Kickstart-Buch - Torben Søndergaard - E-Book

Kickstart-Buch E-Book

Torben Søndergaard

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Beschreibung

In den letzten Jahren hat sich die Bewegung The Last Reformation (Die letzte Reformation) weltweit ausgebreitet. Sie hat zum Ziel, Menschen zu echten Jesus-Jüngern zu machen, die wiederum anderen helfen, solche zu werden. Als ein sehr effektives Werkzeug haben sich dabei sogenannte Kickstart-Wochenenden erwiesen. Bei diesen Treffen lernen die Teilnehmenden, was das Evangelium ist und wie man es weitergibt, wie man Jesus gehorcht, wenn es darum geht, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, und wie man sich ständig vom Heiligen Geist leiten lässt. Aufgrund der Effektivität dieser Kickstart-Wochenenden äußerten viele den Wunsch, ein solches bei sich zu Hause zu veranstalten. Deshalb hat The Last Reformation in den letzten Jahren mit dem „Kickstart Package“ (Kickstart-Paket) eine eindrucksvolle Videoserie samt Begleitmaterial erstellt, die diesem Wunsch nachkommt. In diesem Buch findest du die Lehre aus der Videoserie sowie Antworten auf viele der Fragen, die du möglicherweise hast oder die dir gestellt werden könnten, wenn du deinen eigenen Kickstart veranstaltest. Außerdem gibt es dir praktische Tipps für eigene Kickstart-Wochenenden. Du kannst deine Nachbarn, Freunde, Leute aus deiner Gemeinde und jeden anderen, der interessiert ist, einladen. Die Kombination aus der Videoserie und diesem Buch versorgt dich mit allem, was du dazu brauchst.

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Seitenzahl: 337

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Torben Søndergaard

Kickstart-Buch

Das Buch zum Kickstart-Paket

GloryWorld-Medien

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage 2021

© Copyright 2021 Torben Søndergaard. Originally published in English under the title „Kickstart Package Book“ by The Last Reformation in conjunction with The Laurus Company, Inc.

All rights reserved.

© der deutschen Ausgabe 2021 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de

Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 2006 entnommen. Weitere Bibelübersetzungen:

LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 2017NGÜ: Neue Genfer Übersetzung

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.

Übersetzung/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Ever Calamaco / Markus Amolsch

ISBN (epub): 978-3-95578-493-5

ISBN (Druck): 978-3-95578-393-8

 

Inhalt

Kickstart-Paket-App

Einführung

Lektion 1: Jünger Jesu

Fragen und Antworten zu Lektion 1

Lektion 2: Die Neue Geburt

Fragen und Antworten zu Lektion 2

Lektion 3: Der Heilige Geist

Fragen und Antworten zu Lektion 3

Lektion 4: Die Gute Nachricht / Das Evangelium

Fragen und Antworten zu Lektion 4

Lektion 5: Gott kennen

Fragen und Antworten zu Lektion 5

Lektion 6: Der Ruf Jesu

Fragen und Antworten zu Lektion 6

Lektion 7: Der gute Boden

Fragen und Antworten zu Lektion 7

Schlussbemerkungen

Über den Autor

 

Danksagungen

Vielen Dank an ALLE, die mitgearbeitet, editiert, recherchiert und mich unterstützt haben, um dies alles möglich zu machen.

Josué Studer bin ich unendlich dankbar. Er hat zwei Jahre lang hart an den „Kickstart Package“-Videos mit Grafiken, Videoschnitt und vielem mehr gearbeitet. Du bist ein großer Segen!

Auch Marcia Neuhold bin ich sehr dankbar, dass sie die Lehren aus den Videos des „Kickstart Package“ genommen und in diesem Buch festgehalten hat.

Ein besonderer Dank geht an Ever Calamaco für seine Hilfe bei der Gestaltung der Grafiken und des Designs sowohl in diesem Buch als auch im Arbeitsbuch.

Und ein ganz besonderes Dankeschön an Asia Brazil Scoggins für das Lektorat, die Entwicklung des Layouts, das Zusammentragen und die Formulierung der Informationen aus den „Kickstart Package“-Videos in diesem Buch und dem Arbeitsbuch.

Schließlich danke ich Nancy E. Williams dafür, dass sie wirklich eine erstaunliche Verlegerin und Herausgeberin ist.

Ihr alle seid ein großer Segen für mich und das Reich Gottes.

Möge das Leben vieler dadurch für immer verändert werden.

Ich danke euch!

 

Kickstart-Paket-App

Scanne den QR-Code, um die App herunterzuladen und die Videos des Kickstart-Pakets sowie andere Materialien und Videos zu sehen, die dir auf deinem Weg als Jünger helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einführung

Willkommen zum Kickstart-Buch. Ich bin Torben Søndergaard und freue mich sehr, dass ich dir dieses Buch vorlegen kann. Ich glaube wirklich, dass es voll mit dem Wort Gottes ist und ein Werkzeug sein wird, das dich befähigen und dein Leben für immer verändern wird. Dieses Buch ist für diejenigen, die die Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus kennenlernen und wissen wollen, wie man als Jünger Jesu im Alltag lebt.

Um ein wenig über meinen Hintergrund zu erzählen: Ich komme aus Dänemark und bin nicht in einer christlichen Familie aufgewachsen. Wie die meisten Menschen, die in Dänemark leben, wurde ich als Baby nach der Tradition der lutherischen Kirche getauft. Das Evangelium von Jesus Christus hörte ich zum ersten Mal am 5. April 1995. Ich tat Buße und erlebte, dass der Heilige Geist in mich hineinkam. Es war der Beginn eines neuen und erstaunlichen Lebens mit Gott. Seit diesem Tag habe ich in verschiedenen Städten christliche Gemeinden gegründet und bin durch die ganze Welt gereist, um Menschen zu lehren und zu zeigen, wie man das Leben lebt, von dem wir in der Bibel lesen. Gott gab mir eine Leidenschaft dafür, Menschen zuzurüsten, um Jesus zu folgen. Er erlaubte mir, The Last Reformation (Die letzte Reformation) zu gründen, eine Bewegung, die sich über die ganze Welt ausbreitet. In den letzten Jahren hatte ich die Ehre, Menschen in über 30 Nationen zu dienen. Zurzeit lebe ich in den USA, wo wir erleben, wie Gott erstaunliche Dinge tut. Neben alledem habe ich auch sechs Bücher geschrieben und drei Filme produziert, die von Millionen von Menschen gesehen wurden.

