsere Vollkommenheit weder zu arbeiten noch darum zu bitten. Wir brauchen auch nicht auf Vollkommenheit zu hoffen oder um sie zu bangen. Eigentlich gibt es nur einen einzigen Weg, um zur Vollkommenheit zu gelangen: Loslassen von allem, was unsere Vollkommenheit behindert. Wir selbst hindern uns an unserer Vollkommenheit, weil wir Unvollkommenes in unserem Leben zulassen.

Das Anliegen dieses Buches ist es, zu zeigen, wie wir von allem loslassen können, was uns belastet, was uns von unserer Vollkommenheit abhält. Dazu gehört in erster Linie, daß wir lernen, unseren Eigenwillen loszulassen. Erst dann kann nämlich unsere Seele frei und glücklich sein. Unser Ziel ist es, diese Freiheit zu erlangen. Wenn Sie den Weg mit mir gehen, werden Sie finden, was Sie suchen: Harmonie.

Ich möchte nicht verhehlen, daß die Realisierung dieses Wunsches nicht einfach ist. Es bedeutet Arbeit an sich selbst, Disziplin, Selbsterkenntnis, und manches mag Ihnen anfangs wie ein Verzicht erscheinen. Je mehr Sie aber erkennen, je mehr Sie von den geistigen Gesetzen erfahren, desto leichter wird Ihnen dieser vermeintliche Verzicht fallen – bis es eines Tages kein Verzicht mehr für Sie ist.

Wo stehen wir heute?

Jeder Mensch hat eine Aufgabe in seinem Leben. Dies kann etwas ganz Großes, Bedeutendes sein, es kann aber auch etwas sein, das von vielen gar nicht bemerkt wird. Das spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist allein, daß jeder seine Lebensaufgabe erkennt und sie erfüllt, denn in ihrer Erfüllung liegt der Sinn unseres Lebens. Wir werden vom Schicksal nicht nur dafür zur Verantwortung gezogen, daß wir nichts Böses tun-nein, wir werden auch dafür zur Rechenschaft gezogen, daß wir unterlassen haben, Gutes zu tun. Jetzt fragen Sie vielleicht: „Woher weiß ich, was zu tun und was zu unterlassen ist? Welcher Weg ist der richtige, um zu Harmonie zu finden und vollkommen zu werden?“

Um die Antwort herauszufinden, müssen Sie den „Weg nach innen“ gehen. Die Aufgaben sind individuell verschieden, und jeder hat seine ganz persönliche Lebensaufgabe. Lernen Sie sich selbst kennen, lernen Sie, Ihre Bestimmung zu erkennen, und Sie finden Ihre Berufung heraus. Wir helfen Ihnen dabei, indem wir Ihnen einige Fragebogen an die Hand geben, die Ihnen Klarheit über Ihren Weg geben werden.

Wenn Sie in aller Ruhe einmal über Ihr Leben nachdenken, dann werden Sie feststellen, daß es einen roten Faden gibt, dem Sie von der Vergangenheit bis zum heutigen Tage folgen können. Am besten nehmen Sie sich ein bißchen Zeit, setzen sich ruhig und bequem hin, sorgen dafür, daß niemand Sie stört, und dann überdenken Sie einmal in aller Ruhe Ihr Leben. Schauen Sie zurück in die Vergangenheit und blicken Sie in die Zukunft.

Fragebogen Lebenssituation

Mit welchen Situationen werde ich immer wieder konfrontiert?

– im Privatleben

– im Beruf

– Welche Probleme kommen immer wieder vor?

– Welche Fragen stellen sich mir immer wieder?

– Welche Enttäuschungen erlebe ich häufig?

– Auf welchem Gebiet habe ich die meisten Erfolge?

– Welche Ziele kann ich leicht erreichen?

– Welche Dauerwünsche haben sich bisher noch nicht erfüllt?

– Welche Gefühle sind bei mir am meisten ausgeprägt?

– Welche Gedanken sind bei mir vorherrschend?

– Gibt es Träume, die immer wiederkehren?

– Was erwarte ich von der Zukunft, was befürchte ich?

