Karrierek(n)ick Kinder -  - E-Book

Karrierek(n)ick Kinder E-Book

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Beschreibung

"Mein Beruf und meine Familie ergänzen sich wunderbar ... In der Firma lebt man ja oft in einer eigenen Welt mit spezifischen Zielen und Anforderungen, und ich genieße es sehr, eine private Welt dagegensetzen zu können." Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin HP Deutschland, Managerin des Jahres 2005 Die Ansprüche könnten unterschiedlicher kaum sein: In der Firma gilt es, ein wichtiges Geschäftsessen wahrzunehmen - die Kleinen zu Hause wünschen sich eine Gute-Nacht-Geschichte. Zwischen Sitzung und Spielplatz vollbringen Frauen in Deutschland oft einen Kräfte zehrenden Spagat. Vorurteile gegenüber berufstätigen Müttern und der Mangel an guter Kinderbetreuung machen die Situation nicht leichter. Doch Kinder und Karriere können sich sehr gut ergänzen, Unternehmen und Mütter können voneinander profitieren. Denn diese Frauen sind hoch engagierte Führungskräfte. Das zeigen die Ergebnisse der vorliegenden Studie. Die bundesweite Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung befragte rund 500 Mütter in Führungspositionen nach ihren Erfolgsstrategien. Die Karrierewege und Erfahrungen der erfolgreichen Führungsfrauen verdeutlichen eindrucksvoll, was Frauen und Männer tun können, wie Wirtschaft und Politik handeln müssen, damit Kinder und Familie zur Ressource werden - für die Mütter ebenso wie für die Unternehmen.