Eines der erstaunlichsten und nachhaltigsten Dinge, die wir in den letzten Jahren getan haben, sind unsere Kickstart-Wochenenden. Ein Kickstart-Wochenende ist ein dreitägiges Treffen mit einem starken Fokus darauf, wie man das Leben lebt, von dem wir in der Bibel lesen. Bei diesen Treffen lernen die Leute, was das Evangelium ist und wie man es weitergibt, wie man Jesus gehorcht, wenn es darum geht, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, und wie man sich vom Heiligen Geist leiten lässt. Ein Kickstart-Wochenende besteht sowohl aus Lehre als auch darin, dass wir das Gelehrte demonstrieren und in der Praxis einüben. Wir lehren zunächst, dann zeigen wir den Leuten, wie sie es weitergeben können, und dann hat jeder die Chance, Jesus in dem, was er gelernt hat, zu gehorchen. Wenn wir z. B. lehren, wie man Kranke heilt, bitten wir einige Leute nach vorne, um für sie zu beten, und nachdem wir den Leuten gezeigt haben, wie man es macht, lassen wir alle füreinander beten. Danach schicken wir alle in kleinen Gruppen auf die Straße, um das Gleiche zu tun. Diese einfache, biblische Form der Jüngerschaft ist sehr effektiv. Wir sind nicht nur aufgerufen, Jesu Wort zu lesen, sondern es zu hören, zu lernen und ihm zu gehorchen.

Während eines Kickstart-Wochenendes erleben wir oft, dass viele Menschen wiedergeboren werden. Sie kommen zu unseren Wochenenden und denken, sie würden das Evangelium bereits kennen, aber in Wirklichkeit tun sie das nicht. Sie haben von Jesus gehört und dass er für sie gestorben ist, aber sie halten oft noch an ihren Sünden fest. Sie haben den Glauben an Jesus, die Bedeutung der Buße und dass sie, nachdem sie Buße getan haben, im Wasser und mit dem Heiligen Geist getauft werden müssen, nie wirklich verstanden.

Wenn Menschen an unseren Kickstart-Wochenenden das ganze Evangelium hören und dass sie Buße tun und sich im Wasser und mit dem Heiligen Geist taufen lassen müssen, dann verändert das ihr Leben. Wenn wir ihnen dann zeigen, wie sie das anderen weitergeben, für Kranke beten und Dämonen austreiben können, verändert das wirklich alles. Sie sind dann Feuer und Flamme und bereit, dies mit den Menschen um sie herum zu teilen. Wir haben dabei erlebt, wie schnell es von Mensch zu Mensch geht. Wenn jeder die Freiheit in Christus erfährt und dann lernt, hinauszugehen und sie anderen zu geben, kann sich das sehr schnell ausbreiten.

Wir haben erlebt, dass Tausende Menschen durch unsere Kickstart-Wochenenden vollständig wiedergeboren und verändert wurden. Danach gehen sie nach Hause, um die Wahrheit des Evangeliums an die Menschen um sich herum weiterzugeben.

Du fragst dich vielleicht, warum es „Kickstart-Wochenende“ heißt. Nun, stell dir ein Motorrad mit einem Kickstarthebel vor. Das Motorrad muss angekickt werden, damit der Motor anspringt und der Motorradfahrer losfahren kann. Das hat mich dazu inspiriert, diese Treffen „Kickstart-Wochenenden“ zu nennen.

Im Laufe der Jahre habe ich erlebt, dass Zehntausende von Menschen an den Kickstart-Wochenenden teilgenommen haben, und auch, dass Gott diese Treffen benutzt hat, um ihr Leben radikal zu verändern. Diese Kickstart-Wochenenden sind das effektivste Werkzeug, das wir kennen, um Jünger Jesu hervorzubringen. Wir haben Tausende Zeugnisse von Menschen gehört, die ein Kickstart-Wochenende besucht haben. Viele von ihnen haben uns erzählt, sie seien geheilt, befreit, im Wasser und mit dem Heiligen Geist getauft und fruchtbare Jünger Christi geworden. Wir haben erlebt, dass Gott bei diesen Treffen so viele unglaubliche Dinge getan hat.

Da die hohe Effektivität der Kickstart-Wochenenden so augenscheinlich ist, haben viele Menschen gesagt, sie würden gerne ein Kickstart-Wochenende bei sich zu Hause veranstalten. Deshalb haben wir in den letzten zwei Jahren an einer eindrucksvollen, lebensverändernden Videoserie gearbeitet, die „Das Kickstart-Paket“ heißt. Diese Videoreihe enthält klare und einfache Lehren, die dich befähigen werden, ein effektiver Jünger Jesu zu sein. Sie wird dir auch die Zuversicht und die Werkzeuge an die Hand geben, die du brauchst, um deine eigenen Kickstart-Wochenenden zu Hause, in deiner Gemeinde oder anderswo zu veranstalten.

