Kindesmisshandlung -  - E-Book

Kindesmisshandlung E-Book

0,0

Beschreibung

Neben Grundlagen zur Epidemiologie, Diagnostik und Psychobiologie behandelt das Buch die zentrale Rolle von Kindesmisshandlung in der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung vielfältiger psychischer, aber auch körperlicher Erkrankungen. Zudem werden Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere spezifische neuere Therapieansätze, praxisnah von Experten vorgestellt. Auch besondere Aspekte wie die Selbststigmatisierung der Opfer, die Relevanz dieses Themas im hohen Lebensalter und forensische Implikationen kommen zur Darstellung.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 828

Veröffentlichungsjahr: 2012

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Neben Grundlagen zur Epidemiologie, Diagnostik und Psychobiologie behandelt das Buch die zentrale Rolle von Kindesmisshandlung in der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung vielfältiger psychischer, aber auch körperlicher Erkrankungen. Zudem werden Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere spezifische neuere Therapieansätze, praxisnah von Experten vorgestellt. Auch besondere Aspekte wie die Selbststigmatisierung der Opfer, die Relevanz dieses Themas im hohen Lebensalter und forensische Implikationen kommen zur Darstellung.

Prof. Dr. Carsten Spitzer, FA für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärztlicher Direktor des Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn. Prof. Dr. Hans Jörgen Grabe, FA für Psychiatrie und Psychotherapie, leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Carsten Spitzer Hans Jörgen Grabe (Hrsg.)

Kindesmisshandlung

Psychische und körperliche Folgen im Erwachsenenalter

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

1. Auflage 2013 Alle Rechte vorbehalten © 2013 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Umschlagabbildung: Max Ernst »Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen« © VG Bild Kunst, Bonn 2012 Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

ISBN: 978-3-17-022167-3

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-023568-7

epub:

978-3-17-027508-9

mobi:

978-3-17-027509-6

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Teil A: Grundlagen

1 Epidemiologie von KindesmisshandlungMatthias Becker und Andrea Schulz

2 Tierexperimentelle Befunde zum Einfluss von biographisch frühem StressKatharina Braun und Jörg Bock

3 Psychobiologische Aspekte bei früher TraumatisierungKatja Wingenfeld und Christine Heim

4 Psychoneuroimmunologische Langzeitwirkungen traumatischer KindheitserfahrungenAnja Fischer und Stefan M. Gold

5 Kindesmisshandlung aus kinder- und jugendpsychiatrischer PerspektiveAnnette Streeck-Fischer

6 Folgen von Kindesmisshandlung auf Körper- und SelbstbildFelicitas Michels-Lucht und Harald Jürgen Freyberger

7 Kindesmisshandlung und BindungBernhard Strauß

8 Diagnostik biographisch früher TraumatisierungKatja Wingenfeld, Hans J. Grabe und Carsten Spitzer

Teil B: Krankheitsbilder

1 Substanz bezogene StörungenIngo Schäfer

2 Psychotische StörungenIngo Schäfer

3 Frühe Traumatisierung und affektive StörungenHans J. Grabe, Jessie Mahler und Matthias Becker

4 Dissoziative und somatoforme StörungenCarsten Spitzer und Michael Dümpelmann

5 Artifizielle StörungenHarald J. Freyberger

6 Trauma und PersönlichkeitsstörungenJohanna Rönfeldt und Birger Dulz

7 Kardiovaskuläre ErkrankungenCarsten Spitzer, Kim Hinkelmann und Christian Otte

8 AutoimmunerkrankungenCarsten Spitzer und Christoph Heesen

Teil C: Behandlungsverfahren und Techniken

1 Psychoanalytische TraumatherapieMathias Hirsch

2 Kognitiv-verhaltenstherapeutische BehandlungsansätzeChristoph Muhtz

3 Emotionsfokussierte TraumatherapieJeannette Bischkopf und Lea Kreft

4 Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP)Stephan Doering

5 Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)Thomas Bolm

6 Die psychodynamisch imaginative Traumatherapie (PITT)Luise Reddemann

7 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)Christian Stiglmayr und Kathlen Priebe

8 Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)Claus Normann

9 Imaginatives ÜberschreibenGitta Jacob und Arnoud Arntz

10 Evidenzbasierte Psychotherapieansätze der Posttraumatischen BelastungsstörungKathlen Priebe, Christian Schmahl und Martin Bohus