Sie können diese Liste beliebig verlängern und ergänzen. Dabei werden Sie feststellen, daß Sie immer wieder auf ähnlich gelagerte Probleme stoßen, daß immer wieder dieselben Fragen auftauchen. Das liegt daran, daß diese Probleme noch nicht gelöst und diese Fragen in Ihrem Leben noch ungeklärt sind. Es ist jetzt Ihre Aufgabe, Klarheit zu schaffen, damit Harmonie entstehen kann. Das ist die Grundvoraussetzung für ein erfülltes Leben überhaupt, denn wo ungelöste Probleme existieren, kann Ruhe nicht gedeihen.

Harmonie

Harmonie ist ein Grundgesetz der Natur. Alles wird von Harmonie bestimmt, ob Gesundheit, Erfolg, Glück oder Zufriedenheit. Sind Sie in Harmonie mit sich selbst?

Fragebogen Harmonie

– Lebe ich in Harmonie mit mir selbst?

– Kann ich in jeder Situation zu innerer Ruhe finden?

– Bin ich im seelischen Gleichgewicht; ruhe ich in mir; kann mich nichts erschüttern und ganz verunsichern?

– Wie steht es mit meinen privaten Beziehungen?

– Habe ich ein harmonisches Familienleben, eine gute Basis für meine Freundschaften?

– Bestimmen Ausgeglichenheit und ein freundliches Miteinander meinen beruflichen Alltag?

– Wo gibt es Disharmonien? Was stört meine Harmonie?

– Gibt es Lebensbereiche, in denen ständige Spannung herrscht?

– Warum ist das so – wer verursacht solche Situationen?

– Welche Einstellung habe ich zu diesen Situationen?

– Welche Möglichkeiten habe ich, eine Beruhigung der Lage herbeizuführen?

– Habe ich es schon versucht?

– Mit welchem Erfolg?

– Warum habe ich es nicht versucht?

– Fühle ich mich wohl, wenn ich in Frieden mit mir und der Welt lebe?

– Brauche ich Streß, liebe ich den Streit, will ich immer Sieger sein?

Damit Sie sich für die Harmonie öffnen können, wollen wir Ihnen hier eine Suggestion geben, die Sie immer anwenden können, wenn Sie zu innerer Ruhe finden wollen. Sie können den Text auf eine Cassette sprechen und ablaufen lassen oder Sie sagen sich den Text vor, beispielsweise am Morgen, wenn Sie sich waschen, oder Sie gehen die Worte in Gedanken durch, während Sie zur Arbeit fahren.

Suggestion Harmonie

„Ich bin ruhig, ganz ruhig und gelassen. Meine Gedanken konzentrieren sich auf mein höheres Selbst. Ich gehe den Weg nach innen. Ruhe durchströmt mich. Ich atme ruhig und spüre, wie der Atem meinen Körper durchströmt. Immer tiefer und tiefer geht mein Atem. Ich spüre, wie er Verspannungen in mir löst – meine Schultern werden locker, meine Beine leicht, und meine Gesichtszüge entspannen sich. Ich fühle mich wohl.

Der Atem löst auch innere Verkrampfungen. Ich spüre, wie mein Herz ganz ruhig und gleichmäßig schlägt. Probleme fallen von mir ab, der Ärger löst sich auf – ich werde leicht und frei. Ein tiefes Gefühl von Frieden wächst und wächst und wächst. Ich habe meine Mitte gefunden, bin voller Harmonie und positiver Gefühle. Das erfüllt mich mit Freude und gibt mir Sicherheit. Alles ist angenehm, warm und licht. Alles ist gut.“

Das Wichtigste in unserem Leben und eine unserer Hauptaufgaben ist es, unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele – also unser gesamtes Sein – in Ordnung zu bringen. Stellen Sie sich einmal vor, daß unser Körper aus etwa 200 Billionen Zellen besteht. Jede Zelle ist ein ganzes Universum für sich, denn jede einzelne Zelle besteht aus unzähligen Atomen, und jedes Atom ist wiederum ein Sonnensystem für sich alleine: mit einer zentralen Sonne, mit Plutonen und Neutronen – ein komplettes Sonnensystem! Unser Bewußtsein bestimmt über den Zustand dieser Universen. Jede Veränderung in unserem Bewußtsein teilt sich sofort jedem einzelnen Zellenbewußtsein mit. Die Zelle reagiert darauf und handelt entsprechend. Sie sehen, wie wichtig es ist, weise mit unserem persönlichen Universum umzugehen und diese 200 Billionen Zellen gut zu regieren.