In diesem Buch findest du die Lehre aus der Videoserie sowie Antworten auf manche der Fragen, die du möglicherweise hast, nachdem du die Videoserie gesehen hast, oder die dir gestellt werden könnten, wenn du deinen eigenen Kickstart veranstaltest. Wenn du dir zum Beispiel die Lehre über die Taufe anschaust, kann es sein, dass jemand fragt, ob er sich noch einmal taufen lassen soll, oder ob man die Taufe im Namen von Jesus oder im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes durchführen soll? Das sind die Art von Fragen, die ich dir in diesem Buch beantworten möchte. Ich ermutige dich, dieses Buch zu lesen und die Worte dein Leben verändern zu lassen. Dann kannst du in Erwägung ziehen, einen Kickstart bei dir zuhause, in deiner Gemeinde oder anderswo zu veranstalten. Du kannst deine Nachbarn, Freunde, Leute aus deiner Gemeinde und jeden anderen, der interessiert ist, einladen. Die Kombination aus der Videoserie und diesem Buch wird dich mit allem versorgen, was du brauchst.

Jedes der sieben Videos ist etwa 40 bis 50 Minuten lang, und du kannst ein Kickstart-Wochenende leicht in zwei Tagen veranstalten. Du und deine Gäste können den Kickstart am Samstag um 10 Uhr beginnen und Lektion 1 (Jünger Jesu) von 10.15 Uhr bis 11 Uhr und Lektion 2 (Die neue Geburt) von 11.15 Uhr bis 12 Uhr ansehen. Danach kannst du eine Mittagspause machen. Anschließend könnt ihr euch von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr Lektion 3 (Der Heilige Geist) und von 14.30 Uhr bis 15.15 Uhr Lektion 4 (Die Gute Nachricht) ansehen. Nach der Lehre solltest du dir Zeit nehmen, um für diejenigen zu beten, die Heilung brauchen, und diejenigen zu taufen, die mit Wasser und dem Heiligen Geist getauft werden müssen. In diesem Buch werden wir versuchen, dir so viel Hilfe wie möglich zu geben, damit du, der dies noch nie getan hat, bereit bist, im Gehorsam dich aufzumachen und dies zum ersten Mal zu tun. Der Samstag wäre also ein Tag, an dem du erlebst, wie Menschen wiedergeboren werden und wie Menschen durch Lehre, Gebet und Taufe verändert werden.

Am Sonntag trefft ihr euch wieder um 10 Uhr und schaut euch von 10.15 bis 11 Uhr Lektion 5 (Gott kennen) und von 11.15 bis 12 Uhr Lektion 6 (Der Ruf Jesu) an. Dann könnt ihr wieder eine Mittagspause einlegen. Danach ist es an der Zeit, hinauszugehen und das Gelernte zu üben. Von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr gehst du raus und gibst Menschen auf der Straße einen Kickstart (nimm Menschen mit auf die Straße, um ihnen beizubringen, wie sie von Jesus erzählen und für einen Fremden um Heilung beten können). Danach kehrt ihr zurück und du lässt die Leute erzählen, was sie auf der Straße erlebt haben. Zuletzt schaut euch von 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr Lektion 7 (Der gute Boden) an.

Zusammen mit diesem Buch und den Videos gibt es noch die Website www.KickstartPackage.com, auf der wir dich mit noch mehr Werkzeugen, Videos und allem, was du brauchst, um in diesem Leben voranzukommen, versorgen. Wenn du deinen eigenen Kickstart veranstalten möchtest, dich aber noch nicht bereit dafür fühlst, kannst du auf unserer Website auch Leute finden, die bereit sind, dir dabei zu helfen, ihn zu veranstalten.

Wir teilen auf unserer Website auch erstaunliche Zeugnisse von Menschen, die an einem Kickstart teilgenommen oder ihren eigenen Kickstart veranstaltet haben.

Wir glauben, dass Gott dieses Buch benutzen wird, um dein Leben zu verändern, und dir dann helfen wird, das faszinierende Leben zu erleben, von dem wir in der Bibel lesen. Wir glauben auch, dass du darin findest, was du brauchst, um anderen zu helfen, dasselbe zu erleben.

Wir hoffen, dass du bereit bist, dein Leben als Jünger von Jesus Christus zu beginnen. Und wir hoffen, dass du bereit bist, uns zu helfen, Jünger zu machen, indem du deinen eigenen Kickstart veranstaltest oder die Videoserie und das Buch an andere Menschen weitergibst.

Gott segne dich.

Torben Søndergaard

 

Lektion 1: Jünger Jesu

Willkommen bei Lektion 1, der ersten von sieben Lektionen in diesem Kickstart-Paket.

In dieser Lektion werden wir uns ansehen, was es bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein und wie das Leben eines Jüngers aussehen sollte. Ich möchte diese Lektion mit einem Blick auf die Bibel und einige ihrer Inhalte beginnen.

Die Bibel besteht aus 66 Büchern. Das Alte Testament besteht aus 39 Büchern und das Neue Testament aus 27. Das Neue Testament beginnt mit den Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes). Danach kommt die Apostelgeschichte und darauf folgen 21 Briefe, die von Paulus, Jakobus, Petrus, Johannes und Judas geschrieben wurden. Das Buch der Offenbarung steht am Ende des Neuen Testaments. Darin geht es um die Endzeit.

Ich möchte mich nun auf die Apostelgeschichte konzentrieren. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Christentum leider weit von dem entfernt, was es ursprünglich sein sollte. Menschliche Traditionen haben im Laufe der Jahrhunderte das einfache und wirkungsvolle Leben mit Jesus in ein Leben von Traditionen und Kirchenkultur verwandelt. Damit wir verstehen, wie alles begann und wie es heute sein sollte, hat Gott uns die Bibel und besonders die Apostelgeschichte gegeben. Die Apostelgeschichte gleicht einem Tagebuch der ersten Jünger. Es ist ein ganz besonderes Buch, weil es das einzige historische Buch in der Bibel ist, das uns zeigt, wie sie Jesus gehorchten, wie sie das Evangelium weitergaben und wie die Menschen darauf reagierten. Ja, die Apostelgeschichte zeigt uns, wie die ersten Jünger das Evangelium predigten, Dämonen austrieben, Kranke heilten und Menschen mit Wasser und dem Heiligen Geist tauften. Wir sehen diese Dinge in keinem anderen Buch der Bibel. Und warum? Nun, die Antwort ist einfach. Es ist, weil die Ereignisse, die in den vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) beschrieben werden, stattfanden, bevor Jesus am Kreuz starb und bevor der Heilige Geist an Pfingsten auf die Erde gesandt wurde.