11 Gruppenpsychotherapie erwachsener Patienten mit traumatischen Erfahrungen im KindesalterVolker Tschuschke

Teil D: Besondere Aspekte

1 Potenziell traumatische Kindheitserlebnisse und ihre psychischen Auswirkungen im AlterSandy Krammer, Keti Simmen-Janevska und Andreas Maercker

2 Delinquenz und frühe StresserfahrungenManuela Dudeck

3 Wer missbraucht Kinder und Jugendliche?Martin Rettenberger, Wolfgang Berner und Peer Briken

4 Stigmatisierung der Opfer von KindesmisshandlungGeorg Schomerus

Verzeichnis der Autoren und Autorinnen

Sachwortverzeichnis

Vorwort

Zu Beginn unserer klinischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den direkten und indirekten Folgen von Kindesmisshandlungen im Erwachsenenalter gab es insbesondere im deutschsprachigen Raum nur wenige Kollegen, die dieses Interesse geteilt haben. Auch in der wissenschaftlichen Literatur tauchte diese Thematik allenfalls randständig und wenig systematisiert auf. Dies hat sich – und das sehen wir durchaus als Erkenntnisfortschritt – glücklicherweise grundlegend geändert: Biographisch frühe Traumatisierungen in Form von Missbrauch und Vernachlässigung sind als relevantes Thema im »Mainstream« der Psychiatrie, Psychosomatik, klinischen und medizinischen Psychologie sowie Neurobiologie angekommen und werden hinsichtlich ihrer Bedeutung für die körperliche Gesundheit auch zunehmend von den somatischen Nachbardisziplinen zur Kenntnis genommen.

Unser Buch versucht daher, die Komplexität der Thematik, die Vielfältigkeit der Perspektiven und natürlich den aktuellen Wissensstand widerzuspiegeln. Um dem gerecht zu werden, muss ein großer Bogen gespannt werden: So widmet sich der erste Teil allgemeinen Grundlagen wie Epidemiologie, tierexperimentellen und neurobiologischen Aspekten sowie psychoneuroimmunologischen Befunden. Ergänzend werden entwicklungspsychologische Facetten aus kinder- und jugendpsychiatrischer bzw. -psychotherapeutischer Perspektive, die Auswirkungen von Kindesmisshandlungen auf Selbst- und Körperbild sowie das Bindungsverhalten dargestellt. Ein Kapitel zur Psychodiagnostik von Missbrauch und Vernachlässigung komplettiert den ersten Abschnitt. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich intensiv mit der Bedeutung biographisch früher Traumatisierungen für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung diverser psychischer und körperlicher Krankheiten. Neben der Darstellung von »Klassikern« wie depressiven, dissoziativen und Persönlichkeitsstörungen war es unser ausdrückliches Anliegen, auch bisher wenig beachteten Krankheitsbildern wie psychotische Störungen, kardiovaskuläre, respiratorische und Autoimmunerkrankungen im Kontext von Kindesmisshandlungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der ausführliche und vielfältige dritte Teil zeigt eindrucksvoll, dass mittlerweile reichhaltige Erfahrungen und Fertigkeiten in der psychotherapeutischen Behandlung von Erwachsenen mit Misshandlungen in Kindheit und Jugend vorliegen. In dem abschließenden vierten Teil werden besondere Aspekte aufgegriffen, die für die Thematik von Missbrauch und Vernachlässigung eminent wichtig sind, jedoch bisher eher selten und meist unsystematisch in diesem Kontext elaboriert worden sind. Dazu zählen insbesondere Kindesmisshandlungen als Thema älterer Menschen, Delinquenz und frühe Stresserfahrungen, Tätertypologien sowie die Stigmadiskussion. Es versteht sich von selbst, dass wir diesen weiten Bogen nicht alleine und ohne die tatkräftige Unterstützung vieler namhafter Kolleginnen und Kollegen hätten spannen können. Dabei sind wir als Herausgeber gleichermaßen stolz wie dankbar, dass dieser Bogen nicht nur weit, sondern auch rund geworden ist.

