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Du willst was für das Klima tun? Nicht mehr abwarten? Damit du richtig durchstarten kannst, erklärt dir dieses Buch in kurzen Texten, was beim Klimawandel und der Erderwärmung passiert. Die reinen Fakten werden kombiniert mit einfachen Experimenten. Du hast dann gegenüber deinen Freunden und Eltern viel bessere Argumente. Du erfährst, wo die Gefahren des Klimawandels liegen, welche Zukunftstechnologien es gibt, die zur Lösung der Klimakrise beitragen können, und was du selbst tun kannst. Erfahre, wie auch du im Alltag zum Klimaretter wirst. Bestens geeignet für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.
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Seitenzahl: 117
Veröffentlichungsjahr: 2022
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
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Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.
T-Shirt-Icon auf Cover: © alekseyvanin – stock.adobe.comKorrektur: Geesche Kieckbusch, Hamburg
Print ISBN: 978-3-527-71904-4ePub ISBN: 978-3-527-83607-9
Cover
Titelblatt
Impressum
Einführung
Hallo, Klimaretter:in!
Über den Klimawandel
Über dieses Buch
Über dich
Über die Symbole, die wir in diesem Buch verwenden
Kapitel 1: Wie entstehtunser Klima?
Ist das schon Klima oder noch Wetter?
Die Sonne – Motor für Leben und Klima
Das Klimasystem Erde – ein Überblick
Atmosphäre – die »Schutzhülle« der Erde
Lithosphäre und Pedosphäre – zwei Superspeicher für Kohlenstoff
Hydrosphäre – Ozeane als prima Klimapuffer
Kryosphäre – die Klimaanlage der Erde
Biosphäre – die Sauerstoff-Fabrik
Anthroposphäre – wenn Menschen Klima machen
Kapitel 2: Gefahren des Klimawandels
Klimageschichte der Erde – ein Blick zurück
Meeresspiegelanstieg – der Erde steht das Wasser bis zum Hals
Meeresströmung – wenn der Golfstrom stirbt und das Klima kippt
Permafrost – die Kühltruhe der Erde taut auf
Versauerung der Ozeane – warum die Koralle blass wird
Dürren und Starkregen – Extremwetter werden extremer
Artensterben – hungrige Eisbären und Schmetterlinge auf der Flucht
Klimawandel macht krank – Hunger, Hitze und Heuschnupfen
Kapitel 3: Was können wir tun?
Viele Klimazukünfte, ein gemeinsames Ziel
Klimagerechtigkeit – wer sollte welchen Beitrag leisten?
Wo können wir am meisten erreichen?
Erneuerbare Energien – Energie
ohne Ende und für alle
Landwirtschaft – mehr Hülsenfrüchte, weniger Reis und Rinder
Kreislaufwirtschaft – Abfälle sind Rohstoffe!
Das Kohlenstoffdioxid muss wieder raus aus der Luft
Was muss sich noch ändern?
Kapitel 4: So wirst du Klimaretter:in!
Engagiere dich gemeinsam mit anderen
Hinterlasse einen kleineren Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck
Ernähre dich klimafreundlich
Zieh dich warm an und bleib cool!
Beweg dich fürs Klima
Schicke weniger Daten durchs Internet
Leg den Schalter um!
Tausche und teile mehr
Sei kreativ und verfolge deine Ideen
Zum Wiederfinden
Über die Autor:innen
Danke
End User License Agreement
Cover
Titelblatt
Impressum
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Fangen Sie an zu lesen
Zum Wiederfinden
Über die Autor:innen
End User License Agreement
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Herzlich willkommen zu »Klima retten für Dummies Junior«. Du interessierst dich für den Klimawandel und möchtest ihn besser verstehen? Du hast Spaß daran, Dinge selbst auszuprobieren und zu experimentieren? Du möchtest wissen, was wir gemeinsam gegen die Klimakrise tun können, und selbst etwas dazu beitragen, um das Klima zu retten? Dann ist dieses Buch genau das richtige für dich!
Der Klimawandel beschäftigt immer mehr Menschen auf unserem Planeten. Zu Recht: Denn er betrifft uns alle. Klimaforscher:innen aus aller Welt sind sich einig: Der Klimawandel ist real, er ist von Menschen verursacht und er ist gefährlich. Die gute Nachricht: Wir können noch etwas dagegen tun. Doch die Zeit rennt. Denn die Zeit bis 2030 wird nach dem Bericht des Weltklimarats entscheidend dafür sein, ob wir die Erderwärmung noch beschränken können, sodass der Klimawandel kontrollierbar bleibt. Fangen wir an! Lass uns gemeinsam die Welt retten.
Wer das Klima wirksam schützen will, muss zunächst den Klimawandel verstehen. Wenn man über den Klimawandel spricht, geht es dabei auch immer wieder um das Wetter. Aber das Gleiche ist es nicht!