Die vier Evangelien zeigen uns, wie Jesus umherging, was er predigte, was er tat und wie er seine Jünger aufrief, ihm zu folgen. In den Evangelien sehen wir auch, dass Jesus am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist. Ja, in den Evangelien werden viele erstaunliche Dinge beschrieben, aber nicht, wie die Jünger nach Jesu Gang zum Kreuz lebten und wie sie Jesus als wiedergeborene Gläubige nachfolgten, wie du und ich. Die Evangelien berichten über die Zeit vor dem Kreuz, und deshalb sehen wir nicht, dass jemand den Heiligen Geist empfängt oder im Namen Jesu getauft wird. Aus diesem Grund geben die Evangelien kein klares Bild davon, wie wir als Nachfolger Jesu leben sollen.

Die Briefe, die auf die Apostelgeschichte folgen, sind an Menschen geschrieben, die bereits Christen bzw. Jünger waren. In diesen Briefen lesen wir über das Gemeindeleben und die Probleme, die es dabei gab, aber wir lesen nicht, wie die Menschen zum Glauben kamen, was sie taten, als sie zum Glauben kamen, und wie sie Jesus in ihrem täglichen Leben gehorchten. Weil die Briefe alle an Menschen geschrieben wurden, die bereits Christen bzw. Jünger waren, wurden sie an Menschen geschrieben, die bereits Buße getan hatten, getauft worden waren und den Heiligen Geist empfangen hatten. Aus diesem Grund sehen wir in den Briefen nicht, wie Menschen zum Glauben kamen oder wie die frühen Jünger das Evangelium verkündigten. Der einzige Ort, an dem wir das sehen, ist in der Apostelgeschichte.

Die Bibel lehrt, dass Jesus sich nicht verändert hat und niemals verändern wird. In Hebräer 13,8 steht: „Jesus Christus [ist] derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ Dieser Vers bedeutet auch, dass der Heilige Geist (der Geist Jesu) sich nicht geändert hat und sich auch niemals ändern wird. Der Heilige Geist ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Daraus können wir schließen, dass das, was wir in der Apostelgeschichte lesen, nicht nur für die Jünger der Urgemeinde gilt, sondern auch für uns heute. Das bedeutet, dass wir heute auch das erleben können, was die ersten Jünger in der Apostelgeschichte erlebt haben.

Einer meiner liebsten Abschnitte in der Bibel steht in Apostelgeschichte 9:

Es war aber ein Jünger in Damaskus, mit Namen Hananias; und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung: Hananias! Er aber sprach: Siehe, [hier bin] ich, Herr! Der Herr aber [sprach] zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, welche die »Gerade« genannt wird, und frage im Haus des Judas nach einem mit Namen Saulus von Tarsus! Denn siehe, er betet; und er hat in der Erscheinung einen Mann mit Namen Hananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend wird. Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat. Und hier hat er Vollmacht von den Hohen Priestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen. Der Herr aber sprach zu ihm: Geh hin! Denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als [auch vor] Könige und Söhne Israel. Denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er für meinen Namen leiden muss. Hananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus – der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst –, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt wirst. Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er wurde sehend, und stand auf und ließ sich taufen (Apg 9,10-19).

Wie wir in diesem Kapitel sehen, war Paulus (der zu jener Zeit Saulus genannt wurde) gegen Jesus und seine Anhänger. Paulus ging nach Damaskus und übergab der dortigen Synagoge einen Brief, in dem er um die Erlaubnis bat, diejenigen, die an Jesus glaubten, gefangen zu nehmen und nach Jerusalem zurückzubringen, um sie dort zu inhaftieren. Auf seinem Weg nach Damaskus kam ein großes Licht vom Himmel, und als Paulus es sah, fiel er zu Boden. Dann hörte er eine Stimme vom Himmel sagen: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Da fragte Paulus: „Wer bist du, Herr?“ Und die Stimme aus dem Himmel antwortete: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Daraufhin wurde Paulus blind gemacht. Paulus wurde in ein Haus gebracht, wo er fastete und drei Tage lang Gott suchte. Dann kommen wir zu einem meiner Lieblingsverse in der Bibel: „Es war aber ein Jünger in Damaskus, mit Namen Hananias; und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung: Hananias! Er aber sprach: Siehe, [hier bin] ich, Herr!“ (Apg 9,10-19). Wenn du weiterliest, wirst du sehen, dass Gott zu seinem Jünger Hananias sprach und ihm sagte, er solle zu Paulus gehen und für ihn beten. Als Hananias in dem Haus ankam, in dem Paulus wohnte, legte er ihm die Hände auf, wodurch Paulus' Augen geheilt wurden, sodass er wieder sehen konnte. Dann predigte er Paulus das Evangelium, und Paulus ließ sich im Wasser taufen und empfing den Heiligen Geist.

Du fragst sich vielleicht, warum dies einer meiner Lieblingsverse in der Bibel ist. Das liegt daran, dass das Wort „Jünger“ verwendet wird. Die Bibel sagt nicht, dass es einen großen Propheten oder Priester in Damaskus gab, der eine besondere Berufung hatte. Nein, die Bibel sagt, dass es in Damaskus einen Jünger namens Hananias gab, einen Jünger wie du und ich. Und zu diesem Jünger sprach Gott. Ich liebe diesen Vers, weil er zeigt, wie Gott heute zu dir und mir sprechen möchte. An diesem Tag, als er für Paulus betete, erlebte Hananias vier Dinge. Er erlebte,

• wie Gott zu ihm sprach,

• wie er vom Heiligen Geist geleitet wurde,

• wie er Paulus die Hände auflegte und erlebte, dass dieser im Namen Jesu geheilt wurde

• und schließlich, wie er Paulus mit Wasser und dem Heiligen Geist taufte.