Dennoch: Trotz aller Fortschritte bleibt unser Wissen über die psychischen und körperlichen Folgen von Kindesmisshandlungen im Erwachsenenalter lückenhaft und so möchten wir unser Buch nicht ausschließlich als detaillierte Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Kenntnisstandes verstanden wissen, sondern ebenso als Ansporn, sich weiterhin intensiv mit dieser Thematik klinisch und wissenschaftlich auseinanderzusetzen. In diesem Sinne haben wir auch das Titelbild gewählt. In seinem Gemälde »Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen: André Breton, Paul Éluard und dem Maler« aus dem Jahre 1926 verarbeitet Max Ernst nicht nur eigene Misshandlungen durch den strengen Vater, sondern provoziert auch durch das Unerhörte seines Bildes geradezu zu einer Auseinandersetzung und Stellungnahme.

Neben den Autorinnen und Autoren, die mit ihren Beiträgen zu dem Gelingen unseres Vorhabens entscheidend beigetragen haben, gilt unser Dank dem W. Kohlhammer Verlag, namentlich Herrn Dr. R. Poensgen, Frau M. Daus und Frau U. Döring, ohne deren Initiative dieses Buch gar nicht erst zustande gekommen wäre.

Tiefenbrunn und Stralsund,

im Oktober 2012

Carsten Spitzer

Hans Jörgen Grabe

Teil A:Grundlagen

1 Epidemiologie von Kindesmisshandlung

Matthias Becker und Andrea Schulz

Kapitelübersicht

1 Einleitung

2 Kindesmisshandlung in Deutschland – das Hellfeld

3 Kindesmisshandlung in Deutschland – das Dunkelfeld

4 Internationale Befunde

1 Einleitung

Kindesmisshandlung wird zunehmend als bedeutsames Problem für Gesundheit und Gemeinwohl in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern wahrgenommen. Zur Häufigkeit und Verbreitung von Kindesmisshandlung, im Sinne von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und schwere Form der Verletzung des Kindeswohls, liefern unterschiedliche Datenquellen ein sehr heterogenes Bild. Abhängig von Definition, Ein- und Ausschlusskriterien für Kindesmisshandlung, herangezogener Erhebungsmethode sowie Interessenlage der Verfasser von Statistiken sind beachtliche Unterschiede in den berichteten Prävalenzzahlen zu verzeichnen. So schwanken nach Wetzels (1997) die Prävalenzen der jährlich in Deutschland von Misshandlungen betroffenen Kinder zwischen 4000 und 400 000 Fällen, wobei in einigen Quellen sogar von Millionen gesprochen wird. Es ist davon auszugehen, dass diese extremen Werte die Endpunkte eines von skandalisierend bis bagatellisierend reichenden Spektrums darstellen. Eine Annäherung an die wahren epidemiologischen Werte ist nur durch eine kritische Begutachtung der unterschiedlichen Quellen und ihren jeweiligen methodischen Besonderheiten möglich. Darüber hinaus ist es bei der Betrachtung der epidemiologischen Zahlen zwingend notwendig, zwischen offiziellen Statistiken und der geschätzten Dunkelziffer der Misshandlungsfälle zu unterscheiden. Während soziale Einrichtungen wie Jugendämter und Kinderschutzbünde sowie Polizeidienststellen und Krankenhäuser die offiziellen Daten zusammenstellen, beruhen Statistiken zur Dunkelziffer vornehmlich auf unabhängigen wissenschaftlichen Studien.

2 Kindesmisshandlung in Deutschland – das Hellfeld

Die seit 1953 vom Bundeskriminalamt (BKA) herausgegebene Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) liefert die von der Bundesregierung offiziell anerkannten epidemiologischen Daten zur Gewalt gegen Kinder. Sie ist die einzige jährlich aktualisierte Datenquelle, die Aufschluss über alle polizeilich erfassten Straftaten im Zusammenhang mit Kindesmisshandlung gibt. Erfasst werden alle binnen eines Jahres in Deutschland zur Anzeige gebrachten strafrechtlich relevanten Verdachtsfälle von Misshandlungen und sexuellen Missbrauchs von Kindern1. Nicht explizit enthalten sind Daten zum emotionalen Missbrauch und zur Vernachlässigung. Da die in der PKS ermittelten Häufigkeiten abhängig vom Anzeigeverhalten der Bevölkerung sind, bleiben nicht berichtete Straftaten im Verborgenen. Die Bereitschaft, eine erfahrene Misshandlung polizeilich zu melden, ist trotz einer stetigen Zunahme über die letzten zwei Jahrzehnte immer noch sehr gering. So berichten in einer groß angelegten repräsentativen deutschen Befragung lediglich zwischen 11,7 % und 18,0 % der Betroffenen, einen erfahrenen sexuellen Übergriff in der Kindheit polizeilich angezeigt zuhaben (Bieneck, Stadler und Pfeiffer 2011). Festzustellen ist außerdem, dass Männer zumindest ihre sexuellen Missbrauchserlebnisse deutlich seltener zur Anzeige bringen als Frauen (11,9 % gegenüber 15,7 %).

