Kindersoldaten - Winfried Brandt - E-Book

Kindersoldaten E-Book

Winfried Brandt

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Beschreibung

Das Leben unserer Eltern gerade vor und während dem Krieg prägten sie. Aus dieser Zeit erzählen sie uns auch heute noch Geschichten, die sie nicht aufgeschrieben haben, da die Anzahl der vielen prägenden Geschichten vielleicht in der heutigen Zeit als Überflutung wahrgenommen wird. Dennoch ist jede Geschichte eine individuelle Geschichte und Zeitzeuge einer Zeit, in der wir nicht leben möchten, unsere Eltern jedoch lebten. Und sicherlich erzählen sie uns auch von ihren Geschichten damit wir sie nicht erleben. So erzählte auch mein Vater mir Geschichten aus den Tagen vor und während des zweiten Weltkrieges und von seinem Vorbild und großen Bruder Josef der im zweiten Weltkrieg als Soldat gefallen ist. Hier die Geschichte.

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Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Ich möchte mich recht herzlich bei meiner Freundin Helga und meiner Schwester Alexa für die Hilfe bei der Erstellung dieses Buches bedanken.

Das Leben unserer Eltern gerade vor und während dem Krieg prägten sie. Aus dieser Zeit erzählen sie uns auch heute noch Geschichten, die sie nicht aufgeschrieben haben, da die Anzahl der vielen prägenden Geschichten vielleicht in der heutigen Zeit als Überflutung wahrgenommen wird.

Dennoch ist jede Geschichte eine individuelle Geschichte und Zeitzeuge einer Zeit, in der wir nicht leben möchten, unsere Eltern jedoch lebten. Und sicherlich erzählen sie uns auch von ihren Geschichten damit wir sie nicht erleben.

So erzählte auch mein Vater mir Geschichten aus den Tagen vor und während des zweiten Weltkrieges und von seinem Vorbild und großen Bruder Josef der im zweiten Weltkrieg als Soldat gefallen ist. Hier die Geschichte.

Über den schlammigen und verschneiten Weg trappte im Dezember 1918 ein Pferd mit Reiter ins Dorf hinein. Ein langer glänzender Säbel und eine grauer Felduniform bekleideten den Reiter, auf dem Kopf trug er eine schwarze Mütze mit deutscher Kokarde. Seit 11. November herrschte Waffenstillstand zwischen den Kriegsländern des 1. Weltkrieges und immer wieder traf seitdem ein Rückkehrer ins Dorf hinein. So auch an diesem Tag. Langsam ritt der Mann auf das Bauernhaus zu, vor dem eine Frau mit einem Besen den Hof kehrte.

Die Frau hörte den Reiter und legte den Besen beiseite um auf den Reiter zu schauen. Als er näher kam rief sie:“ Andreas, mein Gott Andreas, du bist es!“ und lief zum Reiter und Pferd und umarmte die Beine des Reiters. „Ich bin es Anna“ sagte der Reiter lockerte den Griff seiner Frau von seinem Bein und stieg vom Pferd ab. Dann umarmten beide sich innig. Vier Jahre hatte Anna ihren Andreas nicht gesehen, der in den 1. Weltkrieg einberufen wurde und als Kanonier vor Verdun vier Jahre lang verbrachte. Manchmal kam ein Brief von ihm als Zeichen das er lebte, aber seit dem Waffenstillstandsvertrag hatte sie keine Nachricht mehr von ihm erhalten. „Wir haben Frieden und ich hab mir ein Pferd vom Gespann abgemacht und bin Nachhause geritten, der Krieg ist vorbei Anna“ sagte Andreas zu seiner Frau. „Ich bleibe jetzt zu Hause“. „Komm rein, esse etwas, du musst dich baden“ sagte Anna

Andreas folgte ihr ins Haus zum essen und baden. Nach dem Baden nahm er seine Uniform mit seinem Säbel und hängte sie auf den Speicher an den Kamin wo sie keiner berühren durfte und wo sie hängen blieb bis zu dem Tage als mein Vater, sein Sohn Hubert, den ersten Farbigen sah.

Langsam und knirschend öffnete sich die Kellertür am oberen Gang der Steintreppe. Eine Gestalt mit vorgeschobener Waffe schob sich in die Öffnung der Kellertür. In grüner Uniform die Waffe in der Hand mit einem schwarzen Gesicht und schwarzen Händen rief Sie „Hands up, whos down there, Hands up!“

Andreas, Anna, Agnes, Hubert, Christian, Käthe saßen im dunklen Keller mit einer kleinen Kerze und hatten das ankommen der Amerikaner erwartet. Nach den umkämpften Tagen im Dezember 1944, war der Keller der einzige Schutz den die Familie vor dem in der Eifel tobenden Krieg fand. „Hands up, come upstairs“ rief der farbige GI nochmals nach unten entgegen und die ganze Familie stapfte