Heute können du und ich die gleichen Dinge erleben wie Hananias, denn das ist das normale Christenleben. Wir wissen nicht viel darüber, wer Hananias war, aber die Bibel macht deutlich, dass er ein Jünger war wie du und ich.

 

 

Glaubst du, dass das, was Hananias an diesem Tag mit Paulus erlebte, das erste Mal war, dass er diese Dinge erlebte? Glaubst du, dass es das erste Mal war, dass er von Gott hörte? Glaubst du, dass es das erste Mal war, dass er durch den Heiligen Geist geführt wurde? Glaubst du, dass es das erste Mal war, dass er jemandem die Hände auflegte, der geheilt wurde, oder das erste Mal, dass er jemanden im Wasser und mit dem Heiligen Geist taufte? Nein, natürlich nicht. Das war nur ein Tag in Hananias’ Leben. Nur weil nicht mehr über sein Leben berichtet wird, heißt das nicht, dass Hananias diese Dinge nicht in seinem täglichen Leben erfahren hat. Ich glaube, dass Hananias von Gott hörte, vom Heiligen Geist geleitet wurde, Kranke heilte, das Evangelium predigte, Menschen regelmäßig mit Wasser und mit dem Heiligen Geist taufte. Ich glaube tatsächlich, dass wir ein ganzes Buch über das Leben von Hananias schreiben könnten und darüber, was er mit Gott erlebt hat, und ich glaube, dass wir das auch mit den zwölf Jüngern und den siebzig, die Jesus später berief, tun könnten. Ich glaube, dass wir ein ganzes Buch über das Leben von jedem der 3000 Menschen schreiben könnten, die sich an Pfingsten taufen ließen. Und ich glaube auch, dass wir als Nachfolger Jesu in der Lage sein sollten, ein Buch über unser Leben zu schreiben und dass es dem, was wir in der Apostelgeschichte lesen, sehr ähnlich sein sollte.

Ich weiß, dass das Leben heute in Vielem anders ist als zu der Zeit, als Jesus auf Erden lebte. Wir haben Autos, Internet und eine Menge Dinge, die die Menschen damals nicht hatten. Aber trotz dieser Unterschiede ist der Heilige Geist immer noch derselbe. Was wir in der Apostelgeschichte lesen, sollte das normale christliche Leben sein. In Markus 16,17-18 sagt Jesus: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ Das Problem, das viele Menschen davon abhält, das normale christliche Leben zu leben, wie es in der Apostelgeschichte beschrieben wird, ist die Religion. In der Bibel lesen wir nicht davon, dass Babys getauft wurden, und auch nicht davon, dass diese Babys später konfirmiert wurden, wie wir es heute z. B. in der lutherischen Kirche sehen.

Nimm dir die Zeit, über dein Leben nachzudenken. Wenn du ein Tagebuch über dein Leben schreiben würdest, würde es wie die Apostelgeschichte aussehen? Wenn nicht, dann stimmt etwas nicht. Wir müssen unser Verständnis davon, wie das christliche Leben aussehen sollte, auf dem Wort Gottes aufbauen und nicht auf Religion, Kultur, vergangenen Erfahrungen, Bildung, Lehren oder menschlichen Traditionen usw. Ich erinnere mich, dass ich vor vielen Jahren die Apostelgeschichte las und sie dann mit meinem Leben verglichen habe. Dabei erkannte ich, dass mein Leben ganz anders war als das, was ich in der Apostelgeschichte sah. Ich erkannte, dass, obwohl ich mich als „Christ“ bezeichnete, mein Leben nicht wie das Leben der ersten Jünger aussah. In diesem Moment wurde mir klar, dass etwas mit der Art, wie ich lebte, nicht stimmte und dass ich von der Religion betrogen worden war. Und damit begannen sich die Dinge zu verändern. Wenn ich jetzt mein Leben mit dem vergleiche, was ich in der Apostelgeschichte finde, sehen mein Leben und das Leben der ersten Jünger gleich aus.

Die Bibel ist die Wahrheit, und das ist es, worauf wir unser Fundament aufbauen müssen. Wir müssen verstehen, dass wir kein Prophet oder Apostel sein müssen, um die Dinge zu erleben, von denen wir in der Apostelgeschichte lesen. Es geht nicht darum, jemand Besonderes zu sein. Nein, es geht darum, ein Jünger von Jesus zu sein wie Hananias. Es geht darum, für Jesus zu leben und ihm zu gehorchen, das Evangelium zu verbreiten, vom Heiligen Geist geleitet zu werden, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben. Und Gott hat dich berufen, das zu tun. Er hat dich dazu berufen, sein Jünger zu sein. Wenn du dich entscheidest, dass du das normale christliche Leben leben willst, kannst du die gleichen Dinge erleben, die ich, Hananias und viele andere Menschen auf der Welt erlebt haben. Ja, du kannst erleben, dass Gott zu dir spricht und dich durch seinen Heiligen Geist leitet. Du kannst erleben, dass du für Kranke betest und sie geheilt werden. Und du kannst erleben, dass du Menschen im Wasser und mit dem Heiligen Geist taufst. Du kannst einige dieser Dinge in den Filmen oder YouTube-Videos von „The Last Reformation“ sehen.