Eine notwendige Voraussetzung für die richtige Funktionsweise unseres Körpers ist eine vernünftige Ernährung. Wir müssen das Richtige zur rechten Zeit und in der richtigen Menge essen. Aber noch wichtiger ist es, unser Denken zu ordnen, um positiv, also konstruktiv, zu denken. Destruktive Gedanken sind zerstörerisch, denn sie sind in erster Linie gegen uns selbst gerichtet. Wir denken sozusagen gegen den Schöpfungsgedanken und verursachen somit Disharmonien mit der Schöpfung. In Harmonie mit der Schöpfung zu denken, zu fühlen, zu reden und zu handeln, das ist unsere Hauptaufgabe. Alles andere können wir beruhigt loslassen. Es ist für uns nur Ballast, behindert unsere positiven Energien und stört unser Sein.

Wenn wir diesen Zustand der Harmonie erreicht haben, dann ist unser Seins-Auftrag erfüllt, dann haben wir wieder unseren Urzustand der Vollkommenheit erreicht. Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg zu diesem Ziel machen. Wir werden Schritt für Schritt zusammen gehen. Ich werde Ihnen Übungen zeigen und Ihnen Anleitungen geben, damit Sie in einen Zustand der Harmonie, des Einsseins mit sich und der Schöpfung gelangen.

Das Glück tritt gern in ein Haus ein, wo gute Laune herrscht.

(Japanische Weisheit)

Kapitel 2: Loslassen

Warum?

Es ist eigentlich gar nicht so erstaunlich, daß in einer Welt, in der das Materielle und die Äußerlichkeiten so wichtig geworden sind, die Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach dem Sein, nach der Bedeutung des Seins immer stärker werden und mehr und mehr Menschen beginnen, sich mit diesen wesentlichen Dingen zu befassen.

Sie haben erkannt, daß das Glück nicht in schönen Häusern, weiten Reisen oder Pelzmänteln liegen kann. Sie erkennen, daß die Anhäufung äußeren Reichtums nur ein kurzfristiges Vergnügen ist. Zufriedenheit, Befriedigung und Freude können auf diese Weise jedenfalls nicht entstehen. Das Wissen, daß alles, was wir hier besitzen, nur eine Leihgabe des Lebens ist, mag dazu beitragen, daß es uns leichter fällt, Unwesentliches loszulassen.

Wir wurden nackt geboren und wir werden nackt wieder zurückkehren in den ewigen Kreislauf. Unser ganzer Besitz ist lediglich ein schmückendes Beiwerk – ja vielleicht sogar eine Belastung – für unsere jetzige Existenz. Es schadet nicht, sich zu schmücken, und es schadet auch nicht, in Luxus zu leben. Wie viele Menschen aber verbringen die meiste Zeit ihres Lebens damit, Güter anzuhäufen, die sie doch nur für eine bestimmte Zeit – für die kurze Spanne ihres Erdendaseins – nutzen können und später zurücklassen müssen. Wirklich arm dran ist aber dann derjenige, der am Ende seiner Tage erkennt, daß er zwar eine Menge Geld angehäuft hat, das Wesentliche aber übersehen und vernachlässigt hat. Es ist deshalb nie zu früh, sein Denken zu ordnen, Prioritäten zu setzen, die tatsächlichen Werte und den Sinn zu erkennen.

Freuen wir uns über unsere äußeren Wegbegleiter wie Reichtum, einen Beruf, in dem wir erfolgreich sind, einen großen Namen oder auch Macht. Freuen wir uns über unsere Lebenspartner, über die Menschen, die uns in diesem Leben eine Zeitlang begleiten. Genießen wir all das – seien wir dankbar dafür, aber achten wir darauf, diesen Dingen den Wert zuzumessen, der ihnen zusteht.

Es ist nie zu spät!