Im ersten Kapitel dieses Buches lernst du, wie sich Klima und Wetter unterscheiden, welche entscheidende Rolle die Sonne für das Klima auf der Erde spielt und was beziehungsweise wer noch alles das Klima auf der Erde beeinflusst. Damit du die Naturwissenschaft, die für das Klima und den Klimawandel wichtig ist, besser verstehst, haben wir dir passende kleine Experimente vorbereitet.
Welche Gefahren gehen vom Klimawandel aus und wo werden sie sichtbar? Das ist Thema des zweiten Kapitels.
Im dritten Kapitel des Buchs erfährst du noch mehr Details über den Klimawandel und was wir Menschen tun können, um die von uns verursachte Klimakrise zu bekämpfen. Auch hier gibt es Experimente, mit denen du Auswirkungen und Lösungen erforschen kannst.
Mindestens so wichtig wie das Verständnis für die Ursachen und Treiber des Klimawandels ist das Handeln. Aber wo sollen wir anfangen? Was sind wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Klimawandel? Was können wir gemeinsam erreichen, wenn wir alle an einem Strang ziehen? Wo ist die Politik gefragt? Und was kannst du ganz alleine tun? Antworten dafür findest du in diesem Buch.
So stellen wir uns dich vor:
Du möchtest dich zu den Themen Klimawandel und Klimaschutz schlau machen, um mit Freunden, in der Familie oder im Schulunterricht zu diskutieren. Das Buch liefert dir viele gute Argumente.
Theorie ist nicht dein Ding, aber Experimentieren ist cool. Dann picke dir die Experimente dieses Buchs raus. Du kannst sie auch machen, ohne die anderen Texte im Buch zu lesen.
Du interessierst dich für Naturwissenschaften und hast bereits viel zu Hause oder in der Schule experimentiert. Prima, dann werden dir die kleinen Versuche dieses Buchs leichtfallen. Werde zur Klimaforscher:in und überlege dir weitere Forschungsfragen, zu denen du selbstständig experimentierst.
Du wirst beim Lesen und Experimentieren immer wieder auf diese Symbole stoßen. Sie geben dir folgende Hinweise:
Achtung, aufgepasst! Was bei diesem Warndreieck steht, solltest du unbedingt beachten.
Bei der Zielscheibe findest du immer einen hilfreichen Tipp, der dir zum Beispiel beim Experimentieren weiterhilft.
Texte mit Elefanten-Symbol enthalten wichtige Informationen, die dir im (Elefanten-)Gedächtnis bleiben sollten.
Hervorgehobene Texte weisen auf eine Abbildung hin.
Kapitel 1
In diesem Kapitel erfährst du, wie unser Klima entsteht und warum es genau richtig für das Leben auf der Erde ist. Kennst du den Unterschied zwischen Wetter und Klima? Weißt du wann Klimaforscher:innen von Klimawandel sprechen und wie der Treibhauseffekt oder der Wasserkreislauf der Erde funktionieren? Auf den folgenden Seiten erfährst du mehr. Mit elf einfachen Experimenten kannst du die Arbeitsweisen von Wissenschaftler:innen kennenlernen und die Eigenschaften von Gasen und Wasser erforschen.
Wenn Expert:innen über den Klimawandel sprechen, geht es dabei meist auch um das Wetter. Viele Menschen werfen die Begriffe Wetter und Klima in einen Topf. Aber was genau ist der Unterschied? Kennst du ihn?
Einfach gesagt, ist Wetter das, was bei dir vor der Haustür passiert: Die Sonne scheint, oder es regnet. Es ist kalt oder warm, manchmal stürmisch oder windstill. Wetter kannst du fühlen und jeden Tag erleben. Und es kann sich schnell ändern. Am Morgen bist du vielleicht noch mit einer warmen Jacke aus dem Haus gegangen, mittags ist es so heiß, dass du Lust auf ein Eis bekommst, und am Nachmittag sind Gummistiefel angesagt.
Das Wetter an einem bestimmten Ort kann ständig wechseln. Wetterexpert:innen, auch Meteorolog:innen genannt, beschreiben es so:
Wetter ist der kurzfristige Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort.
In einer Wetterstation messen Meteorolog:innen mit pfiffigen Instrumenten viele verschiedene Wetterdaten, zum Beispiel Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit. Anhand dieser Daten sagen sie dann vorher, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird. Doch das gelingt ihnen nicht immer exakt und wenn, dann nur für fünf bis sieben Tage im Voraus. Für längere Zeiträume ist eine Wettervorhersage sehr ungenau.
Dank Satelliten und Supercomputern können Meteorolog:innen jedoch heute immer mehr Daten verarbeiten, und ihre Wetterprognosen werden immer besser. Wetterspezialist:innen hoffen, dass in naher Zukunft Wetterprognosen über 14 Tage und mehr möglich sein werden.
Wusstest du, dass die Temperatur die am zweithäufigsten gemessene Größe nach der Uhrzeit ist? Um die Temperatur zu messen, benötigst du ein Thermometer.