Schauen wir uns nun zwei Wörter in der Bibel an. Das erste ist „Christ“ und das zweite „Jünger“. Wusstest du, dass das Wort „Christ“ nur drei Mal in der gesamten Bibel vorkommt? Jesus hat nie das Wort „Christ“ benutzt. Wir sehen „Christ“ zum ersten Mal in Apostelgeschichte 11,26 (LUT), elf Jahre nachdem Jesus auf der Erde gelebt hatte. Dort heißt es: „In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.“ „Jünger“ wird erstaunlicherweise jedoch über 250 Mal in der Bibel geschrieben. Vielleicht sollten wir deshalb aufhören, das Wort „Christ“ zu benutzen. Heute wird das Wort „Christ“ sehr missverstanden. Du hast wahrscheinlich schon gehört, dass Leute zu dir gesagt haben: „Ich bin ein Christ, aber ich lebe nicht wirklich als einer“ oder: „Ich bin ein Christ auf meine eigene Art.“ Du hast wahrscheinlich auch schon gehört, dass man dir gesagt hat: „Ich bin ein Christ, weil ich zur Kirche gehe und versuche, ein gutes Leben zu führen.“ Aber versuche nun einmal, das Wort „Christ“ durch das Wort „Jünger“ zu ersetzen. Und stell dir vor, dass jemand zu dir sagt: „Ich bin ein Jünger Jesu, aber ich lebe nicht wirklich wie einer“ oder: „Ich bin ein Jünger Jesu auf meine eigene Art und Weise.“ Nochmals: Stell dir vor, jemand sagt: „Ich bin ein Jünger Jesu, weil ich in die Kirche gehe und versuche, ein gutes Leben zu führen.“ Das klingt verkehrt, nicht wahr? Es macht keinen Sinn, weil wir wissen, dass du Jesus nachfolgen musst, um sein Jünger zu sein. Du kannst kein Jünger Jesu werden, indem du nur in die Kirche gehst und versuchst, ein gutes Leben zu führen, und du kannst auch nicht auf deine eigene Weise sein Jünger werden. Also sollten wir vielleicht, wie Jesus, das Wort „Christ“ gar nicht benutzen.

Was bedeutet dann das Wort „Jünger“? Heute ist es ein Wort, das wir nur in Gemeinden verwenden, und es kann Menschen, die keine Christen sind, verwirren, wenn du ihnen sagst, du seist ein Jünger Jesu. Zur Zeit Jesu war „Jünger“ jedoch ein sehr gebräuchliches Wort, und die Menschen verstanden, was es bedeutete. Während der Zeit Jesu auf der Erde gab es viele Menschen, die wie Jesus Jünger hatten. Zum Beispiel hatten die Pharisäer, Johannes der Täufer und Moses alle Jünger. Wenn wir also ein anderes Wort als „Christ“ verwenden wollen, um Nachfolger von Jesus zu beschreiben, wären „Jünger“ oder „Lehrling“ gute Alternativen.

Ein Jünger zu sein bedeutet, ein Lehrling zu sein. Zum Beispiel habe ich vor einigen Jahren dreieinhalb Jahre lang als Lehrling in einer Bäckerei gearbeitet. Zu der Zeit wusste ich nicht, wie man etwas backt. Aber ich hatte meinen Lehrer bzw. Meister (den Bäcker), der da war, um mich auszubilden und mir beizubringen, eines Tages so backen zu können wie er. Am Anfang war es sehr herausfordernd. Ich hatte Momente, in denen ich dachte, ich würde nie so backen können wie er, aber schließlich lernte ich und wurde immer besser. Irgendwann sah ich meinem Meister (dem Bäcker) immer ähnlicher, und am Ende war ich ein fast so guter Bäcker wie er. Ja, ich habe während meiner Lehrzeit viele Fehler gemacht, aber das ist normal und gehört zum Lernen dazu. Es ist okay, Fehler zu machen, aber es ist nicht okay, es nicht zu versuchen. Und so ist es auch mit Jesus. Wir sind Jesu Lehrlinge bzw. Jünger, und wenn wir eine Lehre bzw. Jüngerschaft mit ihm beginnen, stimmen wir zu, ihm zu folgen, von ihm zu lernen und jeden Tag mehr und mehr wie Jesus, unser Meister, zu werden. Jesus sagt in Lukas 6,40 (LUT): „Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.“

Stell dir vor, ich würde dreieinhalb Jahre lang als Lehrling in einer Bäckerei arbeiten und am Ende meiner Lehrzeit wüsste ich immer noch nicht, wie man etwas backt. Ja, stell dir vor, ich hätte nicht versucht, selbst etwas zu backen, sondern hätte die ganze Zeit nur dabeigestanden und meinem Meister beim Backen zugesehen. Dann wäre mit der Bäckerei, meiner Lehre, meinem Meister oder mir etwas nicht in Ordnung gewesen. Und warum? Weil der ganze Sinn einer Lehre darin besteht, dass ich nach ein paar Jahren ein richtiger Bäcker bin wie er. Es ist auch etwas verkehrt, wenn du seit zehn Jahren Christ bzw. Schüler bzw. Lehrling bist und immer noch nicht weißt, wie du das tun sollst, wozu Jesus dich berufen hat. Wir sind berufen, wie Jesus zu sein. Wir sind dazu berufen, wie er zu sprechen, wie er vom Heiligen Geist geleitet zu werden, wie er Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben, wie er zu dienen, wie er zu lieben usw.

Wenn du seit zehn Jahren Christ/Jünger/Lehrling bist und immer noch nicht gelernt hast, das zu tun, wozu Jesus dich berufen hat, dann stimmt etwas nicht. Aber mach dir keine Sorgen, denn ich glaube, dass Gott dieses Buch benutzen kann, um dir dabei zu helfen. Ich glaube, dass Gott dieses Buch benutzen kann, um dir zu helfen, als Jünger bzw. Lehrling von Jesus zu leben. Ich möchte dir helfen, ein Tagebuch deines eigenen Lebens zu schreiben, das wie die Apostelgeschichte aussieht. Ich wünsche mir wirklich, dass du das Leben lebst, von dem Jesus möchte, dass du es lebst. Aber du musst bereit sein, Jesus zu gehorchen. Ich kann ihm nicht für dich gehorchen; das ist deine Aufgabe. Ich kann dir helfen, dich zu lehren und zu trainieren, aber du musst im Gehorsam hinausgehen und Jesus gehorchen.