Für das Jahr 2010 weist die PKS 3731 Fälle von Misshandlungen an Kindern und 11 867 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern aus (► Tab. 1).

Tab. 1: Fallentwicklung und Aufklärung von Gewalt gegen Kinder (Bundeskriminalamt 2010)

Erfasste Fälle

Veränderung 2009/2010

Aufklärungsquote

2000

2009

2010

Absolut

in %

2000

2009

2010

Misshandlung von Kindern

2130

3490

3731

+248

+7,1 %

98,5 %

98,0 %

98,0 %

Sexueller Missbrauch von Kindern

15 581

11 319

11 867

+548

+4,8 %

74,4 %

83,3 %

83,9 %

Um die Entwicklung der erfassten Straftaten zu verdeutlichen, sind sowohl die insgesamt erfassten Fälle als auch die Aufklärungsquote für die Jahre 2010, 2009 und 2000 aufgeführt.

Nachdem der sexuelle Missbrauch von Kindern (§§ 176, 176 a, 176 b StGB) 2009 den niedrigsten Wert seit 1993 erreicht hatte, sind die registrierten Fälle 2010 wieder um 4,8 % auf 11 867 Fälle angestiegen. Trotz dieser leichten Zunahme verdeutlichen die Werte aus dem Jahre 2000 die durchaus positive Entwicklung. Binnen zehn Jahren ist sowohl die Zahl der registrierten Übergriffe um über 3700 Vorfälle gesunken, als auch die Aufklärungsquote um fast 10 % auf 83,9 % gestiegen. Weitaus weniger registrierte Fälle sind für Kindesmisshandlungen zu verzeichnen. Im Gegensatz zu den Missbrauchsvorfällen ist hier eine stetige Zunahme von 2130 Fällen im Jahre 2000 auf über 3700 im Jahre 2010 registriert worden. Zusammenfassend ist also festzustellen, dass die angezeigten Delikte körperlicher Misshandlungen in zehn Jahren um knapp 74 % zugenommen, die Anzeigen aufgrund sexuellen Missbrauchs in diesem Zeitraum aber um 24 % abgenommen haben.

Ein etwas anderes Bild liefern Befunde aus dem alljährig vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Bericht zur Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland (DESTATIS 2011). Aufgeführt werden hier alle von Jugendämtern durchgeführten vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Diese umfassen die Inobhutnahme sowie die Herausnahme eines Kindes oder Jugendlichen aus der Familie wegen einer potentiellen Gefährdung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens. Für das Jahr 2010 zeigt sich, dass von insgesamt 36 443 durchgeführten Schutzmaßnahmen 3450 (9,5 %) aufgrund von Anzeichen für Misshandlungen und 710 (2,0 %) aufgrund des Verdachts auf sexuellen Missbrauch stattfanden. Die absoluten Zahlen widersprechen den in der PKS aufgeführten Häufigkeiten von sexuellem und körperlichem Missbrauch. Während die in der PKS für das Jahr 2010 aufgeführten sexuellen Missbrauchsanzeigen die der Anzeigen aufgrund von körperlichen Misshandlungen um rund ein Drittel überstiegen, erfolgten die durch Jugendämter durchgeführten Schutzmaßnahmen fünfmal häufiger aufgrund von körperlichem als von sexuellem Missbrauch. Die Einsätze des Jugendamtes aufgrund von Verdacht auf sexuellen Missbrauch haben seit 1995 um knapp zwei Drittel abgenommen. Im Gegensatz zu den Daten in der PKS erhöhte sich die Zahl der Schutzmaßnahmen aufgrund körperlichen Missbrauchs um 275 %.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!