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Seitenzahl: 100

Veröffentlichungsjahr: 2010

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© 2010 E-Book-Ausgabe (EPUB)
© 2006 Verlag Bertelsmann Stiftung, GüterslohVerantwortlich: Anne Schamoni, Rocco ThiedeLektorat: Heike HerrbergHerstellung: Christiane RaffelUmschlaggestaltung: Nadine HumannUmschlagabbildung: IT StockFreeGesamtherstellung: Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielefeld
ISBN : 978-3-86793-184-7
www.bertelsmann-stiftung.de/verlag
Vorwort
Hartnäckig, risikobereit, durchsetzungsfähig und ehrgeizig - das sind die vermeintlichen Eigenschaften der klassischen Führungskraft in Deutschland. Die meisten Menschen verbinden damit vor allem eines: Männlichkeit. Und die Zahlen bestätigen dieses Bild von der männlichen Führungskraft: Knapp 80 Prozent aller Führungsebenen in Deutschland sind von Männern besetzt, in der freien Wirtschaft sogar knapp 90 Prozent. Je größer ein Unternehmen, desto höher ist der Anteil an männlichen Führungskräften: In den 100 größten Unternehmen fanden sich 2004 neben 685 Männern nur vier Frauen in Vorstandspositionen.
Warum wird die Arbeitswelt hierzulande noch immer von Männern dominiert? Wir haben heute eine hervorragend ausgebildete Frauengeneration, die Hälfte aller Absolventen an deutschen Hochschulen ist weiblich. Zwar haben es Frauen in die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft geschafft - ihre Anzahl ist allerdings erschreckend gering, und in den meisten Fällen sind diese erfolgreichen Frauen kinderlos. Frauen müssen sich noch immer entscheiden: Kinder oder Karriere.
Trotz dieser Schwierigkeiten haben einige das scheinbar Unmögliche geschafft. Zum Beispiel Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von Hewlett-Packard in Deutschland und Managerin des Jahres 2005: Für die Mutter eines Sohnes stand es nie zur Debatte, sich zwischen Beruf und Familie zu entscheiden. Aber sie hatte Rückendeckung - durch ihre Firma und ihren Mann, der zunächst die Kinderbetreuung übernahm.
Vielen Frauen, die es mit Kind an die Spitze geschafft haben, geht es wie Regine Stachelhaus: Sie haben Unterstützer, die sie auf dem Weg nach oben begleiten. Welche Hebel brauchen wir in Deutschland, damit es Frauen in die Führungsetagen und Vorstände von Unternehmen schaffen und sie dennoch ihre Kinderwünsche verwirklichen können? Wo liegen die besonderen Herausforderungen? Was sind mögliche Erfolgsstrategien?
Diese und weitere Fragestellungen waren Ausgangspunkt der vorliegenden Studie, die die Bertelsmann Stiftung und das Bundesfamilienministerium bei der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e. V. in Auftrag gegeben haben. Rund 500 Mütter in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft wurden zur Problematik der Vereinbarkeit von Kindern und Karriere befragt - die bis dato bundesweit größte Untersuchung dieser Art.
Die Ergebnisse der Studie belegen eindrucksvoll, dass sich Politik und Wirtschaft stärker des Themas Vereinbarkeit von Familie und Beruf annehmen müssen. Das Klischee der »Rabenmutter«, das in Deutschland im 21. Jahrhundert noch immer existiert, macht es den Frauen besonders schwer. Notwendig ist ein kultureller Wandel, um Vorurteile und Stereotype abzubauen und um eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Leistung bewertet anstatt Anwesenheit.
Besonders die Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort sind entscheidende Weichen für eine Karriere mit Kind. Aber die Frauen sind auch selbst gefragt: Eine kurze Elternzeit, das Knüpfen von Netzwerken und vor allem Pragmatismus, Kompromissbereitschaft und hohe Motivation sind wichtige Faktoren, um es mit Kind nach oben zu schaffen - und dort auch zu bleiben.
Die Studie wurde im Rahmen des Kooperationsprojektes »Balance von Familie und Arbeitswelt« der Bertelsmann Stiftung mit dem Bundesfamilienministerium durchgeführt. Wir wollen damit aufzeigen, was hierzulande für eine gelungene Vereinbarkeit getan werden muss, und praktische Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geben. Kinder dürfen nicht länger ein Karrierehindernis für junge Frauen sein. Gemeinsam mit anderen Partnern setzen wir uns dafür ein, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Deutschland in Zukunft zu einem freundlicheren Land für beruflich erfolgreiche Frauen, ihre Kinder und die Väter an ihrer Seite wird.
Liz MohnStellvertretende Vorsitzendedes Vorstandes derBertelsmann Stiftung
Dr. Ursula von der LeyenBundesministerin für Familie,Senioren, Frauen und Jugend
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Vorwort
1 Einleitung
2 Zentrale Aussagen
2.1 Pragmatische Macherinnen
2.2 Familie ist Ressource
2.3 Er hält ihr den Rücken frei
2.4 Unterschiedliche Karriereverläufe
2.5 Wenig Vereinbarkeitskultur in Unternehmen trotz guter Ansätze
2.6 Individuelle Netzwerke und institutionelle Unterstützung
2.7 Immer zu wenig Zeit
2.8 Die Kinder: Berufswunsch Chefin
2.9 Fazit
3 Das Forschungsdesign
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Die Teilnehmerinnen
4 Die Ergebnisse der Studie
4.1 Pragmatisch und hoch motiviert: Mütter in Führungspositionen
4.2 Rund um die Uhr: Zeitmanagement und Stressbewältigung
4.3 Lieber spät als früh: Die Mutterschaft
4.4 Unterbrechung der Berufstätigkeit und Wiedereinstieg
4.5 Integriert und selbstständig: Das Leben der Kinder
4.6 Der Partner und das persönliche Umfeld
4.7 Voll flexibel: Arbeitszeit und Arbeitsorganisation
4.8 Kultur im Wandel? Unternehmen und berufliches Umfeld
4.9 Familie als Ressource: Positive Auswirkungen auf den Beruf
4.10 Keine Nebensache: Väter zwischen Kind und Karriere
4.11 Im Spiegel der Managementdiagnostik: Persönlichkeit und Motivation
5 Schlussfolgerungen
5.1 Empfehlungen für Unternehmen
5.2 Handlungsbedarf in der Politik
5.3 Persönliche Erfolgsstrategien
6 Anhang
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.ddb.de abrufbar.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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