In diesem Experiment wirst du ein ganz besonderes Thermometer bauen.
1 leere Flasche (0,5 Liter), am besten aus Glas
Sahne bekommt man beispielsweise in 0,5-Liter-Flaschen.
1 Messbecher
2 Schüsseln
1 dünnen, durchsichtigen Trinkhalm
Wasser- oder Lebensmittelfarbe
etwas Knete
Miss 100 Milliliter Wasser mit dem Messbecher ab und färbe es mit etwas Wasserfarbe oder Lebensmittelfarbe.
Fülle das farbige Wasser in die Flasche.
Stelle den Trinkhalm in die Flasche und befestige den Trinkhalm mit Knete.
Die Knetmasse muss die gesamte Flaschenöffnung verschließen, sodass keine Luft aus der Flasche entweichen kann. Der Trinkhalm muss bis zum Boden der Flasche reichen.
Fülle nun eine Schüssel mit kaltem Wasser und die andere mit warmem Wasser aus dem Wasserhahn.
Verwende kein kochendes Wasser aus dem Wasserkocher. Du könntest dich verbrennen.
Stelle die Flasche in das warme Wasser.
Tauche die Flasche (maximal bis zur Flaschenöffnung) ein.
Was beobachtest du?
Stelle die Flasche nun in das kalte Wasser.
Was passiert jetzt?
In der Schüssel mit dem warmen Wasser steigt die blaue Flüssigkeit im Trinkhalm an. Im kalten Wasser sinkt sie wieder.
Du hast ein Gasthermometer gebaut. Die Luft in der Flasche dehnt sich aus, wenn sie erwärmt wird. Da sie nicht entweichen kann, drückt sie auf das Wasser in der Flasche. Das Wasser wird so in den Trinkhalm »gedrückt«. Mit dem Gasthermometer misst du also eigentlich den Druck in der Flasche. Dieser steigt gleichmäßig mit der Temperatur.
Übrigens, Gasthermometer sind ideal dafür, um extrem hohe und tiefe Temperaturen zu messen. Dagegen eignen sich Thermometer, die Flüssigkeiten wie Alkohol oder Quecksilber zur Temperaturmessung nutzen, oder auch digitale Thermometer nur in einem eingeschränkten Temperaturbereich.
Klimaforscher:innen sind besonders fleißige Meteorolog:innen mit gaaaaaaanz viel Geduld. Sie messen nicht nur die Temperatur, sondern sehr viele weitere Wetterdaten an vielen tausend Wetterstationen auf der ganzen Welt – und das über viele Jahrzehnte hinweg. Dabei erfassen sie eine ungeheure Menge an Daten, wie Temperaturen, Niederschlagsmengen, Sonnenscheindauer, Nebeltage, Anzahl der Unwetter oder Blitzeinschläge, von denen sie dann die Mittelwerte berechnen. Das sind sozusagen die »Durchschnittsnoten« dieser Wetterdaten, wie ihr sie von euren Klassenarbeiten kennt.
An den Mittelwerten erkennen die Wetterexpert:innen beispielsweise, ob es in einer Region über die vergangenen Jahrzehnte trockener geworden ist, weil immer weniger Niederschlag fällt, oder ob die Anzahl der Unwetter zugenommen hat.
Erst wenn der Mittelwert für Temperatur oder Niederschlag sich über einen langen Zeitraum ändert, sprechen Forscher:innen vom Klimawandel. Die Angaben zum Klima beziehen sich aber nicht nur auf einen längeren Zeitraum, sondern auch auf ein größeres Gebiet der Erde als beim Wetter. Klima ist sozusagen »das Wetter im Großen«.
Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre in einem bestimmten Gebiet über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.
Drei extrem heiße Sommer in Folge oder zwei Jahrhundertwinter in den vergangenen zehn Jahren sind noch kein Beleg für einen Klimawandel. Erst wenn sich die mittlere Temperatur in einer Region oder die Schneemenge auf einem Gletscher über einen Zeitraum von 30 Jahren deutlich ändert, ist dies ein Hinweis dafür, dass sich das Klima verändert hat.
Die Sonne ist der einzige Stern unseres Sonnensystems. Um sie herum kreisen acht Planeten mit etwa 170 Monden und ungezählte Gesteins- und Eisbrocken. Mittendrin bewegt sich unsere Erde.
Kannst du alle Planeten unseres Sonnensystems in der richtigen Reihenfolge – von innen nach außen – benennen? Dieser Merksatz hilft dir dabei: »Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.«
Sie heißen: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun. Übrigens, Pluto – lange Zeit der neunte Planet unseres Sonnensystems – gehört seit einigen Jahren nicht mehr dazu. Wissenschaftler entdeckten, dass der Gesteinsbrocken nicht »Chef« seiner eigenen Umlaufbahn ist. Zum Trost erhielt er den Titel »Zwergplanet«.
Die Erde bewegt sich als einziger Planet in der Lebenszone der Sonne.