Wie ich bereits gesagt habe, habe ich viele Fehler gemacht, als ich als Lehrling in einer Bäckerei arbeitete. Und so war es auch bei den Jüngern von Jesus. Es gab Zeiten, in denen die Jünger von Jesus nicht in der Lage waren, das zu tun, was Jesus von ihnen wollte. Ein Beispiel dafür finden wir in Matthäus 17. Dort lesen wir von einem Mann, der seinen Sohn, einen Epileptiker, zu den Jüngern von Jesus brachte, weil er wollte, dass sie seinen Sohn heilten. In Matthäus 17,16-17 heißt es: Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, doch sie konnten ihn nicht heilen. Jesus aber antwortete und sprach: Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!“ Später lesen wir, wie sie den Jungen zu Jesus brachten und dass Jesus ihn heilte und befreite. Interessanterweise sagte Jesus „Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht…“ nicht zu dem Jungen oder seinem Vater. Nein, er sagte das zu seinen Jüngern, weil er frustriert über sie war, dass sie nicht taten, was sie tun sollten.

Diese Geschichte in Matthäus 17 erinnert mich an meine Zeit als Lehrling und wie wütend mein Meister (der Bäcker) wurde, wenn ich vergaß, eine Zutat ins Brot zu tun, oder wenn ich etwas zu lange im Ofen ließ. Ja, ich weiß noch, wie er mich zurechtwies und schrie: „Torben, wie lange soll ich dich noch ertragen? Du hättest es schon längst lernen müssen.“ Aber mit der Zeit lernte ich und wurde besser, und das ist ja der Sinn einer Ausbildung. Unser Ziel ist es also, wie Jesus perfekt zu sein, aber wir sind auf einem Weg und werden Fehler machen. Und es ist okay, wenn wir jetzt nicht genau so aussehen wie Jesus. Aber es ist nicht in Ordnung, wenn wir heute Jesus nicht mehr gleichen als im letzten Jahr. Warum? Nun, weil wir Jesu Lehrlinge sind, und wir sollen von ihm lernen und wachsen, um mehr wie er zu sein.

Wenn eine Person Jesus annimmt, stimmt sie einer Lehre bzw. Jüngerschaft zu, in der sie lernen muss, wie Jesus zu sein. Jesus anzunehmen, bedeutet nicht, dass du Jahr für Jahr in die Kirche gehen sollst und nie lernst, die Dinge zu tun, zu denen Jesus dich berufen hat. Nein, das ist Religion. Und Jesus ist nicht gekommen, um Religion zu bringen. Jesus kam, um dir zu helfen, ihm als sein Jünger durch die Kraft des Heiligen Geistes zu folgen. Wiedergeboren zu sein (Buße zu tun und im Wasser und mit dem Heiligen Geist getauft zu werden) ist der erste Schritt, um ein Schüler bzw. Jünger Jesu zu sein, denn wir können nicht wie Jesus leben oder wie Jesus sein, wenn wir nicht die Kraft des Heiligen Geistes haben.

Vor einigen Jahren, als ich noch in Dänemark lebte, war ich mit einer bekannten dänischen Muslimin und einem bekannten dänischen Juden in einer dänischen Fernsehdiskussionssendung. Nachdem die Sendung beendet war, setzte ich mich mit der Muslimin zusammen und stellte ihr einige Fragen. Ich sagte zu ihr: „Erzählen Sie mir von Ihrem Glauben und davon, was Gott in Ihrem Leben tut.“ Sie war von meiner Frage überrascht und antwortete: „Es fühlt sich gut an, wenn ich den Koran lese und in den Moscheen bete.“ „Erzählen Sie mir mehr. Wie spricht Gott zu Ihnen?“, fragte ich sie. Sie antwortete: „Es fühlt sich gut an, wenn ich den Koran lese und in den Moscheen bete.“ Dann sagte ich zu ihr: „Erzählen Sie mir mehr. Wie gibt Gott Ihnen Träume? Wie führt Gott Sie?“ Wieder sagte sie: „Es fühlt sich gut an, wenn ich den Koran lese und in den Moscheen bete.“ Ich fuhr fort und sagte: „Erzählen Sie mir mehr. Wie werden Menschen durch Sie geheilt, und wie befreien Sie Menschen?“ Wieder antwortete sie das Gleiche. Das war die einzige Antwort, die sie mir auf jede Frage, die ich ihr stellte, geben konnte. Dann fragte sie mich: „Was ist mit Ihrem Leben mit Gott?“ Daraufhin begann ich ihr zu erklären, wie ich Gott begegnet bin, wie der Heilige Geist in mein Leben kam, wie Gott zu mir spricht, wie der Heilige Geist mich führt, wie ich für Kranke bete und sie geheilt werden, wie ich Dämonen austreibe und wie ich Visionen und Träume von Gott bekomme. Ich erzählte ihr auch von meiner Beziehung zu Gott und was ich mit ihm erlebt habe. Sie stellte mir weitere Fragen und wir unterhielten uns schließlich anderthalb Stunden lang. An diesem Tag wurde mir sehr klar, dass es einen großen Unterschied zwischen Religion und Beziehung gibt. Sie hatte eine Religion, aber ich hatte eine Beziehung zu Gott. Und leider ist für viele Christen ihr Christentum nur eine Religion.

Wenn ich zu Christen, die an Jesus glauben und in die Kirche gehen, sagen würde: „Erzählen Sie mir von Ihrem Leben. Wie benutzt Gott Sie?“, würden sie wahrscheinlich eine ähnliche Antwort geben wie die bekannte dänische Muslimin und sagen: „Es fühlt sich gut an, wenn ich bete und in die Kirche gehe.“ Wenn ich zu ihnen sagen würde: „Erzählen Sie mir, wie der Heilige Geist Sie führt. Wie heilt Gott durch Sie?“ Wieder würden viele sagen: „Es fühlt sich gut an, wenn ich bete und in die Kirche gehe.“ Ihre Antwort wäre ähnlich wie die der Muslimin, da sie eine Religion, aber keine Beziehung zu Gott haben. Es ist wichtig zu verstehen, dass Jesus kam, um eine Beziehung zu bringen, und nicht eine Religion.

