Kiew – Revolution 3.0 -  - E-Book

Kiew – Revolution 3.0 E-Book

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Beschreibung

Nach der Revolution „auf dem Granit“ von 1990 und der Or-angenen Revolution von 2004 hat von November 2013 bis Februar 2014 ein weiterer ukrainischer Volksaufstand, der Euromaidan, das Janukowitsch-Regime weggespült. Die vielschichtigen Probleme der Ukraine sind damit allerdings nicht gelöst. Der revolutionären Euphorie folgte bereits in den ersten Wochen nach der Regierungsneubildung tiefe Ernüchterung. Die russische Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim im März 2014 hat der dritten postsowjetischen ukrainischen Revolution eine gänzlich neue Dimension verliehen und wird eine erfolgreichen Transition des Landes noch komplizierter machen. Der Weg in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft dürfte für die Ukraine lang und hart werden.In dem vorliegenden Band analysieren renommierte Politikwissenschaftler und Publizisten – Ariel Cohen, Ivan Benovic, Paul Flückiger, Gerhard Gnauck, Rudolf Hermann, Wojciech Kononczuk, Taras Kuzio, Ludmila Lutz-Auras, Jakob Mischke, Mykola Rjabtschuk sowie Lilia Shevtsova – die ukrainische Revolution 3.0. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf der Entstehung des Euromaidans und dem Verlauf der Revolution, auf geopolitischen und geostrategischen Überlegungen sowie den mittel- und langfristigen politischen, gesellschaftli-chen und ökonomischen Perspektiven der Ukraine.

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Seitenzahl: 266

Veröffentlichungsjahr: 2014

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ibidem-Verlag, Stuttgart

Inhaltsverzeichnis

Simon Geissbühler

Einleitung             

Mykola Rjabtschuk

Maidan 2.0: Sich wandelnde Werte und stabile Identitäten              

Paul Flückiger

Zum Teufel mit den Parteien! Der neue Maidan als Aufstand der Zivilgesellschaft gegen den ukrainischen Parteienfilz             

Jakob Mischke

Der Weg zum Euromaidan aus systemtheoretischer Perspektive             

Taras Kuzio

Die Ukraine und die EU: Ein Testfall für eine Erweiterung "light"              

Rudolf Hermann

Kiews Gretchenfragen. Integrationsoptionen und Entwicklungsperspektiven für die Ukraine und ihre Wirtschaft             

Ludmila Lutz-Arias

Ukraine – nationale Einheit durch regionale Vielfalt?             

Wojciech Konończuk

Die Ukraine: Ein ewiger Status-Quo-Staat?             

Lilia Shevtsova

Die Ukraine als zivilisatorische Herausforderung             

Ariel Cohen und Ivan Benovic

Identitäten und Kräfte im Widerstreit. Ursachen und Triebfedern der ukrainischen Krise      

Gerhard Gnauck

Meine Ukraine. Eine persönliche Erinnerung             

Einleitung

Simon Geissbühler

Eric Hobsbawn sagte einst,"Historiker sind keine Propheten". Auch Politologen, Ökonomen oder Journalisten können die Zukunft nicht voraussagen. Die Lage in der Ukraine ist derart volatil, dass das, was heute tagespolitisch wichtig erscheint und in den Medien an Spekulationen vorgetragen wird, in zwei, drei Monaten längst wieder Makulatur sein kann. In dieser unübersichtlichen Situation ein Buch über die Ukraine zu publizieren, ist ein Risiko. Aber es gibt wohl nie einen idealen Augenblick, um ein solches Buch zu veröffentlichen, denn Stabilität dürfte auf absehbare Zeit kein typisches Charakteristikum der Ukraine sein. Dass sich die Autorinnen und Autoren – Ariel Cohen und Ivan Benovic, Paul Flückiger, Gerhard Gnauck, Rudolf Hermann, Wojciech Konończuk, Taras Kuzio, Ludmila Lutz-Auras, Jakob Mischke, Mykola Rjabtschuk sowie Lilia Shevtsova – trotzdem bereit erklärt haben, an diesem Projekt mitzuarbeiten, verdient Respekt und Anerkennung.

In diesem Sammelband geht es denn auch nicht in erster Linie um Tagespolitik, auch wenn diese selbstverständlich nicht ausgeblendet werden kann und soll. Vielmehr stehen hier einerseits die Analyse der Entstehung des Euromaidans und der Entwicklungen in der Ukraine vom Sommer 2013 bis zur Absetzung Präsident Janukowitschs am 22. Februar 2014– also der hier als Revolution 3.0 bezeichnete Prozess – sowie andererseits strukturelle Fragen, geopolitische und geostrategische Überlegungen, Szenarien und die mittel- und langfristigen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Perspektiven der Ukraine im Mittelpunkt des Interesses. Denn obwohl die Revolution3.0 das Janukowitsch-Regime weggespült hat, sind damit die (strukturellen) Probleme des Landes keineswegs gelöst und die politischen und sozialen Cleavages noch lange nicht überwunden.

Die Wirkungsmacht der Revolution 3.0 – nach derRevolution"auf dem Granit"von 1990 und der Orangenen Revolution von 2004die drittepostsowjetische ukrainische Revolution–sollte nicht überschätzt werden. Die revolutionäre Euphoriehat raschErnüchterung Platzgemacht. Die russische Besetzungund Annexionder Krim Ende Februar/Anfang März 2014hat dem Umbruch in der Ukraineeine gänzlich neue Dimension verliehen und wird eine erfolgreiche Transition des Landes noch komplizierter machen, denn interne oder externe Konflikte verlangsamen tendenziellTransitionsprozesse(Fish/Kroenig 2006). Der Weg in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft wird für die Ukraine lang und beschwerlich werden.

In dieser Einleitung gehe ich erstens kurz auf die Chronologie der Ereignisse vom Sommer 2013 bis Ende Februar 2014 ein. Zweitens stelle ich diese Ereignisse in den breiteren Kontext der verpassten demokratischen und marktwirtschaftlichen Transition des Landes, das seit mehr als zwei Jahrzehnten in der"Grauen Zone"des Halbautoritarismus verharrt. Drittens skizziere ich die Themencluster, die im Folgenden von den Autorinnen und Autoren detaillierter aufgenommen und diskutiert werden.

Die Chronologie

Als im Spätsommer 2013 die Idee für diesen Sammelband entstand, konnte ich nicht ahnen, dass die Situation in der Ukraine eskalieren, das Land für Monate in den internationalen Schlagzeilen sein würde und die Ereignisse sich auf eine zweite ukrainische Revolution nach 2004 zuspitzen würden. Obschon es Ende August kaum Anzeichen dafür gab, dass Präsident Viktor Janukowitsch alle Bedingungen der Europäischen Union (EU) für die U

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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