Sollten Sie jetzt, in diesem Moment erkennen, daß auch Sie diesen Weg der Äußerlichkeit gegangen sind, und sollten Sie gleichzeitig das Bedürfnis nach einer Veränderung haben, dann fangen Sie an. Sagen Sie nicht: „Jetzt ich bin schon so weit gegangen, da kann ich gar nicht mehr umkehren.“ Es ist niemals zu spät, sein Leben zu verändern. Jetzt haben Sie die Chance, das umzusetzen, was Ihnen soeben an Erkenntnis zuteil wurde.

Wenn Sie sich dazu entschließen, ab heute einen anderen Weg einzuschlagen, dann lassen Sie sich von nichts und niemandem davon abhalten. Es ist keineswegs das Eingeständnis eines Mißerfolges, wenn Sie ab sofort andere Ziele haben. Alles, was Sie bisher erlebt, gedacht und erreicht haben, war notwendig, damit Sie so sein können, wie Sie heute sind: Offen für das Neue, sensibel für die wesentlichen Dinge des Lebens und bereit, einen neuen Weg zu gehen – erfüllt von dem Wunsch nach tiefem inneren Frieden.

Versuchen Sie doch einmal, sich in die Situation eines Bergsteigers zu versetzen, der nach stundenlangem Marsch erkennen muß, daß er den falschen Weg gewählt hat – einen Weg, der ihn unweigerlich in den Abgrund führen wird. Er kehrt um, und zwar auf der Stelle und in dem Moment, in dem er dies erkennt. Er wird sogar gerne den ganzen Weg zurückgehen, weil er weiß, daß nur dies sein Leben rettet.

Und so ist es auch mit Ihnen: Kehren Sie um, gehen Sie zurück. Es ist sicher ein wenig beschwerlich, aber besser ein beschwerlicher, richtiger und sicherer Weg als ein falscher Weg, der unweigerlich in den Abgrund führt.

Auf Ihrem Rückweg spüren Sie vielleicht schon das Gewicht Ihrer Last, die Sie die ganze Zeit mit sich herumgeschleppt haben.

Wie viele Gedanken haben Sie sich schon über unnütze Dinge gemacht? Wie viele Nerven hat es Sie gekostet, das zu erreichen, was Sie jetzt gar nicht mehr als so wichtig erachten? Wieviel Geduld, Geld und Kraft haben Sie aufgebracht für etwas, das Ihnen gar nicht dient und nützt? Sie können das alles loslassen. Es wird Ihnen gar nicht schwerfallen.

Vielmehr werden Sie die neue Freiheit spüren. Sie werden bemerken, wie die schweren Steine des falschen Gepäcks von Ihnen abfallen, wie Sie freier durchatmen können, wie Sie elastischer gehen und wie Sie innerlich ruhiger und fröhlicher werden. Sie sehen wieder ein Ziel vor sich, ein helles Licht, das Ihnen den Weg zu neuen Dimensionen zeigt.

Sie sind, was Sie denken

Zum Loslassen gehört, daß wir lernen, uns selbst nicht nur zu kennen, sondern auch zu erkennen. Wir müssen lernen, uns zu beherrschen – das bedeutet Disziplin. Nur wer Disziplin aufbringt, kann auch Vollkommenheit erlangen. Disziplin beginnt bei der Gedankendisziplin. Nichts in diesem Leben geschieht, ohne daß es zuerst gedacht wurde. Daran können Sie sehen, welche Macht die Gedanken haben und wie wichtig es ist, die richtigen Gedanken zu haben. Mit unseren Gedanken setzen wir die Ursachen für unser Leben. Sie sind, was Sie denken. Prüfen Sie das nach:

1. Welche Vorstellungen hatten Sie von Ihrem Leben

– vor 10 Jahren?

– vor 5 Jahren?

– vor 1 Jahr?

2. Wie hat sich Ihr Leben entwickelt?

Haben sich Ihre Vorstellungen realisiert?

3. Wie stellen Sie sich heute Ihre Zukunft vor?

4. Hatten Sie Zweifel, ob Sie Ihre Ziele erreichen würden?

5. Waren Sie von Ihren Zielen überzeugt?