In Matthäus 23,25-26 (LUT) sprach Jesus zu einigen der religiösen Führer: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein werde!“ Aus diesem Vers kannst du den großen Unterschied zwischen Religion und Beziehung klar erkennen. Wahres Christentum kommt von innen nach außen; es reinigt und verändert dich, sodass es für jeden um dich herum sichtbar wird, dass du Jesus folgst. Im wahren Christentum geht es darum, wiedergeboren zu werden, Jesu Lehrling bzw. Jünger zu werden und eine Beziehung mit dem lebendigen Gott zu haben. Es geht darum, eine neue Schöpfung zu werden und von der Knechtschaft der Sünde befreit zu werden, um ein neues, heiliges, übernatürliches Leben mit Gott zu beginnen und dabei von seinem Geist geführt zu werden. Im wahren Christentum geht es darum zu verstehen, dass wir als Nachfolger Jesu die Gemeinde sind und der Tempel des Heiligen Geistes, der in uns lebt.

Heute gleicht mein Leben sehr der Apostelgeschichte. Und dein Leben kann auch so aussehen. Es wird ein Weg sein, aber es wird ein erstaunlicher Weg sein. Ich hoffe, du bist bereit, Jesus als sein Jünger bzw. Lehrling zu folgen. Aber zuerst musst du wiedergeboren werden. Du musst wiedergeboren werden, und du brauchst den Heiligen Geist, denn ohne ihn kannst du dieses Leben nicht leben. Das ist es, wozu wir berufen sind. Das normale christliche Leben ist es, ein Jünger Jesu zu sein und das Leben zu leben, von dem wir in der Apostelgeschichte lesen. Ja, am Anfang werden wir viele Fehler machen, aber wir werden durch diese Fehlern lernen und wachsen. Deshalb hoffe ich, dass du bereit bist, Jesus zu folgen und zu lernen, das Leben zu leben, das er sich für dich wünscht. Ich hoffe, du bist bereit, in deinem Alltag viele erstaunliche Dinge mit ihm zu erleben.

Fragen und Antworten zu Lektion 1

Wirst du getäuscht?

Für euch, die ihr dieses Buch lest, weiß ich, dass viele der Dinge, die in diesem Buch gesagt werden, sehr herausfordernd sein können, je nachdem, in welcher kirchlichen Tradition ihr aufgewachsen seid. Ich möchte daher ein wenig über Täuschung sprechen. Wir müssen verstehen, dass es nicht ausreicht, wenn wir in unserem Glauben aufrichtig sind. Wir können aufrichtig sein und trotzdem getäuscht werden. Ich habe viele Mormonen getroffen, die sehr aufrichtig in ihrem Glauben, aber trotzdem getäuscht sind. Ihnen wurde ein anderes Evangelium erzählt, ein Evangelium, das sie nicht retten kann. Ich habe auch viele Zeugen Jehovas getroffen, und auch sie sind sehr aufrichtig in ihrem Glauben und sehr aktiv darin, ihren Glauben zu verbreiten, aber sie sind trotzdem getäuscht worden. Warum? Weil sie ein anderes Evangelium geglaubt haben.

Wenn ich jetzt mein Leben anschaue, kann ich sehen, dass ich auch einmal verführt wurde, wie die, die ich erwähnt habe. Mir wurde auch ein anderes Evangelium beigebracht, das mich nicht retten konnte. Ich dachte, ich sei ein Christ, weil ich als Baby getauft und in der Kirche konfirmiert worden war. Aber das war eine Lüge. Die Bibel sagt nicht, man sei wiedergeboren, weil man als Baby getauft wurde und Mitglied einer Kirche ist. Ich hätte in der lutherischen Kirche, die ich besuchte, der aufrichtigste Anhänger sein können, aber ich wäre trotzdem getäuscht worden. Es ist nicht genug, aufrichtig zu sein; man muss auch das richtige Evangelium haben und das tun, was man laut der Bibel tun muss, um wiedergeboren zu werden, damit man Jesus nachfolgen kann. Und ich möchte dir dasselbe sagen. Es geht nicht um die Aufrichtigkeit deines Glaubens. Du kannst der aufrichtigste Kirchenbesucher sein und trotzdem getäuscht sein. Wir als Christen müssen mehr wie die Beröer sein, die jeden Tag die Schrift prüften, um zu sehen, ob das, was gesagt wurde, wahr ist (vgl. Apg 17,11). Wir müssen die Schrift selbst prüfen und aufhören, blindlings dem zu folgen, was man uns gesagt hat.

Ich möchte dich herausfordern, Fragen zu stellen zu dem, was dir bis jetzt gesagt wurde. Ja, ich möchte, dass du deine Traditionen und das, was dir in deiner Kirche gesagt wurde, hinterfragst. Stimmt es mit dem überein, was das Wort Gottes sagt? Du solltest auch Fragen über das stellen, was ich dich in diesem Buch lehre. Ja, nimm deine Bibel und prüfe, ob das, was ich sage, richtig ist. Das sollten wir mit jeder Person machen, damit wir nicht am Ende vor Gott stehen und feststellen, dass wir getäuscht worden sind.

Christ oder Jünger?

Ich hoffe, diese erste Lektion wird dich herausfordern und dich ermutigen, dir selbst einige sehr wichtige Fragen zu stellen. Frage dich: „Bin ich ein Christ oder bin ich ein Jünger? Sieht mein Leben aus wie das Leben von Hananias oder den anderen Jüngern, von denen ich in der Apostelgeschichte gelesen habe?“